22.04.2026 Aufrufe

food TECHNOLOGIE 2/2026

Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.

Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

37. Jahrgang · ISSN 1616-2323 · ZKZ30360 · www.<strong>food</strong>-technologie.de<br />

2· <strong>2026</strong> APRIL<br />

Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung<br />

INGREDIENTS<br />

Nachhaltiger Produzieren<br />

und Kosten langfristig<br />

senken – Natürliche<br />

Alternativen zu Kakao<br />

und Haselnusspaste<br />

VERFAHRENSTECHNIK<br />

Insekten als Proteinquellen<br />

der Zukunft?<br />

Mit Aminosäureanalytik<br />

optimale Herstellungsverfahren<br />

identifizieren<br />

MESSEN<br />

Neuheiten auf der<br />

interpack <strong>2026</strong><br />

in Düsseldorf<br />

VERPACKUNG<br />

2D Code Migration – von<br />

der Vision zur Realität:<br />

Versteckte Fallstricke<br />

beim Umstieg vermeiden<br />

2<br />

TITELTHEMA<br />

hohe Ansprüche an Zukunftsfähige<br />

Lebensmittelverpackungen<br />

Neuheiten auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf


Die wichtigste Zutat<br />

für Ihren Prozess?<br />

Eine Prise Perfektion.<br />

Viele Köche verderben den Brei. Deshalb legt unsere Messtechnik für Füllstand und Druck den Fokus auf das Wesentliche:<br />

Zuverlässigkeit, Effizienz und messerscharfe Präzision. Mit neuester Technologie bekommen Sie immer und überall die Werte,<br />

die Sie brauchen. Damit Sie sich ganz auf Ihr persönliches Erfolgsrezept konzentrieren können.<br />

Alles wird möglich. Mit VEGA.<br />

vega.com


Sebastian Martinek,<br />

Objektleiter<br />

Düsseldorf – Schaufenster<br />

der Verpackungswelt<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

die interpack <strong>2026</strong> ist für die Lebensmittelindustrie<br />

ein wichtiger Treffpunkt, wenn es um Processing,<br />

Packaging und zukunftsfähige Produktion<br />

geht. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Produktqualität,<br />

Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit<br />

miteinander verbinden.<br />

Dass smartere Verpackung in der Lebensmittelindustrie<br />

längst Realität wird, zeigt dieses Heft<br />

an mehreren Stellen. So geht es um nachhaltige,<br />

recyclingfähige Materialien, digitale Kennzeichnung<br />

und Verpackungen, die nicht nur schützen,<br />

sondern auch Informationen transportieren. Hinzu<br />

kommen Systeme zur Gewichtskontrolle, Fremdkörperdetektion<br />

und Prozessüberwachung, die Verpackungsprozesse<br />

sicherer und effizienter machen.<br />

Auch die Verbindung von Verpackung und Qualitätssicherung<br />

wird deutlich. Automatisierte Prüfungen,<br />

smarte Sensorik und präzise Codierung<br />

sorgen dafür, dass Produkte zuverlässig erfasst,<br />

dokumentiert und bis zum Ende der Linie kontrolliert<br />

werden. Damit wird Verpackung immer<br />

CM<br />

mehr zum aktiven Bestandteil der Produktions-<br />

MY<br />

und Qualitätsstrategie.<br />

Auch die Redaktion der Food Technologie wird auf<br />

CMY<br />

der interpack <strong>2026</strong> vor Ort sein, um sich selbst K<br />

ein Bild von den jüngsten Entwicklungen der<br />

Branche zu machen. Wir freuen uns darauf, mit<br />

Ausstellern und Fachbesuchern ins Gespräch zu<br />

kommen, neue Technologien kennenzulernen und<br />

die Trends einzufangen, die die Lebensmittelverarbeitung<br />

und Verpackung in den kommenden<br />

Jahren prägen werden. Bleiben Sie gespannt –<br />

in unseren nächsten Ausgaben berichten wir, wohin<br />

die Reise geht.<br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CY<br />

OPTIMAL<br />

A LL E S. LÄ U FT.<br />

Es grüßt Sie herzlich<br />

HOCHLEISTUNGS-<br />

SCHMIERSTOFFE<br />

made in Germany<br />

www.addinol.de


INGREDIENTS<br />

Sichere ARA-Öle für Infant Formula – Elimination<br />

eines hochstabilen Toxins<br />

Reduktionsstudien zur Entfernung von Cereulid-Kontaminationen<br />

im Raffinationsprozess<br />

Nachhaltiger Produzieren und Kosten langfristig senken<br />

Natürliche Alternativen zu Kakao und Haselnusspaste<br />

Seite<br />

6 – 8<br />

10 – 11<br />

VERFAHRENSTECHNIK<br />

Seite<br />

PROZESSTECHNIK<br />

Gemeinsam die Zukunft nutrazeutischer Kapseln gestalten<br />

ABJ alive begegnet wachsenden Marktanforderungen<br />

mit GKF Capsylon Serie von Syntegon<br />

Insekten als Proteinquellen der Zukunft?<br />

Mit Aminosäureanalytik optimale Herstellungsverfahren<br />

identifizieren<br />

Mischen unter Qualitätsdruck<br />

Prozesstechnik für Nahrungsergänzungsmittel<br />

Pumpen flexibel steuern<br />

Grundfos Soft-SPS: Pumpen-Programmierung<br />

für OEMs & Anlagenbauer<br />

12 – 13<br />

14 – 15<br />

16<br />

17<br />

HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT<br />

Innovative Wash-Down-Lösung für die Lebensmittelindustrie<br />

NXD tupH ® von NORD DRIVESYSTEMS<br />

18 – 19<br />

Bahnbrechende<br />

Prozesstechnik<br />

Der CleanLine C5 Labormischer<br />

Der einzigartige One-Pot Processor im<br />

hygienischen Design für Labor und Kleinproduktion.<br />

Mischen, granulieren, coaten,<br />

kneten und dispergien Sie in einer Maschine.<br />

MESSEN<br />

Hohe Ansprüche an zukunftsfähige<br />

Lebensmittelverpackungen<br />

Neuheiten auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf<br />

interpack <strong>2026</strong><br />

Messevorberichte<br />

VERPACKUNG<br />

KENNZEICHNUNG<br />

Erschwinglich & nachhaltig Codieren<br />

Domino bringt Cx150i Direktdrucker mit Öl-basierter<br />

Tinte auf den Markt<br />

2D Code Migration – Von der Vision zur Realität<br />

Versteckte Fallstricke beim Umstieg vermeiden<br />

Seite<br />

20 – 21<br />

22 – 30<br />

Seite<br />

31<br />

32 – 33<br />

eirich.de<br />

4 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INHALT<br />

KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

ISO-konforme Qualitätskontrolle von Barcodes in Echtzeit<br />

Der neue Inline-Verifizierer VHV5 von OMRON<br />

34<br />

Sekundenschnelle Palettenprüfung<br />

Goldschmaus prüft mit ZetesMedea palettierte Produkte<br />

auf Artikel- und Chargenreinheit<br />

35<br />

Und jetzt alle: Cheese!<br />

Automatisierte Qualitätskontrolle in der Käsereifung<br />

36 – 38<br />

Mikrorisse als Risiko für die Produktqualität<br />

Prüf- und Siegelgeräte sorgen für sicheres Verschließen<br />

von Lebensmittelverpackungen<br />

VERPACKUNGSMASCHINEN<br />

40 – 41<br />

NEWS/EVENTS<br />

Kleine Kraftpakete – großer Nährwert<br />

Nüsse – die gute Alternative zu Super<strong>food</strong>s<br />

Seite<br />

46 – 47<br />

Der Herr der Werkzeuge<br />

Technologieentwicklung im Verpackungsmaschinenbau<br />

42 – 43<br />

TRENDS & EMOTIONEN<br />

Seite<br />

VERPACKUNGSDESIGN<br />

Neue Regeln beim Nutri-Score sollen mehr Klarheit schaffen 49<br />

Extrem leichter, recycelbarer Becher für Milram<br />

Quarkprodukte<br />

Mit dem T-IML-Verfahren zu zukunftsfähigen<br />

Verpackungseigenschaften<br />

44 – 45<br />

Bezugsquellenverzeichnis 50 – 51<br />

Impressum 51<br />

interpack<br />

PROCESSING & PACKAGING<br />

7 – 13 MAY <strong>2026</strong><br />

INTERPACK.DE<br />

PROCESSING & PACKAGING FOR FOOD


INGREDIENTS<br />

Sichere ARA-Öle für Infant Formula –<br />

Elimination eines hochstabilen Toxins<br />

Reduktionsstudien zur Entfernung von Cereulid-Kontaminationen im Raffinationsprozess<br />

Der Nachweis des bakteriellen Toxins Cereulid in Babynahrung mehrerer europäischer Hersteller zog im Februar <strong>2026</strong><br />

Vertrauensverluste und eine große Rückrufwelle nach sich. Auslöser der Verunreinigung waren arachidonsäurehaltige<br />

Öle eines chinesischen Herstellers. Ermöglicht wurde sie mutmaßlich durch Risiken im Herstellungsprozess und<br />

Lücken in Analytik und HACCP-Konzepten. Bei der Nutriswiss AG in Lyss laufen derzeit vielversprechende Versuche,<br />

um diese hartnäckige Kontamination mit angepassten Raffinationsschritten zu entfernen.<br />

Die Cereulid-Problematik beleuchtet exemplarisch<br />

die Gefahren internationaler<br />

Lieferketten für die Lebensmittelsicherheit.<br />

Die sogenannten ARA-Öle mit sehr hohem<br />

Gehalt an Arachidonsäure (ARA) finden<br />

breite Verwendung, um Säuglingsnahrung<br />

oder Nahrungsergänzungsmittel mit langkettigen<br />

Omega-6-Fettsäuren aus nichttierischen<br />

Quellen anzureichern. Diese sind unter<br />

anderem wichtig für die Entwicklung des<br />

Immunsystems, der Augen oder des Gehirns<br />

(Bild: AdobeStock/Syda Productions)<br />

im Säuglings- und Kleinkindalter. Dass eine<br />

ganze Reihe namhafter Hersteller von kontaminierten<br />

Zutaten betroffen waren, ist durch<br />

die stark verflochtenen Lieferketten leicht zu<br />

erklären: Ein in diesem Fall chinesischer Hersteller<br />

produziert ARA-Öl im großen Maßstab<br />

als Lebensmittelzutat und kann daher verschiedenste<br />

Abnehmer zu wirtschaftlichen<br />

Preisen beliefern. Sind Produktionschargen<br />

unbemerkt kontaminiert, verteilt sich das<br />

Problem auf viele Hersteller und Produkte.<br />

Emetische Vergiftungen, also Übelkeit<br />

und Erbrechen, durch Cereulid-Kontaminationen<br />

wirken sich bei Säuglingen und<br />

Kleinkindern viel stärker aus als bei<br />

Erwachsenen und können<br />

lebensgefährlich sein.<br />

Die Quelle für Cereulid in<br />

arachidonsäurehaltigen Ölen<br />

Neben der Gewinnung aus Algen wird ARA-Öl<br />

im industriellen Maßstab meist durch eine aerobe,<br />

heterotrophe Fermentation in Bioreaktoren<br />

hergestellt. Der Pilz Mortierella alpina<br />

produziert dabei im flüssigen Medium bei passenden<br />

Kulturbedingungen wirtschaftlich lohnende<br />

Mengen an langkettigen, mehrfach ungesättigten<br />

Fettsäuren, darunter als Hauptbestandteil<br />

mit rund 30 bis 40 Prozent der Fettsäuren<br />

die Arachidonsäure. Nach Ende der<br />

Fermentation wird das entstandene ARA-Öl<br />

extrahiert und später klassischen Raffinationsschritten<br />

wie Winterisieren, Bleichen<br />

und Desodorieren unterzogen. Eine Kontamination<br />

des Fermentationsansatzes mit den<br />

Cereulid erzeugenden Bacillus cereus-Stämmen<br />

ist bei Lücken in der mikrobiologischen<br />

Analytik möglich. Als Sporenbildner kann er<br />

sogar Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen<br />

überstehen. Noch plausibler ist aber,<br />

dass das Cereulid bereits mit den sterilen<br />

Nährmedien in den Fermentationsansatz gelangt<br />

ist und bei den Reinigungsschritten aufkonzentriert<br />

wurde, denn das extrem lipophile<br />

Cereulid reichert sich in der Ölphase an.<br />

Als Hauptkohlenstoffquelle im Medium dient<br />

meist Glucose, die großtechnisch vor allem aus<br />

Mais, Weizen und Reis gewonnen wird. Emetische<br />

Vergiftungen, also Übelkeit und Erbrechen,<br />

durch Cereulid-Kontaminationen in gekochtem,<br />

falsch gelagertem und wieder aufgewärmtem<br />

Reis sind ein bekanntes Phänomen<br />

und wirken sich bei Säuglingen und Kleinkindern<br />

viel stärker aus als bei Erwachsenen.<br />

Bacillus cereus kann also auch bereits bei<br />

der ursprünglichen Rohstoffaufbereitung gewirkt<br />

haben. Eine Verkettung von Rohstoffkontamination,<br />

Sporenkeimung im Fermen-<br />

6 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INGREDIENTS<br />

tationsprozess und Aufkonzentrierung<br />

im Endprodukt führt zu<br />

sehr hohen Cereulid-Konzentrationen<br />

im ARA-Öl. Ist das äußerst<br />

widerstandsfähige Toxin erst im<br />

Produkt, lässt es sich durch herkömmliche<br />

Raffinationsschritte<br />

wie Desodorieren, Säuren, Laugen,<br />

Auswaschungen und Filtration<br />

nicht entfernen.<br />

Lücken in Analytik und<br />

HACCP-Konzepten<br />

dits und Lieferantenzertifikate<br />

ersetzen trotz Zeit- und Kostendruck<br />

keine echte Prozesskontrolle.<br />

Um solche Gefahren auszuschließen,<br />

setzt die Nutriswiss<br />

beispielsweise auf ein dreistufiges<br />

Sicherheitskonzept: Analysen<br />

von Lieferantenproben vor<br />

dem Versand, umfassende Wareneingangskontrollen<br />

und Stufenkontrollen<br />

im Raffinationsprozess<br />

bis zum fertigen Endprodukt.<br />

Cereulid entfernen: Reduktionsstudien<br />

machen Hoffnung<br />

Mit Inkrafttreten der Durchführungsverordnung<br />

(EU) <strong>2026</strong>/459<br />

der EU-Kommission vom 24.<br />

Februar <strong>2026</strong> sind ARA-Öle aus<br />

China, in denen Cereulid nachweisbar<br />

ist, in denen der Gehalt<br />

also über der Bestimmungsgrenze<br />

(LOQ) von 0,1 µg/kg liegt, de<br />

facto nicht verkehrsfähig. Laut<br />

Verordnung müssen 50 Prozent<br />

der aus China in die Europäische<br />

Union importierten ARA-Öl-Sendungen<br />

auf diesen Schadstoff<br />

untersucht werden, also jedes<br />

zweite Öl. Die Nutriswiss AG als<br />

Spezialistin für die Raffination<br />

hochwertiger, maßgeschneiderter<br />

Speisefette und -öle ist nicht<br />

von der aktuellen Cereulid-Problematik<br />

betroffen, raffiniert<br />

aber auch beigestellte Öle aus<br />

Dass die Bakterienkontamination<br />

bis zum Verbraucher nicht<br />

aufgefallen ist, wirft ein Schlaglicht<br />

auf die Gefahren im Aufbau<br />

der Lieferketten. Auf jeder Stufe<br />

der Lieferkette gibt es heute ein<br />

HACCP-Konzept (Hazard Analysis<br />

and Critical Control Points),<br />

um mögliche Gefahren für die<br />

Lebensmittelsicherheit im betrieblichen<br />

Prozess zu identifizieren<br />

und durch geeignete Maßnahmen<br />

auszuschließen. Ein solches<br />

HACCP-Konzept kann natürlich<br />

nur greifen, wenn ein<br />

Risiko auch berücksichtigt ist.<br />

Mikrobiologische Untersuchungen<br />

auf das Vorhandensein von<br />

Sporenbildnern können vorausgesetzt<br />

werden, für mögliche Cereulid-Kontaminationen<br />

in Ölen<br />

bestand bisher jedoch ebenso<br />

wenig Bewusstsein wie noch vor<br />

einigen Jahren für MOSH/MOAH<br />

(gesättigte und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe).<br />

Moderne Lebensmittellieferketten<br />

sind international und mehrstufig<br />

mit Rohstofferzeugern, Händlern,<br />

Verarbeitern und Distributoren<br />

aufgebaut. Hinzu kommen<br />

Zwischenhändler, die oftmals keine<br />

volle Transparenz bieten sowie<br />

das Sourcing auf Spotmärkten.<br />

Alle diese Faktoren können<br />

zu nicht klar rückverfolgbaren<br />

Rohstoffmischungen führen. Im<br />

HACCP-System sollte sich daher<br />

keine Stufe ungeprüft auf die Lieferanten-HACCP<br />

und die dort definierten<br />

Kontrollstellen verlassen.<br />

Gleiches gilt für Analysenergebnisse.<br />

Stichprobenartige Au-<br />

Funktionelle Zutaten für ein gesundes Gewichtsmanagement<br />

GLP-1-Wirkmechanismen unterstützen – Schritt für Schritt<br />

Für erfolgreiche Produktentwicklungen im Bereich Gewichtsmanagement gibt es keine Standardformel.<br />

Ob Verbraucher auf natürliche Ansätze setzen oder GLP 1 Medikamente nutzen – die funktionellen<br />

Zutaten von BENEO auf Basis von Proteinen, Ballaststoffen und intelligenten Kohlenhydraten unterstützen<br />

Verbraucher gezielt auf ihrem Weg zur Wunschfigur.<br />

BENEO’s funktionelle Inhaltsstoffe lassen sich vielseitig einsetzen – von Backwaren und Getränken<br />

über Milchprodukte und Snacks bis hin zu Mahlzeitenersatz und vielen weiteren Anwendungen.<br />

So können Produktentwickler schmackhafte und alltagstaugliche Lebensmittel und Getränke kreieren,<br />

die langfristig überzeugen.<br />

Mit unseren Zutaten wird Gewichtsmanagement zu einem nachhaltigen Erfolg – für Verbraucher<br />

und für Ihr Produktportfolio.<br />

Möchten Sie mehr über BENEO erfahren?<br />

Hier scannen!<br />

www.beneo.com<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong>


INGREDIENTS<br />

kontaminierten ARA-Öls. Damit wurde eine<br />

Kurzstudie durchgeführt, um zu untersuchen<br />

wie Cereulid-Gehalte durch technologische<br />

Maßnahmen im Raffinationsprozess so<br />

weit reduziert werden können, dass sie unter<br />

die Bestimmungsgrenze fallen und damit<br />

keine Gefahr mehr darstellen. Durch eine<br />

spezifische Kombination von Prozessschritten,<br />

Prozessbedingungen und verschiedenen<br />

Hilfsstoffen gelang es mittlerweile, den ursprünglichen<br />

Cereulid-Gehalt der Probe von<br />

200 ppb in der Raffination unter 0,3 ppb<br />

zu senken. Das entspricht einer Reduktion<br />

um ca. 99,99 Prozent. In weiteren Versuchen<br />

wird die Verfahrensfolge jetzt optimiert.<br />

Das Nutriswiss-Team ist zuversichtlich<br />

in Kürze die analytische Bestimmungsgrenze<br />

des Cereulid-Gehalts von 0,1 ppb zu<br />

erreichen. Durch die nahezu vollständige<br />

Entfernung dieser chemisch extrem stabilen<br />

Kontamination könnten betroffene ARA-Öle<br />

dann gereinigt und wieder verkehrsfähig gemacht<br />

werden.<br />

Durch eine spezifische Kombination von Prozessschritten, Prozessbedingungen und verschiedenen Hilfsstoffen<br />

gelang es Nutriswiss im Versuch bereits Cereulid-Gehalte in ARA-Öl signifikant zu senken.<br />

Fermentationsprozessen für Infant Formula<br />

im Kundenauftrag.<br />

Um Wege zu finden, die Cereulid-Verunreinigungen<br />

durch angepasste Raffinationsschritte<br />

aus betroffenen Chargen zu entfernen,<br />

erhielt das F&E-Team der Nutriswiss<br />

über einen Lieferantenkontakt eine Probe<br />

Autor:<br />

Frank Möllering,<br />

Head of Research & Development bei Nutriswiss<br />

Weitere Informationen:<br />

www.nutriswiss.ch/de<br />

Bildquelle: Nutriswiss<br />

Farben, die verbinden<br />

GNT zeigt, wie Marken den Verbraucherwunsch „Gather Together“gerecht werden können<br />

Farbenstarke Lebensmittel- und Getränke<br />

helfen laut einer neuen Studie der<br />

GNT Group, sich zu verbinden, Kultur zu<br />

entdecken und Trost zu finden. In Zeiten<br />

von Unsicherheit und digitaler Überlastung<br />

werden gemeinsame Ess- und Trinkmomente<br />

zu wichtigen Anlässen für Gemeinschaft<br />

und Selbstausdruck, bei denen Farbe zunehmend<br />

im Mittelpunkt steht.<br />

Der Bericht „Gather Together“ zeigt, wie<br />

sich das Konsumverhalten verändert und wie<br />

natürliche Farbtöne neue Produkte für geteilte,<br />

sinnliche Momente inspirieren. Laut<br />

Marketingexpertin Dieuwertje Raaijmakers<br />

suchen Menschen in Lebensmitteln und Getränken<br />

Verbindung, Geborgenheit und Kreativität<br />

– und Farben lösen diese Momente<br />

aus, besonders wenn sie pflanzenbasiert<br />

sind und aktuellen Ess- und Teilgewohnheiten<br />

entsprechen. Die Analyse beschreibt vier<br />

Farbtrendrichtungen mit passenden Paletten<br />

für die Produktentwicklung: Joyful Unity<br />

(warme, sättigende Töne für gemeinsames<br />

Essen), Cultural Celebration (kräftige, authentische<br />

Farbakzente mit regionalem Bezug),<br />

Sensory Escape (ungewöhnliche, futuristische<br />

Nuancen für multisensorische<br />

Erlebnisse) und Branded Bites (frische Zitrus-<br />

und Blütentöne für kollaborative Markenprodukte).<br />

Ergänzend bietet GNT kategoriespezifische<br />

Beratung, Prototypen und Anwendungssupport<br />

für Getränke, Süßwaren,<br />

Molkereiprodukte und Backwaren.<br />

Mit dem EXBERRY ® ‐Portfolio stellt GNT ein<br />

vollständiges Spektrum pflanzenbasierter,<br />

nachhaltiger Farbtöne bereit, damit Marken<br />

Forschungserkenntnisse<br />

schnell in ansprechende<br />

visuelle Konzepte für gemeinsam<br />

konsumierte Lebensmittel<br />

und Getränke umsetzen können.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://exberry.com/en/gather-together-color-trends<br />

Bildquelle: GNT<br />

8 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


??? · VERFAHRENSTECHNIK<br />

5-7 May <strong>2026</strong>, Fira Barcelona<br />

More to<br />

The world’s nutraceutical<br />

event is bigger than ever<br />

Vita<strong>food</strong>s Europe returns for its biggest event to date. With an expanded show floor,<br />

there are more opportunities than ever to discover what’s next in nutraceuticals.<br />

30,000+ expected attendees<br />

Connect with thousands of global nutraceutical<br />

buyers, suppliers and experts<br />

Discover new products, innovations and insights<br />

More networking opportunities across<br />

the entire nutraceutical supply chain<br />

Book your<br />

tickets now<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

9


INGREDIENTS<br />

Nachhaltiger Produzieren<br />

und Kosten langfristig senken<br />

Natürliche Alternativen zu Kakao und Haselnusspaste<br />

Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und steigende Rohstoffpreise gehören zu den zentralen Herausforderungen der heutigen<br />

Lebensmittelindustrie. Insbesondere Kakao und Haselnüsse stehen zunehmend unter Druck – sowohl durch klimatische<br />

Veränderungen als auch durch volatile Märkte. Vor diesem Hintergrund gewinnen innovative, pflanzliche Alternativen<br />

an Bedeutung, die nicht nur wirtschaftliche Vorteile bieten, sondern auch ökologische und funktionale Anforderungen<br />

erfüllen. Ein vielversprechender Ansatz liegt in der Nutzung der Johannisbrotfrucht. Mit ihren vielseitigen Eigenschaften<br />

und ihrer nachhaltigen Verfügbarkeit eröffnet sie neue Möglichkeiten für die Entwicklung moderner Lebensmittelzutaten.<br />

Unternehmen wie LBG Sicilia zeigen, wie sich traditionelle Rohstoffe mit innovativer Technologie verbinden lassen, um<br />

zukunftsfähige Lösungen für Industrie und Verbraucher zu schaffen. LBG Sicilia srl. wurde vor fünfundzwanzig Jahren gegründet<br />

und ist im Bereich des Johannisbrotkernmehls weltweit führend.<br />

Die Entscheidung für den Standort des<br />

Unternehmens fiel nicht zufällig auf<br />

den Südosten Siziliens, sondern vielmehr<br />

deshalb, weil in dieser Region rund 90 Prozent<br />

der italienischen Johannisbrotfrüchte<br />

angebaut werden. Der Johannisbrotbaum<br />

gelangte während der arabischen Herrschaft<br />

(827–1091) mit den Arabern nach Sizilien<br />

und liefert auch mehr als 1000 Jahre später<br />

noch außergewöhnliche Zutaten. Besonders<br />

bemerkenswert ist, dass einige der Derivate,<br />

die heute mit den sauberen und fortschrittlichen<br />

Technologien von LBG Sicilia gewonnen<br />

werden, neue Lösungen und nützliche<br />

Zutaten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

darstellen.<br />

Die Johannisbrotfrucht und ihre Derivate sind<br />

besonders vielseitig, da sie allergenfrei, glutenfrei,<br />

gentechnikfrei und pflanzlichen Ursprungs<br />

sind – eine konkrete Clean-Label-<br />

Antwort auf die steigende Nachfrage nach<br />

pflanzlichen Produkten. Darüber hinaus weisen<br />

diese Zutaten dank der agronomischen<br />

Eigenschaften des Johannisbrotbaums und<br />

der organoleptischen Merkmale der Johannisbrotfrucht,<br />

in Verbindung mit der Produktion<br />

unter Verwendung sauberer Technologien<br />

und erneuerbarer Energien durch LBG Sicilia,<br />

einen geringen CO 2<br />

-Fußabdruck auf.<br />

LBG Sicilia zeichnet sich durch die Qualität<br />

und Natürlichkeit seiner Produkte aus. Diese<br />

beruhen auf einer chemikalienfreien Produktion,<br />

einem nachhaltigen Ansatz und der<br />

dynamischen Entwicklung maßgeschneiderter<br />

Lösungen für führende Unternehmen der<br />

Lebensmittelindustrie weltweit. Das erste und<br />

nach wie vor bekannteste Produkt des Unternehmens<br />

ist SEEDGUM ® (Johannisbrotkernmehl),<br />

das sowohl in der Lebensmittelproduktion<br />

als auch in der Tiernahrung eingesetzt wird.<br />

Im Jahr 2013 erweiterte LBG Sicilia sein<br />

Portfolio um SOLMIX ® , eine maßgeschneiderte<br />

Produktlinie für die Lebensmittelindustrie<br />

mit besonderem Fokus auf Speiseeis,<br />

Milchprodukte, Milchalternativen, Saucen,<br />

Fruchtzubereitungen und Tiernahrung. Heute<br />

umfasst die Linie über 1.500 Lösungen.<br />

Seit seiner Gründung investiert das Unternehmen<br />

kontinuierlich in Forschung und Entwicklung,<br />

um neue Lösungen und Zutaten für<br />

die Lebensmittelindustrie zu schaffen. In den<br />

vergangenen Jahren richtete LBG Sicilia sein<br />

Augenmerk verstärkt auf die Nebenprodukte<br />

des Johannisbrotkernmehls und deren vielfältige<br />

Einsatzmöglichkeiten.<br />

Aus dem Johannisbrotkern werden neben<br />

dem Johannisbrotkernmehl auch Ballaststoffe<br />

(SEEDFIBER) und Proteine (SEEDPRO ® )<br />

gewonnen. Darüber hinaus extrahiert man<br />

bei LBG Sicilia aus der Fruchtkapsel einen<br />

Hauptsitz von LBG Sicilia S.r.l. in der Zona Industriale III Fase, Ragusa (Sizilien) – Herzstück der Produktion natürlicher<br />

Lebensmittelzutaten wie Johannisbrotkernmehl.<br />

10 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INGREDIENTS<br />

SOLCHOC –<br />

natürlicher Karoben‐Pulver‐Ersatz<br />

für Kakao mit mild schokoladigem Aroma,<br />

wenig Fett und hohem Ballaststoffgehalt.<br />

SEEDPRO ® – pflanzliches<br />

Karoben‐Proteinpulver aus der<br />

Carob‐Bohne, ideal für vegane,<br />

glutenfreie Anwendungen und als<br />

natürlicher Protein‐Booster.<br />

natürlichen flüssigen Süßstoff (SYFRUIT ® )<br />

sowie aus dem Fruchtfleisch das Mehl<br />

SOLCHOC, das in unterschiedlichen Feinheitsgraden<br />

erhältlich ist und als geeignete,<br />

teilweise Alternative zu Kakao dient.<br />

Das Forschungs- und Entwicklungsteam des<br />

Unternehmens beschäftigt sich seit Langem<br />

mit der Suche nach Alternativen zu Kakao,<br />

um Marktschwankungen und Versorgungsengpässen<br />

vorzubeugen. Kürzlich nahm es sich<br />

einer weiteren Schlüsselzutat an: der Haselnuss,<br />

insbesondere in Form von Haselnusspaste.<br />

Mit zwei zu 100 Prozent natürlichen Produkten<br />

aus der Johannisbrotfrucht bietet LBG<br />

Sicilia nun konkrete Alternativen – das geröstete<br />

Fruchtfleischmehl SOLCHOC als teilweisen<br />

Ersatz für Kakao sowie das Samenprotein<br />

SEEDPRO ® als Ersatz für Haselnusspaste.<br />

Für die Haselnusspaste entwickelte das<br />

Team eine Kombination aus SEEDPRO ® und<br />

pflanzlichem Öl. Das Ergebnis ist eine Paste,<br />

die in Aussehen, Farbe, Konsistenz, Aroma,<br />

Geschmack und Nährwerten der klassischen<br />

Haselnusspaste sehr ähnlich ist.<br />

Aktuelle Marktdaten zeigen, dass der Erzeugerpreisindex<br />

für Haselnüsse in den vergangenen<br />

Jahren gestiegen ist und auch <strong>2026</strong><br />

hoch bleiben dürfte. Gründe dafür sind der<br />

Produktionsrückgang in der Türkei – dem<br />

Land, welches 65–70 Prozent der Weltproduktion<br />

stellt – sowie die steigende Nachfrage<br />

aus der Schokoladen‐, Süßwaren‐ und<br />

pflanzlichen Lebensmittelindustrie. Die von<br />

LBG Sicilia entwickelte SEEDPRO ® ‐Paste<br />

bietet eine praxisnahe Lösung für Preis- und<br />

Lieferketteninstabilitäten: Wird die Haselnusspaste<br />

in Rezepturen zur Hälfte ersetzt,<br />

können die Kosten um etwa 40 Prozent reduziert<br />

werden.<br />

Die technologische Leistungsfähigkeit dieser<br />

Lösung ist besonders hoch. SEEDPRO ®<br />

verleiht Anwendungen wie Cremes, Füllungen<br />

und Backwaren nussige Röstaromen,<br />

Struktur und Cremigkeit, ohne das sensorische<br />

Profil des Endprodukts zu verändern.<br />

Das Protein wird zudem in einem chemikalienfreien,<br />

thermomechanischen Verfahren<br />

gewonnen. Gleichzeitig bleiben alle<br />

Johannisbrotderivate natürlich frei von Allergenen,<br />

Gluten und Gentechnik.<br />

Auch das Mehl aus Johannisbrotfruchtfleisch,<br />

SOLCHOC, das derzeit in drei Qualitäten<br />

erhältlich ist, bietet eine effiziente Möglichkeit,<br />

steigende Kakaopreise abzufangen und<br />

die Stabilität der Lieferkette zu sichern. Seine<br />

organoleptischen Eigenschaften garantieren<br />

Vielseitigkeit in Süßwaren‐ und Backanwendungen<br />

sowie ein Geschmackserlebnis, das<br />

den Erwartungen der Verbraucher entspricht.<br />

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Johannisbrotderivate<br />

ist ihre geringe Umweltbelastung.<br />

Im Gegensatz zum empfindlichen Kakaobaum<br />

ist der Johannisbrotbaum äußerst<br />

widerstandsfähig gegen klimatische Einflüsse,<br />

gedeiht in trockenen und halbtrockenen<br />

Regionen und benötigt keine Pestizide.<br />

Während der Kakaoanbau häufig mit Abholzung<br />

und dem Verlust von Artenvielfalt verbunden<br />

ist, trägt der Anbau des Johannisbrotbaums<br />

zur Förderung lokaler Ökosysteme<br />

bei. Insgesamt verursachen Anbau und<br />

Verarbeitung von Johannisbrot deutlich geringere<br />

Treibhausgasemissionen als Kakao –<br />

ein entscheidender Faktor für eine nachhaltigere<br />

Zukunft der Lebensmittelproduktion.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://lbg.it/<br />

https://lbg.it/product/seedpro/<br />

https://lbg.it/product/solchoc/<br />

E-Mail:<br />

info@lbg.it<br />

Bildquelle: LBG Sicilia<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

11


VERFAHRENSTECHNIK · PROZESSTECHNIK<br />

Gemeinsam die Zukunft nutrazeutischer<br />

Kapseln gestalten<br />

ABJ alive begegnet wachsenden Marktanforderungen mit GKF Capsylon Serie von Syntegon<br />

Angesichts der steigenden globalen Nachfrage und neuer Produkte, Inhaltsstoffe und Vertriebskanäle stehen Hersteller<br />

von Nahrungsergänzungsmitteln und CDMOs vor immer komplexeren Herausforderungen. Um diese zu meistern, bedarf es<br />

mehr als fortschrittlicher Technologie; es braucht einen strategischen Partner, um gemeinsam die Grundlage für Wachstum<br />

zu schaffen. Seit 2018 arbeitet ABJ alive eng mit Syntegon zusammen und setzt dessen Kapselfüllmaschinen für<br />

Produktion großer Chargen ein. Die Ergebnisse sprechen für sich: Ausfallzeiten sind insgesamt um 20 Prozent gesunken,<br />

während die Betriebseffizienz beispielsweise bei Magnesiumoxid um bis zu 50 Prozent gestiegen ist.<br />

er weltweite Markt für nutrazeutische<br />

D Kapseln wächst in einem beispiellosen<br />

Tempo. Das steigende Gesundheitsbewusstsein<br />

führt zu einer hohen Nachfrage<br />

nach neuen Produkten wie Vitaminen, Mineralien,<br />

Pflanzenpulvern oder Probiotika.<br />

Der dynamische Markt wird zusätzlich durch<br />

den immer beliebter werdenden Online-Handel<br />

angetrieben. Die Anforderungen der Verbraucher<br />

steigen kontinuierlich; regelmäßig<br />

kommen neue Produkte auf den Markt. Dabei<br />

sind Kapseln oft die bevorzugte Wahl, da<br />

sie empfindliche Wirkstoffe schützen, flexibel<br />

in der Formulierung sind und die Beigabe<br />

von schwierigen, klebrigen oder öligen Inhaltsstoffen<br />

ermöglichen.<br />

Enormes Wachstumspotenzial bei<br />

komplexen Anforderungen<br />

Die steigende Nachfrage nach nutrazeutischen<br />

Kapseln bietet enormes Wachstumspotenzial<br />

für alle Beteiligten in der Lieferkette. Gleichzeitig<br />

stellen neue Produkte und Inhaltsstoffe<br />

in Verbindung mit immer kürzeren Markteinführungszeiten<br />

zunehmend komplexe<br />

Anforderungen an Produzenten und Lohnhersteller<br />

(CDMOs). Das betrifft auch ABJ alive<br />

mit Sitz in Creußen, ein Mitgliedsunternehmen<br />

von 1Q Health. Die Lohnherstellungsgruppe<br />

vereint spezialisierte Unternehmen<br />

aus der Pharma- und Nahrungsergänzungsmittelbranche<br />

und baut konsequent eine integrierte<br />

europäische Plattform auf, deren<br />

Schwerpunkt auf Qualität, Innovation und<br />

skalierbarer Fertigung liegt.<br />

ABJ alive wurde 2010 gegründet und genießt<br />

im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel<br />

einen ausgezeichneten Ruf für Qualität und<br />

Zuverlässigkeit. Das Unternehmen bietet umfassende<br />

Dienstleistungen in der Entwicklung<br />

und Herstellung von Kapseln und unterstützt<br />

seine Kunden während des gesamten<br />

Produktlebenszyklus – vom ersten Konzept<br />

und der Formulierung bis hin zur Produktion<br />

und marktreifen Umsetzung. Das Unternehmen<br />

ist auf die Herstellung nutrazeutischer<br />

Kapseln in großen Chargen spezialisiert, darunter<br />

Wirkstoffe, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente,<br />

Aminosäuren, Proteine, Enzyme,<br />

Pflanzenpulver und -extrakte sowie Probiotika.<br />

Viele dieser Produkte stellen erhebliche<br />

Herausforderungen an die Verarbeitung.<br />

Probiotika beispielsweise erfordern aufgrund<br />

ihrer empfindlichen Mikroorganismen, die bis<br />

zum Ende der Haltbarkeitsdauer stabil und<br />

funktionsfähig bleiben müssen, eine besonders<br />

sorgfältige Handhabung. Weitere Formulierungen<br />

basieren auf Pulvern, die sich nur<br />

schwer dosieren und präzise wiegen lassen.<br />

Bei der Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe<br />

kommt noch eine weitere Komplexitätsebene<br />

hinzu, da die Konsistenz der Rohstoffe<br />

von Charge zu Charge abweichen kann. Vor<br />

diesem Hintergrund muss ABJ alive in der<br />

Lage sein, eine breite Palette von Produkten<br />

mit unterschiedlichen physikalischen und<br />

biologischen Eigenschaften zu verarbeiten.<br />

Gleichzeitig muss das Unternehmen schnell<br />

und flexibel zwischen verschiedenen Formulierungen<br />

wechseln können, um enge Produktionspläne<br />

einzuhalten und eine zuverlässige,<br />

pünktliche Lieferung sicherzustellen.<br />

Vom ersten Test zur Lebenszyklus-<br />

Partnerschaft<br />

Mit der<br />

aktuellen Erweiterung am Standort<br />

Creußen verfügt ABJ alive über insgesamt<br />

sechs GKF Capsylon Hochleistungs-Kapselfüller.<br />

„Unser Umsatz ist im vergangenen Jahr im<br />

Vergleich zu 2024 um etwa 40 Prozent gestiegen“,<br />

so Dr. Florian Geppert, Werksleiter<br />

bei ABJ alive. Dieses Wachstum wäre ohne<br />

eine moderne Produktionsstätte mit hocheffizienten<br />

Kapselfüllmaschinen nicht möglich<br />

gewesen. Neben hoher Leistung müssen die<br />

Anlagen maximale Ausbringung und Ausbeute<br />

bei minimalen Stillstandzeiten erzielen –<br />

Anforderungen, die die bisherigen Maschinen<br />

nicht zur Zufriedenheit des Unternehmens<br />

erfüllen konnten, wie Dr. Geppert berichtet:<br />

12 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL<br />

(Bild: AdobeStock/Michal)


PROZESSTECHNIK · VERFAHRENSTECHNIK<br />

„Früher hatten wir verschiedene Maschinen<br />

anderer Hersteller, die jedoch unseren Erwartungen<br />

an die Qualitätsstandards nicht entsprachen.<br />

Deshalb arbeiten wir seit 2018 eng<br />

mit Syntegon zusammen.“<br />

Was als Testprojekt begann, hat sich zu einer<br />

auf gegenseitigem Vertrauen basierenden Lebenszyklus-Partnerschaft<br />

entwickelt. ABJ alive<br />

erwarb die erste Maschine aus der GKF<br />

Capsylon Serie, um das Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

von Syntegon im Vergleich zu anderen<br />

Anbietern zu testen. Überzeugt von Qualität<br />

und Leistung folgten bald vier weitere GKF<br />

Capsylon. Mit der aktuellen Erweiterung am<br />

Standort Creußen verfügt ABJ alive nun über<br />

insgesamt sechs Hochleistungs-Kapselfüller.<br />

„Seit wir die Syntegon-Technologie einsetzen,<br />

haben wir etwa 20 Prozent weniger Stillstandzeiten<br />

und konnten zudem die Produktausbeute<br />

steigern“, betont Dr. Geppert.<br />

Bis zu 50 Prozent höhere Effizienz<br />

bei Magnesiumoxid<br />

Die GKF Capsylon Serie für mittlere und hohe Ausbringungen<br />

bietet einfache Bedienung und gute Reinigbarkeit.<br />

Die GKF Capsylon Serie für mittlere bis hohe<br />

Ausbringungen wurde speziell für die nutrazeutische<br />

und Gesundheitsindustrie entwickelt<br />

und bietet die bekannte Syntegon-Qualität<br />

zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-<br />

Verhältnis. Neben der einfachen Bedienung<br />

und Reinigbarkeit sticht für Dr. Florian Geppert<br />

ein Merkmal besonders hervor: „Wir schätzen<br />

die Slide-Gate-Technologie sehr, da sie uns<br />

hilft, die Rohstoffe schonend und ohne große<br />

Produktverluste in die Kapseln einzubringen.“<br />

Neben einer deutlichen Steigerung der Ausbeute<br />

minimiert das patentierte Slide-Gate-<br />

System von Syntegon die Staubbelastung der<br />

Maschine durch das Produkt und bietet zudem<br />

die Möglichkeit, Pellets auf derselben<br />

Dosierstation zu verarbeiten. „Mit der Slide-<br />

Gate-Technologie hat sich unsere Effizienz bei<br />

Magnesiumoxid um bis zu 50 Prozent erhöht“,<br />

betont Dr. Geppert.<br />

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg<br />

Die Partnerschaft zwischen ABJ alive und<br />

Syntegon geht weit über die Installation moderner<br />

Kapselabfüllmaschinen hinaus. „Wir<br />

haben keine Probleme mit den Systemen, sie<br />

laufen reibungslos“, bestätigt Dr. Geppert.<br />

„Darüber hinaus sind wir sehr zufrieden mit<br />

der fachkundigen Unterstützung. Syntegon<br />

zeigt uns viel Neues, wodurch wir uns auf<br />

unsere Kernaufgaben konzentrieren können.“<br />

ABJ alive verfügt über umfangreiches<br />

internes Know-how im Umgang mit komplexen<br />

nutrazeutischen Formulierungen und<br />

anspruchsvollen Produktionsanforderungen.<br />

Syntegon ergänzt diese Expertise mit fortschrittlicher<br />

Kapselfülltechnologie, die bestehende<br />

Prozesse unterstützt und optimiert.<br />

Seit ABJ alive die patentierte Slide-Gate-Technologie von<br />

Syntegon nutzt, konnte die Effizienz bei Magnesiumoxid<br />

um bis zu 50 Prozent gesteigert werden.<br />

Die Zusammenarbeit stärkt die Leistungsfähigkeit<br />

und Skalierbarkeit, während ABJ alive<br />

weiterhin die volle Kontrolle über die eigene<br />

Produktion behält. Mit den Anlagen und der<br />

Unterstützung von Syntegon sieht sich das Unternehmen<br />

gut aufgestellt, um in der schnelllebigen<br />

Industrie für nutrazeutische Kapseln<br />

neue Produkte zu verarbeiten und Herausforderungen<br />

zu meistern – und freut sich auf die<br />

Fortsetzung der erfolgreichen Partnerschaft.<br />

„Wir wollen unsere Kapselproduktion verdoppeln<br />

und werden sicherlich weitere Maschinen<br />

von Syntegon benötigen, um unsere Ziele in<br />

Zukunft zu erreichen“, so Dr. Geppert.<br />

Autor:<br />

Chris Klöpfer, Area Sales Manager,<br />

Syntegon Technology<br />

Weitere Informationen:<br />

www.syntegon.com<br />

Bildquelle: Syntegon<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong>


VERFAHRENSTECHNIK · PROZESSTECHNIK<br />

Insekten als Proteinquellen<br />

der Zukunft?<br />

Mit Aminosäureanalytik optimale Herstellungsverfahren identifizieren<br />

Es laufen Bestrebungen, neben Fleisch und Hülsenfrüchten alternative Proteinquellen zu erschließen, um die Eiweißversorgung<br />

umweltverträglicher zu machen. Die Forschung unterstützt hierbei – so auch das Projekt ProtinA, das die<br />

Prozessierung von Grillen untersucht, um optimale Herstellungsverfahren zu identifizieren. Dabei kommt neben anderen<br />

analytischen Verfahren auch ein Aminosäureanalysator zum Einsatz: Er bestimmt das Aminosäureprofil, was die<br />

Auswahl der Herstellungsparameter zur Erzeugung der besten Produktqualität unterstützt.<br />

roteine sind zentraler Bestandteil einer<br />

ausgewogenen Ernährung, da<br />

P<br />

sie im Körper vielfältige, lebenswichtige<br />

Funktionen erfüllen: Sie dienen unter<br />

anderem als Baustoff für Zellen, Gewebe<br />

und Muskeln, sind an der Bildung<br />

von Enzymen und Hormonen beteiligt und<br />

unterstützen das Immunsystem. Da der<br />

Körper Proteine nicht in ausreichender<br />

Menge selbst herstellen kann,<br />

ist eine regelmäßige Zufuhr über<br />

die Nahrung unerlässlich. Proteinquellen<br />

sind sowohl tierischen<br />

als auch pflanzlichen<br />

Ursprungs, etwa Fleisch, Fisch<br />

oder Hülsenfrüchte.<br />

Dank des ergonomischen Aufbaus und des benutzerfreundlichen Zugangs<br />

zu allen Komponenten können Eluenten einfach nachgefüllt und<br />

Servicearbeiten jeglicher Art effizient durchgeführt werden.<br />

Angesichts von Bevölkerungswachstum,<br />

begrenzten Ressourcen und Klimawandel<br />

finden Bestrebungen statt, alternative<br />

Proteinquellen zu erschließen, unter<br />

anderem, um Tierhaltung im großen Stil reformieren<br />

zu können und die Proteinversorgung<br />

umweltverträglicher und gerechter zu machen.<br />

Insekten sollen dabei weniger Ressourcen verbrauchen<br />

– Futter, Fläche und Wasser –, weniger<br />

CO 2<br />

-Emissionen verursachen und dennoch<br />

hochwertiges Protein sowie Mikronährstoffe<br />

liefern. Diese Insekten müssen nicht<br />

nur unter lebensmittelhygienischen Bedingungen<br />

produziert werden, es muss auch bekannt<br />

sein, welche Nährstoffe und Proteine –<br />

konkret essenzielle Aminosäuren – sie enthalten<br />

und wie sich diese während der Verarbeitung<br />

verhalten. Das Projekt ProtinA untersucht<br />

dies am Beispiel von Grillen (Acheta<br />

domesticus). Dabei handelt es sich um eine<br />

Kooperation der membraPure GmbH, der Maschinenfabrik<br />

Reinartz GmbH & Co Kommanditgesellschaft,<br />

der Silicann Systems GmbH<br />

sowie dem Leibniz-Institut für Agrartechnik<br />

und Bioökonomie e. V. (ATB) und dem<br />

Deutschen Institut für Ernährungsforschung<br />

Potsdam<br />

Rehbrücke (DIfE). Das Projekt startete im<br />

Sommer 2024 und wird am 30. Juni 2027<br />

enden. Seine Ergebnisse sollen sich auf andere<br />

alternative Eiweißquellen übertragen lassen.<br />

Damit kann ein Beitrag geleistet werden,<br />

neue Proteinquellen zu entwickeln, die ernährungsphysiologisch<br />

gesund und gleichzeitig<br />

nachhaltig sind.<br />

Das Projekt ProtinA<br />

Um Aussagen über die Qualität des Endprodukts<br />

treffen zu können, erforscht ProtinA<br />

konkret, wie sich Proteinstruktur und -eigenschaften<br />

durch die Aufbereitung und Verarbeitung<br />

der Grillen entwickeln und verändern.<br />

Um die ernährungsphysiologische Qualität<br />

zu definieren, werden verschiedene Technologien<br />

angewandt. Es ist dabei möglich, Parameter<br />

in der Prozessierung so einzustellen,<br />

dass die Proteine möglichst sehr gut bioverfügbar<br />

sind. Durch die Erkenntnisse, wie sich<br />

einzelne Schritte im Verfahren auswirken,<br />

kann sichergestellt werden, dass das Produkt<br />

nicht überbehandelt wird. Aus dem Projekt ergibt<br />

sich also eine interessante Informationsbreite,<br />

da Daten zum Ergebnis der Verarbeitungsschritte<br />

genauso gesammelt werden wie<br />

zur finalen Ernährungswirkung.<br />

Die Analysen erfolgen dabei auch mit dem Aminosäureanalysator<br />

der membraPure GmbH. Er<br />

erlaubt es, einzelne Aminosäuren qualitativ<br />

und quantitativ zu bestimmen. Es wurde ein<br />

Protokoll entwickelt, um die Proben standardisiert<br />

aufzubereiten und zu quantifizieren.<br />

Aminosäureanalyse – bei neuen<br />

Ernährungsprodukten verpflichtend<br />

Nur Produkte für besondere Ernährung oder<br />

sogenannte Novel Foods benötigen eine<br />

Aminosäureanalyse – hierunter fallen auch<br />

solche mit Insektenproteinen. Behörden wie<br />

14 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


PROZESSTECHNIK · VERFAHRENSTECHNIK<br />

die EFSA (engl. European Food Safety Authority)<br />

erfordern ein detailliertes Aminosäureprofil,<br />

um die Proteinqualität bewerten zu<br />

können. Da der Trend zu pflanzlichen Proteinen,<br />

Fleischersatzprodukten und Functional<br />

Food ungebrochen ist, rückt die Aminosäureanalyse<br />

allgemein vermehrt in den Fokus –<br />

für die meisten Produkte ist sie aber nicht<br />

verpflichtend, das EU-Recht sieht nur die<br />

Angabe des Proteingehalts im Rahmen der<br />

Nährwertkennzeichnung vor. Genaue Aminosäurenprofile<br />

dienen in diesem Bereich eher<br />

dem Marketing.<br />

Weitere Vorgaben kommen von den LUFA<br />

(Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalten):<br />

Sie prüft Gehalt und Qualität<br />

von Aminosäuren in Lebensmitteln. Bei<br />

der Herstellung müssen die Stabilität und Verfügbarkeit<br />

von Aminosäuren gewährleistet werden,<br />

was spezielle Verfahren erfordert.<br />

Aminosäurenanalyse vs. andere<br />

Bestimmungsverfahren<br />

Aminosäuren sind teilweise empfindliche<br />

Verbindungen, die sowohl im menschlichen<br />

Körper als auch während der Probenverarbeitung<br />

chemisch verändert werden können,<br />

beispielsweise durch Oxidationsprozesse.<br />

Dabei kann es vorkommen, dass die ursprüngliche<br />

Aminosäure nicht mehr nachweisbar<br />

ist, weil sie in andere Verbindungen<br />

übergeht, etwa wenn Glutamin zu Glutaminsäure<br />

umgewandelt wird.<br />

Die Datenauswertung erfolgt mithilfe der bereitgestellten Steuerungs- und Auswertesoftware und umfasst die Quantifizierung der<br />

Aminosäuren sowie die Erstellung von Reports, die im PDF-, Excel- oder CSV-Format exportiert und weiterverarbeitet werden können.<br />

Mit dem Aminosäureanalysator können sowohl<br />

freie als auch gebundene Aminosäuren<br />

analysiert werden. Erstere werden mittels<br />

Nachsäulenderivatisierung bestimmt: Nach<br />

der chromatographischen Trennung wird ein<br />

Reagenz zugegeben, das mit den Aminosäuren<br />

reagiert und stabile, farbige Derivate bildet.<br />

Dabei entstehen bei primären Aminosäuren<br />

violette Farbstoffe (Ruhemanns Purpur)<br />

und bei sekundären Aminosäuren gelbe Farbstoffe.<br />

Diese Derivate werden im Detektor erfasst,<br />

wobei die Peakfläche des Signals mit<br />

der Konzentration der jeweiligen Aminosäure<br />

korreliert und somit eine präzise Quantifizierung<br />

ermöglicht.<br />

Die Bausteine gebundener Aminosäuren, die<br />

in Proteinen oder Peptiden vorliegen, müssen<br />

vor der Analyse zunächst durch eine Hydrolyse<br />

freigesetzt werden. Ziel dieses Schrittes ist es,<br />

die einzelnen Aminosäurebausteine vollständig<br />

zu lösen, ohne sie chemisch zu verändern<br />

oder abzubauen. Das Verfahren liefert keine<br />

Informationen über die Aminosäuresequenz,<br />

ermöglicht jedoch eine exakte Bestimmung<br />

des quantitativen Aminosäureprofils. Das<br />

Projekt ProtinA setzt diese Methode ein, um<br />

den Gehalt an Aminosäuren und ihre Zusammensetzung<br />

in den untersuchten Proben zuverlässig<br />

und reproduzierbar zu erfassen.<br />

macht. Die Ergebnisse werden grafisch visualisiert,<br />

sodass die Mengen der Aminosäuren abgelesen<br />

und mit bekannten Referenzbereichen<br />

verglichen werden können.<br />

Mit dem Aminosäurenanalysator lässt sich auf<br />

diese Weise nicht nur die Art der Aminosäuren<br />

ermitteln, sondern auch prüfen, ob es sich<br />

um eine Reinsubstanz handelt. Jede Produktgruppe<br />

weist ein charakteristisches Aminosäureprofil<br />

auf; Grillen enthalten als Trockensubstanz<br />

rund 60 Prozent Protein. Weichen<br />

die Analyseergebnisse von diesen Profilen ab,<br />

deutet dies darauf hin, dass andere Zusätze<br />

enthalten sind und es sich nicht um reines<br />

Grillenprotein handelt.<br />

Fazit<br />

Der Aminosäureanalysator ermöglicht eine<br />

zuverlässige Bestimmung von Aminosäuren,<br />

selbst in sehr geringen Konzentrationen.<br />

Auch komplexe Lebensmittelmatrizen beeinträchtigen<br />

die Analyse nicht. Im Vergleich zu<br />

Verfahren wie der Flüssigchromatographie<br />

mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS/<br />

MS) oder der Hochleistungsflüssigkeits-chromatographie<br />

(HPLC) ist zudem eine deutlich<br />

geringere Probenvorbereitung erforderlich.<br />

Probenvorbereitung für die Analyse<br />

Die Probenvorbereitung richtet sich nach der<br />

verwendeten Methode und dem Detektor.<br />

Enthält die Probe eine hohe Proteinkonzentration,<br />

ist eine Verdünnung erforderlich, um<br />

übermäßig starke Messsignale zu vermeiden.<br />

Anschließend wird die vorbereitete Probe in<br />

den Autosampler überführt, in dem alle relevanten<br />

Parameter wie Probenname, Messmethode,<br />

Messgröße und eingesetzter Standard<br />

hinterlegt werden.<br />

Nach der Analyse werden die Signale der Probe<br />

mit denen des Standards verglichen, wodurch<br />

die Konzentration der einzelnen Aminosäuren<br />

genau bestimmt werden kann. Die<br />

Trennung der Aminosäuren erfolgt mithilfe<br />

verschiedener Eluenten, die sich in Salzkonzentration<br />

und pH-Wert unterscheiden. Nach<br />

der Trennung werden die Aminosäuren mit einem<br />

Reagenz umgesetzt, das sie nachweisbar<br />

Proteine sind für den menschlichen Körper<br />

unverzichtbar und damit ein wichtiger Teil der<br />

Ernährung. Mit der Aminosäureanalyse kann<br />

die Proteinqualität von Lebensmitteln bewertet<br />

werden – sie ist damit für die Erschließung<br />

alternativer Proteinquellen, etwa Insekten,<br />

und der Entwicklung neuer Produkte von<br />

entscheidender Bedeutung: Über die Analyse<br />

kann der ernährungsphysiologische Wert von<br />

Lebensmitteln abgeleitet und Herstellungsverfahren<br />

optimiert werden.<br />

Autor:<br />

Dr. Thorsten Heinlein, Area Sales Manager EMEA,<br />

membraPure GmbH<br />

Weitere Informationen:<br />

https://membrapure.de/de/aminosaeureanalysatoren/<br />

Bildquelle: Membrapure<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

15


VERFAHRENSTECHNIK · PROZESSTECHNIK<br />

Mischen unter Qualitätsdruck<br />

Prozesstechnik für Nahrungsergänzungsmittel<br />

amixon ® entwickelt seit über 40 Jahren Präzisionsmischer für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM),<br />

Vitaminmischungen und Sportlernahrung. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die zentralen prozesstechnischen Anforderungen<br />

in der NEM-Herstellung auf Basis der Anwendungserfahrungen von amixon ® und zeigt, mit welchen Maschinenkonzepten<br />

Hersteller und Lohnhersteller Mischgüte, Produktschonung und Hygiene gleichzeitig sicherstellen können.<br />

N<br />

ahrungsergänzungsmittel sind rechtlich<br />

Lebensmittel – in der Praxis aber<br />

näher an Pharmazeutika. Komplexe Formulierungen<br />

mit Vitaminen, Probiotika, Pflanzenextrakten<br />

und bioaktiven Substanzen erfordern<br />

reproduzierbare Prozesse, lückenlose<br />

Dokumentation und GMP-konforme Anlagen.<br />

Lohnhersteller stehen dabei vor einer<br />

zusätzlichen Herausforderung: mehrere Rezepturen<br />

täglich, in denselben Maschinen,<br />

mit maximalem Anspruch an Allergenmanagement<br />

und Reinigbarkeit.<br />

Vier prozesstechnische<br />

Kernherausforderungen<br />

• Homogenität und Dosiergenauigkeit:<br />

Wirkstoffe müssen in jeder Portion<br />

identisch verteilt sein. Als Benchmark<br />

gilt eine Standardabweichung der<br />

Mischgüte von < 3 Prozent.<br />

• Schonung sensitiver Inhaltsstoffe: Proteine,<br />

Probiotika und Vitamine reagieren<br />

empfindlich auf Wärme und<br />

Scherkräfte. Geeignete Mischer<br />

arbeiten mit niedrigen Umfangsgeschwindigkeiten<br />

und dreidimensionaler<br />

Produktbewegung.<br />

• Flüssigkeitszugabe in Pulversysteme:<br />

Die gleichmäßige Einbindung lipophiler<br />

Flüssigkeiten wie Trägeröle oder Aromen<br />

ohne Klumpenbildung ist eine der<br />

anspruchsvollsten Aufgaben in der<br />

NEM-Mischtechnik.<br />

• Restentleerung und Produktwechsel:<br />

Totraumfreie Konstruktionen und vollständige<br />

Entleerung – Zielwert unter<br />

0,14 Promille der Chargenmasse –<br />

sind Voraussetzung für kreuzfreie<br />

Produktion und kurze Reinigungszeiten.<br />

amixon ® hat seine Maschinenkonzepte für<br />

die NEM-Mischtechnik konsequent auf diese<br />

vier Anforderungen ausgerichtet – von der<br />

Mischraumgeometrie über die Werkzeugkinematik<br />

bis zum Entleerungssystem, sodass<br />

jedes technische Detail auf höchste<br />

Mischgüte, Produktreinheit, Energieeffizienz<br />

und Prozesssicherheit abgestimmt ist.<br />

Bewährte Maschinenkonzepte<br />

Der Vertikal-Zweiwellenmischer Typ HM von<br />

amixon ® erreicht in 2–5 Minuten eine nahezu<br />

perfekte Mischgüte bei geringem Energieeintrag<br />

– geeignet für große Chargen mit<br />

häufigem Produktwechsel. Der Konus-Einwellenmischer<br />

Typ AM überzeugt durch seine<br />

konische Geometrie mit vereinfachter<br />

Reinigung und vollständiger Entleerbarkeit –<br />

ein Vorteil besonders für Lohnhersteller mit<br />

variablem Produktportfolio. Der KoneSlid ® -<br />

Mischer Typ KS ermöglicht die direkte Anbindung<br />

an Abfülllinien mit entmischungsfreier,<br />

kontrollierter Entleerung. Alle Konzepte<br />

sind nach EHEDG- und GMP-Standards auslegbar<br />

und mit validierbaren Trocken- oder<br />

Nassreinigungssystemen verfügbar.<br />

Fazit<br />

Mischtechnik ist in der NEM‐Herstellung ein<br />

entscheidender Qualitäts‐ und Stabilitätsfaktor.<br />

Präzisionsmischer mit niedrigen Schergradienten,<br />

totraumfreien Geometrien und innovativen<br />

Entleerungssystemen gelten heute<br />

als Standard. amixon ® zählt zu den etablierten<br />

Spezialisten für hygienische Präzisionsmischtechnik<br />

in der NEM‐ und Lebensmittelindustrie<br />

– die amixon ® -Anlagen werden<br />

ausschließlich am Standort Paderborn entwickelt<br />

und hergestellt. Prozessversuche mit<br />

Originalrezepturen im amixon ® Technikum sichern<br />

den Scale‐up und liefern validierbare<br />

Daten für die GMP‐Dokumentation.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 1/D18<br />

Weitere Informationen:<br />

www.amixon.com<br />

Bildquelle: amixon<br />

16 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


PROZESSTECHNIK · VERFAHRENSTECHNIK<br />

Pumpen flexibel steuern<br />

Grundfos Soft-SPS: Pumpen-Programmierung für OEMs & Anlagenbauer<br />

G<br />

rundfos hat eine eigene, patentierte<br />

Soft‐SPS‐Kommunikationskartenlösung<br />

auf den Markt gebracht, die auf der CIM 550 P<br />

Ethernet‐Karte basiert. Diese Lösung erweitert<br />

Pumpen mit MGE/MLE‐Motoren um eine vollständige,<br />

programmierbare Steuerungsebene.<br />

Sobald die Karte im Motor installiert ist, lässt<br />

sich die E‐Pumpe für den jeweiligen Prozess<br />

programmieren; externe Geräte können über<br />

den integrierten Master‐Port gesteuert werden.<br />

Die Lösung eignet sich für industrielle<br />

Anlagen und größere SCADA‐Systeme, wobei<br />

Betriebsmodi, Sensor‐E/A, Alarme, Grenzwertfunktionen<br />

und Statusüberwachung entweder<br />

über die GO‐App oder per SPS‐Code in der<br />

Soft‐SPS gesteuert werden können.<br />

Grundfos‐Soft‐SPS auf<br />

Basis der CIM 550 P<br />

Ethernet‐Karte.<br />

Die Soft‐SPS‐Karte verbessert Energieeffizienz,<br />

senkt CO 2<br />

‐Emissionen und erhöht die<br />

Pumpenzuverlässigkeit, dabei bleibt der Investitionsaufwand<br />

gering. Die notwendige<br />

Software steht zunächst zum kostenlosen<br />

Download bereit, später kann eine Voll‐<br />

Lizenz erworben werden. Für OEMs und<br />

Anlagenbauer ersetzt die Karte eine externe<br />

SPS, vernetzt über ModBus RTU mehrere<br />

E‐Pumpen und angeschlossene Produkte,<br />

entkoppelt Software von der Hardware und<br />

vereinfacht Updates. Schaltschrank, zusätzliche<br />

SPS‐Stromversorgung und Verkabelung<br />

entfallen – das spart Kosten und reduziert<br />

Ausfallrisiken.<br />

Auch bei großen Standardpumpen mit externen<br />

Frequenzumrichtern (CUE) ist die<br />

Soft‐SPS‐Funktion über die Kommunikationsschnittstelleneinheit<br />

CIU 901 nutzbar,<br />

wobei einige spezifische MGE/MLE‐Intelligenzfunktionen<br />

eingeschränkt sind. Grundfos<br />

positioniert die Lösung als erste vollständig<br />

auf der eigenen Plattform verfügbare<br />

Soft‐SPS‐Option, mit der sich OEMs und Anlagenbauer<br />

mit geringem Aufwand modernste<br />

Pumpensteuerung erschließen und gleichzeitig<br />

die Gesamtkosten der Anlage senken.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.grundfos.com<br />

Bildquelle: Grundfos<br />

WIR BRINGEN IHRE<br />

PROZESSE ZUR PERFEKTION<br />

Innovativ, nachhaltig und präzise<br />

Einfache Rezepterstellung, lückenlose Chargenberichte sowie<br />

browserbasierte Prozessauswertungen: Als System- und<br />

Lösungsanbieter der industriellen Sensor- und Automatisierungstechnik<br />

bieten wir Ihnen die Effizienz, die Sie für Ihren<br />

Erfolg benötigen. Aus einer Hand und vom Sensor bis zur<br />

Cloud – jetzt Kontakt aufnehmen!<br />

4.–7. Mai <strong>2026</strong>, München.<br />

Stand C1-314<br />

BE PART<br />

OF IT<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

jmo.to/lebensmittel<br />

17


VERFAHRENSTECHNIK · HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT<br />

Innovative Wash-Down-Lösung<br />

für die Lebensmittelindustrie<br />

NXD tupH ® von NORD DRIVESYSTEMS<br />

NXD ist die neueste Generation wirksamer Oberflächenschutzsysteme von NORD. Seit über 20 Jahren entwickelt<br />

und optimiert NORD DRIVESYSTEMS Oberflächenversiegelungen für Aluminiumkomponenten. Diese Lösungen haben<br />

sich in den unterschiedlichsten Anwendungen als besonders widerstandsfähig und langlebig erwiesen: von der<br />

Lebensmittelverarbeitung über Getränkeabfüllung bis hin zu Offshore-Einsätzen. Mit NXD tupH ® präsentiert NORD<br />

die neueste Generation dieser Technologie, speziell abgestimmt auf die hohen Anforderungen in hygienesensiblen<br />

Produktionsumgebungen und Wash-down-geeignet.<br />

W<br />

o Antriebskomponenten häufig mit<br />

Feuchtigkeit, Salzen oder Chemikalien<br />

in Verbindung kommen, ist ein sicherer<br />

Oberflächenschutz für die Anlagenverfügbarkeit<br />

unabdingbar. Je nach Einsatzbereich<br />

stoßen gängige Lösungen jedoch schnell an<br />

Grenzen. Lackierungen können variabel den<br />

Anforderungen angepasst werden, bergen<br />

aber die Gefahr des Abblätterns. Hauben bieten<br />

Schutz, erschweren jedoch die Wartung<br />

und können zur Überhitzung führen. Antriebe<br />

mit Edelstahlgehäuse sind häufig hygienisch<br />

und korrosionssicher, jedoch kostenintensiv<br />

und thermisch im Nachteil.<br />

Speziell für den Werkstoff<br />

Aluminium entwickelt<br />

NORD bietet mit seinem Oberflächenschutz<br />

NXD eine wirtschaftliche und wirkungsvolle<br />

Alternative. Die Oberflächenbehandlung<br />

wurde speziell für den Werkstoff Aluminium<br />

entwickelt und macht Getriebe, Glattmotoren<br />

und Frequenzumrichter mit Aluminiumgehäusen<br />

besonders korrosionsbeständig und<br />

langlebig. Hygienesensible Branchen wie die<br />

Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Chemieindustrie<br />

profitieren davon ebenso wie<br />

Anwendungen in Autowaschanlagen, Wasserwerken<br />

oder Offshore-Bereichen.<br />

und desinfiziert werden, denn sie ist widerstandsfähig<br />

gegenüber den in der Lebensmittelindustrie<br />

verwendeten Reinigungsmitteln.<br />

NXD tupH ® ist damit der Oberflächenschutz<br />

für anspruchsvollste Bedingungen im<br />

Wash-Down-Bereich.<br />

Zertifiziert lebensmittelkonform<br />

und global einsetzbar<br />

NXD tupH ® ist lebensmittelkonform gemäß<br />

FDA, der EU-Verordnung 1935/2004 sowie<br />

den Richtlinien der Schweiz und der<br />

MERCOSUR-Staaten. Das bedeutet: Komponenten<br />

mit NXD tupH ® -Oberfläche sind weltweit<br />

für die Verarbeitung hygienesensibler<br />

Produkte zugelassen und bieten Sicherheit<br />

für internationale Lebensmittelstandards.<br />

Für NXD tupH ® werden die veredelten Gehäuseteile<br />

mit einer stark haftenden Versiegelung<br />

beschichtet und ausgehärtet. Erst<br />

dann werden die Teile zum Antriebssystem<br />

montiert. Damit sind auch Innenwandungen<br />

und Gewindegänge versiegelt und wirksam<br />

geschützt. Ein weiterer Hygienevorteil: DINund<br />

Normteile sowie die Abtriebswellen werden<br />

aus Edelstahl ausgeführt.<br />

Durch Struktur und Haftung der Versiegelung<br />

kommt es nicht zu Abplatzungen, die in den Antrieb,<br />

die Anlage oder die Fertigungsgüter gelangen<br />

könnten. Selbst kleinere Beschädigungen<br />

breiten sich nicht aus. Dadurch wird höchste<br />

Betriebssicherheit gewährleistet, auch bei<br />

häufigem Einsatz aggressiver Reinigungs- und<br />

Desinfektionsmittel. All das macht NXD tupH ®<br />

zum idealen Oberflächenschutz für hygienesensible<br />

Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung<br />

und Getränkeabfüllung.<br />

Aluminium als Werkstoff der<br />

Zukunft – auch im Hygienebereich<br />

Dank NXD tupH ® lassen sich die vielen Vorteile<br />

von Aluminium nun auch in hygienesensiblen<br />

Bereichen voll ausspielen: geringes<br />

Gewicht, hohe Wärmeleitfähigkeit und<br />

vollständige Recycelbarkeit. Zudem können<br />

Standardkomponenten aus dem modularen<br />

Basis von NXD ist eine Veredelung, die eine<br />

sehr harte, inerte Oberfläche erzeugt. Durch<br />

sie erhalten Aluminiumflächen einen hohen<br />

Korrosionsschutz, der auch anspruchsvollen<br />

Bedingungen standhält. Die Variante<br />

NXD tupH ® bietet sich für Anwendungen in<br />

Branchen wie Food & Beverage an, in denen<br />

Produktionsanlagen häufig gereinigt<br />

Mit NXD tupH ® macht NORD seine Antriebslösungen aus Aluminium besonders widerstandsfähig gegen korrosive und raue Einflüsse.<br />

18 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT · VERFAHRENSTECHNIK<br />

NORD-Baukasten verwendet werden, ganz im<br />

Gegensatz zu Edelstahllösungen, die meist als<br />

teure Sonderausführungen gefertigt werden.<br />

Mit NXD tupH ® knüpft NORD an die Erfolgsgeschichte<br />

seines Oberflächenschutzsystems<br />

nsd tupH an, das bereits mit einigen Applikationen<br />

seine Widerstandsfähigkeit bewiesen<br />

hat. Wo Antriebe zuvor regelmäßig ersetzt<br />

werden mussten, sorgen sie mit der Oberflächenbehandlung<br />

von NORD langjährig<br />

für eine hohe Betriebs- und damit Investitionssicherheit.<br />

Langjährige Erfahrung trifft auf neue<br />

Maßstäbe im Hygienic Design<br />

Seit 1965 entwickelt, produziert und vertreibt<br />

NORD DRIVESYSTEMS mit heute ca.<br />

4.800 Mitarbeitern Antriebstechnik und ist<br />

einer der international führenden Komplettanbieter<br />

der Branche. Neben Standardantrieben<br />

liefert NORD anwendungsspezifische<br />

Konzepte und Lösungen auch für besondere<br />

Anforderungen und liefert seine Antriebslösungen<br />

applikationsgenau ausgelegt komplett<br />

aus einer Hand.<br />

Auch seine Oberflächenschutzsysteme entwickelt<br />

der Lösungsanbieter stetig weiter und<br />

passt sie an die sich wandelnden Anforderungen<br />

an. Aus dem Oberflächenschutz-Portfolio<br />

mit aktuell fünf Technologien stellt NXD die<br />

leistungsstärkste Veredelung dar, die in der<br />

Variante NXD tupH ® die hohen Hygienestandards<br />

im Bereich Food & Beverage erfüllt.<br />

NXD tupH ® ist für alle NORD-Antriebskomponenten<br />

mit Aluminium-Glattgehäusen erhältlich:<br />

vom DuoDrive mit integriertem Getriebe<br />

über die energieeffizienten IE3- und<br />

IE5+-Glattmotoren bis hin zu den UNIVERSAL<br />

SMI Schneckengetrieben, NORDBLOC.1-Getrieben<br />

und BLOCK-Flachgetrieben. Künftig<br />

wird auch der dezentrale Frequenzumrichter<br />

NORDAC ON PURE mit NXD tupH verfügbar<br />

sein – ideal für hygienische, autarke Antriebssysteme<br />

aus einer Hand.<br />

Weltweit sind bereits tausende NORD Antriebe<br />

für Food & Beverage im Einsatz: Sie<br />

stehen für hohe Investitionssicherheit, sind<br />

Der lebensmittelkonforme Oberflächenschutz NXD tupH ® von NORD erschließt die Vorteile des<br />

Werkstoffs Aluminium für hygienesensible Applikationen.<br />

robust gebaut und für einen langen Lebenszyklus<br />

konzipiert. Mit der neuen optionalen<br />

Veredelung durch NXD tupH ® sind diese Antriebe<br />

wash-down-fähig und korrosionsbeständig,<br />

nachhaltig und montagefertig ab<br />

Lager verfügbar.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 6/C28<br />

Weitere Informationen:<br />

www.nord.com<br />

Bildquelle: NORD DRIVESYSTEMS<br />

EIN KLEBSTOFF.<br />

TAUSEND MÖGLICHKEITEN.<br />

NULL SORGEN.<br />

Jowatherm ® PO 851.10<br />

Jowat | Unsere Versprechen halten<br />

Besuchen Sie<br />

uns auf der Interpack!<br />

Halle 10.0, Stand E66!<br />

www.jowat.com<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

19


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

entwickelten Mehrkammerverpackung für<br />

Aufschnitt. Zwei separat versiegelte Frischekammern<br />

erlauben portionsweises Öffnen<br />

und senken den Kunststoffverbrauch um<br />

mehr als 70 Prozent gegenüber klassischen<br />

Blisterverpackungen. Möglich wird dies<br />

durch den stabilisierenden Kammeraufbau<br />

und eine Folienstärke von nur 50 µm. Produziert<br />

wird die Verpackung auf einer vollauhohe<br />

Ansprüche an Zukunftsfähige<br />

Lebensmittelverpackungen<br />

Neuheiten auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf<br />

Als weltweit führende Fachmesse der Verpackungsindustrie ist die interpack der zentrale Treffpunkt für alle, die Lösungen<br />

für die drängendsten Herausforderungen der Lebensmittelindustrie entwickeln. Denn die Anforderungen an Lebensmittelverpackungen<br />

sind hoch: maximaler Produktschutz bei minimalem Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit trotz hoher<br />

Hygieneanforderungen, regulatorische Konformität bei gleichzeitig steigendem Kostendruck. Gerade im Foodbereich entscheidet<br />

die richtige Verpackung über Haltbarkeit, Produktsicherheit und Transportfähigkeit – und leistet einen entscheidenden<br />

Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.<br />

ass hier weiterhin großer Handlungsbedarf<br />

besteht, zeigen aktuelle Zahlen<br />

D<br />

des UN-Umweltprogramms (UNEP): Laut<br />

dem „Food Waste Index Report 2024“ werden<br />

weltweit jährlich rund 1,05 Milliarden<br />

Tonnen Lebensmittel verschwendet. Neben<br />

wirtschaftlichen Schäden hat dies erhebliche<br />

ökologische Auswirkungen – schätzungsweise<br />

acht bis zehn Prozent der globalen<br />

Treibhausgasemissionen sind auf Lebensmittel<br />

zurückzuführen, die nie verzehrt<br />

werden. Initiativen wie SAVE FOOD, die von<br />

der interpack gemeinsam mit Partnern aus<br />

Industrie und Institutionen angestoßen wurden,<br />

haben dazu beigetragen, das Bewusstsein<br />

für diese Zusammenhänge zu schärfen.<br />

Auf der interpack stehen heute vor allem<br />

konkrete technologische Antworten im<br />

Fokus: nachhaltige Materialien, intelligente<br />

Verpackungskonzepte und automatisierte,<br />

ressourcenschonende Prozesse für die Lebensmittelverpackung<br />

von morgen.<br />

Recycling wird lebensmitteltauglich<br />

Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR<br />

schreibt eine deutliche Reduzierung von Verpackungsabfällen,<br />

verbindliche Recyclingquoten<br />

und den verstärkten Einsatz von Rezyklaten<br />

vor. Vor allem der Rezyklateinsatz<br />

im Lebensmittelkontakt gilt aber als große<br />

Herausforderung. Immerhin hat kürzlich<br />

die erste Recyclinganlage in Europa eine<br />

RecyClass-Zertifizierung für die Sortierung<br />

lebensmitteltauglicher Kunststoffe erhalten.<br />

Der Betreiber Swedish Plastic Recycling sortiert<br />

derzeit PET-Flaschen, PET-Trays und<br />

PS-Verpackungen aus getrennter Haushaltssammlung<br />

– vollständig rückverfolgbar von<br />

der Sammlung über die Sortierung bis zur<br />

Aufbereitung. Im Forschungsprojekt CRISP<br />

wird bereits an der lebensmitteltauglichen<br />

Aufbereitung von PE und PP gearbeitet.<br />

Parallel investieren Materialhersteller gezielt<br />

in zertifizierte Rezyklate. interpack-Aussteller<br />

WIS Kunststoffe bietet rPE- und rPP-Materialien<br />

mit FDA-Zulassung für den direkten<br />

Lebensmittelkontakt an. Die Materialien<br />

erfüllen bereits die PPWR-Anforderungen<br />

für 2030 und sollen Verpackungsherstellern<br />

Planungssicherheit geben. Einen anderen<br />

technologischen Ansatz verfolgt Mopack.<br />

Die Polyolefin-Feinschrumpffolien der<br />

eco+35-Serie enthalten 35 Prozent chemisch<br />

recyceltes PCR. Es wird auf molekularer<br />

Ebene gereinigt und neu polymerisiert<br />

und erreicht eine hohe Homogenität – mit<br />

klarer Optik, neutralem Geruch und stabiler<br />

Maschinengängigkeit. Seit März 2025 liegt<br />

für die Folien eine DEKRA-Zulassung für<br />

den direkten Lebensmittelkontakt vor.<br />

Verpackungskonzepte neu gedacht<br />

Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur im Material,<br />

sondern auch im Design der Verpackung<br />

selbst. GEA demonstriert dies mit einer neu<br />

GEA PowerPak 7000 PLUS.<br />

Polyolefin-Feinschrumpffolien der eco+35-Serie.<br />

20 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INTERPACK <strong>2026</strong> · MESSEN<br />

tomatischen Linie mit GEA PowerPak-Thermoformer,<br />

MegaSlicer und ShingleLoader.<br />

Auf der kommenden interpack zeigen Maschinenbauer<br />

in den Düsseldorfer Messehallen,<br />

wie sie ihre Systeme zunehmend auf recyclingfähige<br />

Materialien ausrichten. Ulma<br />

Packaging entwickelt Flowpack- und Traysealer-Lösungen<br />

für Monomaterialien sowie papier-<br />

und kartonbasierte Trays. So verarbeitet<br />

die vertikale Hochleistungsmaschine VTC 800<br />

geschnittene Salate und Gemüsemischungen<br />

vollautomatisch – bei hoher Ausbringung und<br />

mit recyclingfähigen Monomaterialien.<br />

Auch Multivac kombiniert nachhaltige Verpackungslösungen<br />

mit hoher Automatisierung.<br />

Eine neue Traysealerlinie für Fertiggerichte<br />

versiegelt beispielsweise Kartontrays<br />

mit dünner, recyclingfähiger Folie unter<br />

Schutzatmosphäre. Ergänzt wird die Linie<br />

durch KI-gestützte Inspektionssysteme, Etikettenkontrolle<br />

und Cobots für das automatische<br />

Stapeln.<br />

Robotik und Automatisierung<br />

gewinnen an Bedeutung<br />

Mit wachsender Produktvielfalt und steigenden<br />

Hygienestandards rückt die Automatisierung<br />

weiter in den Fokus. Stäubli Robotics<br />

bietet ein breites Portfolio an HE-Robotern<br />

(Humid Environment), die so modifiziert<br />

sind, dass sie auch in rauen Umgebungen<br />

prozesssicher arbeiten. In der Fleischverarbeitung<br />

schneiden beispielsweise TX2-<br />

Roboter Produkte per Wasserstrahl. Visionsysteme<br />

ermöglichen zudem die schonende<br />

Hochgeschwindigkeitshandhabung empfindlicher<br />

Lebensmittel.<br />

Ishida hat kürzlich mit der Übernahme<br />

des schwedischen Unternehmens Robot<br />

Grader AB sein Angebot um robotergestützte<br />

Wiege-, Sortier- und Verpackungssysteme<br />

erweitert. Davon profitieren Verarbeiter<br />

von Fleisch, Geflügel oder Fisch sowie insbesondere<br />

Hersteller von Proteinprodukten,<br />

die nun smarte und automatisierte Lösungen<br />

zum exakten Verpacken ihrer Frischprodukte<br />

in Schalen nutzen können.<br />

Nachhaltige Lösungen gemeinsam<br />

entwickeln<br />

Parallel treiben Papier- und Faserlösungen<br />

den Wandel voran. Sappi Europe hat zwei<br />

recycelbare Hochbarrierepapiere mit Sauerstoff-,<br />

Fett- und Wasserdampfbarrieren entwickelt,<br />

die für den direkten Lebensmittelkontakt<br />

geeignet sind. Das heißsiegelfähige<br />

Guard Pro OHS eignet sich für Flow-Wraps,<br />

Sachets, Pillow Bags und Doypacks, während<br />

Guard Pro OMH für Kaltsiegelanwendungen<br />

konzipiert wurde.<br />

Aluminiumlaminate ersetzen UPM Specialty<br />

Papers und Royal Vaassen durch ein faserbasiertes<br />

Barrierepapier für die Verpackung von<br />

Kaffee, Brühe oder Schokolade. Als Trägermaterial<br />

für Barryrwrap dient das Verpackungspapier<br />

UPM Solide Lucent. Es ist glatt, dicht<br />

und zugleich stabil, sodass geringe Beschichtungsgewichte<br />

genügen. UPM testet die Barrierepapierlösungen<br />

auch in neuen Anwendungsfeldern,<br />

darunter faserbasierte Dosenformate<br />

für Chips, Tee oder Getränkepulver.<br />

Heidelberg hat gemeinsam mit Solenis<br />

ein Verfahren für Barrierebeschichtungen<br />

auf flexiblen Papierverpackungen entwickelt,<br />

die ebenfalls für Lebensmittel geeignet<br />

sind. Der Druckmaschinenhersteller hat<br />

dazu die Solenis-Technologie in den Rollen-<br />

Flexodruckprozess mit seiner Boardmaster<br />

integriert. Die Barrieren werden im laufenden<br />

Prozess ausschließlich an den notwendigen<br />

Stellen registergenau auf die Papierbahn<br />

übertragen.<br />

HEIDELBERG und Solenis präsentieren neues Verfahren<br />

für die wirtschaftliche Produktion Barriere beschichteter<br />

flexibler Papierverpackungen.<br />

Nachhaltig verkleben<br />

Auch scheinbar nachgelagerte Komponenten<br />

werden zum Nachhaltigkeitsfaktor.<br />

Jowat senkt mit energieeffizienten Schmelzklebstoffen<br />

den Energiebedarf im Kartonverschluss<br />

in der Lebensmittel- und Tiefkühlindustrie.<br />

Ein neuer Jowatherm-Klebstoff<br />

eignet sich durch seine niedrige Schmelztemperatur<br />

für temperaturempfindliche Produkte<br />

wie Schokolade, während ein weiterer<br />

für den Einsatz im Tiefkühlbereich entwickelt<br />

wurde, etwa für Pizza-, Fertiggerichte-<br />

oder Eisverpackungen. Und Kunden, die<br />

Wert auf nachhaltige Rohstoffe legen, finden<br />

eine biobasierte Jowatherm-Alternative, die<br />

aus Nebenprodukten der Papierherstellung<br />

gewonnen wird und nicht in Konkurrenz zur<br />

Nahrungsmittelproduktion steht.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.interpack.de<br />

Sappi Europe hat mit Guard Pro OHS und Guard Pro OMH zwei recycelfähige Monomaterialpapiere<br />

mit hohem Barriereschutz auf den Markt gebracht.<br />

Bildquelle: Messe Düsseldorf<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

21


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

Für jede Anwendung die richtige<br />

Kennzeichnungstechnologie<br />

REA Elektronik auf der interpack <strong>2026</strong><br />

A<br />

uf der interpack <strong>2026</strong> zeigt man bei<br />

REA seine Innovationen für Kennzeichnung<br />

und Codeprüfung. „Wir haben Hardware-,<br />

Software- und Tintenkompetenz und<br />

sind mit unseren REA Verifier-Systemen führend<br />

in der europäischen Druckqualitätskontrolle“,<br />

sagt Frank Debusmann, Sales Director<br />

National bei REA Elektronik.<br />

Als erfahrener Partner der Industrie unterstützt<br />

REA Elektronik Unternehmen bei der<br />

Einführung des Digitalen Produktpasses. Die<br />

datenbankgestützten Systeme verhindern<br />

Code-Duplikate und integrieren sich nahtlos<br />

in bestehende Produktionslinien – inklusive<br />

normgerechter Qualitätssicherung.<br />

Direktbeschriftung gewinnt an Bedeutung,<br />

da Verpackungen im Sinne der PPWR ressourcenschonend<br />

und recyclingfähig sein<br />

müssen. Dafür zeigt REA Lösungen aus den<br />

Produktlinien REA JET, REA LASER, REA<br />

LABEL und REA Verifier.<br />

REA Print-Inspect: konfigurieren, kennzeichnen und prüfen in einem integrierten Arbeitsablauf<br />

Neu ist der REA UV LASER, der durch Farbumschlag<br />

dauerhafte Kennzeichnungen<br />

in Kunststoffe einarbeitet, sowie der REA<br />

LASER CL 100, ein 100-Watt-CO 2<br />

-Laser für<br />

bis zu 60.000 Produkte pro Stunde. Der REA<br />

JET HR NX mit 1-Zoll-Kartusche ist speziell<br />

für den Digitalen Produktpass konzipiert. Ergänzend<br />

bieten migrationsarme, UV-härtende<br />

Tinten hochwertige Drucke auf Kunststoffen<br />

– ideal für Lebensmittel- und Pharmaverpackungen.<br />

Das Komplettsystem REA Print-<br />

Inspect kombiniert Code-Erstellung, Druck<br />

und automatische Kontrolle, wahlweise als<br />

Einzelkomponenten oder Turn-Key-Lösung.<br />

Zudem präsentiert REA einen Prototypen<br />

der nächsten Generation von REA Verifier-<br />

Systemen, die neue Standards in der Codeprüfung<br />

setzen soll. „Wir finden für jede Anwendung<br />

die passende Technologie“, fasst<br />

Debusmann zusammen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 8b/C17<br />

Weitere Informationen:<br />

www.rea.de<br />

Bildquelle: REA<br />

intelligente Endverpackung<br />

Lantech auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Lantech präsentiert auf der kommenden<br />

interpack in Düsseldorf sein vollständiges<br />

Programm an Endverpackungslösungen.<br />

Als weltweit führender Anbieter für Sekundärverpackungsanlagen<br />

zeigt das Unternehmen<br />

Innovationen aus allen drei Produktbereichen<br />

– Kartonverarbeitung, Stretchwickler<br />

sowie Tray- und Deckelverarbeitung. Im<br />

Fokus stehen Technologien, die Effizienz,<br />

Verfügbarkeit und Smart-Factory-Integration<br />

erhöhen. Zu den Messe-Highlights zählen<br />

die automatische Stretchwickelmaschine<br />

SL mit automatischem Rollenwechsel<br />

für maximale Produktivität, der präzise Kartonaufrichter<br />

C1000 mit Total Control System<br />

für perfekt rechtwinklige Kartons sowie<br />

das kompakte Parcel Pack-System mit neuer<br />

Rücksendeoption. Ergänzt wird die Präsentation<br />

durch Live-Demonstrationen und Einblicke<br />

in Lantechs LINC ® -Plattform, die intelligente<br />

Datenanalyse und Vernetzung der<br />

Maschinen ermöglicht.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 13/C47<br />

Weitere Informationen:<br />

www.lantech.com<br />

22 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INTERPACK <strong>2026</strong> · MESSEN<br />

Solutions für Processing & Packaging<br />

Leuze auf der interpack – Sensorlösungen für sichere, automatisierte Verpackungsprozesse<br />

Effizient und sicher verpacken, ohne Produktivitätseinbußen:<br />

Das gelingt nur<br />

mit leistungsfähiger Sensorik und intelligenter<br />

Automatisierung. Welche Lösungen die<br />

Processing & Packaging Branche dafür nutzen<br />

kann, zeigt Leuze auf der diesjährigen<br />

interpack in Düsseldorf. Vom 7. bis 13. Mai<br />

<strong>2026</strong> veranschaulichen die Sensor People,<br />

wie Hersteller und Betreiber ihre Maschinen<br />

und Produktionslinien zukunftsfähig gestalten<br />

können.<br />

Innovative Lösungen für die<br />

Verpackungsbranche<br />

Im Mittelpunkt des Leuze-Messestands stehen<br />

innovative Lösungskonzepte, die mit unterschiedlicher<br />

Sensorik eine effiziente und<br />

sichere Automatisierung ermöglichen.<br />

So erfahren Besucher, wie sich Übergabestationen<br />

selbst dann lückenlos sichern lassen,<br />

wenn die Breite oder Position der Ware<br />

auf der Palette oder die Position der Palette<br />

auf dem Förderer variiert. Realisiert wird<br />

dies durch eine Safety Solution mit dynamischer<br />

Formatanpassung. Diese Lösung ist<br />

zudem mit einem 3D-Volumen-Messsystem<br />

ausgestattet, das die automatisierte Vermessung<br />

von Paketen, Behältern und Warenströmen<br />

ermöglicht und somit einen erheblichen<br />

Mehrwert für Lagerlogistik und Versandzentren<br />

bietet.<br />

Die Experten von Leuze präsentieren in<br />

Düsseldorf außerdem eine Safety Solution zur<br />

Zugangssicherung in der Gabelstapler-Logistik:<br />

An Übergabestationen wird damit zuverlässig<br />

zwischen Personen und Stapler unterschieden.<br />

Betreiber profitieren von maximaler<br />

Sicherheit während des laufenden Anlagenbetriebs<br />

– selbst bei hoher Auslastung.<br />

Robust und hygienisch<br />

im Miniformat<br />

Leistungsfähige und robuste Sensorik rundet<br />

den Messeauftritt ab, darunter Edelstahlserien<br />

im Miniaturgehäuse: Die Sensoren im<br />

Wash-Down- oder Hygienedesign eignen sich<br />

optimal für Detektionsaufgaben in hygienesensiblen<br />

Produktions- und Verpackungsprozessen<br />

in den Bereichen Lebensmittel<br />

und Pharma. Zudem gelten bei der Verpackung<br />

steriler Arzneimittel und Medizinprodukte<br />

mit der aktualisierten Pharma-Richtlinie<br />

GMP (Annex 1) strengere Vorgaben auch<br />

an die Sensorik. Leuze zeigt, wie sich diese<br />

neuen Anforderungen der Richtlinie sicher,<br />

effizient und regelkonform erfüllen lassen.<br />

Edelstahlserien im Miniaturgehäuse mit<br />

Wash-Down- oder Hygienedesign.<br />

Mit ihren Lösungen bieten die Sensor People<br />

praxisnahe Antworten auf aktuelle Herausforderungen<br />

– von flexibler, sicherer Zugangssicherung<br />

bis zu hygienischer Detektion.<br />

So bleiben automatisierte Prozesse effizient<br />

und zukunftsfähig.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 13/D73<br />

Weitere Informationen:<br />

www.leuze.com<br />

Bildquelle: Leuze<br />

Produktion, die mehr leistet?<br />

MULTIVAC Smart Production<br />

steht für besonders zuverlässige, wirtschaftliche<br />

und nachhaltige Produktionsprozesse.<br />

Integrierte Linienlösungen und Robotik verbessern<br />

Bedienbarkeit, Performance und Qualität.<br />

Smart Services und KI sorgen für mehr Transparenz,<br />

höhere Verfügbarkeit und maximale Effizienz.<br />

#Think connected.<br />

Erleben Sie Smart Packaging.<br />

Live auf der interpack in Düsseldorf<br />

7. – 13. Mai <strong>2026</strong> | Halle 5 | Stand A23<br />

#Get connected.<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

23


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

innovative End-of-Line-Lösungen<br />

Automatisierte Verpackungssysteme der EOL Gruppe auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Auf der interpack in Düsseldorf zeigt A+F<br />

Automation + Fördertechnik GmbH als<br />

Teil der EOL Gruppe vom 7. bis 13. Mai<br />

<strong>2026</strong> ihre neuesten End-of-Line-Konzepte.<br />

Am Messestand präsentiert das Unternehmen<br />

integrierte Systemlösungen, die durch<br />

hohe Prozesssicherheit, Flexibilität und Erfahrung<br />

überzeugen.<br />

Die EOL Gruppe bündelt vier spezialisierte<br />

Unternehmen unter einem Dach und bietet<br />

damit umfassende Lösungen für Verpackung,<br />

Palettierung und Automatisierung.<br />

Auf der Messe demonstriert die Gruppe praxisorientierte<br />

Technik und innovative Maschinenkonzepte,<br />

die gezielt auf die Anforderungen<br />

der Lebensmittel-, Getränke- und<br />

Tiernahrungsindustrie abgestimmt sind.<br />

Aluminiumschalen – können prozesssicher<br />

aufgenommen, aufgerichtet und für die Kartonierung<br />

bereitgestellt werden. Damit adressiert<br />

das System Anwendungen, bei denen<br />

klassische Zuführprinzipien schnell an<br />

ihre Grenzen stoßen. Ein zentraler Mehrwert<br />

im Produktionsalltag ist der schnelle<br />

Formatwechsel: Die formatflexiblen Fächer<br />

sind perspektivisch einfach austauschbar,<br />

während unabhängig arbeitende Züge zügig<br />

auf neue Produktgrößen eingestellt werden<br />

können – ideal für Linien mit hoher Variantenvielfalt.<br />

Gleichzeitig setzt die Fächerkette<br />

auch in puncto Leistung neue Maßstäbe.<br />

Mit Zielwerten von bis zu 600 Schalen und<br />

rund 130 Beuteln pro Minute liegt das System<br />

bewusst über den heute üblichen Marktanforderungen<br />

und schafft Leistungsreserven<br />

für zukünftiges Wachstum.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 11/C60<br />

Weitere Informationen:<br />

www.af-gmbh.de; www.eol.group/de<br />

Bildquelle: EOL Gruppe,<br />

A+F Automation + Fördertechnik GmbH<br />

EOL Gruppe präsentiert Lösungen<br />

für die Branche<br />

Mit dem neuen Fächerketten-Modul stellt<br />

A+F eine Zuführlösung vor, die speziell für<br />

Beutel- und Schalenprodukte aus der Food-,<br />

Molkerei-, Snack-, Fleisch- und Tiernahrungsindustrie<br />

entwickelt wurde. Unterschiedlichste<br />

Verpackungsformate – von<br />

flexiblen Beuteln bis hin zu Tiefzieh- und<br />

Fächerketten-Modul von A+F Automation + Fördertechnik GmbH.<br />

Automatisierung mit echtem Mehrwert erleben<br />

OMRON auf der interpack <strong>2026</strong><br />

OMRON zeigt auf der interpack <strong>2026</strong><br />

in Düsseldorf integrierte Automatisierungslösungen,<br />

bei denen Motion, Sensorik,<br />

Sicherheit und Bildverarbeitung in einer gemeinsamen<br />

Architektur zusammenarbeiten.<br />

Im Fokus stehen modulare Maschinen- und<br />

Linienkonzepte mit Delta-Roboter, flexiblen<br />

Konfigurationen und IO-Link-fähiger Sensorik,<br />

die schnelle Produktwechsel, weniger<br />

Engineering-Aufwand und eine sichere Erkennung<br />

anspruchsvoller Materialien ermöglichen.<br />

Ergänzend demonstriert OMRON Motion-Control<br />

mit integrierter funktionaler Sicherheit<br />

sowie bildverarbeitungsbasierte Inspektionslösungen<br />

bis hin zu automatisierten<br />

Fläschchen-Handling-Systemen für regulierte<br />

Pharmaanwendungen, die manuelle Eingriffe<br />

reduzieren und konstante Qualität sichern.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 16/D72-11<br />

Weitere Informationen:<br />

www.omron.de<br />

Bildquelle: OMRON<br />

24 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


Future-Proof Packaging<br />

Papers in Aktion<br />

Sappi auf der interpack <strong>2026</strong><br />

sappi präsentiert auf der kommenden<br />

interpack ein umfassendes Portfolio<br />

papierbasierter, recycelbarer Verpackungslösungen<br />

für flexible Verpackungen, Karton,<br />

Etiketten und Transportverpackungen, mit<br />

Fokus auf funktionale Barriere- und Hochbarrierepapiere<br />

für Lebensmittel-, Tee- und<br />

Süßwarenanwendungen. Gleichzeitig unterstreicht<br />

das Unternehmen seine Beratungskompetenz<br />

entlang der gesamten Verpackungs-<br />

und Kennzeichnungskette sowie<br />

seine Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Zirkularität<br />

und zertifizierte Rohstoffe.<br />

Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das<br />

dreigeteilte Portfolio für flexible Verpackungen<br />

mit den Segmenten Seal, Guard und<br />

Guard Pro, das von heißsiegelfähigen Papieren<br />

mit geringer Barriere bis hin zu Hochbarrierepapieren<br />

gegen Sauerstoff, Wasserdampf,<br />

Fett sowie MOSH/MOAH reicht und<br />

damit Anwendungen von Schokolade über<br />

Kaffee bis zu Trockenprodukten abdeckt.<br />

Sappi hebt besonders die Hochbarrierepapiere<br />

Guard Pro OHS (Gloss, Natural) und<br />

das neue Guard Pro OMH hervor, die hohe<br />

Produktsicherheit gewährleisten und Markeninhabern<br />

den Umstieg von Kunststoffauf<br />

papierbasierte Monomateriallösungen<br />

im industriellen Maßstab erleichtern.<br />

Über flexible Verpackungen hinaus zeigt<br />

Sappi mit Fusion-Liner, Algro-Frischfaserkarton<br />

und Parade Label Nassleim-Etikettenpapieren<br />

Lösungen, die Verpackungen<br />

vom reinen Transportschutz zu aufmerksamkeitsstarken<br />

Markenkontaktpunkten machen<br />

und zugleich hohe Prozesssicherheit<br />

in Hochgeschwindigkeits-Produktionsumgebungen<br />

bieten, inklusive Mehrwegsystemen<br />

mit sicherer Ablösbarkeit. Am Messestand<br />

können Besucher anhand realer Anwendungen<br />

aus Süßwaren, Tee, Kaffee, Lebensmitteln,<br />

Getränken und Non-Food live erleben,<br />

wie konstante Materialqualität und einheitliche<br />

Papierfarbtöne einen konsistenten Markenauftritt<br />

über alle Kontaktpunkte hinweg<br />

unterstützen.<br />

Das Standkonzept im Kaufhausstil führt als<br />

erzählerische Reise von Papierbögen und<br />

-rollen bis zu fertigen Verpackungen; Möbel,<br />

Beleuchtung und Dekoration aus Papier<br />

demonstrieren zusätzlich die Leistungsfähigkeit<br />

des Materials. Ein Highlight ist das<br />

Sappi Café, in dem Besucher bei Tee, Kaffee<br />

oder Eis papierbasierte, recycelbare Monomateriallösungen<br />

– etwa die Kombination<br />

von Algro Design mit Hochbarrierepapier für<br />

Zimtschnecken-Verpackungen – im direkten<br />

Verbrauchererlebnis kennenlernen und in<br />

Gesprächen mit Sappi-Experten individuelle<br />

technische oder regulatorische Fragestellungen<br />

vertiefen können.<br />

Alle vorgestellten Sappi-Papiere bestehen aus<br />

erneuerbaren Rohstoffen, sind als Monomaterial<br />

im Papierabfallstrom recycelbar und für<br />

direkten Lebensmittelkontakt geeignet; sie<br />

sind auf Anfrage als FSC Mix Credit oder zu<br />

100 Prozent PEFC-zertifiziert verfügbar und<br />

unterstützen damit das Engagement des Unternehmens<br />

für nachhaltige Forstwirtschaft.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 8a/B27..B35<br />

Weitere Informationen:<br />

www.sappi.com<br />

Bildquelle: Sappi<br />

LÖDIGE auf<br />

der interpack:<br />

Halle 4<br />

Stand E06<br />

Ihr Solution<br />

Provider für:<br />

Mischen<br />

Granulieren<br />

Trocknen<br />

Coaten<br />

Reagieren<br />

ALWAYS THE RIGHT MIX<br />

www.loedige.de


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

Es geht um die Wurst<br />

Hygienisches Verpacken ungenormter Fleischwaren bei SEW-EURODRIVE<br />

Nürnberger Rostbratwürste werden bei<br />

der Produktion bislang einzeln und manuell<br />

der Verpackungsmaschine zugeführt.<br />

Um die Zuverlässigkeit, Prozess-Sicherheit<br />

und Wirtschaftlichkeit der Wurstherstellung<br />

zu steigern, konstruierte ein Maschinenbau-<br />

Expertenteam eine automatische Einlegemaschine.<br />

Sie beinhaltet Edelstahlantriebe und<br />

Automatisierungstechnik aus dem MOVI-C ® -<br />

Portfolio von SEW-EURODRIVE.<br />

Maschinen in diesem Umfeld müssen totraumfrei<br />

konstruiert, glattflächig und leicht<br />

zu reinigen sein. Durch die partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit des Sondermaschinenbauers<br />

mb bergmann mit dem Edelstahlexperten<br />

Eberhardt sowie dem Antriebsund<br />

Automatisierungsexpertenteam von<br />

SEW-EURODRIVE entstand eine Sondermaschine<br />

im Hygienic Design für das Verpacken<br />

ungenormter Fleischwaren.<br />

Sie ist doppelläufig aufgebaut, mit zwei gespiegelten<br />

Linien und jeweils mehreren<br />

Transportspuren. Um die unsortiert ankommenden<br />

Produktströme zu entzerren, werden<br />

die Würste zunächst über zwei Verteilerrutschen<br />

auf die Spuren verteilt. Anschließend<br />

richtet ein Stufenförderer die Würstchen aus<br />

und vereinzelt sie spurgenau. Ein Dosierband<br />

stellt sicher, dass jede Stufe exakt eine<br />

Wurst erhält. Per Kamera werden zu krumme<br />

oder beschädigte Produkte erkannt. Würste<br />

mit Abweichungen in Länge, Geometrie oder<br />

Kontur werden ausgeschleust.<br />

Dann übernimmt ein zweiter Stufenförderer<br />

die geprüften Würste und führt sie einem<br />

Taktband zu, das Abstände und Positionen<br />

für die Greiferaufnahme definiert. Am Linienende<br />

nimmt ein spezieller Vakuumgreifer 56<br />

Würste pro Hub auf. Das entspricht vier Packeinheiten<br />

bei einer traditionellen 14er‐Bestückung.<br />

Weil er zwischen beiden Linien<br />

verfährt, werden insgesamt 112 Würste pro<br />

Hub bewegt. Somit wird eine Prozessleistung<br />

bis zu 1000 Würsten pro Minute erzielt.<br />

SEW-EURODRIVE lieferte die Antriebs‐ und<br />

Steuerungstechnik für die Wursteinlegemaschine.<br />

Der Automatisierungsbaukasten<br />

MOVI‐C ® ermöglicht eine frei kombinierbare<br />

Auswahl aus Planeten‐, Winkel‐ und Stirnradgetrieben<br />

sowie Asynchron‐ und Servomotoren<br />

in Edelstahlausführung – exakt<br />

passend zu Einbausituation, Dynamik und<br />

Hygieneanforderungen. Als lüfterlose Edelstahl‐Getriebemotoren<br />

im Hygienic Design<br />

(IP69K) kommen Servogetriebemotoren<br />

PSH.. /CM2H.. für die Verteilung und Taktbildung<br />

sowie Winkelgetriebe mit Asynchronmotoren<br />

KES../TENV.. für Stufen‐ und Dosierförderer<br />

zum Einsatz. Sie werden durch<br />

Schaltschrankumrichter MOVIDRIVE ® geregelt<br />

und durch den MOVI‐C ® CONTROLLER<br />

Typ UHX65A gesteuert.<br />

Besucher der interpack <strong>2026</strong> können sich<br />

bei SEW-EURODRIVE von den vielfältigen<br />

Möglichkeiten des Automatisierungsbaukastens<br />

MOVI‐C ® überzeugen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 6/C49<br />

Weitere Informationen:<br />

www.sew-eurodrive.de<br />

Bildquelle: SEW-EURODRIVE<br />

Circular Economy meets Technology<br />

Schütz treibt Effizienz im Verpackungskreislauf weiter voran<br />

Schütz setzt auf der interpack <strong>2026</strong> unter<br />

„Circular Economy meets Technology“<br />

ein klares Zeichen, indem technologische<br />

Leistung und Kreislaufwirtschaft zu einem<br />

effizienten System für den gesamten Produktlebenszyklus<br />

verschmelzen. „Circular by<br />

Design“ macht Kreislauffähigkeit zum Kernprinzip:<br />

Robust-langlebige, materialsparende<br />

IBCs sind sicher einsetzbar, wiederverwendbar<br />

und hoch recycelbar. Geschäftsführer Veit<br />

Enders: „Unsere Kreislaufprozesse basieren<br />

auf einem klar strukturierten System: Rückholung,<br />

Aufbereitung und hochwertiges Recycling<br />

greifen weltweit ineinander“. Die Fertigungstiefe<br />

– von Werkzeugentwicklung über<br />

Extrusionsblasverfahren bis interne Aufbereitung<br />

– sichert einheitliche Standards. Multilayer-Technologie<br />

kombiniert Stabilität, Barrieren,<br />

Antistatik und Recyclinganteile flexibel<br />

ohne Einbußen. Mit über 70 Standorten<br />

gewährleistet Schütz identische Qualität. Der<br />

Ticket Service ermöglicht geschlossene Kreisläufe:<br />

Gebrauchtes wird zurückgeholt, gereinigt,<br />

rekonditioniert oder recycelt, um Gitterkörbe<br />

und Regranulat wieder einzusetzen.<br />

Dieser Ansatz schafft messbare Effizienzvorteile<br />

in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit<br />

und positioniert Schütz als Vorreiter<br />

für zukunftsfähige Verpackungen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 10/D22..E34<br />

Weitere Informationen:<br />

www.schuetz.net<br />

26 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INTERPACK <strong>2026</strong> · MESSEN<br />

Bewegung in die Prozesse gebracht<br />

Eirich auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Auf der interpack <strong>2026</strong> präsentiert Eirich<br />

als Experte für Misch- und Aufbereitungstechnologie<br />

ganzheitliche Lösungen für<br />

die Prozess- und Verpackungsindustrie mit einem<br />

Schwerpunkt auf energieeffizienten Verfahren<br />

zur Rohstoffaufbereitung. Die Weltleitmesse<br />

dient dabei als Bühne, um zu zeigen,<br />

wie Eirich Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit,<br />

ressourcenschonende Fertigung und<br />

Smart Manufacturing in stabile, digital gesteuerte<br />

Produktionsprozesse übersetzt.<br />

Als technologischer Taktgeber demonstriert<br />

das Unternehmen, wie sich komplexe Aufbereitungsprozesse<br />

beherrschen lassen, indem<br />

Prozessschritte wie Mischen, Granulieren,<br />

Kneten und Coaten in einem einzigen Aggregat<br />

vereint werden. Diese Integration reduziert<br />

Schnittstellen und Kontaminationsrisiken,<br />

senkt den Energiebedarf und schafft ideale<br />

Bedingungen für Anwendungen mit hohen<br />

Qualitätsanforderungen, insbesondere in<br />

den Segmenten Food und Pharma.<br />

In der Lebensmittelproduktion ermöglichen<br />

die multifunktionalen Mischsysteme die effiziente<br />

Verarbeitung unterschiedlicher Materialzustände<br />

– von Pulver über Granulate bis<br />

zu plastischen Massen – innerhalb eines Prozesses.<br />

Mit dem One-Pot-Verfahren bündelt<br />

Eirich mehrere Schritte in einem Prozessor,<br />

verschlankt Entwicklungs- und Produktionsabläufe,<br />

reduziert Investitions- und Betriebskosten<br />

und erleichtert die Übertragung von<br />

Formulierungen aus dem Labor in den Produktionsmaßstab.<br />

Eirich präsentiert auf der Interpack eine Anlage, die<br />

Mischen, Granulieren, Kneten und Coaten in einem Schritt<br />

vereint – energieeffizient und kompakt.<br />

Ein Beispiel für das Einsparpotenzial ist die<br />

Mischgranulation als Alternative zum klassischen,<br />

energieintensiven Sprühturmverfahren.<br />

Während beim Sprühturm zunächst eine wässrige<br />

Suspension erzeugt und das Wasser anschließend<br />

unter hohem thermischem Energieeinsatz<br />

verdampft wird, erlaubt der Eirich-<br />

Intensivmischer die Herstellung feiner Mikrogranulate<br />

direkt aus trockenen oder leicht<br />

angefeuchteten Ausgangsstoffen. Trockenmischen,<br />

Homogenisieren und Granulieren erfolgen<br />

in einem Aggregat, wodurch Energiebedarf<br />

und Anlagenraum sinken und die Skalierung<br />

vom Labor in die Produktion erleichtert wird.<br />

Zusätzlich können im gleichen Aggregat Wirkund<br />

Inhaltsstoffe wie Aromen, Vitamine, Süßstoffe<br />

oder Säuren verkapselt werden, um Produkte<br />

mit kontrollierter Freisetzung und verlängerter<br />

Haltbarkeit zu realisieren. Die speziell<br />

für hygienische und kontaminationssensible<br />

Anwendungen entwickelte Clean-Line-Serie<br />

erfüllt die Anforderungen der Lebensmittelindustrie,<br />

sorgt für hohe Homogenität, präzise<br />

Wirkstoffverteilung und absolute Rezepttreue<br />

sowie reproduzierbare Produkteigenschaften<br />

in Farbe, Oberfläche und Konsistenz.<br />

Ein weiterer Vorteil der Eirich-Technologie<br />

liegt in der Effizienz der Abläufe: Kürzere<br />

Prozesszeiten, geringere Ausschussmengen,<br />

reduzierter Energieverbrauch und minimierte<br />

Reinigungs- und Handlingsaufwände<br />

tragen zu einem insgesamt wirtschaftlicheren<br />

Betrieb bei und unterstützen Hersteller<br />

dabei, strengere Qualitäts- und Nachhaltigkeitsziele<br />

zu erreichen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 4/B05<br />

Weitere Informationen:<br />

www.eirich.de<br />

Bildquelle: Eirich<br />

Automatisierte Verpackungsmaschinen, Anlagen und<br />

Systeme für die Getränke- und Lebensmittelindustrie.<br />

Lückenlos.<br />

Grenzenlos.<br />

Makellos.<br />

Treffen Sie uns!<br />

7. - 13. Mai<br />

Düsseldorf<br />

Halle 11, Stand C60<br />

www.eol.group<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

27


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

Präzision und Homogenität im MikrogrammBereich<br />

Gebrüder Lödige Maschinenbau GmbH auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Verfahrenstechnische Lösungen für ein<br />

Trendprodukt: Zur interpack stellt Gebrüder<br />

Lödige Maschinenbau GmbH nicht<br />

nur ein breites Spektrum an Misch-, Trocknungs-,<br />

Granulier- und Coating-Systemen vor,<br />

sondern auch innovative Ansätze zur Produktion<br />

von Nicotine Pouches.<br />

Hohe produktionstechnische<br />

Anforderungen<br />

Durch die steigende Nachfrage sind Nicotine<br />

Pouches attraktiv für die Genussmittelindustrie.<br />

Gleichzeitig stehen die Hersteller<br />

entsprechender Produkte damit zunehmend<br />

vor der Aufgabe, ihre Prozesse effizienter zu<br />

gestalten. Ein Ansatzpunkt ist dabei die Zugabe<br />

des Nikotins. Diese erfolgte bei den<br />

ersten Produkten auf dem Markt zumeist in<br />

pulvriger Form.<br />

muss das Flüssignikotin exakt gleichmäßig<br />

im Träger-Substrat verteilt und homogen eingearbeitet<br />

sein.<br />

Chargen-Pflugschar ® -Mischer von Lödige.<br />

aus, sondern ermöglichen auch eine hochpräzise<br />

Dosierung der Flüssigkeitszugabe.<br />

Alle Chargen zeigen dadurch gleichbleibend<br />

und reproduzierbar die identischen Produktparameter.<br />

Damit stimmt zum einen der<br />

Wirkstoffgehalt in jedem Pouch. Zum anderen<br />

lässt sich das komplette gemischte Produkt<br />

in dieser Form überhaupt erst gut weiterverarbeiten<br />

und verpacken.<br />

Als weiterer Vorteil sind die Maschinen gut zu<br />

reinigen, was den Produktwechsel zwischen<br />

zwei Chargen beschleunigt und erleichtert.<br />

Die Voraussetzung dafür schafft eine reinigungsgerechte<br />

Konstruktion des Mischers<br />

inkl. aller produktberührten Bauteile. Je nach<br />

angestrebter Kapazität kommen bei der Produktion<br />

von Nicotine Pouches üblicherweise<br />

Maschinen mit einem Trommelvolumen zwischen<br />

300 und 3000 l zum Einsatz.<br />

Kostengünstiger, aber auch prozesstechnisch<br />

anspruchsvoller ist hingegen die Verwendung<br />

von flüssigem Nikotin. Allerdings<br />

handelt es sich dabei in Reinform um ein<br />

potenziell gefährliches Kontaktgift. Das bedeutet:<br />

Um unerwünschte Nebenwirkungen<br />

durch eine Überdosierung zu vermeiden,<br />

Pflugschar ® -Mischer als Lösung<br />

Eine leistungsfähige Lösung für diese anspruchsvolle<br />

Aufgabe bieten anwendungsspezifisch<br />

ausgestattete Chargen-Pflugschar ® -<br />

Mischer von Lödige. Diese zeichnen sich<br />

nicht nur durch eine sehr hohe Mischgüte<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 4/E06<br />

Weitere Informationen:<br />

wwww.loedige.de<br />

Bildquelle: Gebrüder Lödige Maschinenbau<br />

Gesamtlösungen von der Portionierung<br />

bis in die Verpackung<br />

VEMAG auf der interpack <strong>2026</strong><br />

VEMAG Maschinenbau GmbH zeigt auf<br />

der interpack durchgängige Automatisierungslösungen<br />

– von der grammgenauen<br />

Portionierung bis zur präzisen Verpackungsablage<br />

– für Industrie und Handwerk live an<br />

vier Linien.<br />

Die Systeme kombinieren Rohstoffschonung,<br />

hohe Gewichtsgenauigkeit und Reproduzierbarkeit<br />

für minimale Giveaways, reduziertes<br />

Rework und geringere Kosten. Hygienisches,<br />

kontaktloses Handling sorgt für<br />

konstante Produktqualität trotz Fachkräftemangel.<br />

Dank Baukastensystem aus Vakuumfüllmaschinen<br />

und Vorsatzgeräten bleiben<br />

Betriebe flexibel bei Varianten, Formaten und<br />

Integrationsoptionen.<br />

Gezeigt werden u. a. eine Burger-Linie mit automatischer<br />

Patty-Produktion, eine flexible<br />

FKL609-Anlage für pastöse und flüssige Produkte,<br />

eine mehrbahnige Schalendosierung<br />

mit Deltakinematik und eine kompakte SL309-<br />

Beladelinie für beengte Platzverhältnisse.<br />

Ergänzend hat man bei VEGA Sonderlösungen<br />

sowie SmartLink-Software für Prozessoptimierung<br />

und Anwendungstests im Kundencenter<br />

im Portfolio.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 4/C55<br />

Weitere Informationen:<br />

www.vemag.de<br />

28 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


INTERPACK <strong>2026</strong> · MESSEN<br />

Klebstofflösungen für sorgenfreie<br />

Verpackungsprozesse<br />

Jowat SE auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf<br />

zeigt man bei Jowat SE unter dem<br />

Motto „Say goodbye to stringing“, wie Verpackungsprozesse<br />

effizient, sauber und sorgenfrei<br />

gestaltet werden können. Im Mittelpunkt<br />

stehen Klebstofflösungen, die Prozesse<br />

stabilisieren und Anwender entlasten, indem<br />

innovative Klebstoffe in Kombination<br />

mit praxisnaher Beratung Fadenzugprobleme<br />

minimieren.<br />

Besonders im Fokus steht Jowatherm ® PO<br />

851.10. Er glänzt bei der End-of-line-Klebung<br />

von Verpackungen durch hohe Ergiebigkeit,<br />

saubere Verarbeitung, scharfen Fadenabriss,<br />

hohe Haftung auf anspruchsvollen<br />

Oberflächen sowie lebensmittelrechtliche<br />

Unbedenklichkeit. Als weiteres<br />

Highlight präsentiert Jowat Jowatherm ® PO<br />

851.20, der speziell für Hochgeschwindigkeits-<br />

und Hochtemperaturanwendungen<br />

entwickelt wurde und maximale Produktivität<br />

auch bei kurzen Presszeiten und herausfordernden<br />

Temperaturen sicherstellt. Seine<br />

Premiere feiert Jowatherm ® 855.00, der<br />

erste universelle Cap-Klebstoff in Granulatform<br />

für automatische Fördersysteme bei<br />

Verschlussklebungen auf Getränkekartons.<br />

Ergänzend präsentiert Jowat erstmals ein<br />

neues, erweitertes Sortiment an Dispersionsund<br />

Schmelzklebstoffen für die Etikettierung<br />

auf Kunststoff-, Glas- sowie Metallbehältern<br />

sowie die neue Dispersionsklebstoff-Serie<br />

Jowacoll ® 732.4x für die Faltschachtelproduktion<br />

mit breitem Adhäsionsspektrum.<br />

Jowat versteht sich als ganzheitlicher Prozesspartner,<br />

nicht nur als Lieferant: Von Situationsanalyse<br />

über Labortests bis zu Feldversuchen<br />

werden Lösungen konsequent auf reale<br />

Anforderungen abgestimmt, um stabile, effiziente<br />

und sorgenfreie Verpackungsprozesse<br />

weltweit sicherzustellen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 10/E66<br />

Weitere Informationen:<br />

www.jowat.de<br />

Bildquelle: Jowat SE<br />

Individuelle Lösungen statt Standard<br />

Minebea Intec auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Auf der interpack präsentiert Minebea<br />

Intec maßgeschneiderte Lösungen statt<br />

reiner Standardprodukte. Unter dem Motto<br />

„Engineered for you“ steht im Mittelpunkt<br />

der Weg von individuellen Kundenanforderungen<br />

hin zu technisch und wirtschaftlich<br />

optimalen Systemen – vom Engineering bis<br />

zur Implementierung.<br />

Produzierende Unternehmen profitieren von<br />

Lösungen, die steigende Energiekosten, höhere<br />

Qualitätsansprüche, Nachhaltigkeitsziele<br />

und maximale Anlagenverfügbarkeit adressieren.<br />

Highlights sind die Kontrollwaage<br />

Flexus ® Kombi für Gewichtskontrolle, Vollständigkeitsprüfung<br />

und Fremdkörperdetektion<br />

(bis 600 Stück/Minute, hygienisches Design),<br />

das Röntgensystem Dylight für umfassende<br />

Inline-Qualitätschecks (Fremdkörper,<br />

Füllstand, Verschluss), die Red-Dot-preisgekrönte<br />

Bedienoberfläche Blue HMI für intuitive<br />

Steuerung aller Systeme sowie die neuen<br />

Tisch- und Bodenwaagen MiNexx ® mit hoher<br />

Präzision, Cybersecurity (IEC 62443)<br />

und Blue-HMI-Integration. Ergänzt wird dies<br />

durch die Software SPC@Enterprise zur zentralen<br />

Datenanalyse und Prozessoptimierung.<br />

Minebea Intec lädt zu praxisnahen Demos<br />

und persönlichem Dialog ein, bei dem Experten<br />

das ganzheitliche Zusammenspiel aus<br />

Hardware, Software und Beratung erläutern –<br />

für messbaren Mehrwert in Branchen wie Lebensmittel,<br />

Pharma und Chemie.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 11/G73<br />

Weitere Informationen:<br />

www.minebea-intec.com<br />

Bildquelle: Minebea Intec<br />

Kontrollwaage<br />

Flexus ® Kombi<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

29


MESSEN · INTERPACK <strong>2026</strong><br />

Smarte Lösungen für die Lebensmittelproduktion<br />

von morgen<br />

MULTIVAC Group auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Unter dem Motto „Think connected“<br />

stellt die MULTIVAC Group auf der<br />

interpack <strong>2026</strong> innovative Lösungen für die<br />

Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln<br />

aller Art vor. Von Handwerk bis Industrie<br />

bietet MULTIVAC Lösungen mit Mehrwert,<br />

die aktuelle Anforderungen nach Effizienz,<br />

Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit<br />

perfekt vereinen. Schwerpunktthemen<br />

des Messeauftritts sind Smart Packaging<br />

und Smart Production – mit halb- und vollautomatischen<br />

Lösungen im Livebetrieb, interaktiven<br />

Demos und Musterpackungen unterschiedlichster<br />

Kundenanwendungen.<br />

Smart Packaging – mehr als<br />

nur Verpackung<br />

Im Bereich Smart Packaging zeigt mab bei<br />

MULTIVAC, wie Verpackungen und die dazu<br />

gehörigen Prozesse neu gedacht werden.<br />

Das Portfolio reicht von fundierter Verpackungsberatung<br />

über die Umsetzung intelligenter<br />

Verpackungsdesigns und die Nutzung<br />

effizienter Technologien bis hin zum Einsatz<br />

nachhaltiger Materialien – immer mit dem<br />

Ziel, echten Mehrwert entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette zu schaffen. Ein<br />

besonderer Fokus liegt dabei auf regulatorischen<br />

Vorgaben aus der PPWR und resultierenden<br />

Anforderungen in Bezug auf Kreislaufwirtschaft,<br />

Materialreduktion und Reduzierung<br />

des CO 2<br />

-Fußabdrucks. Ergänzt<br />

wird das Angebot durch digitale Lösungen,<br />

etwa einen digitalen Produktpass, der Verpackungen<br />

zunehmend zu Informationsträgern<br />

macht und Transparenz für Hersteller,<br />

Handel und Verbraucher schafft. Mit diesem<br />

ganzheitlichen Ansatz unterstützt MULTIVAC<br />

seine Kunden dabei, Verpackungslösungen<br />

zukunftssicher weiterzuentwickeln.<br />

Mehr Effizienz in der Linie –<br />

Smart Production<br />

Im Themenfeld Smart Production stehen integrierte<br />

Linienlösungen mit unterschiedlichsten<br />

Verpackungstechnologien und Robotik<br />

im Fokus, die Bedienbarkeit, Leistungsfähigkeit<br />

und Produktqualität gezielt verbessern.<br />

Digitale Lösungen, wie die MULTIVAC<br />

Smart Services und KI-gestützte Anwendungen<br />

sorgen zudem für mehr Transparenz, höhere<br />

Anlagenverfügbarkeit und effizientere<br />

Prozesse. Gezeigt werden unter anderem<br />

eine Lösungen zur Qualitätssicherung (Batch<br />

Report) und Ansätze zur Vermeidung ungeplanter<br />

Stillstände (Predictive Maintenance).<br />

Weitere Themen sind die MULTIVAC Line<br />

Control (MLC), eine zukunftsweisende Lösung<br />

zur Steuerung und Optimierung von Produktionslinien,<br />

und die neuen Matrixheizsysteme<br />

pixelHEAT und pixelSEAL zur Optimierung<br />

des Form- und Siegelprozess beim Tiefziehverpacken.<br />

Das Matrixheizsystem pixelHEAT<br />

ermöglicht die Herstellung von hochwertigen<br />

Tiefziehverpackungen mit bis zu 50 Prozent<br />

weniger Material bei gleicher Funktionalität<br />

in Bezug auf mechanische Festigkeit und<br />

Haltbarkeit. Eine präzise Temperaturregelung<br />

sorgt dafür, dass auch besonders dünne sowie<br />

Monofolien stabil verarbeitet und somit<br />

Ressourcen und Energie eingespart werden.<br />

Das digital steuerbare Kontursiegelsystem<br />

pixelSEAL arbeitet mit einer hochpräzisen<br />

Temperaturregelung und versiegelt Tiefziehverpackungen<br />

optimal. Mithilfe der steuerbaren<br />

Siegelpixeln wird die Hitze verteilt und<br />

bis zu 50 Prozent Energie gespart, selbst bei<br />

kurzer Aufheizzeit.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 5/A23..A45<br />

Weitere Informationen:<br />

www.multivac.com<br />

Bildquelle: MULTIVAC<br />

Kennzeichnungsinnovationen<br />

für die Verpackungsbranche<br />

Bluhm Systeme auf der interpack <strong>2026</strong><br />

Leistungsfähige<br />

Kennzeichnungstechnik<br />

mit Etiketten, Tinte und Laser für alle<br />

Verpackungsmaterialien. Als eines der innovativsten<br />

Unternehmen Deutschlands <strong>2026</strong><br />

bietet Bluhm nachhaltige, kundenindividuelle<br />

Lösungen. Neu: Continuous-Inkjet-Serie<br />

senkt Kosten und vermeidet Fehler zuverlässig.<br />

Geset-Etikettieranlagen und Legi-Air<br />

4050E mit automatischer Anpassung.<br />

Markoprint integra druckt 2D-Codes mit 600<br />

dpi. Laser ohne Verbrauchsmaterialien für<br />

dauerhaft lesbare Codierungen.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 8B/C65<br />

Weitere Informationen:<br />

www.bluhmsysteme.com<br />

30 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


KENNZEICHNUNG · VERPACKUNG<br />

Erschwinglich & nachhaltig Codieren<br />

Domino bringt Cx150i Direktdrucker mit Öl-basierter Tinte auf den Markt<br />

Domino Printing Sciences (Domino), der<br />

weltweit führende Anbieter von fortschrittlichen<br />

Lösungen für den variablen Datendruck,<br />

stellt den Domino Cx150i Großschriftdrucker<br />

für die Codierung auf porösen/<br />

nicht saugfähigen Kartons vor. Der kompakte,<br />

hochauflösende Piezo-Tintenstrahldrucker<br />

für den Direktdruck auf Kartons wurde entwickelt,<br />

um Herstellern eine nachhaltige Alternative<br />

zu herkömmlichen Lösungen für die<br />

Kartonkennzeichnung zu bieten.<br />

Der Cx150i ist für die Codierung von Sekundärverpackungen<br />

in der Lebensmittel-, Getränke-<br />

und allgemeinen Fertigungsindustrie<br />

konzipiert, wo eine einfache Bedienung,<br />

geringer Platzbedarf und ein geringes Investitionsbudget<br />

wichtige Faktoren sind. Der<br />

Drucker bietet eine erstklassige Druckqualität<br />

und eine robuste industrielle Leistung zu<br />

einem erschwinglichen Preis.<br />

Durch die Verwendung von ungiftiger, ungefährlicher<br />

Tinte auf Pflanzenölbasis hilft der<br />

Cx150i Herstellern, Abfall zu reduzieren, die<br />

Recyclingfähigkeit zu verbessern und die<br />

Umweltbelastung zu verringern. Darüber hinaus<br />

macht seine Direktdruckfunktion auf Kartons<br />

Klebeetiketten, Trägerfolien und überschüssige<br />

Verbrauchsmaterialien überflüssig<br />

und bietet so einen saubereren, nachhaltigeren<br />

Ansatz für Sekundärverpackungen.<br />

Nachhaltiger Direktdruck für Kartonagen:<br />

Der neue Domino Cx150i bietet eine kosteneffiziente<br />

und umweltfreundliche Alternative zur<br />

Etikettierung. Dank Pflanzenöl-basierter Tinte<br />

und reduziertem Wartungsaufwand senkt er<br />

Betriebskosten und schont die Umwelt.<br />

und keine Druckluft“, kommentiert David<br />

Edwards, Produktmanager – Piezo-Tintenstrahldruck,<br />

Domino Printing Sciences.<br />

„Der Cx150i ist ein äußerst leistungsfähiger<br />

Direct-to-Box-Drucker zu einem erschwinglichen<br />

Preis. Er bietet im Vergleich zu Etikettierlösungen<br />

erhebliche Einsparungen<br />

bei den Betriebskosten und zeichnet sich<br />

durch eine hohe Umweltverträglichkeit aus:<br />

Tinte auf Pflanzenölbasis, minimaler Abfall<br />

Der neue Cx150i Inkjet-Drucker von Domino.<br />

Mit reduziertem Verbrauchsmaterialbedarf,<br />

geringerem Wartungsaufwand und verbesserter<br />

Tinteneffizienz bietet der industrielle<br />

Cx150i Tintenstrahldrucker erhebliche Einsparungen<br />

und eine Senkung der Gesamtbetriebskosten<br />

(TCO) im Vergleich zu Etikettierund<br />

älteren Direct-to-Box-Codiersystemen.<br />

Ausgestattet mit fortschrittlicher Konnektivität,<br />

lässt sich der Cx150i über Dominos Automatisierungssoftware,<br />

Domino Automation,<br />

in MES- und ERP-Systeme integrieren.<br />

Die Domino Cloud ermöglicht darüber hinaus<br />

Fernüberwachungsmöglichkeiten, eine<br />

verbesserte Gesamtanlageneffektivität sowie<br />

eine kontinuierliche Optimierung der Kennzeichnungsvorgänge.<br />

Das System kann zudem<br />

mit den Bildverarbeitungssystemen der<br />

R-Serie kombiniert werden, um eine durchgängige<br />

Qualitätssicherung zu gewährleisten.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 8b/C41<br />

Weitere Informationen:<br />

www.domino-printing.com<br />

Bildquelle: Domino Printing Sciences<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

31


VERPACKUNG · KENNZEICHNUNG<br />

2D Code Migration – Von der<br />

Vision zur Realität<br />

Versteckte Fallstricke beim Umstieg vermeiden<br />

Der Umstieg auf GS1-2D-Codes gehört zu den ehrgeizigsten Veränderungen in der modernen Verpackungswelt. Für viele<br />

Hersteller ist er ein notwendiger Schritt hin zu mehr Transparenz, Automatisierung und digitaler Zukunftsfähigkeit.<br />

Doch zwischen Vision und praktischer Umsetzung liegen zahlreiche Hürden, die Projekte verzögern oder unerwartete<br />

Kosten verursachen können. Wer diese Herausforderungen frühzeitig versteht, hat einen entscheidenden Vorteil – und<br />

kann aus einem reinen Compliance-Projekt eine echte Erfolgsgeschichte machen.<br />

2<br />

D-Codes sind kompakt, datenreich und<br />

hochauflösend – das macht höchste<br />

Druckpräzision unverzichtbar. Schon geringe<br />

Abweichungen bei Tröpfchengröße, Tintenhaftung<br />

oder der Reflexionseigenschaften<br />

des Substrats können zu Scannerfehlern<br />

führen. Materialien wie glänzende Folien<br />

oder transparente Kunststoffe erfordern<br />

exzellenten Kontrast und hohe Stabilität, damit<br />

die Codes sicher lesbar bleiben.<br />

Variable Daten erhöhen die Komplexität zusätzlich:<br />

Ändern sich Chargen- oder Haltbarkeitsangaben,<br />

ändert sich auch das Code-<br />

Muster. Ohne konsequente Kalibrierung kann<br />

die Druckqualität schleichend nachlassen.<br />

Deshalb ist eine Inline-Codeverifizierung entscheidend<br />

– sie stellt sicher, dass wirklich jeder<br />

einzelne Code auf der Linie lesbar ist, bevor<br />

das Produkt das Werk verlässt.<br />

Mit LEIBINGER-Druckern können Hersteller<br />

die Codeintegrität auch bei realen Produktionsgeschwindigkeiten<br />

sichern – und so Nacharbeit<br />

und Ausschuss deutlich reduzieren.<br />

Eine intelligente Lösung für maximale Lesbarkeit des<br />

Codes auch auf transparenten Verpackungen: zuerst der<br />

Hintergrunddruck, dann der Code – alles in einem<br />

nahtlosen Prozess mit CIJ.<br />

Das vernetzte 2D-Code-Ökosystem.<br />

Organisatorische Risiken:<br />

Wenn Daten nicht fließen<br />

Technische Leistung allein reicht nicht aus.<br />

Viele Projekte geraten ins Stocken, weil die<br />

organisatorischen Rahmenbedingungen für<br />

die Daten nicht klar geregelt sind. Wer ist<br />

für die GS1-Stammdaten verantwortlich?<br />

Wie stimmen sich IT, Produktion und Qualitätssicherung<br />

bei Aktualisierungen ab?<br />

Wenn Systeme wie ERP, MES und Drucker<br />

nicht durchgängig miteinander verzahnt<br />

sind, bricht der digitale Workflow auf halber<br />

Strecke vollständig ab. Das Ergebnis:<br />

die falschen Daten im richtigen Code – oder<br />

die richtigen Daten, aber zu spät gedruckt.<br />

Eine erfolgreiche Migration setzt daher klare<br />

Prozessverantwortung, sauberes Datenmanagement<br />

und absolut zuverlässige Hardware<br />

voraus.<br />

Externe Faktoren: Umfeld entscheidet mit<br />

Selbst wenn intern alles funktioniert, kann<br />

das Umfeld noch hinterherhinken. Nicht alle<br />

Scanner im Handel sind bereits 2D-fähig, sodass<br />

in der Übergangsphase in vielen Fällen<br />

ein Dual-Coding nötig bleibt – also der parallele<br />

Druck von 1D-Barcode und 2D-Code.<br />

Gleichzeitig behalten Human Readable<br />

Codes (HRC) eine wichtige Rolle. Bestimm-<br />

32 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


KENNZEICHNUNG · VERPACKUNG<br />

te Schlüsselinformationen wie das Mindesthaltbarkeitsdatum<br />

müssen weiterhin<br />

in Klartext aufgedruckt werden, um Zugänglichkeit<br />

und visuelle Kontrolle<br />

durch Endverbraucher sicherzustellen.<br />

HRCs sind ein essenzielles<br />

Backup, wenn Scanner ausfallen<br />

und helfen Bedienern sowie Inspektoren,<br />

Produktdaten schnell und ohne<br />

zusätzliche Hilfsmittel zu überprüfen.<br />

Ein weiterer Aspekt ist die Akzeptanz bei<br />

den Anwendern. Für Linienbediener, Handelspartner<br />

und Konsumenten bedeuten<br />

2D-Codes eine neue Art, mit Verpackungen<br />

zu interagieren. Arbeitsabläufe und Gewohnheiten<br />

werden sich nach und nach verändern,<br />

je mehr Verständnis und Vertrauen<br />

entstehen. Die 2D-Einführung ist nicht das<br />

Ende der Reise – sie ist erst der Anfang. Die<br />

Branche wird mit jedem Schritt weiter lernen<br />

und sich anpassen.<br />

Regulatorische Vorgaben und Datenschutzanforderungen<br />

fügen eine zusätzliche Komplexitätsebene<br />

hinzu. Je mehr Informationen<br />

Zuverlässiger CIJ-Druck für variable Codes<br />

auf unterschiedlichsten Materialien.<br />

ein Code enthält, desto wichtiger wird eine<br />

starke Data Governance. Und auch wenn die<br />

Investitionen in neue Hard- und Software<br />

spürbar sind, sind sie zukunftssicher angelegt<br />

– denn sie helfen, kostspielige Rückrufe,<br />

manuelle Nacharbeiten und Prozessverzögerungen<br />

in späteren Phasen zu vermeiden.<br />

Fazit<br />

Die 2D-Migration ist kein Sprint, sondern<br />

eine strategische Weiterentwicklung, die<br />

Planung, Zusammenarbeit und verlässliche<br />

Partner erfordert. Wer früh aktiv<br />

wird, profitiert von höherer Effizienz,<br />

besserer Compliance und einem<br />

klaren Wettbewerbsvorteil.<br />

LEIBINGER begleitet Hersteller weltweit auf<br />

diesem Weg – mit Drucksystemen, die speziell<br />

für variable Daten, langlebige Performance<br />

und höchste Präzision ausgelegt sind.<br />

Autor:<br />

Aljona Barberio, LEIBINGER Marketing Manager<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 8b/D26<br />

Weitere Informationen:<br />

www.leibinger-group.com<br />

Bildquelle: LEIBINGER<br />

Besuchen Sie uns unter:<br />

www.harnisch.com<br />

Gut aufgestellt.<br />

Die internationalen Fachzeitschriften des Dr. Harnisch Verlags<br />

Ergänzend zu dem haptischen Charme klassischer Print-Magazine<br />

haben wir vor kurzem unsere Magazin-Webseiten weiterentwickelt,<br />

responsive design und usability standen hier im Mittelpunkt.<br />

Neben den kostenlos lesbaren digitalen Ausgaben, News, Events,<br />

Abonnement und allgemeinen Informationen unserer Fachpublikationen<br />

fi nden Sie auf www.harnisch.com alle relevanten Inhalte.<br />

Unsere Publikationen:<br />

- Technology & Marketing -<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

33


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

ISO-konforme Qualitätskontrolle<br />

von Barcodes in Echtzeit<br />

Der neue Inline-Verifizierer VHV5 von OMRON<br />

Die neue Hochgeschwindigkeits-Barcode-<br />

Verifizierungstechnologie VHV5 Inline<br />

Verifier von OMRON ermöglicht es Herstellern,<br />

1D-, 2D- und Direct Part Mark (DPM)-<br />

Codes direkt in der Produktionslinie zu<br />

überprüfen. Der VHV5 führt Echtzeit-Verifizierungen<br />

von Code 128, Data Matrix, QR-<br />

Codes und DPM-Markierungen mit einer Geschwindigkeit<br />

von bis zu 1.000 Codes pro<br />

Minute durch. So können Unternehmen sicherstellen,<br />

dass jeder während der Markierung<br />

oder des Drucks aufgebrachte Code lesbar,<br />

konform und rückverfolgbar ist.<br />

Der VHV5 nutzt geneigte koaxiale<br />

Beleuchtung für eine bessere<br />

Verifizierungsgenauigkeit auf<br />

reflektierenden, gekrümmten und<br />

kontrastarmen Oberflächen.<br />

In Produktions- und Verpackungsumgebungen<br />

wirkt sich die Barcodequalität direkt auf<br />

Aspekte wie Rückverfolgbarkeit, Compliance<br />

und zuverlässiges Scannen während des<br />

internen Handlings, der Endmontage, des<br />

Vertriebs und am Einsatzort aus. Mittels Inline-Verifizierung<br />

können Hersteller die Codequalität<br />

unmittelbar nach der Erstellung bewerten<br />

und so Probleme beim Drucken oder<br />

Markieren sofort erkennen und beheben.<br />

Der VHV5 entspricht den Vorgaben ISO/IEC<br />

15416 für die Druckqualität von 1D-Barcodes,<br />

ISO/IEC 15415 für die Bewertung<br />

von 2D-Symbolen und ISO/IEC TR 29158<br />

(AIM DPM) für Codes, die mit Laser-, Nadelpräge-<br />

oder Tintenstrahlverfahren direkt auf<br />

Der VHV5 führt Echtzeit-Verifizierungen<br />

mit einer Geschwindigkeit von bis zu<br />

1.000 Codes pro Minute durch.<br />

Teile aufgebracht werden. Durch die Anwendung<br />

dieser Standards liefert das System<br />

konsistente und wiederholbare Bewertungsergebnisse<br />

für Etiketten, Verpackungen und<br />

dauerhaft markierte Komponenten, die in<br />

der Automobilindustrie, Medizin- und Elektrotechnik,<br />

Pharmazie sowie der allgemeinen<br />

Fertigung zum Einsatz kommen.<br />

Bei diesem Gerät kommt geneigte koaxiale<br />

Beleuchtung (Tilted coaxial lighting) zum Einsatz,<br />

was eine bessere Verifizierungsgenauigkeit<br />

auf reflektierenden, gekrümmten und<br />

kontrastarmen Oberflächen gewährleistet.<br />

Dies geschieht durch minimierte Blendung<br />

und optimierte Kantenschärfe. Dieser optische<br />

Ansatz ist besonders effektiv für DPM-<br />

Codes auf Metallteilen, glänzenden Etiketten<br />

und gekrümmten Kunststoffverpackungen,<br />

wie sie häufig in Hochgeschwindigkeitsproduktionslinien<br />

zu finden sind.<br />

Um eine genaue Bewertung bei Installationen<br />

mit begrenztem Platz und schwierigen<br />

Blickwinkeln zu gewährleisten, verwendet<br />

der VHV5 eine Unwarp-Transformationstechnologie.<br />

Mit ihr lassen sich Bildverzerrungen<br />

durch gekrümmte oder abgewinkelte Oberflächen<br />

korrigieren und so eine exakte axiale<br />

Ungleichmäßigkeitseinstufung von 2D-<br />

Codes ermöglichen. Die Flat-Field-Korrektur<br />

sorgt zudem für gleichmäßige Ausleuchtung<br />

und Pixelreaktion über das gesamte Sichtfeld<br />

und verhindert, dass Beleuchtungsartefakte<br />

die Bewertungsergebnisse unabhängig<br />

von der Code-Position beeinflussen.<br />

Das System bietet außerdem eine integrierte<br />

GS1-Syntaxprüfung zur Validierung der<br />

codierten Datenstruktur sowie eine ISO-<br />

Bewertung. Hierdurch können Hersteller Formatierungsfehler<br />

erkennen, bevor die Produkte<br />

das Werk verlassen. Einrichtung und<br />

Bedienung werden durch einen geführten<br />

Kalibrierungsassistenten und eine browserbasierte<br />

WebLink-Schnittstelle vereinfacht,<br />

die Konfiguration, Überwachung und Diagnose<br />

ohne zusätzliche Software ermöglichen.<br />

Der VHV5 knüpft an OMRONs jahrzehntelange<br />

Erfahrung in der Barcode-Verifizierung<br />

an. Das Unternehmen steht für Technologien,<br />

denen weltweit vor allem in regulierten<br />

Branchen großes Vertrauen entgegengebracht<br />

wird.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 16/D72-11<br />

Weitere Informationen:<br />

https://omron.de<br />

Bildquelle: OMRON<br />

34 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME · VERPACKUNG<br />

Sekundenschnelle Palettenprüfung<br />

Goldschmaus prüft mit ZetesMedea palettierte Produkte auf Artikel- und Chargenreinheit<br />

Die Goldschmaus Gruppe, einer der führenden Fleischproduzenten in Deutschland, hat mit der Lösung ZetesMedea<br />

ImageID die Qualitätskontrolle palettierter Güter an den Standorten Garrel und Oldenburg optimiert. Die Machine Vision-<br />

Lösung erfasst und dekodiert in wenigen Sekunden die Barcodes von bis zu 128 Kartons und prüft deren Artikel- und<br />

Chargenreinheit. Damit steigert das Unternehmen die Effizienz und erreicht sein Null-Fehler-Ziel.<br />

I<br />

n Garrel werden pro Monat bis zu 8.400<br />

Paletten mit tiefgekühlter Ware abgerufen.<br />

Goldschmaus setzt auf strukturierte<br />

und manipulationssichere Prozesse für die<br />

artikel- und chargenreinen Paletten mit bis<br />

zu 128 Kartons. Die Barcodes aller Kartons<br />

müssen gescannt und mit den im ERP-System<br />

hinterlegten Daten abgeglichen werden.<br />

Parallel wird die Palette gewogen und das<br />

Ergebnis mit dem errechneten Gewicht verglichen.<br />

ZetesMedea ImageID hat diesen<br />

ehemals manuellen Prozess automatisiert.<br />

Auf diese Weise werden alle vier Seiten optisch<br />

erfasst. Eine Fehlerquelle sind beschädigte<br />

oder verdeckte Etiketten, die durch<br />

ZetesMedea angezeigt und dann manuell erfasst<br />

werden können.<br />

Insgesamt drei Installationen<br />

„Durch ZetesMedea haben wir einen nicht<br />

manipulierbaren Prozess und unser Null-<br />

Fehler-Ziel erreicht. Wir sind über das Gesamtergebnis<br />

sehr erfreut“, bringt es Gesamtbetriebsleiter<br />

Tim Buddemeyer auf den<br />

Punkt. Mittlerweile verfügt Goldschmaus an<br />

den Standorten Garrel und Oldenburg über<br />

drei ähnliche Installationen von ZetesMedea<br />

ImageID. Neben Kartonware werden damit<br />

lebensmittelechte Euro-Norm-Behälter<br />

aus HDPE gescannt. Diese Mehrwege-Pool-<br />

Kisten verfügen über einen separaten Code,<br />

der von ZetesMedea ImageID ebenfalls ausgelesen<br />

und mit dem Produkt-Code verheiratet<br />

wird.<br />

„Zetes hat sofort verstanden, worauf es uns<br />

ankommt, und hat uns eine passende Lösung<br />

präsentiert“, betont Goldschmaus-Geschäftsführer<br />

Dennis Burke und ergänzt:<br />

„Dank ZetesMedea ImageID haben wir die<br />

Sicherheit und Qualität der Kontrollprozesse<br />

maximiert. Statt zwei bis drei Mitarbeitern<br />

bindet der Vorgang nur noch eine Arbeitskraft,<br />

wodurch wir unsere Personalkapazitäten<br />

noch effizienter einsetzen können.<br />

In weniger als zwei Jahren wird sich die Anschaffung<br />

amortisiert haben.“<br />

Automatisches Summenlabel<br />

Weitere Informationen:<br />

www.zetes.com/de<br />

Bildquelle: Zetes<br />

Automatisierte Palettenkontrolle bei<br />

Goldschmaus: Mit ZetesMedea ImageID<br />

werden monatlich tausende Paletten<br />

tiefgekühlter Ware schnell und manipulations-<br />

sicher geprüft. Barcodescan, Gewichtskontrolle<br />

und automatisches Summenlabel sorgen für<br />

maximale Prozesssicherheit und Effizienz.<br />

Parallel zum Scanvorgang ermittelt Zetes<br />

ImageID das Palettengewicht und übermittelt<br />

es mit allen erforderlichen Informationen<br />

an das ERP-System. Nach wenigen Sekunden<br />

erscheint an einem Monitor das<br />

grafisch aufbereitete Ergebnis. Wenn alles<br />

passt, zeigt eine Ampel grünes Licht und<br />

ZetesMedea generiert automatisch ein Summenlabel.<br />

Nachdem dieses auf der Palette<br />

fixiert wurde, steht dem Einlagern nichts<br />

mehr im Wege. Springt die Ampel nicht sofort<br />

auf grün, liegt das in vielen Fällen am<br />

Packmuster der Palette. Sollten die zu erfassenden<br />

Etiketten nicht einheitlich längsseitig,<br />

sondern auch stirnseitig sichtbar sein,<br />

muss die Palette für einen zweiten Scan via<br />

Drehteller um 90 Grad gewendet werden.<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

35


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

(Bild: AdobeStock/bearbyy)<br />

Und jetzt alle: Cheese !<br />

Automatisierte Qualitätskontrolle in der Käsereifung<br />

Die Lebensmittelindustrie profitiert in hohem Maße von den rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz<br />

(KI). Einen besonderen Mehrwert für Lebensmittelproduzenten bietet KI, wenn Sie in Verbindung mit der industriellen<br />

Bildverarbeitung (Machine Vision) zum Einsatz kommt. Die Kombination ermöglicht die Automatisierung völlig<br />

neuer Anwendungen und steigert so die Produktivität – zum Beispiel durch verbesserte Qualitätssicherung. Für den<br />

Prozess der Käsereifung hat das Unternehmen Eberle ein vollautomatisiertes System entwickelt, bestehend aus einem<br />

mobilen Pflegeroboter und industrieller Bildverarbeitung. Die Lösung verringert den Ausschuss von Käselaiben während<br />

des Reifeprozesses, verbessert die Qualität und senkt die Kosten.<br />

äse erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.<br />

Daher ist es nicht verwunderlich,<br />

K<br />

dass die Nachfrage stetig wächst. Die steigende<br />

Nachfrage hat Auswirkungen auf die<br />

Käseproduzenten. Zudem ergeben sich bei<br />

der Käseherstellung weitere, neue Herausforderungen:<br />

Zum einen spüren insbesondere<br />

Käsereien in Europa den Fachkräftemangel,<br />

wodurch sie zur Automatisierung gezwungen<br />

sind. Zum anderen spielt das Thema Nachhaltigkeit<br />

eine immer größere Rolle. So arbeitet<br />

die Branche daran, den Ausschuss zu<br />

verringern, um Ressourcen zu schonen. Und<br />

schließlich geht es darum, die gestiegenen<br />

Anforderungen der Konsumenten im Hinblick<br />

auf Qualität und Vielfalt zu erfüllen.<br />

„Eine Lösung für die zahlreichen Herausforderungen<br />

liegt in der durchgängigen Automatisierung<br />

des Reifeprozesses der Käselaibe“,<br />

sagt Dorian Köpfle, Machine Vision<br />

Engineer bei der Eberle Automatische<br />

Systeme GmbH & Co. KG, und ergänzt: „Käselaibe<br />

reifen in großen klimatisierten Reifekellern<br />

mitunter 14 Monate lang. Lagerkosten<br />

und der Wunsch, so wenig Ausschuss wie<br />

möglich zu erzeugen, führen dazu, dass die<br />

Laibe engmaschig auf Schimmelbildung kontrolliert<br />

werden müssen. Für Mitarbeiter ist<br />

es aber schier unmöglich, tausende Käselaibe<br />

lückenlos zu prüfen. Deswegen wurden wir<br />

von der Käserei Gebr. Baldauf GmbH & Co. KG<br />

beauftragt, eine automatisierte Pflegelösung<br />

zu entwickeln.“<br />

Bei der Gebr. Baldauf GmbH handelt es sich<br />

um eine traditionsreiche Käserei aus dem<br />

Allgäu. Diese betreibt mehrere Käsereiferäume,<br />

in dem verschiedenste Käsesorten reifen.<br />

Das von der Käserei beauftragte Unternehmen<br />

Eberle mit Sitz im österreichischen Dornbirn<br />

ist auf die Entwicklung und Umsetzung vielfältiger<br />

Automatisierungslösungen für die Automobil-<br />

und Lebensmittelindustrie sowie<br />

den Maschinenbau spezialisiert. Das Unternehmen<br />

verfügt über besonderes Know-how<br />

in den Bereichen industrielle Steuerungstechnik,<br />

Robotik, industrielle Bildverarbeitung<br />

und vernetzte Produktion.<br />

Bei der Entwicklung der Automatisierungslösung<br />

kooperierte Eberle mit der Schweizer<br />

Firma Leu-Anlagenbau, welche auch den mobilen<br />

Pflegeroboter beisteuerte. Die Anwendung<br />

sieht so aus, dass vor jedem Pflegeprozess<br />

durch den Roboter der Käselaib auf „Defekte“,<br />

also Fehlerstellen bzw. Schimmelsporen,<br />

per Machine Vision, geprüft wird. Die<br />

dabei von der Kamera aufgenommenen Bilder<br />

werden von der industriellen Bildverarbeitungssoftware<br />

MVTec HALCON ausgewertet.<br />

Das Ergebnis der Auswertung, gesichert<br />

in einer Datenbank, ist für den Kunden per<br />

Web-Interface jederzeit zugänglich. Somit ist<br />

er in der Lage, vom Büro aus, fehlerhafte Käselaibe<br />

frühzeitig zu detektieren und die Pflege<br />

entsprechend anzupassen. Parallel dazu<br />

führt der mobile Pflegeroboter seine Aufgaben<br />

aus, nämlich die Käselaibe mit Bürsten<br />

und Pflegeflüssigkeiten so zu behandeln,<br />

um Rindenbildung zu kontrollieren und unerwünschte<br />

Schmierschichten zu entfernen.<br />

Wenn schon Automatisierung,<br />

dann richtig!<br />

Die automatisierte Anwendung sollte eine<br />

Reihe von Zielen erfüllen, die bisher mit<br />

menschlicher Kontrolle nicht möglich gewesen<br />

waren. Das wichtigste Ziel war die zyklische,<br />

100-prozentige Kontrolle während der<br />

gesamten Reifezeit des Käses. Dadurch, und<br />

das war eines der weiteren Ziele, sollte der<br />

Ausschuss aufgrund der Früherkennung von<br />

Qualitätsabweichungen reduziert werden.<br />

Gleichzeitig sollte es möglich gemacht werden,<br />

die Produktqualität aufgrund individueller<br />

Käsepflege zu erhöhen. Die Automatisierung<br />

des Prozesses sollte zudem eine Standardisierung<br />

der Qualitätskontrolle sowie eine<br />

lückenlose Rückverfolgbarkeit ermöglichen<br />

und die Prozess- und Produktsicherheit, aber<br />

auch die Effizienz erhöhen. Und schließlich<br />

sollten eine langfristige Datenanalyse und ein<br />

zukünftiger KI-Einsatz ermöglicht werden.<br />

Blick in die Lagerhalle, in der die Käselaibe reifen.<br />

36 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME · VERPACKUNG<br />

Die Käselaibe werden automatisiert vom Pflegeroboter aus dem Regal geholt und gepflegt.<br />

Innenansicht des Pflegeroboters, der bis zu drei Käselaibe gleichzeitig pflegen kann.<br />

Die von der Firma Eberle entwickelte Applikation<br />

umfasst einen Pflegeroboter, der mit<br />

einer Balkenbeleuchtung und einer 4K-Farbzeilenkamera<br />

ausgestattet ist. Darüber hinaus<br />

kommt ein kompakter Industrie-PC als Hardwarekomponente<br />

zum Einsatz. Für die Deep-<br />

Learning-basierte Klassifizierung ist zudem ein<br />

zentraler Rechner beim Endkunden verbaut.<br />

Softwareseitig kommt die Machine-Vision-<br />

Standardsoftware HALCON von der MVTec<br />

Software GmbH zum Einsatz. MVTec ist ein<br />

familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in<br />

München und Niederlassungen in verschiedenen<br />

Ländern, das auf die Entwicklung leistungsstarker<br />

Machine-Vision-Software spezialisiert<br />

ist. Daneben kommt die von Eberle<br />

selbst entwickelte Lagerverwaltungssoftware<br />

„Storage“ zum Einsatz. Diese überwacht,<br />

steuert und dokumentiert das Pflegprogramm<br />

der Käsereifung.<br />

Erkennung von Anomalien mithilfe<br />

von Künstlicher Intelligenz<br />

In der Praxis läuft der Pflege- und Inspektionsprozess<br />

wie folgt ab: Zunächst fährt der<br />

mobile Roboter durch den Käsekeller und<br />

bearbeitet alle Käselaibe brettweise. Brettweise<br />

bedeutet in diesem Zusammenhang,<br />

dass immer drei Käselaibe, die sich jeweils<br />

auf einem Brett befinden, gemeinsam gepflegt<br />

werden und ein Bild aufgenommen<br />

wird. Das Bild wird nach einer Vorverarbeitung<br />

an den zentralen Rechner des Kunden<br />

geschickt, wo es mittels Deep Learning Klassifikation<br />

auf Basis der bestehenden Daten<br />

ausgewertet wird. Zusätzlich zu den Bildern<br />

werden die Positionsdaten des Käselaibs im<br />

Käselager mitgesendet. Die zentrale Anwendung<br />

empfängt die vorverarbeiteten Bilder<br />

und kann mithilfe der mitgesendeten Positionsdaten<br />

und der Lagerverwaltung „Storage“<br />

den Käsetyp und zusätzlich die eindeutige<br />

Käse-ID bestimmen. Über die Lagerverwaltung<br />

kann der Endkunde auf die aufgenommenen<br />

Bilder und die Auswertung der Käselaibe<br />

zugreifen.<br />

Bei der Umsetzung wurde besonderes Augenmerk<br />

auf die industrielle Bildverarbeitung<br />

gelegt. Die Entwicklung war nicht trivial,<br />

da verschiedene Aufgaben gelöst werden<br />

mussten, die technisch sehr anspruchsvoll<br />

waren. „Bei den Planungen war von vornherein<br />

klar, dass die Applikation nur mit industrieller<br />

Bildverarbeitung automatisiert<br />

werden kann. Die Technologie erlaubt es,<br />

Bilder auf vielfältige Art und Weise auszuwerten.<br />

Als Anbieter für die Machine-Vision-<br />

Software haben wir uns für MVTec entschieden.<br />

Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren<br />

mit dem Unternehmen zusammen. Uns begeistern<br />

der große Funktionsumfang und die<br />

Leistungsfähigkeit der MVTec-Produkte, ihre<br />

einfache Handhabung sowie die Möglichkeit,<br />

verschiedenste Kameras nutzen zu können“,<br />

erklärt Christoph Muxel, bei Eberle verantwortlich<br />

für die Customer Relations.<br />

Eine weitere Herausforderung betraf die Käselaibe.<br />

„Da es sich um ein Naturprodukt<br />

handelt, sieht jeder Käselaib unterschiedlich<br />

aus. Außerdem verändert sich das Aussehen<br />

durch den Reifeprozess signifikant. Aufgrund<br />

der verschiedenen Käsetypen, Reifegrade und<br />

Fehlerfälle stoßen regelbasierte Bildverarbeitungsmethoden<br />

hier an ihre Grenzen. Eine<br />

Lösung dafür stellt die Künstliche Intelligenz<br />

dar. Durch das Training des Deep-Learning-<br />

Netzes anhand von Bilddaten ist MVTec<br />

HALCON in der Lage, Anomalien mittels Klassifizierung<br />

zuverlässig zu erkennen“, erklärt<br />

Felix Podhorsky, Business Development Manager<br />

bei der MVTec Software GmbH.<br />

Eine typische Bildverarbeitungsapplikation ist<br />

so aufgebaut, dass mehrere Methoden zum<br />

Einsatz kommen und sich gegenseitig ergänzen.<br />

Eine Methode kommt selten allein. Dazu<br />

erklärt Felix Podhorsky: „Egal um welche Anwendung<br />

es sich handelt, in der Regel müssen<br />

Bildverarbeitungsmethoden zunächst den<br />

relevanten Bereich des Bildes finden. Erst<br />

dann können weitere Methoden das Bild etwa<br />

auf Anomalien oder Vollständigkeit testen.<br />

HALCON umfasst über 2000 verschiedene<br />

Operatoren, die im Zusammenspiel so ziemlich<br />

jede Machine-Vision-Anwendung lösen<br />

können.“ So ist es auch in der Applikation im<br />

Allgäu. Zunächst findet die Vorverarbeitung<br />

statt. Dabei werden die Bilder innerhalb der<br />

Software MVTec HALCON mit verschiedenen<br />

regelbasierten Features so vorbereitet, dass<br />

die Deep-Learning-Methode Klassifizierung<br />

im Anschluss die Qualität bestmöglich prüfen<br />

kann. Für die Vorbereitung kommen Matching-<br />

Verfahren zum Einsatz, um zunächst die drei<br />

Käselaibe im Bild zu finden. Anschließend<br />

werden die Bereiche zugeschnitten und der<br />

Hintergrund schwarz gefärbt. Somit hat jedes<br />

Bild dieselbe Größe und denselben Hintergrund.<br />

Diese Vorverarbeitung findet noch auf<br />

dem Pflegeroboter statt, der alle vorverarbeiteten<br />

Bilder anschließend per HTTP-Request<br />

an einen zentralen Rechner beim Endkunden<br />

schickt. Zusätzlich zu den Bildern werden die<br />

Positionsdaten des Käselaibs im Käselager<br />

mitgesendet. Die zentrale Anwendung empfängt<br />

die vorverarbeiteten Bilder und kann<br />

mithilfe der mitgesendeten Positionsdaten<br />

und der Lagerverwaltung „Storage“ den Käsetyp<br />

und die dazugehörende ID bestimmen.<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

37


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

Prüfung durch Mitarbeitende reduziert wurde<br />

und dennoch die einzelnen Laibe häufiger<br />

kontrolliert wurden. In der Konsequenz<br />

konnte auch der Produktausschuss gesenkt<br />

werden, da selbst kleinste Abweichungen wie<br />

Risse oder Schimmel frühzeitig erkannt und<br />

Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden.<br />

Visualisierung der geprüften Käselaibe. Fehlstellen werden anhand einer Heatmap markiert.<br />

Die Originalbilder werden abhängig vom Typ<br />

mit einem Zeitstempel gespeichert, damit sie<br />

später für ein neues Training oder eine Optimierung<br />

des Trainingsmodells verwendet werden<br />

können. Wenn für den Käsetyp schon ein<br />

Trainingsmodell hinterlegt ist, wird dieses geladen<br />

und auf das Bild angewendet. Das ist<br />

der Moment, in dem die KI-Technologie Deep<br />

Learning zum Einsatz kommt. Konkret wird<br />

die Klassifizierung genutzt, um eine automatisierte<br />

Oberflächeninspektion zur Erkennung<br />

und Segmentierung von Defekten durchzuführen.<br />

Die Technologie ist in der Lage, Abweichungen,<br />

also Anomalien, jeglicher Art,<br />

zielsicher und unabhängig zu lokalisieren.<br />

Das Ergebnis der Prüfung wird in einer Datenbank<br />

gesichert und ist für den Endkunden<br />

einsehbar. Die gespeicherten Bilder können<br />

genutzt werden, um das Trainingsmodell weiter<br />

zu verbessern.<br />

Durchgängige Automatisierung<br />

ermöglichen<br />

Neben der Umsetzung der eigentlichen Bildverarbeitung<br />

lag eine weitere Herausforderung<br />

darin, die durchgängige Automatisierung<br />

zu gewährleisten. Die Schwierigkeit<br />

liegt in der Beschaffenheit der Käselaibe<br />

als Naturprodukt begründet. Durch die unterschiedlichen<br />

Käsetypen und Reifegrade<br />

sieht jeder Käselaib anders aus und für einen<br />

Laien ist es nicht möglich, die Fehlertypen<br />

korrekt zuzuweisen.<br />

Eberle ist es dennoch gelungen, ein Trainingsmodell<br />

für klassische Käselaibe zu erstellen,<br />

das alle Reifegrade gleichmäßig integriert<br />

und somit den verschiedenen Ausprägungen<br />

gerecht wird. Zudem kann der Endkunde<br />

über die Lagerverwaltung selbst die<br />

Klassifizierung der Bilder der übrigen Käselaibe<br />

vornehmen. Dazu weist er dem Bild entweder<br />

einen Fehlertyp zu oder klassifiziert es<br />

als OK, wenn nichts zu beanstanden ist.<br />

Eberle möchte jedoch noch einen Schritt<br />

weiter gehen und eine durchgängig automatisierte<br />

Inspektion der Käselaibe ermöglichen.<br />

Deshalb arbeitet das Unternehmen<br />

an einer Weiterentwicklung der Anlage, und<br />

zwar mit Deep-Learning-basierten Klassifizierungsmöglichkeiten.<br />

Das Ziel besteht darin,<br />

für sämtliche Käsetypen und Reifegrade<br />

ein Anomalie-Trainingsmodell bereitzustellen,<br />

um die Klassifizierung, ob ein Laib OK<br />

oder NOK ist, vollständig zu automatisieren.<br />

Bei der Bildklassifikation werden Objekte einer<br />

bestimmten Klasse basierend auf vorher<br />

definierten Merkmalen zugeordnet. Damit erhält<br />

man eine Entscheidung über die Kategorie<br />

des individuellen Bildes.<br />

Ziele erreicht und Fundament für<br />

weitere Digitalisierungsschritte gelegt<br />

Die Anlage mit dem Pflegeroboter ist seit Dezember<br />

2024 im Einsatz und hat die Erwartungen<br />

mehr als erfüllt, wie Dorian Köpfle<br />

erfreut feststellt: „Unsere Käsequalitätskontrolle<br />

ist ein Leuchtturmprojekt für Digitalisierung<br />

und Automatisierung in der Lebensmittelindustrie.<br />

Der Kunde reduzierte seine<br />

Kosten, verbesserte die Qualitätssicherung<br />

und schuf die Basis für weitere smarte Prozesse.“<br />

Tatsächlich konnten die Personalkosten<br />

gesenkt werden, während gleichzeitig<br />

die Qualitätssicherung verbessert wurde.<br />

Dies war möglich, weil der Pflegeroboter<br />

hochgradig autonom arbeitet, die manuelle<br />

Und schließlich hat die Anwendung auch im<br />

Hinblick auf die Digitalisierung des Unternehmens<br />

positive Ergebnisse gebracht – und<br />

das gleich auf verschiedenen Ebenen. Auf<br />

der einen Seite ermöglicht die auf Machine<br />

Vision basierende Anwendung eine lückenlose<br />

digitale Erfassung. Dazu werden verschiedene<br />

Qualitätsmerkmale automatisiert<br />

erfasst und eine durchgängige Rückverfolgbarkeit<br />

gewährleistet. Auf der anderen Seite<br />

kann auch die Qualität langfristig optimiert<br />

werden. Dahinter steckt eine tiefgehende<br />

Datenanalyse, die Trends, beispielsweise bei<br />

der Reifung, erkennbar macht. Die aus den<br />

Daten ableitbaren Informationen helfen dem<br />

Unternehmen dabei, den Reifeprozess weiter<br />

zu optimieren.<br />

Und schließlich wurde mit dem derzeitigen<br />

Stand der Digitalisierung eine solide Ausgangsbasis<br />

für weitere Schritte geschaffen.<br />

So ist das System vorbereitet für die Integration<br />

in diverse digitale Plattformen, wie zum<br />

Beispiel Control, ERP oder die Cloud. Daneben<br />

ist eine Skalierung des bestehenden Systems<br />

möglich. Die Anpassungen des Systems<br />

für verschiedene Käsesorten mittels Künstlicher<br />

Intelligenz wurden bereits erwähnt.<br />

Aufgrund der erzielten Erfolge bei diesem<br />

Pilotprojekt hat sich Eberle das Ziel gesetzt,<br />

das System künftig als standardisierte Lösung<br />

für die gesamte Käsebranche weiterzuentwickeln.<br />

„Aufgrund der messbaren Erfolge<br />

wollen wir das Kamerasystem als integralen<br />

Bestandteil in mobilen Pflegerobotern<br />

und stationären Pflegeanlagen weltweit<br />

etablieren. Das Projekt im Allgäu zeigt beispielhaft,<br />

wie sich die Potenziale von Machine<br />

Vision nutzen lassen, um Qualität,<br />

Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der<br />

Käseproduktion nachhaltig zu steigern“,<br />

sagt Christoph Muxel.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.mvtec.de<br />

Bildquelle: Eberle<br />

38 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


XXI International Trade Fair<br />

for Savoury Snacks & Nuts<br />

FIL EXPO<br />

Lissabon<br />

Portugal<br />

17.–18. Juni<br />

<strong>2026</strong><br />

Geben Sie Ihrem<br />

Business neuen<br />

Schwung –<br />

auf der weltweiten Messe<br />

für herzhafte Snacks!<br />

➝ Trends<br />

➝ Technologien<br />

➝ Lieferanten<br />

➝ Entscheider<br />

➝ Distributoren<br />

➝ Handelspartner<br />

➝ Kunden<br />

Anfragen<br />

veronica@esasnacks.eu<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> snackex.com


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

Mikrorisse als Risiko für<br />

die Produktqualität<br />

Prüf- und Siegelgeräte sorgen für sicheres Verschließen von Lebensmittelverpackungen<br />

Einwandfreie Verpackungen sind ein zentrales Element der gesamten Herstellungs- und Lagerkette und entscheidend für<br />

Haltbarkeit und Sicherheit von Lebensmittelprodukten. Bislang führten nicht erkannte kleinste Risse, fehlerhafte Siegelnähte<br />

oder Messergebnisse zu einer Qualitätsgefährdung, unerwünschten Reklamationen und im schlimmsten Falle kostspieligen<br />

Rücknahmen. Brugger Feinmechanik bietet dafür ein spezialisiertes Sortiment an Wärmekontakt-Heißsiegelgeräten<br />

und weiteren Geräten. Mit diesen lassen sich unter exakt kontrollierten Bedingungen zuverlässige Siegelnähte herstellen,<br />

dokumentieren und in nachfolgenden Schritten auch bewerten. Ergänzend messen Durchlässigkeitsprüfgeräte beispielsweise<br />

die Barriereeigenschaften von Folien und sichern so die Schutzfunktion der Verpackung. Anwender – vor allem<br />

in der Lebensmittelindustrie sowie in Laboren und Forschungseinrichtungen – profitieren von Lösungen, die Sicherheit<br />

schaffen und Qualität dokumentieren. In vielen weiteren Branchen haben sich die Geräte ebenfalls seit Jahrzehnten bewährt.<br />

Mit den Prüf- und Siegelgeräten von Brugger können Hersteller die hohen Produkt- und Herstellungsanforderungen<br />

zuverlässig erfüllen, die Qualität der Verpackung nachweisen und ihre eigenen Prozesse nachhaltig absichern.<br />

chon kleinste Undichtigkeiten in Siegelnähten<br />

können Haltbarkeit und<br />

„S<br />

Produktsicherheit massiv beeinträchtigen.<br />

Ohne präzise Prüf- und Messtechnik bleiben<br />

Risiken oft unentdeckt“, so Maurice<br />

Dinkelbach, geschäftsführender Eigentümer<br />

der Brugger Feinmechanik GmbH, München.<br />

Präzise Verpackungstests sichern<br />

Qualität, Haltbarkeit und garantieren<br />

Produktsicherheit<br />

Verpackungen sind im Produktionsalltag<br />

vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Über<br />

den gesamten Lebenszyklus hinweg – von<br />

Transport und Lagerung bis zur Präsentation<br />

im Handel – müssen sie ihre Dichtheit<br />

dauerhaft gewährleisten, um die geforderten<br />

Qualitätsstandards von Herstellern, Handel<br />

und Verbrauchern sicherzustellen. Schon<br />

kleinste Mikrorisse in Folien oder unsauber<br />

verschlossene Nähte führen jedoch schnell<br />

zu Problemen. Gase können entweichen<br />

oder eindringen, die Schutzatmosphäre wird<br />

zerstört, Feuchtigkeit kann eindringen, folglich<br />

verkürzt sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln<br />

deutlich oder die Ware verdirbt.<br />

Für Hersteller bedeutet das evtl. steigende<br />

Reklamationen, Imageschäden und nicht<br />

unerhebliche wirtschaftliche Verluste aufgrund<br />

schlechter Verpackungsverschlüsse.<br />

Fertigungskompetenz trifft auf jahrzehntelange<br />

Ingenieurserfahrung beim Heißsiegeln – die in<br />

Deutschland hergestellten Prüfgeräte überzeugen<br />

durch ihre ausgereifte Technik und Langlebigkeit.<br />

Ein weiteres Problem stellt die mangelnde<br />

Vergleichbarkeit von Messergebnissen entlang<br />

der Lieferkette dar. Unterschiedliche<br />

Prüfmethoden und Geräte sorgen dafür, dass<br />

Werte von Herstellern, Abfüllern und Laboren<br />

kaum übereinstimmen. Dies erschwert<br />

die Abstimmung und erhöht Unsicherheiten.<br />

Brugger Feinmechanik begegnet diesen<br />

Herausforderungen mit einem systematisch<br />

aufgebauten Produktprogramm von spezialisierten<br />

Geräten, die untereinander kompatibel<br />

und in der Branche weit verbreitet<br />

sind. Dadurch entstehen Prüftransparenz,<br />

bessere Vergleichbarkeit und höhere Sicherheit.<br />

Anwender können sich auf Messergebnisse<br />

verlassen, unabhängig davon, wo sie<br />

in der Prozesskette erhoben werden. Besonders<br />

die Geräte HSG-CC (Wärmekontakt<br />

Heißsiegelgerät) und GTT (Gas-Transmissions-Tester)<br />

stellen zentrale Bausteine<br />

für die Verpackungsversiegelung und Qualitätssicherung<br />

dar. Sie sind robust, langlebig<br />

und praxisnah entwickelt – oft auch in enger<br />

Zusammenarbeit mit Kunden oder Forschungseinrichtungen.<br />

„Wir, die Trüb Emulsions Chemie AG in<br />

Ramsen (Schweiz), sind seit 1978 im Bereich<br />

der chemischen Industrie tätig. Seit<br />

1988 leistet das Heißsiegelprüfgerät der<br />

Firma Brugger präzise und zuverlässig seinen<br />

Dienst, nach wie vor ohne Einschränkungen.<br />

Wir haben damals noch neuartige<br />

40 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME · VERPACKUNG<br />

Kunststoffe auf ihre Möglichkeiten zur Verschweißung<br />

getestet“, erklärt Herr Nicolas<br />

Pfetsch, Head of R&D. „Infolge der Erfahrungen<br />

haben wir uns später entschieden,<br />

ein weiteres Gerät anzuschaffen. Ausschlaggebend<br />

dafür war die lange Lebensdauer sowie<br />

die leichte Bedienbarkeit, die Zuverlässigkeit<br />

bei den gemessenen Werten und der<br />

gute Service von Brugger. Wir können auf der<br />

Grundlage unserer Erfahrungen die Anschaffung<br />

eines Geräts der Firma Brugger uneingeschränkt<br />

empfehlen.“ Das Münchner Unternehmen<br />

setzt bewusst auf wenige, aber<br />

hochspezialisierte Geräte, die kontinuierlich<br />

weiterentwickelt werden. Die Herstellung zuverlässig<br />

verschlossener Verpackungen, die<br />

Schutzatmosphären wie Stickstoff oder CO 2<br />

sicher bewahren, Sterilitätsanforderungen<br />

einhalten und Haltbarkeit garantieren, ist<br />

besonders für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie<br />

unabdingbar.<br />

Alle Tests zur Verpackungsversiegelung<br />

von Lebensmitteln aus einer Hand für<br />

maximale Qualität und Produktsicherheit<br />

Die Prüf- und Messverfahren von Brugger<br />

folgen einem systematischen Ablauf, der<br />

Verpackungen unter realitätsnahen Bedingungen<br />

testet. Zunächst wird die mechanische<br />

Belastbarkeit der Folien simuliert, etwa<br />

mit dem KFT-C Flextester nach dem Gelbo<br />

Flex-Verfahren ASTM F-392, um Knitterfestigkeit<br />

und potenzielle Mikroschäden zu erkennen,<br />

die beim Abfüllen, Transport oder<br />

Lagern entstehen können. In einem weiteren<br />

Schritt erfolgt die Permeabilitätsprüfung mit<br />

dem GTT. Hierbei wird gemessen, wie viel<br />

Sauerstoff (wie auch CO 2<br />

oder andere Gase)<br />

eine Folie – insbesondere bei eventuell beschädigten<br />

Barriereschichten – durchdringt.<br />

Gerade für die Lebensmittelindustrie ist ein<br />

solcher Test entscheidend, da er Haltbarkeit<br />

und Produktsicherheit bestimmt. Anschließend<br />

werden die optimalen Siegelparameter<br />

mit dem HSG-CC oder dem NDS (Niederdruck-Heißsiegelgerät)<br />

bestimmt und Temperatur,<br />

Druck und Zeit exakt auf die Materialkombinationen<br />

abgestimmt. Abschließend<br />

prüft die VNG-E (Universal-Zugprüfmaschine)<br />

die Festigkeit der Siegelnähte und liefert<br />

Werte zur Verbundhaftung, Gleitfähigkeit und<br />

mechanischen Belastbarkeit. Brugger ist somit<br />

in der Lage, ein komplettes System von<br />

der mechanischen Simulation bis zur finalen<br />

Nahtprüfung anzubieten, das Herstellern<br />

klare, vergleichbare Ergebnisse liefert und<br />

die Verpackungsprozesse gezielt optimiert.<br />

Das Wärmekontakt Heißsiegelgerät HSG-CC wurde für<br />

die Prüfung der Heißsiegelfähigkeit lackierter oder<br />

beschichteter Folien konzipiert.<br />

Von Gasdurchlässigkeit bis<br />

Siegelqualität – sichere Nähte<br />

schaffen Qualität und Haltbarkeit<br />

Brugger Feinmechanik bietet ein breites<br />

Produktspektrum, das gezielt für unterschiedliche<br />

Anforderungen entwickelt wurde.<br />

Im Bereich der Dichtigkeitsprüfung ist<br />

das GTT ein bewährtes Beispiel. Es arbeitet<br />

nach dem Differenzdruckverfahren gemäß<br />

ISO 15105-1 und misst die Gasdurchlässigkeit<br />

von Folien im Bereich von 0,05 bis<br />

10 2<br />

cm³/(m²dbar) mit 0,01 cm³/(m²dbar)<br />

Auflösung. Die Prüflingstemperatur wird<br />

über Peltier-Elemente von 15 bis 45 Grad<br />

Celsius bei 0,2 Grad Stabilität geregelt.<br />

Feuchtigkeit und Temperatur des Prüfgases<br />

werden überwacht, optional kann das Prüfgas<br />

befeuchtet werden. Das 22-Kilogramm-<br />

Gerät benötigt nur eine einfache Drehschieber-<br />

oder Membranpumpe und wird über ein<br />

10-Zoll-Touch-Panel oder PC-Software bedient.<br />

Vor der Siegelprüfung kommt das eigentliche<br />

Versiegeln.<br />

Die zweite Produktreihe konzentriert sich<br />

auf die sichere Verbindung von Materialien.<br />

Das HSG-CC ermöglicht optimale Siegelprozesse<br />

bei genauer Einhaltung der vorgegebenen<br />

Parameter. Siegelzeiten von 0,1<br />

bis 300 Sekunden lassen sich auf 0,1 Sekunden<br />

genau einstellen. Die Siegeltemperatur<br />

kann bis 300 Grad Celsius getrennt<br />

für obere und untere Siegelbacke reguliert<br />

werden. Die Siegelkraft reicht von 40 bis<br />

1000 Newton. Die Geräte sind als Tischversion<br />

mit (24 Kilogramm) oder Standgerät mit<br />

eigener Druckluftversorgung (76 Kilogramm)<br />

verfügbar. Optional steht eine Hot Tack-<br />

Prüfvorrichtung zur Verfügung. Eine entsprechende<br />

Dokumentationssoftware oder<br />

Der GTT Gas-Transmissions-Tester mit Touchpanel-Steuerung<br />

bestimmt die Gasdurchlässigkeit von Folien, integrierter<br />

Temperierung und Auswertung.<br />

Prüfmittelüberwachung ist ebenfalls erhältlich.<br />

Beide Produktreihen spiegeln den hohen<br />

technischen Anspruch von Brugger wider.<br />

Der GTT erfasst die Materialdichtigkeit<br />

in feinster Auflösung, während das HSG-CC<br />

reale Produktionsbedingungen simuliert und<br />

die Qualität der Verbindungen sichert. Gemeinsam<br />

ermöglichen sie Herstellern, Materialeigenschaften<br />

präzise zu bestimmen und<br />

die Prozesssicherheit bei der Verpackungsherstellung<br />

langfristig zu gewährleisten.<br />

Kein Stillstand beim Siegeln und<br />

Prüfen; neue Entwicklungen von<br />

Hot Tack bis Digitalisierung<br />

„Die Entwicklung bei uns ist eigentlich nie<br />

abgeschlossen. Aktuell arbeiten wir an einer<br />

erweiterten Hot Tack-Prüfung, die neben der<br />

wegmessenden Methode künftig auch eine<br />

kraftmessende Variante bietet. Damit lassen<br />

sich noch bessere Aussagen zur Qualität<br />

heißversiegelter Verpackungen treffen“,<br />

so Maurice Dinkelbach. „Das wird zukünftig<br />

einen weiteren Qualitätsgaranten gerade<br />

für solche Produkte darstellen, welche<br />

direkt nach dem Siegelprozess mechanisch<br />

belastet werden. Weitere Schritte im Bereich<br />

der Digitalisierung wurden bereits eingeläutet.<br />

Automatische Dokumentationsmöglichkeiten<br />

und Schnittstellen für Datenbanken<br />

werden zukünftig neue Wege der Qualitätssicherung<br />

eröffnen.“<br />

Weitere Informationen:<br />

www.brugger-feinmechanik.com<br />

Bildquelle: Brugger Feinmechanik<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

41


VERPACKUNG · VERPACKUNGSMASCHINEN<br />

Der Herr der Werkzeuge<br />

Technologieentwicklung im Verpackungsmaschinenbau<br />

„Training on the job“ dient bisweilen als Argument, um Bewerbern einen Beruf schmackhaft zu machen. Für Heinz<br />

Brotz gehört pragmatisches Vorgehen nicht in eine Stellenanzeige, sondern zur täglichen Arbeitsstrategie, auch nach<br />

45 Berufsjahren. Einfach deshalb, weil sich so die besten Ergebnisse erzielen lassen – und das in einem Bereich, der<br />

ohnehin viel Tüftelei, Tests und vielfach starke Nerven erfordert. In seiner Zeit bei der Gerhard Schubert GmbH hat der<br />

gelernte Dreher prägende Werkzeuge des Verpackungsmaschinenbaus entwickelt, inspiriert von einem kreativen Umfeld,<br />

der Natur und einer gesunden Portion Neugier.<br />

D<br />

ass er sich selbst als arbeitsscheu bezeichnet,<br />

mag man angesichts seiner<br />

Schaffenskraft kaum glauben. Und doch,<br />

so Heinz Brotz, war ihm zumindest in jungen<br />

Jahren nicht sonderlich nach Erwerbstätigkeit.<br />

Auf Drängen seiner Mutter machte<br />

er eine Ausbildung zum Dreher in einem<br />

örtlichen Betrieb. Die Art der Aufgabe hatte<br />

zunächst keine Priorität. Hauptsache, in die<br />

Gänge kommen, im Berufsleben Fuß fassen.<br />

Nach Ausbildungsschluss folgten zunächst<br />

Jahre bei der Bundeswehr inklusive Lkw-<br />

Führerschein – und damit Gedankenspiele,<br />

ob sich die professionelle Laufbahn nicht<br />

auf die Straße verlegen ließe. Es blieb bei<br />

der kurzen Überlegung; zu unattraktiv war<br />

die Aussicht, ständig auf Achse und damit<br />

nicht mehr vor Ort zu sein.<br />

Also doch an die Drehbank! Als ein lokales<br />

Unternehmen Unterstützung benötigte, sagte<br />

Heinz Brotz kurzerhand zu – schließlich<br />

hatte er den Gesellenbrief in der Tasche. Er<br />

packte an, zeigte sich lernwillig, griff auf sein<br />

Wissen zurück. Aber den ganzen Tag an derselben<br />

Maschine stehen? „Nicht, wenn es<br />

nicht sein muss!“, so der Gedanke des ambitionierten<br />

jungen Mannes, der sich damit kurzerhand<br />

auf den Weg zur Gerhard Schubert<br />

GmbH machte. Weit hatte er es nicht: Beide<br />

Betriebe befanden sich in Crailsheim. Am<br />

Empfang fragte er nach dem Betriebsleiter,<br />

schilderte sein Anliegen – praktisch arbeiten,<br />

aber mit Abwechslung – und stellte so, ohne<br />

es zu wissen, die Weichen für eine Karriere,<br />

die fast ein halbes Jahrhundert umspannt.<br />

„Ich landete in der Montage und staunte<br />

zunächst nicht schlecht“, erinnert sich der<br />

Tüftler, der 1980 erstmals mit der Schubert-<br />

Technik in Berührung kam, die ihn sein ganzes<br />

Berufsleben begleiten und weit über<br />

Crailsheim hinausführen sollte. In der Fertigungshalle<br />

von Schubert sah er unterschiedlichste<br />

Teile, die es zu einer funktionsfähigen<br />

Verpackungsmaschine zusammenzubauen<br />

galt. Doch wo anfangen? Große<br />

Zeichnungen, viele Zahlen, zig Komponenten.<br />

„Wir sammelten erst mal, sortierten,<br />

und verschafften uns gemeinsam einen<br />

Überblick. Das half ungemein“, so Brotz, der<br />

dieses und viele weitere Maschinenpuzzles<br />

stets mit Technikern und Monteuren löste.<br />

Dabei sprang der Funke über: Anders als<br />

beim Drehen, bei dem er lediglich ein Teil<br />

nach einer Zeichnung schuf, konnte Heinz<br />

Brotz hier mehrere zusammensetzen und erleben,<br />

was ihr Zusammenspiel eigentlich auszeichnet.<br />

„Es machte großen Spaß, die Technik<br />

in Bewegung zu erleben – und so der Maschine<br />

beim ‚Wachsen‘ zuzusehen“. Dazu gehörte<br />

es auch, sie zu lackieren, zu verladen<br />

und bei Kunden zu montieren. Immer mit dabei:<br />

Heinz Brotz, der es sich fortan nicht nehmen<br />

ließ, viele Facetten des Maschinenbaus<br />

„von der Pike auf“ zu lernen. Kein Buch-,<br />

sondern solides Erfahrungswissen.<br />

Von Greifern und Saugern<br />

Stets stand ein Thema im Raum: Wie verhalten<br />

sich Produkte und Werkzeuge zueinander?<br />

Tut die Maschine, was sie soll?<br />

„Natürlich nicht immer“, schildert Heinz<br />

Brotz die Situation, die ihm über die Jah-<br />

Heinz Brotz prägt seit fast 45 Jahren mit viel Erfahrung und Tüftlergeist die Werkzeugentwicklung bei Gerhard Schubert.<br />

42 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


VERPACKUNGSMASCHINEN · VERPACKUNG<br />

Heinz Brotz<br />

re immer wieder begegnen sollte und seinen<br />

Blick zunehmend gen Werkzeug schweifen<br />

ließ. „Aber wie mir ein erfahrener Reisemonteur<br />

damals schon versicherte: ‚Es ist nicht<br />

schlimm, wenn mal etwas nicht funktioniert.<br />

Ein Werkzeug lässt sich immer umbauen.‘<br />

Das beeindruckte mich und weckte meine<br />

Lust am Werkzeugbau.“<br />

Die vielseitigen Sauger und Greifer von Verpackungsmaschinen<br />

haben es durchaus in<br />

sich: Nicht nur erfordern sie je nach Produkt<br />

eine hochspezifische Bauweise. Sie wirken<br />

sich auch auf die gesamte Anlagenleistung<br />

aus: Je schwerer ein Werkzeug, desto<br />

größer ist die zu beschleunigende und abzubremsende<br />

Masse. Das bedeutet längere<br />

Beschleunigungs- und Bremszeiten, geringere<br />

Geschwindigkeiten – und, vereinfacht<br />

gesagt, weniger gepickte Produkte. Was auf<br />

dem Band liegt, wirkt sich wiederum auf den<br />

Werkzeugtyp aus. Je nach Struktur oder Konsistenz<br />

kommen andere Lösungen infrage:<br />

Greifwerkzeuge halten Objekte durch mechanische<br />

Finger oder Backen fest. Der direkte<br />

physische Kontakt erlaubt es ihnen,<br />

selbst schwere oder ungleichmäßig geformte<br />

Produkte festzuhalten – ganz gleich, welche<br />

Oberfläche diese haben. Der Nachteil: Sie<br />

können empfindliche Produkte beschädigen.<br />

Backwaren zum Beispiel nehmen Roboter<br />

deshalb meistens mit Saugwerkzeugen auf.<br />

Dabei bleibt ihnen wortwörtlich die Luft weg:<br />

Die Saugwerkzeuge schaffen einen kontrollierten<br />

Unterdruck, durch den leichte Produkte<br />

mit glatten, luftundurchlässigen Oberflächen<br />

an den Werkzeugen haften. Haben<br />

Produkte wie gefüllte Kekse jedoch eine<br />

klebrige Oberfläche, kommt mitnichten immer<br />

der Sauger zum Einsatz. „Ganz einfach<br />

deshalb, weil die Masse – und damit der<br />

Keks – am Werkzeug haften bleiben kann,<br />

statt im Tray oder in der Schachtel zu landen“,<br />

beschreibt Brotz nur eine der vielen<br />

Herausforderungen, für die er bis heute eine<br />

ungetrübte Leidenschaft hegt.<br />

Werkzeuge im Wandel der Zeit<br />

Wie groß diese ist, zeigt sein beachtlicher<br />

Fundus in Halle 2 in Crailsheim: Die Metall,<br />

Kunststoff und Hydraulik gewordenen Ideen,<br />

die an einer Wand seines Arbeitsplatzes hängen,<br />

hat Heinz Brotz in seinen Jahrzehnten<br />

bei Gerhard Schubert entwickelt, getestet,<br />

vielfach erfolgreich eingesetzt, manchmal<br />

verworfen. Allesamt spiegeln sie 45 Jahre<br />

Technologiegeschichte aus Crailsheim: „Anfangs<br />

arbeiteten wir viel mit gefrästen Teilen.<br />

Die sind längst nicht so präzise und filigran<br />

wie heutige Präzisionskomponenten,<br />

die häufig aus dem 3D-Drucker kommen“,<br />

weiß der Technikfreund, der wie kaum ein<br />

anderer die Werkzeugtrends kommen und<br />

gehen sah. Die additive Fertigung hat jedoch<br />

das Potenzial zum Dauerbrenner: Sie macht<br />

Werkzeuge leichter und reduziert die Anzahl<br />

an Einzelteilen, weil die Technologie komplexe,<br />

nahezu schraubenlose Strukturen am<br />

Stück produziert.<br />

Und noch etwas geht heute einfacher von<br />

der Hand: Sogenannte Dummy-Produkte,<br />

also Repliken realer Produkte, ebenfalls aus<br />

dem Drucker oder aus Holz geschnitzt. Damit<br />

tastet sich Brotz an reale Produktionsbedingungen<br />

heran. An seinem Arbeitslatz<br />

kann er dazu auch Bewegungen wie jene der<br />

Schubert-eigenen Transporteinheit Transmodul<br />

simulieren. Er baut einfach nach, was<br />

er für seine Tests braucht.<br />

Die wichtigsten Informationen kommen jedoch<br />

immer von den Kollegen aus der Technik:<br />

Steht ein Kundenprojekt an, nehmen sie<br />

den findigen Werkzeugkenner gleich ins Boot,<br />

berichten, um welche Produkte es geht. Sind<br />

sie fettig, bröselnd, klebrig oder zerbrechlich?<br />

Wie hoch soll die Anagenleistung sein? Was<br />

erwartet der Kunde? Solche und viele weitere<br />

Fragen gilt es zu klären, bevor Heinz Brotz<br />

einen Prototyp baut und testet.<br />

Für ein recht neues Projekt entwarf er einen<br />

Sammelgreifer mit Saugstößel, der mit Creme<br />

gefüllte Kekse jeweils als Dreierstapel in<br />

die Kavitäten eines Trays ablegt. Ein Stößel<br />

deshalb, um die Kekse vorsichtig aus dem<br />

Greifer zu drücken. Das Vakuum hält die<br />

Stapel zusätzlich fest, wenn sich der Greifer<br />

öffnet, damit die Kekse nicht unkontrolliert<br />

ins Tray fallen. Seine große Werkzeugauswahl<br />

und viel Inspiration außerhalb der Fertigungshalle<br />

helfen Hein Brotz bei der Entscheidungsfindung.<br />

Anregung aus dem Alltag<br />

Der begeisterte, wie aufmerksame Motorradfahrer<br />

findet bisweilen in der Natur ansprechende<br />

Strukturen, mit denen er an<br />

der Werkbank experimentiert. So erinnert<br />

einer seiner Greifer im geschlossenen Zustand<br />

grob an eine Blüte; beim Öffnen trennen<br />

sich mehrere blattartige Elemente und<br />

bilden einen Kelch, in dessen Mitte ein kugelförmiges<br />

Produkt Platz findet. „Training<br />

on the job“ heißt für Heinz Brotz vor allem,<br />

„mit offenen Augen durchs Leben gehen.<br />

Da fallen einem Dinge ein!“, und fügt scherzend<br />

hinzu, dass er nicht nur wachen Geistes,<br />

sondern auch schlafend unterschiedlichen<br />

Werkzeugideen nachspürt.<br />

Nicht immer gelingt jedoch eine Entwicklung<br />

wie der Sammelgreifer. Manche Produkte<br />

sind bisweilen so speziell, dass sie nach wie<br />

vor besser in der Hand eines Menschen statt<br />

dem Greifer oder Sauger eines Verpackungsroboters<br />

aufgehoben sind. Mit einem Lachen<br />

erinnert Heinz Brotz sich an eine lateinamerikanische<br />

Süßware – „Fruchtschnüre“ aus Tamarindenpaste.<br />

Die Spezialität so aufzurollen<br />

und abzulegen, wie es der Kunde wollte, ging<br />

händisch besser als mit Robotern. Zu umfassend<br />

wären die Hilfskonstruktionen gewesen,<br />

die ein Roboterarm dazu benötigt hätte. „Und<br />

selbst dann hätte das Aufrollen und Verpacken<br />

nur bei einer bestimmten Schnurlänge<br />

zuverlässig funktioniert. Händisches Verpacken<br />

muss immer eine Option bleiben, und<br />

sei die Technologie auch noch so weit fortgeschritten“,<br />

resümiert Heinz Brotz. Den besten<br />

Beweis liefert immer noch er selbst: Viel<br />

Hand- und Kopfarbeit stecken in den Werkzeugen,<br />

die nicht nur seinen Arbeitsplatz zieren,<br />

sondern viele Schubert-Maschinen weltweit<br />

zu Höchstleistungen befähigen. Mehr<br />

„training“, so viel steht fest, geht kaum.<br />

interpack <strong>2026</strong>:<br />

Stand 14/D01<br />

Weitere Informationen:<br />

www.schubert.group<br />

Bildquelle: SCHUBERT<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

43


VERPACKUNG · VERPACKUNGSDESIGN<br />

Extrem leichter, recycelbarer Becher<br />

für Milram Quarkprodukte<br />

Mit dem T-IML-Verfahren zu zukunftsfähigen Verpackungseigenschaften<br />

Ein innovatives Herstellungsverfahren bringt zukunftsfähige Verpackungslösungen hervor: Die DMK Group, größte<br />

deutsche Molkereigenossenschaft, und der Kunststoffspezialist Pöppelmann setzen zur Neugestaltung der Becher für<br />

die Milram Kräuter- und Gewürzquark-Range auf T-IML. Das Verfahren kombiniert Tiefziehen und In-Mould-Labelling.<br />

Auf diese Weise entstehen hochwertig dekorierte Verpackungen aus Mono-Materialien, die alle Ansprüche eines<br />

Markenprodukts erfüllen. Gleichzeitig bringen sie zeitgemäße Eigenschaften wie Recyclingfähigkeit und Ressourcenschonung<br />

mit. In neuem Outfit präsentieren sich die Milram Quarkprodukte nun in den Kühlregalen.<br />

n der modernen Verpackungsentwicklung<br />

I haben Nachhaltigkeitsaspekte einen hohen<br />

Stellenwert, um der dringenden gesellschaftlichen<br />

Aufgabe des Umwelt- und Klimaschutzes<br />

nachzukommen. Wie sich ökologische<br />

Ansprüche von Lebensmittelverpackungen<br />

mit Eigenschaften wie Bewahrung<br />

von Produktsicherheit und -qualität, Maschinengängigkeit,<br />

Transportstabilität, endverbraucherfreundliche<br />

Handhabung und<br />

attraktive Optik vereinen lassen, zeigt ein<br />

aktuelles Projekt der beiden eingespielten<br />

Partner DMK Group und der Division<br />

Pöppelmann FAMAC ® .<br />

Ökonomie und Ökologie vereint<br />

Wenn die DMK Group, größte deutsche Molkereigenossenschaft,<br />

nach einer neuen Verpackungslösung<br />

sucht, stehen Entwickler vor<br />

eben dieser Aufgabe, den Spagat zwischen<br />

Produktschutz, Funktionalität und Umweltfreundlichkeit<br />

zu schaffen. So auch im Falle<br />

der Überarbeitung des Verpackungskonzepts<br />

für eines ihrer Kernprodukte, die Milram<br />

Kräuter- und Gewürzquark-Range. Die Marke<br />

hat seit vielen Jahren einen festen Platz im<br />

Sortiment der DMK Group, einem zentralen<br />

Akteur in der europäischen Ernährungswirtschaft.<br />

Mit über 6.600 Mitarbeitenden und<br />

mehr als 20 Standorten in Deutschland, den<br />

Niederlanden und weiteren internationalen<br />

Niederlassungen verarbeitet das Unternehmen<br />

Milch zu Lebensmitteln – von Käse<br />

über Molkereiprodukte und Babynahrung<br />

bin hin zu veganen Alternativen. Marken wie<br />

Milram, Osterland und Humana genießen<br />

sowohl national als auch international großes<br />

Vertrauen. In den Kühlregalen zahlreicher<br />

Märkte des Lebensmitteleinzelhandles<br />

waren Milram Quarkprodukte in gewohnter<br />

Verpackung fest etabliert. Diese entsprach<br />

aus Sicht der Unternehmensgruppe jedoch<br />

nicht mehr den aktuellen Anforderungen.<br />

„Mit der Überarbeitung wollten wir zu einer<br />

Verpackungslösung gelangen, die ökologischen<br />

und ökonomischen Ansprüchen<br />

gleichermaßen gerecht wird“, erklärt Hanna<br />

Sumbel, Senior Brand Manager Brand Retail,<br />

DMK. Das konkrete Ziel der Überarbeitung<br />

lautete, die Recyclingfähigkeit des<br />

Bechers zu maximieren und seinen Materialeinsatz<br />

deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig<br />

sollten aktuelle Designtrends aus der Verpackungswelt<br />

aufgegriffen werden, um den<br />

Becher optisch zu modernisieren. „Das alles<br />

natürlich, ohne dabei die Funktionalität zu<br />

beeinträchtigen“, so Henning Götsche, Verpackungsentwicklung<br />

DMK.<br />

Pöppelmann FAMAC ® –<br />

bewährter Entwicklungspartner<br />

Bei der Umsetzung dieses Projekts baute die<br />

DMK Group erneut auf ihren langjährigen Partner,<br />

den Kunststoffspezialisten Pöppelmann<br />

FAMAC ® . „Pöppelmann FAMAC ® hat sich<br />

über viele Jahre hinweg als zuverlässiger und<br />

innovativer Partner bewiesen, der bereit ist,<br />

gemeinsam mit uns neue Wege zu gehen“,<br />

betont Henning Götsche. Die Aufgeschlossenheit<br />

für Innovationen auf beiden Seiten<br />

kam bei diesem Projekt erneut zum Zug: Die<br />

Entscheidung fiel für das innovative T-IML-<br />

Verfahren (Thermoforming In-Mould Labelling),<br />

das die bekannten Verfahren Tiefziehen<br />

und In-Mould-Labelling kombiniert. Zur<br />

Herstellung des Verpackungsbechers werden<br />

erhitzte Folien mithilfe von Druckluft ausgeformt.<br />

Ein vorgedrucktes Kunststoffetikett<br />

aus demselben Material wie der Behälter<br />

wird während des Prozesses untrennbar mit<br />

diesem verbunden. Pöppelmann FAMAC ®<br />

hat in jüngster Vergangenheit kräftig in diese<br />

Technologie investiert. Aus gutem Grund,<br />

wie Markus Wieferich von Pöppelmann<br />

FAMAC ® erklärt: „Mit diesem Verfahren lassen<br />

sich höchst effizient extrem leichte Verpackungen<br />

aus Mono-Materialien herstellen.<br />

Durch die verbesserte Recyclingfähigkeit der<br />

Einstoff-Lösungen und ihr geringes Gewicht<br />

tragen sie dazu bei, die Treibhausgas-Emissionen<br />

(THG-Emissionen) deutlich zu reduzieren.<br />

Wir sind davon überzeugt, dass CO 2<br />

-<br />

Reduktionen eine entscheidende Rolle in der<br />

Zukunft der Kunststoffindustrie – und damit<br />

auch in der Verpackungsbranche – spielen<br />

werden und sich CO 2<br />

zur ‚neuen Währung’<br />

entwickeln wird. Die Kombination aus innovativer<br />

Technologie und ökologischer Verantwortung<br />

macht T-IML damit zur idealen Lösung<br />

für zukünftige Herausforderungen der<br />

Branche – und aus unserer Sicht zur Verpackungstechnologie<br />

der Zukunft.“<br />

Mit T-IML zu ultraleichter,<br />

recycelbarer Verpackung<br />

Die Entwicklung des neuen Bechers durch<br />

die Spezialisten von Pöppelmann FAMAC ®<br />

erfolgte in enger Abstimmung mit den verschiedenen<br />

Abteilungen von DMK, darunter<br />

Marketing, Engineering, Produktion und<br />

Einkauf. Ein wichtiger Schritt in der Verpackungsentwicklung<br />

bei Pöppelmann<br />

FAMAC ® ist die Dienstleistung Rapid Prototyping,<br />

die Herstellung von Prototypen in<br />

44 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


VERPACKUNGSDESIGN · VERPACKUNG<br />

Leicht, recyclingfähig, prozesssicher und attraktiv dekoriert –<br />

im T-IML-Verfahren zu zukunftsfähigen Verpackungen aus Mono-Material.<br />

Verpackungsupgrade für Milram Kräuter- und Gewürzquark-Range:<br />

Optisch eleganter und dynamischer,<br />

dabei klima- und ressourcenschonender durch<br />

recyclingfähige Materialien und reduziertes Gewicht.<br />

Form von 3D-Mustern. Mithilfe der additiven<br />

Fertigung lassen sich selbst komplexe Verpackungsformen<br />

originalgetreu wiedergeben. In<br />

enger Abstimmung mit dem Kunden werden<br />

dann anhand dieser Modelle Funktionsprüfungen<br />

vorgenommen, um Schritt für Schritt<br />

zur optimalen Becherform zu gelangen. Im<br />

Falle der Verpackung für Kräuter- und Gewürzquark<br />

ist das Ergebnis ein eckiger Becher,<br />

typisch für diese Produktkategorie,<br />

der optisch eleganter und dynamischer als<br />

die Vorgängerlösung wirkt. Sein ausgeformtes<br />

„Ohr“ weist auf die Öffnung des Deckels<br />

hin. Eine verlängerte Lasche vereinfacht das<br />

Greifen und Aufziehen der Platine. Der wiederverschließbare<br />

Stülpdeckel sorgt für Produktschutz<br />

und Frische während der Aufbewahrung.<br />

Eine entscheidende Veränderung<br />

liegt im Herstellungsverfahren und der damit<br />

verbundenen Materialauswahl. Während<br />

die vorherige Verpackung aus Verbundkunststoff<br />

bestand, werden Behälter und Etikett<br />

der neuen Lösung aus einheitlichem Material<br />

gefertigt und sind vollständig recycelbar.<br />

Das gewählte T-IML-Verfahren ermöglicht<br />

gleichzeitig deutliche Materialeinsparungen,<br />

die das Verpackungsgewicht insgesamt<br />

stark reduzieren – in diesem Fall um<br />

etwa 25 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Lösungen. Der Effekt ist eindrucksvoll:<br />

Insgesamt werden die Treibhausgas-Emissionen<br />

durch die Recyclingfähigkeit und Gewichtsreduktion<br />

des neuen Bechers um mehrere<br />

hundert Tonnen jährlich gesenkt. Weil<br />

die Verpackungsherstellung und Etikettierung<br />

in einem Schritt stattfinden, lässt sich<br />

die Produktion insgesamt effizienter gestalten,<br />

denn logistische Zwischenschritte entfallen.<br />

Das spart Zeit und Kosten ein. Auch<br />

optisch setzt der neue Becher Akzente, unter<br />

anderem durch eine dynamische, elegante<br />

Formgebung, die Leichtigkeit und Modernität<br />

vermittelt, und die charakteristische Wellenstruktur,<br />

die an die Logo-Optik der Marke<br />

angelehnt ist. „Mit dem neuen 185 g-<br />

Becher für unseren Milram Kräuter- und<br />

Gewürzquark konnten wir gemeinsam mit<br />

Pöppelmann FAMAC ® eine mehrjährige Entwicklung<br />

erfolgreich abschließen, deren Größenordnung<br />

nicht alltäglich ist. Wir haben<br />

gemeinsam eine Verpackungslösung entwickelt,<br />

die in puncto Optik und auch Nachhaltigkeit<br />

hervorragend gelungen ist. Dies war<br />

nur möglich durch eine gute Zusammenarbeit<br />

zahlreicher Abteilungen der beiden Unternehmen“,<br />

unterstreicht Henning Götsche<br />

aus der Verpackungsentwicklung bei DMK.<br />

Verpackungsupgrade für Milram,<br />

T-IML-Standardsortiment für alle<br />

Die Kooperation der DMK Group mit Kunststoffspezialist<br />

Pöppelmann FAMAC ® zeigt,<br />

wie sich ökologische Verantwortung und<br />

hohe Verpackungsanforderungen zum Vorteil<br />

von Verbrauchern, Umwelt und Unternehmen<br />

vereinen lassen. „Als Marktführer<br />

in der Kategorie Gewürzquark legen wir großen<br />

Wert darauf, Trends im Blick zu haben<br />

und den bewussten Umgang mit Ressourcen<br />

in Hinblick auf Nachhaltigkeit voranzutreiben.<br />

Bei dem neuen 185g-Becher für unsere<br />

Kräuter- und Gewürzquark-Range sprechen<br />

wir von einem Verpackungsupgrade. Durch<br />

recyclingfähige Materialien und das reduzierte<br />

Verpackungsgewicht verbessert sich<br />

die Nachhaltigkeit des Bechers maximal“,<br />

erklärt Hanna Sumbel. Ann-Katrin Griefing,<br />

Junior Brand Manager Brand Retail DMK,<br />

ergänzt: „Mit der neuen Becherform leisten<br />

wir zudem einen großen Beitrag in Richtung<br />

Modernität und besserem Handling.“<br />

Bei Pöppelmann ist man von der Zukunftsfähigkeit<br />

der T-IML-Technologie überzeugt.<br />

Darum bietet die Division FAMAC ® ihren<br />

Kunden neben individuell entwickelten Lösungen<br />

auch ein Standardprogramm aus<br />

T-IML-Verpackungen, die sich z. B. für Molkerei-<br />

und Feinkostprodukte eignen. Die Rundbecher<br />

mit einem einheitlichen Durchmesser<br />

von 95 mm werden in drei verschiedenen<br />

Größen erhältlich sein und lassen sich mit<br />

einem einheitlichen Stülpdeckel verschließen.<br />

„Im Rahmen unserer unternehmensweiten<br />

Initiative PÖPPELMANN blue ® haben<br />

Ressourcenschonung und Klimaschutz<br />

einen hohen Stellenwert in unserer Produktentwicklung.<br />

Mit Verpackungslösungen im<br />

T-IML-Verfahren, die auf verschiedene Weise<br />

zur Reduktion von THG-Emissionen beitragen,<br />

lässt sich dies wirkungsvoll umsetzen“,<br />

meint Marco von Döllen, Vertriebsleiter Verpackungen<br />

bei Pöppelmann FAMAC ® .<br />

Weitere Informationen:<br />

www.poeppelmann.com/<br />

Bildquelle: Pöppelmann FAMAC<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

45


NEWS/EVENTS<br />

Kleine Kraftpakete – großeR Nährwert<br />

Nüsse – die gute Alternative zu Super<strong>food</strong>s<br />

Protein, gute Fette, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. In Nüssen stecken nicht nur<br />

wertvolle Nährstoffe, sie machen aufgrund ihres Protein-, Fett- und Ballaststoffgehalts auch langanhaltend satt. Die<br />

Vielfalt von Nüssen ist groß. Die Nusssorten unterscheiden sich bei Größe, Geschmack, Textur und in ihrer Zusammensetzung.<br />

Wer also den gesundheitlichen Nutzen von Nüssen auskosten möchte, sollte eine Mischung wählen. Viele<br />

Nusssorten werden in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert. Das Import Promotion Desk (IPD), ein Projekt<br />

des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), unterstützt die Hersteller, ihre<br />

Produkte auf den europäischen Markt zu bringen. „Die Nachfrage nach Nüssen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“,<br />

sagt Angie Martinez, Expertin Sourcing + Märkte beim IPD. „Das zeigt die große Beliebtheit des gesunden Snacks.<br />

Wir haben auf diesen Trend reagiert und viele neue Produzenten, zum Beispiel von Cashew-Kernen, Macadamia-<br />

und Paranüssen in das IPD-Programm aufgenommen.“<br />

icht alles, was wir als Nuss bezeichnen,<br />

ist botanisch gesehen eine Nuss.<br />

N<br />

Erdnüsse sind Hülsenfrüchte, Cashews sind<br />

Kerne des Cashewapfels und Mandeln sind<br />

Steinfrüchte. Betrachten wir ihre Inhaltsstoffe<br />

ähneln sie den „richtigen“ Nüssen.<br />

In Nüssen stecken Kohlenhydrate, Eiweiß,<br />

Fett und Ballaststoffe. Außerdem enthalten<br />

sie Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre<br />

Pflanzenstoffe.<br />

Das Fett besteht vor allem aus einfach und<br />

mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie wirken<br />

sich positiv auf die Blutfettwerte aus.<br />

Durch den Fettanteil sind Nüsse auch kalorienreich.<br />

Sie machen aber aufgrund des hohen<br />

Gehalts an Proteinen und Ballaststoffen<br />

schnell satt. In angemessenen Mengen verzehrt,<br />

sind Nüsse Bestandteil einer gesunden<br />

und ausgewogenen Ernährung.<br />

Kerne sind bekannt für ihren hohen Proteingehalt.<br />

Zugleich sind die Kerne im Vergleich<br />

zu anderen Nüssen relativ fettarm.<br />

Gewinnung: Plantagen von Kleinbauern<br />

In den meisten IPD-Partnerländern werden<br />

die Nussbäume auf Plantagen kultiviert. Nur<br />

noch selten werden die Nüsse durch Wildsammlung<br />

gewonnen wie zum Beispiel in<br />

Usbekistan. Usbekistan ist bekannt für seine<br />

wilden Mandelbäume.<br />

Das IPD unterstützt in erster Linie Unternehmen,<br />

die enge Partnerschaften mit Kleinbauern<br />

sowie Bauernkooperativen pflegen.<br />

Ein Beispiel ist das Unternehmen „Cherry-<br />

Pick Production“ aus Usbekistan. Die Kleinbauern<br />

liefern unter anderem Erdnüsse,<br />

Mandeln und Walnüsse. Das Familienunternehmen<br />

übernimmt die Verarbeitung, Trocknung<br />

und Veredelung. Neben dem Entfernen<br />

der Schale ist eine kontrollierte Trocknung<br />

wichtig, um die Schimmelbildung zu<br />

verhindern. „Cherry-Pick Production“ bietet<br />

ein großes Portfolio an gesalzenen, ungesalzenen<br />

und glasierten Nüssen an.<br />

Ein weiteres Beispiel ist das kenianische<br />

Unternehmen „Privamnuts“, das in engem<br />

Austausch mit über 80.000 Kleinbauern am<br />

Mount Kenya steht. Die Farmer lassen ihre<br />

Bäume natürlich wachsen, ohne einzugrei-<br />

Eine „Handvoll Nüsse“ (25 Gramm) pro<br />

Tag wird für eine gesunde Ernährung<br />

empfohlen. Auf die Mischung kommt<br />

es an, denn jede Sorte enthält unterschiedliche<br />

Nährstoffe. Walnüsse liefern<br />

zum Beispiel viele B-Vitamine, Omega-3-<br />

Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.<br />

Mandeln sind unter anderem reich an Eiweiß,<br />

an Magnesium und Kalzium sowie an<br />

B-Vitaminen und Vitamin E. Macadamia-<br />

Nüsse sind die fettreichsten Nüsse. Es sind<br />

vor allem ein- und mehrfach ungesättigte –<br />

also „gesunde“ – Fettsäuren. Zudem sind in<br />

Macadamia-Nüssen die Vitamine B und E,<br />

Kalzium und Eisen enthalten. Erdnüsse sind<br />

eine gute Eiweißquelle. Und auch Cashew-<br />

Cashew-Kerne liefern jede Menge Nährstoffe und<br />

sind dabei im Vergleich zu anderen Nüssen relativ<br />

fettarm. (Bild: Cherry Pick Cashews)<br />

Fettreich sind dagegen Macadamia-Nüsse. Sie liefern<br />

ungesättigte, "gesunde" Fettsäuren. (Bild: Privamnuts)<br />

46 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


NEWS/EVENTS<br />

fen. Sie nutzen dabei ausschließlich vorhandene<br />

Ressourcen wie natürliche Düngung.<br />

„Privamnuts“ unterstützt mit einer<br />

Macadamia-Baumschule, die über 100.000<br />

biologisch veredelte Macadamia-Setzlinge<br />

liefert. Auf diese Weise kann das Unternehmen<br />

im IPD-Programm Macadamia-Nüsse in<br />

Bio-Qualität anbieten.<br />

„YYTZ Agro-Processing“ arbeitet mit Kleinbauern<br />

und Frauengruppen im Süden Tansanias<br />

zusammen. Es sorgt dafür, dass ein Teil der<br />

Erlöse den ländlichen Gemeinden zugutekommt,<br />

in denen die Nüsse angebaut werden.<br />

Zudem investiert das Unternehmen in moderne<br />

Technologien, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit<br />

der Produkte zu gewährleisten.<br />

Anbau und Ernte sowie Verarbeitung und Veredelung übernehmen die IPD-Unternehmen vor Ort. So bleibt die<br />

Wertschöpfung in der Region. (Bild: Handcrafted Cashew Nuts Stung Treng)<br />

Verarbeitung: Moderne Anlagen<br />

Côte d’Ivoire und Tansania gehören zu den<br />

größten Produzenten von Cashew-Nüssen –<br />

insbesondere von Rohcashews. Die Unternehmen<br />

im IPD-Programm, wie zum Beispiel<br />

„EcoCajou“ aus Côte d’Ivoire und „YYTZ“<br />

aus Tansania, bieten getrocknete und geröstete<br />

Cashews an. Die Verarbeitungsanlagen<br />

von „YYTZ“ befindet sich in Sansibar. Dort<br />

werden die Kerne getrocknet, geschält, geröstet<br />

und verpackt.<br />

„Unser Ziel ist es, dass Unternehmen die Verarbeitung<br />

und Veredelung selbst übernehmen<br />

und somit die Wertschöpfung im Land und<br />

in der Region bleibt“, erklärt IPD-Expertin<br />

Angie Martinez. „Das schafft Arbeitsplätze –<br />

oft für Frauen. Zudem profitieren davon auch<br />

die Kleinbauern und ihre Familien, denn sie<br />

erhalten bessere Preise für ihre Ernte.“<br />

Doch nicht nur aus Afrika kommen hochwertige<br />

Cashews: Auch Kambodscha zählt zu den<br />

wichtigen Herkunftsländern. Das Unternehmen<br />

„Handcrafted Cashew Nuts Stung Treng“<br />

bietet gewürzte Varianten mit Salz, Kampot-<br />

Pfeffer oder Zimt an. Es gibt auch eine Tom<br />

Yum-Variante, benannt nach der bekannten<br />

sauer-scharfen Suppe, die Zitronengras,<br />

Cayenne Pfeffer, Galgant und Koriander vereint.<br />

Zudem produziert das IPD-Unternehmen<br />

die besonders aromatische Sorte M26, die<br />

in Kambodscha gezüchtet wurde. Diese Sorte<br />

zeichnet sich durch eine größere Nussgröße,<br />

feine Textur und einen besonders intensiven<br />

Geschmack aus – ideal für die Premiumverarbeitung<br />

und den internationalen Export.<br />

Als Walnussproduzent ist die Ukraine bekannt.<br />

Trotz Kriegs produzieren die Unternehmen<br />

im IPD-Programm weiter. Das Unternehmen<br />

„Slavutich-Contact“ bezieht seine<br />

Walnüsse aus der Westukraine und der<br />

Dnipro-Region in der Zentralukraine. Es betreibt<br />

eine Produktionsstätte, die mit modernen<br />

Maschinen die Verarbeitung, eine gleichbleibende<br />

Produktqualität und die Einhaltung<br />

internationaler Standards sicherstellt.<br />

Autorin:<br />

Annegret Winzer, Freie Journalistin<br />

Weitere Informationen:<br />

www.importpromotiondesk.de<br />

Jede Idee ist ein wertvoller Beitrag<br />

JUMO-Ideenmanagement liefert messbare Einsparungen, fördert Innovationen und steigert Motivation<br />

D<br />

as JUMO-Ideenmanagement hat einen<br />

hohen Stellenwert im Unternehmen.<br />

Dies betonten Gesellschafter Bernhard<br />

Juchheim und Geschäftsführer Dr. Steffen<br />

Hoßfeld bei der Ideenmanagement-Abschlussfeier<br />

mit rund 100 Mitarbeitern.<br />

Hoßfeld hob hervor, dass die eingereichten<br />

Ideen wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit<br />

und Effizienz von JUMO beitragen. Juchheim<br />

dankte allen Mitarbeitern für ihr Engagement<br />

– jede Verbesserung sei ein wertvoller<br />

Beitrag zum gemeinsamen Erfolg.<br />

Ideenmanager Peter Reinhard zog ebenfalls<br />

eine positive Bilanz: 2025 wurden 157 Ideen<br />

von 110 Mitarbeitern eingereicht, davon 127<br />

umgesetzt. Über die Ideenbox kamen zusätzlich<br />

mehr als 900 kleinere Vorschläge, meist<br />

aus dem Produktionsumfeld. „Jede Idee zählt<br />

und zeigt Euer Engagement“, so Reinhard.<br />

Das von Philip Kehl, Noah Schmitt und Julian<br />

Bagus vorgestellte Projekt „JUMOvation“<br />

markiert einen Wendepunkt im betrieblichen<br />

Vorschlagswesen bei JUMO. Die drei kaufmännischen<br />

Auszubildenden adressieren damit<br />

eine klassische Herausforderung moderner<br />

Unternehmen: Wie transformiert man ein<br />

oft als bürokratisch wahrgenommenes Ideenmanagement<br />

in einen lebendigen, digitalen<br />

und hochgradig effizienten Innovationsmotor?<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

47


NEWS/EVENTS<br />

Durch alle umgesetzten Vorschläge konnte<br />

JUMO rund 155.000 € einsparen; die Mitarbeiter<br />

erhielten Prämien von insgesamt<br />

17.000 €. Den ersten Platz belegten Jan<br />

Helfrich und Felix Hüfner für ihre Optimierung<br />

der Mehrmaschinenbedienung bei Laser-<br />

und Schweißrobotern, wodurch erhebliche<br />

Kostenvorteile entstanden.<br />

Beim anschließenden Mittagessen tauschten<br />

sich Gesellschafter, Geschäftsführung,<br />

Betriebsrat und Mitarbeitende zu aktuellen<br />

JUMO-Themen aus.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.jumo.net<br />

JUMO Gesellschafter Bernhard Juchheim freute sich über das rege Engagement beim Ideenmanagement.<br />

Bildquelle: JUMO<br />

Kalender <strong>2026</strong>, Mai – August<br />

MAI<br />

IFAT <strong>2026</strong> – Messe, www.ifat.de München, DE 04. – 07. Mai<br />

Vita<strong>food</strong>s <strong>2026</strong> – Messe, www.vita<strong>food</strong>s.eu.com Barcelona, ESP 05. – 07. Mai<br />

interpack <strong>2026</strong> – Messe, www.interpack.de Düsseldorf, DE 07. – 13. Mai<br />

JUNI<br />

EMPACK Hamburg <strong>2026</strong> – Messe, www.empack-messen.de Hamburg, DE 02. – 03. Juni<br />

Veggie & Vegan: Rechtssicher kennzeichnen, erfolgreich vermarkten! – Seminar,<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Online-Seminar<br />

15. Juni<br />

Snackex <strong>2026</strong> – Messe, www.snackex.com Lissabon, PRT 17. – 18. Juni<br />

FILTECH <strong>2026</strong> – Messe, www.filtech.de Köln, DE 30. Juni – 02. Juli<br />

JULI<br />

Praxis-Update QS – Risikobewertung und HACCP für Fortgeschrittene – Seminar,<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Bochum, DE<br />

01. – 02. Juli<br />

IFT <strong>2026</strong> – Messe, www.ift.org Chicago, IL, USA 12. – 15. Juli<br />

AUGUST<br />

48 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


TRENDS & EMOTIONEN<br />

Neue Regeln beim Nutri-Score<br />

sollen mehr Klarheit schaffen<br />

Der Nutri-Score, die Lebensmittelampel,<br />

die sich auf einer Vielzahl von Produkten<br />

im Handel findet, wurde 2020 eingeführt.<br />

Der Begriff Nutri kommt aus dem lateinischen<br />

nutrire und heißt so viel wie nähren.<br />

Score steht für Punktzahl. Die farbige Scala<br />

vom grünen A bis rotem E soll es dem Verbraucher<br />

auf einen Blick ganz einfach machen,<br />

Produkte einer Kategorie – zum Beispiel<br />

Cornflakes – zu vergleichen und das<br />

gesündere auszuwählen. Doch das Berechnungssystem<br />

– hatten Wissenschaftler herausgefunden<br />

– wies einige Schwächen auf.<br />

Deshalb wurde die Regelung nachgebessert.<br />

Seit diesem Jahr werden etwa Zucker und<br />

Salz strenger bewertet, führen also zu einem<br />

Punktabzug, mehr Eiweiß und Ballaststoffe<br />

hingegen bringen Pluspunkte.<br />

Lebensmittel mit hohem Salz- und Zuckergehalt<br />

erhalten deshalb schlechtere Noten,<br />

weil durch die neue Bewertung wissenschaftliche<br />

Erkenntnisse besser abgebildet werden.<br />

Zu viel Zucker steht in Zusammenhang mit<br />

Adipositas, also Fettleibigkeit, Diabetes und<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch zu viel<br />

Salz gilt als Risikofaktor für Herzprobleme.<br />

Mehr Pluspunkte hingegen erhalten Nahrungsmittel<br />

mit hohem Eiweiß-oder Ballaststoffgehalt.<br />

Bei den Ballaststoffen wurde zugleich<br />

der Schwellenwert für eine gute Benotung<br />

strenger. Sie wirken sich jetzt erst ab<br />

drei Gramm pro 100 Gramm positiv auf den<br />

Nutri-Score aus, vorher waren es gerade mal<br />

0,9 Gramm. Daher hat die Bestimmung den<br />

Nutri-Score von Sandwich-Toast und Aufbackbrötchen<br />

verschlechtert.<br />

Die neue Regelung hat für viele Produktgruppen<br />

erkennbare Konsequenzen, betonen Ernährungswissenschaftler.<br />

Bei einigen Cornflakes-Produkten<br />

sowie Instant-Kakaopulver<br />

ist die Bewertung von B auf D gerutscht wegen<br />

des hohen Zuckergehalts. Ein Artikel, den es<br />

besonders hart getroffen hat, ist eine zuckersüße<br />

Trinkmahlzeit. Die ist von einem grünen<br />

A auf das rote E abgestürzt. Außerdem wurden<br />

diverse Salami-Pizzen und Salzbrezeln abgewertet,<br />

weil der Salzgehalt zu hoch war.<br />

Das veränderte Berechnungssystem des<br />

Nutri-Score hat sicher etliche Vorteile, sagen<br />

Experten, sorgt aber auch für Kritik.<br />

Etwa im Bereich Süßstoff. Auf Unverständnis<br />

stößt zum Beispiel, warum Light-Getränke<br />

jetzt Minuspunkte erhalten und oft von B<br />

auf C sinken. Das gilt auch für etliche Protein-Puddings<br />

und Riegel.<br />

Und es bleiben grundlegende Probleme. Ein<br />

häufiges Missverständnis ist die Annahme<br />

unter Verbrauchern, eine gute Nutri-Score-<br />

Bewertung bedeute automatisch, dass dieses<br />

Produkt auch gesund sei. Tatsächlich vergleicht<br />

der Nutri-Score aber nur – wie schon<br />

erwähnt – Produkte innerhalb einer Kategorie.<br />

So macht es natürlich Sinn, das Produkt<br />

mit der besseren Bewertung zu wählen. Aber<br />

es gibt ja noch andere Artikel in dieser Gruppe,<br />

die überhaupt keinen Nutri-Score auf ihrer<br />

Verpackung tragen. Da gibt es dann keine<br />

Vergleichsmöglichkeiten. Deshalb fordern<br />

Verbraucherzentralen schon seit geraumer<br />

Zeit eine verpflichtende Kennzeichnung<br />

auf allen verpackten Lebensmitteln. Bisher –<br />

heißt es – tragen gerade mal 40 Prozent der<br />

Produkte den Nutri-Score.<br />

Ferner fließt in die neuen Bewertungsmaßstäbe<br />

nicht der Verarbeitungsgrad des Lebensmittels<br />

ein, was gerade für hochverarbeitete<br />

Produkte gefordert wird. Und noch<br />

eine Schwäche hat das System: Der Nutri-<br />

Score bewertet Lebensmittel immer pro 100<br />

Gramm oder Milliliter, unabhängig wie viel<br />

davon gegessen wird. Hochwertige, aber kalorienreiche<br />

Lebensmittel wie Nüsse, Käse oder<br />

Olivenöl schneiden oft schlechter ab, obwohl<br />

sie – in geringen Mengen verzehrt – durchaus<br />

zu einer gesunden Ernährung beitragen<br />

können. Trotz mancher Kritik: Mit dem Nutri-Score,<br />

der übrigens in der Lebensmittelwirtschaft<br />

allgemeine Akzeptanz genießt, ist<br />

in der Branche viel erreicht worden. Das neue<br />

Bewertungssystem hat für manchen Hersteller<br />

vielleicht sogar einen neuen Anreiz. Denn<br />

wer Zucker, Salz oder gesättigte Fette reduziert,<br />

kann seine Einstufung verbessern.<br />

Noch etwas bringt die reformierten Berechnungsformel<br />

mit sich: Die Diskussion über<br />

Ernährung, Kennzeichnung und Verantwortung<br />

in Sachen Ernährung und Lebensmitteln<br />

wird damit weiter forciert.<br />

(Bild: AdobeStock/Markus Mainka)<br />

Autor:<br />

Bert Pflüger, Fachjournalist<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

49


BEZUGSQUELLEN<br />

Armaturen<br />

Entwässerungs- und Verpackungspressen<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

www.arta.com<br />

www.weima.com<br />

www.emde.de<br />

Etikettieren / Kennzeichnen<br />

Funkenlöschanlagen<br />

App geht‘s!<br />

Jetzt<br />

downloaden!<br />

Die Dr. Harnisch<br />

Publications App<br />

mit kostenlosen<br />

Online-Ausgaben unserer<br />

Fachzeitschriften.<br />

www.mre-etiketten.de<br />

www.grecon.com<br />

www.harnisch.com<br />

Fördern / Dosieren / Storage<br />

Messtechnik / Prozessautomatisierung<br />

Bluhm Systeme GmbH<br />

Maarweg 33 · 53619 Rheinbreitbach<br />

Tel.: +49 (0)2224-7708-0<br />

www.bluhmsysteme.com<br />

Pneumatische Förderanlagen<br />

Trocknungsanlagen<br />

Dosieranlagen<br />

Materialaufgabe<br />

Endress+Hauser (Deutschland) GmbH+Co. KG<br />

Colmarer Str. 6<br />

79576 Weil am Rhein<br />

www.de.endress.com<br />

Nahrungsmittel-Extrusion<br />

Tel.: +49 (0)7042 - 90 330<br />

www.simar-int.com<br />

Schaaf Technologie GmbH<br />

Otto-Hahn Straße 36<br />

D-65520 Bad Camberg<br />

Tel.: 06434-9172-0<br />

E-mail: info@schaafgmbh.com<br />

www.logopak.de<br />

www.simar-int.com<br />

www.<strong>food</strong>extrusion.de<br />

50 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL


BEZUGSQUELLEN<br />

Schmierstoffe / Instandhaltung<br />

Schüttguthandling<br />

Verpackungsmaschinen<br />

Schüttguthandling · Rohstoffhandling<br />

Pneumatische Fördersysteme<br />

Siebmaschinen<br />

AZO GmbH + Co. KG<br />

Rosenberger Str. 28<br />

D-74706 Osterburken<br />

Werbeartikel<br />

www.gerhard-schubert.de<br />

Tel. 06291/92-0 · Fax 06291/92-9500<br />

E-Mail: azo-group@azo.com<br />

www.bremer-leguil.de<br />

www.azo.com<br />

www.werbeartikel-wirken.gww.de<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag:<br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eschenstraße 25<br />

90441 Nürnberg, Germany<br />

Telefon: +49 (0) 911-2018-0<br />

Telefax: +49 (0) 911-2018-100<br />

ftm@harnisch.com<br />

www.harnisch.com<br />

Geschäftsleitung:<br />

Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />

Benno Keller<br />

Objektleitung:<br />

Sebastian Martinek<br />

Redaktion:<br />

Sebastian Martinek<br />

Ian Healey<br />

Bert Pflüger<br />

Technische Leitung:<br />

Armin König<br />

Abonnement:<br />

Marta Bletek-Gonzalez<br />

Erscheinungsweise:<br />

5x jährlich:<br />

März, Mai, Juli, September, November<br />

Jahr/Jahrgang:<br />

37. Jahrgang <strong>2026</strong><br />

Druck:<br />

AKONTEXT s.r.o.<br />

Prag, CZ<br />

Mediaberatung:<br />

Benno Keller<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 200<br />

keller@harnisch.com<br />

Martin Fettig<br />

(Bereich: Prozesstechnik, Verpackung)<br />

Tel.: +49 (0) 721 145080 44<br />

martin.fettig@harnisch.com<br />

Thomas Mlynarik<br />

(Bereich: Getränketechnik)<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 165<br />

Mobil: +49 (0) 151 54 818181<br />

mlynarik@harnisch.com<br />

International:<br />

Britta Steinberg<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 275<br />

steinberg@harnisch.com<br />

Frankreich:<br />

Benjamin Costemend<br />

Tel.: +33 (0) 6 75 64 29 73<br />

benjamin.costemend@gmail.com<br />

USA:<br />

Steve Max<br />

Tel.: +1 (0) 215 284 8787<br />

steve.max@harnisch.com<br />

Bezugspreis:<br />

Im Jahresabonnement<br />

Inland: Euro 64,– zzgl. MwSt. (Porto inkl.)<br />

Ausland: Euro 69,– (Porto inkl.)<br />

Euro 87,– (Porto inkl./Luftpost)<br />

Food Technologie<br />

ISSN 1616-2323<br />

ZKZ30360<br />

Die in diesem Magazin enthaltenen Beiträge<br />

einschließlich der Abbildungen unterliegen<br />

dem Urheberrecht. Eine Verwendung<br />

ohne Zustimmung des Verlages ist<br />

nicht zulässig. Dies gilt für jede erdenkliche<br />

Form der Vervielfältigung.<br />

Sonder- und Nachdrucke können gerne<br />

auf Anfrage bestellt werden. Artikel, die<br />

namentlich gekennzeichnet oder durch<br />

ein Kürzel einem Autor zuzuordnen sind,<br />

geben nicht unbedingt die Meinung der<br />

Redaktion wieder.<br />

Unverlangt eingesandte Manuskripte können<br />

nicht zurückgeschickt werden. Wird<br />

ein Manuskript von der Redaktion angenommen,<br />

gehen Verlags- und Urheberrecht<br />

wie sämtliche Rechte zur Veröffentlichung<br />

und Verbreitung auf den Verlag über.<br />

Die Redaktion übernimmt bezüglich in<br />

diesen Beiträgen dargelegter Sach verhalte<br />

keine Haftung.<br />

www.<strong>food</strong>-technologie.de<br />

Bankverbindung:<br />

HypoVereinsbank AG, Nürnberg<br />

IBAN: DE45 76020070 0000614718<br />

Swift-Code: HYVEDEMM460<br />

APRIL 2 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

51


Synthetische<br />

Schmierstoffe<br />

frei von MOAH<br />

und MOSH<br />

für die<br />

Lebensmittel- und<br />

Getränkeindustrie<br />

Hergestellt in speziellen, MOAH- und MOSH-freien<br />

Produktionsanlagen<br />

Entwickelt für unübertroffene Leistung in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben.<br />

Diese hochleistungsfähigen, 100 % synthetischen, MOAH/MOSH-freien Schmierstoffe<br />

ermöglichen längere Schmierintervalle, vielseitige Anwendungsmöglichkeiten,<br />

eine optimierte Lagerhaltung und verbesserte Leistung – und das alles unter<br />

Einhaltung höchster Lebensmittelsicherheitsstandards. Diese Schmierstoffe<br />

sind keine „synthetischen Mischprodukte“. Es handelt sich um<br />

100 % synthetische/langlebige Produkte.<br />

Zu den verfügbaren Produkten gehören:<br />

synthetische Industriegetriebeöle<br />

synthetische Kompressorenöle<br />

synthetische Hydrauliköle<br />

synthetische Kettenhaftöle für Backöfen<br />

synthetische Aerosole<br />

H1 REGISTRIERT<br />

ISO 21469 ZERTIFIZIERT<br />

100 % synthetisch • NSF H1-zertifiziert • Frei von MOAH und MOSH<br />

<strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 2· <strong>2026</strong> APRIL<br />

Lubriplate® Lubricants<br />

- Authorized Master Distributor Europe -<br />

Hoyer Mineralölwerk GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Straße 1 / 27374 Visselhövede Deutschland<br />

www.lubriplate.de / E-mail: info@lubriplate.de / Tel: +49 (4262) 79-9523 Registriert ISO 9001 und ISO 50001

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!