dihw Nr. 2 / 2026
Diamant, PKD, PVD, CVD, CBN, Keramik, Hartmetall
Diamant, PKD, PVD, CVD, CBN, Keramik, Hartmetall
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Ausgabe 2 · <strong>2026</strong><br />
ZKZ 30498<br />
Diamant, PKD, PVD, CVD, CBN, Keramik, Hartmetall<br />
<strong>dihw</strong>_contour_schneeleo_1.4.26kl3fin.pdf 1 01.04.26 13:46<br />
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to the surface.<br />
Eric Schäfer<br />
Redakteur<br />
Stuttgart,<br />
05-08/05/<strong>2026</strong><br />
Die Zügel schleifen zu lassen…,<br />
…ist meist keine gute Idee. Und im Krisenmodus dieser Tage ist es erst<br />
recht nicht angebracht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen<br />
bleiben herausfordernd. So lag die deutsche Produktion von Schleif-,<br />
Hon-, Läpp- und Poliermaschinen in den ersten drei Quartalen des<br />
vergangenen Jahres 15 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der<br />
Rückgang beim Export belief sich sogar auf 25 Prozent. Dagegen<br />
hatte sich der Inlandsabsatz mit einem Zugang um 33 Prozent positiv<br />
entwickelt. Allerdings trübte sich der Auftragseingang zum Jahresende<br />
2025 ein, sodass die Jahresbilanz mit einem Minus von fünf Prozent<br />
abschließt. Besonders der heimische Markt zeigte deutliche Schwächen,<br />
während sich das Ausland über weite Strecken stabilisierte.<br />
Die Branche agiert also in einem herausfordernden Umfeld. Es gilt,<br />
den Anschluss nicht zu verlieren und auf aktuelle Entwicklungen zu<br />
reagieren. Da kommt eine Messe wie die GrindingHub gerade recht.<br />
Sie bringt alles rund ums Schleifen zusammen, bietet Orientierung<br />
und Austausch und schafft konkrete Geschäftsmöglichkeiten, wie<br />
Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW und Veranstalter der<br />
GrindingHub erklärt.<br />
Das <strong>dihw</strong>-MAGAZIN hat sich bereits im Vorfeld umgehört, welche<br />
Trendthemen die Besucher dieser Messe erwarten dürfen. Im Mittelpunkt<br />
stehen natürlich Werkzeugbearbeitung und -fertigung – auch digital –<br />
sowie präzise Fertigungsaufgaben – unterstützt von KI – in den<br />
verschiedensten Branchen. In dieser Ausgabe beschäftigt sich<br />
Prof. Dr.-Ing. Paul Helmut Nebeling in seinem Fachartikel mit dem<br />
Kreislauf beim Nachschleifen von Vollhartmetall-Werkzeugen.<br />
Sie erfahren wie eine innovative Schleiftechnik Tempo in der<br />
Waferbearbeitung macht und wie die datenbasierte Überwachung<br />
des Kühlschmierstoffs dafür sorgt, dass die Chemie beim Schleifen<br />
stimmt. Wissen, mit dem Sie die Zügel in der Hand behalten.<br />
Innovation.<br />
Präzision.<br />
Vernetzung.<br />
Alles an<br />
einem Ort.<br />
Die Leitmesse<br />
der Schleiftechnik.<br />
Eric Schäfer<br />
grindinghub.de
ISCAR<br />
5 Titelstory<br />
5 100 Jahre LACH DIAMANT<br />
Teil 15: Ein persönlicher Rückblick<br />
Lach Diamant<br />
10 News & Facts<br />
10 Interview<br />
11 Markt/Personalien<br />
15 Veranstaltungen/Messen<br />
18 Forschung<br />
19 Werkstoffe & Werkzeuge<br />
19 Werkzeuginnovationen für maximale Performance in der Zerspanung<br />
20 Fräslösungen für keramische Werkstoffe<br />
22 Breitschlichtfräser ohne Nebenschneiden-Einstellung<br />
24 Kantenqualität ohne Kompromisse<br />
26 Kreislauf beim Nachschleifen bei Vollhartmetall-Werkzeugen<br />
von Prof. Dr.-Ing. Paul Helmut Nebeling<br />
29 Bearbeitungsprozesse<br />
29 Innovative Schleiftechnik macht Tempo in der Waferbearbeitung<br />
30 Aluminium – leistungsfähige Fräslösungen für einen vielseitigen Werkstoff<br />
33 Mannlos in die Nacht<br />
35 Hochpräzise Lösungen für die Luft- und Raumfahrt<br />
36 Komponenten & Zubehör<br />
36 So stimmt die Chemie beim Schleifen<br />
38 Lösungen für präzise und effiziente Bewegungsaufgaben<br />
39 Innovative Wartungsstation für Werkzeuge und Formen<br />
40 GrindingHUB<br />
40 GrindingHub-Vorschau<br />
4 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Titelstory<br />
LACH DIAMANT® –<br />
100 Jahre – 1922 - 2022<br />
15. Teil: Ein persönlicher Rückblick<br />
Als Autor der Zeitschriften „<strong>dihw</strong>“ und „hp tooling“ hat Horst Lach zwei Serien<br />
geschaffen, „Poly-poly“ und „100 Jahre LACH DIAMANT®“. Darin beschreibt er<br />
die Wege in eine neue Zeit der Materialbearbeitung mit PKD, CBN usw.<br />
bis hin zu den aktuellsten Anwendungen.<br />
Horst Lach, Jahrgang 1940, leitet gemeinsam mit seinem Sohn Dipl.-Ing. Robert Lach<br />
das 1922 von Jakob Lach gegründete Unterneh men LACH DIAMANT®.<br />
Stand heute – März <strong>2026</strong> – sind fast vier<br />
Jahre nach unserer Jubiläumsveranstaltung<br />
im „Deutschen Goldschmiedehaus“<br />
vergangen.<br />
Mit meinen Artikeln über 100 Jahre<br />
LACH DIAMANT® bin ich jetzt etwa in der<br />
Mitte der achtziger Jahre angelangt.<br />
Ich halte inne und blicke zurück.<br />
Gedankenschwer erlebe ich die letzten<br />
vier Jahre – in der Istzeit.<br />
Überrascht glaube ich feststellen zu<br />
können, dass sich nach den technisch<br />
umwälzenden 1980er und 1990er Jahren<br />
nicht mehr so viel verändert hat – wenn wir<br />
nicht nur an das Internet, die Computer-<br />
Weiterentwicklung inklusive Robotic und<br />
an Laser denken.<br />
Verzeihen Sie mir, wenn ich jetzt dies<br />
oder das nicht aufgeführt habe. Schließlich<br />
führt es alles wieder zurück auf<br />
„Diamant“ – das Werkzeug.<br />
Vor dieser Zeit gab es noch keine Serienproduktion<br />
(vergessen wir dabei das<br />
Modell „T“ von Ford). Die sich auf die<br />
numerische NC-Technik aufbauende CNC-<br />
Technik wäre ohne Diamant zum Papiertiger<br />
geworden. So haben wir die Grundlagen<br />
des Diamant-Werkzeuges weiterentwickelt.<br />
Unser „Future for Today“.<br />
Die vergangenen vier Jahre haben uns<br />
zu mancherlei Nachdenken – und Umdenken<br />
gezwungen.<br />
Auslöser. Wir erlebten oder besser überstanden<br />
eine Pandemie – und schlimmer,<br />
müssen wir Tag für Tag erleben, dass jenseits<br />
unserer Grenzen ein mörderischer<br />
Krieg tobt und …(ja, das reicht)<br />
Deshalb – und gerne – kehre ich zurück<br />
auf ein positives Erlebnis eines Mittelständlers<br />
– nämlich die „100 Jahr-Feier“ seines<br />
Unternehmens.<br />
Aus meinem Vortrag, den ich auch mit<br />
„ein Leben für die Diamant-Industrie“<br />
hätte betiteln können, sprach ich über meinen<br />
Vater und Gründer des Unternehmens<br />
Jakob Lach (kurz auch LACH DIAMANT®<br />
genannt), sein Leben, Familie und Start-up<br />
Unternehmen in schwieriger Zeit.<br />
Jakob Lach wäre am 13. September 1922<br />
128 Jahre alt geworden. Als Kind habe ich<br />
noch Ende der 40er Jahre und erst recht<br />
Anfang der 50er Jahre tausende Karat Diamant<br />
– sicherlich einige Kilos – durch seine<br />
Hände gehen sehen, fast liebevoll betrachtet,<br />
sortiert, gelupt – ja streichelnd, so<br />
dass ich manchmal den Eindruck hatte, er<br />
spräche insgeheim zu einem Lebewesen –<br />
in Jahrmillionen gewachsen – menschengleich<br />
– jeder einzelne Diamant ein Unikat,<br />
unverwechselbar mit einem zweiten. Nur,<br />
dass deren Farbe im Laufe der 50er Jahre<br />
wechselte – vom „weiß“ der Schmuckdiamanten<br />
– Brillanten – zum „bräunlichen“<br />
oder „gelben“ von Industrie-Diamanten,<br />
wie zur Herstellung von Diamant-Werkzeugen,<br />
von Diamant-Abrichtwerkzeugen,<br />
üblich.<br />
Mit diesem Wandel vom Schmuck- zum<br />
Industrie-Diamanten hatte er gleichsam<br />
die Änderung des Geschäftszweckes vollzogen.<br />
Als ich begann mich im Zuge der Vorbereitung<br />
von „100 Jahre LACH DIAMANT® –<br />
der werbliche Kurzname des eingetragenen<br />
Firmennamens Jakob Lach GmbH &<br />
Co. KG – auseinanderzusetzen, stolperte<br />
ich über das Gründungsjahr 1922 – wie<br />
war das in dieser schwierigen Zeit von<br />
Arbeitslosen, Hunger und galoppierender<br />
Geldentwertung möglich – eine Firma zu<br />
gründen?<br />
Jakob Lach wurde am 13. September<br />
1894 in Rückingen – heute Erlensee<br />
– geboren. Er hatte vier Geschwister, drei<br />
Daran ist nicht nur der Wandel in der<br />
Automobil-Industrie – weg vom Verbrenner<br />
und hin zum elektrischen Antrieb – der<br />
Jakob Lach, ca. 1935<br />
Erster Betriebsausflug 1923 nach Alzenau<br />
6 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Titelstory<br />
Brüder und eine Schwester. Der älteste Bruder<br />
Friedrich starb 1918 an einem der letzten<br />
Tage des 1. Weltkrieges in den Vogesen.<br />
Jakob selbst erlebte nach einer Verwundung<br />
in den Karpaten das Ende des Krieges<br />
in einem Lazarett. Hier – bemerkenswert<br />
– teilte ihm ein Arzt mit, dass er aufgrund<br />
eines Herzfehlers kein langes Leben<br />
zu erwarten habe …<br />
Seine Eltern, die einen größeren landwirtschaftlichen<br />
Betrieb ihr Eigen nennen<br />
konnten, siedelten später in den Nachbarort<br />
Langendiebach über.<br />
1908 erlernte Jakob Lach in dem sich in<br />
Hanau niedergelassenen belgischen Unternehmen<br />
Ginsberg & Söhne das Handwerk<br />
des Diamant-Schleifens. Dank des umtriebigen<br />
Friedrich Houy, der das Schleifen von<br />
Diamanten 1887 für Hanau – und letztendlich<br />
für Deutschland – wiederentdeckte,<br />
sollte es bis zum Beginn des 1. Weltkrieges<br />
in und um Hanau – besonders entlang des<br />
Kinzigtals – bis zu zwölftausend Diamant-<br />
Schleifer und entsprechende Schleifereien,<br />
große oder auch kleine als Heim-Familienbetriebe,<br />
gegeben haben.<br />
Die Auswirkungen des Krieges, seine<br />
Verwundung und fehlende Diamant-<br />
Schleif aufträge verhinderten, dass Jakob<br />
seine Tätigkeit als Diamant-Schleifer wieder<br />
aufnehmen konnte. Doch er nutzte diese<br />
Zeit und ließ sich in der Handelsschule zum<br />
Kaufmann ausbilden. Zwar hatte er danach<br />
immer noch keine Anstellung als Diamant-<br />
Schleifer – dafür aber eine gute Idee. Diamanten<br />
zu schleifen wird sitzend vorgenommen<br />
– anders als das Schleifen von<br />
Achat oder anderen Edelsteinen, das seinerzeit<br />
beispielsweise in Idar-Oberstein liegend<br />
durchgeführt wurde. Wenn mehrere<br />
Diamant-Schleifer bei der Arbeit zusammensitzen,<br />
bleibt das gesellige Schwätzchen,<br />
wie das seinerzeitige weit verbreitete<br />
Rauchen einer Zigarre, nicht aus. Das kannte<br />
Jakob Lach aus eigener Erfahrung.<br />
So meldete er im Dezember 1919 in<br />
Langendiebach ein eigenes Gewerbe an: Sie<br />
ahnen es bereits – „Verkauf von Zigarren“.<br />
Mit dem Fahrrad war er mit eigener<br />
Hausmarke „Jakob“ jetzt bei den im Umkreis<br />
von Hanau und Kinzigtal liegenden<br />
Diamant-Schleifereien unterwegs – um<br />
den Schleifern nicht nur seine Zigarren zu<br />
verkaufen, sondern dem ein oder anderen<br />
auch mal über die Schulter zu schauen –<br />
wie gut oder schlecht er so beim Schleifen<br />
mit den von Jakob so geliebten Diamanten<br />
zurechtkommt…<br />
So lernte der Diamant-Fachmann auch<br />
die guten von den weniger gut geschulten<br />
Schleifern zu unterscheiden.<br />
Doch der Niedergang der deutschen<br />
Industrie nach dem 1. Weltkrieg ging Anfang<br />
der 20er Jahre weiter – und erfasste<br />
auch den Zweig der Diamant-Schleifereien.<br />
Und dies – obwohl es in Anbetracht der<br />
Währungsunterschiede für holländische<br />
und belgische Auftraggeber attraktiv<br />
gewesen wäre, Schleifaufträge in das<br />
damalige Lohnniedrigpreisland Deutschland<br />
zu vergeben – Grund: Es fehlte<br />
schlicht das „Vertrauen!“<br />
Es muss Ende 1921 gewesen sein, als sich<br />
Unternehmer von Diamant-Schleifereien<br />
aus dem Hanauer Umkreis zusammensetzten,<br />
um Auswege aus diesem existenzbedrohenden<br />
Dilemma zu finden. Man einigte<br />
sich, eine Exkursion zu einem potentiellen<br />
Auftraggeber nach Amsterdam zu<br />
entsenden. Als von allen als neutral akzeptierter<br />
Sprecher wurde der junge Jakob<br />
Lach ausgewählt – allen gut bekannt, er<br />
konnte reden und verstand etwas von<br />
Diamanten.<br />
So machte sich eine kleine Reisegruppe<br />
mit Sprecher Jakob Lach auf nach<br />
Amsterdam zu der bereits seit 1902 renommierten<br />
Diamant-Firma des Herrn Joseph<br />
Asscher (Amsterdam Royal Asscher<br />
Diamond Company), um Aufträge (Schleifware)<br />
für weitere Beschäftigung nach<br />
Hanau zu holen.<br />
Wie mir mein Vater erzählte, wurden sie<br />
persönlich von Herrn Asscher empfangen.<br />
Ja, Diamant-Schleifware, um sie in Hanau<br />
zu Brillanten zu schleifen, hätte er genug.<br />
Er war ernsthaft interessiert. Man könnte<br />
sofort eine große Partie mitnehmen. Nur,<br />
man sollte ihn verstehen, einer von den<br />
anwesenden Hanauern müsste sich verantwortlich<br />
zeigen und dafür eine Bürgschaft<br />
übernehmen. Nach kurzer Beratung<br />
wollte jedoch keiner für den Anderen bürgen.<br />
Die Delegation fuhr so unverrichteter<br />
Dinge zurück.<br />
Jakob Lach, nunmehr 28 Jahre alt, der<br />
alles mit angehört hatte, dachte nach<br />
und kam zu dem Entschluss, seinen Vater<br />
zu fragen, ob er ihm seinen Erbteil auszahlen<br />
könne. Mit einigen Gold-Mark im<br />
Gepäck fuhr Jakob Lach nun wieder nach<br />
Amsterdam – diesmal alleine. Im folgenden<br />
Gespräch mit Joseph Asscher bot er<br />
an, mit seinem Erbteil mit (wenigen) Gold-<br />
Mark zu bürgen, um somit die für den<br />
Erhalt der Arbeitsplätze benötigte Schleifware<br />
mitnehmen zu können. Offensichtlich<br />
war Herr Asscher über dieses Angebot<br />
des jungen Mannes sehr gerührt. Er sagte<br />
etwa als Antwort: „Sie werden verstehen,<br />
dass der von Ihnen angebotene Betrag<br />
im Vergleich zum Wert der Ware, die Sie<br />
mitnehmen möchten, nicht ausreicht.<br />
Doch Sie gefallen mir. Ich vertraue Ihnen.<br />
Sie sind mein Mann, Herr Lach!”<br />
So kam es, dass Jakob Lach mit einer<br />
großen Partie zu schleifender Diamanten<br />
in Hanau in einem neuen Büro in der<br />
Glockenstraße erschien. Wenn wir so<br />
wollen, war dies der Stichtag der Gründung<br />
des heutigen Unternehmens Jakob<br />
Lach GmbH & Co. KG – beziehungsweise<br />
LACH DIAMANT®.<br />
Jetzt konnte Jakob Lach den wartenden<br />
Diamant-Schleifereien seinerseits die<br />
dringend benötigten Aufträge als Lohn-<br />
Schleifaufträge übergeben. In ansonsten<br />
schwieriger Zeit des Jahres 1922 hob<br />
sich der Stand des Diamant-Schleifers von<br />
anderen Handwerkern ab. Diamantschleifer<br />
konnten von Jakob Lach ab sofort gut<br />
bezahlt werden. Dies dank der Devisen,<br />
die er nunmehr aus Belgien und Holland<br />
aufgrund der ausgestellten Rechnungen<br />
in anderen Währungen bis hin zum US$<br />
erhielt. Von Zeitzeugen wurde berichtet,<br />
dass es jetzt Diamant-Schleifer gab, die<br />
in dieser Hochzeit der Mitte/Ende Zwanziger<br />
Jahre nur vier Tage in der Woche<br />
arbeiteten.<br />
LACH DIAMANT Schleiferei Hanau<br />
Innenstadt Ecke Steinheimerstrasse/<br />
Römerstrasse – etwa 1938<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 7
Titelstory<br />
In meinen Artikel-Serien „100 Jahre LACH<br />
DIAMANT®“ und „Poly – poly – oder was?“<br />
habe ich mich bemüht diesem Anspruch<br />
nachzukommen. Es ist dieser Anspruch,<br />
der LACH DIAMANT® in vielen Bereichen<br />
der Technik, wie dem Schleifen von HSS<br />
und gehärteter Stähle, Hartmetall, Keramik,<br />
der Zerspanung von Aluminium, Holzund<br />
Kunststoffen, glas- und kohlefaserverstärkten<br />
Materialien (Flugzeug- und Windkraft-Industrie)<br />
und weitere zum Pionier<br />
in Entwicklung und Herstellung von Diamant-<br />
und CBN-Werkzeugen werden ließ.<br />
Viele Patente zeugen davon.<br />
Lehrlingsausbildung (zum Diamant-Reiber) – vorbildlich und einzigartig<br />
für damaligen Diamantbetrieb; in den 30er Jahren<br />
Bis Ende der 30er Jahre beschäftigte<br />
Jakob Lach insgesamt 600 Diamant-<br />
Schleifer – davon die Hälfte nunmehr in<br />
eigenen Schleifereien in Langendiebach,<br />
Niederrodenbach und letztlich in Hanau<br />
Ecke Steinheimerstr./Römerstr. – ein wunderschön<br />
restauriertes Fachwerkhaus, das<br />
leider auch Opfer der Zerstörung Hanaus<br />
am 19. März 1945 wurde.<br />
Der Aufbau eines Unternehmens in der<br />
heutigen Größe mit einem Stammhaus in<br />
Hanau, einem Zweigbetrieb in Sachsen<br />
und weltweiter Bedeutung als Pionier der<br />
Diamantwerkzeuge schlechthin ist ohne<br />
die Wegbegleiter des Unternehmers nicht<br />
vorstellbar.<br />
Wenn man so will, hatte der Krieg auch<br />
einen großen Teil des Lebenswerkes von<br />
Jakob Lach zerstört. 1945 begann der nunmehr<br />
51-Jährige nach 23 Jahren erfolgreichen<br />
Aufbaus eines (kleinen) weitreichenden<br />
Diamant-Imperiums bei Null (wie so<br />
viele).<br />
Mitte der Fünfziger Jahre fand seine<br />
Liebe zu Diamant, als das Härteste aller<br />
Materialien, Halt auf dem Wege zur Industrie<br />
– dem Diamant als Werkzeug.<br />
Ab dem 1. Oktober 1960 durfte ich ihn<br />
auf diesem Weg fortan begleiten.<br />
Betriebsstätte in Hanau, Neubau seit 1984<br />
LACH DIAMANT präsentiert die ersten<br />
Borazon TM -Schleifscheiben und das Drehen<br />
von aufgespritzten Metalllegierungen mit<br />
kubisch kristallinem Bornitrid sowie<br />
polykristalline Zerspanungs-Werkzeuge –<br />
1969 + 1973 auf der Hannover Frühjahrsmesse<br />
1973 und 1974<br />
Bis zu seinem Tod im Jahre 1984 war<br />
Jakob Lach ohne Unterbrechung 62 Jahre<br />
für das von ihm 1922 gegründete Unternehmen<br />
tätig.<br />
Nur für die Statistik. Ich selbst bin –<br />
Stand heute <strong>2026</strong> – seit dem 1. Oktober<br />
1960 fünfundsechzig Jahre für LACH<br />
DIAMANT® tätig – begleitet seit nunmehr<br />
30 Jahren von meinem Sohn Robert –<br />
und, uns beide familiär unterstützend, von<br />
meiner lieben Frau Margot und den<br />
Töchtern Annabelle, Denise, Ilse und Iris –<br />
neun Enkel und zwei Urenkel verharren in<br />
Wartestellung …<br />
Betriebsstätte Lichtenau bei<br />
Chemnitz/Sachsen seit 1997<br />
Es würde mir schwerfallen allen diesen<br />
Wegbegleitern an dieser Stelle die ihnen<br />
gebührende Erwähnung Wert zu schätzen<br />
– in Betrachtung meiner über sechzigjährigen<br />
Betriebszugehörigkeit zu LACH<br />
DIAMANT® wurden Innovationen immer<br />
wieder von unterschiedlichen Persönlichkeiten<br />
in Teamwork einzigartig zum Leben<br />
und Erfolg gebracht.<br />
Hannover Frühjahrsmesse 1972 – tressex®-<br />
Borazon TM /CBN-Schleifscheiben beim<br />
Tiefschleifen von hochlegierten gehärteten<br />
Stählen Ew9 auf einer Saacke-Universal-<br />
Schleifmaschine<br />
1981 sollte sich der inzwischen 86 Jahre<br />
alte Jakob Lach in einem Video-Film zur<br />
Vorstellung der weltweit ersten Technologie,<br />
Holz- und Composite-Werkstoffe in der<br />
8 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Titelstory<br />
Möbel-, Küchen- und Fußboden-Industrie<br />
mit Diamant – dem polykristallinen Diamant-Werkzeug<br />
– zu bearbeiten, zu einem<br />
begeisterten Statement hinreißen lassen:<br />
Weltweite Präsentation von dreborid®-PKD-<br />
Sägen für die Leiterplattenfertigung auf der<br />
productronica 1977 in München<br />
LIGNA 1979 – Diamanten zerspanen Holz und<br />
Kunststoffe – erste weltweite Vorstellung<br />
»Dia-2200-mini« formt PKD-Werkzeuge<br />
und -Sägen für die Aluminium-, Holzund<br />
Composite-Bearbeitung<br />
„Als ich im Jahre 1908 zum ersten Mal in<br />
meinem Leben einen Diamant in die Hand<br />
nahm, hätte ich mir nicht träumen lassen,<br />
dass eines Tages Diamant als Schneidstoff<br />
nicht nur in der Automobil-Industrie sondern<br />
auch zur Zerspanung von Holz und<br />
Kunststoffen eingesetzt werden kann.“<br />
Präsentation auf der EMO des<br />
»IC-plus world’s best« (pat.) chipbreaker<br />
für die Aluminium-Bearbeitung<br />
Dieser historische Videofilm was das<br />
„Future for Today“, das die heutige Serienfertigung<br />
in der Möbel- und Composite-<br />
Industrie mit Diamant im Blick hatte. Für<br />
Sie, verehrter Leser, haben wir dieses Video<br />
aufbewahrt. Staunen sie noch heute,<br />
worüber sich Jakob Lach bereits im Jahre<br />
1981 begeistert hat: Link zum Video:<br />
https://bit.ly/LACHDIAMANT<br />
Ihr Horst Lach<br />
Informationen: www.lach-diamant.de<br />
Achswinklige Dia-Schaftfräser<br />
PKD-Profilfräser für die Bearbeitung<br />
von Holzwerkstoffen<br />
Jakob Lach, 1981<br />
Jakob Lach (rechts im Vordergrund) und Horst Lach (stehend)<br />
gratulieren Kurt Wagner zum Geburtstag – ca. 1966<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 9
News & Facts<br />
Das aktuelle Interview zum Thema:<br />
„Wir rücken näher an unsere Kunden“<br />
mit Brian O’Connor, Vice President of Growth & Strategy und<br />
Bryan Germann, Optomechatronics Lead bei Aerotech<br />
Anfang <strong>2026</strong> eröffnete der Motion-<br />
Control-Spezialist Aerotech am<br />
Stand ort Fürth sein Laserlabor, in<br />
dem Kunden aus ganz Europa anspruchsvolle<br />
Laserprozesse praxis nah<br />
erproben und zusammen mit den<br />
Experten des Unterneh mens weiterentwickeln<br />
können. Damit baut<br />
Aerotech seine Präsenz in Europa<br />
weiter aus und schafft einen zentralen<br />
Anlaufpunkt für Applikationsund<br />
Entwicklungstests.<br />
Herr O’Connor, welche<br />
Bedeutung hat diese Einrichtung<br />
für Ihr Unternehmen?<br />
Brian O’Connor: Das neue Labor in Fürth<br />
bringt uns nah an unsere europäischen<br />
Kunden. Viele Unternehmen möchten ihre<br />
Prozesse nicht nur theoretisch durchspielen,<br />
sondern unter praxisnahen Bedingungen<br />
auf unseren Systemen testen. Bisher<br />
war dafür ein Besuch in unserem US-Labor<br />
in Pittsburgh notwendig, künftig bieten<br />
wir diese Möglichkeiten direkt vor Ort in<br />
Europa. Damit schaffen wir kurze Wege,<br />
praxisnahe Tests und eine noch engere<br />
Zusammenarbeit mit den Anwendern.<br />
Was steckt strategisch hinter<br />
diesem Schritt?<br />
Brian O’Connor: Ganz klar wollen wir die<br />
Nähe zu unseren Kunden stärken. Das neue<br />
Labor in Fürth ist für uns ein wichtiger<br />
Meilenstein, weil wir damit unseren europäischen<br />
Kunden den Zugang zu modernster<br />
Lasertechnologie erleichtern. Strategisch<br />
geht es uns darum, unsere Präsenz in<br />
Europa weiter auszubauen und Kundenbeziehungen<br />
zu vertiefen. Wir wollen nicht<br />
nur Produkte und Systeme liefern, sondern<br />
aktiv mit unseren Kunden an Lösungen mitarbeiten.<br />
Mit dem neuen Labor können wir<br />
Entwicklungen schneller vorantreiben, gezielter<br />
auf regionale Marktanforderungen<br />
eingehen und so unsere Position als Partner<br />
für High-End-Laseranwendungen stärken.<br />
Bisher haben Sie dafür Labore in<br />
den USA genutzt. Warum war jetzt<br />
ein Standort in Europa notwendig?<br />
Brian O’Connor: Wir arbeiten sehr kundenorientiert<br />
und entwickeln Lösungen stets<br />
im engen Austausch. Wir sind deshalb über -<br />
zeugt, dass ein eigenes Aerotech-Labor in<br />
Europa unerlässlich ist, um weiterhin markt -<br />
führende Produkte und Systeme zu entwickeln.<br />
Natürlich arbeiten wir auch mit Partnern<br />
zusammen – etwa mit Light Conversion.<br />
Aber wir wollten eine zentrale Einrichtung,<br />
die fest mit unserer Niederlassung in Fürth<br />
verbunden ist. Das macht den Zugang für<br />
unsere Kunden deutlich einfacher.<br />
Herr Germann, was erwartet die<br />
Kunden konkret im neuen LaserLab?<br />
Bryan Germann: Wir stellen Systeme<br />
bereit, die ein breites Spektrum unserer<br />
Brian O’Connor,<br />
vice president of<br />
Growth & Strategy<br />
bei Aerotech<br />
Bryan Germann,<br />
Optomechatronics<br />
Lead bei Aerotech<br />
Möglichkeiten in der Laserbearbeitung<br />
abbilden: Hinzu kommt ein Ultrakurzpulslaser<br />
von Light Conversion mit mehreren<br />
Wellenlängen. Damit lassen sich ganz<br />
unterschiedliche Substrate und Materialien<br />
bearbeiten. Kunden können ihre Anwendungen<br />
also direkt vor Ort erproben und<br />
optimieren.<br />
Welche Branchen möchten Sie<br />
damit besonders adressieren?<br />
Bryan Germann: Typische Einsatzfelder<br />
sind die Fertigung medizinischer Geräte,<br />
die Elektronik- und Halbleiterproduktion,<br />
die Luft- und Raumfahrt oder auch die<br />
Uhrenindustrie. Gemeinsam haben all<br />
diese Märkte, dass höchste Präzision und<br />
Prozesssicherheit gefragt sind – genau da<br />
liegen unsere Stärken.<br />
Und was ist Ihr langfristiges<br />
Ziel mit dem neuen Labor?<br />
Bryan Germann: Wir wollen gemeinsam<br />
mit unseren Kunden Lösungen für die Fertigung<br />
der Zukunft entwickeln. Das Labor<br />
soll sich langfristig zu einem Kompetenzzentrum<br />
entwickeln, das kontinuierlich<br />
wächst und sich an die Marktanforderungen<br />
anpasst. Diese enge Zusammenarbeit<br />
wird zu noch besseren Produkten führen,<br />
die den steigenden Anforderungen unserer<br />
Branchen gerecht werden.<br />
Aerotech stärkt mit dem neuen Laserlabor am Standort Fürth seine Präsenz in Europa<br />
Informationen: www.aerotech.com<br />
10 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
News & Facts<br />
Partnerschaft im Toolmanagement<br />
Das Institut für Produktionstechnik und CIMTT (CIM-Technologie-Transfer)<br />
in Kiel und Unternehmen wie die Franz Xaver<br />
Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik machen es vor: In ihren<br />
Produktionshallen stehen GROB-Bearbeitungszentren. Maschinen,<br />
Produktion und Arbeitsplätze sind mit der Web-Applikation<br />
GROB-NET4Industry vernetzt. Doch was leistet diese App und welchen<br />
Beitrag liefert COSCOM?<br />
„In der Zusammenarbeit mit der Firma GROB haben wir das<br />
Tool Management auf ein neues Level gehoben“, erklärt Christian<br />
Erlinger, Geschäftsführer der COSCOM Computer GmbH, stolz.<br />
GROB-NET4Industry ist ein modular aufgebautes System, das<br />
Produktionsprozesse werksübergreifend vernetzt. Die Funktionen<br />
sind vielfältig: Internet-Konnektivität aller Maschinen, Fernüberwachung,<br />
ERP-Anbindung, Analyse-Tools zur Prozessoptimierung<br />
und vieles mehr.<br />
Ein zentrales Element ist das Modul GROB4TDX, das die automatisierte<br />
Übertragung von Werkzeugdaten in die CNC-Maschine<br />
ermöglicht. Bei der Vermessung im Werkzeugeinstellraum wird das<br />
Werkzeug automatisch identifiziert, um die Werkzeugdaten mit<br />
diesen zu verknüpfen und digital an eine Datenbank zu übermitteln.<br />
Die Identifikation kann dabei in unterschiedlicher Weise erfolgen,<br />
z. B. über Barcode, DMC (Data Matrix Code) oder RFID-Chip.<br />
Hier kommt die Technologie von COSCOM zum Einsatz. Das<br />
Unternehmen entwickelt eine eigene Tool-Management-Software<br />
und übernimmt im Hintergrund von GROB4TDX die zentrale Werkzeugorganisation<br />
inklusive der auftragsbezogenen Werkzeugbereitstellung.<br />
Mithilfe moderner REST-APIs hat COSCOM Schnittstellen<br />
zu Werkzeugvoreinstellgeräten, Werkzeuglagern sowie<br />
weiteren Geräten und Programmen realisiert. Auf Basis der Werkzeugdaten<br />
der Anwender baut COSCOM die Kommunikation mit<br />
Maschinen, MES-Systemen, dem Shopfloor und dem Lager auf.<br />
So sehen Anwender im Werkzeugvoreinstellraum eine vollständige<br />
Übersicht über alle Werkzeuge und Bereitstellungsanforderungen,<br />
während Bediener parallel über Tablet oder<br />
Smartphone Meldungen zum Be- und Entladen der Werkzeuge<br />
erhalten.<br />
Prof. Dr. Henning Strauß, geschäftsführender Direktor<br />
des Instituts für Produktionstechnik und CIMTT in Kiel, hat<br />
GROB-NET4Industry im Einsatz und bestätigt den Mehrwert:<br />
„Wir sind selbst Entwicklungspartner für GROB-NET4Industry,<br />
insbesondere bei der maschinen- und anlagenseitigen Vernetzung.<br />
Die Kooperation mit COSCOM hat eine wichtige Lücke im<br />
Werkzeugbereich geschlossen. Durchgängige Informationen<br />
über Werkzeuge – vom Vermessen über den automatisierten<br />
Transport bis zum Zustand in der Maschine – werden vollständig<br />
erfasst. Über GROB-NET4Industry stehen diese Daten zentral zur<br />
Verfügung.“<br />
Informationen: www.coscom.de<br />
Diese Automatisierung bietet zahlreiche Vorteile:<br />
◆ Reduzierung der Werkzeugwechselzeiten<br />
◆ verbesserte Werkzeugeinsatzplanung und -ausnutzung<br />
◆ Reduzierung von Such- und Wartezeiten<br />
◆ Lagerbestandsoptimierung<br />
Besuchen Sie uns:<br />
Halle 7, Stand A40<br />
Benedikt Gundling, Produktmanager Digitale Produkte bei GROB,<br />
fasst den Nutzen zusammen: „Mit GROB4TDX kann nachvollzogen<br />
werden, wo sich wann welches Werkzeug befindet. Durch die<br />
Konnektivität sehen wir, welches Werkzeug in welcher Maschine<br />
welche Standzeit hat. So können wir kostengünstiger und effektiver<br />
produzieren.“<br />
Lückenlose Vernetzung durch COSCOM<br />
Um den Werkzeugkreislauf vollständig abzubilden, sind leistungsfähige<br />
Schnittstellen entscheidend, die reibungslos miteinander<br />
agieren. Schließlich ist GROB-NET4Industry auch mit Maschinen<br />
anderer Hersteller kompatibel.<br />
„Unsere neuen CBN pro Werkzeuge sind besonders<br />
geeignet für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt.<br />
Mit ihnen können reproduzierbare Oberflächengüten<br />
von Ra < 0,2 Μm am Werkstück erreicht werden.“<br />
Florian Dennstädt, Werkzeug- und Prozessentwicklung
News & Facts<br />
Neuer Präsident für die Metalworking Solutions Division<br />
Mitsubishi Materials Corporation gibt die<br />
Ernennung von Mirko Merlo zum Präsidenten<br />
der Metalworking Solutions Division<br />
mit Wirkung zum 1. April <strong>2026</strong> bekannt.<br />
Merlo ist ein führungserfahrener Manager<br />
mit einer bemerkenswerten Laufbahn in<br />
den Bereichen Unternehmenstransformation<br />
und Optimierung der Wertschöpfungskette.<br />
Er wird die nächste Phase des internationalen<br />
Ausbaus des Geschäftsbereichs<br />
leiten und sich dabei auf Wachstums- und<br />
margenstarke Marktsegmente konzentrieren.<br />
Er tritt die Nachfolge von Kazuo Ohara<br />
an, der nach langjähriger, engagierter<br />
Dienst zeit für die Gruppe in den Ruhestand<br />
geht.<br />
In seiner früheren Funktion als Chief Strategy<br />
und Sales Officer der Metalworking<br />
Solutions Company spielte Mirko Merlo<br />
eine zentrale Rolle bei der Modernisierung<br />
des Geschäftsmodells des Unternehmens.<br />
Unter seiner Führung führte das Unternehmen<br />
umfangreiche strukturelle und operative<br />
Verbesserungen durch. Dazu zählten<br />
Prozessoptimierungen, die Integration<br />
von Shared Services sowie Maßnahmen<br />
zur Steigerung der Kosteneffizienz. Durch<br />
diese Initiativen wurden die Resilienz und<br />
die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des<br />
Unternehmens erheblich gestärkt.<br />
In seiner neuen Position wird Mirko<br />
Merlo die weitere internationale Entwicklung<br />
in etablierten und aufstrebenden<br />
Märkten überwachen. Der Geschäftsbereich<br />
wird in Europa, Asien/Pazifik und<br />
Amerika weiter wachsen und somit auf die<br />
weltweit immer anspruchsvolleren technischen<br />
Anforderungen und steigenden<br />
Nachhaltigkeits erwartungen von Kunden<br />
reagieren.<br />
Informationen: www.mmc-carbide.com<br />
Als Wilhelm Hainbuch am 1. März 1951<br />
mit einer Drehmaschine und einer Idee<br />
den Grundstein für sein Unternehmen legte,<br />
konnte niemand ahnen, dass daraus einmal<br />
ein weltweit führender Spanntechnikhersteller<br />
entstehen würde. 75 Jahre später<br />
steht Hainbuch für Erfindergeist, Bodenständigkeit<br />
und den festen Willen, Dinge<br />
besser zu machen als zuvor – geprägt von<br />
Menschen, die Technik nicht nur entwickeln,<br />
sondern mit Leidenschaft leben.<br />
Schon früh wurde klar: Bei Hainbuch<br />
geht es nicht darum, Bestehendes zu kopieren,<br />
sondern Neues zu schaffen. Einen<br />
entscheidenden Schub bekam die kleine<br />
Firma ab den 1970er-Jahren durch Gerhard<br />
Rall, Schwiegersohn des Firmengründers<br />
und langjähriger Geschäftsführer. Mit Leidenschaft,<br />
Erfindergeist und dem Mut,<br />
neue Wege zu gehen, entwickelte er 1977<br />
das Spannkopffutter Spanntop – eine Innovation,<br />
die sich weltweit durchsetzte und<br />
Hainbuch vom kleinen Betrieb zum führenden<br />
Hersteller von Spanntechnik machte.<br />
„Lieber scheitern wir mit einer Innovation,<br />
als erfolgreich zu kopieren“ – dieses<br />
Credo prägt das Unternehmen bis heute. Es<br />
erklärt, warum Hainbuch immer wieder<br />
technologische Maßstäbe gesetzt hat: von<br />
intelligenten Spannfuttern mit Sensortechnologie<br />
über ultraleichte Carbon-Spannmit<br />
tel bis hin zu Lösungen für die automatisierte<br />
und vernetzte Fertigung. Dass<br />
In novationskraft dabei nicht nur Historie,<br />
sondern gelebte Gegenwart ist, unterstreicht<br />
auch die aktuelle Auszeichnung<br />
mit dem TOP 100-Siegel.<br />
Während Hainbuch über Jahrzehnte vor<br />
allem für hochpräzise manuelle Spanntechnik<br />
bekannt war, hat sich der Fokus in den<br />
vergangenen Jahren konsequent erweitert.<br />
Spanntechnik wird heute als integraler<br />
Bestandteil automatisierter Fertigungsprozesse<br />
verstanden – von einzelnen Spannmitteln<br />
über Lösungen für den automatisierten<br />
Wechsel kompletter Spannmittel<br />
bis hin zu ganzen Automatisierungszellen.<br />
„Mit unserem AC [automated change]<br />
Portfolio und den intelligenten IQ-Spannmitteln<br />
bieten wir die Basis, um Spann-,<br />
Rüst- und Messprozesse konsequent zu<br />
automatisieren“, erklärt Sylvia Rall, geschäftsführende<br />
Gesellschafterin. „Das ist<br />
ein entscheidender Schritt hin zur wirtschaftlichen<br />
Fertigung kleiner Losgrößen<br />
und zur wirklich autonomen Produktion.“<br />
Eigentümerfamilie Rall in der zweiten und<br />
dritten Generation (Sylvia Rall, Gerhard Rall,<br />
Hildegard Rall; links nach rechts)<br />
Trotz internationaler Präsenz mit rund<br />
800 Mitarbeitenden weltweit bleibt<br />
Hainbuch ein Familienunternehmen – inhabergeführt<br />
in dritter Generation, mit kurzen<br />
Entscheidungswegen und einer Kultur,<br />
die Verantwortung, Vertrauen und langfristiges<br />
Denken lebt. Viele Mitarbeitende<br />
begleiten das Unternehmen über Jahre<br />
und Jahrzehnte – und arbeiten Tag für Tag<br />
mit Leidenschaft daran, aus Technik einen<br />
echten Vorteil für Kunden zu machen.<br />
Informationen: www.hainbuch.de<br />
12 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
News & Facts<br />
Kooperation<br />
für die Fabrik der Zukunft<br />
Nachgewiesene Nachhaltigkeit<br />
DMG MORI hat Mitutoyo in das „DMG MORI Qualified<br />
Products“ Programm (DMQP) aufgenommen – mit dem Ziel,<br />
den gemeinsamen Kunden Kombinationen hochwertiger Präzisionswerkzeugmaschinen<br />
und ebenso hochwertiger Inline-Messsystemen<br />
bereitzustellen. Dr. Ing. Masahiko Mori,<br />
Präsident und CEO von DMG MORI, und Shigeyuki Sasaki, Präsident<br />
der Mitutoyo Corporation, besiegelten diese Partnerschaft<br />
während der DMG MORI Hausmesse in Pfronten.<br />
Das Portfolio der DMG MORI Qualified Products umfasst<br />
eine breite Palette an Maschinenkomponenten, Peripheriegeräten<br />
und Zubehör – darunter Werkzeuge, Spannvorrichtungen,<br />
Software, Messtechnik und Kühlschmierstoffe. Auch<br />
digitale Lösungen gehören dazu, sofern sie die Effizienz von<br />
Maschinen und Bearbeitungsprozessen steigern. Dabei wird<br />
das Angebot kontinuierlich erweitert. Um den steigenden<br />
Anforderungen an technologischer Vielfalt und Innovation<br />
gerecht zu werden, erweitert DMG MORI sein Angebot kontinuierlich.<br />
Auf der Hausmesse, die Anfang Februar <strong>2026</strong> im<br />
Werk in Pfronten stattfand, stellte DMG MORI vier neue Partnerunternehmen<br />
vor, deren Technologien einen wesentlichen<br />
Beitrag zur produktiven Fertigung leisten – im Falle von<br />
Mitutoyo die Integration von Präzisionsmessungen in den<br />
Bearbeitungsprozess.<br />
Während der Hausausstellung in Pfronten – einer zehntägigen<br />
Veranstaltung mit mehr als 6.700 Besuchern – gaben<br />
Dr.-Ing. Masahiko Mori, Präsident und CEO von DMG MORI,<br />
und Shigeyuki Sasaki, amtierender Präsident der Mitutoyo<br />
Corporation, den offiziellen Startschuss für den Beitritt von<br />
Mitutoyo zur DMQP Partnerschaft – ein neuer Meilenstein in<br />
der Zusammenarbeit beider Unternehmen.<br />
Der DMQP Status von Mitutoyo muss im Zusammenhang<br />
mit der Machining Transformation (MX)-Strategie von DMG<br />
MORI gesehen werden, welche die Revolution der Fertigung<br />
darstellt. Ein wichtiger Bestandteil von MX ist die Technologieintegration,<br />
d. h. die Kombination mehrerer Prozesse wie<br />
Drehen, Fräsen, Schleifen und auch Messen in einer Werkzeugmaschine.<br />
Diese Integration beschleunigt die Prozesse, sie<br />
spart Platz und reduziert die benötigte Anzahl der Bediener,<br />
die dadurch mehr Zeit für Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung<br />
aufwenden können.<br />
Das Ergebnis: Der Kunde kann die Präzisionsbearbeitung –<br />
integriertes Fräsen, Drehen, Schleifen usw. – mit hochpräzisen<br />
Messungen kombinieren, ohne dass die Teile in einen speziellen<br />
Messraum oder ein Labor transportiert werden müssen.<br />
So werden auch bei höchsten Präzisionsanforderungen die<br />
geforderten Messwerte direkt erfasst und Abweichungen so<br />
früh erkannt, dass der Anwender reagieren kann, bevor Toleranzen<br />
überschritten werden. So wird Ausschuss reduziert<br />
und die Produktivität gesteigert.<br />
Informationen: www.mitutoyo.de<br />
Walter setzt seinen Weg in Richtung nachhaltiger Unternehmensführung<br />
konsequent fort. Die deutschen Walter Standorte wurden<br />
erfolgreich nach ISO 50001 zertifiziert und bestätigen damit die<br />
Wirksamkeit ihres Energie-Managementsystems. Der Walter Fertigungsstandort<br />
Jičín (Tschechische Republik) erreichte zudem die<br />
Zertifizierung nach ISO 14001 sowie ISO 45001 für Umwelt- und<br />
Arbeitsschutzmanagement. Der Vertriebs- und Produktionsstandort<br />
Greer (USA) wurde nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert.<br />
Die Zertifizierungen unterstreichen und betonen das Engagement<br />
des Unternehmens für Qualität, Umwelt und Sicherheit. Für<br />
Walter gehört Nachhaltigkeit, laut eigener Aussage, zur „DNA des<br />
Unternehmens“ und ist ein zentrales Element der Unternehmensphilosophie.<br />
Unter dem Motto WE CREATE THE CHANGE gestaltet<br />
Walter und seine Mitarbeitenden eine nachhaltigere Zukunft<br />
der Metallzerspanung. Darüber hinaus bestätigen die Zertifizierungen<br />
die „Sustainable Business“-Strategie des Premiumwerkzeug-<br />
Herstellers: eine nachhaltige Geschäftsgestaltung, die ökologische<br />
Verantwortung und hohe Qualitätsstandards in sich vereint. Unabhängig<br />
von den neu hinzugekommenen Zertifizierungen bleiben<br />
auch die bestehenden Auszeichnungen von Walter weiterhin gültig.<br />
Damit leistet das Unternehme einen objektiv messbaren Beitrag<br />
für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt –<br />
an allen Standorten weltweit.<br />
Präzise und<br />
produktiv<br />
CBN-Profilschleifscheiben<br />
Liebherr-Verzahntechnik GmbH<br />
Informationen: www.walter-tools.com<br />
Ein-, zwei- oder dreirillige CBN-Profilschleifscheiben<br />
für Innenverzahnungen<br />
– Hochwertige Innenverzahnungen für geräuscharmen Einsatz in Getrieben<br />
– Steigerung der Tragfähigkeit durch Einbringen von Druckeigenspannungen<br />
– Individuelle Korngrößen für unterschiedliche Applikationen<br />
– Kürzere Schleifzeiten<br />
– Schruppen und Schlichten in einem Prozess<br />
– Längere Werkzeugstandzeit<br />
– Aufwendiges Abrichten entfällt<br />
Liebherr-Verzahntechnik GmbH, tools.info@liebherr.com, www.liebherr.com<br />
GrindingHub, Stuttgart<br />
05.-08. Mai <strong>2026</strong><br />
Halle 7, Stand C37
News & Facts<br />
Neuausrichtung stärkt Effizienz und Kundennähe<br />
Die MAPAL Gruppe treibt die strategische<br />
Neuausrichtung ihrer Organisation in<br />
Deutschland konsequent voran. Nach der<br />
Umfirmierung der Unternehmenszentrale<br />
zur MAPAL Dr. Kress SE & Co. KG im Juni<br />
2025 sowie der Neuaufstellung der Unternehmensgruppe<br />
als prozessgesteuerte Organisation<br />
geht das Unternehmen nun den<br />
nächsten bedeutenden Schritt: Zum 1. Mai<br />
<strong>2026</strong> werden die deutschen Gesellschaften<br />
der MAPAL Gruppe rechtlich in die MAPAL<br />
Dr. Kress SE & Co. KG verschmolzen.<br />
Mit dieser Maßnahme bündelt MAPAL<br />
seine Strukturen in Deutschland und<br />
schafft die Grundlage für einheitliche Prozesse,<br />
klare Zuständigkeiten und effizientere<br />
Abläufe. Die 2025 eingeführte, prozessgesteuerte<br />
Organisationsstruktur bildet<br />
dabei das Fundament für die nun folgende<br />
rechtliche Konsolidierung. Ziel ist es,<br />
die Zusammenarbeit mit Kunden und Part -<br />
nern weiter zu vereinfachen und gleichzeitig<br />
die Leistungsfähigkeit der Organisation<br />
nachhaltig zu stärken.<br />
„Die Verschmelzung ist ein logischer<br />
nächster Schritt in der Transformation<br />
unseres Familienunternehmens“, unterstreicht<br />
Dr. Jochen Kress, geschäftsführender<br />
Direktor der MAPAL Dr. Kress SE & Co.<br />
KG. „Wir haben unsere internen Abläufe<br />
konsequent an den Anforderungen unse-<br />
Die Verschmelzung der deutschen Standorte in grafischer Form:<br />
alle sieben deutschen Gesellschaften gehen in der MAPAL Dr. Kress SE & Co. KG auf<br />
rer Kunden ausgerichtet. Die rechtliche Zu--<br />
sammenführung schafft nun die notwendige<br />
Klarheit und Effizienz, um diese Ausrichtung<br />
strukturell optimal zu unterstützen:<br />
Wir reduzieren organisatorische Komplexität<br />
und erhöhen gleichzeitig unsere<br />
Reaktionsgeschwindigkeit mit dem Anspruch,<br />
den Anforderungen unserer Kunden<br />
noch besser zu entsprechen.“<br />
Im Zuge der Neuausrichtung verschmelzen<br />
die deutschen Gesellschaften MAPAL<br />
WWS, MAPAL ITS, Miller, August Beck,<br />
Weisskopf Werkzeuge sowie WTE<br />
Präzisionstechnik mit der Unternehmenszentrale<br />
MAPAL Dr. Kress SE & Co. KG.<br />
Alle bisherigen Standorte bleiben als Produktionswerke<br />
mit ihrem jeweiligen<br />
Produktportfolio bestehen und sichern<br />
damit Kontinuität in Fertigung, Know-how<br />
und Kundennähe.<br />
Für Kunden, Lieferanten und Partnern<br />
ergeben sich aus der Neustrukturierung<br />
Vorteile: ein zentraler Vertragspartner,<br />
harmonisierte Abläufe und eine vereinfachte<br />
Kommunikation – ohne Abstriche<br />
bei der persönlichen Betreuung oder der<br />
technischen Expertise, für die MAPAL seit<br />
Jahrzehnten steht. Bestehende Verträge<br />
und Vereinbarungen bleiben unverändert<br />
bestehen und gehen im Rahmen der<br />
Gesamtrechtsnachfolge auf die MAPAL<br />
Dr. Kress SE & Co. KG über.<br />
Informationen: www.mapal.com<br />
Mit dimensioneller optischer Messtechnik weiter expandieren<br />
Die Mahr GmbH aus Göttingen hat zum<br />
12. November 2025 die letzten 3 % Anteile<br />
an der NanoFocus AG in Oberhausen übernommen<br />
und ist damit ihr Alleineigentümer.<br />
Ziel des Messtechnikspezialisten ist<br />
es, weiter mit dimensioneller optischer<br />
Messtechnik zu expandieren und damit ein<br />
sehr relevanter Partner für die Qualitätssicherung<br />
in vielen Bereichen der Industrien<br />
zu sein.<br />
Die optische Messtechnik ist eine Technologie<br />
mit großem Potenzial für Mahr.<br />
Denn durch hohe Geschwindigkeit, Präzision<br />
und berührungslose Messprozesse<br />
etabliert sie sich immer stärker als wichtige<br />
Alternative zur taktilen Messtechnik.<br />
Die NanoFocus AG, Oberhausen, wird<br />
hundertprozentige Tochter der Mahr-Gruppe<br />
und festigt damit die Mahr Position als<br />
führender Anbieter in der dimensionellen<br />
Fertigungsmesstechnik<br />
In vielen Branchen gewinnt sie zunehmend<br />
an Bedeutung: in der Medizintechnik,<br />
der Automotive-Industrie, dem Maschinen-<br />
und Anlagenbau, der Präzisionsteilefertigung.<br />
„Die optische Messtechnik unserer<br />
Marke NanoFocus stärkt – nach der<br />
Akquise der OptoSurf GmbH im Jahr 2024 –<br />
unsere Expertise perfekt und festigt unsere<br />
Position als führender Anbieter in der<br />
dimensionellen Fertigungsmesstechnik“,<br />
kommentiert Manuel Hüsken, CEO und<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der<br />
Carl-Mahr-Gruppe.<br />
Informationen: www.mahr.com<br />
14 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
4. Schweizer Schleifsymposium<br />
News & Facts<br />
dentliche Erfolge stellen sich ein, wenn KI<br />
nachvollziehbar (eXplainable AI, XAI) und/<br />
oder physikalisch unterstützt wird z.B. als<br />
Physics Informed Neural Network (PINN).<br />
Allerdings ist KI mehr als nur neuronale<br />
Netzwerke, so dass der Erfolg davon abhängt,<br />
die richtigen KI-Tools auszuwählen.<br />
Während die Automobilindustrie, wenn<br />
auch natürlich mit ganz anderen Größenordnungen<br />
an Mitteln, Fahrerassistenzsysteme<br />
bis hin zum autonomen Fahren entwickelt,<br />
sind Assistenzsysteme für Schleifmaschinen<br />
aber auch für andere Werkzeugmaschinen<br />
zur Steigerung der Leistungsfähigkeit,<br />
Verringerung der Einrichtzeiten<br />
und Steigerung der Autonomie der<br />
Maschinen noch unterentwickelt. Hier bei<br />
werden die immer wichtiger werdenden<br />
Automatisierungsgeräte selbstverständlich<br />
mit einbezogen. Ohne Zweifel werden<br />
Forschung und industrielle Anwendungen<br />
in diese Richtung konvergieren.<br />
Auch die neuen Herausforderungen der<br />
Nachhaltigkeit beeinflussen das Schleifen,<br />
wobei sich die Diskussion immer um den<br />
Kühlschmiermitteleinsatz und die hohe<br />
spezifische Energie dreht. Vergessen wird<br />
bei dieser Bilanzierung häufig, dass Schleifwerkzeuge<br />
im Gegensatz zu anderen Zerspanungswerkzeugen<br />
praktisch keine kritischen<br />
Materialien benötigen und dazu<br />
deren Volumen fast vollständig genutzt<br />
werden könnte. Schließlich ist aufgrund<br />
des Nutzens dritter Art, d.h. Reduktion<br />
von Energieverbrauch der schleiftechnisch<br />
hergestellten Teile die Schleiftechnik unumgänglich.<br />
Das Potenzial ist aber auch<br />
hier nicht ausgeschöpft.<br />
Schleiftechnische Symposien als Treffpunkt<br />
zwischen Industrie und Akademie<br />
zur Fortentwicklung der Schleiftechnik<br />
sind daher heute wichtiger denn je.<br />
Das Schweizer Schleif-Symposium <strong>2026</strong><br />
findet vom 5.-6. Oktober <strong>2026</strong> in Zürich<br />
statt. Das Symposium bietet Wissenschaftlern,<br />
Anwendern und Anbietern die Gelegenheit,<br />
neueste Innovationen und Visionen<br />
rund um die Schleif- und Abrichttechnik<br />
einem breiten Publikum aus dem<br />
deutschsprachigen Raum aufzuzeigen,<br />
Erfahrungen auszutauschen und Kontakte<br />
zu knüpfen.<br />
Informationen: www.sss<strong>2026</strong>.inspire.ch<br />
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für die effiziente<br />
Bearbeitung von Gusseisen<br />
und hochwarmfesten<br />
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einfacher Handhabung. Breite<br />
Geometrie- und Schneidstoffauswahl<br />
für eine effiziente Bearbeitung.<br />
Schleifen ist eines der ältesten Fertigungsverfahren<br />
und begleitet den Homo<br />
sapiens sapiens seit Jahrtausenden.<br />
Schleif technik ist unendlich wandelbar,<br />
weshalb sie auch heute wie schon immer<br />
zu den modernsten und fortschrittlichsten<br />
Fertigungstechnologien gehört. Unsere<br />
hoch technisierte Welt ist ohne zuverlässige<br />
Schleiftechnik nicht vorstellbar. Die gesamte<br />
Mikroelektronik würde ohne das Schleifen<br />
nicht funktionieren, und ohne Schleiftechnik<br />
fährt kein Auto, kein Schiff, keine<br />
Eisenbahn, fliegt kein Flugzeug und die<br />
Haute Cuisine funktioniert auch nicht. Die<br />
Abrasivtechnik macht die Hightech-Entwicklungen<br />
in der Energietechnik, der Luftund<br />
Raumfahrt, das Mooresche Gesetz in<br />
der Mikroelektronik und die Anforderungen<br />
an Nachhaltigkeit mit, wenn sie sie<br />
nicht gar bestimmt. Schleifen ist häufig<br />
die finale Bearbeitung von Bauteilen, die<br />
die Verwüstungen vorhergehender Fertigungsprozesse<br />
beseitigen und dem Bauteil<br />
die finale Oberfläche und Gestalt geben<br />
muss. Trial-and-Error, um das gewünschte<br />
Schleifergebnis zu erreichen, verlangt daher<br />
wirklich teure Versuche. Tools zur Vorhersage<br />
des Prozessergebnisses sind von<br />
höchster Wichtigkeit, und dennoch bedarf<br />
es für das Verständnis des Schleifprozesses<br />
immer noch erheblicher Forschungsarbeit.<br />
Auf der anderen Seite haben aber umfangreiche<br />
Arbeiten der letzten Jahrzehnte z.B.<br />
auch von den auf diesem Symposium vertretenen<br />
Forschern, Industrieunternehmen<br />
und Laboren das Dunkel vor dem Schleifkorn<br />
und den Nebel um den Abrasivprozess<br />
erheblich lüften können. Mit numerischen<br />
Modellierungs- und Simulationsmethoden<br />
auf immer leistungsfähigeren<br />
Rechnern und technologisch verfeinerten<br />
Experimenten im Verbund konnten wesentliche<br />
Erkenntnisse gewonnen werden,<br />
wurde aber auch der Weg zu weiterer<br />
Forschung aufgezeigt. Diese Tools werden<br />
aber aufgrund ihrer Komplexität den<br />
Weg in die industrielle Anwendung nicht<br />
finden, sondern bieten die Möglichkeit,<br />
Ergebnisse zu produzieren, die in vereinfachte<br />
Metamodelle gegossen als Einstellhilfen<br />
mehr und mehr auf den Maschinensteuerungen<br />
zu finden sind. Erfahrung<br />
ist immer noch der Stoff, aus dem schleiftechnische<br />
Kompetenz gemacht ist. Als<br />
weiteres Tool zur Vorhersage von Prozessergebnissen<br />
ist daher seit einigen Jahren<br />
die KI hoch im Kurs und nützlich. Außerorwww.iscar.com
News & Facts<br />
FDWF-Strategietage <strong>2026</strong> – Forschung mit Zugkraft<br />
Mit einem personellen Wechsel und<br />
spürbarem Rückenwind aus der Projektland<br />
schaft ist die Forschungsgemeinschaft<br />
Deutscher Werkzeug- und Formenbauer<br />
(FDWF) ins neue Jahr gestartet. Rund<br />
30 Mitglieder kamen bei AHP Merkle in<br />
Gottenheim zusammen, um die aktuellen<br />
Forschungsaktivitäten zu reflektieren und<br />
Impulse für zukünftige Vorhaben zu setzen.<br />
Seit dem 1. Januar <strong>2026</strong> ist Johannes<br />
Ullrich neuer Geschäftsführer der FDWF.<br />
Der 36-jährige Maschinenbauingenieur<br />
mit Forschungshintergrund war zuvor als<br />
Projektbeauftragter tätig und löst Ralf<br />
Dürrwächter ab, welcher der Forschungsgemeinschaft<br />
weiterhin in administrativer<br />
Rolle erhalten bleibt.<br />
Forschung mit Wirkung:<br />
Projekte und Perspektiven<br />
Mit einem verwalteten Fördervolumen<br />
von rund 2,6 Millionen Euro und mehr als<br />
30 eingereichten Anträgen hat die FDWF<br />
ihre Rolle als zentraler Impulsgeber für<br />
vorwettbewerbliche Forschung im Werkzeug-<br />
und Formenbau weiter gestärkt. Im<br />
Mittelpunkt der Strategietage standen die<br />
Zwischenberichte aus vier bewilligten Forschungsvorhaben:<br />
→ ReIteratE – Reduktion von manuellen<br />
Iterationsschritten im Einarbeitungsprozess<br />
von Umformwerkzeugen<br />
(Fraunhofer IWU)<br />
→ Robust – Verschleißfeste, optisch<br />
strukturierte Werkzeugbeschichtungen<br />
zur Erzeugung hochwertig<br />
anmutender Kunststoffkomponenten<br />
aus Recyclingmaterialien<br />
(Fraunhofer IWM)<br />
→ ExAM – Extrusionswerkzeuge auf<br />
Basis von Additive Manufacturing<br />
(Hochschule Schmalkalden, Universität<br />
Paderborn, Fraunhofer IAPT)<br />
→ EWAM – Effizienter Werkzeugbau mit<br />
Additiver Fertigung (Fraunhofer IWU)<br />
Die vorgestellten Projekte machten deutlich:<br />
Die FDWF positioniert sich als Wegbereiterin<br />
für praxisorientierte Forschung<br />
mit konkretem Nutzen für den industriellen<br />
Alltag. In der Diskussion am zweiten<br />
Veranstaltungstag wurde deutlich, dass<br />
dieser Anspruch weitaus stärker systematisiert<br />
werden soll. Die daraus entwickelte<br />
Leitidee lautet „Pragmatische Innovation“ –<br />
gemeint ist Forschung, die auch dort<br />
ankommt, wo sie der Branche unmittelbar<br />
hilft: nämlich im Betrieb.<br />
Künftig sollen Projekte daran gemessen<br />
werden, ob sie innerhalb eines Zeitraums<br />
von drei bis fünf Jahren nach Abschluss<br />
greifbare Ergebnisse liefern können – etwa<br />
in Form von Prozessrichtlinien, Softwarelösungen,<br />
modularen Konstruktionsansätzen<br />
oder konkreten Handlungsempfehlungen<br />
für die Werkbank. Auch der Transfer in Projekte<br />
des Zentralen Innovationsprogramms<br />
Mittelstand (ZIM) wird dabei explizit mitgedacht.<br />
Dieses bundesweite Förderformat<br />
des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt<br />
kleine und mittelgroße Unternehmen<br />
bei der Entwicklung marktnaher Technologien<br />
– eine logische Anschlussoption<br />
für Forschungsansätze, die das Potenzial<br />
für Produktivitätsgewinne oder neue Geschäftsmodelle<br />
mitbringen.<br />
Johannes Ullrich ist seit Jahresbeginn<br />
Geschäftsführer der FDWF<br />
Damit solche Projekte noch passgenauer<br />
auf den Bedarf der Unternehmen ausgerichtet<br />
sind, setzt die FDWF künftig verstärkt<br />
auf Struktur, Verbindlichkeit und<br />
direkte Unternehmensbeteiligung: Mit<br />
einem zweistufigen Pitch-Verfahren, klar<br />
definierten Ergebnisformaten und Unternehmenspaten<br />
aus dem Mitgliedskreis soll<br />
der Praxistransfer von Anfang an mitgedacht<br />
und aktiv begleitet werden.<br />
Neue Projektplattform:<br />
Austausch, Transparenz, Impulse<br />
Ein weiteres zentrales Anliegen der FDWF<br />
ist es, Forschung nicht nur zu verwalten,<br />
sondern lebendig zu gestalten. Mit einer<br />
neuen Projektplattform des Verbands wurde<br />
auf den Strategietagen ein Tool vorgestellt,<br />
das genau das ermöglicht.<br />
Die Mitglieder erhalten einen zentralen<br />
Zugang zu allen laufenden Forschungsvor<br />
haben – inklusive Status, Inhalten, Ansprech<br />
partnern und Entwicklungsschrit ten.<br />
Der Austausch untereinander wird über die<br />
Plattform unterstützt. Sie bietet Raum für<br />
Feedback, kurze Impulse oder Diskussionsanstöße<br />
und hilft, die oft langfristig angelegten<br />
Forschungsprojekte in ihren Zusammenhängen<br />
verständlich zu machen.<br />
„Forschungsprojekte sind manchmal wie<br />
Puzzles. Unsere Plattform hilft den Mitgliedern,<br />
sich die passenden Teile für ihren<br />
Betrieb herauszusuchen“, erklärt Ullrich.<br />
Gemeinsam gestalten:<br />
ein Treffen mit Signalwirkung<br />
Die Rückmeldungen zu den Strategietagen<br />
fielen durchweg positiv aus. Die nächsten<br />
Strategietage sind für Januar 2027 geplant.<br />
Informationen: www.fdwf.de<br />
16 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
News & Facts<br />
Stone+tec gibt starke<br />
Technik- und Marktimpulse<br />
Die internationale Fachmesse für Naturstein<br />
und Steintechnologie Stone+tec<br />
Nürnberg findet vom 17. bis 20. Juni statt<br />
und unterstreicht einmal mehr ihre Rolle<br />
als zentrale Plattform für Technik, Investition<br />
und persönlichen Austausch – und als<br />
Pflichttermin für Steinmetzbetriebe und<br />
Natursteinverarbeiter im deutschsprachigen<br />
Raum.<br />
Das Messeangebot der Stone+tec <strong>2026</strong><br />
wird immer umfangreicher. Besonders im<br />
Bereich Naturstein verzeichnet die Messe<br />
ein starkes Wachstum.<br />
In den Reihen der Werkzeug- und Techniklieferanten<br />
sind auf der Stone+tec <strong>2026</strong><br />
bekannte Namen verzeichnet. Für Vollsortimenter<br />
wie die Ludwig Hietel GmbH<br />
& Co. KG zählt die Stone+tec seit Jahrzehnten<br />
zu den wichtigsten Messebeteiligungen.<br />
Als führender Technikaussteller<br />
mit klarem Fokus auf den deutschsprachigen<br />
Markt nutzt das Unternehmen die<br />
Nürnberger Fachmesse gezielt als zentrale<br />
Marketing- und Vertriebsplattform.<br />
Informationen<br />
www.stone-tec.com<br />
SPITZENTECHNOLOGIE<br />
IN WERKZEUGFORM<br />
SurfaceTechnology GERMANY <strong>2026</strong><br />
Die SurfaceTechnology GERMANY lädt<br />
zum Branchentreff der Oberflächentechnik<br />
nach Stuttgart ein. Vom 5.-7. Mai zeigen<br />
teilnehmende Unternehmen aus aller Welt<br />
auf, wie sie den aktuellen Herausforderungen<br />
der Branche entgegentreten.<br />
Die Herausforderungen für die Unternehmen<br />
der Oberflächentechnik bleiben<br />
anspruchsvoll – eine spürbare Entlastung<br />
ist derzeit nicht absehbar. Hohe Energiekosten,<br />
strenge Umweltauflagen (REACH und<br />
Nachhaltigkeit), Fachkräftemangel, eine<br />
weiterhin verhaltene Auftragslage sowie<br />
geopolitische Unsicherheiten prägen das<br />
Marktumfeld. Hinzu kommen notwendige<br />
Investitionen in digitale Automatisierung<br />
und die Modernisierung bestehender Anlagen,<br />
die erhebliche Ressourcen binden.<br />
Oberflächentechnik als<br />
wesentlicher Schlüsselprozess<br />
Als Querschnittstechnologie steht die<br />
Oberflächentechnik für einen wesentlichen<br />
Schlüsselprozess für nahezu alle industriellen<br />
Kernbranchen – von der Mobilität über<br />
den Maschinenbau, die Metallbe- und verarbeitende<br />
Industrie, die Luft- und Raumfahrt<br />
bis hin zur Medizintechnik und Elektronik.<br />
Damit leistet sie einen entscheidenden<br />
Beitrag zur industriellen Wertschöpfung<br />
und Wettbewerbsfähigkeit.<br />
Die Vielfalt der Branche spiegelt sich in<br />
insgesamt zwölf Ausstellungsschwerpunkten<br />
wider. Nationale und internationale<br />
Aussteller präsentieren in Stuttgart ihre<br />
Innovationen, Produkte und Dienstleistungen<br />
und setzen auf den direkten Austausch<br />
mit Fachbesuchern. Ebenfalls vertreten<br />
sind die Gemeinschaftsstände des<br />
ZVO mit rund 60 ausstellenden Unternehmen<br />
sowie die Prozesskette Oberflächentechnik,<br />
organisiert von der WOTech GbR.<br />
Wissenstransfer auf höchstem Niveau<br />
Ein weiterer Höhepunkt ist das STG.Expert-<br />
Forum. Als Wissensplattform und Impulsgeber<br />
vereint es rund 50 Fachvorträge<br />
und steht für praxisnahen Wissenstransfer<br />
auf hohem Niveau. Inhaltlich greift das<br />
Forum zentrale Zukunftsthemen auf – darunter<br />
„KI-Unterstützung in der Oberflächentechnik“,<br />
„Oberflächen für die Energietechnik<br />
– neue Batterietypen und Wasserstofftechnologien“<br />
sowie „Vermeidung<br />
von PFAS in der Oberflächentechnik“. Auch<br />
das Thema „Qualifizierung von Mitarbeitenden<br />
im Kontext des Fachkräftemangels“<br />
verspricht wertvolle Impulse und intensive<br />
Diskussionen.<br />
Die mit Spannung erwartete Verleihung<br />
des Stuttgarter Oberflächentechnik-Preises<br />
„DIE OBERFLÄCHE“ seitens des<br />
Fraunhofer-IPA-Institutes findet wie<br />
gewohnt am ersten Messetag auf dem<br />
STG.ExpertForum statt.<br />
Informationen:<br />
www.surface-technology-germany.de<br />
PREMIUMWERKZEUGE DER<br />
NEUESTEN GENERATION<br />
für leistungsstarke und effiziente<br />
Bearbeitung Ihrer Bauteile!<br />
www.ingersoll-imc.de
News & Facts<br />
Werkzeuge effizient und für höchste Bauteilqualität drucken<br />
Die additive Fertigung, insbesondere<br />
das Verfahren Laser Powder Bed Fusion<br />
(LPBF), eröffnet dank großer Gestaltungsfreiheit<br />
neue Wege im Werkzeugbau.<br />
Das Fraunhofer IWU erschließt dieses<br />
Potenzial in zwei Forschungsvorhaben,<br />
»AdTopoTool« und »EWAM«. Das Ziel ist,<br />
effizientere Werkzeuge für die Blechwarmumformung<br />
und das Spritzgießen be--<br />
schleunigt zu entwickeln und herzustellen.<br />
Davon profitiert auch die Qualität des Bauteils,<br />
das sich mit solchen Werkzeugen in<br />
kürzerer Zeit produzieren lässt.<br />
AdTopoTool: effiziente<br />
Materialverteilung im Werkzeug<br />
senkt das Gewicht um rund 30 %<br />
In vielen Werkzeugbaubetrieben kommen<br />
auch heute noch konventionelle Fertigungs -<br />
verfahren und erfahrungsbasierte Designs<br />
zum Einsatz. Dies geht in der Regel mit<br />
geometrischen Einschränkungen und<br />
einem sehr hohen Werkzeuggewicht einher.<br />
In der Folge leiden Fertigungszeiten<br />
und Bauteilqualität häufig unter unzureichendem<br />
Temperaturmanagement.<br />
Im Forschungsvorhaben AdTopoTool konnten<br />
die Projektpartner Fraunhofer IWU,<br />
Werkzeugbau Winkelmühle GmbH und<br />
H+E Produktentwicklung GmbH nachweisen,<br />
dass additiv gefertigte Werkzeuge<br />
mit topologie- und kühlkanaloptimierten<br />
Geometrien einen erheblichen Mehrwert<br />
bieten – trotz hoher Anforderungen an die<br />
thermomechanische Belastbarkeit und das<br />
Temperaturmanagement des Werkzeugs.<br />
Topologieoptimierung bedeutet dabei,<br />
durch intelligente Materialverteilung bzw.<br />
mit Hilfe einer verbesserten geometrischen<br />
Gestaltung von Kühlkanälen das Werk -<br />
zeug gleichzeitig auf minimales Gewicht<br />
und maximale Steifigkeit auszulegen. Am<br />
Beispiel der Produktionsprozesse Spritzgießen<br />
und Presshärten wurde eine numerische<br />
Methode entwickelt, mit der sich das<br />
Belastungs- und Strukturverhalten thermisch<br />
hochbeanspruchter Werkzeuge<br />
zuverlässig vorhersagen lässt. Diese Methode<br />
kam für die Topologieoptimierung<br />
und Auslegung der Kühlkanäle je eines<br />
Demonstratorwerkzeugs für das Spritzgies -<br />
sen sowie für das Presshärten zum Einsatz.<br />
Die Forschenden validierten außerdem die<br />
optimierten und additiv gefertigten Werkzeuggeometrien<br />
im Labormaßstab.<br />
Das Ergebnis: Eine Gewichtsreduktion<br />
des Spritzgusswerkzeugs um ca. 34 % und<br />
des Presshärtewerkzeug-Segments um<br />
ca. 28 %, ohne dass die Anforderungen an<br />
die Formstabilität beeinträchtigt werden.<br />
Durch effizientere Temperiersysteme können<br />
die Zykluszeiten der spritzgegossenen<br />
Bauteile um 60 % und die Wärmebehandlung<br />
der pressgehärteten Bauteile um fast<br />
die Hälfte verkürzt werden. Dabei kann in<br />
einigen Fällen sogar eine Verbesserung der<br />
Qualität und Maßhaltigkeit der Endprodukte<br />
erreicht werden.<br />
EWAM : automatische<br />
Temperierkanalkonstruktion für<br />
additiv gefertigte Werkzeuge<br />
Fehlende Erfahrung mit additiver Fertigung,<br />
eine aufwendige Auslegung der Tem -<br />
periersysteme und lückenhafte Konstruktionsrichtlinien<br />
stehen einem breiten Einsatz<br />
dieser Technologie jedoch bislang im<br />
Weg. Um solche Hürden zu überwinden,<br />
entwickelt das Fraunhofer IWU im aktuellen<br />
Projekt EWAM (Effizienter Werkzeugbau<br />
mit Additiver Fertigung) eine skriptbasierte,<br />
automatische Temperierungsauslegung.<br />
Weniger manueller Aufwand und<br />
eine verkürzte Entwicklungszeit für das<br />
Werkzeug sollen zu einer deutlichen Effizienzsteigerung<br />
führen.<br />
Ziel ist ein Software-Plug-in für die automatische<br />
Konstruktion von additiven Temperiersystemen<br />
unter Berücksichtigung<br />
von Vorgaben der additiven Fertigung<br />
sowie der Ergebnisse von thermischen,<br />
strömungstechnischen und Belastungsanalysen.<br />
Damit das Plug-in nach dem<br />
Marktstart zügig Verbreitung finden kann,<br />
wird es in einer universellen Programmiersprache<br />
erstellt und mit verschiedenen<br />
3D-CAD-Programmen kompatibel sein.<br />
Die Anwendung des Laser-Powder-Bed-<br />
Fusion-Verfahrens, eine optimierte Werkzeuggeometrie,<br />
die tatsächliche Prozessbelastungen<br />
berücksichtigt, sowie eine<br />
intelligente Werkzeugkühlung schaffen<br />
für mittelständische Werkzeugbauer einen<br />
echten Mehrwert.<br />
Das Fraunhofer IWU hat zum Ziel, neue<br />
Maßstäbe für schnell umsetzbare, ressourceneffiziente<br />
und hochwertige Werkzeuglösungen<br />
zu setzen.<br />
Informationen: www.iwu.fraunhofer.de<br />
AdTopoTool, lnks Originalwerkzeug;<br />
rechts: das topologieoptimierte<br />
Segment wurde additiv hergestellt;<br />
die Kühlkanäle sind gleichmäßig<br />
über die Werkzeugfläche verteilt<br />
und für ein besseres Temperaturmanagement<br />
näher an der<br />
Oberfläche platziert<br />
18 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Werkzeuginnovationen für maximale Performance<br />
in der Zerspanung<br />
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Die Messe Intertool in Wels, Oberösterreich<br />
war die ideale Plattform, um einem<br />
breiten Fachpublikum innovative Werkzeuglösungen<br />
zu präsentieren. Gemeinsam<br />
mit DMG MORI erlebten Besucher am<br />
Boehlerit Messestand Live das volle Potenzial<br />
einer modernen Fertigung: automatisierte<br />
Werkzeugverwaltung, smartes Datenmanagement<br />
und High-Performance<br />
Hoch vorschubfräsen bis hin zum Palettenund<br />
Werkstückhandling. Mit einem klaren<br />
Fokus auf Qualität, Präzision und Effizienz<br />
zeigte der Hartmetall- und Werkzeugspezialist<br />
moderne Werkzeugkonzepte – praxisnah<br />
und kompromisslos auf Produktivität<br />
ausgelegt.<br />
Fertigungsprozesse, in denen höchste Schnittqualität und lange Standzeiten gefordert<br />
sind. Die gelötete Konstruktion, bei der die Sägezähne mittels Hochleistungslötsystemen<br />
fest mit dem Sägeblatt verbunden werden, sorgt für besondere Stabilität sowie hohe<br />
Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Schnittkräften.<br />
Informationen: www.boehlerit.com<br />
Boehlerit erweitert sein Hochvorschub-<br />
Portfolio und bringt mit THETAtec 25N Feed<br />
ein neues Werkzeugkonzept auf negativer<br />
Basis auf den Markt. Das innovative<br />
System ermöglicht – analog zu den bereits<br />
etablierten positiven Werkzeuglösungen<br />
– mit acht reell einsetzbaren Schneidkanten<br />
deutlich höhere Zerspanungsraten<br />
und gewährleistet damit maximale Performance<br />
und Effizienz in anspruchsvollen<br />
Bearbeitungsprozessen.<br />
Einen weiteren technologischen Meilenstein<br />
setzen die neuen Gewinderollsysteme<br />
von Wagner, die sich durch höchste<br />
Oberflächengüte, hervorragende Zugfestigkeit<br />
und außergewöhnliche Belastbarkeit<br />
bei der Gewindeherstellung auszeichnen.<br />
Sie stehen in einer Vielzahl an Varianten<br />
zur Verfügung und erweitern das Angebot<br />
hochwertiger Präzisionslösungen.<br />
Im Bereich der Hartmetall- und Beschichtungstechnologie<br />
sowie der Spanflussoptimierung<br />
ist es Boehlerit gelungen,<br />
eine völlig neue Generation von Sorten für<br />
die Stahldrehbearbeitung zu entwickeln.<br />
Die perfekt aufeinander abgestimmten<br />
Parameter führen zu den wirtschaftlichen<br />
und leistungsstarken Stahldrehsorten<br />
BCP05T, BCP15T, BCP25T, BCP35T und<br />
BCP40T, die durch exzellente Bearbeitungssicherheit<br />
und konstante Performance<br />
über den gesamten Drehprozess<br />
überzeugen.<br />
VGrind infinity LINEAR<br />
ONE MACHINE. ONE GOAL. INFINITE POSSIBILITIES.<br />
Die VGrind infinity LINEAR setzt neue Maßstäbe in der Bearbeitung<br />
von Präzisionswerkzeugen. Sie beherrscht verschiedenste Werkzeuggrößen,<br />
-arten und -materialien und liefert dabei stets höchste<br />
Qualität. Mit einem einzigartigen Maschinenkonzept und passenden<br />
Automatisierungslösungen ist die VGrind infinity LINEAR nicht einfach<br />
eine Schleifmaschine, sondern ein wahrer Alleskönner.<br />
Mit Sawtec brazed reagiert Boehlerit<br />
auf steigende Anforderungen moderner<br />
05. - 08.05.<strong>2026</strong> Halle 7 / D71<br />
www.vollmer-group.com
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Fräslösungen für keramische Werkstoffe<br />
Hufschmied Zerspanungssysteme stellte<br />
im März <strong>2026</strong>, in München, auf der<br />
Ceramitec aus. Am Gemeinschaftsstand<br />
mit dem CNC-Maschinenhersteller Röders<br />
GmbH bewies Hufschmied: Mit materialund<br />
prozessspezifischen Spezialwerkzeugen<br />
können selbst jene keramischen Werkstoffe<br />
zerspant werden, die man bisher nur<br />
schleifen konnte.<br />
Die Zerspanung von Grünlingen mit dem<br />
Werkzeug Graftor® ist bereits ein bewährter<br />
Prozess. Doch gebrannte monolithische<br />
Keramik zu zerspanen, ist bisher kaum<br />
möglich. Erstmals stellte Hufschmied auf<br />
der Ceramitec eine neue Werkzeugklasse<br />
vor, die dies zu einer technischen und<br />
wirtschaftlichen Option werden lassen:<br />
PKD-Torusfräser mit einer großen Anzahl<br />
an Schneiden.<br />
„Wir können Fräswerkzeuge mit sehr<br />
komplexer Geometrie aus massivem polykristallinem<br />
Diamant herstellen und nutzen<br />
diese Fähigkeit zur Bearbeitung anspruchsvoller<br />
Keramikwerkstoffe. Mit der innovativen<br />
neuen Werkzeugreihe bestätigen wir<br />
unsere Absicht, auch im Bereich der keramischen<br />
Werkzeuge unserem Ruf gerecht<br />
zu werden: Wir finden eine Lösung für<br />
jede Zerspanungsherausforderung“, sagt<br />
Christel Hufschmied, Geschäftsführerin der<br />
Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH.<br />
Ein weiteres Thema ist die Zerspanung<br />
von Ceramic Matrix Composites (CMCs). An<br />
diese Werkstoffe werden in der Luft- und<br />
Raumfahrt große Erwartungen geknüpft<br />
und Hufschmied ist Teil von Forschungsprojekten.<br />
Es konnten unter anderem<br />
mit einer speziell entwickelten Mikrogeometrie<br />
und einer für CMC optimierten<br />
Diamantbeschichtung vielversprechende<br />
Ergebnisse erzielt werden.<br />
Informationen: www.hufschmied.net<br />
Der Graftor® von Hufschmied ist das ideale<br />
Werkzeug für die Grünlingsbearbeitung<br />
Eine stabile Lieferkette stärkt die Zukunft der<br />
industriellen Produktion<br />
„Lieferketten unter Druck“ – Schlagzeilen<br />
wie diese haben in den letzten Jahren<br />
viele Unternehmen verunsichert. Rohstoffknappheit,<br />
geopolitische Spannungen,<br />
steigende Energiepreise: All dies hat<br />
gezeigt, wie anfällig globale Netzwerke<br />
sein können. Kunden von CERATIZIT profitieren<br />
von der einzigartigen und zukunftssicheren<br />
Lieferkette des Unternehmens.<br />
Seit über 100 Jahren entwickelt und produziert<br />
CERATIZIT anspruchsvolle Schneidund<br />
Verschleißschutzlösungen aus harten<br />
Werkstoffen, vor allem aus Wolframkarbid.<br />
Da Wolfram ein Element mit außergewöhnlich<br />
hoher Dichte und dem höchsten<br />
Schmelzpunkt aller Metalle ist, ist es ein<br />
unverzichtbarer Werkstoff für zahlreiche<br />
An wendungen in der Hightech-Industrie.<br />
Sinteröfen bei CERATIZIT in Österreich<br />
Als Teil der Plansee-Gruppe verfügt<br />
CERATIZIT über eine vollständig integrierte<br />
Wertschöpfungskette – vom Wolframpulver<br />
bis zum fertigen Werkzeug. Damit<br />
hat das Unternehmen alle entscheidenden<br />
Schritte unter Kontrolle und ist nicht von<br />
kurzfristigen Marktschwankungen abhängig.<br />
Ein wichtiger Faktor dabei ist eine von<br />
China unabhängige Materialversorgung<br />
20 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
und ein konsequenter Kreislaufwirtschaftsansatz<br />
mit einer Recyclingquote von 91 %<br />
für Wolfram bei CERATIZIT im Geschäftsjahr<br />
2024/25. Dies reduziert nicht nur die<br />
Abhängigkeit des Unternehmens von<br />
Primärrohstoffen, sondern auch seinen<br />
CO 2<br />
-Fußabdruck.<br />
Wichtige Säulen für die<br />
Versorgungssicherheit<br />
Die Stabilität der Wertschöpfungskette<br />
von CERATIZIT basiert auf einem umfassenden<br />
Ansatz. Recycling und Rückkauf<br />
spielen eine zentrale Rolle, da Wolfram bei<br />
Vorhandensein der richtigen Infrastruktur<br />
unendlich oft recycelt werden kann.<br />
CERATIZIT sammelt systematisch Wolframschrott<br />
und verarbeitet ihn mit fortschrittlichen<br />
Recyclingtechnologien bei Global<br />
Tungsten & Powders (GTP) – einem Unternehmen<br />
der CERATIZIT-Gruppe – in den<br />
USA und Finnland. Bei der Verarbeitung<br />
von Wolframschrott bei GTP (USA) entsteht<br />
auch ein kobalthaltiger Schlamm,<br />
der weiterverarbeitet und in der Wolframkarbidpulverproduktion<br />
von GTP verwendet<br />
wird. Dieser geschlossene Kreislauf<br />
macht CERATIZIT unabhängig von externen<br />
Lieferanten, unterstützt den konfliktfreien*<br />
Status des Unternehmens und trägt<br />
zur Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele<br />
bei. Stadler Raw Materials, Europas größter<br />
Wolframschrottsammler und Teil der<br />
CERATIZIT-Gruppe, ist ebenfalls ein wichtiger<br />
Bestandteil dieses Prozesses.<br />
Neben dem Recycling sichern langfristige<br />
Abnahmevereinbarungen in Bergbauprojekten<br />
und strategische Investitionen<br />
den Zugang zu einigen der größten Wolframvorkommen<br />
außerhalb Chinas: Die<br />
Plansee-Gruppe ist der größte Einzelaktionär<br />
von Almonty, Betreiber der Sangdong-<br />
Mine in Südkorea. Alle aus der Mine stammenden<br />
Konzentrate werden anschließend<br />
bei GTP zu Wolframpulver verarbeitet.<br />
Diese gemeinsamen Anstrengungen haben<br />
CERATIZIT als führenden westlichen Wolframproduzenten<br />
mit einem besonders hohen<br />
Anteil an recyceltem Material etabliert.<br />
* CERATIZIT stellt sicher, dass alle Rohstoffe<br />
verantwortungsbewusst und transparent<br />
über RMI-konforme Schmelzhütten<br />
(Responsible Minerals Initiative) bezogen<br />
werden. Dies garantiert ethische,<br />
nachhaltige und rückverfolgbare<br />
Lieferketten.<br />
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
„Unsere integrierte und recyclingorientierte<br />
Lieferkette bietet Kunden langfristige<br />
Sicherheit in einer unvorhersehbaren<br />
Welt. Durch die Kombination strategischer<br />
Investitionen mit einer der höchsten<br />
Wolf ram-Recyclingquoten der Branche<br />
gewährleisten wir einen zuverlässigen<br />
Zu gang zu kritischen Rohstoffen, die konfliktfrei<br />
und nicht von Lieferungen aus<br />
China abhängig sind, und reduzieren<br />
gleichzeitig unsere Umweltbelastung“, so<br />
Andreas Lackner, Mitglied der Geschäftsleitung<br />
der CERATIZIT-Gruppe.<br />
Transparenz und Verantwortung<br />
Für Kunden, die Einblick in die CO 2<br />
-<br />
Emissionen von CERATIZIT-Produkten<br />
wünschen, stellt das Unternehmen<br />
Product-Carbon-Footprints (PCF) gemäß<br />
den Normen des VDMA (Verband<br />
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau –<br />
VDMA 35111)** und der ISO (ISO 14067)<br />
zur Verfügung. Darüber hinaus hat sich<br />
CERATIZIT zu klaren Dekarbonisierungszielen<br />
verpflichtet, die von der Science<br />
Based Targets Initiative (SBTi) validiert<br />
wurden. Zusätzlich befolgt CERATIZIT<br />
strenge ESG-Standards, hat ein globales<br />
QHSE-Rahmenwerk und einen Verhaltenskodex<br />
für Lieferanten eingeführt, der ökologische,<br />
soziale und ethische Standards<br />
gewährleistet.<br />
In einer Welt voller Unsicherheiten ist<br />
eine stabile Lieferkette wie eine Versicherung<br />
für die gesamte Branche und für die<br />
Zukunft. Mit Rückwärtsintegration, einem<br />
zirkulären Geschäftsmodell, klaren Nachhaltigkeitszielen<br />
und einem starken ESG-<br />
Rahmenwerk zeigt CERATIZIT, dass es ein<br />
zuverlässiger Partner ist – heute und morgen.<br />
Informationen: www.ceratizit.com<br />
** Der Verband Deutscher Maschinen- und<br />
Anlagenbau (VDMA) ist ein deutscher<br />
Wirtschaftsverband, der Tausende von<br />
Maschinen- und Anlagenbauunternehmen<br />
vertritt. Er ist eine Handelsorganisation, die<br />
die wirtschaftlichen, technischen und<br />
wissenschaftlichen Interessen von<br />
Maschinen- und Anlagenbauunternehmen<br />
vertritt, politische Interessenvertretung<br />
betreibt, Innovation und Digitalisierung<br />
(z.B. Industrie 4.0) unterstützt, technische<br />
Standards entwickelt und Marktanalysen,<br />
Beratung und Schulungen anbietet, um die<br />
Wettbewerbsfähigkeit der Branche<br />
zu stärken.<br />
Diamant- und<br />
CBN-Schleifwerkzeugen<br />
mit galvanischer Bindung<br />
Präzision,<br />
die man sieht.<br />
WE DO.<br />
NON STOP.<br />
PASSION.<br />
Beschichtung,<br />
die sitzt.<br />
Besuchen Sie uns!<br />
Halle 10 Stand A30<br />
Finzler, Schrock & Kimmel GmbH<br />
Arzbacher Straße 55/57<br />
56130 Bad Ems<br />
Tel.: +49 2603 96 03 0<br />
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Karriere<br />
85 Jahre Präzision und Qualität.
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Breitschlichtfräser ohne Nebenschneiden-Einstellung<br />
Die INGERSOLL Werkzeuge GmbH hat<br />
eine neue Schlichtfräser-Serie mit vor<br />
Stirn angeordneten Tangentialschneiden<br />
auf den Markt gebracht.<br />
Im Gegensatz zu den bereits bewährten<br />
Systemen mit einstellbarer Nebenschneide<br />
kommt hier ein Werkzeug mit Festplattensitz<br />
und neu entwickelter 4-schneidiger<br />
MicroMill-Geometrie zum Einsatz.<br />
Leichtes Handling<br />
MicroMill Schlichtfräser-<br />
Serie 6F6S<br />
Wendeplatte:<br />
YDA-22L101<br />
Im Gegensatz zu den einstellbaren Systemen<br />
erfordert diese Lösung kein besonderes<br />
Know-how, da die Werkzeug-Serie für<br />
die allgemeine Schlichtbearbeitung ohne<br />
erhöhte Anforderungen konzipiert ist.<br />
Basierend auf den Erfahrungen mit den<br />
einstellbaren Systemen wurde die optimale<br />
Nebenschneidenlage der Wendeschneidplatte<br />
durchmesserbezogen in den Festplattensitz<br />
übertragen.<br />
Wirtschaftlichkeit<br />
Die hier verwendete, neu entwickelte Tangential-Wendeschneidplatte<br />
YDA-22L101<br />
weist 4 Schneidkanten auf und ermöglicht<br />
somit in Verbindung mit der 4,5 mm langen<br />
Nebenschneide und optimalem Vorschub/<br />
Drehzahl-Verhältnis eine hoch-wirtschaftliche<br />
Schlichtbearbeitung mit sehr guten<br />
Oberflächenresultaten.<br />
6F6S063R00<br />
Fläche schlichten (Guss / Stahl)<br />
EN-GJL-250 / 0.6025 42CrMo4 / 1.722<br />
V c = 300 m/min V c = 250 m/min<br />
n = 1515 1/min n = 1263 1/min<br />
fu = 3 mm fu = 2 mm<br />
V f = 4545 mm/min V f = 2526 mm/min<br />
ap = 0,15 mm ap = 0,15 mm<br />
ae = 45 mm ae = 45 mm<br />
Einsatzgebiete<br />
Durch die Geometrie der Wendeplatte<br />
sind allgemeine Schlichtbearbeitungen im<br />
Planfräs-Bereich, als auch das Schlichten<br />
bis an Schultern, nicht zuletzt auch durch<br />
den Eckenradius von R0,5 mm möglich.<br />
Ebenso kann das Werkzeug für die Schlichtbearbeitung<br />
beim Drehfräsen verwendet<br />
werden.<br />
Die verkürzte Nebenschneide und radial<br />
positive Einbaulage der Wendeschneidplatte<br />
verhindern außerdem den ansons ten<br />
bei Breitschlichtsystem bekannten Axial -<br />
druck, den die Schneide auf die Oberfläche<br />
projiziert, wobei es oftmals, speziell<br />
bei dünnwandigen oder labilen Baut eilen<br />
zu so genannten Rattermarken kommt,<br />
die die erzeugte Oberfläche negativ<br />
beeinflussen.<br />
Die vorgesehenen Schneidstoffe IN2040,<br />
IN2540 und IN2010 decken ein großes<br />
Spektrum zu bearbeitender Materialien<br />
im Stahl- und Gussbereich ab. Es besteht<br />
zudem die Möglichkeit, durch Einbringen<br />
von PKD oder CBN-Layern in die Wendeschneidplatte,<br />
das Einsatzspektrum noch<br />
zu erweitern. Die Werkzeug-Serie ist im<br />
Durchmesserbereich 40-125 mm standardmäßig<br />
verfügbar.<br />
Drehfräsen Material: 1.4462<br />
V c = 160 m/min<br />
n = 808 1/min<br />
fu = 2 mm<br />
V f = 1616 mm/min<br />
ap = 0,15 mm<br />
ae = 28,5 mm<br />
Ra = 0,224 µm Vertikale Abweichung:<br />
0,005 mm<br />
Rz = 1,65 µm Rundlauf: 0,003 mm<br />
Performance<br />
Bei der Bearbeitung kurz- und langspanender<br />
Werkstoffe erzielt der neue Schlichtfräser<br />
hervorragende Ergebnisse. Der<br />
durch die Wendeplattengeometrie minimierte<br />
Axialdruck ermöglicht saubere<br />
Übergänge zwischen den Fräsbahnen und<br />
hinterlässt somit keinerlei Vibrationsmarken<br />
auf der erzeugten Oberfläche.<br />
Die integrierten Kühlmittelbohrungen<br />
mit Austritt im Spanraum verhindern bei<br />
Kühlschmiermittel- oder Luftzufuhr, besonders<br />
bei der Stahl-Bearbeitung, ein<br />
Span anhaften oder Mitziehen der Späne<br />
auf die geschlichtete Oberfläche.<br />
Die 4,5 mm lange Nebenschneide ermöglicht<br />
sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten<br />
bei minimierter Kontaktzeit und<br />
ausgezeichneten Oberflächenergebnissen.<br />
Informationen: www.ingersoll-imc.de<br />
22 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Axial-Rollköpfe für<br />
große Gewinde und<br />
hochfeste Materialien<br />
Die EVOline Axial-Rollköpfe der FETTE Werkzeugtechnik, einem<br />
Mitglied der LMT Tools-Familie und Marktführer im Bereich Rollsysteme,<br />
stehen für kurze Fertigungszeiten, hohe Gewindefestigkeit,<br />
herausragende Standzeiten sowie höchste Prozesssicherheit. Mit<br />
der nächsten Evolutionsstufe folgt nun die neue Generation. Sie<br />
wurde speziell für große Gewinde in hochfesten Materialien entwickelt<br />
und bietet eine effiziente Alternative zu herkömmlichen<br />
Rollmaschinen. Ein Praxisbeispiel aus dem Energiebereich belegt<br />
die Leistungsfähigkeit: bis zu 50 % Zeitersparnis und damit doppelte<br />
Ausbringung im mannlosen Betrieb.<br />
Mit der neuen Generation EVOline Axial-Rollköpfe bietet LMT<br />
Fette eine effiziente, wartungsfreundliche und wirtschaftliche Lösung<br />
zur prozesssicheren und automatisierten Fertigung großer<br />
Gewinde in hochfesten Materialien. Die Produktfamilie umfasst<br />
vier Baugrößen – F55 EVO, F65 EVO, F75 EVO und F85 EVO – und<br />
ist für hochfeste Stähle bis 1.400 N/mm², Härtebereich bis HRC<br />
44 sowie Gewindegrößen bis M100 und Steigungen bis 6 mm<br />
ausgelegt.<br />
Lange Standzeiten bei hoher Produktivität<br />
Durch die geometrisch optimierte Konstruktion sowie den Einsatz<br />
von Hochleistungsmaterialien wird eine robuste, langlebige und<br />
verschleißarme Bauweise erreicht. Das führt zu längeren Standzeiten<br />
und reduziert den Instandhaltungsaufwand auf ein Minimum.<br />
Bis zu 100.000 Bauteile können pro Wartungsintervall gefertigt<br />
werden. Die Axial-Rollköpfe lassen sich nahtlos in bestehende Maschinenumgebungen<br />
integrieren und ermöglichen präzise, vollautomatische<br />
Abläufe. Die Komplettbearbeitung in einer Linie reduziert<br />
Handling- und Nebenzeiten, erhöht die Prozessstabilität und<br />
steigert die Produktivität. Damit bieten die Rollköpfe einen entscheidenden<br />
Vorteil gegenüber herkömmlichen Stand-Alone-Rollmaschinen,<br />
die zeit intensive manuelle Arbeitsschritte und einen<br />
hohen Personalaufwand erfordern. Das Ergebnis: ein effizienterer<br />
Fertigungsprozess und nachhaltig niedrigere Kosten pro Bauteil.<br />
Wirtschaftliche Lösung für automatisierte Serienprozesse<br />
„Gerollte Gewinde bieten rund 30 % höhere Festigkeit als geschnittene<br />
Gewinde und sind damit oft die erste Wahl für sicherheitsrelevante<br />
Komponenten. Mit der neuen Generation der EVOline<br />
Axial-Rollköpfe übertragen wir diese Vorteile konsequent auf<br />
große Gewinde in hochfesten Werkstoffen und schaffen eine wirtschaftliche<br />
Lösung für automatisierte Serienprozesse“, so Anita<br />
Tritschler, Global Produktmanagerin Rollsysteme bei LMT Tools.<br />
Typische Anwender sind Unternehmen, die zuverlässige und wirtschaftliche<br />
Prozesse benötigen – insbesondere aus Energieerzeugung<br />
und -versorgung, Bauwesen und Infra struk tur, Öl- und Gasindustrie<br />
sowie Maschinen- und Systemtechnik.<br />
Informationen: www.lmt-tools.com
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Für müheloses Schneiden von Keramikmaterialien<br />
Sorma hat eine Erweiterung seines<br />
Werkzeugsortiments für Winkelschleifer<br />
angekündigt und eine neue Version der<br />
MBC-Scheibe vorgestellt, die nun über<br />
einen M14-Gewindeflansch verfügt. Diese<br />
Ergänzung folgt auf die kürzlich erfolgte<br />
Aufnahme der MBC-Serie in den Sorma-<br />
Steinkatalog 25-26.<br />
Technische Daten und<br />
Anwendungsbereiche<br />
Die MBC-Scheibe gehört zum Sortiment<br />
der Sorma-Werkzeuge für Winkelschleifer<br />
und wurde speziell für das Trockenschneiden<br />
von Keramikmaterialien entwickelt,<br />
darunter Porzellan, Porzellanfliesen<br />
und ultrakompakte Oberflächen; sie verfügt<br />
über einen 25 mm breiten, beidseitigen<br />
gesinterten Diamantrand mit Wabenmuster,<br />
der Gehrungsschnitte (45 °-Gehrungsfugen),<br />
Geradschneiden und Schleifen<br />
ermöglicht.<br />
Die Diamantschicht gewährleistet einen<br />
glatten und gleichmäßigen Schnitt ohne<br />
Ausbrüche sowie müheloses Anfasen. Insgesamt<br />
bietet die Scheibe eine hohe Steifigkeit<br />
und sorgt so für eine hervorragende<br />
Linearität während der Bearbeitung.<br />
Er hältlich ist die MBC-Scheibe von Sorma<br />
in zwei verschiedenen Ausführungen. Die<br />
Standardbohrung (22,23 mm) wurde im<br />
vergangenen Herbst im Stone-Katalog<br />
25-26 vorgestellt und verfügt über eine<br />
Bohrung von 22,23 mm. Die neue Version<br />
M14-Gewindeflansch wurde für eine<br />
schnel lere Montage und erhöhte Vielseitig<br />
keit bei verschiedenen Anwendungen<br />
entwickelt.<br />
Informationen: www.sorma.net<br />
Kantenqualität ohne Kompromisse<br />
Moderne Möbelfronten verbinden anspruchsvolles<br />
Design mit hoher Strapazierfähigkeit.<br />
Hochglanzoberflächen, Glaslaminate<br />
oder dekorativ beschichtete Platten<br />
sind aus der industriellen Möbelproduktion<br />
nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig stellen<br />
gerade diese Werkstoffe höchste Anforderungen<br />
an die Bearbeitung: bereits<br />
kleinste Ausplatzungen, beschädigte Kanten<br />
oder ausfransende Schutzfolien beeinträchtigen<br />
die Optik und führen häufig zu<br />
Nacharbeit sowie erhöhtem Ausschuss. Mit<br />
dem Diamaster PRO EdgeExpert bietet Leitz<br />
eine speziell für diese sensiblen Anwendungen<br />
entwickelte Werkzeuglösung.<br />
Das innovative Konzept des Diamaster<br />
Pro EdgeExpert vereint die Stärken eines<br />
Format- und eines Fügefräsers in einem<br />
einzigen Werkzeug. Dadurch entsteht bereits<br />
beim Formatieren eine außergewöhnlich<br />
hohe Kantenqualität – ein entscheidender<br />
Vorteil, denn perfekte Ergebnisse<br />
werden direkt im ersten Bearbeitungsschritt<br />
erzielt.<br />
Perfekte Schnittkanten auf<br />
allen gängigen Anlagen<br />
Der Diamaster PRO EdgeExpert erzeugt<br />
auf Konsolen-, Nesting- und Plattenaufteilanlagen<br />
ausbruchsfreie Schnittkanten –<br />
selbst bei anspruchsvollen Oberflächen und<br />
hochwertigen Deckschichten. Besonders in<br />
der Serienfertigung erhöht dies die Prozesssicherheit<br />
deutlich. Die Schutzfolie wird<br />
sauber geschnitten, ohne auszufransen.<br />
Nachgelagerte Arbeitsschritte können<br />
ohne zusätzliche Korrekturen erfolgen.<br />
Ein zentraler Qualitätsfaktor ist die präzise<br />
abgestimmte Werkzeuggeometrie. Die<br />
Achswinkel sind gezielt an die unterschiedlichen<br />
Materialzonen angepasst: ein höherer<br />
Achswinkel im Bereich der Decklagen<br />
verbessert die Schnittqualität und minimiert<br />
Ausrisse. Ein niedrigerer Achswinkel in der<br />
Mittellage optimiert den Späneabtransport.<br />
Gleichzeitig wird auf die Mittellage nur ein<br />
geringer Druck ausgeübt. Dadurch wird ein<br />
Verpressen vermieden und die strukturelle<br />
Integrität des Werkstoffs erhalten. Große<br />
Spankammern gewährleisten zudem eine<br />
zuverlässige Spanabführung – auch bei<br />
hohen Vorschubgeschwindigkeiten.<br />
Höhere Vorschübe, weniger Nacharbeit<br />
Der<br />
Diamaster<br />
PRO EdgeExpert<br />
vereint Format- und Fügefräser<br />
in einem Werkzeug und<br />
erzielt bereits beim Formatieren eine<br />
außergewöhnlich hohe Kantenqualität;<br />
für perfekte Oberflächen ohne Ausrisse –<br />
selbst bei anspruchsvollsten Materialien<br />
Der Diamaster PRO EdgeExpert ermöglicht<br />
Vorschübe von bis zu 25 m/min. Das reduziert<br />
Durchlaufzeiten spürbar und steigert<br />
die Effizienz im Fertigungsprozess. Weniger<br />
Nacharbeit und geringerer Ausschuss verbessern<br />
zusätzlich die Wirtschaftlichkeit.<br />
Auch hinsichtlich der Standzeit setzt das<br />
diamantbestückte Werkzeug Maßstäbe. Es<br />
ist bis zu dreimal nachschärfbar und bleibt<br />
über lange Einsatzzeiträume leistungsfähig.<br />
Das macht den Diamaster PRO Edge-<br />
Expert zu einer nachhaltigen und wirtschaftlichen<br />
Investition für Unternehmen<br />
mit höchsten Qualitätsansprüchen.<br />
Das Standardprogramm umfasst zwei<br />
Varianten mit Ø 12 mm und Nutzlängen von<br />
24 mm oder 30 mm. Damit ist das Werkzeug<br />
ideal für Plattenstärken von 16 bis 28 mm<br />
ausgelegt und bietet maximale Flexibilität<br />
in der Bearbeitung unterschiedlichster<br />
Möbelwerkstoffe mit hochwertigen Oberflächen.<br />
Der Diamaster PRO EdgeExpert steht für<br />
perfekte Kanten, höchste Präzision und<br />
eine Produktivität, die sich unmittelbar in<br />
der Fertigung auszahlt.<br />
Informationen: www.leitz.org<br />
24 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Optimierung der Gusseisenbearbeitung<br />
FILTECH<br />
Angesichts zunehmender Herausforderungen<br />
in der globalen Fertigung – z.B.<br />
volatile Rohstoffpreise und eine zunehmende<br />
Konzentration von Lieferketten –<br />
über denken viele Unternehmen, wie kritische<br />
Werkzeugmaterialien in ihren Bearbeitungsprozessen<br />
eingesetzt werden.<br />
Hartmetall auf Wolframbasis bleibt in<br />
einer Vielzahl von Anwendungen unverzichtbar.<br />
Die Abhängigkeit von Wolfram –<br />
einem strategisch sensiblen Rohstoff – veranlasst<br />
Hersteller jedoch zunehmend zu<br />
prüfen, wo es den größten Mehrwert liefert<br />
und wo alternative Werkstoffe klare<br />
technische Vorteile bieten können.<br />
Mit umfassender Expertise in der Entwicklung<br />
keramischer Werkstoffe und in<br />
der Anwendungstechnik steigert NTK die<br />
Leistungsfähigkeit von Schneidwerkzeugen<br />
in anspruchsvollen Bearbeitungsumgebungen.<br />
Bei der Bearbeitung von Gusseisen<br />
stellen diese speziell entwickelten<br />
keramischen Sorten eine der robustesten<br />
Lösungen für Anwendungen mit hohen<br />
Temperaturen dar.<br />
Wo Keramik ihre technischen<br />
Vorteile ausspielt<br />
Bei der Bearbeitung von Gusseisen entstehen<br />
an der Schneidkante sehr hohe Temperaturen,<br />
insbesondere bei Trockenbearbeitung<br />
und hohen Schnittgeschwindigkeiten.<br />
Unter diesen Bedingungen behalten<br />
Keramiken auf Basis von Aluminiumoxid<br />
und Siliziumnitrid ihre Härte und Verschleißfestigkeit<br />
auch bei Temperaturen,<br />
die die Grenzen konventioneller Hartmetallwerkzeuge<br />
überschreiten.<br />
In stabilen Bearbeitungsprozessen, bei<br />
denen thermische Belastungen dominieren,<br />
ermöglicht Keramik:<br />
◆ höhere Schnittgeschwindigkeiten<br />
◆ kürzere Bearbeitungszeiten<br />
◆ gleichmäßigen abrasiven Verschleiß<br />
bei Gusseisen<br />
◆ zuverlässige Leistung bei<br />
Trockenbearbeitung<br />
Diese Vorteile beruhen auf materialwissenschaftlichen<br />
Eigenschaften und sind in<br />
realen Produktionsumgebungen nachgewiesen,<br />
in denen die thermische<br />
Be ständigkeit maßgeblich über die Standzeit<br />
des Werkzeugs entscheidet.<br />
Strategische Auswahl des<br />
Werkzeugmaterials<br />
Keramik ist nicht dafür vorgesehen, Hartmetall<br />
in allen Anwendungen zu ersetzen.<br />
Hartmetall bleibt die optimale Lösung bei<br />
stark unterbrochenen Schnitten, instabilen<br />
Aufspannungen oder Anwendungen, bei<br />
denen maximale Schneidkantenstabilität<br />
erforderlich ist.<br />
Der Schlüssel liegt darin, Bearbeitungsschritte<br />
zu identifizieren, bei denen thermische<br />
Belastung stärker ins Gewicht fällt<br />
als mechanische Schläge. In diesen Fällen<br />
können keramische Sorten deutliche Produktivitätssteigerungen<br />
ermöglichen, während<br />
Hartmetall dort weiterhin die beste<br />
Wahl bleibt, wo Zähigkeit entscheidend ist.<br />
Dieser gezielte Einsatz verbessert die<br />
Pro zesseffizienz und reduziert gleichzeitig<br />
die Abhängigkeit von einem einzigen<br />
Werkzeugmaterial.<br />
Keramiklösungen von NTK<br />
für die Gusseisenbearbeitung<br />
Das Keramikportfolio von NTK wurde speziell<br />
für die Bearbeitung von Gusseisen<br />
entwickelt:<br />
◆ SP9 – beschichtete Siliziumnitrid-<br />
Sorte für Bearbeitungen von<br />
Schruppen bis Schlichten bei Grauund<br />
Sphäroguss<br />
◆ SX6 – hochzähe Siliziumnitrid-Keramik<br />
für anspruchsvolle Schruppbearbeitungen<br />
von Grauguss, einschließlich<br />
bearbeiteter Oberflächen mit Zunder<br />
◆ HC1 / HW2 – Keramik auf Aluminiumoxidbasis,<br />
optimiert für Hochgeschwindigkeits-Schlichtbearbeitung<br />
von Grauguss<br />
Diese Sorten werden in der Automobilindus<br />
trie, im Schwermaschinenbau, bei Pum -<br />
pen- und Ventilkomponenten sowie in der<br />
allgemeinen Gießereiindustrie eingesetzt.<br />
Praxisbeispiele aus der Produktion zeigen<br />
deutliche Steigerungen der Schnittgeschwindigkeit<br />
und Produktivität bei Bauteilen<br />
wie Radnaben oder Strukturgehäusen,<br />
bei denen keramische Werkzeuge in<br />
bestimmten Bearbeitungsschritten erfolgreich<br />
Hartmetall ersetzt haben.<br />
Informationen:<br />
www.ntkcuttingtools.com<br />
June 30 – July 02, <strong>2026</strong><br />
Cologne – Germany<br />
The Filtration Event<br />
www.Filtech.de<br />
Platform<br />
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600+ Exhibitors<br />
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E-mail: info@filtech.de<br />
Phone: +49 (0)2132 93 57 60
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Prof. Dr.-Ing. Paul Helmut Nebeling<br />
Kreislauf beim Nachschleifen<br />
bei Vollhartmetall-Werkzeugen<br />
Bei der Zerspanung kommen heute Werkzeuge in Form von<br />
Wendeschneidplatten, gelöteten Inserts oder massiven Schaftwerkzeugen<br />
aus Hartmetall zum Einsatz. Diese aus unterschiedlichen<br />
Substraten hergestellten Werkzeuge erlauben in Kombination<br />
mit unterschiedlichen Beschichtungen die Bearbeitung<br />
verschiedenster Werkstückwerkstoffe mit wirtschaftlichen<br />
Schnittbedingungen. Diese decken sowohl ein weites Spektrum<br />
an Standard- als auch anwendungsspezifisch hergestellter Sonderwerkzeuge<br />
ab. Viele der soliden Werkzeuge lassen sich nach<br />
dem Einsatz nachbearbeiten, um den entstandenen Verschleiß<br />
an der Schneidkante zu beheben. Die Aufbereitung wird aufgrund<br />
der stark gestiegenen Hartmetallpreise und einem effizienten<br />
Einsatz der Werkzeuge attraktiver. Zur Aufbereitung dieser<br />
Werkzeuge sind unterschiedliche Verfahrensschritte erforder -<br />
lich. Diese hängen neben dem Maß des Verschleißes auch von<br />
der Art der Beschichtung ab. Wesentlicher Unterschied ist vor<br />
allem, ob die Beschichtung vor der Nachbearbeitung komplett<br />
eliminiert, oder das Werkzeug nach dem Nachschleifen zusätzlich<br />
zu der bestehenden Beschichtung überbeschichtet wird.<br />
Prof. Dr.-Ing. Paul Helmut Nebeling<br />
Professur Werkzeugmaschinen,<br />
Steuerungstechnik, Produktionsanlagen<br />
Hochschule Reutlingen<br />
Prozesskette<br />
Zerspanwerkzeuge<br />
Nach der initialen Herstellung<br />
der Hartmetallwerkzeuge durch<br />
den Produzenten kommen diese<br />
bei den zerspanenden Unternehmen<br />
zum Einsatz. In Abhängigkeit<br />
der durch die Kombination<br />
von Werkstückwerkstoff, Schneidstoff,<br />
Technologieparameter und<br />
Eingriffsbedingungen abhängigen<br />
Standzeit der Werkzeuge sind<br />
diese eine bestimmte Zeit, Stückzahl<br />
oder einen definierten Standweg<br />
im Einsatz. Anschließend werden<br />
diese aus der Werkzeugmaschine<br />
(z. B. Bearbeitungszentrum)<br />
entnommen und dem Nachschleifen<br />
zugeführt. Dafür ist zunächst<br />
die Geometrie und der Verschleiß<br />
zu erfassen und das Nachschleifprogramm<br />
zu erstellen. Nach dem<br />
Nachschleifen und ggfs. Beschichten<br />
lassen sich die Werkzeuge wieder<br />
für die Zerspanung einsetzen.<br />
Aufgrund fehlender Informationen<br />
ist die exakte Geometrie sowie der<br />
Verschleiß der Werkzeuge nicht<br />
bekannt und muss mit erheblichem<br />
Aufwand vermessen in ein<br />
Programm überführt werden. Die<br />
Sicherstellung der Qualität der<br />
nach geschliffenen Werkzeuge ist<br />
durch die erneute Vermessung der<br />
aufbereiteten Werkzeuge vor der<br />
Auslieferung dieser an den Anwender<br />
zu dokumentieren. Vor dem<br />
erneuten Einsatz in einer Werkzeugmaschine<br />
sind die exakten<br />
geo metrischen Dimensionen (Länge,<br />
Durchmesser, Kontur) zu messen<br />
und dem Bearbeitungsprogramm<br />
zuzuführen.<br />
Nachteile der heutigen Vorgehensweise<br />
sind die erheblichen<br />
Aufwendungen für die Ermittlung<br />
der exakten Geometrie und der an<br />
den einzelnen Schneiden vorhandene<br />
Verschleiß bei nicht bekannter<br />
Ursprungsgeometrie. Damit ver -<br />
26 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
bunden ist Zeitaufwand und ggfs.<br />
nicht exakt reproduzierte geometrische<br />
Merkmale (z. B. Teilung,<br />
Differentialdrall der unterschiedlichen<br />
Schneiden). Ebenso hängen<br />
die Kriterien für einen Tausch<br />
des Werkzeuges in der Werkzeugmaschine<br />
nicht direkt mit dem<br />
Zustand zusammen. Der Verschleiß<br />
kann erheblich variieren<br />
und auch zum Ausfall des Werkzeuges<br />
führen. Eine sichere Prozessführung<br />
ist damit nicht immer<br />
gewährleistet. In Abbildung 1 ist<br />
der bisherige Prozesskette neben<br />
einem alternativen neuen Ansatz<br />
dargestellt.<br />
Verschleißerfassung<br />
in der Maschine<br />
Einlieferung der<br />
Werkzeuge<br />
Nutzung/Verschleißerfassung<br />
der Werkzeuge<br />
im BAZ<br />
Ausliefern der<br />
Werkzeuge<br />
heute: Erfahrungsbasierte Identifikation<br />
der Werkzeuggeometrie<br />
durch das Schleifpersonal<br />
Maschinenbediener<br />
Vermessen der<br />
Werkzeuge und<br />
Speichern von<br />
Parametern auf<br />
dem Werkzeug /<br />
in der Datenbank<br />
evtl. Vermessen der<br />
Werkzeuge<br />
Künftig: automatisierte Übernahme der Geometrie- und<br />
Verschleißdaten individuell identifizierbarer Werkzeuge<br />
Quelle Bilder: Zoller, Walter Maschinenbau,<br />
Ulmer Werkzeugschleiftechnik,<br />
Schneeberger, NUM<br />
Künftig: autom. Übernahme aktueller Geometriedaten<br />
individuell identifizierbarer Werkzeuge<br />
Abbildung 1<br />
Prozessketten Hartmetall-Zerspanwerkzeug<br />
Erstellen eines Nachschleifprogramms auf Basis<br />
des Schleif-Know-Hows unterstützt durch wizardbasierte<br />
Werkzeugschleif-Software mit Optionen<br />
Nachschleifen<br />
der Werkzeuge<br />
Die Verschleißerfassung findet heute<br />
meist außerhalb der Maschine<br />
statt. Maschineninterne Messsysteme<br />
(z. B. Taster, Laserlichtschranken)<br />
können den Freiflächenverschleiß<br />
nicht zuverlässig ermitteln.<br />
Auch die Erfassung des Werkzeugzustandes<br />
über steuerungsinterne<br />
Signale (z. B. der drehmomentproportionale<br />
Spindelstrom) ist<br />
für die Verschleißerfassung nicht<br />
mit der erforderlichen Genauigkeit<br />
geeignet. Mit einem kamerabasierten<br />
System lässt sich der aktuelle<br />
Verschleißzustand im Bearbeitungszentrum<br />
erfassen. Vorteil von<br />
diesem Verfahren ist die Überwachung<br />
aller kritischen Schneidenbereiche<br />
während der Produktion<br />
und die Möglichkeit zur Anwendung<br />
von werkzeugspezifischen<br />
Verschleißkriterien (z. B. Verschleißmarkenbreite).<br />
Dadurch kann sowohl<br />
die Qualität der bearbeiteten<br />
Bauteile als auch die Standzeit<br />
der Werkzeuge objektiv erfassen.<br />
Ein derartiges System aus<br />
einem Forschungsprojekt zeigt<br />
Abbildung 2. Dieses erlaubt die Verschleißerfassung<br />
an unterschiedlichsten<br />
Werkzeugtypen/-geometrie<br />
in kurzer Zeit (z. B. 4 Schneiden<br />
an jeweils 4 Stellen in unter 7 s). Die<br />
erforschte Messfunktionalität ist<br />
mittlerweile auch an kommerziellen<br />
Systemen verfügbar. Die Überwachung<br />
wird in Abhängigkeit der<br />
Geschwindigkeit des Verschleißanstieges<br />
in benutzerdefinierter<br />
Häufigkeit durchgeführt.<br />
Effiziente Prozesskette<br />
Werkzeugaufbereitung<br />
Die deutlichste Steigerung der Effizienz<br />
und Qualität der Prozesskette<br />
der Werkzeugaufbereitung<br />
lässt sich mit einer durchgängigen<br />
Datenverfügbarkeit erreichen.<br />
Gegenüber der heutigen Prozesskette<br />
ist dafür eine durchgängige<br />
Verfügbarkeit der aktuellen Daten<br />
(z. B. Ist-Geometrie, Verschleißzustand)<br />
erforderlich. Dies bedingt<br />
Druckluft 6 bar<br />
I/O 24V Trigger<br />
• GigE Vision<br />
• Sichtfeld: 5 x 4 mm<br />
• Pixelgröße: < 3,45 µm<br />
• telezentrisches Objektiv<br />
• Arbeitsabstand < 70 mm<br />
• Schärfentiefe > 0,4mm<br />
• IP67 Schutz<br />
I/O 24V<br />
Stromversorgung<br />
Kamera<br />
el. Druckluftventil<br />
I/O<br />
24V<br />
I/O<br />
24V<br />
6 bar<br />
Shutter<br />
Beleuchtung<br />
digitale Ausgänge<br />
Maschinenanforderung:<br />
• 4 Achsen + Spindel<br />
• Genauigkeit: 0,01 mm<br />
NC- Steuerung<br />
Programme:<br />
neues Werkzeug<br />
Werkzeuganalyse<br />
5-Achs Maschine<br />
Abbildung 2<br />
Arbeitsraumbasiertes System zur Verschleißerfassung<br />
eine Verknüpfung der Daten der<br />
Werkzeughersteller, -anwender<br />
und -nachschleifer. Der Werkzeughersteller<br />
ist in diesem Prozess<br />
nicht notwendigerweise das<br />
Unternehmen, welches die Wiederaufbereitung<br />
(Nachschleifen,<br />
Beschichten) durchführt. Für die<br />
Werkzeugaufbereitung sind neben<br />
der exakten Geometrie auch die<br />
Substrat- und Beschichtungsstoffe<br />
erforderlich. Nach der Werkzeugaufbereitung<br />
verändert sich die<br />
Werkzeug<br />
mech.<br />
Positionierung<br />
Kommunikation:<br />
OPC- UA<br />
Datenübertragung: GigE -Vision<br />
Hardware:<br />
• OPC/UA Kommunikation<br />
• SPS mit 3 digitalen<br />
Ausgängen<br />
Computer<br />
Programme:<br />
Aufnahmedauer pro<br />
Schneide: 1,6 Sek<br />
Datenverarbeitung: Node-Red<br />
Kamera-Kommunikation: Adapter<br />
Kamera<br />
Kamera: IDS-Peak<br />
VB-Erkennung: KI-Engine<br />
Hardware:<br />
• CPU: 16 GB RAM<br />
• GPU: 6 GB RAM<br />
• DSP: 512 GB SSD<br />
• 2 Netzwerk-Ports<br />
(1GBit)<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 27
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Webbasierte, neutral formatierte, sichere Speicherung herstellungs- /<br />
produktionsrelevanter sowie aktueller Daten in einer intelligenten Werkzeugdatenbank<br />
Geschäftsmodelle zur Abrechnung von Waren und Dienstleistungen<br />
Schutzfunktionen zur Wahrung des Hersteller-Know-How<br />
Schreiben: Identifikationsnummer<br />
+ Geometriemerkmale<br />
Lesen: Technologiekombinationen<br />
Datenaustausch mit einheitlichem neutralem Daten-Format<br />
Schreiben: Identifikationsnummer<br />
+ Verschleißbetrag<br />
Lesen: Identifikationsnummer + Ist-<br />
Geometrie<br />
Lesen: Identifikationsnummer +<br />
verschlissene Ist-Geometrie<br />
Schreiben: Identifikationsnummer +<br />
nachgeschliffene Ist-Geometrie<br />
Konstruktion und Herstellung<br />
neuer Werkzeuge mit geom.<br />
definierter Schneide<br />
- CAD-CAM-Anwendung zur<br />
Erzeugung der Werkzeuge<br />
- Simulation der Einsatzfelder<br />
cyber-physicalexchange<br />
cyber-physicalexchange<br />
Anwendung der Werkzeuge<br />
in der Teile-Produktion<br />
Verschleißprüfung<br />
an den Werkzeugen<br />
in der Maschine<br />
Werkzeuge<br />
Nachschleifen<br />
der Werkzeuge<br />
- unterschiedliche Mess-/<br />
Schleifmaschinen<br />
- automatisierte Geometrieund<br />
Merkmalerkennung<br />
und –verarbeitung<br />
Werkzeug-Lieferant /<br />
-Hersteller<br />
Kunde / Anwender<br />
Werkzeughersteller /<br />
Nachschleifer<br />
Abbildung 3<br />
Struktur eines durchgängig digitalen effizienten Werkzeugkreislaufs<br />
Geometrie (z. B. Durchmesser eines<br />
Fräsers). Dieser neue Wert ist für<br />
den erneuten Einsatz und das<br />
an schließende Wiederaufbereiten<br />
eine wesentliche Kenngröße, deren<br />
aktualisierter Wert dem Werkzeug<br />
individuell zugeordnet werden<br />
muss. Bei der Speicherung der<br />
Geometrie ist eine herstellerunabhängige<br />
neutrale Formatierung<br />
erforderlich, mit der gleichzeitig<br />
das eigentliche Know-how des Herstellers<br />
geschützt wird. Jedoch<br />
muss diese die exakte Reproduktion<br />
der technologisch erforderlichen<br />
Geometrieelemente und Konturen<br />
erlauben. Dazu kann z. B. das<br />
neutrale GDX-Format zur Anwendung<br />
kommen. Eine weitere Anforderung<br />
ist die eindeutige Identifizierbarkeit<br />
der einzelnen Werkzeuge.<br />
Dazu ist eine individuelle Kennzeichnung<br />
dieser erforderlich. Dies<br />
kann über QRC, DMC, optische<br />
Erkennung oder elektronische Systeme<br />
geschehen. Zur unabhängigen<br />
Aufbereitung der Werkzeuge<br />
sind die aktuellen Daten der Werkzeuge<br />
in einer von allen möglichen<br />
Beteiligten zugreifbaren Datenhaltung<br />
zugänglich zu machen. Diese<br />
ist heute noch nicht verfügbar.<br />
Neben der Einrichtung einer derartigen<br />
Datenbank ist auch die<br />
kommerzielle Seite für die Verfügbarkeit<br />
und Nutzung der aktuellen<br />
Geometrie- und Zustandsdaten zu<br />
regeln. Dieses Wissen als ein Service<br />
(knowledge as a service) bietet<br />
den beteiligten Akteuren erhebliche<br />
Vorteile in Bezug auf Aufwand,<br />
Qualität und Zuverlässigkeit.<br />
Während der Bearbeitung lassen<br />
sich Werkzeuge bis zu einem<br />
definierten Verschleiß zuverlässig<br />
einsetzen. Die Qualität der bearbeiteten<br />
Bauteile (z. B. Oberfläche,<br />
Dimensionen) ist sichergestellt, da<br />
die verschleißproportionalen Zerspankräfte<br />
zustandsabhängig für<br />
die Korrektur der Werkzeugbahnen<br />
in Form von Modellen zur Verfügung<br />
stehen. Beim Nachschleifen<br />
der Werkzeuge entfällt die Vermessung<br />
der Geometrie und Festlegung<br />
des verschleißbedingten<br />
Nachsetzbetrages. Auch komplexe<br />
Werkzeugformen (z. B. Differentialdrall)<br />
können in gleicher Qualität<br />
wie beim Originalwerkzeug zuverlässig<br />
nachbearbeitet werden. Für<br />
den anschließenden Einsatz ist<br />
nur die Länge zu bestimmen, da<br />
der Durchmesser nach der Aufbereitung<br />
erfasst und dokumentiert<br />
wurde. Die Struktur eines derartigen<br />
Systems ist in Abbildung 3<br />
dargestellt.<br />
Zusammenfassung<br />
Die Wiederaufbereitung von Vollhartmetallwerkzeugen<br />
bietet auf -<br />
grund der stark gestiegenen Werkstoffkosten<br />
erhebliche Vorteile<br />
bezüglich Ressourcenschonung<br />
und Wirtschaftlichkeit. Der Prozess<br />
der Wiederaufbereitung ist<br />
aber gegenüber heute durch eine<br />
durchgängig digitale Prozesskette<br />
zu optimieren. Neben der<br />
maschineninternen Verschleißerfassung<br />
ist die Verfügbarkeit aktueller<br />
Zustands- und Geometriedaten<br />
bei allen beteiligten Akteuren<br />
(Werkzeug-, Maschinenhersteller,<br />
Maschinenanwender und Werkzeugaufbereiter)<br />
essentielle Voraussetzung<br />
für die zuverlässige<br />
und effiziente Wiederaufbereitung<br />
der Werkzeuge. Die optimale Effizienz<br />
lässt sich durch die gemeinsame<br />
Nutzung der Daten eindeutig<br />
identifizierbarer Werkzeuge erzielen.<br />
Eine optimale Ausnutzung der<br />
Werkzeuge, Steigerung der Qualität<br />
bei minimalem Aufwand resultieren<br />
aus dem beschriebenen Prozesskreislauf.<br />
Nun liegt es an den<br />
Beteiligten, diese zu realisieren.<br />
Informationen: helmut.nebeling@<br />
reutlingen-university.de<br />
28 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
Innovative Schleiftechnik macht<br />
Tempo in der Waferbearbeitung<br />
Der Halbleitermarkt boomt. Mikrochips<br />
sind nicht nur für Elektrofahrzeuge und<br />
Ladestationen essenziell. Auch bei Solarund<br />
Windkraftanlagen und der gesamten<br />
Bandbreite der Kommunikationstechnik<br />
spielen sie eine bedeutende Rolle.<br />
Mit erwarteten Wachstumsraten von über<br />
30 % pro Jahr bietet dieser Multi-Milliarden-Markt<br />
interessante Perspektiven<br />
für die Schleiftechnik. Auf der Fachmesse<br />
GrindingHub in Stuttgart können Besucher<br />
Einblicke in Fertigung, Maschinen sowie<br />
Präzisionsschleifprozesse im Ångström-<br />
Bereich erhalten. Fest steht: wenn Europa<br />
bei der „Halbleiterei“ gegenüber Asien<br />
und den USA Boden gut machen will, muss<br />
vieles schneller gehen, auch im Produktionsprozess.<br />
Bei Wafern handelt es sich um dünne<br />
Scheiben, die als Basis für die Herstellung<br />
von Mikrochips dienen. Die Herstellung<br />
der Wafer erfolgt in mehreren Verarbeitungsschritten.<br />
Um etwa Silizium (Si) oder<br />
Siliziumkarbid (SiC) für die Halbleiterindustrie<br />
verwenden zu können, muss es als Einkristall<br />
gezüchtet werden. Die sogenannten<br />
Ingots und Boules werden dann zu<br />
einem Puck-Rohling bearbeitet. In Scheiben<br />
geschnitten, entstehen die Wafer, die<br />
dünn geschliffen, poliert und mit einer Epitaxie-Schicht<br />
versehen werden, um sie für<br />
den Fotolithografieprozess vorzubereiten.<br />
Mit Hilfe von entsprechenden Maskierungen<br />
und Licht werden Schaltkreismuster in<br />
den Wafer geätzt. Am Ende lassen sich aus<br />
dem Wafer einzelne Mikrochips schneiden.<br />
Großes Wachstumspotenzial<br />
Für Michael Egeter, Vice President Engineering<br />
beim Schweizer Maschinenhersteller<br />
Kellenberger in Goldach sorgen die zuverlässig<br />
steigende Nachfrage auf der End -<br />
kundenseite sowie neue Prozesse und Technologien<br />
dafür, dass ein Engagement im<br />
Halbleitermarkt absolut lohnend erscheint.<br />
„Neben der eigentlichen Substratbearbeitung<br />
– also dem Vorschleifen und Konfektionieren<br />
der Rohkristalle, dem Erzeugen<br />
der Wafer-Grundgeometrie – bietet auch<br />
das Feld der Halbleiter-Prozessanlagen<br />
gute Möglichkeiten, um Schleiftechnologie<br />
und -lösungen anzubieten“, sagt er.<br />
Zu dem könnten sich Schleifexperten beim<br />
Kunden in die Pole-Position bringen, wenn<br />
sie maßgeschneiderte Lösungen anbieten.<br />
Kellenberger hat dafür spezialisierte<br />
Customizing-Teams gebildet. „Tailored<br />
Solutions eröffnen ein hohes Wachstumspotenzial,<br />
zumal oft auch skaliert werden<br />
kann“, betont der Experte.<br />
Keine Angst vor (Halbleiter-) Keramik<br />
Als Substrat setzt sich in der Halbleiterfertigung<br />
zunehmend Siliziumkarbid<br />
(SiC) durch. Wie es beim Fraunhofer CSP<br />
(Center für Silizium-Photovoltaik) in Halle<br />
(Saale) dazu heißt, bietet ein Halbleiter aus<br />
einer Verbindung von Silizium und Kohlenstoff<br />
gegenüber einem Halbleiter aus<br />
einfachem Silizium eine große Band lücke.<br />
Das sei ein entscheidender Faktor für die<br />
elek trische Leitfähigkeit und bedeutet,<br />
dass der Halbleiter unter extremen Bedingungen<br />
wie hohen Temperaturen, hohen<br />
Spannungen und hohen Frequenzen eingesetzt<br />
werden kann.<br />
Für die Schleifbearbeitung stellt das<br />
Substrat indes eine Herausforderung dar,<br />
wie Michael Egeter feststellt: „Wir konnten<br />
bei Schleifern, die bisher fast ausschließlich<br />
auf metallischen Werkstoffen gearbeitet<br />
haben, schon eine respektvolle Zurückhaltung<br />
feststellen“, berichtet er. Das Zerspanungsverhalten<br />
des Schleifprozesses auf<br />
Keramiken sei vollkommen anders. Wenn<br />
diese Schwelle überwunden ist, offenbare<br />
sich das stetig wachsende Anwendungsfeld<br />
von technischen Keramiken wie auch<br />
von einkristallinen Halbleitersubstraten als<br />
riesiges Potenzial für die Schleiftechnik.<br />
„SiC hat sich für gewisse Leistungsklassen<br />
bereits als absoluter Benchmark im Halbleiterbereich<br />
etabliert“, so Egeter.<br />
Zeit sparen im Herstellungsprozess<br />
Die Halbleiterfertigung ist zeitlich aufwendig.<br />
Die Lieferung der Chips erfordert<br />
dadurch einen entsprechend langen Vorlauf,<br />
der so manchem Industriezweig zu<br />
schaffen macht. Dabei benötigt schon der<br />
Rohkristall, der im Hochtemperaturofen<br />
bei rund 2.400˚ C gezüchtet wird, gut zwei<br />
Wochen, bevor er in eine Halbzeug-Form<br />
gebracht werden kann. Für diesen sogenannten<br />
„Ingot/Boule to Puck“-Schritt<br />
Internationale<br />
Fachmesse Naturstein<br />
und Steintechnologie<br />
■ Naturstein<br />
■ Maschinen + Werkzeuge<br />
■ Grabsteine + Grabkunst<br />
■ Fliesen<br />
Die Designmesse<br />
für Fliesen und Technik<br />
In Zusammenarbeit mit:<br />
Infos unter: stone-tec.com
Bearbeitungsprozesse<br />
wurde in der Hardinge-Gruppe, zu der die<br />
Firma Kellenberger gehört, ein Entwicklungsteam<br />
aus Ingenieuren und Anwendungstechnikern<br />
mit Unterstützung von<br />
SiC-Branchenexperten und Rohstofflieferanten<br />
gebildet. Das Team analysierte die<br />
Ineffizienzen der bisherigen SiC-Ingot-Verarbeitung.<br />
Die Erkenntnisse flossen in die<br />
Entwicklung einer automatisierten All-in-<br />
One-5-Achs-Maschine, auf der sich alle derzeit<br />
relevanten Spezifikationen und Durchmesser<br />
von SiC-Ingots bearbeiten lassen.<br />
Mit automatisierter Be- und Entladung<br />
könne die Maschine die Bearbeitungszeit<br />
eines Ingots/Boule zu einem Puck, die<br />
bei herkömmlichen Verfahren mehr als<br />
24 Stunden in Anspruch nimmt, auf zwei<br />
bis drei Stunden reduzieren, heißt es bei<br />
Kellenberger.<br />
Ultrafeine Herausforderung<br />
für Schleifwerkzeuge<br />
Neben dem Substrat und der Schleifmaschine<br />
spielen die Schleifwerkzeuge in der<br />
Waferbearbeitung die entscheidende Rolle.<br />
„Semicon wird bei uns als stark wachsender<br />
Markt wahrgenommen“, betont<br />
Carmine Sileno, Produktmanager für den<br />
Halbleiterbereich bei Meister Abrasives.<br />
Das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen<br />
Andelfingen ist gemeinsam mit<br />
dem deutschen Schwesterunternehmen<br />
Alfons Schmeier, Helmbrechts, spezialisiert<br />
auf die Entwicklung und Herstellung<br />
von superabrasiven Schleifwerkzeugen<br />
für hochpräzise Schleifanwendungen. Für<br />
die verschiedenen Schritte der Halbleiterherstellungskette,<br />
vom rohen Kristall bis<br />
zum fertigen Chip, bietet Meister Abrasives<br />
Lösungen, die Kunden aus der Wafer- oder<br />
Chipherstellung auf bestehenden Anlagen<br />
einsetzen können. Die für die Oberfläche<br />
der Wafer entwickelten Diamantschleifwerkzeuge<br />
gewährleisten Oberflächenqualitäten<br />
im Bereich ab Ra 5 Ångström (1Å<br />
= 0,0001 µm). Zum Vergleich: ein menschliches<br />
Haar hat einen Durchmesser von<br />
40-80 µm. Eine Qualitätssicherung bei derart<br />
hohen Oberflächengüten sei nur noch<br />
mittels Weißlichtinterferometrie oder Rasterkraftmikroskopie<br />
(AFM) möglich, sagt<br />
Carmine Sileno. Zur GrindingHub bringt er<br />
als Anschauungsmaterial Wafer mit, deren<br />
Oberflächen unter dem Mikroskop zu<br />
begutachten sind.<br />
„Für Chiphersteller sind gleichmäßige<br />
Oberflächen mit homogener Nano-Topografie<br />
enorm wichtig“, betont der Produktmanager<br />
von Meister Abrasives. Mit seiner<br />
UltraFine-Technologie verfolgt das<br />
Schweizer Unternehmen aber auch noch<br />
ein anderes Ziel: „Wir wollen so fein wie<br />
möglich schleifen, um nachfolgende Prozessschritte<br />
zu verkürzen oder am besten<br />
ganz zu eliminieren“, sagt Sileno. Das<br />
betrifft vor allem zeit- und kostenaufwendige<br />
Läpp- und Polierprozesse.<br />
Einzelne Prozessschritte<br />
überflüssig machen<br />
Zur Bearbeitung der superharten SiC-Wafer<br />
bedarf es Schleifscheiben, die Oberflächenqualitäten<br />
im einstelligen Ångström-Bereich<br />
ermöglichen Foto: Meister Abrasives<br />
Üblicherweise werden Wafer zunächst<br />
geschliffen und dann poliert, um die geforderten<br />
hohen Oberflächengüten zu erzielen.<br />
Bei den für das Polieren eingesetzten<br />
Slurries handelt es sich um Mischungen<br />
aus feinen festen Partikeln und einer Flüssigkeit.<br />
Dieses Poliermittel ist teuer. „Je länger<br />
ein Polierprozess üblicherweise dauert<br />
und je größer die Waferfläche, desto interessanter<br />
wird es, den Polierprozess weitgehend<br />
zu minimieren oder aus dem Prozess<br />
zu nehmen“, so der Schleifexperte.<br />
Die größte Herausforderung für die Bearbeitung<br />
der harten Waferoberflächen sei<br />
es gewesen, die passende Bindung für das<br />
Submikron Diamantkorn (< 1 µm) zu entwickeln.<br />
Genau darin sieht Sileno die Stärke<br />
von Meister Abrasives, die Schleifbelagsstruktur<br />
für jede Anwendung detailliert<br />
anpassen zu können. Der Kunde spare<br />
durch verkürzte oder gar überflüssig<br />
gewordene Polierprozesse wertvolle Zeit,<br />
reduziere Kosten, benötige weniger Infrastruktur<br />
und erhöhe den Durchsatz.<br />
Die Europäische Union hat das Ziel ausgegeben,<br />
den Marktanteil in der Halbleiterproduktion<br />
von derzeit 9 bis 10 % in den<br />
kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.<br />
Chancen durch größere Volumina sehen<br />
die Schleifexperten für ihre Unternehmen<br />
auf jeden Fall. „Angesichts starker Dominanz<br />
weniger Anbieter auf dem Weltmarkt”,<br />
so Carmine Sileno, „sind wir als<br />
kundenspezifisch positionierte Anbieter<br />
bevorzugte Partner“.<br />
Informationen: www.grindinghub.de<br />
Aluminium – leistungsfähige Fräslösungen<br />
für einen vielseitigen Werkstoff<br />
Leicht, vielseitig, anspruchsvoll – Aluminium<br />
fordert für die Serienbearbeitung leistungsfähige<br />
Werkzeuge, stabile Prozesse<br />
und eine präzise Abstimmung aller Parameter.<br />
Ob im Automobilbau, in der Medizintechnik,<br />
im Maschinen- und Anlagenbau<br />
oder in der Elektronik – Aluminiumlegierungen<br />
verbinden geringes Gewicht mit<br />
guter Festigkeit, hoher Korrosionsbeständigkeit<br />
und ausgezeichneter Recyclingfähigkeit.<br />
Trotz seiner grundsätzlich guten<br />
Zerspanbarkeit stellt der Werkstoff den<br />
Anwender immer wieder vor Herausforderungen.<br />
Insbesondere beim Fräsen können<br />
Verklebungen, Aufbauschneiden oder<br />
unkontrollierter Spänefluss die Prozesssicherheit<br />
beeinträchtigen. Entscheidend<br />
für eine wirtschaftliche Bearbeitung ist daher<br />
die präzise Abstimmung von Werkzeuggeometrie,<br />
Schneidstoff, Schnittdaten<br />
und Kühlschmierstoff. Die Paul Horn GmbH<br />
bietet mit ihrem Werkzeugportfolio zahlreiche<br />
Systeme, welche die wirtschaftliche<br />
Zerspanung ermöglichen.<br />
Die globale Bedeutung von Aluminium<br />
spiegelt sich in den Produktionszahlen<br />
wider. Weltweit werden jährlich über 60<br />
Millionen Tonnen des Leichtmetalls hergestellt,<br />
wobei insbesondere Asien und hier<br />
vor allem China eine treibende Rolle spielen.<br />
Aluminium ist nach Sauerstoff und<br />
Silizium das dritthäufigste Element der<br />
Erdkruste, kommt jedoch ausschließlich<br />
in gebundener Form vor. Die industrielle<br />
Gewinnung erfolgt aus Bauxit über das<br />
Bayer-Verfahren und die anschließende<br />
30 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
Schmelzflusselektrolyse. Durch gezielte<br />
Legierungselemente wie Silizium, Magnesium,<br />
Kupfer oder Zink lassen sich die<br />
mechanischen Eigenschaften anpassen,<br />
was wiederum direkte Auswirkungen auf<br />
das Zerspanungsverhalten hat.<br />
Ausgeprägte Adhäsionsneigung<br />
Beim Fräsen von Aluminium treten die<br />
werkstoffspezifischen Eigenschaften besonders<br />
deutlich zutage. Die geringe Härte<br />
und die niedrige Schmelztemperatur<br />
begünstigen zwar hohe Schnittgeschwindigkeiten,<br />
führen aber gleichzeitig zu einer<br />
ausgeprägten Adhäsionsneigung. Ohne<br />
geeignete Maßnahmen kann es zur Bildung<br />
von Aufbauschneiden kommen, die<br />
sowohl die Oberflächenqualität als auch<br />
die Standzeit der Werkzeuge negativ beeinflussen.<br />
Moderne Fräswerkzeuge für<br />
Aluminium zeichnen sich daher durch<br />
scharfe Schneiden, polierte Spanflächen<br />
und spezielle Spanformgeometrien aus, die<br />
einen leichten Spanabfluss unterstützen.<br />
Ergänzend kommen Beschichtungen mit<br />
hohen Gleiteigenschaften zum Einsatz<br />
oder – je nach Anwendung – bewusst<br />
unbeschichtete Schneiden, um die Schärfe<br />
maximal auszunutzen.<br />
HORN bietet für die Aluminiumbearbeitung<br />
ein umfassendes Programm an Fräswerkzeugen,<br />
das von Vollhartmetallfräsern<br />
über Zirkularfräswerkzeuge bis hin zu PKDund<br />
MKD-Lösungen reicht. Gerade beim<br />
Fräsen mit hohen Zeitspanvolumina spielen<br />
einschneidige oder zweischneidige<br />
Werkzeuge mit großen Spanräumen eine<br />
zentrale Rolle. Sie ermöglichen hohe Vorschübe<br />
und Schnittgeschwindigkeiten,<br />
ohne den Spanfluss zu behindern. Typische<br />
Anwendungen sind das Taschenfräsen,<br />
das Eintauchen sowie das Besäumen<br />
von Aluminiumbauteilen mit großen<br />
Materialabträgen.<br />
Polykristalliner Diamant<br />
Für anspruchsvollere Aufgaben und lange<br />
Standzeiten kommen vor allem diamantbestückte<br />
Werkzeuge zum Einsatz. Polykristalliner<br />
Diamant eignet sich aufgrund<br />
seiner hohen Verschleißfestigkeit und<br />
geringen Adhäsionsneigung hervorragend<br />
für das Fräsen von Aluminiumlegierungen,<br />
insbesondere bei hohen Stückzahlen. Die<br />
scharfen Schneidkanten ermöglichen hohe<br />
Oberflächenqualitäten und stabile Prozesse<br />
auch bei hohen Schnittparametern.<br />
Neben klassischen Drehoperationen hat<br />
Für Anwendungen mit höchsten optischen Anforderungen, etwa im Werkzeug- und<br />
Formenbau, kommt die Hochglanzzerspanung mit monokristallinen Diamanten zum Einsatz<br />
sich PKD daher insbesondere im Fräsbereich<br />
etabliert, etwa beim Planfräsen von<br />
Strukturbauteilen oder beim Konturfräsen<br />
komplexer Geometrien.<br />
In den letzten Jahren hat Horn sein PKD-<br />
Portfolio konsequent erweitert und bietet<br />
heute neben PKD-bestückten Wendeschneidplatten<br />
auch festbestückte Fräswerkzeuge,<br />
die speziell für die Hochleistungsbearbeitung<br />
ausgelegt sind. Diese<br />
Werkzeuge wurden erstmals im Jahr 2024<br />
in einem standardisierten Programm vorgestellt<br />
und decken zahlreiche Anwendungen<br />
ab – nicht nur in Aluminium, sondern<br />
auch in anderen Nichteisenwerkstoffen.<br />
Das Werkzeugsystem ermöglicht eine<br />
hohe Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit,<br />
was sich unmittelbar in Oberflächenqualität<br />
und Prozessstabilität niederschlägt.<br />
Neue Potenziale in der<br />
Hochleistungszerspanung<br />
Ein Beispiel hierfür ist das DG-Wechselkopfsystem<br />
mit PKD-Schneiden, das auf<br />
einem bestehenden Hartmetallsystem basiert<br />
und um diamantbestückte Schneiden<br />
erweitert wurde. Durch die modulare Bauweise<br />
stehen unterschiedliche Schaftvarianten<br />
aus Stahl oder Hartmetall zur Verfügung,<br />
wodurch sich das System auch für<br />
Anwendungen mit großen Auskraglängen<br />
eignet. Ein weiteres Highlight ist ein<br />
Planfrässystem mit präzisen Rund- und<br />
Planlaufeigenschaften. Die hohe Steifigkeit<br />
dieses Systems erlaubt Schnittwerte,<br />
die selbst leistungsstarke Fräsmaschinen<br />
an ihre Grenzen bringen, und eröffnet<br />
neue Potenziale in der Hochleistungszerspanung.<br />
Für Anwendungen mit höchsten optischen<br />
Anforderungen, etwa im Werkzeugund<br />
Formenbau, kommt zusätzlich die<br />
Hochglanzzerspanung mit monokristallinen<br />
Diamanten zum Einsatz. Auch beim<br />
Fräsen ermöglicht dieser Schneidstoff<br />
Oberflächenqualitäten, die ein nachträgliches<br />
Polieren überflüssig machen. Dies<br />
spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch<br />
die Reproduzierbarkeit der Bauteilqualität.<br />
Gerade bei Bauteilen, deren Oberfläche<br />
später beschichtet oder verchromt wird, ist<br />
diese Prozesssicherheit ein entscheidender<br />
Vorteil.<br />
Konstante Qualität über<br />
lange Laufzeiten<br />
Neue Fertigungstechnologien wie Gigacasting<br />
im Automobilbau, unterstreichen<br />
die Bedeutung leistungsfähiger Fräslösungen.<br />
Gleichzeitig verändert sich der Werkstoffeinsatz,<br />
was neue Anforderungen an<br />
Flexibilität und Präzision stellt. Moderne<br />
Fräswerkzeuge müssen daher nicht nur<br />
hohe Abtragsraten ermöglichen, sondern<br />
auch eine konstante Qualität über lange<br />
Laufzeiten sicherstellen. Mit abgestimmten<br />
Werkzeugkonzepten, innovativen<br />
Schneidstoffen und anwendungsspezifischen<br />
Geometrien lassen sich diese Anforderungen<br />
erfüllen und die wirtschaftliche<br />
Zerspanung von Aluminium nachhaltig<br />
optimieren.<br />
Informationen: www.horn-group.com<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 31
Bearbeitungsprozesse<br />
Produktiv hochgenau fertigen bei<br />
minimiertem Platzbedarf<br />
Neben Energie und Rohstoffen verursachen<br />
Stellflächen in Fertigungsstätten inzwischen<br />
hohe Kosten. Deshalb haben die<br />
Experten bei der Carl Benzinger GmbH,<br />
Hersteller hochwertiger Präzisiondreh- und<br />
Fräszentren, die besonders kompakten<br />
5-Achs-Bearbeitungszentren der Baureihe<br />
Compact5 entwickelt. Auf nur 1,4 m²<br />
Grund fläche lassen sich mit ihnen kleine,<br />
komplexe Bauteile flexibel vom Einzelstück<br />
bis zu mittleren Serien vollständig<br />
auto matisiert bearbeiten. Dies betrifft<br />
insbeson dere Komponenten für Schmuck<br />
und Uhren sowie für die Medizintechnik<br />
und Feinmechanik. Sogar Diamanten und<br />
Edelsteine können die 5-Achs-Maschinen<br />
auf Uhrengehäusen und Schmuck im<br />
automatisierten Fertigungsablauf korrekt<br />
orientieren, setzen und fassen.<br />
Dazu sagt Marcel Elsäßer, Geschäftsführer<br />
bei Benzinger in Pforzheim: „Mit den<br />
Bearbeitungszentren Compact5 haben wir<br />
in unserem 110. Jubiläumsjahr erstmals<br />
in äußerst kompakter Bauweise steife und<br />
hochgenaue Maschinen mit hoher Antriebs<br />
leistung und vollständig integrierter<br />
Automation verwirklicht. In ihren Merkmalen<br />
und ihrer Leistung sind sie bewährten,<br />
aber deutlich größeren Maschinen –<br />
zum Beispiel unserer 5@Work, ebenbürtig.<br />
Allerdings erfordern sie wegen des sehr<br />
kompakten, hoch integrierten Aufbaus nur<br />
minimale Stellfläche.“<br />
Produktiv durch hohe Leistung<br />
Um wirtschaftlich und produktiv zu fertigen,<br />
sind die 5-Achs-Bearbeitungszentren<br />
Compact5 mit industriellen, wassergekühlten<br />
Hauptspindeln ausgestattet. Diese verfügen<br />
über 6,2 kW Antriebsleistung bei<br />
bis 50000 min -1 Drehzahl. Werkzeuge nehmen<br />
sie in steifen, robusten und industriell<br />
bewährten Aufnahmen HSK-E25 auf. In<br />
letzteren können Werkzeuge wahlweise<br />
mechanisch (Spannzangen, Weldon) oder<br />
thermisch (Schrumpffutter) gespannt werden.<br />
Somit lässt sich die volle Antriebsleistung<br />
nutzen, um auch schwierige Werkstoffe,<br />
beispielsweise Titan, Edelstahl und<br />
Keramik effizient zu bearbeiten.<br />
Auch die Führungen und die Antriebe<br />
der Schwenk- und Vorschubachsen sind<br />
entsprechend industriellen Kriterien ausgeführt.<br />
Das trägt wesentlich dazu bei, dass<br />
die kompakten 5-Achs-Bearbeitungszentren<br />
Compact5 zuverlässig und prozess -<br />
sicher über sehr lange Zeiträume produktiv<br />
arbeiten können.<br />
Integration minimiert Platzbedarf<br />
Als herausragender Vorteil der Maschinen<br />
Compact5 erweist sich der hohe Integrationsgrad.<br />
Sämtliche zum automatisierten<br />
und unbeaufsichtigten Fertigen benötigten<br />
Komponenten befinden sich innerhalb<br />
der Umhausung. Das betrifft zum<br />
einen den Werkstückspeicher mit insgesamt<br />
64 Positionen. Er ist als Karussell rund<br />
um die Z-Achs-Säule ausgeführt. Auf universellen<br />
und standardisierten Trägerpaletten<br />
nimmt er Werkstücke – Rohlinge und<br />
fertig bearbeitete Bauteile – im chaotischen<br />
Mix auf. Für Rohlinge und Werkstücke<br />
optimal passend fertigt Benzinger im 3D-<br />
Druck-Verfahren individuell abgestimmte<br />
Ablagen. Mit der Option „Fassen von<br />
Edelsteinen“ werden auch die bewährten<br />
Edelstein-Magazine in der Maschine aufgenommen<br />
und transportiert. Neben diesen<br />
und den Werkstückträgern bevorratet<br />
das Magazin auch Spanneinheiten, beispielsweise<br />
Nullpunktspannsysteme und<br />
unterschiedliche Spannzangen, die ebenfalls<br />
vollautomatisch ein- und ausgewechselt<br />
werden.<br />
Mit einem Greifer werden die Werkstücke<br />
und Spannsysteme aus dem Magazin<br />
entnommen und der Bearbeitungsspindel<br />
zugeführt. In der Bearbeitungsspindel<br />
auf dem Rund-Schwenktisch werden<br />
zu bearbeitende Bauteile über ein<br />
Nullpunktspannsystem wahlweise in Zugoder<br />
Druckspannzangen, Backenfuttern<br />
oder Spannstöcken zuverlässig aufgespannt.<br />
Alternativ können die 5-Achs-<br />
Bearbeitungszentren Compact5 auch von<br />
der Stange (bis 14 mm Durchmesser und<br />
maximal 145 mm lang) fertigen. Letzteres<br />
erweist sich vor allem bei Schmuck, zum<br />
Beispiel bei Anhängern für Halsketten,<br />
als besonders vorteilhaft. Abhängig von<br />
Werkstückgeometrien fertigen die 5-Achs-<br />
Bearbeitungszentren von Benzinger<br />
unbeaufsichtigt über mehrere Schichten<br />
bedienerlos.<br />
Vollständig automatisiert: Auf einem<br />
Kettenmagazin mit flexibel anpassbaren<br />
Paletten werden bis zu 70 Werkstücke zum<br />
automatisierten Wechsel am Dreh-<br />
Schwenktisch zum fünfachsigen Bearbeiten<br />
bereitgestellt<br />
Dazu trägt auch das Werkzeugwechselmagazin<br />
mit insgesamt 70 Positionen bei.<br />
Daraus wechseln die Maschinen Compact5<br />
jeweils erforderliche Werkzeuge selbsttätig<br />
ein. Für minimale Nebenzeiten sorgt,<br />
dass das Werkzeugmagazin bereits während<br />
der Bearbeitung auf die Wechselposition<br />
für das einzuwechselnde Werkzeug<br />
positioniert.<br />
Um Rüst- und Stillstandszeiten zu minimieren,<br />
haben die Experten bei Benzinger<br />
zusätzlich einen Werkstück- und Werkzeugwechsel<br />
verwirklicht, der parallel zur<br />
Hauptzeit ausgeführt wird. Über eine<br />
schließbare Öffnung in der Umhausung<br />
können Bediener hauptzeitparallel Werkstücke<br />
und Werkzeuge in den jeweiligen<br />
Magazinen wechseln.<br />
Höchste Präzision<br />
Zu Genauigkeit und Stabilität der innovativen<br />
5-Achs-Bearbeitungszentren erläutert<br />
32 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
Sascha Jentner, Anwendungstechnik &<br />
Technischer Vertrieb Schmuckmaschinen<br />
bei Benzinger: „Unsere neuen 5-Achs-Bearbeitungszentren<br />
Compact5 sind mit den<br />
gleichen, soliden und industriell bewährten<br />
Komponenten aufgebaut wie unsere bisherigen<br />
Präzisionsmaschinen. Somit können<br />
wir gewährleisten, dass die kompakten<br />
Maschinen über viele Jahre auf höchste<br />
Genauigkeit fertigen. Das bedeutet, dass<br />
sie auch kleine Werkstücke mit nur wenigen<br />
Millimeter Durchmesser oder Kantenlängen<br />
auf Toleranzen im Bereich IT 5 bearbeiten<br />
können.“<br />
Zum prozesssicheren Fertigen auf<br />
höchste Genauigkeit sind die 5-Achs-Bearbeitungszentren<br />
Compact5 zudem mit<br />
einem Laser-Messsystem ausgestattet.<br />
Nach dem Einwechseln von Werkzeugen<br />
misst und verifiziert es die Werkzeuggeometrien<br />
und -abmessungen und erkennt<br />
auch Werkzeugbruch. Speziell bei Werkzeugen<br />
kleinster Durchmesser erweist sich<br />
das als unabdingbar. Es vermeidet, aufgrund<br />
ungenauer oder gar beschädigter<br />
Werkzeuge Ausschuss zu fertigen. Beim<br />
Bearbeiten von Uhrenkomponenten und<br />
Schmuck aus hochwertigen, kostenintensiven<br />
Metallen trägt das wesentlich dazu<br />
bei, Kosten und Verzögerungen beim Bearbeiten<br />
zu vermeiden.<br />
Universell: 5-Achs-Bearbeitungszentren Compact5 sind konzipiert, um ein umfassendes<br />
Spektrum kleiner Bauteile für Uhren und Schmuck automatisiert effizient auf höchste<br />
Genauigkeit zu bearbeiten<br />
Digital vernetzbar<br />
Damit Fertigungsbetriebe nicht nur prozesssicher<br />
und bedienerlos, sondern auch<br />
nach dem Konzept Industrie 4.0 in einer<br />
Smart Factory arbeiten können, sind die<br />
5-Achs-Bearbeitungszentren Compact5<br />
von Benzinger mit aktueller Steuerungstechnik<br />
optimal vorbereitet. Sie verfügen<br />
über Schnittstellen nach Standard OPC-UA.<br />
Somit lassen sie sich problemlos mit übergeordneten<br />
Planungs- und Steuerungssystemen<br />
und anderen Maschinen vernetzen.<br />
„Mit einer Investition in unsere kompakten,<br />
in Bezug auf Antriebs- und Steuerungstechnik<br />
sowie Mechanik auf dem<br />
aktuellen Stand der Technik ausgeführten<br />
5-Achs-Bearbeitungszentren Compact5<br />
rüsten sich Fertigungsbetriebe optimal und<br />
zukunftssicher für wirtschaftliches und<br />
effizientes Fertigen von Uhrengehäusen<br />
und Schmuck“, fasst Marcel Elsäßer<br />
die Vorteile der Präzisionsmaschinen von<br />
Benzinger zusammen.<br />
Informationen: www.benzinger.de<br />
Mannlos in die Nacht<br />
Heinrich Wagner Sinto plante die Keilplatten<br />
für seine Formmaschinen mannlos<br />
nachts zu schruppen. Der bisher eingesetzte<br />
Fräser bot dafür allerdings<br />
weder genug Standzeit noch ausreichende<br />
Prozesssicherheit. Der achtschneidige<br />
NEOFEED-Hochvorschubfräser von ISCAR<br />
war die Lösung. Damit kann das Unternehmen<br />
die Komponente jetzt nicht nur zuverlässig,<br />
sondern auch noch wirtschaftlicher<br />
bearbeiten.<br />
Die robusten WSP sind nicht nur besonders<br />
weichschneidend, sondern auch<br />
widerstandsfähig gegen Kerbverschleiß<br />
und Aufbauschneiden<br />
Heinrich Wagner Sinto (HWS) kann<br />
auf erfolgreiche fast 90 Jahre in der Herstellung<br />
von Gießereianlagen zurückblicken<br />
und ist inzwischen Teil des<br />
SINTOKOGIO-Konzerns, dem weltweit<br />
agierenden Gießereimaschinenhersteller.<br />
HWS fertigt mit 330 Mitarbeitern in zwei<br />
Werken im nordrhein-westfälischen<br />
Bad Laasphe auf rund 50.000 m 2 Formmaschinen<br />
und -anlagen, Vergießeinrichtungen<br />
und Sandregenerierungs-Einheiten für<br />
internationale Kunden aus der Gießereibranche.<br />
„Da sind kleine Unternehmen<br />
ebenso dabei, wie weltweit agierende<br />
Großkonzerne“, sagt Christian Hammer,<br />
Abteilungsleiter mechanische Bearbeitung<br />
bei HWS. „Doch ob groß oder klein – unsere<br />
Kunden erwarten von uns höchste Qualität<br />
zu vernünftigen Preisen und Lösungen, die<br />
den aktuellen Anforderungen in Sachen<br />
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Effektivität<br />
entsprechen.“<br />
Um diesen Ansprüchen auch in Zukunft<br />
gerecht werden zu können, startete HWS<br />
vor rund zwei Jahren ein umfassendes<br />
Investitions- und Optimierungsprogramm.<br />
Neben modernen Anlagen, einer stärkeren<br />
Automatisierung und einem jungen, motivierten<br />
Team sollten auch angepasste und<br />
wirtschaftliche Prozesse HWS dabei unterstützen,<br />
sich zukunftssicher aufzustellen.<br />
„In diesem Zusammenhang haben wir uns<br />
auch mit Unterstützung unseres langjährigen<br />
Werkzeugpartners ISCAR unsere Prozesse<br />
angeschaut“, führt Christian Hammer<br />
aus. „Dabei haben wir bereits das Bohren<br />
optimiert, und jetzt rückte das Schruppen<br />
von Keilplatten in den Fokus.“<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 33
Bearbeitungsprozesse<br />
Upgrade auf acht Schneiden<br />
HWS fertigt das Bauteil in zwei Aufspannungen<br />
aus einem massiven,<br />
190x267x390 mm großen, und 160 kg<br />
schweren Block legierten Stahls (21MnCr5).<br />
In der ersten Aufspannung wird der<br />
Boden geschruppt und die Seiten auf<br />
Maß gebracht. In der zweiten Aufspannung<br />
schruppt HWS die Kontur der Oberseite,<br />
zeilt die Schrägen ab und bringt<br />
die Schultern ein. „Das Schruppen dauert<br />
insgesamt rund zwei Stunden“, erklärt<br />
Benjamin Markus, Teamleiter Fräsen bei<br />
HWS. „Dabei tragen wir zwischen 40 und<br />
60 kg Material ab.“ Anschließend schlichtet<br />
HWS die Komponente mit einem<br />
HELITANG T490-Planfräser von ISACR, bevor<br />
die Keilplatte noch extern gehärtet wird.<br />
Die Komponente findet in den Gießanlagen<br />
von HWS Verwendung und wird rund<br />
30 Mal im Jahr produziert – seit Kurzem<br />
auf einer brandneuen 5-Achsmaschine mit<br />
automatisiertem Palettenhandling. „Damit<br />
wäre das mannlose Schruppen in die Nacht<br />
hinein möglich, nur die dafür notwendige<br />
Prozesssicherheit und Standzeit war beim<br />
bisher eingesetzten, sechsschneidigen Fräser<br />
nicht gegeben“, sagt Benjamin Markus.<br />
„Nach spätestens einer Keilplatte waren<br />
die Wendeschneidplatten verschlissen,<br />
und wir mussten sie drehen.“ Deshalb<br />
wandten sich Benjamin Markus und<br />
Christian Hammer an ihren langjährigen<br />
Werkzeugpartner ISCAR. Lee Klappert,<br />
Beratung und Verkauf, und Marco Rötzel,<br />
Technische Beratung und Vertrieb, hatten<br />
die passende Lösung für die Aufgabe parat<br />
„Uns war sofort klar, dass der NEOFEED-<br />
Hochvorschubfräser mit den achtschneidigen<br />
FFQ8-Wendeschneidplatten das<br />
richtige Werkzeug ist“, sagt Marco Rötzel.<br />
„Das Werkzeug ist aktuell die Benchmark<br />
in Sachen Hochvorschubfräser am Markt“,<br />
ergänzt Lee Klappert. „Es ist jedes Mal wieder<br />
erstaunlich wieviel Material unsere<br />
Kunden in kürzester Zeit, prozesssicher mit<br />
einer Bestückung zerspanen können. Dazu<br />
kommt der attraktive Preis pro Schneide<br />
und der maschinenschonende weiche<br />
Schnitt.“<br />
Hochvorschubfräsen<br />
Die NEOFEED-Fräserfamilie beinhaltet sowohl<br />
Werkzeuge zum effizienten Hochvorschub-<br />
als auch zum dynamischen Planfräsen.<br />
Das Portfolio der multifunktionalen<br />
Hochvorschubfräser umfasst wirtschaftliche<br />
Wendeschneidplatten (WSP)<br />
mit acht Schneiden und mit einem Anstellwinkel<br />
von zwölf Grad sowie für das dynamisch<br />
Planfräsen mit 22,5 ° Anstellung. Der<br />
NEOFEED steht in Ø 50 bis 100 mm zur Verfügung.<br />
Der schwalbenschwanzähnliche<br />
Plat tensitz sorgt für eine sichere Klemmung<br />
und hohe Oberflächengüten. In allen Anwendungen<br />
erlaubt die dicke und stabile<br />
WSP ein großes Zeitspanvolumen und ermöglicht<br />
eine kosteneffiziente und prozess<br />
sichere Bearbeitung. Harte Tests auf<br />
den Maschinen in Bad Laasphe zeigten,<br />
dass das ISCAR-Team mit seinem Vorschlag<br />
goldrichtig lag.<br />
Der multifunktionale Hochvorschubfräser<br />
NEOFEED wird mit wirtschaftlichen Wendeschneidplatten<br />
mit acht Schneiden bestückt<br />
und verfügt zum Hochvorschubfräsen über<br />
einem Anstellwinkel von zwölf Grad<br />
Bei HWS kommt der FFQ8 D080-07-27-12<br />
mit einem Ø 80 mm und sieben Plattensitzen<br />
zum Einsatz. Bestückt ist der Hochvorschubfräser<br />
mit robusten FFQ8 SZMU<br />
120520T-WSP, ausgeführt in der verschleißfesten<br />
TiAlN-beschichteten Feinstkornsorte<br />
IC808. „Die Platten sind nicht nur besonders<br />
weichschneidend, sondern auch<br />
widerstandsfähig gegen Kerbverschleiß<br />
und die Bildung von Aufbauschneiden“,<br />
sagt Marco Rötzel.<br />
Mehr als 200 min Standzeit<br />
Der NEOFEED hat die Erwartungen bei<br />
HWS mehr als erfüllt. Im Vergleich zur bisherigen<br />
Lösung ließ sich die Schnittgeschwindigkeit<br />
von 180 auf 200 m/min und<br />
der Vorschub pro Zahn von 0,8 auf 1 mm<br />
erhöhen. „Wir konnten mit dem NEOFEED<br />
zudem eine Vorschubgeschwindigkeit von<br />
mehr als 5.500 mm/min fahren, die Spandicke<br />
von 0,69 auf 0,87 mm steigern und<br />
bei einer Zustellung von 1,2 mm das Zeitspanvolumen<br />
um das Dreifache auf fast<br />
400 cm 2 /min hochschrauben“, freut sich<br />
Benjamin Markus. „Außerdem hat sich<br />
die Standzeit prozesssicher auf mehr als<br />
200 min verdoppelt, so dass wir auch<br />
mannlos in die Nacht arbeiten können – da<br />
war es keine Frage, dass wir auf den Hochvorschubfräser<br />
umstellten.“<br />
HWS setzt den Fräser seitdem erfolgreich<br />
ein – nicht nur bei den Keilplatten,<br />
sondern auch bei anderen Projekten, die<br />
prozesssicheres Schruppen und hohe Ab -<br />
trag leistung erfordern.<br />
Informationen: www.iscar.de<br />
34 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Hochpräzise Lösungen für die Luft- und Raumfahrt<br />
Bearbeitungsprozesse<br />
Flugzeuge und Helikopter transportieren<br />
Passagiere und Güter weltweit schnell und<br />
zuverlässig. Die Anforderungen an die eingesetzten<br />
Komponenten in Bezug auf Sicherheit,<br />
Effizienz und Nachhaltigkeit sind<br />
dabei hoch. KAPP NILES bietet maßgeschneiderte<br />
Lösungen für Feinbearbeitung,<br />
Messen und Dokumentation von entsprechenden<br />
Verzahnungen sowie Profilen –<br />
und präsentiert diese im Rahmen der Kampagne<br />
„Trust in Technology“.<br />
„Seit über 40 Jahren beschäftigen wir<br />
uns intensiv mit Verzahnungen für die<br />
Luft- und Raumfahrt. Dank unserer langjährigen<br />
Erfahrung verstehen wir die spezifischen<br />
Herausforderungen der Branche“,<br />
betont Matthias Kapp, Geschäftsführer bei<br />
KAPP NILES. „Wir sind stolz darauf, als<br />
Marktführer in enger Zusammenarbeit mit<br />
unseren Kunden Maschinen und Technologien<br />
zu entwickeln, die deren Anforderungen<br />
exakt erfüllen und erstklassige Qualität<br />
ermöglichen.“<br />
Ob Antriebe oder Planetengetriebe im<br />
Triebwerk, Verstellgetriebe für die Landeklappen,<br />
Verzahnungen für den gesamten<br />
Antriebsstrang von Helikoptern oder Antriebs-<br />
und Verstellmechanismen für den<br />
Mars-Rover: mit Lösungen von KAPP NILES<br />
können die essenziellen und sicherheitsrelevanten<br />
Bauteile für Flugzeuge, Hubschrauber<br />
und Raumfahrzeuge hochpräzise<br />
geschliffen und gemessen werden.<br />
Auf den Schleifspindeln der VX-Maschinen<br />
können zeitgleich mehrere Schleifscheiben<br />
eingesetzt werden<br />
Qualität auf höchstem Niveau<br />
Die hohen, sicherheitsgerichteten Fertigungs<br />
vorgaben in der Luft- und Raumfahrtbranche<br />
umfassen sowohl die Endqua<br />
lität der gefertigten Verzahnungen<br />
als auch die lückenlose Dokumentation<br />
des ge samten Prozesses. Maschinen der<br />
VX Baureihe sind speziell für diesen Genauigkeitsanspruch<br />
konzipiert: hochwertigste<br />
Führungssysteme mit geschabten Führungen<br />
sorgen über Jahrzehnte für hochpräzise<br />
Ergebnisse bei konstanter Qualität. Mit<br />
dem integrierten Aufmaßmesssystem<br />
(AMS) wird das Bauteil vor und nach dem<br />
Schleifprozess gemessen und hinsichtlich<br />
der Qualität beurteilt. Die Ergebnisse werden<br />
detailliert dokumentiert, so dass sich<br />
die Teilequalität noch Jahre später nachvollziehen<br />
lässt.<br />
Auf VX-Maschinen können ein oder zwei<br />
auswechselbare Schleifspindeln eingesetzt<br />
und bis zu sechs Schleifwerkzeuge gleichzeitig<br />
genutzt werden. Mehrere Verzahnungen<br />
in einer einzigen Aufspannung zu<br />
bearbeiten ist möglich. Auf denselben<br />
Schnitt stellen lassen sich Zusatzschleifköpfe<br />
für Schleifarme zum Bearbeiten von<br />
Innenverzahnungen anbringen. Dabei können<br />
sowohl abrichtbare als auch abrichtfreie<br />
CBN-Schrupp- und Schlichtwerk zeuge<br />
von KAPP NILES genutzt werden. Mit<br />
dem optionalen Nullpunktspannsystem<br />
können die Rüstzeiten der Schleifspindeln<br />
und Zusatzschleifköpfe auf rund 85 % der<br />
ursprünglichen Dauer verkürzt werden.<br />
VX-Maschinen sind weltweit im Einsatz<br />
und liefern seit Jahrzehnten bereits<br />
ab Losgröße 1 höchste Werkstückqualitäten.<br />
Gut jede zweite Schleifmaschine, die<br />
KAPP NILES in über 40 Jahren an Unternehmen<br />
der Luft- und Raumfahrtbranche verkauft<br />
hat, war eine VX oder deren Vorgängermodelle.<br />
Daneben kommen Maschinen<br />
aus den Baureihen KNG master, ZE<br />
und KX im Bereich Luft- und Raumfahrt<br />
zum Einsatz. Beispielsweise bei Kunden,<br />
die Werkstücke mit mehr als 630 mm Kopfkreisdurchmesser<br />
bearbeiten oder die ihre<br />
Maschine auch zum Wälzschleifen nutzen.<br />
Werkzeuge für besondere Ansprüche<br />
CBN pro, die neuen Werkzeuge von<br />
KAPP NILES, sind besonders geeignet für<br />
Dank des Nullpunktspannsystems können<br />
die Rüstzeiten um 85 % reduziert werden<br />
Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt.<br />
Im Vergleich zu den bisher erzielbaren<br />
Oberflächengüten von Ra < 0,4 μm mit den<br />
Standard-CBN-Werkzeugen, können mit<br />
diesen Schleifscheiben Oberflächengüten<br />
von Ra < 0,2 μm am Werkstück erreicht werden.<br />
Zusätzlich ist eine optimierte Profilform<br />
mit f fa < 1,0 µm am Werkzeug erzielbar.<br />
Die verbesserte Reproduzierbarkeit<br />
von Oberflächengüte und Profilform reduziert<br />
den Einstellaufwand beim Einsatz auf<br />
der Maschine und sorgt für eine höhere<br />
Prozesssicherheit beim Kunden.<br />
Auch bei der Messung von Verzahnungen<br />
für die Luft- und Raumfahrt profitieren<br />
Kunden von Lösungen von KAPP NILES.<br />
Die Verzahnungsmessmaschinen KNM 2X,<br />
4X, 6X und 9X decken verschiedene Messbereiche<br />
ab. Dank des flexiblen Gegenhalters<br />
können auch sehr lange Bauteile wie<br />
etwa Haupt- und Nebenaggregatswellen<br />
hochpräzise vermessen werden. Ein spezielles<br />
Schnellspannsystem ermöglicht den<br />
Anwendern, neben den Standardlösungen<br />
auch Sondergeometrien sicher aufzunehmen<br />
– bei kurzen Rüst- und Nebenzeiten.<br />
„Vom Werkzeug über die Schleifmaschine<br />
bis hin zur Messtechnik bieten wir komplette<br />
Präzisionslösungen für die Luft- und<br />
Raumfahrtindustrie an. Dank unserer langjährigen<br />
Erfahrung und unseren maßgeschneiderten<br />
Technologien können unsere<br />
Kunden so exzellente Verzahnungsqualitäten<br />
erzielen“, resümiert Matthias Kapp.<br />
Informationen: www.kapp-niles.com<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 35
Komponenten & Zubehör<br />
So stimmt die Chemie beim Schleifen<br />
Datenbasierte Überwachung des Kühlschmierstoffs<br />
sorgt für optimale Ergebnisse<br />
Beim Schleifen entscheiden winzige Unebenheiten<br />
über Gutteil oder Ausschuss.<br />
Für den perfekten Schliff muss in der Fabrik<br />
nicht nur die Mechanik stimmen, sondern<br />
auch die Chemie. So rückt eine oft<br />
unterschätzte Komponente in den Fokus:<br />
der Kühlschmierstoff (KSS). Voraussetzung<br />
für die autonome Fertigung und optimale<br />
Schleifergebnisse ist eine datenbasierte<br />
KSS-Überwachung. Sie ist das Bindeglied<br />
zwischen Chemie und Mechanik und macht<br />
den Schleifprozess durch standardisierten<br />
Datenaustausch und den Einsatz von Digitalen<br />
Zwillingen robuster, effizienter und<br />
nachhaltiger. Hier kommt auch die Konnektivitätsinitiative<br />
umati (Universal Machine<br />
Technology Interface) ins Spiel, die den<br />
reibungslosen Datentransfer in der Fabrik<br />
gewährleistet. Als weltweite Community<br />
des Maschinenbaus ermöglicht umati<br />
auf Basis des Kommunikationsstandards<br />
OPC UA, dass Maschinen herstellerübergreifend<br />
miteinander kommunizieren können.<br />
Dies schafft die notwendige Interoperabilität,<br />
um Daten aus der KSS-Überwachung<br />
nahtlos in übergeordnete IT-Systeme<br />
oder Cloud-Plattformen zu integrieren<br />
und so den Weg für die Plug-and-Play-<br />
Anbindung im industriellen Ökosystem zu<br />
ebnen. Auf der Fachmesse GrindingHub<br />
werden die Besucher mehr über die optimierte<br />
KSS-Versorgung für höchste Oberflächengüten<br />
erfahren.<br />
Energieeinsparung von bis zu 27 %<br />
Bei bedarfsgerechter KSS-Zufuhr winken<br />
hohe Effizienz- und Produktivitätsgewinne,<br />
wie die wissenschaftliche Forschung herausgefunden<br />
hat. „Bereits in den Grundlagenuntersuchungen<br />
konnten Prozessfenster<br />
identifiziert werden, in denen der Energiebedarf<br />
beim Schleifen um bis zu 27 %<br />
reduziert werden konnte, ohne Einbußen<br />
bei Werkstückqualität oder Werkzeugverschleiß“,<br />
sagt Prof. Berend Denkena, Leiter<br />
des Instituts für Fertigungstechnik und<br />
Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität<br />
Hannover. „Gleichzeitig ließ sich<br />
das Zeitspanvolumen um bis zu 20 % steigern,<br />
was eine deutliche Produktivitätssteigerung<br />
ermöglicht.“ Bedarfsgerechte KSS-<br />
Versorgung soll diese Potenziale künftig<br />
systematisch und reproduzierbar in die<br />
industrielle Anwendung übertragen. Auch<br />
mit Blick auf die Nachhaltigkeit in der industriellen<br />
Produktion ergeben sich positive<br />
Effekte.<br />
„Bedarfsgerechte KSS-Versorgung ermög<br />
licht eine Reduzierung des Kühlschmier<br />
stoffverbrauchs und senkt damit<br />
nicht nur den Energiebedarf im Schleifprozess,<br />
sondern auch den Aufwand für Herstellung,<br />
Aufbereitung und Entsorgung des<br />
KSS“, erklärt der Wissenschaftler. Er ist Mitglied<br />
der WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft<br />
für Produktionstechnik), die zum<br />
Thema bedarfsgerechter Einsatz von Kühlschmierstoffen<br />
seit vielen Jahren forscht.<br />
Durch stabilere Prozessbedingungen ließen<br />
sich zudem Werkzeugstandzeiten erhöhen<br />
und Ausschuss sowie Nacharbeit reduzieren.<br />
Insgesamt trage dies zu einem effizienteren<br />
Ressourceneinsatz und einer nachhaltigeren<br />
industriellen Produktion bei.<br />
Schleifkräfte und<br />
Spindelleistung im Blick<br />
„Bedarfsgerechte KSS-Versorgung basiert<br />
auf der kontinuierlichen Erfassung prozessnaher<br />
Zustandsgrößen und deren Nutzung<br />
zur adaptiven Regelung der Kühlschmierstoffzufuhr“,<br />
erklärt Denkena. Am IFW wurden<br />
hierfür zunächst die Grundlagen der<br />
KSS-Versorgung in der Schleifkontaktzone<br />
untersucht. Darauf aufbauend werden aktuell<br />
sensor- und regelungstechnische Kon -<br />
zepte entwickelt, um künftig eine bedarfsgerechte<br />
und automatisierte KSS-Versorgung<br />
zu realisieren. Daten sind dabei der<br />
wichtigste Rohstoff. „In den Grundlagenuntersuchungen<br />
wurden kühlschmierstoffbezogene<br />
Größen wie Volumenstrom,<br />
Temperatur und Druck sowie prozessnahe<br />
Kenngrößen wie Schleifkräfte, Spindelleistung<br />
und werkstückbezogene Eigenschaften<br />
erfasst“, erklärt der Forscher. Dabei<br />
wur de analysiert, wie sich veränderte KSS-<br />
Bedingungen auf den Schleifprozess auswirken.<br />
Aufbauend darauf sollen künftig<br />
sensorisch erfasste Daten genutzt werden,<br />
um Zielgrößen wie Energieeffizienz, KSS-<br />
Bedarf, Werkzeugverschleiß und Werkstückqualität<br />
gezielt zu beeinflussen.<br />
Gesunde Emulsion<br />
ohne Schaum und Infektionen<br />
Das optimale KSS-Management in der Fabrik<br />
treibt auch den Schmierstoffhersteller<br />
Fuchs SE aus Mannheim um. „Ein effizientes<br />
KSS-Management basiert im Wesentlichen<br />
auf vier zentralen Bausteinen“, sagt<br />
Alexander Kaiser, Head of Global Product<br />
Line Smart Services & Digital Business Part -<br />
ner bei Fuchs, und zählt sie der Reihe nach<br />
auf: erstens das Anmischen einer stabilen<br />
Emulsion mit möglichst feiner Tropfenstruktur<br />
unter Verwendung einer bekannten<br />
und empfohlenen Wasserqualität; zweitens<br />
die kontinuierliche Überwachung des<br />
„Gesundheitszustands“ der Emulsion, um<br />
ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft sicherzustellen;<br />
drittens ein regelmäßiger Nachsatz<br />
mit frischer Emulsion zur Kontrolle<br />
der Konzentration und zum Ausgleich von<br />
Volumenverlusten; und viertens das gezielte<br />
Additivieren zur Bekämpfung von Infektionen<br />
oder Schaumbildung. „Teile des Prozesses<br />
können teilautomatisiert oder vollständig<br />
automatisiert werden“, sagt Fuchs-<br />
Manager Kaiser.<br />
Automatisierung sei dann sinnvoll, wenn<br />
die Applikation stabil sei und keinen starken<br />
Schwankungen unterliege. Außerdem<br />
sei auch die Wirtschaftlichkeit zu beachten,<br />
da Automation immer auch Investition<br />
bedeute.<br />
Digitale Zwillinge in der Cloud<br />
Bei der Automatisierung werde mindestens<br />
die aktuelle Konzentration durch In-Line-<br />
Refraktometer ermittelt. Zusätzlich werde<br />
der aktuelle Füllstand des KSS-Tanks erfasst.<br />
Über die Zielkonzentration für die<br />
Applikation ermittelt die Automatisierung<br />
dann die notwendige Nachsatzmenge und<br />
deren Konzentration, um die Emulsion auf<br />
einem konstanten Konzentrationsniveau<br />
zu halten. „Alle Produktionsmittel – beispielsweise<br />
Maschinen – und ihre Schmierpunkte<br />
werden als digitale Zwillinge in<br />
unserer cloudbasierten Service-Management-Plattform<br />
LubeLink FluidsConnect<br />
abgebildet“, sagt der Fuchs-Manager. Der<br />
aktuelle Zustand, Nachsatzmengen sowie<br />
36 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Komponenten & Zubehör<br />
der gesamte Pflegeprozess werden über<br />
dieses System erfasst, geplant und nachhaltig<br />
abgesichert. „Dadurch kennt das<br />
Smart‐Services‐Team jederzeit den Zustand<br />
der Produktion und kann frühzeitig<br />
Maßnahmen ergreifen, um ungeplante<br />
Stillstände zu vermeiden“, so Kaiser.<br />
Riechen, sehen, messen<br />
Für KSS wird typischerweise in kurzen<br />
Intervallen die Konzentration bestimmt –<br />
entweder per Refraktometer (automatisiert<br />
oder manuell), durch Titration vor Ort oder<br />
mittels detaillierter Laboranalysen. Zusätzlich<br />
werden regelmäßig pH‐ und Nitritwerte<br />
gemessen. Abstriche dienen der Erkennung<br />
möglicher bakterieller Infektionen.<br />
Teilweise werden auch Geruch und optischer<br />
Zustand dokumentiert. Auf Basis dieser<br />
Informationen werden Nachsatzzyklen<br />
sowie Reinigungsintervalle der Tanks geplant.<br />
„LubeLink unterstützt mit Einsatzplänen<br />
und Meldungen die effiziente Koordination<br />
der Experten vor Ort“, sagt Kaiser.<br />
Bei vollautomatischem Nachsatz werde<br />
zudem regelmäßig die Funktionsfähigkeit<br />
und Zuverlässigkeit des Equipments überprüft.<br />
Alle Daten – unabhängig davon, ob<br />
sie automatisiert oder manuell erfasst wurden<br />
– werden zentral in FluidsConnect gespeichert<br />
und bereitgestellt.<br />
Ob sich der ganze Aufwand für den<br />
industriellen Anwender lohnt, ist letztlich<br />
ein kaufmännisches Rechenexempel. Denn<br />
die Höhe der Effizienz- und Produktivitätsgewinne<br />
durch automatisiertes KSS-Management<br />
beim Schleifen variiert je nach<br />
Anwendungsfall. Laut Kaiser können sowohl<br />
Personalkosten als auch Fluidkosten<br />
eingespart werden, im Wesentlichen durch<br />
Verlängerung der Standzeiten. Diese Einsparungen<br />
müssen allerdings der Investition<br />
in die Automatisierung entgegengestellt<br />
werden. „Eine zeitnahe Amortisation<br />
ist nicht in allen Märkten, bei allen Kunden<br />
und Applikationen gewährleistet“, räumt<br />
der Fuchs-Manager ein. In allen Fällen steigere<br />
professionelles KSS-Management jedoch<br />
die Produktivität, indem Ausfallzeiten<br />
auf ein Minimum reduziert würden und<br />
die gewünschte Qualität der produzierten<br />
Teile sichergestellt werden könne.<br />
Weniger Wasser,<br />
Additive und Energie<br />
Zum ökonomischen Nutzen kommt dabei<br />
der ökologische. Durch Standzeitverlängerung<br />
des KSS würden sowohl benötigtes<br />
Alle Daten im Blick: Der Schmierstoffhersteller Fuchs SE aus Mannheim bildet Maschinen<br />
und ihre Schmierpunkte als digitale Zwillinge in einer cloudbasierten Plattform ab<br />
Foto: Fuchs SE<br />
Konzentrat als auch genutztes Frischwasser<br />
verringert. Gleichzeitig reduzierten sich<br />
Emulsionen, die entsorgt werden müssten.<br />
„Durch den konstant guten Gesundheitszustand<br />
der Emulsion wird ebenfalls die<br />
Nutzung von Additiven reduziert oder gar<br />
komplett vermieden. Auch zu erwähnen<br />
ist, dass Standzeitverlängerungen der<br />
Werkzeuge und perfekte Schmierung zu<br />
spürbaren Energieeinsparungen führen<br />
können“, so Kaiser.<br />
Eine Datenverarbeitung in der Cloud bietet<br />
zusätzliche Vorteile: „Immer aktuell,<br />
überall verfügbar, zentrale Datenbasis<br />
sowie hohe Ausfallsicherheit“, fasst Kaiser<br />
die Vorteile zusammen. Neue Funktionen,<br />
Sicherheitsupdates und Verbesserungen<br />
stünden durch die Cloud sofort bereit. Der<br />
Zugriff sei von jedem Standort, jedem Gerät<br />
und zu jeder Zeit möglich, was perfekt<br />
sei für globale Produktionsnetzwerke. Daten<br />
aus Maschinen, Sensoren, Laboren und<br />
Serviceeinsätzen seien in einem System<br />
verfügbar – ohne Datensilos, Versionskonflikte<br />
und Medienbrüche. Und redundante<br />
Systeme und professionelles Monitoring<br />
sorgten für Betriebsstabilität.<br />
Daten bleiben in Deutschland<br />
Zentral für den Anwender ist dabei, dass die<br />
Daten in der Cloud auch sicher gespeichert<br />
sind. „Wir sind uns der zentralen Bedeutung<br />
von IT‐Sicherheit bewusst“, bekräftigt<br />
Kaiser. LubeLink sei eine cloudbasierte<br />
Plattform, die auf modernsten Webtechnologien<br />
aufbaue. Die Anwendung<br />
werde in Deutschland gehostet. „Da sich<br />
LubeLink stetig weiterentwickelt, lassen<br />
wir sowohl die Anwendung als auch die<br />
Hosting‐Umgebung regelmäßig von<br />
einem unabhängigen externen Partner<br />
prüfen und zertifizieren“, sagt der Fuchs-<br />
Manager. „Bislang wurden keinerlei<br />
Schwach stellen oder Sicherheitsprobleme<br />
festgestellt – ein Ergebnis, auf das wir stolz<br />
sind. So bieten wir unseren Kunden ein<br />
modernes, leistungsfähiges und zugleich<br />
äußerst sicheres System für das Management<br />
ihrer Schmierprozesse“, erklärt Kaiser.<br />
KI verspricht noch mehr Effizienz<br />
Beim datenbasierten KSS-Management<br />
verspricht maschinelles Lernen in Zukunft<br />
weitere Effizienzgewinne. „Wir nutzen eine<br />
Vielzahl moderner Technologien, um aus<br />
den verfügbaren Daten echten Mehrwert<br />
für unsere Kunden zu schaffen. Wo es sinnvoll<br />
ist, kommen dabei auch Verfahren der<br />
künstlichen Intelligenz zum Einsatz“, sagt<br />
der KSS-Experte. „Dank unserer langjährigen<br />
Erfahrung und der über die Zeit aufgebauten<br />
Datenbasis können wir Anomalien<br />
in Schmierapplikationen frühzeitig<br />
erkennen – und in vielen Fällen sogar<br />
vorhersagen.“ Im Mittelpunkt der Gespräche<br />
mit den Kunden stehe jedoch nicht<br />
die Frage, welche Algorithmen oder Technologien<br />
eingesetzt werden, sondern wie<br />
die Produktion produktiver, effizienter und<br />
nachhaltiger gestaltet werden könne, so<br />
Alexander Kaiser.<br />
Informationen: www.grindinghub.de<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 37
Komponenten & Zubehör<br />
Lösungen für präzise und effiziente Bewegungsaufgaben<br />
Rodriguez präsentierte auf der Fachmesse<br />
all about automation in Friedrichshafen<br />
ausgewählte Lösungen aus der Lineartechnik<br />
und dem Präzisionslagerbereich.<br />
Im Fokus standen Komponenten und Baugruppen,<br />
die sich in der industriellen Praxis<br />
bewährt haben und gezielt auf Anforderungen<br />
in Automatisierung, Maschinenbau<br />
und Handhabungstechnik ausgerichtet<br />
sind.<br />
Die regionale Fachmesse hat sich als<br />
Plattform für anwendungsorientierte Automatisierungslösungen<br />
etabliert. Hier geht<br />
es weniger um Produktneuheiten als um<br />
konkrete Lösungsangebote für Anwendungen<br />
und spezielle Einsatzmöglichkeiten der<br />
Technik. Auch für Rodriguez war die<br />
Messe eine sehr gute Möglichkeit, um mit<br />
Konstrukteuren, Entwicklern und technischen<br />
Entscheidern intensiv ins Gespräch<br />
zu kommen.<br />
Am Messestand zeigte Rodriguez unter<br />
anderem:<br />
→ die neue Profilschienenführung BRXH<br />
mit innovativem Schmier- und<br />
Dichtungskonzept<br />
→ Rundführungen für kompakte,<br />
kosteneffiziente Linearbewegungen<br />
→ Kugelgewindetriebe für präzise<br />
Positionier- und Antriebsaufgaben<br />
→ Dünnringlager für Anwendungen<br />
mit begrenztem Bauraum<br />
→ Value Added Products zur<br />
applikationsspezifischen Anpassung<br />
von Komponenten<br />
Neben der Produktpräsentation stand<br />
die technische Beratung im Vordergrund.<br />
Die Experten von Rodriguez unterstützten<br />
Messebesucher bei der Auslegung von Linearsystemen,<br />
der Optimierung bestehender<br />
Anwendungen sowie bei der Bewertung<br />
alternativer Lösungen.<br />
Informationen: www.rodriguez.de<br />
Neue Generation antibakterieller Kühlschmierstoffe<br />
jetzt auch in Europa erhältlich<br />
Mit dem Nano Coolant Tool-X Multi<br />
Purpose 101 EU (MP 101 EU) bringt Nano-<br />
Coolant ein völlig neuartiges Mehrzweck-<br />
Kühlschmiermittelkonzentrat auf den europäischen<br />
Markt. Die in den USA bereits vielfach<br />
erprobte Technologie ist hierzulande<br />
bislang beinahe unbekannt, doch ihre Vorteile<br />
sind unübersehbar: drastisch längere<br />
Werkzeugstandzeiten und Standzeit des<br />
Kühlmitels, deutlich erhöhte Vorschübe bei<br />
reduzierter Wärmeentwicklung sowie eine<br />
verbesserte Oberflächengüte und eine reduzierte<br />
Gratbildung – in Summe führt<br />
dies zu einer signifikanten Kostensenkung<br />
bei der zerspanenden Metallbearbeitung.<br />
Von Gleit- zu Rollreibung<br />
dank Nanotechnologie<br />
NanoCoolant setzt auf ein eigenständiges<br />
Prinzip: während herkömmliche Emulsionen<br />
die Gleitreibung zwischen Schneide<br />
und Werkstück versuchen zu verringern,<br />
müssen beim Einsatz von MP 101 EU lediglich<br />
sehr viel geringere Rollreibungskräfte<br />
überwunden werden. Möglich machen das<br />
winzige Carbon-Nanopartikel, sogenannte<br />
Nano-Onions, die wie in einem Kugellager<br />
zwischen Span, Schneide und Werkstückoberfläche<br />
wirken. „Dadurch wird<br />
die Wärmeentwicklung um bis zu 80 bis<br />
90 % im Vergleich zu herkömmlichen Kühlschmierstoffen<br />
reduziert – was nicht nur<br />
das Werkzeug schont, sondern auch die<br />
Bearbeitungsqualität signifikant verbessert“,<br />
erklärt Oliver Gasteier, NanoCoolant-<br />
Geschäftsführer und Branchenkenner mit<br />
jahrzehntelanger Erfahrung in der Metallbearbeitung.<br />
Ein entscheidender Vorteil des blauen<br />
Nanofluids ist auch seine bakterienhemmende<br />
Wirkung: da sich in der Emulsion<br />
keine Bakterien bilden, bleibt sie dauerhaft<br />
geruchlos – ein klarer Gewinn für die<br />
Arbeitsumgebung. Gleichzeitig ist sie materialschonend<br />
und greift weder Dichtungen,<br />
Lacke noch Kunststoffe an. Ein weiterer<br />
Vorteil, der sich aus der Zusammensetzung<br />
ergibt: die Emulsion ist paraffinfrei,<br />
was die Ansammlung von Rückständen<br />
vermeidet und die Reinigung der Maschine<br />
erleichtert. Und auch die Umwelt profitiert:<br />
MP 101 EU kommt mit nur zwölf Komponenten<br />
aus, während Standardemulsionen<br />
oft 40 bis 60 chemische Zusätze und Paraffine<br />
enthalten.<br />
Einfache Reinigung mit<br />
NanoCoolant X 800<br />
Zusätzlich bieten Oliver Gasteier und sein<br />
Team mit dem Reinigungsmittel Nano-<br />
Coolant X 800 eine effiziente Lösung für<br />
Durch den Einsatz der Kühlschmierstoffe<br />
von NanoCoolant lassen sich Werkzeuge mit<br />
herausragender Oberflächengüte realisieren<br />
die Maschinenreinigung. Die Lauge wird als<br />
Additiv zur bestehenden Emulsion gegeben,<br />
anschließend lässt man die Maschine<br />
ca. sechs Stunden lang laufen – wobei<br />
sie sich eigenständig reinigt. „Der geringere<br />
Verschleiß und damit das Erreichen<br />
doppelter bis dreifacher Standzeiten, die<br />
einfache Reinigung und nicht zuletzt die<br />
Geruchlosigkeit sind unschlagbare Argumente<br />
für den Umstieg“, fasst Oliver<br />
Gasteier die Vorteile der Carbon-Nanopartikel-Emulsion<br />
zusammen. Die Nano-<br />
Coolant-Produkte sind ab sofort für Unternehmen<br />
in Deutschland, Österreich und<br />
der Schweiz erhältlich.<br />
Informationen: www.nanocoolant.de<br />
38 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
Komponenten & Zubehör<br />
All-in-one-Lösung:<br />
Innovative Wartungsstation für Werkzeuge und Formen<br />
Wenden, öffnen, warten, testen: für diese<br />
vier Arbeitsschritte beim Werkzeughandling<br />
braucht es ab sofort nur noch<br />
ein Gerät, und zwar die neue Wartungsstation<br />
RUD Tecdos MSB. Die jüngste<br />
Innovation der RUD Ketten Rieger & Dietz<br />
GmbH und Co. KG mit Sitz in Aalen (Baden-<br />
Württemberg) hebt damit den Workflow<br />
für Werkzeuge und Formen in der Spritzgussindustrie<br />
auf ein neues Level.<br />
RUD Tecdos MSB ist eine von vielen<br />
Lösungen für effizientes Werkzeughandling<br />
aus der Sparte RUD Mold Handling<br />
Solutions.<br />
Die Wartungsstation RUD Tecdos MSB<br />
ist die All-in-one-Lösung für verbessertes<br />
Werkzeughandling, denn sie ermöglicht<br />
eine simple und optimierte Wartung<br />
der Werkzeuge und Formen. Die innovative<br />
Wartungsstation eignet sich damit<br />
perfekt für den Einsatz in der Spritz- und<br />
Druckgusstechnik sowie im Werkzeug- und<br />
Formenbau.<br />
Lücke am Markt erkannt<br />
„Das ist absolut neu am Markt: nur ein<br />
Gerät, mit dem alle wichtigen Schritte im<br />
Handling von bis zu 2,5 t schweren Formen<br />
und Werkzeugen gemacht werden können.<br />
Vom Öffnen und Wenden bis hin zum<br />
Warten und Testen. Ähnliche Lösungen<br />
gibt es bislang nur in den Gewichtsklassen<br />
von mehreren Tonnen“, erklärt Anne<br />
Kühling, Produktmanagerin im Bereich Fördern<br />
und Antreiben bei der RUD Ketten<br />
Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG. Diese<br />
Lücke am Markt hat der Spezialist für Mold<br />
Handling Solutions erkannt und die Wartungsstation<br />
entwickelt, die das Produktportfolio<br />
besonders für leichtere und kompaktere<br />
Werkzeuge und Formen sinnvoll<br />
ergänzt.<br />
All-in-one im Werkzeughandling<br />
Basis für die Wartungsstation RUD Tecdos<br />
MSB ist die Industriewerkbank RUD<br />
Tecdos TMB mit integriertem Wendetisch<br />
(120 x 80 cm). Sie sorgt für ein sicheres<br />
und ergonomisches Wenden der bis zu<br />
2,5 t schweren Werkzeuge – ganz einfach<br />
per Akkuschrauber. Neu: mit einer zusätzlichen<br />
Öffnungsfunktion und Testeinrichtung<br />
wird sie zur All-in-one-Wartungsstation.<br />
An einer Seite des Werkzeugwenders<br />
sind T-Nutschienen angebracht, um Werkzeughälften<br />
sicher zu fixieren.<br />
Besonders cool: dank einer druckluftgelagerten<br />
Platte lassen sich bis zu 2,5 t<br />
schwere Formen und Werkzeuge einfach<br />
und sicher auf Knopfdruck bewegen und<br />
direkt auf der Wartungsstation bearbeiten.<br />
„Grundsätzlich erleichtert das Luftkissen<br />
das Öffnen der Werkzeuge und Formen.<br />
Aber auch durch das optionale Hydraulikaggregat<br />
für Auswerfertests lässt<br />
sich ein Werkzeugaufbau mit Rückdruckstiften<br />
öffnen“, erklärt Jochen Schwegler,<br />
Technischer Berater Anwendungstechnik<br />
der Nonnenmann GmbH.<br />
Vereinfachte und<br />
optimierte Prozesse<br />
Als kompakte Einheit findet RUD Tecdos<br />
MSB in jedem Werk Platz und vereinfacht<br />
dort die Prozesse und das Handling. Die<br />
Wartungsstation macht Schluss mit aufwendigen<br />
Zwischenschritten und vereinheitlicht<br />
stattdessen den Workflow: Öffnen,<br />
Wenden, Reinigen, Warten und Testen<br />
der Werkzeuge und Formen finden zentral<br />
an einem Gerät statt.<br />
Tests und Qualitätskontrollen<br />
Die Wartungsstation optimiert nicht nur<br />
die Prozesse beim Werkzeughandling,<br />
sondern steigert auch die Qualität der<br />
Werkzeuge und die Prozesssicherheit im<br />
Allgemeinen. „Unsere Erfahrung und auch<br />
das Feedback aus dem Markt zeigen: weil<br />
die Zeit fehlt, werden viele Werkzeuge<br />
nicht geprüft, sondern direkt in die Maschine<br />
eingesetzt. Wenn es dann zu Störungen<br />
oder Problemen kommt, weil beispielsweise<br />
die Temperierkanäle nicht durchlässig<br />
oder undicht sind, muss das Werkzeug wieder<br />
aus der Spritzgießmaschine genommen<br />
und repariert werden. Das kostet Zeit<br />
und Geld“, betont Anne Kühling.<br />
Damit es später in der Spritzgießmaschine<br />
nicht zu bösen Überraschungen kommt,<br />
lassen sich Werkzeuge und Formen direkt<br />
auf der Wartungsstation RUD Tecdos MSB<br />
einfach und schnell prüfen, zum Beispiel<br />
mittels Auswerfer- oder Dichtigkeitstest<br />
der Temperierung.<br />
Erhöhte Arbeitssicherheit<br />
und Ergonomie<br />
Ergonomisch und sicher ist das Handling<br />
mit der Wartungsstation obendrein,<br />
denn sie ermöglicht ein absolut DGUVkonformes<br />
Arbeiten. „Wer Lasten mit dem<br />
Kran über den Hallenboden schleift oder<br />
schrägzieht, der arbeitet nicht nur gefährlich,<br />
sondern auch gegen die aktuellen<br />
Normen, denn §37 der Unfallverhütungsvorschriften<br />
für Krane der Berufsgenossenschaften<br />
untersagt das ausdrücklich“, so<br />
Kühling. Mit RUD Tecdos MSB haben Kran,<br />
Seil und Stemmeisen Pause.<br />
Informationen: www.rud.com<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 39
GrindingHub<br />
Effizienz in der Werkzeugbearbeitung<br />
mit Automatisierung und KI steigern<br />
Auf der GrindingHub <strong>2026</strong> präsentiert<br />
sich die VOLLMER WERKE Maschinenfabrik<br />
GmbH als kompetenter Partner für die<br />
Werkzeugfertigung. Der Biberacher Schärfspezialist<br />
zeigt sein umfassendes Portfolio<br />
an Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen<br />
für die effiziente Bearbeitung ultraharter<br />
Schneidstoffe wie PKD, CVD-Diamant, PcBN<br />
oder Hartmetall. Im Fokus stehen automatisierte<br />
Fertigungskonzepte, digitale Lösungen<br />
und der gezielte Einsatz künstlicher<br />
Intelligenz (KI).<br />
Hybrides Maschinenkonzept<br />
als Schlüssel zur Effizienz<br />
Mit Blick auf steigende Anforderungen<br />
an Präzision und Wirtschaftlichkeit setzt<br />
Vollmer gezielt auf das hybride Maschinenkonzept<br />
der VHybrid 260, das mechanische<br />
Schleifprozesse mit kontaktloser Erodiertech<br />
nologie sowie digitalen Lösungen<br />
in einer einzigen Maschine vereint. Die<br />
VHybrid 260 steht dabei nicht nur für die<br />
Kombination mehrerer Schärftechnologien,<br />
sondern bildet zugleich die Grundlage<br />
für durchgängig digitalisierte und automatisierte<br />
Fertigungsprozesse. Ein zentrales<br />
Element ist der Vpulse-EDM-Generator, der<br />
die hochpräzise Fertigung selbst kleinster<br />
Mikrowerkzeuge mit Durchmessern von<br />
0,2 mm ermöglicht. Beim Erodieren lassen<br />
sich Oberflächengüten von bis zu 0,05 µm<br />
Ra erzielen. Zudem können Schneidkanten<br />
radien bis zu 1,5 µm erzeugt werden.<br />
Dies kann dazu führen, dass auf das nachgelagerte<br />
Schleifen von Funktionsflächen<br />
verzichtet werden kann, Toleranzrisiken<br />
beim Umspannen sowie zusätzliche prozessintensive<br />
Arbeitsschritte werden vermieden<br />
und die gesamten Produktionskosten<br />
deutlich reduziert.<br />
Auf der GrindingHub <strong>2026</strong> zeigt Vollmer<br />
sein Portfolio an Schleif-, Erodier- und<br />
La sermaschinen, mit denen Kunden ultraharte<br />
Schneidstoffe wie Hartmetall, PKD,<br />
CVD-Diamant oder PcBN bearbeiten können.<br />
Mit Blick auf mehr Effizienz sind es vor<br />
allem auch hybride Maschinen, um Werkzeuge<br />
schneller und mit höherer Qualität<br />
zu schärfen. Dies zeigt sich beispielsweise<br />
bei Vollkopf-PKD-Werkzeugen mit komplexen<br />
Geometrien: in einer Aufspannung<br />
lassen sich die Konturen im Hartmetall<br />
schleifen und zudem die Schneidkanten im<br />
PKD-Kopf erodieren. Dieses Vorgehen verkürzt<br />
nicht nur die Haupt- und Nebenzeiten,<br />
sondern gestaltet auch den Übergang<br />
zwischen PKD-Kopf und Hartmetallrohling<br />
so gut wie nahtlos – ohne Unebenheiten<br />
oder Stufen.<br />
Insbesondere beim Runderodieren spielt<br />
die VHybrid 260 ihre Stärken aus. Das kontaktlose,<br />
hochpräzise Verfahren erlaubt<br />
eine wirtschaftliche Bearbeitung. Davon<br />
pro fitieren vor allem Mikrowerkzeuge, bei<br />
denen Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität<br />
und reproduzierbare Prozesse entscheidend<br />
sind. Die Kombination aus Rundschleifen<br />
und Runderodieren ermöglicht<br />
die Fertigung kleinster Werkzeugdurchmesser<br />
mit hoher Präzision, Prozesssicherheit<br />
und Effizienz – in einer durchgängigen,<br />
automatisierten Prozesskette.<br />
Prozess zur Erzeugung<br />
definierter Rundfasen<br />
Bei Bohrwerkzeugen erweist sich eine<br />
Rund fase aus mehreren Gründen als<br />
zweck mäßig. Scharf erodierte Schneidkanten<br />
können in verschiedenen Anwendungsszenarien<br />
zu Problemen führen – ins -<br />
besondere im Bereich der PKD-Bohrwerkzeuge.<br />
Eine Schneidkante ohne Rundfase<br />
kann zu instabilen Schnitten, erhöhtem<br />
Verschleiß, verminderter Zuverlässigkeit<br />
des Werkzeugs sowie zu einer Verschlechterung<br />
der Werkstückqualität führen.<br />
Durch eine Rundfase wird nicht nur eine<br />
definierte Schneidkantenkontur mit reduzierter<br />
Schartigkeit erzeugt, sondern auch<br />
die Stabilität der Schneide sowie die Oberflächenstruktur<br />
und -rauheit im Bereich<br />
der Schneidkante verbessert. Dies führt zu<br />
längeren Standzeiten, erhöhter Prozesssicherheit<br />
und einer besseren Qualität des<br />
bearbeiteten Werkstücks. Durch die Integration<br />
der Rundfasenbearbeitung auf der<br />
VHybrid 260 wird den Anwendern eine<br />
Komplettbearbeitung auf einer Maschine<br />
ermöglicht. Die Geometriebearbeitung und<br />
das Herstellen der Rundfase – egal ob erodiert<br />
oder geschliffen – sind innerhalb einer<br />
Aufspannung realisierbar. Durch die Integration<br />
des LaserChecks kann zudem ein<br />
Closed-Loop-Verfahren realisiert werden,<br />
sodass während der Bearbeitung keine<br />
manuellen Anpassungen erforderlich sind.<br />
Automatisierung und Digitalisierung<br />
für die 24/7-Fertigung<br />
Unabhängig von der eingesetzten Schärftechnologie<br />
sind alle Vollmer Maschinen<br />
konsequent für eine automatisierte 24/7-<br />
Fertigung ausgelegt. Zentrale Robotersysteme<br />
übernehmen die Beladung über<br />
Wagen, Palettenlader oder Kettenmagazine<br />
und überwachen die vollautomatische<br />
Komplettbearbeitung. Ein neu entwickelter<br />
ND-Greifer mit automatisch besser verstellbarem<br />
Greiferdurchmesser erweitert<br />
die Möglichkeiten in der Werkzeughandhabung<br />
deutlich. Durch die flexible Anpassung<br />
an unterschiedlichste Werkzeugtypen<br />
erhöht er sowohl die Prozesssicherheit<br />
als auch die Vielseitigkeit im Einsatz.<br />
Gleichzeitig trägt die innovative Lösung<br />
dazu bei, die Effizienz in der automatisierten<br />
Beladung spürbar zu steigern. Über<br />
eine zentrale IoT-Plattform werden Maschinen-<br />
und Produktionsdaten erfasst, analysiert<br />
und verwaltet. Das webbasierte<br />
VPortal fungiert als zentrale Informationsund<br />
Serviceplattform und bietet Anwendern<br />
einen transparenten Überblick über<br />
Dokumentationen und Serviceinformationen.<br />
Ergänzend bündelt der Smart Hub<br />
Produktions- und Maschinendaten intelligent<br />
und bereitet diese für weiterführende<br />
Analysen auf. KI-gestützte Algorithmen<br />
sowie ein intelligenter Chatbot unterstützen<br />
Anwender bei der Auswertung<br />
von Dokumentationen und historischen<br />
Daten und liefern relevante Informationen<br />
zur Maschinenauslastung, zu produzierten<br />
Stückzahlen oder zu Ausschussquoten.<br />
Informationen: www.vollmer-group.com<br />
40 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
GrindingHub<br />
Prozesssicherheit beginnt beim Spannen<br />
Wenn sich die internationale Schleifbranche<br />
auf der GrindingHub in Stuttgart<br />
trifft, präsentieren EMUGE-FRANKEN und<br />
MYTEC Lösungen für stabile und hochpräzise<br />
Bearbeitungsprozesse. Im Mittelpunkt<br />
des gemeinsamen Messeauftritts steht<br />
das umfassende Portfolio an EMUGE und<br />
MYTEC - Spannmitteln und Spannkonzepten,<br />
die speziell für anspruchsvolle Anwendungen<br />
in der Schleifbearbeitung als<br />
maßgeschneiderte Sonderlösungen entwickelt<br />
wurden. Beide Firmen sind Teil<br />
des EMUGE-FRANKEN Unternehmensverbundes.<br />
Spezifische Spannmittel für<br />
Schleifbearbeitungen<br />
Für Schleifbearbeitungen gelten besonders<br />
hohe Anforderungen an Spannmittel.<br />
Bereits geringste Abweichungen in der<br />
Werkstückfixierung können sich unmittelbar<br />
auf Form- und Lagetoleranzen sowie<br />
die Oberflächenqualität auswirken. EMUGE<br />
und MYTEC Spannmittel sind speziell darauf<br />
ausgelegt, Werkstücke auch bei sensiblen<br />
Materialien und komplexen Geometrien<br />
prozesssicher und wiederholgenau<br />
zu fixieren. Durch eine optimale Kraftverteilung<br />
beim Spannen lassen sich notwendige<br />
Haltekräfte zuverlässig aufbringen,<br />
ohne das Bauteil zu verformen oder<br />
zu beschädigen. Gleichzeitig ermöglichen<br />
präzise Zentriermechanismen eine exakte<br />
Positionierung für enge Toleranzen und<br />
stabile Schleifprozesse.<br />
Für die Entwicklung der optimalen<br />
Spann lösung stehen insgesamt neun un-<br />
terschiedliche Spannsysteme zur Verfügung.<br />
So kann für jede Schleifanwendung<br />
– abhängig von Werkstückgeometrie,<br />
Materialeigenschaften und Bearbeitungsanforderungen<br />
– die jeweils passende<br />
Spannstrategie definiert werden. Das<br />
ermöglicht eine bedarfsgerechte Auslegung<br />
der Spannkräfte und stellt sicher,<br />
dass Werkstücke stabil fixiert werden, ohne<br />
ihre Struktur zu beeinträchtigen. So schaffen<br />
die Spannlösungen von EMUGE die<br />
Grundlage für reproduzierbare Bearbeitungsergebnisse,<br />
minimierten Ausschuss<br />
und eine nachhaltig gesteigerte Prozessstabilität<br />
in der Schleiftechnik.<br />
Stabile Spannung für einen Rotor<br />
Ein aktuelles EMUGE Kundenprojekt aus<br />
der Pumpenindustrie zeigt, wie entscheidend<br />
die passende Spanntechnik für stabile<br />
Schleifprozesse ist. Für die Bearbeitung<br />
eines Rotors aus einer grafitbasierten<br />
Hartkohle-Legierung entwickelte EMUGE<br />
ein zweiteiliges Spannkonzept für die<br />
Spindel- und Reitstockseite der Maschine.<br />
Ziel war es, trotz sprödem Werkstoffverhalten<br />
hohe Haltekräfte zu realisieren, ohne<br />
das Werkstück zu beschädigen. In Versuchs -<br />
reihen wurde das Materialverhalten unter<br />
Planspannung analysiert und kritische<br />
Dreh momente ermittelt. Im automatisierten<br />
Prozess wird der Rotor robotergestützt<br />
zugeführt, präzise zentriert und anschließend<br />
mit Planlaufgenauigkeiten von bis zu<br />
0,005 mm geschliffen. Die Ausschussquote<br />
konnte so von rund 20 % auf nahezu null<br />
reduziert und die Prozesssicherheit deutlich<br />
gesteigert werden.<br />
Die EMUGE Spannbüchse SL kommt auch<br />
in Spannmitteln für Schleifanwendungen<br />
zum Einsatz und ermöglicht neben einem<br />
größeren Spannbereich auch eine<br />
Erhöhung der Lebensdauer<br />
Messehighlights<br />
Ein besonderes Highlight auf dem Messestand<br />
von EMUGE sind Spannmittel mit der<br />
patentierten, additiv gefertigten Spannbüchse<br />
SL, die sowohl bei der Herstellung<br />
von Verzahnungen als auch beim präzisen<br />
Spannen empfindlicher Lagerbüchsen zum<br />
Einsatz kommen kann. Zudem werden<br />
Spanndorne zum Schleifen von Verzahnungen<br />
und Nocken sowie Spannfutter<br />
zum Schleifen von Nocken, Ventilstößel,<br />
Zylinder oder Lagergehäuse präsentiert.<br />
MYTEC Spannmittel stehen für die dichtungslose,<br />
hydraulische Dehnspanntechnik,<br />
die insbesondere beim Spannen von<br />
Automobil- oder Luftfahrt-Komponenten<br />
eingesetzt wird. Eine Auswahl entsprechender<br />
Spannlösungen wird von MYTEC<br />
ebenfalls auf dem Messestand vorgestellt.<br />
Informationen: www.emuge-franken.com<br />
Innovationen für die Zukunft der Werkzeugproduktion<br />
WALTER zeigt auf der GrindingHub <strong>2026</strong><br />
ein breites Spektrum an Maschinen- und<br />
Softwarelösungen:<br />
ATP – Automated Tool Production:<br />
WALTERs umfassende Lösung für<br />
eine durchgängig automatisierte<br />
Werkzeugproduktion<br />
VISION LASER:<br />
Die neue Laserbearbeitungsmaschine<br />
auf Basis der bewährten<br />
WALTER VISION Technologie –<br />
für hochpräzise Laserbearbeitung<br />
von Werkzeugen<br />
HELICHECK NANO:<br />
Das Messsystem für die präzise<br />
Komplettvermessung kleinster Werkzeuge<br />
ab 0,1 mm Durchmesser<br />
Darüber hinaus werden weitere Maschinen<br />
aus den Bereichen Schleifen, Erodieren<br />
und Messen präsentiert. Außerdem können<br />
Besucher die bewährte Softwarelösung<br />
HELITRONIC TOOL STUDIO kennenlernen,<br />
das C.O.R.E. Panel als moderne,<br />
intuitive Maschinenbedienung erleben<br />
sowie das vielfältige Angebot an<br />
Customer Care Services von WALTER EWAG<br />
entdecken.<br />
Informationen: www.walter-machines.de<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 41
GrindingHub<br />
Schleifportfolio im Einstiegsbereich erweitert<br />
Der Schweizer Schleifspezialist<br />
Kellenberger zeigt auf der GrindingHub<br />
mit der KELLENBERGER K8 und der<br />
KELLENBERGER K10 zwei Neuheiten im<br />
Rundschleifen, die das Maschinenangebot<br />
für Einsteiger und kleinere Unternehmen<br />
deutlich erweitern.<br />
Kellenberger Rundschleifmaschinen<br />
zeich nen sich durch höchste Präzision,<br />
Prozesssicherheit, Produktivität und Flexibilität<br />
aus. Bisher reichte die Bandbreite für<br />
den engagierten Schleifer von der kostenund<br />
durchlaufzeitenoptimierten, energieeffizienten<br />
Universalrundschleifmaschine<br />
K10 über die flexibel konfigurierbare K100<br />
bis zur Königsklasse K1000 und VM1000.<br />
Alle Kellenberger Rundschleifkonzepte<br />
sind für den jeweiligen Einsatzbereich optimal<br />
konfiguriert und mit einer Vielzahl an<br />
Optionen erweiterbar.<br />
Mit der neuen Rundschleiflösung<br />
KELLENBERGER K8 bietet Kellenberger eine<br />
optimal konfigurierte Standardmaschine,<br />
bei der bewusst auf erweiterte Ausstattungsoptionen<br />
verzichtet wurde. Die K8<br />
wurde für Einsteiger und kleinere Unternehmen<br />
konzipiert, die eine preislich interessante<br />
Maschine suchen, ohne dafür auf<br />
die bewährte Kellenberger Spitzenqualität<br />
verzichten zu müssen.<br />
Zu dieser gehören die für einen erfolgreichen<br />
Schleifprozess nötige Stabilität<br />
und Steifigkeit, die durch das massive, aus<br />
einem Stück gegossene Maschinenbett<br />
gewährleistet wird. Dazu tragen auch die<br />
V-Flachführungen in der Z-Achse bei, die<br />
zur Vermeidung von Reibungsverlusten<br />
speziell beschichtet sind. Hochwertige<br />
Fagor Wegmesssysteme mit 0.05 μm Auflösung<br />
sorgen für höchste Genauigkeit<br />
während des Schleifprozesses.<br />
Die K8 ist ideal geeignet für die Schleifbearbeitung<br />
von Werkstücken in Kleinund<br />
Mittelserie.<br />
Mit Spitzenhöhe 200 und Spitzenweite<br />
1.000 sowie einem Schleifdurchmesser von<br />
380 mm max. deckt die K8 ein großes Teilespektrum<br />
ab. Der Schleifkopf kann mit<br />
einer Außenschleifscheibe und einer Innenschleifspindel<br />
bestückt werden. Die<br />
Fanuc-Steuerung 0i-TF und eine bedienerfreundliche<br />
Standardschleifsoftware für das<br />
Außen-, Innen- und Schulterschleifen<br />
sorgen für beste Schleifergebnisse. Die<br />
KELLENBERGER K8 hat – anders als die<br />
Baureihen K10, K100, K1000 und VM1000 –<br />
keine Laderschnittstelle. Die K8 wird über<br />
eine eigene Handelsstruktur vertrieben, in<br />
die auch das Servicenetz mit Kellenberger-<br />
Standard eingebunden ist.<br />
Neben der K8 kann die weiterentwickelte<br />
Universal-Rundschleifmaschine<br />
KELLENBERGER K10 mit neuen Features<br />
und einer vergrößerten Palette an Optionen<br />
punkten. Dazu gehört unter anderem<br />
eine aktive Längspositionierung, die eine<br />
präzise Positionskontrolle des Werkstücks<br />
beim Aussen-, Plan- und Innenschleifen<br />
ermöglicht.<br />
Die Besucher der GrindingHub erwartet<br />
zusätzlich die Vorstellung der neuen eigenen<br />
Komponentenfertigung. Kellenberger<br />
wird in Zukunft die maßgeblich für die vom<br />
Unternehmen geforderte Höchstpräzision<br />
unerlässlichen Maschinenkomponenten im<br />
Werk Goldach fertigen. Dazu gehören<br />
unter anderem Spindeln und Schleifköpfe.<br />
Informationen: www.kellenberger.com<br />
Neue Generation von Ölnebel- und Emulsionsabscheidern<br />
für die Metallbearbeitung<br />
Die auf der GrindingHub in Stuttgart präsentierte<br />
APEX-Serie basiert auf der bewährten<br />
Tellerseparationstechnologie von<br />
3nine und stellt einen weiteren Schritt dar,<br />
um die Behandlung von Ölnebel in Produktionsumgebungen<br />
zu vereinfachen,<br />
gleichzeitig die Luftqualität zu verbessern<br />
und die Betriebskosten zu senken.<br />
Im Gegensatz zu herkömmlichen Ölnebelabscheidern,<br />
die den Ölnebel in Filtern<br />
auffangen und häufige Filterwechsel erfordern,<br />
entfernen die Systeme von 3nine den<br />
Ölnebel mithilfe einer patentierten Separationstechnologie<br />
direkt aus der Luft.<br />
Dadurch wird es möglich:<br />
► Kühlschmierstoffe zurückzugewinnen<br />
und wiederzuverwenden<br />
► den Filterverbrauch deutlich<br />
zu reduzieren<br />
► dauerhaft saubere Luft in der<br />
Produktionsumgebung sicherzustellen<br />
und die Arbeitsbedingungen für<br />
Bediener zu verbessern<br />
Die APEX-Serie wurde als universelle<br />
Lösung entwickelt, die ein breites Spektrum<br />
an Bearbeitungsprozessen abdeckt –<br />
darunter anspruchsvolle Schleifprozesse,<br />
die Bearbeitung von Gusseisen sowie Anwendungen<br />
mit sowohl Emulsionen als<br />
auch reinem Öl.<br />
Auf der GrindingHub <strong>2026</strong> zeigt 3nine<br />
die beiden Modelle FREJA und VERA aus<br />
der APEX-Serie. FREJA bewältigt Luftvolumenströme<br />
von bis zu 1000 m³/h und eignet<br />
sich damit für größere und besonders<br />
anspruchsvolle Bearbeitungsprozesse.<br />
VERA ist für kleinere Maschinen und<br />
Anwendungen ausgelegt und verarbeitet<br />
Luftvolumenströme von bis zu 500 m³/h.<br />
Beide Modelle bieten:<br />
► 99,9 % Abscheidegrad bis zu<br />
1 Mikron vor dem Endfilter<br />
► ein automatisches Reinigungssystem<br />
(CIP) für eine konstant hohe Leistung<br />
bei minimalem Wartungsaufwand<br />
► Echtzeitüberwachung über eine<br />
LED-Anzeige, die Betriebsstatus und<br />
Filterzustand anzeigt<br />
Mit der APEX-Serie setzt 3nine seine Mission<br />
fort, das Ölnebelmanagement in der<br />
Metallbearbeitung zu vereinfachen und<br />
gleichzeitig sauberere, sicherere und nachhaltigere<br />
Arbeitsumgebungen zu schaffen.<br />
Informationen: www.3nine.com<br />
42 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
GrindingHub<br />
Universalschleifmaschinen für<br />
präzise Fertigungsaufgaben<br />
Die Universalschleifmaschinen der UG-<br />
Baureihe verbinden bewährte Schleiftechnologie<br />
mit einer kosteneffizienten<br />
Maschi nenbasis. Sie richten sich an Anwender,<br />
die eine ausgereifte Lösung für das Innen-,<br />
Außen- und Unrundschleifen suchen<br />
und keine Kompromisse bei Flexibilität,<br />
Präzision und Prozesssicherheit eingehen<br />
möchten.<br />
Die UG-Baureihe umfasst Maschinen mit<br />
Schleiflängen von 400 bis 1.500 mm. Diese<br />
Abstufung deckt unterschiedliche Anforderungen<br />
ab – von kompakten Werkstattmaschinen<br />
für den Werkzeugbau bis hin zu<br />
universellen Produktionslösungen für längere<br />
Wellen und komplexe Geometrien –<br />
egal ob zwischen Spitzen oder im Futter<br />
gespannt.<br />
Modellübersicht und Einsatzspektrum<br />
Die Baureihe gliedert sich in vier Varianten:<br />
UG 400 mit 400 mm Schleiflänge<br />
UG 630 mit 630 mm Schleiflänge<br />
UG 1000 mit 1.000 mm Schleiflänge<br />
UG 1500 mit 1.500 mm Schleiflänge<br />
Linearführungen in X- und Z-Achse,<br />
Servoantriebe mit Kugelumlaufspindeln<br />
und direktangetriebene Motorschleifspindeln<br />
bilden die technische Grundlage. Im<br />
Standard beträgt die Spitzenhöhe 175 mm<br />
und das maximale Werkstückgewicht<br />
120 kg (Modell UG 1000). Durch Zusatzausstattungen<br />
sind größere Spitzenhöhen<br />
und Werkstückgewichte möglich.<br />
Schleifspindelstock –<br />
Präzision durch Direktantrieb<br />
Der Schleifspindelstock ist mit direktangetriebenen<br />
Motorspindeln ausgestattet. Die<br />
Spindelleistung beträgt bis zu 11 kW. Durch<br />
den Verzicht auf einen Riementrieb entfallen<br />
Schwingungsquellen und das Drehmoment<br />
wird verlustfrei übertragen. Dies<br />
führt zu einer gleichmäßigen Kraftübertragung<br />
und reduziert Vibrationen während<br />
des Schleifvorgangs.<br />
Die automatisch schwenkbare B-Achse<br />
ermöglicht eine stufenlose Positionierung<br />
zwischen - 15 ° und + 225 ° mit einer<br />
Genauigkeit von 0,0005 °. Diese Präzision<br />
ist für das Plan- und Konturschleifen erforderlich,<br />
bei dem die exakte Winkelstellung<br />
der Schleifscheibe das Bearbeitungsergebnis<br />
bestimmt. Die erreichbare Umfangsgeschwindigkeit<br />
der Schleifscheibe beträgt<br />
50 m/s. Für die Innenbearbeitung werden<br />
Präzisionsschleifspindeln verwendet. Diese<br />
Spindeln zeichnen sich durch hohe Drehzahlen<br />
und eine robuste Lagerung mit Öl-<br />
Luft-Schmierung aus, die für das Innenschleifen<br />
kleiner Bohrungen erforderlich ist.<br />
Werkstückspindelstock –<br />
Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit<br />
Der Werkstückspindelstock ist mit Präzisions-Kegelrollenlagern<br />
ausgestattet, die<br />
eine hohe Steifigkeit gewährleisten. So<br />
wird eine Rundheitsgenauigkeit am Prüfwerkstück<br />
von 0,5 μm erreicht.<br />
Ein Schwenkbereich von 0 ° bis + 30 ° ermöglicht<br />
verschiedene Schleifstrategien<br />
für das Konusschleifen. Das Rüsten und<br />
die Positionierung des Werkstücks wird<br />
durch eine pneumatische Hebevorrichtung<br />
erleichtert. Auch können optional AE-Sensoren<br />
integriert werden, die den Kontakt<br />
zwischen Schleifscheibe und Werkstück<br />
erkennen und Leerlaufzeiten reduzieren<br />
Für das Unrund- und Gewindeschleifen<br />
steht optional eine Werkstückspindel mit<br />
C-Achse zur Verfügung. Die Werkstückspindel<br />
wird in diesem Fall als Motorspindel<br />
mit rotatorischer Positionierung ausgeführt.<br />
Dadurch sind synchronisierte Be wegungen<br />
zwischen dem Vorschub der<br />
Schleifspindel und der Rotation des Werkstücks<br />
möglich.<br />
Reitstock – Präzise Zentrierung<br />
beim Schleifen zwischen Spitzen<br />
Der Reitstock ist im Standard mit einer<br />
Pinole mit einem Durchmesser von 63 mm<br />
für MK4-Spitzen ausgestattet. Er läuft spielfrei<br />
in der Führung, was eine exakte Zentrierung<br />
des Werkstücks ermöglicht. Eine<br />
Feineinstellung von ± 40 μm erlaubt die<br />
Korrektur von Konusabweichungen und<br />
gewährleistet Rundlaufgenauigkeiten von<br />
weit unter einem Mikrometer.<br />
Zur Auswahl stehen manuelle oder<br />
hy draulische Betätigungssysteme. Die hy -<br />
draulische Variante beschleunigt den<br />
Werk stückwechsel, da die Pinole nach der<br />
Bearbeitung automatisch zurückgezogen<br />
wird. Ein integrierter Sensor überwacht<br />
den korrekten Sitz der Werkstückspitze<br />
und erhöht die Prozesssicherheit.<br />
Abrichtsysteme – konstante<br />
Schleifbedingungen sicherstellen<br />
Für unterschiedliche Anforderungen stehen<br />
verschiedene Abrichtsysteme zur Verfügung.<br />
Das Abrichten ist ein wesentlicher<br />
Bestandteil des Schleifprozesses, da die<br />
Geometrie und Schärfe der Schleifscheibe<br />
maßgeblich die Oberflächenqualität und<br />
Maßhaltigkeit bestimmen.<br />
Steuerung und Bedienung<br />
Die UG-Maschinen sind standardmäßig mit<br />
der FANUC 0i-TF CNC-Steuerung ausgestattet.<br />
Diese Steuerung bietet ein dialogorientiertes<br />
HMI, dass die Programmierung<br />
und Bedienung vereinfacht. Die Benutzerführung<br />
ist logisch strukturiert und häufig<br />
verwendete Funktionen sind direkt<br />
zugänglich.<br />
Informationen: www.emag.com<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 43
GrindingHub<br />
Verlässlicher Partner für die digitale Werkzeugfertigung<br />
Die Anforderungen an Unternehmen der<br />
Werkzeugfertigung haben sich in den<br />
vergangenen Jahren deutlich verschärft.<br />
Gleich zeitig wächst der Anspruch, Prozesse<br />
transparent, stabil und reproduzierbar zu<br />
gestalten – ohne dabei die notwendige<br />
Flexibilität der Fertigung zu verlieren.<br />
In diesem Spannungsfeld unterstützt die<br />
ISBE GmbH Werkzeughersteller seit vielen<br />
Jahren dabei Softwarelösungen zu schaffen,<br />
die industrielle Realität abbilden.<br />
Nähe zur Fertigung als Grundprinzip<br />
Die Lösungen von ISBE entstehen aus der<br />
Praxis heraus. Sie orientieren sich an realen<br />
Abläufen entlang der gesamten Wertschöpfungskette<br />
– vom Auftrag über die<br />
Fertigung bis zur Qualitätssicherung. Ziel ist<br />
es, Komplexität beherrschbar zu machen,<br />
ohne sie zu nivellieren. Varianten, Sonderprozesse<br />
und betriebsspezifische Regeln<br />
werden nicht umgangen, sondern strukturiert<br />
und transparent abgebildet. Statt isolierter<br />
IT-Werkzeuge stellt die ISBE flexible<br />
Softwarelösungen bereit, die bestehende<br />
Werkzeugschleifmaschinen, Messsysteme<br />
und ERP-Lösungen sinnvoll ergänzt. So<br />
entsteht ein durchgängiger Datenprozess,<br />
der operative Teams unterstützt.<br />
Produkte mit technischem<br />
Mehrwert für die<br />
Werkzeugfertigung<br />
Im Zentrum der ISBE-Lösungen steht nicht<br />
die klassische Prozessverfolgung, sondern<br />
die strukturierte Bereitstellung und Nutzung<br />
von Fertigungsdaten für Zerspanwerkzeuge<br />
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.<br />
Ziel ist es, technische<br />
Anforderungen konsistent vom Werkzeuganwender<br />
über die Fertigung bis hin zur<br />
Qualitätssicherung abzubilden und nutzbar<br />
zu machen.<br />
Ausgangspunkt bilden die Anforderungen<br />
des Endkunden: Geometrien, Toleranzen,<br />
Einsatzbedingungen oder standzeitrelevante<br />
Kriterien. Diese Informationen<br />
werden z.B. im ISBE TD Sketcher so aufbereitet,<br />
dass sie als belastbare Grundlage<br />
für die Auslegung des Werkzeugs dienen.<br />
Fertigung und Qualität arbeiten damit auf<br />
einer gemeinsamen, eindeutig definierten<br />
Datenbasis – unabhängig von Losgröße<br />
oder Variantenvielfalt.<br />
Darauf aufbauend unterstützt die ISBE<br />
die Bereitstellung der notwendigen Scheibendaten,<br />
Programme und beschreibenden<br />
Fertigungsinformationen. Statt implizitem<br />
Wissen oder verstreuten Einzelinformationen<br />
werden relevante Parameter<br />
struk turiert hinterlegt und kontextbezogen<br />
vefügbar gemacht. Das erhöht<br />
die Reproduzierbarkeit, reduziert Abhängigkeiten<br />
von Einzelpersonen und sorgt<br />
für stabile Fertigungsprozesse auch bei<br />
wechselnden Produkten.<br />
Ein weiterer zentraler Baustein ist die<br />
Auswertung von Mess- und Qualitätsdaten.<br />
Messergebnisse werden nicht isoliert<br />
betrachtet, sondern in direkten Bezug zu<br />
Werkzeuganforderungen und Fertigungsparametern<br />
gesetzt und an der Werkzeugmessmaschine<br />
bereitgestellt. Abweichungen<br />
lassen sich so gezielt analysieren und<br />
im laufenden Prozess kompensieren. Die<br />
Qualitätssicherung wird vom reinen Prüfpunkt<br />
zum aktiven Bestandteil der Fertigung.<br />
Für Entscheider in der Werkzeugfertigung<br />
entsteht dadurch ein klarer technischer<br />
Nutzen.<br />
Informationen: www.isbe.de<br />
Innovative Fertigung ultraharter Werkzeuge<br />
In einer modernen Produktion mit<br />
schwer zu bearbeitenden Materialien und<br />
hohen Qualitätsanforderungen gewinnen<br />
Werkzeuge aus ultraharten Schneidstoffen<br />
wie PKD, CVD, MKD und CBN zunehmend<br />
an Bedeutung. Anwender profitieren von<br />
op timalen Schnittgeschwindigkeiten, längeren<br />
Standzeiten und besseren Oberflächen.<br />
Die Bearbeitung dieser Schneidstoffe<br />
ist anspruchsvoller als die von konventionellen<br />
Hartmetallen, was die Entwicklung<br />
innovativer Fertigungslösungen für diese<br />
fortschrittlichen Werkzeuge vorantreibt.<br />
Auf der GrindingHub zeigt DMG MORI<br />
eine ganzheitliche Prozesskette, in der zunächst<br />
eine LASERTEC 12 SLM einen Fräskopf<br />
aus polykristallinem Diamant (PKD) im<br />
Pulverbett aufbaut. Die Fertigbearbeitung<br />
der Schneide erfolgt auf einer LASERTEC<br />
20 PrecisionTool mittels Laser.<br />
LASERTEC SLM<br />
Sowohl die LASERTEC 12 SLM als auch die<br />
größere LASERTEC 30 SLM 3. Generation<br />
fungieren als produktive Lösung für die<br />
additive Fertigung von Fräsköpfen im Pulverbett.<br />
Der entscheidende Vorteil gegenüber<br />
konventionellen Herstellungsverfahren<br />
liegt in den komplexen Geometrien, die<br />
das additive Verfahren realisiert. So lassen<br />
sich beispielsweise innenliegende Kühlkanäle<br />
integrieren, was eine optimale Wärmeabfuhr<br />
in der Bearbeitung mit ultraharten<br />
Schneidstoffen gewährleistet. Steuerungsseitig<br />
verfügen die LASERTEC SLM<br />
Maschinen über CELOS X mit easyAM.<br />
Damit sind die Pulverbettmaschinen einfach<br />
zu bedienen und zu warten. rePLUG<br />
Pulvermodule ermöglichen zudem einen<br />
schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen<br />
Materialien.<br />
LASERTEC 20 PrecisionTool<br />
Eine fortschrittliche Fertigbearbeitung der<br />
Schneidkanten bietet DMG MORI mit der<br />
LASERTEC 20 PrecisionTool. Schneidkanten<br />
verrundet die 5-achsige Lasermaschine ganz<br />
ohne Post Processing in einer Aufspan-<br />
nung mit einer Geschwindigkeit von bis zu<br />
5 mm/min bei 1,6 mm starkem PKD. Eine<br />
Vermessung des Hubverlaufs der Rundlaserfase<br />
sowie eine Individualisierung oder Anpassung<br />
sind auf der Maschine ebenfalls<br />
möglich. Die LASERTEC 20 PrecisionTool<br />
erzeugt Schneidkanten mit einer Schärfe<br />
von unter 1 µm sowie eine definierte<br />
Schneidkantenverrundung von 3 µm, 6 µm,<br />
9 µm und 15 µm. Negative Fasen sind ebenfalls<br />
möglich. Die prozesssichere Laserbearbeitung<br />
trägt zu einer hö heren Wirtschaftlichkeit<br />
bei, da sie die Standzeit der<br />
Werkzeuge um den Faktor 2,5 erhöht.<br />
Informationen: www.dmgmori.com<br />
44 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
GrindingHub<br />
Hartmetallrohlinge, ultraharte Schneidstoffe und<br />
moderne Prüf-und Richttechnologien<br />
Auf der GrindingHub <strong>2026</strong> in Stuttgart<br />
präsentiert die TIGRA GmbH ihr umfassendes<br />
Portfolio an präzisionsnahen Hartmetall-Rohlingen<br />
wie Preforms, Fräserrohlinge,<br />
Bestückungsplatten, Rund- und Flachstäbe<br />
sowie ultraharte Schneidstoffe aus PKD.<br />
Neu vorgestellt werden darüber hinaus moderne<br />
Qualitäts- und Richtsysteme für die<br />
Kreissägenprüfung und -bearbeitung.<br />
Präzisions-Preforms und<br />
Fräserrohlinge<br />
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt<br />
auf kundenspezifischen Preforms, die<br />
TIGRA gemäß Kundenzeichnung individuell<br />
fertigt. Die Rohlinge werden in anwendungsspezifischen<br />
Hartmetallsorten gepresst<br />
und endkonturnah ausgeformt, wodurch<br />
der nachgelagerte Schleif- und Erodieraufwand<br />
signifikant reduziert wird.<br />
Realisiert werden Preforms mit variablen<br />
Durchmessern, integrierten Plattensitzen,<br />
Funktionsflächen sowie axialen, radialen<br />
und helixförmigen Kühlkanalsystemen.<br />
Die Fertigung erfolgt auf hochautomatisierten,<br />
teils eigenentwickelten Produktionsanlagen<br />
mit mehrstufigen Qualitätskontrollen<br />
und optischer Prüfung. Moderne<br />
CAD/CAM-Prozesse, CNC-Dreh- und<br />
Fräsbearbeitung sowie anwendungsspezifische<br />
Hartmetallsorten mit optimierten<br />
Löt-, Zähigkeits- und Festigkeitseigenschaften<br />
ermöglichen die wirtschaftliche<br />
Herstellung sowohl von Einzelstücken<br />
(Losgröße 1) als auch von Großserien. Das<br />
Programm an Hartmetall-Fräserrohlingen<br />
umfasst Stäbe in verschiedenen Längen<br />
und Durchmessern mit unterschiedlichen<br />
radialen Kühlmittelaustritten.<br />
Rundstäbe und Flachstäbe<br />
Ergänzt wird das Preform-Programm durch<br />
ein breites Sortiment an Hartmetall-Rundstäben<br />
und Flachstäben, das sich wie folgt<br />
auszeichnet:<br />
→ rohe und geschliffene Rundstäbe (h5)<br />
→ metrische und inch-Abmessungen<br />
→ Rundstäbe mit geraden Kühlkanälen,<br />
Doppelhelix-Kühlkanälen und<br />
vorgeformten Geometrien<br />
→ in Standard- und anwendungsspezifischen<br />
Hartmetallsorten zur Bearbeitung<br />
von Graphit, Alu, NE-Legierungen und<br />
faserverstärktem Kunststoff sowie zur<br />
optimalen Zerspanung von Stählen<br />
und NE-Legierungen<br />
→ sehr feinkörnige, zähe Hartmetallsorte<br />
mit hervorragenden Eigenschaften<br />
beim Hochgeschwindigkeitsfräsen<br />
→ zur Bearbeitung von MDF, Spanplatte,<br />
Laminat, CFK, Flach- und Quadratstäbe<br />
in verschiedenen Abmessungen<br />
Schwermetall-Grundkörperrohlinge<br />
(TIGRAmet) in den wichtigsten<br />
Abmessungen<br />
Bestückungsplatten<br />
Im Bereich der PKD-Bestückung bietet<br />
TIGRA Bestückungsplatten als Rohlinge für<br />
Positiv- und Negativplatten in verschiedensten<br />
Typen, Formen, Winkeln, Toleranzen<br />
und Abmessungen – mit und ohne<br />
Plattensitze. Die Wendeplatten sind gezielt<br />
auf die spätere Bestückung mit ultraharten<br />
Schneidstoffen ausgelegt.<br />
PKD für anspruchsvolle Anwendungen<br />
Im Bereich der ultraharten Schneidstoffe<br />
präsentiert TIGRA PKD als Ronden und Segmente.<br />
Die PKD-Werkstoffe sind in applikationsspezifisch<br />
abgestimmten Sorten verfügbar,<br />
u. a. für:<br />
→ Feinschlichten und Finish-Bearbeitung<br />
→ Aluminiumlegierungen mit niedrigem<br />
und hohem Si-Gehalt<br />
→ universelle Anwendungen<br />
→ MDF, Spanplatte, Laminat, CFK<br />
→ Beton, Kalkstein und hochabrasive<br />
Werkstoffe<br />
→ verschleißintensive Anwendungen und<br />
schleifbare Verschleißteile<br />
TIGRAs Schnellservice für laser-geschnittene<br />
PKD-Segmente ermöglicht die Fertigung<br />
nach Zeichnung innerhalb von 3–5<br />
Arbeitstagen – mit und ohne Winkel, gereinigt,<br />
sicher verpackt und wirtschaftlich effi -<br />
zienter als klassische Drahtschneidverfahren.<br />
Hartmetall für die Holzbearbeitung<br />
Als Weltmarktführer für Wendeschneidplatten<br />
und Hartmetall-Blanketts zum Profilieren<br />
ist TIGRA seit Jahrzehnten ein technologischer<br />
Partner der Holzbearbeitungsindustrie.<br />
Zusammen mit dem breiten Programm<br />
an Hobelmessern präsentiert das<br />
Unternehmen optimierte Hartmetalllösungen<br />
in verschiedensten Abmessungen und<br />
Hartmetallsorten für Massivholz und abrasive<br />
Verbundmaterialien in Standard- und<br />
Sonderausführungen. Je nach Anwendung<br />
kommen verschleißfeste, feinkörnige oder<br />
besonders zähe Hartmetallsorten zum Einsatz.<br />
Ergänzt wird das Portfolio durch ein<br />
umfangreiches Programm an Hartmetallsägezähnen<br />
und Lötplatten.<br />
Maschinen-Neuentwicklungen<br />
für die Kreissägenfertigung<br />
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts<br />
sind zwei Maschinen-Neuentwicklungen,<br />
die TIGRA gemeinsam mit dem italienischen<br />
Partner Novotic präsentiert. Die<br />
Anlage Q800 dient der hochpräzisen Ebenheitsprüfung<br />
von Kreissägen und kombiniert<br />
pneumatische Spanntechnik mit<br />
hochauflösender Sensorik, Siemens-SPS-<br />
Steuerung und 21’’ HMI inklusive Novotic-<br />
Tensoflat-Software zur Messdatenerfassung<br />
und Berichtserstellung.<br />
Mit der P800 wird das Portfolio um eine<br />
Lösung zur Ebenheitskontrolle inklusive<br />
automatisierter Richthämmerung erweitert.<br />
Die Anlage verfügt über eine elektrisch<br />
betätigte Doppelhämmerstation,<br />
duale IO-Link-Messsensorik, AI-gestützte<br />
Richtfunktionen sowie umfangreiche Mo--<br />
dule zur Datenerfassung, Telediagnose und<br />
Systemintegration.<br />
Mit dieser Kombination aus präzisionsnahen<br />
Preforms und weiteren Hartmetallrohlingen,<br />
ultraharten Schneidstoffen und<br />
modernen Prüf- und Richtsystemen positioniert<br />
sich TIGRA als Systempartner für die<br />
Werkzeugindustrie.<br />
Informationen: www.tigra.de<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 45
GrindingHub<br />
„Engineering the Future of Grinding Technology“<br />
Unter dem Motto „Engineering the<br />
Future of Grinding Technology” zeigt Saint-<br />
Gobain Abrasives auf der GrindingHub<br />
<strong>2026</strong> seine innovativen Schleiflösungen,<br />
die Antworten auf aktuelle Herausforderungen<br />
und auf zukünftige Trends in der<br />
Industrie geben. Ein besonderes Highlight<br />
am Stand: gemeinsam mit dem Partner<br />
AV&R stellt Saint-Gobain Abrasives vor Ort<br />
eine Roboterzelle aus, die im Demobetrieb<br />
realistische Einblicke in automatisierte<br />
Schleifprozesse bietet. Besucher erhalten<br />
dabei detaillierte Informationen über die<br />
Anlage selbst sowie die passenden Schleifwerkzeuge<br />
und Prozesslösungen für automatisierte<br />
Anwendungen.<br />
Bearbeiten von hartbeschichteten<br />
Bremsscheiben für Euro-7<br />
Eines der aktuellsten und spannendsten<br />
Themen ist die ab November <strong>2026</strong> für neu<br />
typengenehmigte Pkw und ab Ende 2027<br />
für alle Neuzulassungen geltende Euro-7-<br />
Norm. Mit der Einführung dieser Norm werden<br />
strengere Grenzwerte für Feinstaub -<br />
emissionen vorgeschrieben. Das hat insbesondere<br />
Auswirkungen auf die Bremssysteme.<br />
Hersteller, Schleifmittellieferanten<br />
und Technologiepartner stehen dadurch<br />
vor neuen Herausforderungen, da innovative<br />
Werkstoffe und enge Normvorgaben<br />
eine präzise und wirtschaftliche Schleifbearbeitung<br />
der neuen hartbeschichteten<br />
Bremsscheiben erfordern. „Jetzt geht es<br />
darum, die Bremsscheiben so zu bearbeiten,<br />
dass sie der Norm zuverlässig<br />
entsprechen. Auf der GrindingHub<br />
zeigen wir aktuelle Lösungen, die individuell<br />
auf die Prozesse anpassbar sind“,<br />
erklärt Wilco Spierings, Vertriebsdirektor<br />
Engineering Markets Zentraleuropa bei<br />
Saint-Gobain Abrasives.<br />
Mehr Präzision und Produktivität<br />
beim Nutenschleifen<br />
Steigende Präzisionsanforderungen machen<br />
das Nutenschleifen von Hartme tall-<br />
Schaftwerkzeugen besonders anspruchsvoll.<br />
Mit der Diamantschleifscheibe<br />
Q-Flute PRIME bietet Norton Winter eine<br />
Lösung für höhere Produktivität, kürzere<br />
Zykluszeiten und geringere Kosten – dank<br />
bis zu 50 % höherer Profilhaltigkeit und<br />
deutlich längerer Standzeit. Ergänzend<br />
zeigt Saint-Gobain Abrasives auf der<br />
GrindingHub weitere Schleiflösungen für<br />
die Werkzeugbearbeitung, etwa zum<br />
Sägenschärfen.<br />
Norton AEROS – zuverlässige<br />
Präzision für die Luft- und Raumfahrt<br />
Als weiteres Messe-Highlight überzeugt<br />
Norton AEROS mit Präzision und Effizienz<br />
beim Schleifen temperaturempfindlicher<br />
Legierungen. Dank innovativer Technologien<br />
zeigt die leistungsstarke Schleifscheibe<br />
für die Luft- und Raumfahrt selbst bei<br />
anspruchsvollen Flach- und Tiefschleifanwendungen<br />
herausragende Ergebnisse.<br />
Die Scheibe wurde speziell für komplexe,<br />
auf hohe Präzision ausgelegte Anwendungen<br />
entwickelt und ermöglicht unter anderem<br />
eine niedrigere Rüstzeit, eine längere<br />
Standzeit sowie eine verbesserte Werkstückqualität<br />
und die Steigerung der<br />
Produktivität.<br />
Dual-Schleifschnecken<br />
für mehr Effizienz<br />
Wie sich Getriebebauteile noch besser und<br />
feiner schleifen lassen und das Abtragen<br />
und Polieren besonders effizient in nur<br />
einer Aufspannung erfolgen können, demonstriert<br />
Saint-Gobain Abrasives mit der<br />
Norton Xtrimium-Dual-Schleifschnecke.<br />
Das Schleifwerkzeug ist optimal auf die<br />
individuellen Prozessanforderung der Kunden<br />
ausgelegt. Dank der geteilten Schleiflösung<br />
entfallen Rüstarbeiten, die Produktionszeit<br />
verkürzt sich und die Qualität<br />
wird deutlich gesteigert. Am Messestand<br />
von Saint-Gobain Abrasives werden darüber<br />
hinaus weitere spannende Schleiflösungen<br />
für die Bearbeitung von Zahnradgeometrien<br />
zu finden sein.<br />
Schleiflösungen für höchste<br />
Präzision in der Medizintechnik<br />
Als innovationsstarker Partner der modernen<br />
Medizintechnik präsentiert Norton auf<br />
der GrindingHub prozessspezifische Hochleistungsschleiflösungen<br />
für höchste Anforderungen<br />
an Oberflächenqualität,<br />
Maßgenauigkeit und Prozesssicherheit. Das<br />
Portfolio deckt zentrale Anwendungen in<br />
der Bearbeitung medizinischer Implantate<br />
– etwa aus Titan, CoCr oder Edelstahl –<br />
ebenso ab wie die präzise Fertigung von<br />
Injektionsnadeln, bei denen engste Toleranzen,<br />
gratfreie Oberflächen und reproduzierbare<br />
Prozesse entscheidend sind.<br />
Als Systemanbieter unterstützt Norton<br />
Medizintechnikhersteller entlang der gesamten<br />
schleiftechnischen Prozesskette<br />
mit abgestimmten Lösungen, die hohe<br />
Wiederholgenauigkeit, lange Standzeiten<br />
und wirtschaftliche Prozesse ermöglichen.<br />
Informationen: www.saint-gobain.de<br />
46 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
GrindingHub<br />
Produktivität als Antwort auf volatile Märkte<br />
Innovation war noch nie so wichtig für<br />
die Wirtschaftlichkeit wie heute. Steigende<br />
Kosten für Vollhartmetall, anhaltender<br />
Wettbewerbsdruck und dynamische Marktanforderungen<br />
zwingen Werkzeughersteller<br />
dazu, ihre Produktionskapazitäten optimal<br />
zu nutzen. ANCA unterstützt dabei mit<br />
innovativen Produktionslösungen, die die<br />
Effizienz verbessern, Ausschuss reduzieren<br />
und die Präzision erhöhen.<br />
Komplexe Wendeschneidplatten<br />
effizient in die Produktion<br />
überführen<br />
ANCA präsentiert die MX7 ULTRA mit<br />
InsertsPRO – die leistungsstarke Softwarelösung<br />
für hochpräzises Schleifen von Profil-Wendeschneidplatten,<br />
die Einrichtungsvariationen<br />
und Kompensationsprobleme<br />
minimiert. InsertsPRO ermöglicht schnelles<br />
Einrichten präziser Schleifvorgänge durch<br />
parametrische Profil- und Freiflächendefinition<br />
mit integrierter 3D-Simulation für Ergebnisse<br />
auf Anhieb. Der innovative Inserts<br />
Wizard führt den Bediener durch Rohlingsdefinition,<br />
Profilimport und Scheibenauswahl<br />
– und generiert automatisch die optimale<br />
Schleifstrategie. Dank prozessnaher<br />
Rückmeldung und Korrektur reduzieren<br />
Hersteller Handhabungsaufwand, bündeln<br />
Arbeitsschritte und sichern stabile Qualität<br />
über die gesamte Charge – ideal für<br />
gemischte Fertigung mit häufigen Geometrieänderungen.<br />
Schneidkantenpräparation für<br />
Produktionsanforderungen<br />
Am ANCA Stand wird auch die Maschine<br />
EPX Stream Finish (EPX-SF) zu sehen sein,<br />
die für die prozesssichere Schneidkantenpräparation,<br />
Oberflächenfinishing und das<br />
Entgraten in einer Produktionsumgebung<br />
entwickelt wurde. Um die Qualität der<br />
Ergebnisse sicher zu stellen, biete die<br />
EPX-SF Transparenz und Konsistenz für<br />
sichere, hochwertige Beschichtungsergebnisse<br />
und höhere Werkzeugstandzeiten,<br />
die immer wichtiger werden.<br />
ANCA wird zeigen, wie ein strukturierter,<br />
rückverfolgbarer Arbeitsablauf Herstellern<br />
hilft, Ergebnisse zu standardisieren<br />
und gleichzeitig das Prozess-Know-how im<br />
eigenen Haus zu behalten.<br />
InsertsPRO, das Softwarepaket von ANCA zum Schleifen von Wendeschneidplatten,<br />
ermöglicht Herstellern von Schneidwerkzeugen den unkomplizierten Einstieg in die<br />
Wendeschneidplattenfertigung durch fortschrittliche Simulation, Automatisierung<br />
und optimierte Funktionen<br />
Mehr Schleifleistung<br />
ohne größeren Platzbedarf<br />
Zu den Highlights in Stuttgart zählt die<br />
FX7 ULTRA mit der neuen 3.000 U/min Spindel<br />
– das entspricht einer bis zu fünfmal<br />
höheren Drehzahl gegenüber herkömmlichen<br />
Konfigurationen mit 600 U/min.<br />
Für Hersteller, die eine breite Palette von<br />
Werkzeugen produzieren, ist die Spindeldrehzahl<br />
bei kleineren zylindrischen Merkmalen<br />
oft der entscheidende limitierende<br />
Faktor für hochwertige Oberflächen und<br />
wirtschaftliche Stückkosten. Die schnellere<br />
Spindel beseitigt diesen Engpass, indem<br />
sie höhere Oberflächengüten und kürzere<br />
Zykluszeiten ermöglicht.<br />
Darüber hinaus erweitert das Upgrade<br />
den Fertigungsumfang, indem Schälschleifen<br />
und Werkzeugschleifen in einer<br />
einzigen Aufspannung kombiniert werden<br />
können. Dadurch lassen sich Rüstaufwände<br />
reduzieren und die gesamte Werkzeugfertigung<br />
mit höherer Gleichmäßigkeit und<br />
besserem Durchsatz gestalten.<br />
Auf diese Weise können Hersteller die<br />
Leistung bei gleicher Maschinenstellfläche<br />
steigern und die Kosten pro Werkzeug<br />
senken, ohne die Präzision zu<br />
beeinträchtigen.<br />
MicroX ULTRA – speziell für die<br />
Mikro-Werkzeugfertigung entwickelt<br />
Besucher können ANCA-Experten treffen<br />
und anhand von Schleifergebnissen die<br />
Leistungsfähigkeit der MicroX ULTRA begutachten.<br />
Mit einer Steuerung mit Nanometerauflösung,<br />
„ANCA Machine Intelligence“<br />
und einer optimierten Kinematik,<br />
die die Schleifwege in der 5-Achsen-Interpolation<br />
verkürzt, erzielt die Maschine eine<br />
höhere Oberflächenqualität und Werkzeugqualität.<br />
Die doppelseitige Schleifspindel<br />
ermöglicht einen schnelleren<br />
Scheibenwechsel und reduziert so die<br />
Zykluszeit pro Werkzeug weiter.<br />
ToolRoom Standard bietet einen großen<br />
Bereich an Mikro-Werkzeuggeometrien,<br />
das Zusatzmodul CIM3D auf der Maschine<br />
ermöglicht die integrierte Überprüfung des<br />
Schleifprogramms, während In-Prozess-Messung<br />
und -Kompensation, MotorTemperature<br />
Control (Spindel-Wärmekompensation)<br />
und ein isoliertes Schleifmaschinen-Design<br />
die thermische und Vibrationsstabilität erhöhen<br />
– was zu geringeren Ausschussraten,<br />
kürzeren Aufwärmzeiten und einer besser<br />
vorhersagbaren Leistung im anspruchsvollen<br />
Mikro-Werkzeugsegment führt.<br />
Informationen: www.anca.com<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 47
GrindingHub<br />
Ressourceneffizienz durch modulares Abrichtsystem<br />
Mit dem ECO-Wechselsystem für<br />
Abrichtscheiben bietet die DR. KAISER<br />
Diamantwerkzeuge GmbH & Co. KG eine<br />
Lösung für die moderne Schleiftechnik,<br />
die aktuelle Forderungen nach Kosteneffizienz<br />
und Nachhaltigkeit mit höchster<br />
Präzision vereint. Die modulare Bauweise<br />
ermöglicht den einfachen Austausch von<br />
Abrichtbelägen bei mehrfacher Nutzung<br />
des Trägerkörpers. Somit markiert das System<br />
den Übergang vom klassischen Einweg-Werkzeug<br />
hin zu einer nachhaltigen<br />
Kreislaufwirtschaft im Management für<br />
Abrichtwerkzeuge.<br />
Präzision durch technische Trennung<br />
Der technologische Kern des ECO-Systems<br />
liegt in der Trennung von langlebigem Trägerkörper<br />
und der eigentlichen Funktionsschicht,<br />
dem Diamantbelag. Während bei<br />
herkömmlichen Verfahren oftmals das gesamte<br />
Werkzeug ersetzt werden muss,<br />
erlaubt die modulare Bauweise des ECO-<br />
Systems den gezielten Austausch der verschlissenen<br />
Belagringe. Diese Trennung<br />
hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die<br />
Genauigkeit: DR. KAISER stellt bei jeder<br />
Wiederbelegung die identische Toleranz<br />
und Laufgenauigkeit der Erstauslieferung<br />
sicher. Damit bleibt die Prozessstabilität,<br />
insbesondere beim Abrichten hochharter<br />
CBN- und Diamantschleifmittel, vollständig<br />
erhalten.<br />
Effizienz im Prozessverlauf<br />
Besonders wirkungsvoll erweist sich das<br />
System in Kombination mit imprägnierten<br />
Abrichtbelägen. Diese sind speziell für das<br />
Konditionieren keramisch gebundener<br />
CBN- und Diamantschleifscheiben ausgelegt<br />
und zeichnen sich durch einen selbstschärfenden<br />
Effekt aus. In der Praxis führt<br />
dies zu einer konstant hohen Schnittigkeit<br />
der Schleifscheibe über die gesamte<br />
Einsatzdauer. Das ECO-Wechselsystem beschleunigt<br />
hierbei die logistischen Abläufe:<br />
Durch die Bevorratung standardisierter<br />
Belagringe verkürzen sich die Lieferzeiten<br />
massiv. Anwender haben zudem die<br />
Wahl, den Austausch als Komplettservice<br />
im Werk in Celle durchführen zu lassen<br />
oder den Wechsel mithilfe des ECO-Tool-<br />
Sets direkt vor Ort in der eigenen Fertigung<br />
vorzunehmen.<br />
Nachhaltigkeit als<br />
wirtschaftlicher Vorteil<br />
Der Nutzen ist ökologisch wie ökonomisch<br />
messbar. Durch die Mehrfachverwendung<br />
der präzisen Trägerkörper lassen sich bis zu<br />
80 % des Materials gegenüber einer Neuanschaffung<br />
einsparen. Dieser reduzierte<br />
Ressourceneinsatz schlägt sich bereits ab<br />
der ersten Wiederbelegung in sinkenden<br />
Werkzeugkosten nie der. Damit liefert das<br />
ECO-System eine Antwort auf den steigenden<br />
Kostendruck und unterstützt gleichzeitig<br />
die CO2-Bilanz moderner Industriebetriebe<br />
durch reduzierte Logistikwege<br />
und einen minimierten Rohstoffverbrauch.<br />
Informationen: www.drkaiser.de<br />
Messtechnik mitten in der Produktion<br />
Wie sich optische 3D-Messtechnik direkt<br />
in industrielle Fertigungsprozesse integrieren<br />
lässt, zeigt Bruker Alicona gemeinsam<br />
mit der Firma OTEC Präzisionsfinish auf der<br />
GrindingHub <strong>2026</strong> in Stuttgart. Dort präsentiert<br />
die bewährte Streamfinish-Anlage<br />
von OTEC einen durchgängigen, automatisierten<br />
Prozess für die selektive und definierte<br />
Schneidkantenpräparation – inklusive<br />
integriertem Bruker Alicona Sensor,<br />
der einen Closed-Loop ermöglicht. Im<br />
Mittelpunkt des Messeauftritts steht dabei<br />
ein klarer Trend in der Fertigung: Messtechnik<br />
wandert zunehmend aus dem<br />
Messraum in die Produktion selbst.<br />
Automatisierte<br />
Schneidkantenpräparation mit<br />
integrierter 3D-Messtechnik<br />
Ein Highlight am Messestand ist die automatisierte<br />
Streamfinish-Maschine des Präzisionsfinish-Spezialisten<br />
OTEC, in die der<br />
SensorX von Bruker Alicona integriert ist.<br />
Die auf der GrindingHub präsentierte Anlage<br />
zeigt einen automatisierten Gleitschleif-Prozess<br />
zur selektiven Schneidkantenpräparation.<br />
Die Streamfinish-Technologie<br />
ermöglicht Prozesszeiten von unter<br />
einer Minute. Ein Taktantrieb erlaubt die<br />
gezielte Bearbeitung einzelner Kanten<br />
und Flächen, insbesondere bei asymmetrischen<br />
Werkzeugen. Die Prozesse werden<br />
individuell an die Anforderungen der Kunden<br />
angepasst, um optimale Ergebnisse zu<br />
erzielen. OTEC hat hierfür die Streamfinish-<br />
Serie überarbeitet und neu gedacht.<br />
Der Ablauf erfolgt vollständig<br />
automatisiert:<br />
Zunächst werden die Werkstücke über eine<br />
robotergestützte Prozessführung in den kompaktesten<br />
Behälter der OTEC Streamfinish-<br />
Serie eingetaucht und exakt positioniert.<br />
Anschließend erfolgt die definierte Bearbeitung<br />
der Schneidkante, bei der je nach<br />
Kundenbedarf gezielte Schneidkantenverrundungen<br />
von 5 – 100 µm erzeugt werden<br />
können. Diese kontrollierte Kantenpräparation<br />
verbessert unter anderem Spanbildung,<br />
Werkzeugstandzeit und Prozessstabilität<br />
in der Zerspanung.<br />
Im nächsten Schritt kommt die<br />
optische Messtechnik ins Spiel:<br />
Der integrierte SensorX vermisst die<br />
Schneidkante berührungslos in 3D und<br />
erfasst präzise Parameter wie Kantenverrundung,<br />
Geometrie und Oberflächenstruktur.<br />
Die Messdaten werden anschließend<br />
direkt in den Prozess zurückgeführt. Dadurch<br />
entsteht ein Closed-Loop-System,<br />
48 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong>
GrindingHub<br />
das Bearbeitung und Qualitätskontrolle<br />
miteinander verbindet und Abweichungen<br />
automatisch erkennt und kompensiert.<br />
Gerade bei Schneidkantenverrundungen<br />
im Bereich von 5 bis 100 µm entscheidet<br />
die Präzision über Werkzeugperformance<br />
und Standzeit. Durch die Kombination<br />
aus automatisierter Bearbeitung und<br />
integrierter optischer Messtechnik ist eine<br />
100 %ige Prüfung möglich. Die modular<br />
erweiterbare Lösung von OTEC ist dabei<br />
ein wichtiger Schritt in Richtung einer<br />
selbstoptimierenden Maschine.<br />
SensorX:<br />
OEM-Messtechnik für die<br />
Maschinenintegration<br />
FocusX Schaftwerkzeug<br />
Mit SensorX hat Bruker Alicona einen Sensor<br />
entwickelt, der speziell für die Integration<br />
in Maschinen und automatisierte Produktionsanlagen<br />
konzipiert wurde. Die kompakte<br />
Sensoreinheit basiert auf der bewährten<br />
Advanced Focus-Variation Technologie<br />
und ermöglicht hochauflösende<br />
optische 3D-Messungen direkt innerhalb<br />
der Maschine. Maschinenhersteller können<br />
damit Messtechnik direkt in ihre Anlagen<br />
integrieren – etwa in Schleifmaschinen,<br />
Automationszellen, Robotiksysteme oder<br />
Fertigungslinien. Das ermöglicht neue<br />
Formen der Inline-Qualitätskontrolle und<br />
Prozessregelung.<br />
Informationen: www.alicona.com<br />
Erster Messeauftritt als<br />
Winterthur Technology Group<br />
Nach der Trennung von 3M präsentiert<br />
sich der ehemalige Geschäftsbereich<br />
Precision Grinding & Finishing (PG&F),<br />
der nun unter dem Namen Winterthur<br />
Technology Group firmiert, erstmals unter<br />
neuer Marke auf der GrindingHub in<br />
Stuttgart. Dort stellt das Unternehmen<br />
neue Technologien für industrielle Schleifprozesse<br />
vor.<br />
Neue Impulse für konventionelle<br />
Schleifprozesse<br />
Mit der etablierten 3M Cubitron Technologie<br />
zeigt PG&F Lösungen, die durch präzise<br />
geformte Schleifkörner einen konstanten<br />
Materialabtrag ermöglichen und gleichzeitig<br />
Prozessstabilität und Standzeit verbessern.<br />
Auch lassen sich die steigenden<br />
Anforderungen an die Oberflächenfeinheit<br />
in der Elektromobilität mit den Spezifikationen<br />
der Nano Serie zuverlässig erfüllen.<br />
Diese wurden speziell für moderne Getriebekomponenten<br />
und E-Drive Anwendungen<br />
entwickelt und sorgen für eine verbesserte<br />
Oberflächenqualität bei reduziertem<br />
Schleifdruck. Darüber hinaus präsentiert<br />
das Unternehmen Neuentwicklungen bei<br />
konventionellen Schleifscheiben. Für Standard-Anwendungen<br />
im Rund- und Flachschleifen<br />
mit klar definierten, allgemeinen<br />
Anforderungen führt PG&F ein lagergeführtes<br />
Produktprogramm ein. Die schnelle<br />
Verfügbarkeit für den täglichen Einsatz<br />
bei konstanter Qualität und attraktivem<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis stehen hier im<br />
Vordergrund.<br />
Fortschritte bei Superabrasives<br />
und additiver Fertigung<br />
Ein weiteres Highlight sind Fortschritte im<br />
Bereich der 3D-basierten Fertigung von<br />
Schleifwerkzeugen. Nach der Etablierung<br />
im Innenrundschleifen und einem Kapazitätsausbau<br />
im Jahr 2025 fokussiert PG&F<br />
nun die Anwendungsbereiche Doppelseitenplanschleifen<br />
und Außenrundschleifen.<br />
Durch den digital gesteuerten schichtweisen<br />
Aufbau ermöglichen diese additiv<br />
hergestellten Werkzeuge eine optimierte<br />
Körnungs- und Porenverteilung, inklusive<br />
neuer Designmerkmale wie integrierte<br />
Kühlkanäle und anpassbare Schlitze. Diese<br />
skalierbare Technologieplattform unterstützt<br />
maßgeschneiderte Lösungen für<br />
verschiedene Schleifprozesse – verbessert<br />
die Effizienz, verlängert die Standzeit und<br />
Detailansicht der additiv gefertigten<br />
Struktur einer 3M präzisionsstrukturierten<br />
keramischen CBN Plan- und<br />
Feinschleifscheibe 1TVP<br />
eröffnet neue Möglichkeiten beim Rundund<br />
Planschleifen. Kundenerfahrungen<br />
beim Doppelseitenplanschleifen zeigen<br />
beispielsweise, dass präzisionsstruktu -<br />
rierte CBN-Schleifscheiben den Schleifdruck<br />
deutlich senken und gleichzeitig<br />
längere Standzeiten erreichen.<br />
Informationen:<br />
www.3m.de/schleifsysteme<br />
<strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong> 49
50 <strong>dihw</strong> 18, <strong>Nr</strong>. 2 · <strong>2026</strong><br />
Terminvorschau (Stand 11.3.<strong>2026</strong>) Impressum<br />
05. – 08. Mai <strong>2026</strong><br />
GrindingHub, Stuttgart<br />
Alles rund um Schleiftechnik<br />
weitere Informationen: www.grindinghub.de<br />
05. – 07. Mai <strong>2026</strong><br />
SurfaceTechnology GERMANY, Stuttgart<br />
Internationale Fachmesse für Oberflächentechnik<br />
weitere Informationen: www.surface-technology-germany.de<br />
17. – 18. Juni <strong>2026</strong><br />
Weiterbildungsseminar „Werkzeugschleifen“, Tuttlingen<br />
Innovative Abricht- und Schleif-Strategien und Optimierungen<br />
weitere Informationen: www.ksf-hfu.de<br />
17. – 20. Juni <strong>2026</strong><br />
Stone+tec, Nürnberg<br />
Int. Fachmesse Naturstein und Steintechnologie<br />
weitere Informationen: www.stone-tec.com<br />
30. Juni – 02. Juli <strong>2026</strong><br />
FILTECH, Köln<br />
Platform For The Global Filtration Industry<br />
weitere Informationen: www.filtech.de<br />
15. - 19. September <strong>2026</strong><br />
AMB, Stuttgart<br />
Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung<br />
weitere Informationen: www.messe-stuttgart.de<br />
22. - 25. September <strong>2026</strong><br />
Weiterbildungsseminar „Schleif- und Abricht-Technologie“, Tuttlingen<br />
Theorie und Praxis in kleinen Gruppen<br />
weitere Informationen: www.ksf-hfu.de<br />
05. – 06. Oktober <strong>2026</strong><br />
Schweizer Schleif-Symposium, Zürich<br />
Neueste Innovationen und Visionen rund um die Schleif- und Abrichttechnik<br />
weitere Informationen: https://sss<strong>2026</strong>.inspire.ch<br />
14. - 15. Oktober <strong>2026</strong><br />
Seminar Prozess-, Werkzeug- und Maschinenanalyse, Dortmund<br />
Einführung in die jeweilige Thematik und praktische Umsetzung<br />
an der Werkzeugmaschine<br />
weitere Informationen: www.isf.mb.tu-dortmund.de<br />
20 - 23. Oktober <strong>2026</strong><br />
glasstech, Düsseldorf<br />
International Trade Fair For Glass Production | Processing | Products<br />
weitere Informationen: www.glasstec.de<br />
ISSN 1868-4459<br />
ZKZ 30498<br />
Publisher<br />
Benno Keller<br />
+49-(0)911-2018 200<br />
keller@harnisch.com<br />
Redaktion<br />
Eric Schäfer<br />
+49-(0)911-504 98 82<br />
eric.schaefer@harnisch.com<br />
Verlag<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />
Eschenstraße 25<br />
90441 Nürnberg<br />
Tel: +49-(0)911-2018 0<br />
Fax: +49-(0)911-2018 100<br />
Geschäftsleitung<br />
Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />
Benno Keller<br />
<strong>dihw</strong>-info@harnisch.com<br />
www.harnisch.com/<strong>dihw</strong><br />
Objektleitung<br />
Christiane Ebner<br />
+49-(0)911-2018 260<br />
ebner@harnisch.com<br />
Mediaberatung (D, A, CH)<br />
Thomas Mlynarik<br />
+49-(0)911-2018-165<br />
+49-(0)9127-902 346<br />
Mobil: +49-(0)151-548 181 81<br />
mlynarik@harnisch.com<br />
Mediaberatung (Europa)<br />
Britta Steinberg<br />
+49-(0)911-2018-275<br />
steinberg@harnisch.com<br />
Mediaberatung (USA, Kanada)<br />
Steve Max<br />
+1-(0)215-284 87 87<br />
steve.max@harnisch.com<br />
Erscheinungsweise<br />
4 x jährlich<br />
Jahresabonnement<br />
Inland 50 € + 8 € Versandkosten<br />
(zzgl. gesetzlicher MwSt.).<br />
Ausland 50 € + 12 € Versandkosten<br />
Druck<br />
Akontext s.r.o.<br />
Beranových 65<br />
199 00 PRAHA 9<br />
Czechia<br />
Die in diesem Magazin enthaltenen<br />
Beiträge einschließlich der Abbildungen<br />
unterliegen dem Urheberrechtsgesetz.<br />
Eine Verwendung ohne Zustimmung<br />
des Verlages ist unzulässig und wird<br />
strafrechtlich verfolgt. Dieses gilt für jede<br />
erdenkliche Form der Vervielfältigung.<br />
Sonder- und Nachdrucke können gerne<br />
auf Anfrage bestellt werden. Artikel, die<br />
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geben nicht unbedingt die Meinung der<br />
Redaktion wieder. Unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte werden nicht zurückgeschickt.<br />
Wird ein Manuskript von der Redaktion<br />
angenommen, gehen Verlags- und<br />
Urheberrecht sowie sämtliche Rechte zur<br />
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Verlag über. Die Redaktion übernimmt<br />
bezüglich in diesen Beiträgen dargelegter<br />
Sachverhalte keine Haftung<br />
Copyright © <strong>2026</strong><br />
Dr. Harnisch Publications
Unternehmensverzeichnis<br />
3M Deutschland GmbH/Winterthur Technology Group 49<br />
3nine AB 42<br />
Aerotech, Inc 10<br />
AFAG 17<br />
ANCA Pty LTD 47<br />
Boehlerit GmbH & Co. KG 19<br />
Bruker Austria GmbH 48<br />
Carl Benzinger GmbH 32<br />
CERATIZIT S.A. 20<br />
COSCOM Computer GmbH 11<br />
DMG MORI 44<br />
DR. KAISER DIAMANTWERKZEUGE GmbH & Co. KG 48<br />
EMAG Systems GmbH 43<br />
EMUGE-FRANKEN 41<br />
FDWF 16<br />
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen<br />
und Umformtechnik IWU 18<br />
GrindingHub 29, 36<br />
HAINBUCH GMBH SPANNENDE TECHNIK 12<br />
Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH 30<br />
Helmut Nebeling / Universität Reutlingen 26<br />
HUFSCHMIED Zerspanungssysteme GmbH 20<br />
Ingersoll Werkzeuge GmbH 22<br />
ISBE GmbH 44<br />
ISCAR Ltd. 33<br />
KAPP GmbH & Co. KG 35<br />
Kellenberger Machines Holdings GmbH 42<br />
Lach Diamant Jakob Lach GmbH & Co. KG 6<br />
Leitz GmbH & Co. KG 24<br />
LMT Tools GmbH & Co. KG 23<br />
Mahr GmbH 14<br />
MAPAL Dr. Kress SE & CO. KG 14<br />
Mitsubishi Materials Corporation 12<br />
Mitutoyo Corporation 13<br />
NanoCoolant GmbH 38<br />
NTK CUTTING TOOLS CO., LTD. 25<br />
Rodriguez GmbH 38<br />
RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG GmbH 39<br />
Saint-Gobain Deutschland 46<br />
Schweizer Schleifsymposium 15<br />
Sorma S.p.A. 24<br />
TIGRA GmH 45<br />
Veranstalter ist Deutsche Messe 17<br />
VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH 40<br />
Walter AG 13<br />
Walter Maschinenbau GmbH 41<br />
Inserentenverzeichnis<br />
AFAG 29<br />
FILTECH 25<br />
Finzler, Schrock & Kimmel GmbH 21<br />
GrindingHub 3<br />
INGERSOLL WERKZEUGE GMBH 17<br />
ISCAR Ltd. 15<br />
KAPP GmbH & Co. KG 11<br />
KEMPF GmbH 23<br />
Lach Diamant Jakob Lach GmbH & Co. KG<br />
Titel<br />
Liebherr-Verzahntechnik GmbH 13<br />
MKU®-Chemie GmbH 51<br />
VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH 19
GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />
GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />
DE 1/25<br />
Wasserstoff und Prozesstechnik<br />
Energie- und Wärmenetzwerke Speichertechnik<br />
Kreislaufwirtschaft Ressourcen Logistik<br />
Die unabhängige Medienplattform<br />
für Energieversorgung, Effizienzsteigerung<br />
und alternative Energieträger und -speicher<br />
Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />
Prozesstechnologie<br />
EFFICIENCY EFFICIENCY<br />
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Unabhängiges Fachmagazin für richtungsweisende Technologien<br />
Kreislaufwirtschaft im industriellen<br />
Produktionsprozess<br />
Themenbereiche H 2<br />
, Synthetische<br />
Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,<br />
Windkraft, Bioenergie, Geothermie,<br />
Batterietechnologie, Systemintegration<br />
und weitere Alternativmöglichkeiten<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstraße 25 · 90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0 · info@harnisch.com · www.harnisch.com