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Getränke! Technologie & Marketing 2/2026

Getränke! Technologie & Marketing - Fachzeitschrift für die Getränkeindustrie - Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte der industriellen Getränkeherstellung im deutschsprachigen Raum. Wir berichten mit praxis orientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material. Die Leser sind Führungskräfte der Firmen der Getränke industrie mit mehr als 20 Beschäftigten im deutschsprachigen Raum. Diese Unternehmen und ihre Entscheidungsträger sind Geschäftsführer, Betriebsleiter, Braumeister, Leiter der F + E, Produktion, Qualitäts kontrolle, Kaufmännische Leitung, Marketing, in Brauereien, Mineralbrunnen, Molkereien, Wein- und Sektkellereien sowie Entscheidungsträger im Getränkegroßhandel, der Logistik und Zulieferer.

Getränke! Technologie & Marketing - Fachzeitschrift für die Getränkeindustrie - Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte der industriellen Getränkeherstellung im deutschsprachigen Raum. Wir berichten mit praxis orientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material. Die Leser sind Führungskräfte der Firmen der Getränke industrie mit mehr als 20 Beschäftigten im deutschsprachigen Raum. Diese Unternehmen und ihre Entscheidungsträger sind Geschäftsführer, Betriebsleiter, Braumeister, Leiter der F + E, Produktion, Qualitäts kontrolle, Kaufmännische Leitung, Marketing, in Brauereien, Mineralbrunnen, Molkereien, Wein- und Sektkellereien sowie Entscheidungsträger im Getränkegroßhandel, der Logistik und Zulieferer.

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31. Jahrgang | ISSN 1431-4428 | B42034<br />

www.getraenke-tm.de<br />

TECHNOLOGIE & MARKETING 2 | <strong>2026</strong><br />

■ BRANCHEN REPORT Echtzeit-KI revolutioniert <strong>Getränke</strong>logistik<br />

■ IM FOKUS Prozess- und Verpackungstechnik / interpack <strong>2026</strong><br />

■ ROH- UND INHALTSSTOFFE Acerola: Klein, aber im Vitamingehalt ganz groß<br />

Anzeige<br />

AUTOMATISIERUNG IM GLEICHKLANG<br />

Nachhaltige Sekundärverpackung für Dosen und Flaschen


Transformation<br />

mit Substanz<br />

Marta Bletek-Gonzalez<br />

Verehrte Leserinnen und Leser,<br />

Die <strong>Getränke</strong>industrie steht unter Druck – und<br />

zugleich vor großen Chancen. Steigende Anforderungen<br />

an Nachhaltigkeit, verändertes<br />

Konsumverhalten und der zunehmende Kostendruck<br />

zwingen Hersteller dazu, Prozesse<br />

neu zu denken und <strong>Technologie</strong>n konsequent<br />

weiterzuentwickeln.<br />

OAT BARISTA<br />

DIE HAFERZUTAT<br />

FÜR BARISTAS<br />

Ein zentrales Thema dieser Ausgabe ist die Transformation entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette. Von nachhaltigen Sekundärverpackungen über Leichtbaukonzepte<br />

bis hin zu innovativen Mehrweglösungen zeigt sich: Effizienz und<br />

Ressourcenschonung sind längst keine Gegensätze mehr, sondern bedingen<br />

einander. Die interpack <strong>2026</strong> wird diese Entwicklungen als internationale Leitmesse<br />

erneut bündeln und Impulse für die Branche setzen.<br />

Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung weiter an Dynamik. Digitale Zwillinge und<br />

KI-gestützte Systeme eröffnen neue Möglichkeiten, Lieferketten in Echtzeit zu<br />

steuern und Produktionsprozesse vorausschauend zu optimieren. Auch in der Instandhaltung<br />

zeigt sich der Wandel: Mobile Anwendungen ersetzen zunehmend<br />

papierbasierte Abläufe und sorgen für mehr Transparenz und Prozesssicherheit.<br />

Technologische Innovationen – etwa in der Automatisierung, Robotik oder Prozesstechnik<br />

– tragen zusätzlich dazu bei, Effizienzpotenziale zu heben und gleichzeitig<br />

höchste Qualitäts- und Hygienestandards zu sichern.<br />

Doch neben aller Technik bleibt auch der Markt in Bewegung. Der Trend zu alkoholfreien<br />

<strong>Getränke</strong>n, funktionellen Inhaltsstoffen und neuen Geschmackswelten<br />

verändert das Portfolio vieler Hersteller. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass gerade<br />

die Kombination aus Tradition, Innovationsbereitschaft und gezielter Positionierung<br />

neue Perspektiven eröffnet.<br />

Diese Ausgabe gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen, zeigt konkrete Lösungsansätze<br />

aus der Praxis und wirft einen Blick auf die Trends, die die Branche<br />

in den kommenden Jahren prägen werden.<br />

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.<br />

Mit den besten Grüßen,<br />

Marta Bletek-Gonzalez und das gesamte Team<br />

der <strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 3


9<br />

27 40<br />

Inhalt<br />

Anzeige<br />

TITELTHEMA<br />

NACHHALTIGE SEKUNDÄRVERPACKUNG FÜR DOSEN UND FLASCHEN 6<br />

Automatisierung im Gleichklang: effizient und präzise<br />

www.sew-eurodrive.de<br />

IM FOKUS | Prozess- und Verpackungstechnik<br />

interpack <strong>2026</strong> 20<br />

<strong>Getränke</strong>verpackungen werden Leichtgewichte<br />

MESSEVORSCHAU 22<br />

BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />

DIGITALE ZWILLINGE OPTIMIEREN LIEFERKETTEN IN DER GETRÄNKEINDUSTRIE 9<br />

Echtzeit-KI revolutioniert <strong>Getränke</strong>logistik<br />

SO HELFEN SMARTPHONE UND APP BEI DER WARTUNG 12<br />

Alles klar an der Abfüllanlage<br />

BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />

GEA ERRICHTET NEUE GROSSMISCHANLAGE FÜR AROMENPRODUKTION BEI SYMRISE 14<br />

Aromenproduktion erweitert<br />

BRANCHEN REPORT | Robotik<br />

ABB-ROBOTER ERHÖHEN OUTPUT BEI CHINESISCHEM GETRÄNKEHERSTELLER 16<br />

Effizientere Milchtee-Produktion<br />

BRANCHEN REPORT | RFID-Kennzeichnung<br />

RFID OPTIMIERT REUSE-POOLLÖSUNGEN IN DER GETRÄNKELOGISTIK 18<br />

Der Mehrweg-Boost<br />

BRANCHEN REPORT | Steuerungstechnik<br />

SOFTWARE-BASIERTE STEUERUNG 35<br />

Soft PLC<br />

BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />

EFFIZIENTE TROCKNUNGSLÖSUNGEN FÜR FLASCHEN 36<br />

Weniger Druckluft, mehr Ersparnis<br />

BRANCHEN REPORT | Hygienic Design<br />

OBERFLÄCHENSCHUTZ NXD tupH ® VON NORD DRIVESYSTEMS 37<br />

Aluminium-Antriebe werden „tough“ gegen Reinigungschemikalien<br />

ein.blick<br />

Der Zukunft Raum geben<br />

ROH- UND INHALTSSTOFFE<br />

EISTEE ZWISCHEN TRADITION UND TREND 40<br />

Getränk mit „eiskalter“ Geschichte<br />

ACEROLA: DIE BESONDERE „KIRSCHE“ 42<br />

Klein, aber im Vitamingehalt ganz groß<br />

PRODUKTE, TECHNOLOGIEN UND DIENSTLEISTUNGEN 43<br />

Bild: SEW-Eurodrive<br />

IMPRESSUM<br />

ISSN 1431-4428<br />

<strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />

Verlag<br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eschenstraße 25 | D-90441 Nürnberg<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 - 0<br />

Fax: +49 (0) 911 2018 - 100<br />

www.getraenke-tm.de<br />

www.harnisch.com<br />

Geschäftsführung<br />

Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />

Benno Keller<br />

Redaktion<br />

Marta Bletek-Gonzalez<br />

Fachredaktion<br />

Ian Healey<br />

Roland Hensel<br />

Bert Pflüger<br />

Dr. Burkhard Schäfer<br />

Mediaberatung<br />

Thomas Mlynarik | D-A-CH<br />

Britta Steinberg | Ingredients<br />

Benjamin Costemend | Frankreich<br />

Steve Max | Nordamerika<br />

Technische Leitung<br />

Armin König<br />

Erscheinungsweise 5 x jährlich<br />

Bezugspreis<br />

Jahresabonnement | 5 Einzelausgaben<br />

Inland: € 62,- inkl. Porto, zzgl. MwSt.<br />

Ausland: € 67,- inkl. Porto<br />

Bankverbindung<br />

HypoVereinsbank AG Nürnberg<br />

IBAN: DE45 7602 0070 0000 6147 18<br />

Swift-Code: HYVEDEMM460<br />

Copyright © <strong>2026</strong><br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Die Berichterstattung in der Fachzeitschrift unter liegt<br />

einer unabhängigen Redaktion. Unterzeichnete<br />

Bei trä ge entsprechen dabei nicht unbedingt der<br />

Meinung der Redaktionskonferenz.<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei<br />

Personenbezeichnungen und personenbezogenen<br />

Hauptwörtern das generische Maskulinum verwendet.<br />

Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung<br />

grundsätzlich für alle Geschlechter. Die<br />

verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe<br />

und beinhaltet keine Wertung.<br />

4 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack<br />

PROCESSING & PACKAGING<br />

7 – 13 MAY <strong>2026</strong><br />

INTERPACK.DE<br />

PROCESSING & PACKAGING FOR BEVERAGES


TITELTHEMA | Automatisierung<br />

Von<br />

ANDREA BALSER<br />

Referentin Fachpresse,<br />

SEW-Eurodrive,<br />

Bruchsal<br />

Quelle:<br />

SEW-Eurodrive<br />

NACHHALTIGE SEKUNDÄRVERPACKUNG FÜR DOSEN UND FLASCHEN<br />

Automatisierung im Gleichklang:<br />

effizient und präzise<br />

Der EvoFilm Stretchpacker von Sidel nutzt die mechanischen Eigenschaften moderner<br />

Stretchfolien, um Packeinheiten mit definierter Spannung zu umreifen – ganz<br />

ohne thermischen Prozessschritt. Im Zentrum der Lösung steht der modulare<br />

Automatisierungsbaukasten Movi-C von SEW-Eurodrive.<br />

Video:<br />

SewEurodriveTV<br />

youtu.be/2SCrfuzmnjY<br />

Sekundärverpackungen stehen im<br />

Spannungsfeld zwischen Ressourceneffizienz,<br />

Produktschutz, Anlagenleistung<br />

und Markenauftritt.<br />

Klassische Schrumpfpacker sind bewährt,<br />

verlangen jedoch thermische<br />

Energie, zusätzliche Anlagenlänge<br />

für den Schrumpftunnel und aufwendige<br />

Abwärmeführung. Der in<br />

Parma ansässige Anlagenbauer Sidel<br />

hat deshalb eine energie-effiziente<br />

Verpackungsmaschine, den EvoFilm<br />

Stretchpacker entwickelt. Diese<br />

senkt den Energiebedarf signifikant,<br />

reduziert den Materialeinsatz und<br />

verkürzt die Linie, während Stabilität<br />

und optische Qualität der Verpackung<br />

erhalten bleiben.<br />

Beim Schrumpfverfahren wird die<br />

Folie erhitzt und zieht sich um das<br />

Produkt zusammen. Beim Stretchverfahren<br />

hingegen wird eine elastische<br />

Folie vorgereckt, spannungsgeführt<br />

appliziert und über die Gebindegeometrie<br />

so verteilt, dass eine<br />

dauerhafte, formschlüssige Haltekraft<br />

entsteht. Der Schrumpftunnel<br />

entfällt, was sich unmittelbar auf<br />

Energiebedarf, Anlagenlayout und<br />

Hallenklima auswirkt. Gleichzeitig<br />

erlaubt die gezielte Spannungseinbringung<br />

eine präzise Dosierung<br />

des Materials. In der Praxis reduziert<br />

sich der Folienverbrauch gegenüber<br />

konventionellen Schrumpflösungen<br />

um über 50 Prozent, der Energiebedarf<br />

sinkt um mehr als 90 Prozent.<br />

Da keine Hitze in das Produkt eingetragen<br />

wird, profitieren vor allem<br />

wärmesensible Inhalte. Die hohe<br />

Transparenz und Brillanz der Stretchfolie<br />

bleibt erhalten und unterstützt<br />

die Regalwirkung der Marke.<br />

Der EvoFilm Stretchpacker bietet etliche Vorteile: weniger Folie und Energie, mehr Platz und Einsparungen.<br />

Kompakt, modular,<br />

linienkompatibel<br />

Der EvoFilm Stretchpacker integriert<br />

alle für das Stretchverfahren relevanten<br />

Teilprozesse in einer kompakten<br />

Maschinenarchitektur: Zuführung und<br />

Gruppierung der Produkte, Folienabwicklung<br />

mit präziser Bahnführung,<br />

Applikation und Umreifung sowie<br />

die formstabile Übergabe an nachgelagerte<br />

Stationen wie Inspektion,<br />

Kennzeichnung oder Palettierung.<br />

Die modulare Anlage ist auf bis zu<br />

80 Verpackungseinheiten pro Minute<br />

ausgelegt und lässt sich flexibel in<br />

bestehende Linien integrieren. Durch<br />

den Verzicht auf den Schrumpftunnel<br />

wird wertvolle Produktionsfläche frei,<br />

die Linienführung vereinfacht sich und<br />

der Hardwarebedarf sinkt. Die Verpackung<br />

bleibt durch die Materialeigenschaften<br />

der Folie optisch brillant, was<br />

in konsumentennahen Märkten ein<br />

zusätzlicher Nutzen ist.<br />

Multipacks sicher bündeln<br />

Ihre Stärken spielt die Lösung bei<br />

Multipacks aus Dosen sowie PET und<br />

Glasflaschen aus. Unterschiedliche<br />

Formate, Oberflächen und Gewichte<br />

lassen sich prozessstabil führen,<br />

ohne dass thermische Einflüsse die<br />

Produktqualität beeinträchtigen.<br />

Auch in der Lebensmittelindustrie<br />

sowie bei Haushalts und Körperpflegeprodukten<br />

überzeugt der<br />

Stretchprozess, weil Stabilität, Transportrobustheit<br />

und Regalwirkung<br />

gleichermaßen gefordert sind. Besonders<br />

beim Gruppieren von Multipacks<br />

entlang komplexer Logistik<br />

und Supply-Chain-Anforderungen<br />

zahlt sich die präzise, wiederholgenaue<br />

Spannungseinbringung aus.<br />

6 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


SEW-EURODRIVE<br />

„Die langjährige Zusammenarbeit mit Sidel basiert auf gegenseitigem<br />

Vertrauen und wächst durch technologische Innovation, nachhaltige Produktion<br />

und höchste Qualität. Gemeinsam blicken wir in die Zukunft und entwickeln<br />

fortschrittliche Lösungen mit maximaler Zuverlässigkeit – abgestimmt<br />

auf die Anforderungen verschiedenster Marktsegmente im stetigen Wandel.<br />

Unsere Partnerschaft geht über <strong>Technologie</strong> hinaus: Sie ist Ausdruck einer<br />

gemeinsamen Vision von Exzellenz und eines gemeinsamen Wegs in eine<br />

nachhaltigere Zukunft – mit dem Anspruch, einen positiven, langfristigen<br />

Unterschied zu machen.“<br />

FABIO DALMONTE<br />

SEW-Eurodrive Italien<br />

Automatisierung als Enabler:<br />

Movi-C im Zentrum<br />

Die Automatisierung bildet das Rückgrat<br />

der Lösung. Sidel setzt auf den<br />

modularen Automatisierungsbaukasten<br />

Movi-C von SEW-Eurodrive – eine<br />

durchgängige Plattform von der Steuerung<br />

über zentrale und dezentrale<br />

Antriebe bis zu Applikationssoftware.<br />

Zehn Antriebe arbeiten hochsynchron<br />

zusammen und übernehmen die zentralen<br />

Teilprozesse: Gruppieren, geregelte<br />

Folienabwicklung, definierte<br />

Spannungseinbringung, Umreifung<br />

sowie das Handling und die präzise<br />

Übergabe an die nächste Station.<br />

Die Synchronität der Achsen ist die<br />

Voraussetzung dafür, dass Taktzeiten,<br />

Bahnprofile und Folienzugkräfte<br />

reproduzierbar eingehalten werden.<br />

Die Plattform deckt den kompletten<br />

Engineering-Prozess ab – von Vorstudien<br />

über Simulation und virtuelle<br />

Inbetriebnahme bis zur Serienimplementierung<br />

– und reduziert so Zeitund<br />

Projektrisiken.<br />

Antriebstechnik: Komponenten<br />

und Aufgaben<br />

Die Auswahl der Antriebstechnik folgt<br />

dem Grundsatz, Dynamik, Präzision<br />

und Effizienz zu vereinen. Spielfreie<br />

BS.F-Servogetriebe liefern bei Applikation<br />

und Umreifung wiederholgenaue<br />

Positionierqualität. Das dezentrale Antriebssystem<br />

Movigear performance<br />

reduziert Verkabelung und steigert<br />

die Energieeffizienz im Feld. Das kompakte<br />

Multi-Achs-System Movidrive<br />

modular stellt die Basis für schnelle,<br />

exakt geregelte Servobewegungen.<br />

Servomotoren der Baureihe CMP..<br />

kombinieren geringes Trägheitsmoment<br />

mit hoher Dynamik – ideal<br />

für kurze Takte. Alle Bewegungen<br />

werden vom Movi-C Controller UHX<br />

orchestriert, der Bahnprofile, Spannungsregelung,<br />

Produktwechsel, Zustandsüberwachung<br />

und Diagnosen<br />

zentral verfügbar macht. Intelligente<br />

Energierückspeisung und kompakte<br />

Schaltschranktechnik senken zusätzlich<br />

den Hardware und Energiebedarf.<br />

Prozessführung und<br />

Rezepturmanagement<br />

Das Herz des Stretchverfahrens ist<br />

die definierte Zugkrafterzeugung in<br />

der Folie. Die Folienabwicklung muss<br />

drehmoment- und bahngeführt erfolgen,<br />

die Applikationseinheit bringt die<br />

Zielspannung prozessstabil ein und die<br />

Packbildung stützt die Lastpfade so,<br />

dass keine lokalen Überdehnungen<br />

auftreten. Movi-C koppelt Takt- und<br />

Bahnprofile eng mit der Spannungsregelung.<br />

Material und produktabhängige<br />

Parameter – etwa Vordehnungsgrad,<br />

Bremsmomente, Reibwerte oder<br />

zulässige Flaschenauflast – werden in<br />

Rezepturen hinterlegt und lassen sich<br />

bei Formatwechseln ohne zusätzliche<br />

Programmierung laden. Das reduziert<br />

Rüstzeiten, minimiert Bedienfehler und<br />

erhöht die Linienverfügbarkeit. In der<br />

Diagnostik helfen Trendkurven und<br />

Grenzwertüberwachungen, Abweichungen<br />

frühzeitig zu erkennen.<br />

Effizienz und Nachhaltigkeit:<br />

Kennzahlen, die zählen<br />

Fabio Dalmonte ist Sales Consultant bei SEW-Eurodrive Italien.<br />

Die Vorteile des Stretchverfahrens<br />

zeigen sich entlang dreier Achsen.<br />

Erstens Material: Durch präzise Spannungseinbringung<br />

und den Verzicht<br />

auf Schrumpfreserven sinkt der Folienverbrauch<br />

gegenüber Schrumpflösungen<br />

um über 50 Prozent.<br />

Zweitens Energie: Der Wegfall des<br />

Schrumpftunnels reduziert die Energieaufnahme<br />

um mehr als 90 Prozent<br />

– mit unmittelbarem Effekt auf<br />

Betriebskosten und Infrastruktur.<br />

Servomotoren der Baureihe CMP.. kombinieren geringes Trägheitsmoment mit hoher<br />

Dynamik.<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 7


TITELTHEMA | Automatisierung<br />

Drittens Fläche: Kompakte Anlagenlayouts<br />

sparen Produktionsfläche und<br />

vereinfachen die Linie. Die Option, recycelte<br />

Folienmaterialien einzusetzen,<br />

unterstützt regulatorische Vorgaben<br />

und Corporate-Sustainability-Ziele.<br />

Gleichzeitig bleibt die Verpackungsästhetik<br />

– Transparenz und Brillanz – auf<br />

hohem Niveau, was die Anforderungen<br />

von Marke und Handel erfüllt.<br />

Integration, Retrofit und<br />

Linienverbund<br />

Die modulare Architektur und standardisierte<br />

Schnittstellen erleichtern<br />

die Einbindung in bestehende<br />

Produktionsumgebungen – von<br />

der reinen Verpackungsinsel bis zur<br />

engen Kopplung mit Fördertechnik,<br />

Inspektion, Kennzeichnung, Palettierung<br />

und Lagerlogistik. Für Retrofit<br />

Projekte ist die Lösung besonders<br />

attraktiv, da thermische Aggregate<br />

ersetzt und Flächen freigesetzt werden<br />

können. Die Movi-C Plattform<br />

unterstützt zudem den schrittweisen<br />

Ausbau: Achsen lassen sich ergänzen,<br />

Leistungsklassen anpassen,<br />

Energierückspeisung optimieren und<br />

Diagnosedaten in übergeordnete<br />

Systeme spiegeln. Das Ergebnis sind<br />

verkürzte Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten,<br />

reduzierte Komplexität<br />

und eine höhere OEE.<br />

Betrieb, Service und<br />

Digitalisierung<br />

Ein modernes System entfaltet seinen<br />

vollen Nutzen, wenn Betriebsdaten<br />

für Qualität, Wartungsplanung<br />

und Prozessoptimierung genutzt<br />

werden. Über die Steuerung Movi-C<br />

stehen Diagnosen, Zustände und<br />

Messwerte zentral zur Verfügung.<br />

Condition-Monitoring-Profile geben<br />

früh Hinweise auf Verschleiß oder<br />

Fehlstellungen, während Rezept- und<br />

Chargenverwaltung die Rückverfolgbarkeit<br />

unterstützt. SEW-Eurodrive<br />

begleitet Projekte end-to-end – von<br />

Applikationsberatung und Engineering<br />

über Parametrierung und<br />

virtuelle Inbetriebnahme bis zum<br />

After-Sales-Service. Das reduziert<br />

Projektrisiken, beschleunigt den<br />

Roll-out und stabilisiert den Betrieb.<br />

Qualität und Sicherheit im<br />

Prozess<br />

Da keine thermischen Zyklen eingesetzt<br />

werden, bleibt das Produkt<br />

thermisch entkoppelt; das schützt<br />

Das dezentrale Antriebssystem Movigear performance reduziert Verkabelung und steigert die Energieeffizienz im Feld.<br />

wärmesensible Inhalte. Mechanische<br />

Prozessführung und saubere<br />

Bahnkontrolle verbessern die Kantenstabilität<br />

und senken das Risiko<br />

von Beschädigungen an Etiketten<br />

oder Oberflächen. Die durchgängige<br />

Plattform erleichtert die Validierung,<br />

weil Steuerung, Antrieb und funktionale<br />

Module aufeinander abgestimmt<br />

sind und sicherheitsgerichtete<br />

Funktionen integriert bereitgestellt<br />

werden können.<br />

Stimmen aus der Praxis<br />

Aus Betreiber und Herstellerperspektive<br />

zählen neben der Technik die<br />

Time-to-Market-Vorteile. Für Sidel<br />

war entscheidend, einen Partner<br />

zu finden, der die EvoFilm Stretch-<br />

Maschine vollständig automatisieren<br />

kann. Dank Movi-C ließen sich Entwicklungszeiten<br />

verkürzen und Kundenanforderungen<br />

präzise erfüllen.<br />

Auch seitens SEW-Eurodrive wird<br />

die Partnerschaft durch Innovation,<br />

nachhaltige Produktion und hohe<br />

Qualität getragen; die Plattform<br />

bietet die Flexibilität und Präzision,<br />

die für die effiziente Umsetzung der<br />

<strong>Technologie</strong> erforderlich sind. Rückmeldungen<br />

aus dem Feld bestätigen<br />

die Zielgrößen bei Material- und<br />

Energieeinsparung sowie die hohe<br />

Prozessstabilität im Dauerbetrieb.<br />

Fazit: Zukunftsfähige<br />

Sekundärverpackung<br />

Mit EvoFilm Stretch und Movi-C wird<br />

eine Verpackungstechnologie verfügbar,<br />

die mechanische Präzision,<br />

intelligente Automatisierung und<br />

gelebte Nachhaltigkeit verbindet.<br />

Hochsynchrone Antriebstechnik, applikationsspezifische<br />

Softwarebausteine,<br />

rezepturgesteuerte Prozessführung<br />

und energieoptimierte<br />

Architektur sorgen dafür, dass die<br />

Anlage in der Praxis hält, was die<br />

Kennzahlen versprechen: weniger<br />

Material, deutlich weniger Energie,<br />

kurze Takte und dauerhaft stabile<br />

Qualität. Die Skalierbarkeit des Systems<br />

sichert Investitionen ab und<br />

eröffnet Spielräume für zukünftige<br />

Leistungssteigerungen und Formatvarianten.<br />

Mehr Informationen<br />

www.sew-eurodrive.de/movi-c<br />

Über Sidel<br />

Die in Parma (Italien) ansässige und<br />

global agierende Sidel S.p.A. gehört zur<br />

Tetra Laval Gruppe. Das Unternehmen<br />

ist ein führender Anbieter von Anlagen,<br />

Dienstleistungen und Komplettlösungen<br />

für die Verpackung von Flüssigkeiten,<br />

Lebensmitteln sowie Haushalts und Körperpflegeprodukten<br />

in PET, Dosen, Glas<br />

und weiteren Materialien. Weltweit sind<br />

rund 40.000 Maschinen in 190 Ländern<br />

in Betrieb.<br />

8 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />

DIGITALE ZWILLINGE OPTIMIEREN LIEFERKETTEN IN DER GETRÄNKEINDUSTRIE<br />

Echtzeit-KI revolutioniert<br />

<strong>Getränke</strong>logistik<br />

Die <strong>Getränke</strong>industrie steht vor einem Paradigmenwechsel: Statt rückblickender Dashboards<br />

setzen führende Unternehmen auf digitale Zwillinge – KI-gestützte, dynamische Abbilder<br />

der Lieferkette. Diese <strong>Technologie</strong> integriert Echtzeitdaten aus vernetzten Sensoren, ERP-<br />

Systemen und externen Quellen, um nicht nur zu überwachen, sondern zu simulieren, zu<br />

prognostizieren und Handlungsempfehlungen zu geben.<br />

Von<br />

NIRAJ KUMAR JHA<br />

Senior Director<br />

Logistics -Soutwest<br />

Niagara Bottling<br />

Quelle<br />

Niagara Bottling<br />

Über Jahrzehnte hinweg waren<br />

Dashboards das Herzstück der<br />

operativen Transparenz bei den Herstellungs-<br />

und Logistikprozessen der<br />

<strong>Getränke</strong>industrie. Das Management<br />

und die Standortleitung verließen<br />

sich auf farbige Diagramme und<br />

Leistungskennzahlen, um alles nachzuverfolgen,<br />

von der Produktionsleistung<br />

bis zur Transporteffizienz.<br />

Das Dashboard-Dilemma<br />

Doch Dashboards haben einen<br />

grundlegenden Nachteil: Sie zeigen<br />

nur, was bereits passiert ist – aber<br />

nicht, was jetzt geschieht, und schon<br />

gar nicht, was als Nächstes passieren<br />

wird. Wenn ein KPI rot aufleuchtet,<br />

ist der Lkw bereits verspätet abgefahren,<br />

das Silo schon leer oder das<br />

Lagerteam mitten im Krisenmanagement.<br />

Dashboards sind rückblickend;<br />

sie schaffen Bewusstsein, aber keine<br />

Vorausschau.<br />

In einer Branche mit engen Margen,<br />

hohen Kundenerwartungen und<br />

zunehmenden Störungen in den<br />

Lieferketten reicht der „Blick in den<br />

Rückspiegel“ nicht mehr aus. <strong>Getränke</strong>hersteller<br />

müssen vom bloßen<br />

Monitoring zur aktiven Echtzeit-<br />

Steuerung übergehen.<br />

Der digitale Zwilling betritt<br />

die Bühne<br />

Die Antwort auf diese Herausforderung<br />

liegt im schnellen Aufstieg<br />

der Digital-Twin-<strong>Technologie</strong>: eine<br />

dynamische, KI-gestützte Abbildung<br />

realer Lieferketten. Ein digitaler<br />

Zwilling integriert Live-Daten von<br />

vernetzten Sensoren (IoT-Sensoren),<br />

ERP-Systemen, Logistikplattformen<br />

und sogar von externen Quellen wie<br />

Wetter- oder Verkehrsdaten.<br />

Im Gegensatz zu einem Dashboard,<br />

das den Status Quo von gestern<br />

in statische Diagramme presst, ist<br />

ein digitaler Zwilling ein lebendiges<br />

Modell. Er berichtet nicht nur – er<br />

simuliert, prognostiziert und gibt<br />

Handlungsempfehlungen.<br />

Die Prognose von Bestandsverbräuchen kann nicht nur<br />

die autonome Materialversorgung innerhalb eines Betriebs<br />

steuern, sondern auch Bestandsverbräuche über<br />

mehrere Werke hinweg vorhersagen.<br />

• Simulation: testen, was passiert,<br />

wenn eine Fülllinie ausfällt oder<br />

eine Autobahn gesperrt wird<br />

• Prognose: von Bestandsverbräuchen<br />

über mehrere Werke anhand<br />

von Echtzeit-Nachfragesignalen<br />

• Handlungsempfehlungen: automatische<br />

Gegenmaßnahmen – etwa<br />

das Ausschreiben eines Transportauftrags<br />

für die Spedition, bevor<br />

sich eine Störung ausweitet<br />

In der Praxis bedeutet dies ein Umdenken:<br />

von „Was ist passiert?“ zu<br />

„Was sollten wir jetzt tun?“<br />

Mit aktiver Echtzeit-Steuerung haben <strong>Getränke</strong>hersteller ihre Linien immer im Blick.<br />

Krones hat diesen Schritt bereits<br />

mit seinen sogenannten Agentic<br />

Digital Twins vollzogen. Diese Form<br />

der digitalen Zwillinge kombiniert<br />

physikalisch präzise Simulationen mit<br />

KI-Agenten, die autonome Entscheidungen<br />

treffen können. „Mit den<br />

Agentic Digital Twins zeigen wir, dass<br />

Digitalisierung und KI nicht nur Zukunftsvisionen<br />

sind, sondern bereits<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 9


BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />

heute messbare Effizienzgewinne<br />

und nachhaltige Vorteile liefern“,<br />

sagt Markus Tischer, Mitglied des<br />

Vorstands der Krones AG.<br />

Diese digitalen Zwillinge unterstützen<br />

auch bei der Entwicklung und<br />

Optimierung des neuen Ingeniq<br />

Linienkonzepts, das Krones auf der<br />

drinktec 2025 vorstellte. Ingeniq vereint<br />

modulare Maschinenarchitektur,<br />

autonomes Material-Handling und<br />

KI-basierte Prozessoptimierung –<br />

alles gestützt durch Simulationen<br />

digitaler Zwillinge.<br />

Von KPIs zu einem<br />

automatisierten<br />

Entscheidungssystem<br />

Mit vorausschauendem VMI können Verbrauchsgüter automatisiert bei Lieferanten nachgeordert werden, wodurch<br />

sich die Linieneffizienz zusätzlich steigern lässt.<br />

Digitale Zwillinge geben der Produktionsleitung<br />

oder zuständigen<br />

Teams für Planung und Logistikkoordination<br />

jederzeit den Überblick<br />

über alle relevanten Daten – und<br />

schaffen Freiraum für das Wesentliche:<br />

Szenarioplanung, Zusammenarbeit<br />

mit dem Kunden und kontinuierliche<br />

Verbesserung.<br />

Der Sprung von Dashboards zu digitalen<br />

Zwillingen verändert auch die<br />

Rolle von KPIs. Denn traditionelle<br />

Kennzahlen sind isoliert: OTIF (On-<br />

Time, In-Full), Kosten pro Einheit,<br />

Linieneffizienz, Transportauslastung<br />

– jede erzählt nur einen Teil der<br />

Geschichte. Führungskräfte müssen<br />

sie zusammenführen, oft mit widersprüchlichen<br />

Prioritäten.<br />

Um dies zu lösen, wurde das Konzept<br />

der „Mother KPI“ entwickelt<br />

– ein übergreifendes Leistungssignal,<br />

das mehrere Dimensionen zu einem<br />

dynamischen Indikator zusammenführt.<br />

Die Mother KPI dient als Herzschlag<br />

des digitalen Zwillings und<br />

balanciert kontinuierlich die Themen<br />

Kosten, Service und Nachhaltigkeit.<br />

Und so sieht es in der Praxis aus:<br />

• Wenn eine Kostenoptimierung im<br />

Transportbereich die termingerechte<br />

Lieferung gefährdet, sorgt die<br />

Mother KPI dafür, dass Zuverlässigkeit<br />

des Service Vorrang erhält.<br />

• Wenn ein Werk den Produktionsausstoß<br />

über die Lagerkapazität hinaus<br />

steigert, verknüpft die Mother<br />

KPI dies mit der Logistik und verhindert<br />

Überproduktion, die später<br />

ungenutzt bleibt.<br />

Anstatt nur einzelne Bereiche zu optimieren,<br />

optimiert das System übergreifend<br />

das Ganze. Thomas Albrecht,<br />

Head of Simulation bei Krones,<br />

ergänzt: „Unsere Lösung integriert<br />

KI-basierte High-End-Strömungssimulation<br />

in den digitalen Zwilling der<br />

Abfülllinie und eröffnet völlig neue<br />

Möglichkeiten für Vorhersage, Optimierung<br />

und Visualisierung.“<br />

Lieferantengesteuertes<br />

Bestandsmanagement – und<br />

zwar vorausschauend<br />

Eines der leistungsstärksten Mittel<br />

dieses Wandels ist das vorausschauende<br />

Vendor-Managed Inventory<br />

(VMI, auf Deutsch: lieferantengesteuertes<br />

Bestandsmanagement).<br />

Traditionelles VMI ist reaktiv: Lieferanten<br />

füllen nach, sobald Bestände<br />

unter einen Schwellenwert fallen.<br />

Dank KI und digitalen Zwillingen<br />

wird VMI vorausschauend.<br />

Stellen Sie sich vor, ein Lieferant<br />

für PET-Granulat ist durch den<br />

digitalen Zwilling direkt mit den<br />

Systemen von Niagara verbunden.<br />

Das Modell prognostiziert Verbrauchsraten,<br />

Produktionspläne<br />

und Liefereinschränkungen – und<br />

signalisiert Nachschub, bevor ein<br />

Engpass entsteht. Noch besser: Es<br />

kann mehrere Werke gleichzeitig<br />

ausbalancieren und die Versorgung<br />

dynamisch dorthin umleiten, wo sie<br />

am dringendsten benötigt wird. Das<br />

Ergebnis? Weniger Sicherheitsbestände,<br />

weniger Notfälle und eine<br />

reibungslosere Zusammenarbeit<br />

entlang der gesamten Lieferkette.<br />

Auch die Ingeniq Linie von Krones<br />

profitiert von vorausschauenden<br />

Funktionen. Über den digitalen<br />

Zugang des Pakets Connect and<br />

Secure werden Produktionsdaten<br />

kontinuierlich überwacht und analysiert,<br />

was proaktiven Service und<br />

Entscheidungen basierend auf dem<br />

Bestand ermöglicht.<br />

Automatisierte Ausschreibung:<br />

KI an der Laderampe<br />

Das Ausschreiben von Transportaufträgen<br />

war bisher ein zeitaufwendiger,<br />

manueller Prozess – mit<br />

E-Mails, Telefonaten und Verhandlungen.<br />

Ein digitaler Zwilling kann<br />

für den Entscheidungsapparat<br />

jedoch einen Großteil dieser Arbeit<br />

automatisieren.<br />

• Wenn ein Speditionsunternehmen<br />

über die passende Ausrüstung, Kapazität<br />

und nachweisliche Zuverlässigkeit<br />

verfügt, vergibt das System<br />

den Auftrag sofort.<br />

• Ändern sich die Marktbedingungen<br />

(z. B. ein plötzlicher Anstieg<br />

der Treibstoffpreise), simuliert das<br />

System Alternativen, bevor es eine<br />

Entscheidung trifft.<br />

• Menschen bleiben für Ausnahmeoder<br />

strategische Entscheidungen<br />

eingebunden, während der digitale<br />

Zwilling die Routine übernimmt.<br />

Dies verkürzt nicht nur die Durchlaufzeiten,<br />

sondern sorgt auch für<br />

faire Bedingungen, da jede Spedition<br />

10 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


auf Basis datengetriebener Leistung<br />

bewertet wird – nicht allein aufgrund<br />

von Beziehungen.<br />

Resilienz trifft Nachhaltigkeit<br />

Der Wechsel von Dashboards zu digitalen<br />

Zwillingen bedeutet nicht nur<br />

mehr Effizienz. Es geht auch darum,<br />

Resilienz und Nachhaltigkeit in die<br />

Lieferkette der <strong>Getränke</strong>industrie zu<br />

integrieren.<br />

• Resilienz: Der digitale Zwilling kann<br />

Unvorhergesehenes simulieren –<br />

von Streiks bis hin zu Naturkatastrophen<br />

– und alternative Routen,<br />

Transportwege oder Lieferanten<br />

vorschlagen. Anstatt Wochen später<br />

zu reagieren, passt sich die Organisation<br />

sofort an.<br />

• Nachhaltigkeit: Optimierte Transporte<br />

reduzieren Leerfahrten, eine<br />

KI-gestützte Produktionsplanung<br />

senkt den Ausschuss und eine<br />

bessere Abstimmung von Angebot<br />

und Nachfrage reduziert die<br />

Energieintensität pro produzierter<br />

Einheit.<br />

• Für <strong>Getränke</strong>betriebe, die zunehmend<br />

den Fokus auf ihren CO ₂<br />

-<br />

Fußabdruck und ihre ESG-Performance<br />

legen müssen, sind diese<br />

Vorteile nicht nur operative Erfolge,<br />

sondern strategische Notwendigkeiten.<br />

Die Herangehensweise<br />

beim Thema digitaler Zwilling bei<br />

Krones trägt direkt dazu bei, dass<br />

Nachhaltigkeitsziele erreicht werden<br />

können. Durch die Verkürzung<br />

der Simulationszeiten von<br />

ehemals drei bis vier Stunden auf<br />

weniger als fünf Minuten werden<br />

Ressourcen effizienter genutzt,<br />

Abfall wird minimiert und der<br />

Energieverbrauch – insbesondere<br />

im Bereich der Verarbeitung von<br />

Flüssigkeiten – deutlich gesenkt.<br />

KI mit Fokus auf<br />

den Menschen<br />

Oft besteht die Sorge, dass KI den<br />

Menschen ersetze. In Wirklichkeit<br />

funktionieren digitale Zwillinge am<br />

besten, wenn sie Menschen befähigen,<br />

qualitativ hochwertigere<br />

Entscheidungen zu treffen.<br />

Die Produktionsleitung oder zuständige<br />

Teams für Planung und<br />

Logistikkoordination müssen nicht<br />

mehr Tabellen und Dashboards<br />

hinterherlaufen. Stattdessen können<br />

sie sich auf Szenarioplanung, die Zusammenarbeit<br />

mit dem Kunden und<br />

kontinuierliche Verbesserung konzentrieren.<br />

Das System übernimmt<br />

das Monitoring und die Routineentscheidungen<br />

– der Mensch steuert<br />

die Strategie.<br />

Dieser menschenzentrierte KI-Ansatz<br />

(auf Englisch: Human-Centric AI) ist<br />

besonders in den Branchen wichtig,<br />

die auf jahrzehntelanger praktischer<br />

Erfahrung basieren. Digitale Zwillinge<br />

löschen dieses Wissen nicht aus – sie<br />

verstärken es.<br />

Der Weg nach vorn<br />

Der Übergang von Dashboards zu digitalen<br />

Zwillingen erfolgt nicht über<br />

Nacht. Die meisten Organisationen<br />

durchlaufen drei Phasen:<br />

1. Dashboard-gesteuerte Abläufe:<br />

retrospektives Monitoring von KPIs<br />

2. Hybride Modelle: erste vorausschauende<br />

Warnsignale ergänzen<br />

Dashboards<br />

3. Vollständiges Ökosystem für<br />

den digitalen Zwilling: End-to-End-<br />

Orchestrierung mit automatisiertem<br />

Entscheidungssystem<br />

Für <strong>Getränke</strong>betriebe ist die Dringlichkeit<br />

klar: Kundenerwartungen<br />

steigen und der Kostendruck nimmt<br />

zu. Wer in der Dashboard-Ära<br />

verharrt, riskiert, den Anschluss zu<br />

verlieren.<br />

Diejenigen, die auf digitale Zwillinge<br />

setzen, gewinnen nicht nur Effizienz<br />

– sie eröffnen Potenziale für Resilienz,<br />

Nachhaltigkeit und strategische<br />

Agilität.<br />

Handeln ist gefragt<br />

Die <strong>Getränke</strong>industrie war schon<br />

immer durch ihre Anpassungsfähigkeit<br />

geprägt – vom Glas zu PET, von<br />

manueller Abfüllung zu vollautomatisierten<br />

Linien. Der nächste große<br />

Sprung führt von Dashboards zu<br />

digitalen Zwillingen.<br />

Für Entscheiderinnen und Entscheider<br />

der Branche stellt sich nun also<br />

nicht die Frage, ob dieser Wandel<br />

kommt, sondern wie schnell. Wer<br />

die Chance jetzt ergreift, gestaltet<br />

die Zukunft der Lieferketten in der<br />

<strong>Getränke</strong>industrie.<br />

Mehr Informationen<br />

www.krones.com<br />

BRANCHEN REPORT | <br />

FILTECH<br />

June 30 – July 02, <strong>2026</strong><br />

Cologne – Germany<br />

The Filtration Event<br />

www.Filtech.de<br />

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E-mail: info@filtech.de<br />

Phone: +49 (0)2132 93 57 60<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 11


BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />

<br />

SO HELFEN SMARTPHONE UND APP BEI DER WARTUNG<br />

Alles klar an der Abfüllanlage<br />

Wer <strong>Getränke</strong> produziert, weiß: Verantwortung beginnt beim Abfüllen und Verpacken.<br />

Hier entscheidet sich, ob Qualität, Hygiene und Effizienz zusammenfinden. Jeder<br />

ungeplante Stopp in den Abläufen bindet Personal, kostet Energie und Ressourcen.<br />

Dass im Qualitätsmanagement der <strong>Getränke</strong>produktion alles schnell und zuverlässig<br />

läuft, ist deshalb besonders wichtig. Trotzdem sind Reinigung und Wartung in<br />

vielen Betrieben immer noch klassisch papierlastig, mit manuellen Rundgängen,<br />

Excel-Listen und heterogenen Dokumentationen. Höchste Zeit also, den Schritt in<br />

Richtung Digitalisierung zu wagen, denn Smartphone und App können hier für Tempo,<br />

Transparenz und Revisionssicherheit sorgen.<br />

Von<br />

EVA UND OSWALD<br />

NEUMANN<br />

Quelle:<br />

Neumann & Neumann<br />

mobile Rundgänge, Ticketing und<br />

Auswertungen in einer gemeinsamen<br />

Arbeitsumgebung zusammenführen<br />

lassen – für Betreiber, internes<br />

Betriebspersonal und Dienstleister.<br />

So entsteht bei allen Beteiligten eine<br />

lückenlose, manipulationssichere<br />

Historie, die Audits vereinfacht und<br />

Korrekturmaßnahmen beschleunigt.<br />

Die Digitalisierung beginnt dort, wo<br />

Daten entstehen: an Rinser, Füller,<br />

Verschließer, Etikettierer und Transporteuren.<br />

Und das sieht so aus:<br />

Mobile Checklisten führen Teams<br />

Schritt für Schritt durch die Prüfungen.<br />

Assets sind über QR- oder<br />

NFC- Tags eindeutig identifiziert;<br />

ein Scan öffnet direkt die richtige<br />

Anlage, führt zur passenden Prüfroutine<br />

sowie zur Wartungshistorie.<br />

Abweichungen werden unmittelbar<br />

erfasst und in Tickets überführt. Jede<br />

Eingabe ist mit Zeitstempel, Standort<br />

und Nutzerkennung versehen –<br />

manipulationssicher und auditfest.<br />

Auftraggeber und Auftragnehmer<br />

sehen denselben Status in Echtzeit<br />

wie fällige Prüfungen, offene Tickets<br />

und Abarbeitungsgrade. Entscheider<br />

treffen auf dieser Grundlage datenbasierte<br />

Entscheidungen, Reaktionszeiten<br />

sinken, Stillstände werden<br />

vermeidbar.<br />

Was Hersteller empfehlen –<br />

digital umgesetzt<br />

Herstellerhinweise klingen oft banal,<br />

sind im Alltag aber fehleranfällig:<br />

regelmäßige Schmierung, Dichtungsund<br />

O-Ring-Wechsel, Düsen- und<br />

Füllventilpflege, Kalibrierung von<br />

Durchfluss- und Füllstandssensoren,<br />

Ketten- und Führungsschienenkontrollen,<br />

Filterwechsel in der Sterilluft,<br />

Validierung der CIP-Rezepte inklusive<br />

Temperatur- und Leitfähigkeitsüberwachung.<br />

In der App werden solche<br />

Empfehlungen als Standardroutinen,<br />

Intervalle und Grenzwerte festgelegt<br />

– samt Foto- oder Messwertdokumentation,<br />

damit Praxis und Herstellerleitfaden<br />

deckungsgleich sind.<br />

Hygiene, Sicherheit und Compliance<br />

sind in der <strong>Getränke</strong>produktion entscheidend.<br />

HACCP, Trinkwasserhygiene<br />

im Sirupraum oder sicherheitsrelevante<br />

Prüfungen wie DGUV V3<br />

gehören dazu. Digitale Lösungen<br />

bilden alle notwendigen Schritte<br />

konsequent ab. Benachrichtigungen<br />

bei Abweichungen laufen ohne<br />

Zeitverzug und lösen Informationsschritte<br />

oder Auftragstickets nach<br />

vordefinierten Regeln aus. So lässt<br />

sich ein Kreislauf vorausschauender<br />

Wartung organisieren: Zeitfenster<br />

werden gezielt genutzt, Ersatzteile<br />

rechtzeitig disponiert, externe Serviceteams<br />

verbindlich eingeplant. Lösungen<br />

wie das in der Branche häufig<br />

eingesetzte e QSS zeigen, wie sich<br />

Mobile Endgeräte als Hebel für<br />

Datenqualität und Motivation<br />

Der konsequente Einsatz mobiler<br />

Endgeräte ist der größte Hebel. Wird<br />

direkt dort dokumentiert, wo gearbeitet<br />

wird, sinkt die Fehlerquote, die<br />

Datenqualität steigt, Medienbrüche<br />

entfallen. Die so gewonnenen Daten<br />

schaffen eine gemeinsame Faktenbasis:<br />

Sämtliche wichtigen Abläufe<br />

werden sichtbar, Maßnahmen<br />

lassen sich priorisieren, Intervalle<br />

nachschärfen. Und nicht nur das.<br />

Auch „weiche Effekte“ sind spürbar:<br />

Teams erhalten unmittelbares<br />

Feedback, Lernbedarfe werden aus<br />

der Datenlage abgeleitet und durch<br />

Schulungen abgearbeitet.<br />

Damit die Organisation digitaler<br />

Wartungsabläufe gelingt, sollten<br />

Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>industrie<br />

Schritt für Schritt vorgehen.<br />

So gelingt die Digitalisierung:<br />

• Ein Pflichtenheft mit Standards für<br />

Rundgänge und Prüfpläne steht oft<br />

am Anfang.<br />

• Abläufe sollten von Beginn an definiert<br />

werden, damit Stammdaten,<br />

Aufträge und Buchungen nicht<br />

doppelt geführt werden.<br />

12 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


• An die Sicherheit denken: Moderne<br />

Anwendungen bringen rollenbasierten<br />

Zugriff, Datenschutz<br />

nach Stand der Technik und IT-<br />

Security gleich mit.<br />

Weniger Leerlauf, mehr<br />

Verfügbarkeit<br />

Der betriebswirtschaftliche Nutzen<br />

zeigt sich schnell. Automatisierte<br />

Workflows reduzieren Verwaltungsaufwand<br />

und Papierverbrauch; klare<br />

Zuständigkeiten beschleunigen die<br />

Abarbeitung. Ungeplanter Stillstand<br />

wird reduziert, weil Instandsetzungsfenster<br />

geplant, kommuniziert und<br />

bestätigt werden. Gerade bei hoher<br />

Taktzahl und häufigen Produktwechseln<br />

steigt die Verfügbarkeit<br />

messbar. Gleichzeitig entsteht ein<br />

kontinuierlicher Verbesserungsprozess:<br />

Kennzahlen werden über Linien<br />

und Werke hinweg vergleichbar,<br />

typische Störbilder und Ursachen<br />

treten zutage, Ressourcen lassen sich<br />

dort einsetzen, wo sie die größte<br />

Wirkung entfalten.<br />

Bildquelle: AdobeStock_308340842-DedMityay, bearbeitet von Neumann & Neumann<br />

Wenn Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>produktion<br />

und Dienstleister<br />

dieselbe Datenbasis nutzen, werden<br />

Rundgänge, Tickets, Abnahmen und<br />

Abrechnungen ein durchgängiger, auditfester<br />

Prozess. Entscheider gewinnen<br />

an Geschwindigkeit und Transparenz,<br />

Technikteams an Klarheit, externe<br />

Partner an Verlässlichkeit. So werden<br />

Abfüllanlagen nicht nur sauberer und<br />

sicherer – sondern auch nachhaltiger,<br />

weil sie mit weniger Ressourceneinsatz<br />

mehr stabile Leistung bringen.<br />

Mehr Informationen<br />

www.neumann-neumann.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 13


BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />

GEA ERRICHTET NEUE GROSSMISCHANLAGE FÜR AROMENPRODUKTION BEI SYMRISE<br />

Aromenproduktion erweitert<br />

GEA errichtet für die Symrise AG eine großtechnische Mischanlage zur Herstellung von<br />

Aromen am Hauptstandort Holzminden, Niedersachsen. Symrise zählt zu den weltweit<br />

führenden Anbietern von Duft- und Geschmacksstoffen. Mit der schlüsselfertigen<br />

Prozesstechnologie von GEA steigert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten,<br />

erhöht die Flexibilität und erfüllt höchste Anforderungen an Hygiene und Materialqualität.<br />

Die Anlage wird bereits seit Sommer 2025 installiert, die Inbetriebnahme ist für Frühjahr<br />

<strong>2026</strong> geplant.<br />

„Die Produktion von flüssigen Aromen<br />

ist eine Kernkompetenz von<br />

Symrise. Die neue Anlage erhöht<br />

unsere Kapazität um bis zu 50 Prozent<br />

und verkürzt unsere Lieferzeiten<br />

deutlich“, sagt Karsten Zota, Factory<br />

Manager Liquid Compounding, Symrise.<br />

„Dadurch gewinnen wir an Flexibilität<br />

und können die wachsende<br />

Nachfrage unserer Kunden noch<br />

besser bedienen.“<br />

Einbau der neuen GEA-Mischanlage zur Erweiterung<br />

der Aromenproduktion bei Symrise in Holzminden.<br />

Quelle: GEA<br />

Die produzierten Aromen – darunter<br />

Vanilleextrakte, Zitrusöle, Fleischaromen<br />

oder mentholhaltige Essenzen<br />

– werden sowohl intern weiterverarbeitet<br />

als auch als Zutaten an die<br />

Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>industrie<br />

geliefert. Sie kommen in einer Vielzahl<br />

von Endprodukten zum Einsatz,<br />

von Joghurt und Süßwaren bis hin<br />

zu herzhaften Fertiggerichten und<br />

<strong>Getränke</strong>n.<br />

Herausforderung: komplexe<br />

Rohstoffe mit besonderen<br />

Anforderungen<br />

Symrise verarbeitet in Holzminden<br />

eine große Vielfalt an Rohstoffen –<br />

von alkoholhaltigen Lösungen bis hin<br />

zu viskosen Sirupen. Das stellt hohe<br />

Ansprüche an Technik und Sicherheit.<br />

Ethanolhaltige Produkte erfordern<br />

explosionsgeschützte Auslegung<br />

(ATEX), Pulver bringen zusätzliche<br />

Staubrisiken mit sich. Substanzen<br />

wie Zitrusöle greifen Materialien an<br />

und verlangen spezielle Dichtungen.<br />

Auch die Spanne der Viskositäten –<br />

von wasserähnlich dünnflüssig bis<br />

sirupartig – sowie Temperaturen von<br />

–20 bis +80 °C erfordern eine präzise<br />

Prozessführung. Hinzu kommt: geruchsintensive<br />

Mentholmischungen,<br />

koschere Rezepturen oder süße Aromen<br />

dürfen sich nicht gegenseitig<br />

beeinflussen. Die neue Anlage erfüllt<br />

diese unterschiedlichen Anforderungen<br />

und vereint sie in einem integrierten<br />

Konzept.<br />

Erweiterte Kapazitäten für die<br />

Aromenproduktion<br />

Im Zentrum des neuen Gebäudeteils<br />

steht ein großzügiger Mischbereich,<br />

in dem Rohstoffe aus dem angrenzenden<br />

Tanklager oder aus Gebinden<br />

per Vakuumförderung in die Rührtanks<br />

gelangen. Pulver werden über<br />

einen speziellen Einfüllstutzen zugegeben.<br />

Die homogenen Mischungen<br />

können anschließend in Reifetanks<br />

überführt oder direkt an die Abfüllung<br />

geleitet werden. Die Anlage ist<br />

an eine Reinigungsanlage und ein<br />

Bedämpfungssystem angebunden.<br />

Energieeffizienz und<br />

Nachhaltigkeit in der<br />

Prozesstechnologie<br />

Die Anlage verfügt über eine<br />

Wärmerückgewinnung aus CIP-<br />

Rücklaufströmen, die einen Teil<br />

der Prozessenergie erneut nutzbar<br />

macht. Dadurch kann der Energieeinsatz<br />

pro Charge gesenkt werden.<br />

Ergänzende Maßnahmen wie eine<br />

ressourcenschonende CIP-Reinigung<br />

und optimierte Isolierung reduzieren<br />

Wasser- und Energieverbrauch. Die<br />

Wärmerückgewinnung dient nicht<br />

nur der Effizienz, sondern auch der<br />

Einhaltung von Umweltauflagen, da<br />

das Abwasser auf unter 30 °C heruntergekühlt<br />

wird.<br />

Maßgeschneidertes Design für<br />

komplexe Flüssiglebensmittel<br />

Die Vielfalt der verarbeiteten Aromen<br />

stellt auch höchste Anforderungen<br />

an Prozessführung, Materialwahl<br />

und Restentleerung, um Verluste<br />

teurer Produkte zu vermeiden. GEA<br />

entwickelte dafür Sonderlösungen<br />

und nutzte die Flexibilität der eingesetzten<br />

Komponenten – etwa<br />

Sitzventile mit Faltenbalg oder Probenahmeventile<br />

zur vollständigen<br />

Restentleerung. Diese Anpassungen<br />

entstanden in enger Abstimmung<br />

14 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


Flüssige Aromen von Symrise verleihen Milchprodukten<br />

wie Joghurt, Desserts oder <strong>Getränke</strong>n ihren charakteristischen<br />

Geschmack – hergestellt mit Prozesstechnologie<br />

von GEA. Quelle: Symrise<br />

mit dem Kunden und durch präzise<br />

3D-Planung, um die Technik auch<br />

unter beengten räumlichen Bedingungen<br />

zu integrieren.<br />

<strong>Technologie</strong>, die<br />

Marktpositionen stärkt<br />

„Dieses Projekt zeigt, wie entscheidend<br />

individuelle Lösungen für<br />

anspruchsvolle Anwendungen sind“,<br />

betont Dr Lukas Schnöing, Liquid-<br />

Food-Experte und Projektleiter bei<br />

GEA. „Unsere Erfahrung in der Verarbeitung<br />

komplexer Flüssigprodukte,<br />

kombiniert mit einem präzisen Projektmanagement<br />

und der Fähigkeit,<br />

Sonderlösungen zu entwickeln, hat<br />

diese Anlage möglich gemacht.“<br />

Dank der flexiblen Auslegung lassen<br />

sich sowohl bestehende als auch neue<br />

Rezepturen schnell und wirtschaftlich<br />

umsetzen – ein entscheidender Vorteil,<br />

um auf Markttrends wie natürliche<br />

Aromen und Clean Label reagieren zu<br />

können. Die Investition ist damit ein<br />

strategischer Schritt, um die führende<br />

Rolle für Symrise im globalen Aromenmarkt<br />

auszubauen.<br />

Mehr Informationen<br />

www.gea.com<br />

HAMBURG<br />

2. – 3. Juni <strong>2026</strong><br />

Hamburg Messe<br />

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Weitere Informationen unter<br />

www.empack-messen.de<br />

Parallel zur:<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 15


BRANCHEN REPORT | Robotik<br />

Automatisierung wird bei Xiang Piao Piao großgeschrieben: In den Werken in Huzhou, Chengdu und Tianjin sind insgesamt einhundert ABB-Deltaroboter vom Typ<br />

FlexPicker IRB 360 im Einsatz.<br />

ABB-ROBOTER ERHÖHEN OUTPUT BEI CHINESISCHEM GETRÄNKEHERSTELLER<br />

Effizientere Milchtee-Produktion<br />

Quelle<br />

ABB Robotics<br />

Xiang Piao Piao steigerte die Effizienz und Stabilität seiner Instant-Milch- und<br />

Bubble-Tea-Produktion mit 100 ABB IRB 360 FlexPicker ® Robotern und der Digital-<br />

Twin-Software PickMaster ® Twin. Sie greifen und platzieren 500 Milchtee-Zutaten pro<br />

Minute schnell und präzise, steigern damit die Produktionseffizienz um 40 Prozent und<br />

ermöglichen schnelle und intelligente Produktwechsel.<br />

Der chinesische <strong>Getränke</strong>hersteller Xiang Piao Piao<br />

wurde 2005 gegründet und gilt als Pionier für Instant-<br />

Milchtee und Bubble Tea. Rund 1,4 Milliarden Menschen<br />

in China und der ganzen Welt konsumieren die<br />

Produkte des Unternehmens.<br />

Xiang Piao Piao, 2005 gegründet,<br />

zählt zu den Pionieren für Instant-<br />

Milchtee und Bubble Tea. Rund<br />

1,4 Milliarden Menschen in China<br />

und der ganzen Welt konsumieren<br />

die Produkte des Unternehmens.<br />

Um der wachsenden Nachfrage<br />

gerecht zu werden, investierte das<br />

Unternehmen in eine flexible Hochgeschwindigkeits-Produktionslinie,<br />

die einen höheren Durchsatz bewältigt<br />

und sich schnell und einfach<br />

an unterschiedliche Produkte und<br />

Zutaten anpassen lässt. Robotik<br />

und Automation spielen dabei eine<br />

tragende Rolle.<br />

„Die Roboter müssen Zutaten und<br />

Rohstoffe präzise erkennen und der<br />

jeweils richtigen Produktionslinie<br />

zuführen – und das schnell“, erklärt<br />

Zhu Fei, Werksleiter der Produktionsstätte<br />

von Xiang Piao Piao in<br />

Huzhou. Gleichzeitig sollten die<br />

Robotiksysteme wartungsfreundlich<br />

sein, um Betriebskosten zu senken,<br />

und zugleich lebensmitteltaugliche<br />

Sicherheitsstandards erfüllen, damit<br />

Hygiene und eine hohe Produktqualität<br />

gewährleistet sind. Die engen<br />

Platzverhältnisse schränken zusätzlich<br />

ein, da die Roboter auf kleinem<br />

Raum installiert werden mussten.<br />

Steigerung der<br />

Produktionseffizienz<br />

um 40 Prozent<br />

In den Werken von Xiang Piao Piao<br />

in Huzhou, Chengdu und Tianjin sind<br />

insgesamt 100 ABB-Deltaroboter<br />

vom Typ IRB 360 FlexPicker im Einsatz<br />

– und verarbeiten 500 Produkte pro<br />

Minuten. Sie übernehmen vor allem<br />

16 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


Die FlexPicker von ABB Robotics übernehmen das intelligente Greifen und Platzieren von Zuckertütchen und das Trennen und Sortieren von Produkt- und Bohnenpäckchen im<br />

Verpackungsprozess.<br />

zwei Aufgaben: Das intelligente Greifen<br />

und Platzieren von Zuckertütchen<br />

sowie das Trennen und Sortieren von<br />

Produkt- und Bohnenpäckchen im<br />

Verpackungsprozess. Darüber hinaus<br />

greifen und platzieren sie Kokosbecher<br />

– eine zentrale Komponente in<br />

einer der <strong>Getränke</strong>reihen.<br />

Seit der Installation der Roboter hat<br />

Xiang Piao Piao die Produktionseffizienz<br />

deutlich gesteigert. Die Greifgeschwindigkeit<br />

erhöhte sich um 15<br />

Prozent, und die Gesamteffizienz der<br />

Produktionslinie stieg um 40 Prozent,<br />

was den Gesamtoutput maximierte.<br />

Im Werk Huzhou übernehmen sechs<br />

automatische ABB-Roboter-Zuführlinien<br />

die Handhabung sämtlicher Zutaten.<br />

Dadurch spart Xiang Piao Piao<br />

jährlich mehr als zwei Millionen Yuan.<br />

Das entspricht knapp 250.000 Euro.<br />

Ein innovatives<br />

Automatisierungssystem<br />

Der Einsatz der Digital-Twin-Software<br />

PickMaster Twin von ABB Robotics<br />

zur Erstellung und zum Testen<br />

virtueller Produktionslinien und -konfigurationen<br />

reduziert Störungen<br />

deutlich. Gleichzeitig verkürzen sich<br />

die Zeiten für die Inbetriebnahme.<br />

Produktumstellungen lassen sich nun<br />

innerhalb weniger Minuten einfach<br />

durchführen.<br />

„Wir sind von der Leistungsfähigkeit<br />

des Systems und den Effizienzsteigerungen<br />

sehr überzeugt“, sagt<br />

Der Einsatz der Digital-Twin-Software PickMaster Twin von ABB Robotics zur Erstellung und zum Testen virtueller Produktionslinien<br />

und -konfigurationen reduziert Störungen deutlich. Gleichzeitig verkürzen sich die Zeiten für die Inbetriebnahme.<br />

Produktumstellungen lassen sich nun innerhalb weniger Minuten einfach durchführen. Vorteile, von denen<br />

auch Xiang Piao Piao enorm profitiert.<br />

Fei. „Ein besonderer Vorteil von<br />

PickMaster Twin sind die digitalen<br />

Produktions-Dashboards und die<br />

intuitiven Benutzeroberflächen, die<br />

eine einfache Visualisierung der Daten<br />

ermöglichen.“<br />

Das System bietet zudem weitere<br />

Vorteile: Durch die Automatisierung<br />

repetitiver und monotoner Aufgaben<br />

können sich die Mitarbeitenden<br />

auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren.<br />

Gleichzeitig reduziert<br />

der Robotereinsatz menschliche<br />

Fehler und senkt das Risiko einer<br />

Produktkontamination.<br />

Wirklich flexible Performance<br />

„Die Lösung mit IRB 360 FlexPicker<br />

und PickMaster Twin ist für uns<br />

unschätzbar wertvoll“, sagt Fei.<br />

„Dank des KI-basierten Bildverarbeitungssystems<br />

erkennen die Roboter<br />

Unterschiede in Form und Größe der<br />

Verpackungen sowie deren unterschiedliche<br />

dynamische Positionen<br />

einfach und präzise. Dadurch konnten<br />

wir die Produktionseffizienz deutlich<br />

steigern. Wir sind mit den Ergebnissen<br />

so zufrieden, dass wir bereits<br />

drei weitere Projekte planen, um<br />

zusätzliche roboterbasierte Automatisierungslösungen<br />

in unseren Werken<br />

zu implementieren.“<br />

Mehr Informationen<br />

www..abb.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 17


BRANCHEN REPORT | RFID-Kennzeichnung<br />

©industrieblick/stock.adobe.com<br />

RFID OPTIMIERT REUSE-POOLLÖSUNGEN IN DER GETRÄNKELOGISTIK<br />

Der Mehrweg-Boost<br />

Von<br />

FRANK LINTI,<br />

Director Business<br />

Innovations der inotec<br />

Barcode Security GmbH,<br />

Neumünster<br />

Quelle:<br />

©inotec Barcode Security<br />

GmbH<br />

In Deutschland sind über 70 Millionen Mehrweggetränkekisten und mehrere Milliarden<br />

Mehrwegflaschen im Umlauf. Das hört sich nach sehr vielen Einheiten an, ist aber im<br />

Verhältnis zu mehr als 12 Milliarden Einweggetränkeverpackungen pro Jahr nur ein Anteil<br />

von maximal 30 bis 35 Prozent der bewegten Verpackungen. In keinem Handelssegment<br />

wird bereits so viel Mehrweg eingesetzt wie in der <strong>Getränke</strong>logistik und trotzdem bietet<br />

sich noch ungeheuer viel Potential in der Optimierung der Logistikprozesse.<br />

Die Anforderung der EU-Verpackungsverordnung<br />

PPWR (Packaging<br />

and Packaging Waste Regulation),<br />

bis 2030 nur noch seriell gekennzeichnete<br />

Mehrweglogistikeinheiten<br />

oder mehr Mehrwegverpackungen<br />

einzusetzen, veranlasst derzeit viele<br />

Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>industrie,<br />

sich mit ihren eigenen und den<br />

bestehenden Mehrweg-Logistikpools<br />

auseinanderzusetzen. Dazu gehören<br />

die Bereiche der Mehrwegflaschen<br />

aus Glas und Kunststoff, der <strong>Getränke</strong>kisten<br />

in diversen Formaten,<br />

und der Fässer und Kegs aus Metall<br />

oder Kunststoff zum Beispiel für die<br />

Gastronomie. Parallel dazu entstehen<br />

neue Mehrwegpools, insbesondere<br />

in spezialisierten Anwendungsfeldern<br />

wie etwa bei Trays zur Lagefixierung<br />

für Sixpacks, Wein und weiteren verwandten<br />

Anwendungsfeldern. Auch<br />

dort fehlt in vielen Fällen eine serielle<br />

Kennzeichnung, die eine automatisierte<br />

Echtzeitbestandsverwaltung<br />

und -buchung möglich machen<br />

könnte. Sollten diese Einheiten in<br />

Zukunft seriell verwaltet werden müssen,<br />

ist es unumgänglich, bestehende<br />

Einheiten nachträglich zu codieren<br />

oder durch neue, codierte Einheiten<br />

zu ersetzen. Serielle Codierungen<br />

ermöglichen die Item-Level-Erfassung<br />

und sichere Datenabgleiche mit zentralen<br />

Systemen über einen „digitalen<br />

Zwilling“.<br />

Kreislauf-Effizienz entscheidet<br />

über Mehrweg-Erfolg<br />

Um den Kreislauf ständig aufrecht zu<br />

erhalten und immer genügend Verpackungseinheiten<br />

zurückzubekommen,<br />

werden in der <strong>Getränke</strong>logistik<br />

schon lange Pfandmodelle über alle<br />

Teilnehmer hinweg genutzt. Das<br />

Pfand deckt aber mittlerweile kaum<br />

noch den Verlust der Einheiten sowie<br />

die Lücken in der Versorgung<br />

ab. Deshalb ist das Automatisierungsniveau<br />

dieses Kreislaufs in<br />

Zukunft entscheidend dafür, ob das<br />

Mehrwegsystem effizient ist und ob<br />

vor allem nachhaltig dokumentiert<br />

werden kann, wie häufig die Mehrwegeinheiten<br />

im Durchlauf genutzt<br />

werden. Damit wird das Automatisierungsniveau<br />

des Mehrwegkreislaufs<br />

zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor:<br />

Es bestimmt nicht nur die<br />

operative Effizienz, sondern auch die<br />

Fähigkeit, Nutzungshäufigkeiten der<br />

Mehrwegeinheiten verlässlich und<br />

18 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


nachvollziehbar zu dokumentieren.<br />

Auf dieser Basis lassen sich ökologische<br />

Kennzahlen valide absichern<br />

und gegenüber Dritten belastbar<br />

vertreten.<br />

Bereits realisierte Poollösungen zeigen,<br />

dass sich ein ROI innerhalb der<br />

ersten Jahre überall dort einstellt, wo<br />

die Prozesse optimal automatisiert<br />

werden können. Durch den Wegfall<br />

manueller Suchzeiten reduzieren sich<br />

die Personalaufwände signifikant.<br />

Parallel dazu werden Materialaufwände<br />

minimiert, da Leergutbestände<br />

transparent gesteuert und<br />

optimal auf die teilnehmenden Akteure<br />

verteilt werden können.<br />

RFID optimiert die Prozesse<br />

Durch den Einsatz von RFID in der<br />

Kennzeichnung können Wareneingang,<br />

Warenausgang, Leergutverwaltung,<br />

Tourenmanagement und<br />

Reinigung hochgradig automatisiert<br />

und im Pulk erfasst, dokumentiert<br />

und in Echtzeit zentral abgeglichen<br />

werden. Die Echtzeit-Leergutverwaltung<br />

verringert die Nachbestellungen<br />

beim Bestand um circa 20<br />

Prozent – Verluste können dabei auf<br />

„Item Level“ jedem Poolteilnehmer<br />

zugewiesen werden.<br />

Am Anfang steht immer die<br />

Prozessanalyse<br />

Noch vor der Markteinführung<br />

einer neuen Behälter- oder Verpackungsgeneration<br />

müssen sämtliche<br />

geplanten Prozesse entlang der<br />

gesamten Supply Chain detailliert<br />

analysiert werden. Dies umfasst alle<br />

potenziellen Teilnehmer, sämtliche<br />

Buchungs und Erfassungspunkte<br />

sowie die relevanten Transport- und<br />

Umschlagprozesse. Der Einsatz<br />

von RFID ist dabei nicht isoliert zu<br />

betrachten, sondern stets im Spannungsfeld<br />

zwischen erzielbaren<br />

Prozessverbesserungen und den zusätzlichen<br />

Investitionen in Etikettierung<br />

und Erfassungsinfrastruktur zu<br />

bewerten. Gerade in Poolsystemen<br />

ist ein schneller und reibungsloser<br />

Durchlauf aller Einheiten essenziell.<br />

Dazu gehören unter anderem Ausgabe,<br />

Rücknahme, Pfandbuchung,<br />

Reinigung, Befüllung sowie die<br />

Leergut- und Bestandsverwaltung.<br />

Diese Abläufe müssen durchgängig<br />

funktionieren – unabhängig vom jeweiligen<br />

Kennzeichnungsniveau der<br />

beteiligten Supply-Chain-Akteure.<br />

„Smarte“ Mehrwegverpackungen<br />

bieten neben der gedruckten Codierung<br />

und der Klarschriftnummer auch<br />

RFID-Optionen im Label. Auf diese<br />

Weise kann der Poolbetreiber seinen<br />

Teilnehmern effizientere und gezielte<br />

Datenabfragen ermöglichen, ohne<br />

einzelne Akteure auszuschließen.<br />

Alle Pooleinheiten können sowohl<br />

per Auge, Kamera, Kassensysteme<br />

und Rückgabeautomaten ausgelesen<br />

werden. Eine zusätzliche Farbcodierung<br />

auf dem Label ermöglicht<br />

in einigen Fällen auch eine schnelle<br />

farbliche Sortierung per Hand.<br />

In standardisierten und abgesicherten<br />

Prozessen werden im Zuge der<br />

Reinigung von Reuse-Verpackungen<br />

sowohl die Aussortierung beschädigter<br />

oder verschlissener Einheiten als<br />

auch die Pfandbuchung zuverlässig<br />

durchgeführt und dokumentiert.<br />

Für den Poolbetreiber ergeben sich in<br />

Echtzeit verfügbare Auswertungen,<br />

Bestandsübersichten oder finanzielle<br />

Buchungen und die daraus definierte<br />

optimierte Poolsteuerung.<br />

Herausforderungen bei<br />

der Implementierung RFIDbasierter<br />

Poolsysteme<br />

Viele existierende Mehrwegpool-<br />

Kreisläufe in der <strong>Getränke</strong>industrie<br />

arbeiten nicht mit Code- oder<br />

RFID-<strong>Technologie</strong>n und bieten die<br />

genannten Automatisierungsvorteile<br />

für das Kreislauf-, Bestands- und<br />

Leergutmanagement, wenn überhaupt,<br />

nur in reduziertem Umfang.<br />

Sie durch RFID zu optimieren ist<br />

grundsätzlich möglich – bedeutet<br />

aber einen gewissen Aufwand, denn<br />

RFID-Label müssen oft sukzessive<br />

über einen längeren Zeitraum an den<br />

Mehrwegverpackungen angebracht<br />

werden. Bis das letzte bestehende<br />

Poolobjekt nachgerüstet ist, können<br />

Jahre vergehen. In dieser Übergangsphase<br />

ist eine automatisierte Lesung<br />

nahe 100 Prozent niemals möglich.<br />

Einen neuen Mehrweg-Pool mit<br />

neuer <strong>Technologie</strong> einzurichten ist<br />

demgegenüber wesentlich leichter,<br />

denn bei neuen Behältersystemen<br />

können alle Behälter bereits ab Werk<br />

mit RFID und Codes ausgestattet und<br />

ausgeliefert werden. Somit könnte<br />

Pool für Pool auf RFID umgerüstet<br />

werden. Durch das Kombi-Label ist<br />

eine konventionelle Nutzung ohne<br />

RFID-<strong>Technologie</strong> via Code kein Problem.<br />

Ob Optimierung oder Neuimplementierung<br />

– in beiden Fällen gilt<br />

es, alle Trackingpunkte exakt auf die<br />

jeweilige Lesesituation und Leseaufgabe<br />

zu planen und einzurichten.<br />

Inmould oder selbstklebend:<br />

RFID-Kennzeichnung auf Behältern<br />

und Reuse-Verpackungen<br />

Die benötigten codierten Datenträger<br />

können direkt beim Hersteller<br />

der Pooleinheiten vor der ersten Inbetriebnahme<br />

ins System bereits bei<br />

der Produktion entweder Inmould<br />

eingespritzt und damit mit dem Behälter<br />

auf immer verbunden werden,<br />

oder klassisch als Klebelabel mit<br />

Schutzlaminat aufgespendet werden.<br />

Die Kennzeichnung kann über<br />

herkömmliche Barcode/2D Code<br />

oder Barcode/2D Code und RFID<br />

Label erfolgen. Alle Inmould Label<br />

bieten den großen Vorteil, dass sie<br />

bereits während der Produktion in<br />

die Verpackung eingebracht werden.<br />

Die Kennzeichnung ist vollständig hygienisch<br />

und sowohl manipulationsals<br />

auch pfandsicher und damit Teil<br />

der eigentlichen Reuse-Verpackung.<br />

Bei der Kennzeichnung mit Inmould<br />

Labeln entfällt der nachgelagerte<br />

Prozess der Erstellung und Applikation<br />

von Produkt-Labels auf die<br />

Reuse-Verpackung, was zu einer<br />

Reduktion der Prozesskosten führt.<br />

Wo liegt der Benefit von RFID?<br />

Durch den Einsatz von RFID können im<br />

Rahmen der Pulkerfassung bis zu 600<br />

Objekte auf einer Palette gleichzeitig<br />

erfasst und verbucht werden. Das ist<br />

bei der Rückführung von Leergut und<br />

in der Warenausgabe ein enormer logistischer<br />

Vorteil, was die Geschwindigkeit<br />

und den Personalaufwand<br />

betrifft. RFID erfordert keinen visuellen<br />

Sichtkontakt zwischen Label und<br />

Lesegerät, sodass bei der Bestückung<br />

und Rückgabe von Mehrwegbehältern<br />

keine optisch bedingten<br />

Leseprobleme auftreten, wie<br />

sie etwa bei verschmutzten<br />

oder kontrastarmen Barcodes<br />

bekannt sind.<br />

Der RFID-Chip ist sicher,<br />

zuverlässig und eindeutig. Er<br />

kann jederzeit Pfandsicherheit<br />

gewährleisten, da er<br />

nicht kopierbar ist.<br />

Mehr Informationen<br />

www.inotec.de<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 19


IM FOKUS | Prozess- und Verpackungstechnik<br />

INTERPACK <strong>2026</strong><br />

<strong>Getränke</strong>verpackungen werden<br />

Leichtgewichte<br />

Die interpack bringt als weltweit führende Messe für Processing- und Packaging-Lösungen <strong>2026</strong> wieder die<br />

internationalen Akteure rund um die Abfüllung und Verpackung von <strong>Getränke</strong>n zusammen. Auch diese<br />

Branche ist aktuell getrieben von regulatorischen Vorgaben wie der europäischen Verpackungsverordnung,<br />

ambitionierten Nachhaltigkeitszielen der Hersteller sowie einem veränderten Konsumentenverhalten.<br />

Klassische <strong>Getränke</strong>verpackungen<br />

wie PET- oder Glasflaschen,<br />

Aludosen oder <strong>Getränke</strong>kartons<br />

verändern sich: Maximale<br />

Materialreduktion, intelligente<br />

Barrierefunktion, digitale Prozesskontrolle<br />

und verbesserte<br />

Recyclingfähigkeit gehören<br />

heute zu den Anforderungen<br />

an neue Generationen von<br />

<strong>Getränke</strong>verpackungssystemen.<br />

Ein großes Thema ist die Gewichtsreduktion.<br />

interpack-Aussteller<br />

KHS etwa verfolgt einen<br />

„Premium-Light-Weight“-Ansatz<br />

und zeigt mit Premium Lite<br />

eine Flasche für stilles Wasser<br />

aus 100 Prozent recyceltem PET<br />

mit einem Gewicht von lediglich<br />

6,2 Gramm bei 0,25 Litern. Die<br />

neue Flasche soll minimalen Materialeinsatz<br />

mit hochwertiger<br />

Ästhetik vereinen und ist speziell<br />

auf die Anforderungen moderner<br />

Highspeed-Produktionslinien<br />

zugeschnitten. Produziert<br />

wird das Leichtgewicht auf der<br />

weiterentwickelten Streckblasmaschine<br />

KHS InnoPET Blomax<br />

Serie V, die mit hoher Präzision<br />

für die Prozessstabilität bei hohen<br />

Stückzahlen sorgt.<br />

KHS Supreme kombiniert PET mit einer hauchdünnen<br />

Innenbeschichtung aus Glas. Bild: KHS<br />

Noch einen Schritt weiter in<br />

Richtung Produktschutz und<br />

Kreislaufwirtschaft geht KHS<br />

mit seiner neuen PET-Flasche Supreme.<br />

Hier kommt die Plasmax-<br />

<strong>Technologie</strong> des Unternehmens<br />

zum Einsatz, mit der eine weniger<br />

als 100 Nanometer dünne<br />

Siliziumoxid-Beschichtung auf<br />

der Innenwand der Flasche<br />

aufgebracht wird. Sie wirkt<br />

wie Glas, schützt sauerstoffempfindliche<br />

<strong>Getränke</strong> – etwa<br />

hochwertigen grünen Tee – vor<br />

Oxidation und verlängert die<br />

Haltbarkeit um ein Vielfaches.<br />

Gleichzeitig bleibt die Flasche<br />

vollständig recyclingfähig, da die<br />

Glasschicht im Recyclingprozess<br />

in der Lauge entfernt wird, ohne<br />

das PET zu kontaminieren. Die<br />

Kombination aus maximalem<br />

Produktschutz, rPET-Kompatibilität<br />

und industriellen Produktionsgeschwindigkeiten<br />

von bis<br />

zu 60.000 Flaschen pro Stunde<br />

verdeutlicht dabei, wie stark sich<br />

Barrieretechnologien inzwischen<br />

in Richtung Kreislaufwirtschaft<br />

weiterentwickelt haben.<br />

Leicht recycelbare Etiketten<br />

Parallel zur Materialreduktion<br />

gewinnt die Frage der Wiederverwertbarkeit<br />

einzelner<br />

Komponenten an Bedeutung.<br />

CCL Label legt als Aussteller auf<br />

der interpack <strong>2026</strong> den Schwerpunkt<br />

auf Innovationen im<br />

Bereich der Kreislaufwirtschaft<br />

und zeigt, wie Verpackungsdesign<br />

Recyclingsysteme aktiv<br />

unterstützen kann. Im Bereich<br />

der Etiketten- und Sleeve-<strong>Technologie</strong><br />

setzt das Unternehmen<br />

auf recyclingunterstützende<br />

Konzepte. Mit EcoFloat wurde<br />

beispielsweise eine Shrink-<br />

Sleeve-Lösung entwickelt, die<br />

auf Polyolefin niedriger Dichte<br />

basiert. Im Sink-Float-Verfahren<br />

des PET-Recyclings schwimmt<br />

das Sleeve-Material auf, während<br />

die PET-Flakes absinken.<br />

Diese physikalische Trennbarkeit<br />

ist entscheidend für hochwertiges<br />

Bottle-to-Bottle-Recycling.<br />

Neu ist zudem die EcoFloat<br />

White-Option für lichtempfindliche<br />

Produkte, die den Wechsel<br />

von undurchsichtigen HDPEoder<br />

PET-Verpackungen hin zu<br />

klaren PET-Flaschen ermöglicht.<br />

Die EcoFloat White-Option ermöglicht den Wechsel<br />

von undurchsichtigen HDPE- oder PET-Verpackungen<br />

zu klaren PET-Flaschen. Bild: CCL Label<br />

Auch im Mehrweg- und<br />

Refill-Bereich adressiert CCL mit<br />

WashOff-Etiketten die Anforderungen<br />

industrieller Waschprozesse.<br />

Die druckempfindlichen<br />

Etiketten lassen sich im Laugenbad<br />

rückstandsfrei ablösen<br />

und unterstützen so Glas- oder<br />

PET-Mehrwegsysteme. Ergänzend<br />

dazu verbessert die neue<br />

EcoShear-Klebstofftechnologie<br />

die Recyclingfähigkeit von<br />

Einweg-Glasflaschen, indem<br />

selbstklebende Folienetiketten<br />

nahezu vollständig entfernt<br />

werden können.<br />

Die WashOff-Etiketten lassen sich rückstandsfrei<br />

von Mehrwegflaschen lösen. Bild: CCL Label<br />

Klebstoff für High Speed-<br />

Etikettierung<br />

Schließlich gewinnt auch die<br />

Zusammensetzung vermeintlich<br />

kleiner Komponenten an<br />

Bedeutung. Mit einem neuen<br />

mineralölfreien Schmelzklebstoff<br />

bietet Henkel Adhesive<br />

<strong>Technologie</strong>s eine Lösung,<br />

die im Recyclingprozess bis zu<br />

98 Prozent entfernbar ist. Die<br />

Rückstände werden zusammen<br />

mit den Etikettenresten aus<br />

dem Materialstrom separiert.<br />

Die Schmelzklebstofflösung<br />

eignet sich sowohl für Papierals<br />

auch für Kunststoffetiketten,<br />

klebt zuverlässig bis<br />

zu 40.000 Flaschenetiketten<br />

pro Stunde und punktet mit<br />

einer niedrigen Verarbeitungstemperatur<br />

von 110 bis 140<br />

°C. Das schont die Anlagen,<br />

spart Energie und erhöht die<br />

Betriebssicherheit.<br />

20 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

Auch für Glasbehälter bietet Krones<br />

eine Alternative zur klassischen<br />

Etikettierung: INKpression<br />

steht für die direkte Übertragung<br />

von Tinte auf einen Behälter. Das<br />

Besondere dabei: Die Applikation<br />

erfolgt nicht als klassischer<br />

Druckvorgang. Das fertige Design<br />

wird von einem Trägermaterial<br />

abgezogen und als Ganzes<br />

auf den Behälter übertragen.<br />

Ökologisch besser als ihr Ruf:<br />

<strong>Getränke</strong>kartons.<br />

Bild: FKN<br />

Dosenboom hält an<br />

Alle relevanten Informationen werden direkt per<br />

Laser auf die Flasche gebracht. Bild: Krones<br />

Lasern statt Etikettieren<br />

Ohne Etiketten geht es allerdings<br />

auch: Krones hat dazu im<br />

letzten Jahr mit DecoBeam eine<br />

Lösung für die Direktbeschriftung<br />

von PET bzw. rPET-Flaschen<br />

entwickelt. Dabei werden alle<br />

relevanten Informationen wie<br />

Nettofüllmenge, Inhaltsstoffe,<br />

Mindesthaltbarkeitsdatum oder<br />

auch Design-Elemente direkt<br />

per Laser auf die Flaschen aufgebracht.<br />

Das spart Material<br />

und die Verpackung lässt sich<br />

einfacher recyceln. Für die<br />

Laserbeschriftung stehen zwei<br />

Verfahren zur Verfügung: Der<br />

CO 2<br />

-Laser sorgt für ein eher<br />

weiß anmutendes Farbergebnis,<br />

mit dem Faserlaser bekommt die<br />

Schrift einen schwarzen Farbeindruck.<br />

Neben Texten können<br />

auch Logos, Grafiken oder Designelemente<br />

abgebildet werden.<br />

Die <strong>Getränke</strong>dose erfreut sich<br />

schon seit Jahren zunehmender<br />

Beliebtheit. Aktuell boomt<br />

beispielsweise der Absatz von<br />

Softdrinks und Energydrinks in<br />

Dosen, insbesondere bei jüngeren<br />

Zielgruppen. In Europa<br />

weist die <strong>Getränke</strong>dose zudem<br />

eine gute Recyclingquote auf:<br />

sie lag 2023 bei über 76 Prozent,<br />

Tendenz steigend. Das<br />

geht aus Zahlen der beiden<br />

europäischen Verbände Metal<br />

Packaging Europe (MPE) und<br />

European Aluminium (EA) hervor.<br />

Pfandsysteme zeigen dabei<br />

signifikante Effekte: Länder mit<br />

Deposit-Return-Systemen erreichen<br />

Recyclingquoten von bis zu<br />

90 Prozent.<br />

Die Nachfrage nach <strong>Getränke</strong>n in der Dose steigt. Bild: Coca-Cola / Uli Deck<br />

Technomelt EM 335 RE ist mineralölfrei, im Recyclingprozess nahezu komplett entfernbar und Petcycle-zugelassen.<br />

Bild: Henkel<br />

Viele <strong>Getränke</strong>hersteller bauen<br />

derzeit ihr Dosenangebot aus.<br />

Coca-Cola Europacific Partners<br />

Deutschland (CCEP DE) etwa<br />

investiert in diesem Jahr in<br />

eine neue Dosen-Abfülllinie<br />

am Standort Halle, die voraussichtlich<br />

im Sommer <strong>2026</strong> in<br />

Betrieb gehen soll. Sie ergänzt<br />

dann die beiden bestehenden<br />

Abfülllinien für kohlensäurefreie<br />

<strong>Getränke</strong> in PET-Flaschen.<br />

Mit der Millionen-Investition<br />

reagiert Coca-Cola auf die<br />

gestiegene Nachfrage: Im<br />

vergangenen Jahr erreichten<br />

<strong>Getränke</strong> in Dosen allein im<br />

deutschen Markt ein Absatzplus<br />

von rund 12 Prozent im<br />

Vergleich zum Vorjahr.<br />

<strong>Getränke</strong>karton mit guter<br />

Ökobilanz<br />

Am <strong>Getränke</strong>karton scheiden<br />

sich häufig die Geister. Dabei<br />

vereint die Verpackung hochmoderne<br />

<strong>Technologie</strong>: sie ist<br />

leicht, lichtundurchlässig, recyclingfähig<br />

und rund drei Viertel<br />

des Materials bestehen aus<br />

Kartonfaser – ergänzt um Barrieren,<br />

die den Produktschutz<br />

gewährleisten und zur langen<br />

Haltbarkeit beitragen. Beim<br />

Thema Recycling sei die Branche<br />

weiter, als viele glauben, so der<br />

Fachverband Kartonverpackung<br />

für flüssige Nahrungsmittel<br />

e.V. (FKN). Über die Verbandsunternehmen<br />

Tetra Pak, SIG<br />

Combibloc und Elopak sowie<br />

die Recyclinganlage Palurec<br />

im Chemiepark Knapsack sei<br />

der <strong>Getränke</strong>karton längst Teil<br />

eines funktionierenden Kreislaufs.<br />

In Deutschland können so<br />

pro Jahr rund 36.000 Tonnen<br />

Kunststoff- und Aluminiumanteile<br />

aus <strong>Getränke</strong>kartons aufbereitet<br />

werden. Für die gesetzlich<br />

geforderten Quoten reicht<br />

das allerdings noch nicht, und<br />

so wurde die Recyclingquote<br />

nach aktuellen Zahlen der Zentralen<br />

Stelle Verpackungsregister<br />

(ZSVR) im Jahr 2024 zum dritten<br />

Mal in Folge verfehlt.<br />

Tethered Caps sind<br />

unbeliebt<br />

Wie eine Studie des Nürnberg<br />

Institut für Marktentscheidungen<br />

(NIM) zeigt, empfindet<br />

eine Mehrheit der Verbraucher<br />

sogenannte „Tethered Caps“<br />

als unpraktisch. Seit Mitte 2024<br />

müssen Einweg-<strong>Getränke</strong>verpackungen<br />

mit diesen Verschlüssen<br />

ausgestattet sein, die nach<br />

dem Öffnen an der Verpackung<br />

bleiben. Damit soll Plastikmüll<br />

reduziert und das Recycling<br />

erleichtert werden. Zwei Drittel<br />

der Befragten kritisieren aber<br />

die umständliche Handhabung –<br />

insbesondere beim Trinken und<br />

Ausgießen.<br />

Wie <strong>Getränke</strong> heute sicher, optisch<br />

ansprechend und zugleich<br />

nachhaltig verpackt werden,<br />

zeigen zahlreiche internationale<br />

Aussteller auf der interpack<br />

vom 7. bis 13. Mai <strong>2026</strong> in<br />

Düsseldorf.<br />

Mehr Informationen<br />

www.interpack.de<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 21


MESSEVORSCHAU<br />

Weichen stellen für die Zukunft der Verpackungsindustrie<br />

Die Machine Automation Division von ABB präsentiert auf der Inter-pack <strong>2026</strong> ein umfassendes Portfolio an Automatisierungslösungen<br />

ihrer B&R Produkte. In Halle 6, Stand E62, zeigt das Unternehmen Hardware- und Softwarelösungen für Steuerungssyteme,<br />

Antriebstechnik, HMI, Si-cherheitstechnik und Mechatronik sowie offene Konnektivität und die nahtlose Integration<br />

neuer <strong>Technologie</strong>n wie Bildverarbeitung und Simulation.<br />

Der schnelle Anstieg des Omnichannel-Handels,<br />

strengere<br />

Nachhaltigkeitsvorgaben und ein<br />

sich veränderndes Arbeitsumfeld<br />

führen dazu, dass Hersteller<br />

ihre Verpackungs- und Materialflussprozesse<br />

neu ausrichten<br />

müs-sen. Unternehmen stehen<br />

heute vor der Aufgabe, sowohl<br />

klassische Palettenaufträge als<br />

auch individualisierte Kleinserien<br />

für den E-Commerce effizient zu<br />

erfüllen – und zugleich neue gesetzliche<br />

Anforderungen wie die<br />

EU Verordnung für Verpackung<br />

und Verpackungsabfälle (PPWR)<br />

einzuhalten.<br />

Die Automatisierungslösungen<br />

der Machine Automation Division<br />

auf Basis von <strong>Technologie</strong> von<br />

B&R unterstüt-zen Verpackungshersteller<br />

dabei, schnell auf neue<br />

Trends zu reagieren, personalisierte<br />

Varianten effizient umzusetzen<br />

und ihre Produktivität<br />

durch adaptive, zukunftsfähige<br />

Automatisierung zu steigern.<br />

Auf der diesjährigen interpack<br />

sind verschiedenste Lösungen<br />

für die Verpackungsindustrie zu<br />

sehen, darunter:<br />

• Das „All Adaptive Demo“<br />

zeigt, wie sich moderne Automatisierungstechnik<br />

für zukünftige<br />

Verpa-ckungsprozesse<br />

einsetzen lässt. Im Mittelpunkt<br />

stehen die Transportsysteme<br />

ACOPOStrak und ACO-POS 6D,<br />

die dynamische, frei konfigurierbare<br />

Einzelproduktbewegungen<br />

ermöglichen. Die Robotermechanik<br />

eines Codian Delta<br />

übernimmt den Produkttransfer<br />

zwischen den Plattformen. Ein<br />

Vision-System mit zwei Kameras<br />

dient zur Positionsbestimmung,<br />

Qualitätsprüfung und<br />

Bildauswertung.<br />

Das Demo veranschaulicht, wie<br />

wichtig eine präzise Abstimmung<br />

von Sortierung, Transport,<br />

roboterge-stütztem Handling,<br />

visueller Inspektion und Prozessintegration<br />

in einer vielseitigen<br />

Verpackungspro-duktion ist.<br />

• ABB Machine Automation<br />

stellt die neuesten ACOPOS 6D<br />

Lösungen vor, die auf der magnetisch<br />

schwebenden B&R Planartechnologie<br />

basieren und eine<br />

vollständig adaptive, kontaktfreie<br />

Produktbe-wegung auf sehr<br />

kleinem Maschinenraum ermöglichen.<br />

Durch die Kombination<br />

von Fördertechnik mit dem ACO-<br />

POS 6D Planarsystem lassen sich<br />

die Kosten pro Artikelnummer<br />

senken, die Anzahl der verarbeiteten<br />

SKUs (Stock Keeping Unit)<br />

pro Minute steigern und neue<br />

Produkte deutlich schneller wirtschaftlich<br />

herstellen. Die <strong>Technologie</strong><br />

arbeitet mit mikrometergenauer<br />

Positionierung, kommt<br />

oh-ne mechanischen Verschleiß<br />

aus und ermöglicht eine schnelle<br />

Inbetriebnahme sowie Formatwechsel<br />

ohne Produktionsunterbrechung.<br />

Zudem eignet sie<br />

sich für Reinraumanwendungen,<br />

insbesondere in Verbindung mit<br />

der Codian SCARA Robotikmechanik.<br />

Besucher:innen können<br />

am Messestand erle-ben, wie<br />

parallel verschiedene Produkte<br />

auf einer einzigen Maschine<br />

produziert werden können und<br />

wie nahtlos die Interaktion mit<br />

Robotermechanik, Bildverarbeitungssystemen<br />

und weiteren<br />

Automati-sierungskomponenten<br />

erfolgt. Darüber hinaus wird<br />

gezeigt, wie sich das gesamte<br />

Transportsystem mit-hilfe einer<br />

integrierten Engineering Umgebung<br />

von B&R simulieren, optimieren<br />

und diagnostizieren lässt.<br />

• Das Transportsystem ACOPOStrak<br />

gehört seit vielen Jahren zu<br />

den zentralen <strong>Technologie</strong>n im<br />

B&R‐Produktportfolio und hat<br />

sich insbesondere in Umgebungen<br />

mit hoher Variantenvielfalt<br />

und häu-fig wechselnden SKUs<br />

Der Geschäftsbereich Machine Automation von ABB wird auf der interpack <strong>2026</strong> ein umfassendes Lösungsangebot<br />

auf Basis der <strong>Technologie</strong> von B&R für die Verpackungsindustrie präsentieren.<br />

bewährt. Die aktuelle Generation<br />

des Systems ist mit der<br />

neuen Com-pact‐Curve‐<strong>Technologie</strong><br />

ausgestattet, wodurch<br />

sich hochverdichtete Anlagenlayouts<br />

bei einer System-breite<br />

von lediglich 330 mm realisieren<br />

lassen. Ergänzend kommen<br />

Metal‐to‐Metal‐Shuttles und<br />

‐Führungselemente zum Einsatz,<br />

die höhere Traglasten ermöglichen<br />

und auch bei anspruchsvollen<br />

Po-sitionieraufgaben präzise<br />

Ergebnisse liefern. Trotz dieser<br />

höheren Belastbarkeit bleibt<br />

die volle Dyna-mik des Systems<br />

erhalten, was wiederum eine<br />

gesteigerte Förderleistung pro<br />

Quadratmeter Maschinen-fläche<br />

erlaubt. Damit bietet ACOPOStrak<br />

eine leistungsfähige und<br />

zugleich flexible Lösung für Produk-tionsumgebungen,<br />

die kurze<br />

Umrüstzeiten, hohe Geschwindigkeiten<br />

und eine zuverlässige<br />

Verarbei-tung unterschiedlichster<br />

Produktvarianten erfordern.<br />

• Die Open‐Robotics‐Workstation<br />

zeigt, wie offene Robotikmechanik<br />

eine leistungsstarke<br />

und zugleich weniger komplexe<br />

Integration ermöglicht.<br />

Die Codian‐Robotikmechanik<br />

kann mit verschiedenen Automatisierungsplattformen<br />

kombiniert<br />

werden. In Verbindung<br />

mit B&R‐Steuerungstechnik ist<br />

eine präzise Synchronisation<br />

mit Achssystemen, Trans-portsystemen<br />

und Bildverarbeitung<br />

möglich – mit Genauigkeiten im<br />

Sub‐Mikrosekundenbereich.<br />

Statt mehrerer Steuerungen<br />

und aufwendiger Schnittstellen<br />

arbeitet die gesamte Lösung<br />

unter einer einheitlichen Steuerungsarchitektur.<br />

Dies reduziert<br />

Integrationsaufwand und erhöht<br />

sowohl Flexibilität als auch<br />

Anlageneffizienz.<br />

Die Lösungen der Machine Automation<br />

Division für die Verpackungsindustrie<br />

sind auf kurze<br />

Umrüstzeiten, vielfältige Auftragsprofile<br />

und datengestützte<br />

Optimierung ausgelegt. Sie<br />

unterstützen Hersteller dabei,<br />

flexibel zu bleiben, Ausschuss<br />

zu reduzieren und wachsenden<br />

Anforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit,<br />

Varian-tenvielfalt<br />

und Nachhaltigkeit gerecht zu<br />

werden.<br />

www.abb.com<br />

22 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

Antriebslösungen für die Verpackungsindustrie<br />

NORD DRIVESYSTEMS präsentiert robuste, wirtschaftliche und leistungsstarke Antriebslösungen für die Verpackungsindustrie.<br />

Die Branchenexpertinnen und -experten aus Bargteheide freuen sich auf den Austausch mit zahlreichen Besuchern.<br />

NORD zeigt ein umfassendes<br />

Portfolio an flexiblen Systemlösungen,<br />

die speziell auf die Bedürfnisse<br />

der Verpackungsindustrie<br />

sowie die hohen Hygieneanforderungen<br />

im Bereich Food &<br />

Beverage zugeschnitten sind. Ob<br />

Primary-, Secondary- oder Endof-Line-Packaging:<br />

Mit seinem<br />

modularen Produktbaukasten<br />

wird das Unternehmen den unterschiedlichen<br />

Anforderungen<br />

der Branche gerecht.<br />

Hygienefreundliche Getriebe<br />

für Servomotoren<br />

NORD bietet zum Beispiel<br />

leistungsfähige Stirnrad-, Kegelrad-<br />

und Schneckengetriebe in<br />

verschiedenen Ausführungen<br />

für Primary- und Secondary-<br />

Packaging-Prozesse an. Die<br />

Servoadapter-Lösungen des Herstellers<br />

ermöglichen eine nahtlose<br />

Integration für NEMA- und<br />

IEC- Flanschmotoren. Die Adapter<br />

sorgen für zuverlässige Verbindungen,<br />

die den anspruchsvollen<br />

Bedingungen in der Verpackungsindustrie<br />

gerecht werden.<br />

Mit NXD tupH ® veredelt sind sie<br />

auch für lebensmittelnahe Applikationen<br />

geeignet.<br />

Zur Umsetzung einfacher Servoanwendungen<br />

hat der Hersteller<br />

zudem die dezentralen Frequenzumrichter<br />

der NORDAC ON/<br />

ON+ Familie mit integriertem<br />

Fahrprofil im Sortiment – was<br />

zum Beispiel Gleichlauf und Fliegende<br />

Säge beinhaltet. Das integrierte<br />

POSICON-Modul sorgt<br />

für eine sanfte und dynamische<br />

Positionierung. Weitere Vorteile<br />

sind der geringe Bauraum, die<br />

hohe Zuverlässigkeit sowie die<br />

einfache Integration durch die<br />

vollständige Steckbarkeit der<br />

Antriebslösung.<br />

Förderbandapplikationen in<br />

Wash-Down-Bereichen<br />

Für eine widerstandsfähige<br />

Antriebslösung in Wash-Down-<br />

Bereichen stellt NORD chemikalienresistente<br />

IE3-Glattmotoren<br />

sowie IE5+ Synchronmotoren<br />

(TENV) im hygienischen Design<br />

mit dem Kegelradgetriebe<br />

NORBLOC.1 und demnächst<br />

dem dezentralen Frequenzumrichter<br />

NORDAC ON PURE zur<br />

Verfügung. Robuste Edelstahl-<br />

Steckverbinder mit Schutzart<br />

IP69K erlauben darüber hinaus<br />

eine schnelle und sichere Wartung.<br />

Ein Hybridkabel kombiniert<br />

Leistung, Steuerspannung und<br />

Multi-Ethernet-Kommunikation.<br />

Zusammen mit der NXD tupH ® -<br />

Veredelung lässt sich ein hoher<br />

Hygienegrad erreichen.<br />

Hohe Effizienz in dynamischen<br />

Applikationen<br />

Die hocheffizienten IE5+ Synchronmotor<br />

kombiniert mit<br />

einem NORDBLOC.1 Kegelradgetriebe<br />

und einem dezentralen<br />

Frequenzumrichter oder<br />

Schaltschrank-Umrichter von<br />

NORD bieten einen konstant<br />

hohen Wirkungsgrad über den<br />

gesamten Drehzahlbereich, wodurch<br />

sich Varianten reduzieren<br />

lassen. Sie ermöglichen präzise<br />

Einsätze mit und ohne Geber<br />

durch ihre hochwertige Steuerungs-<br />

und Regelungstechnik<br />

sowie antriebsnahe Funktionen<br />

anhand der lokalen SPS. Mit ihrer<br />

Plug-and-Play-Funktionalität<br />

verringern die smarten Umrichter<br />

auch den Verkabelungsaufwand<br />

erheblich.<br />

Hygienische Lösungen für<br />

Food & Beverage<br />

Für den Einsatz in lebensmittelnahen<br />

Bereichen hat NORD<br />

einen Asynchronmotor mit hygienegerechtem<br />

Klemmkasten im<br />

Portfolio. Dank glatter Konturen<br />

und Übergänge ermöglicht das<br />

Komplettsystem eine einfache<br />

Reinigung und ist speziell auf die<br />

Anforderungen der Lebensmittel-<br />

und Verpackungsindustrie<br />

ausgelegt. Ausgestattet mit dem<br />

Oberflächenschutz NXD tupH ®<br />

stellen die Antriebssysteme im<br />

Aluminium-Glattgehäuse von<br />

NORD eine wirtschaftliche und<br />

wirkungsvolle Alternative zu Edelstahl,<br />

Lackierungen oder Hauben<br />

dar. NXD tupH ® -Oberflächen<br />

sind PFAS-frei und lebensmittelkonform<br />

gemäß FDA, der EU-<br />

Verordnung 1935/2004 sowie<br />

den Bestimmungen der Schweiz<br />

und der MERCOSUR-Staaten.<br />

www.nord.com<br />

Automatisierte Verpackungsmaschinen, Anlagen und<br />

Systeme für die <strong>Getränke</strong>- und Lebensmittelindustrie.<br />

Lückenlos.<br />

Grenzenlos.<br />

Makellos.<br />

Treffen Sie uns!<br />

7. - 13. Mai<br />

Düsseldorf<br />

Halle 11, Stand C60<br />

www.eol.group<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 23


MESSEVORSCHAU<br />

Effizienz, Elektrifizierung und drahtlose Vernetzung für die nächste Generation<br />

von Verpackungsmaschinen<br />

Energie sparen, Output steigern mit Vakuum-Anwendungen, elektrischen Antrieben, Wireless-<strong>Technologie</strong> und Kühl- und<br />

Temperiergeräten der neuesten Generation: Weniger Druckluft, Flexibilität in der Anwendung und digitale Transparenz für die<br />

Verpackungsindustrie von morgen.<br />

Die interpack in Düsseldorf gilt<br />

als Taktgeber für Innovationen<br />

in der Verpackungsindustrie. In<br />

diesem Umfeld zeigt SMC, wie<br />

sich Energieeffizienz, CO 2<br />

-Reduktion,<br />

schnelle Formatwechsel<br />

und digitale Transparenz<br />

praxistauglich verbinden lassen<br />

– vom End‐of‐Arm-Tool bis zum<br />

vernetzten Produktionsprozess.<br />

Energieeffizienz, 4-bar<br />

Factory und CO 2<br />

‐Reduktion:<br />

Ein ganzheitlicher Ansatz für<br />

nachhaltige Produktion<br />

Mit der 4-bar Factory etabliert<br />

SMC einen praxisnahen<br />

Ansatz, der nicht bei der<br />

Maschine, sondern bei der<br />

Werksinfrastruktur beginnt.<br />

Die stufenweise Absenkung<br />

des Betriebsdrucks – etwa von<br />

6-7 bar auf 4 bar – reduziert<br />

Kompressorlast und Leckageverluste<br />

und senkt damit Energiebedarf<br />

und CO 2<br />

‐Emissionen<br />

nachhaltig. Die Voraussetzung:<br />

Kompatible Komponenten wie<br />

die Ejektoren der Serie ZKJ, die<br />

bereits bei niedrigem Druck<br />

eine stabile Performance liefern<br />

und den Luftverbrauch enorm<br />

reduzieren.<br />

Gleichzeitig zeigt sich, dass Effizienzgewinne<br />

nicht nur über<br />

die Druckluftseite erzielt werden<br />

können. Wo präzise Bewegungen<br />

regelbarer oder energieeffizienter<br />

ausgeführt werden sollen, ist die<br />

Elektrifizierung eine Ergänzung<br />

zur Druckoptimierung. Beide Ansätze<br />

– optimierte Druckluft und<br />

elektrischer Antrieb – sind Wege<br />

zu mehr Nachhaltigkeit.<br />

Eine Alternative zu pneumatischen<br />

Antrieben sind die<br />

elektrischen Antriebe der Serie<br />

EQ: Sie werden ähnlich einfach<br />

wie pneumatische Antriebe<br />

angesteuert. Dabei müssen bestehende<br />

Steuerungsprogramme<br />

nicht angepasst werden. Das<br />

erleichtert die Umstellung und<br />

reduziert die Inbetriebnahmezeiten<br />

sowie die CO 2<br />

-Emissionen.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt liegt<br />

auf der Elektrifizierung von<br />

Bewegungsprozessen. Der elektrische<br />

Antrieb der Serie EQ mit<br />

integriertem Controller lässt sich<br />

wie ein pneumatischer Antrieb<br />

ansteuern, wodurch bestehende<br />

Steuerungsprogramme für<br />

pneumatische Antriebe ohne<br />

Anpassungen übernommen<br />

werden können. Die einfache<br />

und schnelle Inbetriebnahme<br />

erfolgt über die Easy‐Setup‐Software.<br />

Der Platzbedarf<br />

für den EQ ist gering und der<br />

energieeffiziente, bipolare Motor<br />

zahlt direkt auf die CO 2<br />

‐ und<br />

Energieziele ein. „Elektrische<br />

Präzision ohne Hürden: Der EQ<br />

reduziert den Verdrahtungs‐ und<br />

Konfigurationsaufwand auf ein<br />

Minimum und ermöglicht den<br />

schnellen Schritt in ein energieeffizienteres<br />

Motion‐Control“,<br />

erläutert Mohamed Boudouhi,<br />

Produktmanager für elektrische<br />

Antriebe und elektropneumatische<br />

Regler bei SMC.<br />

Temperierung mit Zukunftssicherheit:<br />

CO 2<br />

‐Kühl- und<br />

Temperiergeräte für regulatorische<br />

Konformität<br />

Auch im Bereich der Temperaturregelung<br />

liefert SMC eine<br />

zukunftssichere Option: Mit<br />

der HRSC‐Serie präsentiert<br />

SMC Kühl- Temperiergeräte der<br />

nächsten Generation mit dem<br />

natürlichen Kältemittel R744,<br />

auch bekannt als CO 2<br />

(GWP = 1).<br />

Sie erfüllen somit die strenge<br />

F-Gas-Verordnung und lassen<br />

sich als Drop‐in‐Lösung in bestehende<br />

Anlagen integrieren.<br />

In sämtlichen Anwendungen,<br />

in denen Temperaturen stabil<br />

gehalten werden müssen, seien<br />

es Laserbearbeitungsanlagen,<br />

Kühlwalzen oder Siegelstationen,<br />

beweist die Serie HRSC<br />

hohe Qualität sowie Temperaturstabilität<br />

bis zu ±0,1 °C.<br />

Für qualitäts- und hygienekritische<br />

Applikationen ergänzt der<br />

Stab-Ionizer der Serie IZSW10<br />

das Portfolio mit einer Lösung<br />

für die elektrostatische Entladung<br />

von Bauteilen: Der IZSW10<br />

arbeitet zuverlässig in nassen<br />

und staubigen Umgebungen<br />

mit der IP-Schutzklasse 66, baut<br />

statische Aufladung auch auf Distanzen<br />

bis 500mm sehr schnell<br />

ab und hält die statische Ladung<br />

automatisch stabil auf dem gewünschten<br />

Niveau.<br />

End‐of-Arm‐Tools: Flexibilität,<br />

Sicherheit und reduzierte<br />

Komplexität<br />

Im Zentrum des Messeauftritts<br />

stehen zudem kompakte Systeme,<br />

die sich ohne Mehraufwand<br />

in bestehende Prozesse<br />

und Anlagen integrieren lassen.<br />

Dazu gehört die All‐in‐One‐Vakuumeinheit<br />

ZKJ, die Vakuumerzeugung,<br />

Ventiltechnik, Sensorik<br />

und Feldbus in einem Modul<br />

vereint und so Verkabelung,<br />

Bauraum und Rüstzeiten spürbar<br />

reduziert. Das Produkt unterstützt<br />

gängige Industrial‐Ethernet‐Protokolle<br />

und bleibt auch<br />

bei Stromunterbrechungen<br />

prozesssicher. Anwender profitieren<br />

von hohen Taktzahlen,<br />

flexibler Skalierbarkeit bei<br />

häufigen Formatwechseln und<br />

messbaren Einsparungen beim<br />

Druckluftverbrauch – ein relevanter<br />

Hebel für Produktivität<br />

und Nachhaltigkeit. Die ZKJ‐Vakuummodule<br />

bieten IO‐Linkund<br />

PROFINET‐Funktionen und<br />

ermöglichen so Remote Monitoring,<br />

Condition Monitoring und<br />

optimierte Wartungsprozesse.<br />

Damit lassen sich Echtzeitdaten<br />

Die ZKJ‐Vakuumeinheit bündelt bis zu 16 Ejektoren<br />

in einem Feldbus‐Manifold und unterstützt<br />

PROFINET, IO‐Link, EtherCAT und Ether-<br />

Net/IP. Funktionen wie die Energiesparsteuerung<br />

mit bis zu 90 % weniger Luftverbrauch und die<br />

IP65‐Ausführung erleichtern den Einsatz in automatisierten<br />

Handling‐ und Verpackungsprozessen.<br />

Bild: ©SMC<br />

in MES‐ und Cloud‐Strukturen<br />

integrieren, was die Grundlage<br />

für Smart‐Factory‐Konzepte<br />

bildet.<br />

„Unsere Vakuumplattform ZKJ<br />

bringt Leistung, Diagnosefähigkeit<br />

und Konnektivität in einem<br />

kompakten Formfaktor zusammen.<br />

Damit werden Greif‐ und<br />

Pick‐&‐Place‐Prozesse schneller,<br />

robuster und energieärmer<br />

– ohne Kompromisse in der Integration“,<br />

sagt Jonas Klapthor,<br />

Produktmanager für Vakuum,<br />

Sensorik und EOAT bei SMC.<br />

Kabellose Signalübertragung:<br />

Mehr Robustheit in dynamischen<br />

Maschinenbereichen<br />

Für modulare Maschinenkonzepte<br />

präsentiert SMC das<br />

drahtlose Kommunikationsmodul<br />

EXW1. Das kompakte,<br />

IP67‐fähige System arbeitet mit<br />

hoher Unempfindlichkeit gegen<br />

Störungen mit Frequenzhopping<br />

(FHSS) im 2,4‐GHz‐Band<br />

und erreicht Reichweiten bis<br />

100 Meter. Es integriert sich<br />

über etablierte Protokolle wie<br />

PROFINET, EtherCAT oder<br />

Ethernet/IP, verkürzt Rüstzeiten<br />

und minimiert Stillstände, die<br />

klassisch durch Kabelverschleiß<br />

24 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

und Bruch entstehen. Stephan<br />

Fillinger, Produktmanager für<br />

Kommunikationseinheiten, Wegeventile<br />

und Druckluftaufbereitung<br />

bei SMC führt aus: „Wireless<br />

ist der Enabler für flexible,<br />

wartungsarme Layouts. Mit<br />

EXW1 bringen wir Sensorik, Aktorik<br />

und Ventilinseln sicher ins<br />

Netz – ohne neue Kabelstränge<br />

oder Eingriffe in die bestehende<br />

Konstruktion.“<br />

Komplexität reduzieren,<br />

Prozessstabilität erhöhen und<br />

technische Last aus Maschinen<br />

und Werken nehmen.<br />

SMC zeigt, wie sich Effizienz,<br />

Elektrifizierung und drahtlose<br />

Vernetzung in der Verpackungsindustrie<br />

schnell realisieren lassen:<br />

Von Vakuum‐Anwendungen,<br />

elektrischen Antrieben,<br />

Wireless‐<strong>Technologie</strong> bis hin<br />

zu Kühl- und Temperiergeräten<br />

der neuesten Generation.<br />

Die 4‐bar Factory steht dabei<br />

für einen proaktiven Ansatz<br />

zur intelligenten Druckluftoptimierung:<br />

Auf Basis von Systemanalysen<br />

wird der Arbeitsdruck<br />

gezielt dort reduziert, wo<br />

Prozesse es zulassen – ohne<br />

Umbauten oder Leistungsabfall,<br />

aber mit spürbar weniger Kompressorlast,<br />

Energiebedarf und<br />

CO 2<br />

‐Emissionen. In Kombination<br />

mit vernetzten Maschinen<br />

und standardisierten Datenschnittstellen<br />

schafft SMC so<br />

eine robuste, digital transparente<br />

Grundlage für stabile,<br />

effiziente und ressourcenschonende<br />

Verpackungsprozesse.<br />

www.smc.com<br />

Endverpackungsmaschinen<br />

Als weltweit führender Anbieter von Sekundärverpackungsanlagen präsentiert Lantech alle drei Produktgruppen – Kartonverarbeitung,<br />

Stretchwickler sowie Tray- und Deckel verarbeitung. Das Unternehmen zeigt modernste <strong>Technologie</strong>n für die<br />

Stretchwickel verpackung und die Kartonverarbeitung, die auf Effizienzsteigerung, intelligente Fabrikintegration und höhere<br />

Betriebszeiten ausgelegt sind, begleitet von Live-Maschinenvorführungen.<br />

SL Automatische<br />

Stretchwickelmaschine<br />

Auf der interpack setzt Lantech<br />

die europaweite Einführung<br />

der revolutionären SL automatischen<br />

Stretchwickelmaschine<br />

mit automatischem Rollenwechsel<br />

fort. Die SLA kann bis zu 110<br />

Ladungen pro Stunde effizienter<br />

und optimaler verpacken und<br />

benötigt dabei weniger Folie,<br />

um die Ladung auf der Palette<br />

zu sichern. Der automatische<br />

Rollenwechsel ermöglicht es der<br />

Stretchwickelmaschine, die Folienrollen<br />

automatisch zu wechseln,<br />

wodurch Produktivität und<br />

Leistung maximiert werden.<br />

Effizienz mit rechtwinkligen<br />

Kartons in großem Sortiment<br />

Der Kartonaufrichter C1000 ist<br />

bekannt für seine Effizienz und<br />

seine rechtwinkligen Kartons.<br />

Das Total Control System von<br />

Lantech sorgt für rechtwinklige<br />

Kartons, verhindert Staus und<br />

erleichtert das Befüllen, Stapeln<br />

und Palettieren. Der Kartonaufrichter<br />

erzeugt 90-Grad-Winkel<br />

unabhängig von der Art der<br />

Wellpappe, wechselnden Temperaturen<br />

oder Luftfeuchtigkeit<br />

sowie unterschiedlichen Abmessungen<br />

der Kartonzuschnitten.<br />

Die gesamte Bandbreite an<br />

Größen und Verschlussoptionen<br />

ist am Stand zu sehen.<br />

Parcel Pack-System mit<br />

Rücksendeoption<br />

Die kompakte Verpackungslösung<br />

Parcel Pack produziert<br />

Trays im Briefkastenformat. Der<br />

TE Parcel Tray Erector und der LA<br />

Parcel Lid Applicator können bis<br />

zu 1.000 perfekt quadratische<br />

Karton-Briefkastenpakete pro<br />

Stunde herstellen. Der LA Parcel<br />

bietet nun die Möglichkeit,<br />

den Deckel auf eine andere<br />

Art zu verkleben, sodass er<br />

an einer Seite befestigt bleibt<br />

und Rücksendungen in derselben<br />

Verpackung verschickt<br />

werden können. Weitere Trayund<br />

Deckeloptionen werden<br />

ausgestellt.<br />

Integrationsfähigkeit in Smart<br />

Factories<br />

Auf der interpack wird Lantech<br />

die Fähigkeit seiner Maschinen<br />

demonstrieren, sich nahtlos in<br />

C1000 Case Erecto. Bild: © Lantech<br />

Smart Factories zu integrieren –<br />

durch die Integration mit AMR,<br />

die automatische Magazinbeladung<br />

von Kartonaufrichtern<br />

und LINC ® , die Betriebsintelligenzplattform<br />

von Lantech. Zu<br />

den wichtigsten ausgestellten<br />

Maschinen, die live vorgeführt<br />

werden, gehören: die SL automatische<br />

Stretchwickeler mit<br />

automatischem Rollenwechsel,<br />

der Kartonaufrichter C1000,<br />

die halbautomatische Stretchwickeler<br />

QL400XT sowie die<br />

Kombination aus Parcel Pack<br />

Tray und Lid.<br />

www.lantech.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 25


MESSEVORSCHAU<br />

Traypacker mit automatischem Formatwechselsystem<br />

Auf der diesjährigen interpack stellt Gampack seine automatische Tray-Verpackungsmaschine für Mini-Trays vor. Der patentierte<br />

Traypacker mit automatischem Formatwechselsystem kann unterschiedliche Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>verpackungen wie Verbundkartons,<br />

Faltschachteln, Flaschen, Gläser und andere Verpackungen zu Multipacks unterschiedlicher Formate verarbeiten.<br />

Mithilfe des neuen Konzepts mit Mini-Trays aus Pappe kann das Verpackungsmaterial im Vergleich zum herkömmlichen Cluster<br />

um 75 Prozent reduziert werden. Im Vergleich zur Schrumpffolie kann auf Kunststoff sogar ganz verzichtet werden.<br />

Der flexible Traypacker hat ein<br />

kompaktes und modulares<br />

Design. Dank integrierter Software,<br />

künstlicher Intelligenz<br />

und vorausschauender Diagnose<br />

kann er Konfigurationen und<br />

Formate schnell wechseln. Neben<br />

intelligenten Komponenten<br />

zeichnet sich die leistungsstarke<br />

Verpackungsmaschine durch<br />

hocheffiziente Motoren aus,<br />

gesteuert von einem Automatisierungssystem<br />

von Siemens.<br />

Der Traypacker für Mini-Trays<br />

wurde mit einem starken Fokus<br />

auf Effizienz, Nachhaltigkeit,<br />

reduzierter Stellfläche und<br />

umweltorientierter Technik<br />

entwickelt. Das Design der<br />

personalisierbaren flachen Trays<br />

aus Pappe verhindert ein Herausfallen<br />

der Behälter, bewahrt<br />

die grafische Integrität der<br />

Verpackung und erleichtert den<br />

Endverbrauchern die einfache<br />

Entsorgung nach Gebrauch. Neben<br />

Trays bietet Gampack weitere<br />

plastikfreie Lösungen für<br />

Multipacks an. Dabei ist es dem<br />

Unternehmen wichtig, auch bei<br />

Verwendung umweltfreundlicher<br />

Materialien optimale<br />

Leistung in Bezug auf Widerstandsfähigkeit,<br />

Unversehrtheit<br />

und Schutz der Produkte entlang<br />

der gesamten Lieferkette<br />

zu erzielen. Beim Übergang<br />

zu verantwortungsbewussten<br />

Verpackungen behalte man für<br />

die Kunden immer Effizienz und<br />

Wettbewerbsfähigkeit im Blick,<br />

so das Unternehmen.<br />

Mit mehr als 1700 Anlagen<br />

weltweit ist Gampack mit Sitz<br />

in Piacenza im italienischen<br />

„Packaging Valley“ auf die<br />

Entwicklung und Herstellung<br />

von Sekundärverpackungen<br />

und -maschinen und End-of-<br />

Line-Automatisierungssystemen<br />

spezialisiert. Das Unternehmen<br />

wurde 2003 gegründet und<br />

2020 durch eine Robotik-Sparte<br />

ergänzt. Gampack liefert vollständig<br />

integrierte Lösungen für<br />

die Lebensmittel-, <strong>Getränke</strong>-,<br />

Pharma-, Kosmetik- und<br />

Tiernahrungsindustrie.<br />

Traypacker von Gampack: Klebstoffauftrag zum Verschließen der Mini-Trays aus Pappe, hier für ein<br />

Multipack mit drei <strong>Getränke</strong>verbundkartons.<br />

Die Mini-Tray-Multipacks aus Pappe reduzieren<br />

Verpackungsmaterial um 75 Prozent im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Clustern.<br />

Über Gampack<br />

Gampack mit Sitz in Piacenza im<br />

italienischen “Packaging Valley”<br />

ist Hersteller von Verpackungsmaschinen<br />

und -systemen. Die<br />

Sparte Mechatronik entwickelt und<br />

produziert Maschinen im Bereich<br />

der Sekundärverpackung, insbesondere<br />

für die <strong>Getränke</strong>industrie. Die<br />

Sparte Robotik stellt Maschinen für<br />

Sekundärverpackungen her, insbesondere<br />

für die Lebensmittel- und<br />

Kosmetikindustrie. Die Sparte Palettierung<br />

fertigt Palettierzellen für<br />

die Tertiärverpackung. Mit den drei<br />

Sparten bietet Gampack Endkunden<br />

komplette End-of-Line-Lösungen<br />

für verschiedene Marktsektoren:<br />

Sekundär- und Tertiärverpackungen<br />

für Lebensmittel, <strong>Getränke</strong>, Tierfutter,<br />

Kosmetika, Pharmazeutika und<br />

weitere Branchen. Darüber hinaus<br />

liefert Gampack unterschiedliche<br />

Primärverpackungsarten wie starre<br />

oder flexible Verpackungen.<br />

Traypacker für Mini-Trays von Gampack mit automatischem Formatwechselsystem.<br />

gampackgroup.com<br />

26 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

Automatisierte Verpackungssysteme der EOL Gruppe live erleben<br />

Auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf zeigt A+F Automation + Fördertechnik GmbH als Teil der EOL Gruppe vom 7. bis 13. Mai<br />

<strong>2026</strong> ihre neuesten End-of-Line-Konzepte. Am Stand C60 in Halle 11 präsentiert das Unternehmen integrierte Systemlösungen,<br />

die durch hohe Prozesssicherheit, Flexibilität und Erfahrung überzeugen.<br />

Die EOL Gruppe bündelt vier<br />

spezialisierte Unternehmen<br />

unter einem Dach und bietet<br />

damit umfassende Lösungen für<br />

Verpackung, Palettierung und<br />

Automatisierung. Auf der Messe<br />

demonstriert die Gruppe praxisorientierte<br />

Technik und innovative<br />

Maschinenkonzepte, die<br />

gezielt auf die Anforderungen<br />

der Lebensmittel-, <strong>Getränke</strong>und<br />

Tiernahrungsindustrie abgestimmt<br />

sind.<br />

EOL Gruppe präsentiert<br />

Lösungen für die Branche<br />

Nutzung: Nur im Zusammenhang mit Informationen zu Marke, Produkten und der EOL Gruppe zu verwenden.<br />

Bild: EOL Gruppe, A+F Automation + Fördertechnik GmbH<br />

Mit dem neuen Fächerketten-<br />

Modul stellt A+F eine Zuführlösung<br />

vor, die speziell für Beutel-<br />

und Schalenprodukte aus<br />

der Food-, Molkerei-, Snack-,<br />

Fleisch- und Tiernahrungsindustrie<br />

entwickelt wurde. Unterschiedlichste<br />

Verpackungsformate<br />

– von flexiblen Beuteln bis<br />

hin zu Tiefzieh- und Aluminiumschalen<br />

– können prozesssicher<br />

aufgenommen, aufgerichtet<br />

und für die Kartonierung bereitgestellt<br />

werden. Damit<br />

adressiert das System Anwendungen,<br />

bei denen klassische<br />

Zuführprinzipien schnell an ihre<br />

Grenzen stoßen. Ein zentraler<br />

Mehrwert im Produktionsalltag<br />

ist der schnelle Formatwechsel:<br />

Die formatflexiblen Fächer sind<br />

perspektivisch einfach austauschbar,<br />

während unabhängig<br />

arbeitende Züge zügig auf neue<br />

Produktgrößen eingestellt werden<br />

können – ideal für Linien<br />

mit hoher Variantenvielfalt.<br />

Gleichzeitig setzt die Fächerkette<br />

auch in puncto Leistung<br />

neue Maßstäbe. Mit Zielwerten<br />

von bis zu 600 Schalen und rund<br />

130 Beuteln pro Minute liegt das<br />

System bewusst über den heute<br />

üblichen Marktanforderungen<br />

und schafft Leistungsreserven<br />

für zukünftiges Wachstum.<br />

Die EOL Gruppe heißt alle<br />

Fachbesucherinnen und Fachbesucher<br />

herzlich willkommen<br />

am A+F Stand C60 in Halle 11,<br />

um konkrete Anwendungen,<br />

aktuelle Projekte und individuelle<br />

Anforderungen direkt am System<br />

zu besprechen.<br />

www.eol.group<br />

YOU GLUE. WE CARE.<br />

Unter dem Leitmotiv „You<br />

glue. We care.“ rückt Robatech<br />

nicht nur innovative<br />

<strong>Technologie</strong>n, sondern vor<br />

allem seine ausgeprägte<br />

Servicekompetenz in den<br />

Mittelpunkt. Ziel ist es, den<br />

Produktionsalltag der Kundschaft<br />

messbar zu erleichtern<br />

– mit zuverlässigen Systemen,<br />

schneller Reaktionsfähigkeit<br />

und weltweiter Nähe.<br />

Robatech präsentiert Klebstoff-<br />

Auftragssysteme, die unterschiedliche<br />

Leistungsanforderungen<br />

in der Verpackungsindustrie<br />

abdecken:<br />

Das kleinste Schmelzgerät der<br />

neuen Alpha-Serie mit dem<br />

bewährten Heizschlauch Enduro<br />

und den robusten Auftragsköpfen<br />

SX und AX eignet sich für Anwendungen<br />

mit geringem Klebstoffbedarf<br />

wie Wrap-Around-<br />

Verpackungen oder Trays.<br />

Das Schmelzgerät Alpha M Pro in<br />

Kombination mit dem vollisolierten<br />

Heizschlauch Performa und<br />

dem elektrischen Spritzkopf Volta<br />

bildet eine vielseitige Lösung für<br />

unterschiedlichste Verpackungsprozesse.<br />

Die integrierte Stitching-Funktion<br />

von Volta ermöglicht<br />

Klebstoffeinsparungen von<br />

bis zu 60 Prozent – ganz ohne<br />

zusätzliche Steuerung. Das sorgt<br />

für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit<br />

im Produktionsalltag.<br />

Für maximale Performance:<br />

Das Schmelzgerät Vision zusammen<br />

mit dem Heizschlauch<br />

Performa und dem elektrischen<br />

Auftragskopf SpeedStar<br />

erfüllt höchste Ansprüche an<br />

Zuverlässigkeit und Präzision<br />

vor allem für anspruchsvolle<br />

Primärverpackungen.<br />

Ein besonderes Highlight ist die<br />

neu konzipierte Glue Experience<br />

Line: Ein Demoband, auf dem<br />

sämtliche für die Verpackungsindustrie<br />

relevanten Auftragsköpfe<br />

live demonstriert werden. Besucherinnen<br />

und Besucher können<br />

hier unterschiedliche Applikationstechnologien<br />

im direkten<br />

Vergleich erleben. Gleichzeitig<br />

entstehen auf der Linie kleine<br />

Giveaways, so dass innovative<br />

Klebetechnologie unmittelbar<br />

greifbar wird.<br />

Erfahrene Experten stehen am<br />

Stand bereit, um individuelle<br />

Anforderungen zu besprechen,<br />

technische Details zu erläutern<br />

und konkrete Optimierungspotenziale<br />

aufzuzeigen.<br />

Mit „You glue. We care.“ unterstreicht<br />

Robatech seine Rolle<br />

als verlässlicher Partner der Verpackungsindustrie.<br />

Lokale Servicetechniker,<br />

schnelle Ersatzteilverfügbarkeit<br />

und fundierte<br />

Beratung sorgen dafür, dass<br />

Anlagen zuverlässig laufen und<br />

Produktionsausfälle minimiert<br />

werden. Denn wenn Sekunden<br />

zählen, zählt Service.<br />

www.robatech.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 27


MESSEVORSCHAU<br />

Von der Verpackung zur Linie<br />

• Hohe Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität durch perfekt aufeinander abgestimmte Linienkonzepte<br />

• KHS Innopack Kisters TSP Advanced um BottleClip-Applikation ergänzt<br />

• Zukunftsweisende Verpackungslösungen wie das Nature MultiPack überzeugen durch optimale Linienfähigkeit und<br />

Nachhaltigkeit<br />

• Digitale Systeme wie der KHS ConnectApp Guide steigern Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />

Die KHS Gruppe definiert<br />

Linien- und Verpackungskompetenz<br />

neu: Auf der interpack<br />

in Düsseldorf demonstriert der<br />

Dortmunder Anlagenbauer<br />

vom 7. bis zum 13. Mai die<br />

Vorzüge perfekt aufeinander<br />

abgestimmter Lösungen – von<br />

der nachhaltigen Verpackung<br />

bis zur effizienten Komplettlinie.<br />

Exemplarisch hierfür steht die<br />

KHS Innopack Kisters Advanced-<br />

Baureihe mit neuer Option zur<br />

Applikation des ressourcenschonenden<br />

BottleClips, die erstmals<br />

auf der Messe präsentiert wird.<br />

Der Kartontragegriff fügt sich<br />

perfekt in das umfassende Verpackungsportfolio<br />

von KHS mit<br />

im Markt etablierten Lösungen<br />

wie dem Nature MultiPack sowie<br />

den Premiumbehältern KHS<br />

SUPREME und KHS Premium<br />

LITE ein.<br />

Viele Kaufentscheidungen fallen<br />

am Regal. Die Verpackung gibt<br />

dabei oft den Ausschlag, ob ein<br />

Konsument ein Produkt kauft<br />

oder nicht. Für KHS beginnt der<br />

Erfolg eines Produkts allerdings<br />

viel früher, wie Kai Acker, Vorsitzender<br />

der<br />

Geschäftsführung bei KHS,<br />

betont: „Verbraucher wie <strong>Getränke</strong>hersteller<br />

wünschen sich<br />

Verpackungen, die ökologische<br />

sowie ökonomische Vorzüge mit<br />

optimalem Produktschutz und<br />

Tragekomfort vereinen.“ Die<br />

Verpackung stellt dabei ein zentrales<br />

Element des ganzheitlich<br />

gedachten Linienkonzepts von<br />

KHS dar. „Wir bieten unseren<br />

Kunden perfekt orchestrierte<br />

Komplettlösungen, die optimal<br />

auf ihre Bedürfnisse und die<br />

Anforderungen des Marktes<br />

abgestimmt sind. Unser Linienkonzept<br />

stellt maximal flexible,<br />

verlässliche und wirtschaftliche<br />

Prozesse sicher“, ergänzt Acker.<br />

Die KHS Innopack Kisters TSP Advanced erlaubt Anwendern maximale Flexibilität: Sie verpackt PETund<br />

Glasflaschen sowie Dosen in Tray, Folie, Tray und Folie sowie Pad und Folie.<br />

Bild: Frank Reinhold<br />

Flexibilität trifft auf<br />

Nachhaltigkeit<br />

Ein Musterbeispiel hierfür ist<br />

die KHS Innopack Kisters TSP<br />

Advanced, die der Dortmunder<br />

Anlagenbauer auf der interpack<br />

ausstellt. Die vielfach im Markt<br />

etablierte Maschine erlaubt Anwendern<br />

ein Höchstmaß an Flexibilität:<br />

Sie verpackt PET- und<br />

Glasflaschen sowie Dosen in<br />

Tray, Folie, Tray und Folie sowie<br />

Pad und Folie. Zur Düsseldorfer<br />

Messe haben die KHS-Experten<br />

die Anwendungsmöglichkeiten<br />

um eine besonders nachhaltige<br />

Alternative zu kunststoffbasierten<br />

Trageringen ergänzt.<br />

Die vollautomatische Verpackungsmaschine<br />

kann ab sofort<br />

PET-Behälter mit BottleClip zu<br />

ressourcenschonenden Packs<br />

zusammenfügen. Die Option<br />

mit Kartontragegriff ist für alle<br />

KHS Kisters Maschinen der<br />

Advanced-Baureihe verfügbar.<br />

Vielfältiges<br />

Verpackungsportfolio<br />

Neben der BottleClip-Lösung<br />

präsentiert KHS dem interpack-<br />

Fachpublikum weitere innovative<br />

Verpackungssysteme wie<br />

das international bewährte<br />

Nature MultiPack, das Dosen<br />

und PET-Flaschen mittels kleiner<br />

Klebepunkte zu festen<br />

Gebinden zusammenfügt. Die<br />

nachhaltige Verpackung spart<br />

wertvolle Ressourcen und<br />

bietet Verbrauchern höchste<br />

Packstabilität bei idealem Tragekomfort.<br />

Bei Bedarf lassen<br />

sich die einzelnen Behälter<br />

leicht voneinander trennen.<br />

Im PET-Segment hat KHS<br />

kürzlich zwei wegweisende<br />

Flaschen-Innovationen auf den<br />

Markt gebracht. Mit der KHS<br />

SUPREME hat der Dortmunder<br />

Lösungsentwickler den Schutz<br />

von sauerstoffempfindlichen<br />

<strong>Getränke</strong>n auf ein neues Niveau<br />

gehoben. Die Premiumflasche<br />

kombiniert die Vorteile von Glas<br />

sowie PET und setzt dabei auf<br />

die weltweit im Markt etablierte<br />

Plasmax-Barrieretechnologie<br />

von KHS – eine hauchdünne<br />

Schicht aus Siliziumoxid auf<br />

der Innenseite der PET-Flasche,<br />

die das Produkt zuverlässig vor<br />

Oxidation schützt. Die KHS<br />

Premium LITE des Dortmunder<br />

Unternehmens und Husky <strong>Technologie</strong>s<br />

vereint minimalen Materialeinsatz<br />

mit hochwertiger<br />

Ästhetik. Das Besondere: Die<br />

PET-Flasche mit 6,2 Gramm bei<br />

0,25 Liter ist für höchste Abfüllgeschwindigkeiten<br />

ausgelegt.<br />

Umfassendes Serviceangebot<br />

erhöht Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />

Seine herausragende<br />

Linien- und Verpackungskompetenz<br />

komplementiert KHS<br />

durch ein breit gefächertes<br />

Serviceportfolio, das Kunden<br />

langfristig höchste Anlagenverfügbarkeit<br />

sowie Prozessstabilität<br />

bei geringer TCO bietet. Der<br />

Schlüssel zum Erfolg: Die enge<br />

Betreuung durch KHS-Spezialisten<br />

und eine partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit auf Augenhöhe.<br />

„Wir stellen immer die individuellen<br />

Bedürfnisse unserer<br />

Kunden in den Fokus unserer<br />

Arbeit – sei es bei der Konzeption<br />

einer kompletten Linie<br />

oder bei der Überholung einer<br />

Bestandsmaschine. So sichern<br />

wir eine konstant hohe Qualität,<br />

zuverlässige Performance<br />

sowie maximale Effizienz und<br />

Flexibilität“, betont Acker.<br />

Die Weiterentwicklung des<br />

KHS ConnectApp Guides folgt<br />

dieser Strategie. Die optimierte<br />

App unterstützt Anwender<br />

künftig mit integrierten Stücklisten<br />

und bei dynamischen,<br />

betriebsstundenabhängigen<br />

Wartungsaufgaben. Das Kundenportal<br />

KHS Connect und<br />

der dazugehörige KHS ConnectApp<br />

Guide sind nur zwei<br />

Beispiele für das umfassende<br />

Digitalservice-Portfolio von<br />

KHS. Dieses beinhaltet unter<br />

anderem auch das bewährte<br />

Innoline Basic Line Monitoring,<br />

die 3D-Anlagenplanung sowie<br />

die Ferndiagnose- und Fernwartungssysteme<br />

ReDiS und<br />

Augmented Reality Service.<br />

www.khs.com<br />

28 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

Sensorlösungen für sichere, automatisierte Verpackungsprozesse<br />

Effizient und sicher verpacken,<br />

ohne Produktivitätseinbußen:<br />

Das gelingt nur<br />

mit leistungsfähiger Sensorik<br />

und intelligenter Automatisierung.<br />

Welche Lösungen<br />

die Processing & Packaging<br />

Branche dafür nutzen kann,<br />

zeigt Leuze auf der diesjährigen<br />

interpack in Düsseldorf.<br />

Vom 7. bis 13. Mai <strong>2026</strong><br />

veranschaulichen die Sensor<br />

People, wie Hersteller und<br />

Betreiber ihre Maschinen<br />

und Produktionslinien zukunftsfähig<br />

gestalten können<br />

(Halle 13, Stand D73).<br />

Innovative Lösungen für die<br />

Verpackungsbranche<br />

Im Mittelpunkt des Leuze-<br />

Messestands stehen innovative<br />

Lösungskonzepte, die mit unterschiedlicher<br />

Sensorik eine<br />

effiziente und sichere Automatisierung<br />

ermöglichen.<br />

So erfahren Besucher, wie sich<br />

Übergabestationen selbst dann<br />

lückenlos sichern lassen, wenn<br />

die Breite oder Position der Ware<br />

auf der Palette oder die Position<br />

der Palette auf dem Förderer<br />

variiert. Realisiert wird dies durch<br />

eine Safety Solution mit dynamischer<br />

Formatanpassung. Diese<br />

Lösung ist zudem mit einem<br />

3D-Volumen-Messsystem ausgestattet,<br />

das die automatisierte<br />

Vermessung von Paketen, Behältern<br />

und Warenströmen ermöglicht<br />

und somit einen erheblichen<br />

Mehrwert für Lagerlogistik und<br />

Versandzentren bietet.<br />

Die Experten von Leuze präsentieren<br />

in Düsseldorf außerdem<br />

eine Safety Solution zur Zugangssicherung<br />

in der Gabelstapler-Logistik:<br />

An Übergabestationen<br />

wird damit zuverlässig<br />

zwischen Personen und Stapler<br />

unterschieden. Betreiber profitieren<br />

von maximaler Sicherheit<br />

während des laufenden Anlagenbetriebs<br />

– selbst bei hoher<br />

Auslastung.<br />

Robust und hygienisch im<br />

Miniformat<br />

Leistungsfähige und robuste<br />

Sensorik rundet den Messeauftritt<br />

ab, darunter Edelstahlserien<br />

im Miniaturgehäuse: Die<br />

Sensoren im Wash-Down- oder<br />

Hygienedesign eignen sich optimal<br />

für Detektionsaufgaben in<br />

hygienesensiblen Produktionsund<br />

Verpackungsprozessen in<br />

den Bereichen Lebensmittel und<br />

Pharma. Zudem gelten bei der<br />

Verpackung steriler Arzneimittel<br />

und Medizinprodukte mit der<br />

aktualisierten Pharma-Richtlinie<br />

GMP (Annex 1) strengere Vorgaben<br />

auch an die Sensorik. Leuze<br />

zeigt, wie sich diese neuen<br />

Anforderungen der Richtlinie sicher,<br />

effizient und regelkonform<br />

erfüllen lassen.<br />

Safety Solution mit dynamischer Formatanpassung.<br />

Mit ihren Lösungen bieten die<br />

Sensor People praxisnahe Antworten<br />

auf aktuelle Herausforderungen<br />

– von flexibler, sicherer<br />

Zugangssicherung bis zu hygienischer<br />

Detektion. So bleiben<br />

automatisierte Prozesse effizient<br />

und zukunftsfähig. Besucher<br />

der interpack erhalten am Leuze<br />

Stand eine individuelle Beratung<br />

für ihre Anwendungen.<br />

www.leuze.com<br />

Flexibler Hochleistungs-Wrap-Around-Packer<br />

Als weltweit tätiger Spezialist<br />

für die Automatisierung<br />

von Verpackungsvorgängen<br />

im Food-, Non Food- und<br />

Beverage-Bereich präsentiert<br />

sich die Schäfer & Flottmann<br />

GmbH & Co. KG auf der diesjährigen<br />

interpack. Mit einem<br />

hohen Anteil an maßgeschneiderten<br />

Verpackungslösungen,<br />

exakt ausgelegt an die kundenspezifischen<br />

Vorgaben,<br />

konzentriert sich das Produktionsprogramm<br />

auf modulare<br />

End-of-Line-Maschinen inklusive<br />

Robotertechnik.<br />

Im Mittelpunkt des Messeauftritts<br />

wird ein Hochleistungs-<br />

Wrap-Around-Packer des Typs<br />

SFS 414 stehen. Das Exponat<br />

verfügt über einen vierspurigen<br />

Produkteinlauf und zwei leistungsstarke<br />

Eckumsetzer. Bis<br />

zu 60 Produktlagen bzw. 30<br />

Shelf-ready-Kartons pro Minute<br />

können vom flachen Zuschnitt in<br />

diversen Konfigurationen hergestellt<br />

werden.<br />

Darüber hinaus informiert die in<br />

Gevelsberg ansässige Firma über<br />

den Hochleistungs-Kartonaufrichter<br />

SFS 350, der bisher vorrangig<br />

in der <strong>Getränke</strong>industrie<br />

eingesetzt wird. Die komplett<br />

servo-angetriebene Maschine<br />

stellt bis zu 60 Kartons pro Minute<br />

von flachen Zuschnitten her<br />

und zeichnet sich insbesondere<br />

durch ihre hohe Formatflexibilität<br />

hinsichtlich Kartons in Viereckund<br />

Achteckausführung aus. Die<br />

schnelle und einfache Formatumstellung<br />

erfolgt über Spindeln,<br />

optional auch vollautomatisch<br />

über Stellmotoren.<br />

Mit einem modular aufgebauten<br />

Maschinen-Portfolio bedient<br />

das mittelständische Familienunternehmen<br />

ferner die weit<br />

gefächerten Anforderungen<br />

der Verpackungsindustrie mit<br />

servomotorisch angetriebenen<br />

Karton-/Trayaufrichtern sowie<br />

Verpackungsanlagen inklusive<br />

Robotertechnik für Einpacker<br />

und Palettiersysteme. Projektbezogene<br />

Vorgaben werden durch<br />

eine gezielte Zusammenstellung<br />

der modularen Funktionseinheiten<br />

kundenspezifisch konfiguriert.<br />

Schäfer & Flottmann setzt<br />

im gesamten Produktspektrum<br />

auf Leistungsstärke und Reproduzierbarkeit<br />

in hoher Qualität<br />

sowie Weiterentwicklungen in<br />

den Bereichen Digitalisierung,<br />

Ergonomie und Interaktion von<br />

Mensch und Maschine.<br />

www.sfs-net.de<br />

Hochleistungs-Kartonaufrichter SFS 350 von Schäfer & Flottmann. Bild: Schäfer & Flottmann<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 29


MESSEVORSCHAU<br />

Circular Economy meets Technology<br />

Unter dem Motto „Circular Economy meets Technology“ setzt Schütz zur interpack <strong>2026</strong> ein klares Zeichen: Technologische<br />

Leistungsfähigkeit und gelebte Kreislaufwirtschaft verschmelzen zu einem System, das auf maximale Effizienz ausgelegt ist.<br />

Das Unternehmen präsentiert Lösungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Vom Design über die Fertigung bis zur<br />

Rückholung und Wiederaufbereitung von Verpackungen zeigt der Messeauftritt von Schütz, wie neue Entwicklungen und<br />

Optimierungen das Portfolio gezielt erweitern und Produkte und Prozesse noch leistungsfähiger machen.<br />

rierten System: Rückholung,<br />

Aufbereitung und hochwertiges<br />

Recycling greifen weltweit ineinander“,<br />

erklärt Veit Enders,<br />

Mitglied der Geschäftsführung<br />

der Schütz-Gruppe. „Unsere<br />

Produktionstiefe macht unsere<br />

Materialströme zudem technisch,<br />

wirtschaftlich und ökologisch<br />

besonders effizient und<br />

zuverlässig.“<br />

Anforderungen flexibel miteinander<br />

zu kombinieren, ohne<br />

Kompromisse bei Sicherheit und<br />

Wirtschaftlichkeit eingehen zu<br />

müssen. Auch für den Einsatz<br />

von Recyclingmaterial bietet die<br />

<strong>Technologie</strong> wichtige Vorteile,<br />

da definierte Materialflüsse<br />

präzise in den Schichtaufbau der<br />

Verpackungen integriert werden<br />

können.<br />

Fertigungstiefe als technischer<br />

Grundpfeiler<br />

Globales Netzwerk, ein<br />

Standard<br />

Die Verpackungsindustrie steht<br />

vor neuen Herausforderungen.<br />

Steigende Anforderungen an<br />

Nachhaltigkeit, strengere regulatorische<br />

Vorgaben und der<br />

wachsende Bedarf an global<br />

einheitlichen Qualitäts- und<br />

Sicherheitsstandards verlangen<br />

Lösungen, die technologisch<br />

ausgereift und zugleich ressourceneffizient<br />

sind. Dabei rückt die<br />

Steigerung der kundenindividuellen<br />

Anwendereffizienz immer<br />

stärker in den Mittelpunkt. So<br />

lassen sich Prozesse verschlanken<br />

und die gesamte Wertschöpfung<br />

wird leistungsfähiger. Genau an<br />

dieser Schnittstelle positioniert<br />

sich Schütz seit Jahrzehnten und<br />

schärft zur interpack <strong>2026</strong> sein<br />

Profil erneut.<br />

Das neue Leitmotiv „Circular Economy<br />

meets Technology“ signalisiert,<br />

dass Kreislaufwirtschaft<br />

und technologische Leistungsfähigkeit<br />

sich optimal ergänzen<br />

und gemeinsam neue Potenziale<br />

eröffnen. Effizienz wird dabei<br />

zum verbindenden Prinzip: in der<br />

Entwicklung, in der Produktion,<br />

in globalen Netzwerken und<br />

in den Rückhol‐ und Recyclingprozessen.<br />

Der Anspruch des<br />

Verpackungsspezialisten geht<br />

dabei weit über die Optimierung<br />

einzelner Produktmerkmale hinaus.<br />

Er versteht Kreislauffähigkeit<br />

als Systemaufgabe, die nur<br />

dann funktioniert, wenn alle<br />

Prozessschritte von Anfang an<br />

miteinander verzahnt sind.<br />

Circular by Design: Von<br />

Anfang an auf Kreislaufwirtschaft<br />

und Effizienz ausgelegt<br />

Unter dem Prinzip „Circular by<br />

Design“ entstehen bei Schütz<br />

Verpackungslösungen, bei denen<br />

Kreislauffähigkeit von der Entwicklung<br />

an integraler Bestandteil<br />

ist. Gefertigt werden robuste,<br />

langlebige und materialsparende<br />

Systeme, die sich sicher einsetzen,<br />

zuverlässig wiederverwenden<br />

und am Ende ihres Lebenszyklus<br />

hochwertig recyceln lassen. Eine<br />

zentrale Rolle spielt dabei die<br />

stetige Optimierung aller Komponenten<br />

– vom Innenbehälter über<br />

den Gitterkäfig bis hin zu Paletten<br />

und Komponenten. Dahinter<br />

steht die klare Erkenntnis, dass<br />

Rekonditionierung und Werkstoffrecycling<br />

ohne technische<br />

Exzellenz nicht ökonomisch sind.<br />

„Unsere Kreislaufprozesse basieren<br />

auf einem klar struktu-<br />

Ausschlaggebender Faktor für<br />

das Effizienzversprechen von<br />

Schütz ist die Kombination aus<br />

Werkzeug- und Maschinenentwicklung,<br />

Extrusionsblastechnik<br />

sowie der Wiederaufbereitung<br />

gebrauchter Verpackungen im<br />

eigenen Haus. Mittels eines<br />

eigenständigen Produktionssystems,<br />

das weltweit einheitliche<br />

Standards gewährleistet,<br />

kontrolliert das Unternehmen<br />

sämtliche Schritte entlang der<br />

Prozesskette und prüft sie fortlaufend<br />

auf Optimierungspotenziale.<br />

Diese Unabhängigkeit, die<br />

bis hin zur Entwicklung und zum<br />

Bau eigener Rekonditionierungsund<br />

Recyclinganlagen reicht,<br />

erlaubt es Schütz, Produkte<br />

nicht nur kontinuierlich weiterzuentwickeln,<br />

sondern auch<br />

Prozesse gezielt so auszurichten,<br />

dass Qualität, Sicherheit und<br />

Ressourceneinsatz perfekt aufeinander<br />

abgestimmt sind – was<br />

Reibungsverluste im operativen<br />

Betrieb minimiert.<br />

Die Multilayer-<strong>Technologie</strong>, die<br />

Schütz seit Jahrzehnten unter<br />

stetiger Fortentwicklung einsetzt<br />

ist ein prägnantes Beispiel<br />

für diese tiefe Fertigungskompetenz.<br />

Sie ermöglicht es,<br />

funktionale Eigenschaften wie<br />

mechanische Stabilität, Permeationsbarrieren<br />

oder antistatische<br />

Die weltweit einheitliche<br />

Qualität der Verpackungen ist<br />

ein strukturelles Element der<br />

Schütz-Philosophie. Mit mehr<br />

als 70 Produktions- und Servicestandorten<br />

weltweit stellt das<br />

Unternehmen sicher, dass jede<br />

Verpackung unabhängig vom<br />

Herstellungsort dieselben Leistungs-<br />

und Sicherheitsmerkmale<br />

erfüllt. Besonders bei Gefahrgutzulassungen<br />

schafft dies einen<br />

entscheidenden Vorteil: Da<br />

viele Füllgüter in Kombination<br />

mit der jeweiligen Verpackung<br />

zertifiziert werden, verschlankt<br />

ein global identisches Produkt<br />

internationales Verpackungsmanagement<br />

erheblich. Für<br />

weltweit agierende Kunden<br />

bedeutet dies mehr Flexibilität,<br />

deutlich weniger Komplexität<br />

und eine verlässliche Versorgung<br />

über alle Märkte hinweg.<br />

Schütz baut sein globales Netzwerk<br />

kontinuierlich aus, um<br />

Verfügbarkeit und Kundennähe<br />

weiter zu stärken. Neue Standorte,<br />

zusätzliche Kapazitäten<br />

und strategische Partnerschaften<br />

erweitern die Lieferfähigkeit und<br />

sorgen für Flexibilität innerhalb<br />

der Material- und Serviceketten.<br />

Gleichzeitig ermöglicht die<br />

weltweite Präsenz, lokale Anforderungen<br />

frühzeitig zu erkennen<br />

und unmittelbar in technische<br />

30 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

Weiterentwicklungen und neue<br />

Services einfließen zu lassen.<br />

„Closing the loop“ als gelebte<br />

Praxis<br />

Seit vielen Jahren treibt Schütz<br />

den geschlossenen Materialkreislauf<br />

in der Verpackungsindustrie<br />

voran. Herzstück dieses<br />

Bestrebens ist der weltweit<br />

etablierte Schütz Ticket Service,<br />

über den gebrauchte Verpackungen<br />

zurückgeführt werden.<br />

Nach der Rückholung werden<br />

diese gereinigt, rekonditioniert<br />

oder gezielt recycelt, sodass<br />

hochwertige Komponenten wie<br />

IBC-Gitterkörbe, Paletten oder<br />

Regranulat wieder in den Kreislauf<br />

gelangen. Durch diesen<br />

strukturierten Prozess entstehen<br />

stabile Materialströme, die sowohl<br />

ökologische als auch wirtschaftliche<br />

Vorteile bieten und<br />

gleichzeitig die Verfügbarkeit<br />

hochwertiger Recyclingmaterialien<br />

langfristig sichern.<br />

Schütz arbeitet kontinuierlich<br />

an optimierten Abläufen in<br />

der Rekonditionierung, modernen<br />

Prüftechnologien und<br />

der Erweiterung des globalen<br />

Netzwerks, das Rückholung,<br />

Aufbereitung und Recycling miteinander<br />

verbindet. Gleichzeitig<br />

bereitet das Unternehmen neue<br />

Serviceangebote vor, die künftig<br />

zusätzliche Flexibilität und mehr<br />

Möglichkeiten für unterschiedliche<br />

Kundengruppen bieten werden.<br />

Klar ist: Die Kombination<br />

aus technologischem Knowhow<br />

und intelligent vernetzten<br />

Dienstleistungsprozessen wird<br />

in Zukunft eine noch wichtigere<br />

Rolle spielen.<br />

Ein integrierter Ansatz für die<br />

Verpackungen der Zukunft<br />

Mit dem Leitmotiv „Circular Economy<br />

meets Technology“ zeigt<br />

Schütz zur interpack <strong>2026</strong>, wie<br />

eng das Unternehmen Kreislauflösungen<br />

und technologische<br />

Kompetenz verwebt. Neue<br />

Entwicklungen im Produkt‐ und<br />

Servicebereich folgen dabei<br />

immer einem klaren Anspruch:<br />

den gesamten Lebenszyklus<br />

der Verpackungen, vom Produktdesign<br />

über die Fertigung<br />

bis hin zur Wiederaufbereitung,<br />

nachhaltiger und reibungsloser<br />

zu gestalten. In einer Branche,<br />

in der die Anforderungen an<br />

Sicherheit, ökologischen und<br />

ökonomischen Produkteinfluss<br />

und Flexibilität stetig steigen,<br />

positioniert sich Schütz als<br />

verlässlicher Partner, der technologische<br />

Weiterentwicklung<br />

und Kreislaufwirtschaft systematisch<br />

zusammenführt, um<br />

zukunftsfähige Verpackungen<br />

zu schaffen. Für Kunden eröffnet<br />

dies vor allem eines: einen<br />

messbaren Effizienzvorteil in<br />

allen Phasen der industriellen<br />

Verpackungsanwendung.<br />

www.schuetz.net<br />

Kartonverschließer der nächsten Generation<br />

Auf der interpack <strong>2026</strong> präsentiert Endoline Automation die neueste Weiterentwicklung eines seiner meistverkauften Endverpackungssysteme:<br />

den vollautomatischen Kartonverschließer 7048 für wechselnde Kartonformate.<br />

Die jüngste Generation wurde<br />

umfassend überarbeitet, um<br />

den steigenden Anforderungen<br />

moderner Produktionsumgebungen<br />

gerecht zu werden.<br />

Sie bietet eine verbesserte<br />

Energieeffizienz, verkürzte Fertigungszeiten<br />

und eine optimierte<br />

Benutzerfreundlichkeit bei<br />

gleichbleibend hoher Leistungsfähigkeit,<br />

für die das System<br />

international bekannt ist.<br />

Ursprünglich wurde das System<br />

vor fast zwei Jahrzehnten als<br />

Modell 704 eingeführt und<br />

später zum 7048 weiterentwickelt.<br />

Es hat sich als bewährte<br />

und weit verbreitete Lösung in<br />

unterschiedlichsten Produktionsbereichen<br />

etabliert.<br />

Im Mittelpunkt der aktuellen<br />

Weiterentwicklung stand die<br />

Anpassung an die realen Anforderungen<br />

moderner, automatisierter<br />

Fertigungen. Der Verkabelungsaufwand<br />

im Modell<br />

7048 wurde deutlich reduziert,<br />

wodurch sich die Zuverlässigkeit<br />

erhöht und Wartungsarbeiten<br />

vereinfacht werden. Die neuen<br />

Schiebetüren benötigen weniger<br />

als einen Meter Breite und<br />

eignen sich daher besonders für<br />

Produktionsumgebungen mit<br />

begrenztem Platzangebot.<br />

Auch die Aspekte der Arbeitssicherheit<br />

wurden weiter<br />

optimiert. Eine verbesserte Zugänglichkeit<br />

und eine intuitive<br />

HMI-Bedienoberfläche erleichtern<br />

den Betrieb, beschleunigen<br />

Servicearbeiten und reduzieren<br />

Stillstandzeiten.<br />

Der 7048 wurde für Produktionslinien<br />

mit maximalem Flexibilitätsbedarf<br />

entwickelt. Das System<br />

verschließt Kartons unterschiedlicher<br />

Größe in zufälliger Reihenfolge<br />

vollautomatisch, ohne dass<br />

manuell eingegriffen werden<br />

muss. Höhe und Breite jedes<br />

einlaufenden Kartons werden in<br />

Echtzeit erfasst, sodass sich das<br />

System automatisch anpasst.<br />

Dadurch entfällt das Vorsortieren<br />

und der Versandprozess wird insbesondere<br />

in Hochleistungs- und<br />

E-Commerce-Anwendungen<br />

deutlich effizienter gestaltet.<br />

Die Vier-Säulen-Konstruktion<br />

sorgt für Stabilität bei schnellen<br />

Höhenverstellungen und<br />

ermöglicht ein gleichmäßiges<br />

Verschließen bei Leistungen von<br />

bis zu 14 Kartons pro Minute –<br />

abhängig von der Kartongröße.<br />

Das Maschinengestell ist für den<br />

Dauerbetrieb ausgelegt.<br />

Neben dem Modell 7048 wird<br />

Endoline Automation auf der<br />

interpack auch die zunehmende<br />

internationale Verbreitung seiner<br />

End-of-Line-Lösungen präsentieren.<br />

Mit einem wachsenden Exportanteil<br />

unterstützt das Unternehmen<br />

weltweit Hersteller mit<br />

flexiblen und leistungsfähigen<br />

Systemen für unterschiedlichste<br />

Produktionsanforderungen.<br />

Ebenfalls auf dem Stand zu sehen<br />

ist der Endoline 227 vollautomatischer<br />

Kartonaufrichter, ein<br />

Hochleistungssystem mit einer<br />

Leistung von bis zu 22 Kartons<br />

pro Minute. Dank seiner kompakten<br />

Bauweise eignet sich der<br />

227 besonders für platzkritische<br />

Produktionsumgebungen und<br />

gewährleistet eine zuverlässige<br />

Kartonaufrichtung in automatisierten<br />

Verpackungslinien.<br />

www.endoline-automation.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 31


MESSEVORSCHAU<br />

Trinkhalm-Applikatoren und Pick & Place Units<br />

Als einer der international wenigen Hersteller von Applikatoren zur Aufbringung von zum Beispiel umweltfreundlichen Trinkhalmen<br />

aus Papier oder etwa Löffeln und Gabeln aus Holz sowie artverwandten Gegenständen auf Verpackungen verschiedenster<br />

Art präsentiert sich Geyssel Sondermaschinen GmbH auf der diesjährigen interpack.<br />

Die Anlagen des mittelständischen,<br />

in zweiter Generation<br />

inhabergeführten Familienunternehmens<br />

sind sowohl als<br />

Pick & Place-Einheiten des Typs 680/681 von<br />

Geyssel. Bild: Geyssel Sondermaschinen GmbH<br />

Längs- wie auch als Rundläufer<br />

konzipiert und ermöglichen<br />

nicht nur die seitliche Aufbringung<br />

– vertikal, diagonal oder<br />

horizontal -, sondern auch eine<br />

Applikation von oben auf verschiedenartigste<br />

Behältnisse wie<br />

eckige Verpackungen, Dosen,<br />

Becher oder Flaschen. Innerhalb<br />

der beiden Standard-Baureihen<br />

400 und 500 werden – produktabhängig<br />

- Höchstleistungen<br />

von bis zu 44.000 Stück pro<br />

Stunde erreicht.<br />

In Düsseldorf wird eine Innovation<br />

zu sehen sein, welche diese<br />

außerordentliche Kapazität noch<br />

steigert. Es handelt sich um einen<br />

neuer Applikator der Serie<br />

700, der 50.000 Trinkhalme<br />

pro Stunde aufbringen kann.<br />

Damit ist er eine der weltweit<br />

schnellsten Anlagen dieser Art,<br />

wenngleich optisch kein großer<br />

Unterschied zu den bewährten<br />

Applikatoren der 500er-Serie<br />

Serie besteht.<br />

Ein zweites Highlight auf dem<br />

Geyssel-Messestand wird eine<br />

neue Pick & Place-Einheit des<br />

Typs 680/681 sein. Die Anlage<br />

ist generell für ungegurtete<br />

Objekte konzipiert. Im speziellen<br />

Fall wird die Ablage von Holzlöffeln<br />

in Becher demonstriert,<br />

wobei eine Leistung von 120<br />

Stück pro Minute erreicht wird.<br />

Die Löffel werden über ein Förderband<br />

zugeführt und mit Hilfe<br />

eines Delta-Roboters platziert.<br />

Wie der Firmenname bereits<br />

ausdrückt, liegt eine besondere<br />

Stärke der Geyssel Sondermaschinen<br />

GmbH in der Erfüllung<br />

spezieller Kundenwünsche. So<br />

können zum Beispiel die im<br />

Baukastensystem gefertigten<br />

Applikatoren durch zahlreiche<br />

Zusatzaggregate den Anforderungen<br />

entsprechend individualisiert<br />

werden.<br />

Die Planung maßgeschneiderter<br />

Konfigurationen übernimmt –<br />

als Keimzelle des Unternehmens<br />

- das 1966 gegründete Entwicklungs-<br />

und Konstruktionsbüro<br />

J.W. Geyssel GmbH & Co. KG.<br />

www.geyssel.de<br />

Bündelpacker für nachhaltige Transportverpackungen<br />

Hugo Beck, ein weltweit führender Hersteller von horizontalen Folien- und Papierverpackungsmaschinen, präsentiert eine neue<br />

Maschinenlösung: den kompakten Bündelpacker paper S für nachhaltige Transport- und Sekundärverpackungen aus Papier.<br />

Da die Verpackungsindustrie<br />

zunehmend nach praktikablen<br />

Alternativen zu Plastik-<br />

Schrumpffolie und übermäßigem<br />

Kartoneinsatz sucht, ermöglicht<br />

der neue paper S eine enge<br />

Verpackung mit Kraftpapier<br />

– mit oder ohne Tray – und<br />

bietet damit eine sichere sowie<br />

ressourcenschonende Lösung<br />

für Transportverpackungen in<br />

unterschiedlichsten Branchen,<br />

darunter FMCG-Hersteller und<br />

Retail-Ready-Anwendungen.<br />

Mit der Einführung der neuen<br />

Bündelpackerlösung erweitert<br />

Hugo Beck sein wachsendes<br />

Portfolio an nachhaltigen Papierverpackungstechnologien<br />

– nun mit besonderem Fokus<br />

auf Anwendungen im Bereich<br />

Transportverpackung. Dies unterstreicht<br />

das kontinuierliche<br />

Engagement des Unternehmens,<br />

Maschinenkonzepte zu entwickeln,<br />

die einen reduzierten Materialeinsatz<br />

ermöglichen, ohne<br />

dabei Produkt- und Transportsicherheit<br />

oder Betriebseffizienz<br />

zu beeinträchtigen.<br />

Der paper S wurde als kompaktes,<br />

bediener- und wartungsfreundliches<br />

Bündelpackersystem entwickelt,<br />

das inline in bestehende<br />

Produktionslinien integriert oder<br />

als Stand-alone-Lösung betrieben<br />

werden kann. Dank ihres<br />

platzsparenden Designs eignet<br />

sich die Verpackungsmaschine<br />

besonders für Betriebe mit begrenzter<br />

Stellfläche.<br />

Die Maschine verpackt Produkte<br />

im Tray oder ohne Tray in Kraftpapier<br />

mit Überlappung und optimierter<br />

Heißleim-Verklebung,<br />

wodurch eine feste und stabile<br />

Verpackung entsteht. Das Ergebnis<br />

sind für Transport und<br />

Handling sichere Gebinde, die<br />

Herstellern den Umstieg von<br />

Schrumpffolie oder Kartonsystemen<br />

erleichtern, während die<br />

Produktstabilität entlang der<br />

gesamten Lieferkette gewährleistet<br />

wird.<br />

Neben Einsparungen bei den<br />

Materialkosten ermöglicht<br />

der paper S im Vergleich zu<br />

wärmebasierten Schrumpffolienverfahren<br />

auch eine Reduzierung<br />

des Energieverbrauchs.<br />

Ergänzende Optionen wie<br />

Digitaldruckeinheiten, Etikettiersysteme<br />

oder zusätzliche<br />

Automatisierungskomponenten<br />

können integriert werden, um<br />

die Maschine individuell an<br />

kundenspezifische Anforderungen<br />

anzupassen.<br />

Die Papierverpackungslösung<br />

wurde in enger Zusammenarbeit<br />

mit Mondi, einem weltweit<br />

führenden Anbieter nachhaltiger<br />

Verpackungen und Papier,<br />

entwickelt, um eine zuverlässige<br />

Verarbeitung sowie ein optimales<br />

Zusammenspiel zwischen<br />

Papiersubstrat und Maschinentechnologie<br />

zu gewährleisen.<br />

Der neue Bündelpacker wird<br />

daher am Stand von Hugo Beck<br />

mit dem nur 70 g/m² leichten<br />

Ad/Vantage StretchWrap Papier<br />

von Mondi laufen.<br />

Dieses unbeschichtete Kraftpapier<br />

ist nicht nur sehr leicht,<br />

32 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


interpack <strong>2026</strong><br />

sondern bietet auch eine hohe<br />

Durchstoß- und Reißfestigkeit<br />

sowie gute Dehneigenschaften,<br />

welche zu einem außergewöhnlichen<br />

TEA-Wert (Tensile Energy<br />

Absorption) führen. Außerdem<br />

ist es industriell kompostierbar<br />

und in herkömmlichen Papierkreisläufen<br />

recycelbar.<br />

Besucher der interpack sind<br />

eingeladen, am Stand von Hugo<br />

Beck Live-Demos des neuen<br />

Bündelpackers zu sehen und sich<br />

mit den Experten vor Ort über<br />

das umfassende Maschinenportfolio<br />

des Unternehmens für<br />

nachhaltige Folien- und Papierverpackungen<br />

auszutauschen.<br />

„Die Einführung des paper S in<br />

enger Zusammenarbeit mit Mondi<br />

als ganzheitliche Lösung ist der<br />

nächste logische Schritt in unserer<br />

nachhaltigen Verpackungsstrategie“,<br />

erklärt Jonas Beck, Geschäftsführer<br />

von Hugo Beck.<br />

„Sie baut auf unserer kontinuierlichen<br />

Weiterentwicklung<br />

von Papierverpackungstechnologien<br />

in den vergangenen Jahren<br />

auf. Nach der Einführung<br />

der paper X-Serie für verschiedene<br />

Branchen sowie spezieller<br />

E-Commerce-Verpackungslösungen<br />

haben wir unser nachhaltiges<br />

Angebot neben unseren<br />

etablierten folienbasierten<br />

Lösungen stetig erweitert.<br />

Unser Ziel ist es, unsere Kunden<br />

stets dabei zu unterstützen, den<br />

sich wandelnden Markt- und<br />

Regulierungsanforderungen<br />

im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit<br />

gerecht zu werden. Mit<br />

dem paper S Bündelpacker<br />

bieten wir eine praxisgerechte<br />

Lösung zur Reduzierung des<br />

Plastikverbrauchs und zur Mi-<br />

Über Hugo Beck:<br />

1955 mit Sitz in Dettingen an der Erms nahe Stuttgart gegründet, ist Hugo<br />

Beck ein weltweit führender Spezialist für horizontale Folienverpackungsmaschinen,<br />

Flowpack- und Papierverpackungsmaschinen sowie Lösungen<br />

zur Automatisierung und Druckweiterverarbeitung im Leistungsbereich von<br />

3.000 bis 18.000 Takten/Stunde. Hugo Beck Maschinen sind in verschiedenen<br />

Branchen erfolgreich im Einsatz.<br />

Im horizontalen Folienverpackungsbereich bietet das Unternehmen ein<br />

komplettes Maschinenportfolio für Flowpack-, Beutel- und Schrumpfverpackungen<br />

als Primär- und Sekundärverpackung. Dabei stehen größtmögliche<br />

Automatisierung, Flexibilität und Verfügbarkeit im Fokus. Hugo Beck Maschinen<br />

verarbeiten alle Folienarten unabhängig vom Hersteller.<br />

Die jüngsten Papierverpackungslösungen von Hugo Beck unterstreichen,<br />

dass das Unternehmen kontinuierlich an innovativen Maschinentechnologien<br />

arbeitet, um gemeinsam mit seinen Kunden in jeder Hinsicht nachhaltige<br />

Verpackungslösungen für den Markt von heute und morgen zu entwickeln.<br />

Neben Serienmaschinen bietet Hugo Beck vor allem kundenspezifische Lösungen.<br />

Modernste Projektierungs- und Fertigungsprozesse im eigenen Haus sind<br />

die Voraussetzung, um flexibel auf nahezu alle Kundenwünsche zu reagieren.<br />

nimierung des Kartoneinsatzes<br />

bei Transportverpackungen<br />

– ohne Kompromisse bei der<br />

Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit,<br />

die unsere Kunden von<br />

unserer <strong>Technologie</strong> erwarten.“<br />

www.hugobeck.com<br />

Safety-Upgrade für Verpackungsmaschinen<br />

Unter dem Motto „Verpacken ohne Risiko. Sicherheit ohne Kompromisse.“ zeigt der Automatisierungsexperte Pilz auf der<br />

interpack/components <strong>2026</strong> zukunftsfähige Sensorik- und Steuerungslösungen. Im Mittelpunkt stehen bei Pilz flexible und<br />

konforme Lösungen für eine konstante Performance auch unter variablen Produktionsbedingungen. Dazu können sich Messebesucher<br />

zu den Dienstleistungen von Pilz zur ab 2027 geltenden EU-Maschinenverordnung (MVO) sowie dem Cyber Resilience<br />

Act (CRA) und der für die Sicherheit von Verpackungsmaschinen relevanten Normenreihe EN 415 informieren.<br />

Auf der interpack hat Pilz Form-,<br />

Füll- und Siegelmaschinen (FFS)<br />

im Fokus: Das Unternehmen<br />

zeigt auf, in welcher Weise<br />

zertifizierte, skalierbare und<br />

kompatible Sicherheitslösungen<br />

eine zuverlässige Basis für diesen<br />

Maschinentyp darstellen. Hierbei<br />

erläutern die Pilz-Experten,<br />

wie solche Sicherheitslösungen<br />

aktuelle Standards in der Verpackungstechnik<br />

umsetzen können<br />

– gleich welche Maschinenkonfiguration<br />

und Prozessvariabilität.<br />

Nachhaltig sichere<br />

Verpackungsmaschinen<br />

In Düsseldorf nimmt Pilz zudem<br />

normengerechte Sicherheitsstrategien<br />

nach MVO und CRA<br />

für Verpackungsmaschinen in<br />

den Blick: Welche Schritte sind<br />

von der Entwicklung über das<br />

Design bis hin zur Inbetriebnahme<br />

zu berücksichtigen?<br />

Pilz als Normenexperte berät<br />

Messebesucher zu seinem<br />

maßgeschneiderten Support<br />

aus Dienstleistungen und Schulungen<br />

entlang des gesamten<br />

Lebenszyklus von Verpackungsmaschinen.<br />

Im Blickpunkt steht<br />

die Industrial Security: Welchen<br />

speziellen Support Pilz bei der<br />

Umsetzung der wichtigsten Aufgaben<br />

„Schutz der funktionalen<br />

Sicherheit (Safety) vor Cyberangriffen“,<br />

„Schutz vor unberechtigtem<br />

Zugriff“ sowie „Schutz<br />

vor Manipulation vor Ort“ anbietet,<br />

erfahren Messebesucher auf<br />

dem Stand. Weiteres Thema im<br />

Zusammenhang: Über den gesamten<br />

Maschinenlebenszyklus<br />

verlangt die MVO eine systematische<br />

Risikobeurteilung sowie<br />

die Berücksichtigung digitaler<br />

Risiken. Hierfür präsentiert Pilz<br />

seine MYZEL Lifecycle Platform.<br />

Standbesucher erleben live auf<br />

der Verpackungsmesse, wie<br />

MYZEL als zentrale Plattform<br />

den rechtskonformen, sicheren<br />

Betrieb insbesondere von FFSsowie<br />

weiteren Verpackungsmaschinentypen<br />

gewährleistet.<br />

Sicherheitssensoren schützen<br />

Verpackungsprozesse<br />

umfassend<br />

Sicherheitssensoren schützen<br />

Verpackungsmaschinen wie Bedienpersonal.<br />

Auf der interpack<br />

hat Pilz sein Sensorik-Portfolio<br />

PSEN mit auf dem Stand. Praxisnah<br />

berät der Automatisierer zur<br />

Umsetzung von Safety inklusive<br />

Security über Sensorik von Pilz.<br />

Ein zentrales Thema hierbei ist<br />

die Robustheit der Pilz-Sensoren<br />

für Verpackungsmaschinen.<br />

Dazu erfahren Besucher, wie sich<br />

intelligente Diagnosefunktionen<br />

über das Pilz IO-Link-Safety-<br />

System – inklusive erstem zertifizierten<br />

IO-Link Safety Master<br />

– sowie Sicherheitszuhaltungen<br />

vernetzt und diagnosefähig integrieren<br />

lassen.<br />

www.pilz.com<br />

Unter dem Motto „Verpacken ohne Risiko. Sicherheit<br />

ohne Kompromisse“ zeigt der Automatisierungsexperte<br />

Pilz auf der interpack zukunftsfähige<br />

Automatisierungslösungen mit<br />

Sensorik und Steuerungen. Dazu informiert Pilz<br />

über seine Dienstleistungen zur ab 2027 geltenden<br />

EU-Maschinenverordnung (MVO) sowie<br />

zum Cyber Resilience Act (CRA).<br />

Bild: © Pilz GmbH & Co. KG<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 33


MESSEVORSCHAU<br />

Kennzeichnungsinnovationen für die Verpackungsbranche<br />

Bluhm Systeme präsentiert<br />

leistungsfähige Kennzeichnungstechnik<br />

mit Etiketten,<br />

Tinte und Laser für die<br />

Verpackungsbranche.<br />

Bluhm Systeme wurde in<br />

einer aktuellen Studie des<br />

Wirtschaftsmagazins Capital<br />

in Zusammenarbeit mit dem<br />

Marktforschungsinstitut Statista<br />

als eines der innovativsten Unternehmen<br />

Deutschlands <strong>2026</strong><br />

ausgezeichnet. Auf der interpack<br />

unterstreicht das Unternehmen<br />

seine Rolle als Innovationspartner<br />

der Verpackungsindustrie.<br />

Das Messe-Motto „Innovation<br />

gemeinsam gestalten“ bringt die<br />

Unternehmensphilosophie auf<br />

den Punkt: Gemeinsam mit Kunden<br />

entwickelt Bluhm Systeme<br />

praxisnahe Lösungen für effiziente,<br />

nachhaltige und zukunftssichere<br />

Verpackungsprozesse.<br />

Was wäre, wenn Drucken im<br />

Produktionsalltag einfach keine<br />

Sorgen mehr bereiten würde?<br />

Mit dieser Leitidee kündigt<br />

Bluhm Systeme eine neue<br />

Generation von Continuous-<br />

Inkjetdruckern an. Die innovative<br />

Serie wird erstmals auf der<br />

interpack vorgestellt und bietet<br />

Funktionen, die Produktionsprozesse<br />

vereinfachen, Fehlkennzeichnungen<br />

vermeiden und<br />

Betriebskosten reduzieren.<br />

Im Bereich Etikettierung präsentiert<br />

Bluhm Systeme modulare<br />

Lösungen für Produktion und<br />

Logistik.<br />

* Die Geset-Etikettieranlagen<br />

sind als einbaufertige Komplettsysteme<br />

mit integrierter Fördertechnik<br />

und Produkthandling<br />

konzipiert. Sie etikettieren unterschiedlichste<br />

Verpackungen, wie<br />

Flaschen, Dosen, Tiefziehschalen,<br />

Schachteln oder Kanister.<br />

Je nach Anwendung lassen sie<br />

sich für Seiten-, Rundum- oder<br />

Übereck-Etikettierungen konfigurieren<br />

und mit Direktdrucksystemen<br />

für variable Daten<br />

erweitern.<br />

* Speziell für Logistikanwendungen<br />

ist der Etikettendruckspender<br />

Legi-Air 4050E mit dem<br />

neuen Servo-Linear-Applikator<br />

SL600 erhältlich, der den erfolgreichen<br />

Legi-Air 6000 ablöst.<br />

Das integrierte Distanzmesssystem<br />

eignet sich ideal für wechselnde<br />

Paketgrößen: Es erfasst<br />

berührungslos den Abstand<br />

zwischen Produkt und Applikator<br />

und passt den Ausfahrweg<br />

automatisch an unterschiedliche<br />

Paketformen und -höhen an.<br />

Dadurch wird das Etikett stets im<br />

optimalen Abstand appliziert.<br />

Das erhöht die Platziergenauigkeit<br />

und ermöglicht höhere<br />

Taktraten in Versand- und Distributionszentren.<br />

Ergänzend zeigt<br />

Bluhm Systeme druckluftfreie,<br />

vollelektrische Etikettiersysteme<br />

sowie Linerless-Etikettiertechnologie,<br />

die Abfall reduziert und<br />

zusätzliche Nachhaltigkeitspotenziale<br />

im Verpackungsprozess<br />

erschließt.<br />

Bluhm Systeme zeigt ein breites<br />

Spektrum an hochauflösenden<br />

Inkjetdruckern für die Direktkennzeichnung<br />

von Sekundärverpackungen<br />

aus Karton oder<br />

Folie. Ein Beispiel ist der Markoprint<br />

integra Singular 108, der<br />

2D-Codes, Texte und Grafiken<br />

mit bis zu 600 dpi direkt auf<br />

Kartons und Umverpackungen<br />

druckt. Durch die 3-fach-Kaskadierung<br />

mehrerer Druckköpfe<br />

lassen sich Druckhöhen von bis<br />

zu 324 mm realisieren.<br />

Bluhm Systeme präsentiert<br />

auf der interpack eine deutlich<br />

ausgebaute Lasersparte. Das<br />

Portfolio reicht von kompakten<br />

Arbeitsstationen für Einzelkennzeichnungen<br />

bis zu Inline-<br />

Systemen für die Integration in<br />

Highspeed-Produktionslinien.<br />

Die Laser erzeugen dauerhaft<br />

lesbare Codierungen auf nahezu<br />

allen Verpackungsmaterialien.<br />

Da sie ohne Verbrauchsmaterialien<br />

arbeiten, ermöglichen<br />

sie besonders wirtschaftliche<br />

und ressourcenschonende<br />

Kennzeichnungsprozesse..<br />

www.bluhmsysteme.com<br />

Automatisierungssoftware für Transformation<br />

COPA-DATA präsentiert seine<br />

Softwareplattform zenon:<br />

Das Unternehmen zeigt wie<br />

Prozessautomatisierung die<br />

Transformation unterstützt.<br />

Wie kann der digitale Wandel<br />

gelingen? „An unserem Messestand<br />

zeigen wir, wie unsere<br />

Softwaretechnologie hilft, Herausforderungen<br />

rund um Flexibilität,<br />

Leistung, Datenintegrität<br />

und Qualität in der Produktion<br />

zu meistern“, sagt Emilian Axinia,<br />

Director Digitalization und<br />

Machinery bei COPA-DATA. Das<br />

Softwareunternehmen richtet<br />

sich auf der interpack an ein breites<br />

Publikum: vom Maschinenbauer<br />

über den Systemintegrator<br />

bis zum IT-Manager im produzierenden<br />

Unternehmen. Axinia:<br />

„Wir präsentieren, wie einfach<br />

und flexibel der modulare Aufbau<br />

unserer Softwareplattform<br />

zenon mit der Prozessautomatisierung<br />

zusammenspielt.“ Bei<br />

zenon handelt es sich um eine<br />

No-Code- bzw. Low-Code-<br />

Plattform, die internationale<br />

Standards wie Modular Type<br />

Package (MTP), OMAC PackML<br />

oder Weihenstephan unterstützt.<br />

Dem Messethema entsprechend,<br />

steht „Smart Manufacturing“ im<br />

Zentrum des Auftritts – zenon<br />

unterstützt auf dem Weg zur<br />

Industrie 4.0: Über zahlreiche<br />

standardisierte Datenschnittstellen<br />

integriert die Automatisierungssoftware<br />

Maschinen und<br />

Anlagen in Digitalisierungslösungen<br />

– fabrikübergreifend oder<br />

darüber hinaus. So können Produktionsdaten<br />

zukunftsorientiert<br />

gesammelt, überwacht sowie<br />

analysiert werden. Das eröffnet<br />

besonders für Maschinenbauer<br />

und Original Equipment Manufacturer<br />

(OEM) Chancen: Digitale<br />

Zwillinge, orchestrierte Produktionslinien<br />

sowie vorausschauende<br />

Wartung und Echtzeit-Analysen<br />

der Gesamtanlageneffektivität<br />

werden Wirklichkeit. So entstehen<br />

datengetriebene Produktionsumgebungen,<br />

die Effizienzverluste<br />

sichtbar machen und<br />

Optimierung ermöglichen.<br />

Mit Live-Demos der aktuellen<br />

zenon-Version macht COPA-<br />

DATA greifbar, was in der Theorie<br />

mitunter abstrakt erscheint:<br />

So zeigt das Messeteam etwa<br />

das Human Machine Interface<br />

(HMI) seiner Softwareplattform<br />

– besonders interessant ist dies<br />

für OEMs. Die Schnittstelle für<br />

Visualisierung und Steuerung<br />

eignet sich sowohl für den Life-<br />

Sciences-Bereich als auch für<br />

Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>hersteller,<br />

angepasst an die jeweiligen<br />

Anforderungen. Darüber<br />

hinaus präsentiert COPA-DATA<br />

Lösungen für die modulare<br />

Produktion: Diese unterstützen<br />

etwa Plug & Produce und helfen,<br />

Prozesse schnell anzupassen.<br />

Auch Anforderungen rund um<br />

Compliance und Regulatorien sowie<br />

Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie<br />

sind am Messestand<br />

ein Thema. Zudem geht es um<br />

Integration und Modernisierung<br />

von Altsystemen.<br />

Nicht zuletzt wird COPA-DATAs<br />

Standpartner, Systemintegrator<br />

ControlTech Engineering AG<br />

(CTE), über Erfolgsgeschichten<br />

aus der Praxis berichten.<br />

www.copadata.com<br />

34 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


BRANCHEN REPORT | Steuerungstechnik<br />

SOFTWARE-BASIERTE STEUERUNG<br />

Soft PLC<br />

Mit der Soft-SPS von Grundfos können industrielle Erstausrüster (OEMs) und Anlagenbauer ihre<br />

Pumpen entsprechend den Prozessanforderungen programmieren.<br />

Grundfos hat seine eigene patentierte<br />

Soft-SPS-Kommunikationsschnittstellenkarten-Lösung<br />

auf den Markt gebracht, die<br />

auf der CIM 550 P Ethernet-<br />

Karte basiert. Diese proprietäre<br />

Lösung, die erste ihrer Art, erweitert<br />

Pumpen mit intelligenten<br />

MGE/MLE-Motoren um eine<br />

Softwareebene.<br />

Sobald die CIM 550 P Ethernet-<br />

Karte in den MGE/MLE-Motor<br />

eingesetzt ist, können Grundfos<br />

E-Pumpen für den spezifischen<br />

Prozess programmiert werden,<br />

für den die Pumpeninstallation<br />

vorgesehen ist. Selbst Produkte<br />

von Drittanbietern können über<br />

einen Master-Port auf der CIM<br />

550 P Ethernet-Karte gesteuert<br />

werden.<br />

Die Lösung eignet sich auch gut<br />

für größere SCADA-Systeme,<br />

wenn die Steuerungsstrategie<br />

auf eine lokale SPS-Steuerung<br />

ausgerichtet ist. Alle Grundfunktionen<br />

können weiterhin<br />

über die Grundfos GO-App<br />

auf einem Smartphone oder<br />

Tablet konfiguriert werden, aber<br />

auch über den SPS-Code in der<br />

Soft-SPS programmiert werden.<br />

Sogar die Ein- und Ausgänge<br />

können über das SPS-Programm<br />

in Betrieb genommen werden;<br />

im Wesentlichen gibt es keine<br />

Grenzen für die Programmierung:<br />

Steuerungsmodus, Sensor<br />

Ein- und -ausgänge, Statusmessungen,<br />

Alarme und Warnungen<br />

sowie Funktionen zur<br />

Grenzwertüberschreitung.<br />

„Unsere Lösung eignet sich<br />

perfekt für die Integration einer<br />

Grundfos E-Pumpe in eine<br />

industrielle Lösung, und die zusätzliche<br />

Soft-SPS-Kartenlösung<br />

ermöglicht eine programmierbare,<br />

präzise Steuerung aller<br />

angeschlossenen Geräte“, sagt<br />

Michael Elkjær Laustsen, Application<br />

Manager, Grundfos Industry.<br />

„Sie können Ihre eigenen Logikfunktionen<br />

erstellen und alle<br />

verfügbaren MGE/MLE-Ein- und<br />

Ausgänge nach Bedarf nutzen.<br />

Sie können auch andere angeschlossene<br />

Grundfos-Produkte<br />

steuern und deren E/A nutzen.“<br />

Verbessern Sie Ihr CO 2<br />

-<br />

Emissionsprofil<br />

Die Soft-SPS-Karte kann mit<br />

praktisch jeder Anwendung verwendet<br />

werden und ermöglicht<br />

noch größere Energieeinsparungen,<br />

geringere CO 2<br />

-Emissionen<br />

und eine verbesserte Pumpenzuverlässigkeit.<br />

Die Investition ist<br />

gering: Nach dem Kauf der Soft-<br />

SPS-Karte und der Softwarelizenzen<br />

auf der Grundfos-Website<br />

und der Installation kann der Benutzer<br />

mit der Programmierung<br />

beginnen.<br />

„Sie können den für die Programmierung<br />

erforderlichen<br />

Software-Editor unverbindlich<br />

von unserer Website herunterladen“,<br />

erklärt Michael Elkjær<br />

Laustsen. „Nach dem Herunterladen<br />

können Sie Ihre Programmierideen<br />

testen. Wenn Ihnen<br />

das Ergebnis gefällt, können Sie<br />

eine Lizenz für den vollständigen<br />

Software-Editor erwerben.“<br />

Ideal für industrielle<br />

Erstausrüster (OEMs) und<br />

Anlagenbauer<br />

Die Soft-SPS-Kartenlösung ist<br />

die perfekte Ergänzung für jedes<br />

OEM-Gerät, beispielsweise für<br />

intelligent gesteuerte Umkehrosmoseanlagen,<br />

Filter, Kühler,<br />

Wasch- und Reinigungssysteme<br />

und viele andere Anwendungen.<br />

Dadurch wird keine externe<br />

SPS-Lösung mehr benötigt. Über<br />

den integrierten ModBus RTU-<br />

Master-Port können mehrere<br />

E-Pumpen und andere angeschlossene<br />

Produkte mit einer<br />

E-Pumpe mit Soft-SPS verbunden<br />

werden.<br />

Dadurch können OEMs ihre Anwendungen<br />

entwickeln und parallel<br />

dazu ihre Hardwaresysteme<br />

wählen oder entwerfen. Die<br />

gleiche Soft-SPS-Anwendung<br />

kann auf verschiedene Hardware-<br />

und Betriebssystemkombinationen<br />

portiert werden und<br />

bietet so eine größere Vielseitigkeit.<br />

Außerdem erleichtert die<br />

Abstraktion von Software und<br />

Hardware dem OEM die Aktualisierung<br />

der Hardware und des<br />

Betriebssystems.<br />

Schließlich ergeben sich Kostenund<br />

Zeitvorteile. Da die Karte im<br />

MGE-Motor montiert ist, sind<br />

kein separater Schaltschrank,<br />

keine Stromversorgung für eine<br />

SPS, keine Klemmen und keine<br />

Verkabelung erforderlich, die alle<br />

ein potenziell hohes Ausfallrisiko<br />

bergen.<br />

Verwendung mit großen<br />

Standardpumpen,<br />

die mit externen<br />

Frequenzumrichtern<br />

betrieben werden<br />

Wenn aufgrund der Motorgröße<br />

oder aus anderen Gründen ein<br />

externer Frequenzumrichter CUE<br />

erforderlich ist, steht die Soft-<br />

SPS-Lösung weiterhin zur Verfügung.<br />

Die Ethernet-Karte CIM<br />

550 P kann in eine Kommunikationsschnittstelleneinheit<br />

CIU 901<br />

eingebaut werden. Diese bietet<br />

die gleiche Funktionalität wie<br />

eine E-Pumpe mit MGE/MLE-<br />

Motor, allerdings sind einige<br />

intelligente Funktionen nicht<br />

verfügbar, da der Antrieb nicht<br />

vollständig in den Pumpenmotor<br />

integriert ist.<br />

„Unsere proprietäre und patentierte<br />

Soft-SPS-Kommunikationsschnittstellenkarten-Lösung<br />

ist die erste derartige Lösung auf<br />

dem Markt, bei der alles, was<br />

Sie für den Einstieg benötigen,<br />

direkt auf unserer Website verfügbar<br />

ist“, sagt Michael Elkjær<br />

Laustsen, Application Manager,<br />

Grundfos Industry, , und fasst<br />

zusammen: „Probieren Sie es<br />

aus und entdecken Sie, wie Ihr<br />

Systemaufbau von einer Senkung<br />

der Gesamtinvestitionskosten<br />

profitiert. Und wenn Sie Hilfe benötigen,<br />

steht Ihnen unser globales<br />

Support-Netzwerk von CIM<br />

550P-Experten zur Verfügung.“<br />

Mehr Informationen<br />

www.grundfos.com<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 35


BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />

EFFIZIENTE TROCKNUNGSLÖSUNGEN FÜR FLASCHEN<br />

Weniger Druckluft, mehr Ersparnis<br />

In der <strong>Getränke</strong>produktion ist eine zuverlässige Trocknung der Flaschen vor bestimmten<br />

Verarbeitungsschritten unerlässlich – etwa vor dem Etikettieren, der Kapselung oder der Bedruckung<br />

mit Inkjet-Systemen. Konventionelle Methoden wie offene Druckluftrohre oder Fächerdüsen arbeiten<br />

ineffizient und verursachen einen hohen Energieverbrauch.<br />

SMC setzt hier auf moderne<br />

Volumenstromverstärker und<br />

spezielle Düsen mit gebündeltem<br />

Abstrahlwinkel. Diese nutzen<br />

das physikalische Prinzip der<br />

Umgebungsluftinduktion: Durch<br />

die gezielte Führung der Druckluft<br />

wird zusätzliche Umgebungsluft<br />

angesaugt, wodurch<br />

sich die Luftleistung vervielfacht<br />

– bei gleichzeitig reduziertem<br />

Druckluftverbrauch.<br />

Die Praxis zeigt: Der Austausch<br />

veralteter Komponenten durch<br />

moderne Druckluftlösungen,<br />

wie die KNH Hochleistungsdüse,<br />

führt zu signifikanten Einsparungen.<br />

Darüber hinaus arbeitet die<br />

Lösung besonders effizient bei<br />

niedrigem Betriebsdruck. Solche<br />

Optimierungen sind nicht nur<br />

ökologisch sinnvoll, sondern<br />

auch aus betriebswirtschaftlicher<br />

Sicht äußerst attraktiv.<br />

Zudem trägt eine gezielte<br />

Trocknung zur höheren Prozesssicherheit<br />

bei: Etiketten haften<br />

zuverlässiger, Bedruckungen<br />

erscheinen klarer und das Risiko<br />

von Produktmängeln wird<br />

reduziert.<br />

Flexibles Kartonhandling<br />

durch intelligente<br />

Greifertechnologie<br />

Neben der Flaschenbearbeitung<br />

ist das Handling von <strong>Getränke</strong>kartons<br />

ein zentraler Bestandteil<br />

der Produktionslogistik. Besonders<br />

bei der Palettierung und<br />

Entpalettierung sind effiziente<br />

und platzsparende Lösungen<br />

gefragt. Klassische Palettierer<br />

sind zwar leistungsfähig, benötigen<br />

jedoch viel Raum und sind<br />

oft wenig flexibel.<br />

Roboterlösungen stellen eine<br />

dynamischere Alternative dar.<br />

Sie erlauben den Einsatz verschiedener<br />

End-of-Arm-Tools<br />

und können für vielfältige<br />

Aufgaben programmiert<br />

werden. Hierbei stoßen konventionelle<br />

Greifer schnell an<br />

ihre Grenzen: Sie beschädigen<br />

Kartons, hinterlassen Lücken im<br />

Lagenbild oder sind nicht kompatibel<br />

mit unterschiedlichen<br />

Verpackungsformaten.<br />

Die Flächengreifer der Serie ZGS<br />

von SMC lösen diese Probleme<br />

und setzen auf Vakuumtechnologie<br />

für eine besonders schonende<br />

Handhabung. Sie saugen<br />

Kartons von oben an, ohne<br />

Druckstellen zu hinterlassen,<br />

und ermöglichen ein präzises<br />

und sicheres Platzieren. Dank<br />

integrierter Vakuumerzeugung<br />

und IO-Link-Kompatibilität lassen<br />

sich die Greifer problemlos<br />

in bestehende Automatisierungssysteme<br />

einbinden und<br />

flexibel steuern.<br />

Ein weiterer Vorteil: Die Serie<br />

ZGS ist mit den gängigsten Systemen<br />

großer Roboterhersteller<br />

kompatibel SMC stellt für namhafte<br />

Unternehmen bereits Plug<br />

& Play Dateien zur Verfügung,<br />

die eine schnelle und unkomplizierte<br />

Anbindung ermöglichen.<br />

Dadurch eröffnen sich neue<br />

Möglichkeiten für kompakte,<br />

modulare und skalierbare Automatisierungslösungen<br />

– ideal<br />

für Betriebe mit begrenztem<br />

Platzangebot oder wechselnden<br />

Produktionsanforderungen.<br />

Feuchtigkeit in<br />

Druckluftnetzen –<br />

eine unsichtbare<br />

Herausforderung mit<br />

weitreichenden Folgen<br />

Druckluftsysteme sind ein essenzieller<br />

Teil in der modernen<br />

<strong>Getränke</strong>produktion. Sie treiben<br />

Ventile, Zylinder und andere<br />

pneumatische Komponenten an<br />

und sorgen für reibungslose Abläufe.<br />

Doch gerade in komplexen<br />

Produktionsumgebungen mit<br />

wechselnden Temperaturzonen,<br />

häufigen Erweiterungen und<br />

Umbauten der Anlagen kann es<br />

zu einem Problem kommen, das<br />

oft unterschätzt wird: Feuchtigkeit<br />

in Druckluftnetzen.<br />

Diese entsteht durch Kondensation,<br />

wenn warme, feuchte Luft<br />

abkühlt – beispielsweise in langen<br />

Rohrleitungen oder bei Temperaturwechseln<br />

zwischen den<br />

verschiedenen Produktionsbereichen.<br />

Die Folgen sind gravierend:<br />

Korrosion in Leitungen, Ablösen<br />

von Rostpartikeln, erhöhter Verschleiß<br />

an Komponenten und<br />

sogar Produktionsausfälle.<br />

Moderne Überwachungs- und<br />

Trocknungssysteme bieten<br />

hier effektive Lösungen. Der<br />

Luftfeuchtigkeitssensor PSH<br />

von SMC ermöglicht eine präzise<br />

Echtzeitüberwachung der<br />

Luftfeuchtigkeit und warnt<br />

frühzeitig vor kritischen Zuständen.<br />

Frühzeitige Warnungen bei<br />

kritischen Werten ermöglichen<br />

eine vorausschauende Wartung<br />

und reduzieren ungeplante<br />

Stillstände.<br />

Für die Trocknung stehen verschiedene<br />

<strong>Technologie</strong>n zur Verfügung<br />

– jeweils mit spezifischen<br />

Stärken und Einsatzbereichen.<br />

Membrantrockner überzeugen<br />

durch ihre kompakte Bauweise<br />

und Wartungsarmut, stoßen<br />

jedoch bei höheren Durchflussraten<br />

an ihre Grenzen.<br />

Adsorptionstrockner bieten eine<br />

hohe Trocknungsleistung, sind<br />

allerdings kostenintensiv in der<br />

Wartung. Kältetrockner wiederum<br />

gelten als besonders wirtschaftliche<br />

Lösung und eignen<br />

sich für viele Anwendungen.<br />

Der IDFA von SMC vereint starke<br />

Leistung mit Effizienz: Er ist mit<br />

der neuen F-Gas-Verordnung<br />

konform und deckt ein breites<br />

Spektrum ab – von kleinen Anlagen<br />

bis hin zu großindustriellen<br />

Anwendungen.<br />

Mehr Informationen<br />

www.smc.com<br />

36 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


BRANCHEN REPORT | Hygienic Design<br />

OBERFLÄCHENSCHUTZ NXD tupH ® VON NORD DRIVESYSTEMS<br />

Aluminium-Antriebe werden „tough“<br />

gegen Reinigungschemikalien<br />

Mit NXD tupH ® können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von Food &<br />

Beverage und Primary Packaging die Stärken von Antriebslösungen aus Aluminium nutzen.<br />

Die lebensmittelkonforme Oberflächenveredelung verleiht Aluminium Eigenschaften, die<br />

das Material in Sachen Hygiene und Korrosionsbeständigkeit mit Edelstahl vergleichbar macht.<br />

Mit NXD tupH ® hat NORD<br />

DRIVESYSTEMS einen wirkungsvollen<br />

Oberflächenschutz speziell für Aluminiumgehäuse<br />

entwickelt, der zudem<br />

lebensmittelkonform ist. Entsprechende<br />

Getriebe, Glattmotoren und<br />

dezentrale Frequenzumrichter werden<br />

dadurch besonders korrosionsbeständig<br />

und halten den umfangreichen,<br />

intensiven Reinigungsprozeduren in<br />

der Lebensmittelverarbeitung langfristig<br />

stand. NXD steht für „NORD<br />

eXtreme Duty“; tupH vereint das englische<br />

Wort „tough“, zu deutsch widerstandsfähig,<br />

mit dem „pH-Wert“.<br />

NORD-NXD-tupH.jpg: Der lebensmittelkonforme Oberflächenschutz<br />

NXD tupH® macht NORD-Antriebssysteme<br />

mit Aluminiumgehäuse resistenter gegen Reinigungschemikalien.<br />

Bild: NORD DRIVESYSTEMS<br />

Tests belegen<br />

Chemikalienbeständigkeit<br />

NXD tupH ® kombiniert eine spezielle<br />

Oberflächenveredelung mit einer<br />

Hochleistungsversiegelung. Ergebnis<br />

ist eine porenfreie Oberfläche, die<br />

hygienisch zu reinigen ist und nach<br />

zahlreichen Reinigungsdurchgängen<br />

weder abblättert noch korrodiert.<br />

Seine Chemikalienbeständigkeit hat<br />

NXD tupH ® im Langzeittest unter anderem<br />

mit Ecolab-Reinigungsmitteln<br />

unter Beweis gestellt. Zudem sind<br />

NORD-Antriebskomponenten mit<br />

NXD tupH ® -Oberfläche lebensmittelkonform<br />

gemäß den Anforderungen<br />

der FDA, der EU, der Schweiz sowie<br />

der MERCOSUR-Staaten. Dadurch<br />

eignen sie sich für lebensmittelnahe<br />

Applikationen in den Bereichen Food<br />

& Beverage und Primary Packaging.<br />

Wirtschaftliche Alternative zu<br />

Edelstahl-Antrieben<br />

Anwendern bietet NORD damit eine<br />

wirtschaftliche wie leistungsstarke<br />

Alternative zu Edelstahl-Antrieben.<br />

Antriebslösungen mit Aluminiumgehäusen<br />

sind leichter und ermöglichen<br />

eine kompaktere Konstruktion. Da<br />

Aluminium Wärme gut ableitet, lassen<br />

sich damit zudem eine höhere<br />

Leistungsdichte sowie niedrigere<br />

Oberflächentemperaturen erzielen.<br />

Mit NXD tupH ® werden Aluminiumgehäuse<br />

nun auch chemikalienresistent;<br />

das macht die Antriebslösungen<br />

langlebig und erhöht auch<br />

in Wash-down-Anwendungen die<br />

Anlagenverfügbarkeit.<br />

Der Oberflächenschutz von NORD<br />

benötigt keine Sonderkonstruktion<br />

und damit keine gesonderten Lagerund<br />

Installationskosten. Der Hersteller<br />

stattet Bestandskomponenten mit<br />

seiner Oberflächenveredelung aus.<br />

Damit kann er für die Auslegung<br />

der Antriebssysteme die Optionen<br />

seines Produktbaukastens nutzen<br />

und maßgeschneiderte NXD tupH ® -<br />

Antriebssysteme komplett aus einer<br />

Hand liefern.<br />

NXD tupH ® -veredelte<br />

Komplettlösungen aus einer<br />

Hand<br />

NXD tupH ® ist für alle NORD-<br />

Aluminiumprodukte mit glatten<br />

Oberflächen erhältlich, darunter das<br />

integrierte Getriebemotorsystem<br />

DuoDrive, die energieeffizienten<br />

IE5+ Glattmotoren sowie die<br />

NORDBLOC.1-Stirnradgetriebe und<br />

NORDBLOC.1-Kegelradgetriebe. Mit<br />

dem NORDAC ON PURE steht zudem<br />

ein dezentraler Frequenzumrichter<br />

mit NXD tupH ® -Oberfläche in Kürze<br />

zur Verfügung. Damit kann Lösungsanbieter<br />

NORD komplette Antriebssysteme<br />

mit lebensmittelkonformer<br />

Oberflächenveredelung aus einer<br />

Hand liefern.<br />

Mehr Informationen<br />

www.nord.com<br />

ÜBER 20 JAHRE<br />

HYGIENEKONZEPTE<br />

Desinfektion<br />

ohne Gefahrstoffe<br />

über CIP, bei der<br />

Flaschenreinigung,<br />

beim Abfüllen<br />

und im Pasteur<br />

INNOWATECH GmbH<br />

D-72186 Empfingen<br />

(07485) 97 87 47 0<br />

www.innowatech.de<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 37


Eine Kolumne von<br />

Dr. BURKHARD SCHÄFER<br />

Der Zukunft Raum geben<br />

Das veränderte Konsumverhalten wirft weiterhin unter den Bierbrauern ein<br />

Stirnrunzeln auf das besorgte Gesicht. Der Trend zu <strong>Getränke</strong>n mit weniger oder<br />

keinem Alkohol, zum weniger essen gehen etwa von Familien in der Gastronomie –<br />

und überhaupt muss generell vielerorts gespart werden. Die Liste der schleichenden<br />

Veränderungen scheint im Angesicht der weltweiten Krisen erst einmal länger zu<br />

werden, anstatt sich zu verkürzen. Was also tun, um den aktuellen Entwicklungen so<br />

zu begegnen, dass etwa auch die familiengeführten Brauereien mit Zuversicht in eine<br />

gewinnbringende Zukunft blicken können?<br />

Ein Blick von Nord bis Süd in die<br />

Landschaft der Brauereien zeigt: es<br />

gibt auch zukunftsorientierte Beispiele,<br />

die unter den Bierbrauern Anlass<br />

zur Hoffnung geben. Solch ein<br />

Beispiel findet sich unter anderem<br />

in der Universitätsstadt Freiburg im<br />

Breisgau, im Südschwarzwald. Hier<br />

wurde die Brauerei Ganter GmbH<br />

& Co. KG letztes Jahr mit dem Freiburger<br />

Innovationspreis 2025 ausgezeichnet,<br />

passend zu ihrem 160.<br />

Jubiläumsjahr. Prämierung und Jubiläum,<br />

zwei parallele Anlässe also, die<br />

ein zugkräftig-freudiges Licht auf die<br />

seit vier Generationen bestehende,<br />

familiengeführte Brauerei werfen.<br />

Bereits im Jahr 1865 ist die Brauerei<br />

im Herzen der Stadt Freiburg von<br />

Louis Ganter gegründet worden und<br />

sie steht seither für die Vielfalt regionaler<br />

Bierspezialitäten.<br />

Gewinnbringende<br />

Kooperationen<br />

Ein weiteres Stichwort, das sich<br />

hinter dem Erfolg der Freiburger<br />

verbirgt, ist das einer erfolgreichen<br />

Kooperation. Denn die verdiente<br />

Auszeichnung haben die Bierbrauer<br />

gemeinsam mit dem Freiburger<br />

Start-Up „machn GmbH“ erzielt, die<br />

das ihrige zum Konzept des prämierten<br />

„Freiburger Bierle“ beigetragen<br />

haben. Doch wie sieht das Erfolgsrezept<br />

des Gewinnerduos in der<br />

Realität aus? Zusammengefasst lässt<br />

sich dies auf die beiden Komponenten<br />

„Erschließung des wachsenden<br />

Marktes der alkoholfreien Biere“<br />

sowie „Einführung eines Bio-Bieres“<br />

bringen. Denn Ganter und „machn“<br />

profitieren von einer Art „Zwillingseffekt“<br />

bei der Neu-Einführung des<br />

„Freiburger Bierle“, ähnlich einem<br />

„doppelten Lottchen“ nach dem<br />

berühmten Kinderbuchklassiker von<br />

Erich Kästner, der x-mal adaptiert,<br />

verfilmt und verändert wieder neu<br />

entworfen wurde, aber immer noch<br />

erfolgreich sticht: Denn das „Freiburger<br />

Bierle“ gibt es „doppelt“: in<br />

drei Sorten ohne Alkohol und quasi<br />

„spiegelverkehrt“ in den parallelen<br />

drei Typen mit Alkohol. Im Regal<br />

finden sich deshalb nun: „Freiburger<br />

Bierle - Naturtrübes Radler“ und<br />

„Freiburger Bierle - Naturtrübes<br />

Radler Alkoholfrei“, „Freiburger<br />

Bierle - Naturtrübes Pils“ und sowie<br />

das „Naturtrübe Pils Alkoholfrei“.<br />

Weiterhin finden sich noch die „Zwillinge“<br />

„Freiburger Bierle - Naturtrübes<br />

Helles“ und „Freiburger Bierle<br />

- Naturtrübes Helles Alkoholfrei“.<br />

Dass die Vermarktung hierzu von der<br />

„machn GmbH“ ebenfalls professionell<br />

erfolgt, versteht sich von selbst.<br />

Denn schließlich war und ist es das<br />

Ziel dieser vielversprechenden Zusammenarbeit,<br />

im hart umkämpften<br />

Biermarkt mit einer Familienbrauerei<br />

auch heutzutage noch eine starke<br />

und erfolgreiche Nische zu besetzen.<br />

Und so setzt die visuelle Werbung zu<br />

progressiv-modernen Rockklängen<br />

und dem Textausschnitt „I don’t<br />

want to know, how the story goes“<br />

zum „Freiburger Bierle“ auf eine<br />

junge und junggebliebene, aktive,<br />

fröhliche und multikulturelle Klientel,<br />

die nicht nur das Leben genießt, sondern<br />

auch das „Freiburger Bierle.“<br />

Und dabei bleibt es der Fantasie<br />

– und eben auch eigenen Präferenz<br />

des Betrachters – überlassen, ob er<br />

sich beim Ansehen des Video-Clips<br />

mit der Variante mit oder der ohne<br />

Alkohol identifiziert.<br />

Die Parität von „normalem“<br />

und alkoholfreiem Bier<br />

Nun ist die Erfindung von alkoholfreiem<br />

Bier und deren werbliche<br />

Präsentation gewiss nichts Neues.<br />

Aber der Doppeleffekt, man kann<br />

es auch einen Spagat nennen, mit<br />

welcher Selbstverständlichkeit beide<br />

Sparten gleichauf bedient werden,<br />

erreicht in dieser Narration von Ganter<br />

und „machn“ eine augenscheinliche<br />

Perfektion, die Authentizität<br />

ausstrahlt und beide Varianten eben<br />

auf Augenhöhe präsentiert. Das<br />

wirkt bei aller ausstrahlenden Leichtigkeit<br />

stark, minutiös durchdacht,<br />

überzeugend, und es nimmt somit<br />

nicht Wunder, dass diese Kreation<br />

folglich mit dem begehrten Freiburger<br />

Innovationspreis ausgezeichnet<br />

worden ist. Hier wird der teilweise<br />

Wechsel im Konsumverhalten von<br />

alkoholhaltigem zu alkoholfreiem<br />

Bier als Herausforderung ohne Klage<br />

angenommen. Und somit wird hier<br />

auch die Zukunft mit allen verfügbaren<br />

Bierbrauer- und Designerhänden<br />

fröhlich und mutmachend angepackt.<br />

Ganz im Sinne des berühmten<br />

Spruchs des englischen Philosophen<br />

Sir Karl Popper: „Alles Leben ist<br />

Problemlösen“. Eine Message vom<br />

Neuentwurf, die somit ihre positive<br />

Botschaft überzeugend auch auf den<br />

Verbraucher ausstrahlt. Eine Win-<br />

Win-Situation, die zudem auch dadurch<br />

möglich wurde, dass Analyse<br />

© AdobeStock


und Beratung der Agentur „machn“<br />

zu 54,5 Prozent durch den Z.R.S.,<br />

den „Zufkunfts.Raum.Schwazwald“<br />

gefördert werden konnte. Und auch<br />

nach der Markteinführung des „Freiburger<br />

Bierle“ geht die Kooperation<br />

von Ganter und „machn“ erfolgreich<br />

weiter. Somit werden Transformation<br />

und Zukunftsorientierung bei der<br />

Familienbrauerei Ganter weiterhin<br />

gewährleistet.<br />

Zukunfts.Raum.Schwarzwald<br />

Was ist nun genau unter dem Label<br />

„Zukunfts.Raum.Schwarzwald“ zu<br />

verstehen? Z.R.S. hat sich das Ziel<br />

gesetzt, die Innovationsleistung von<br />

kleinen und mittleren Unternehmen<br />

(KMU) durch die Förderung eines<br />

strukturierten und bedarfsbezogenen<br />

Wissens- und <strong>Technologie</strong>transfers<br />

zu vergrößern. Folglich wird<br />

durch das Projekt Z.R.S. ein wichtiger<br />

Beitrag geleistet, um damit die<br />

Innovationsfähigkeit in der Region<br />

Südlicher Oberrhein / Hochrhein zu<br />

stärken. Mit dieser Kooperation traf<br />

Ganter also voll ins Schwarze und die<br />

innovative Tatkraft zeigt sich unter<br />

anderem auch im Jubiläumsvideo, bei<br />

dem der Ganter-Slogan „Ein flüssiges<br />

Stück Freiburg“ so trefflich umgesetzt<br />

wurde. Hierbei kam die Schützenhilfe<br />

„von ganz oben“, weil im<br />

„160-Jahre-Ganter-Jubiläums-Clip“<br />

unter anderem auch der zu dieser<br />

Zeit amtierende Oberbürgermeister<br />

Martin Horn auftritt und eine der drei<br />

herausragenden Eigenschaften des<br />

Freiburger Ganter Bieres hervorhebt:<br />

nämlich dass Ganter eben „regional“<br />

ist und es sich nicht um einen quasi<br />

anonym-wirkenden überregionalen<br />

Bier-Groß-Konzern handelt. Zum Heimat-<br />

und Identitätsstiftenden Merkmal<br />

der Regionalität kommen dann<br />

noch die Stichworte „Nachhaltigkeit“<br />

und „familiär“ hinzu. Und auch auf<br />

„tierische Unterstützung“ kann das<br />

Unternehmen schon länger zählen.<br />

Ein weiteres Erkennungsmerkmal der<br />

Ganter-Biere wurde bereits 1911 zum<br />

Wahrzeichen: der Greif.<br />

Für ein gutes (Betriebs-)Klima<br />

Auch das Stichwort „Nachhaltigkeit“<br />

ist bei Ganter kein schmuckes<br />

„Accessoire“, denn die engagierte<br />

Brauerei arbeitet bereits an verschiedenen<br />

Maßnahmen, um Umwelt<br />

und Klima verstärkt zu schützen.<br />

Und so nennt Ganter die folgenden<br />

Klimaziele: Alliance for Water Stewardship<br />

(AWS), Klimaneutralität<br />

wird bis zum Jahr 2030 angestrebt,<br />

seit 2023 der Wechsel auf Ökostrom,<br />

Einsparung von CO 2<br />

durch eine neue<br />

Photovoltaik-Anlage, Umstellung auf<br />

LED-Beleuchtung am Logistikstandort,<br />

Installation eines neuen Dampfkessels<br />

sowie die Inbetriebnahme<br />

einer Wärmepumpe. Ebenso werden<br />

die Mitarbeiter in die Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />

eingebunden – wie<br />

etwa mit einem Job-Rad oder der<br />

Initiative des Stadtradelns. Natürlich<br />

kümmert sich Ganter auch um eine<br />

möglichst große Verbreitung im Vertrieb<br />

ihrer Biere. Folglich können die<br />

gesamten Freiburger Ganter Biere<br />

und Produkte nicht nur vor Ort in der<br />

„Freiburger Bier Quelle“ stationär<br />

gekauft werden, sondern auch im<br />

Brauerei Ganter Online-Shop geordert<br />

werden – inklusive reizvoll-kreativer<br />

und stilvoller Artikel wie etwa<br />

die Vesperbox mit Holzdeckel, Göffel<br />

und praktischem Verschlussband<br />

– oder die doppelwandige Vakuum-<br />

Trinkflasche in Holzoptik, die zu<br />

100% dicht ist und einen einfachen<br />

Transport des Lieblingsgetränkes für<br />

unterwegs ermöglicht.<br />

Derlei Innovationskraft und Optimismus<br />

macht – auch in krisengebeutelten<br />

Zeiten – berechtigte Hoffnung<br />

auf die Zukunft. Auch hier gilt ein<br />

Satz von Karl Popper: „Die Zukunft<br />

hängt von uns selbst ab, und wir sind<br />

von keiner historischen Notwendigkeit<br />

abhängig.“<br />

<br />

Dr. B. Sch.<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 39


ROH- UND INHALTSSTOFFE | <strong>Getränke</strong>trends<br />

EISTEE ZWISCHEN TRADITION UND TREND<br />

Getränk mit „eiskalter“ Geschichte<br />

Als europäischer Pionier produziert ihn die Hermann Pfanner <strong>Getränke</strong> GmbH aus<br />

Lauterach/Vorarlberg seit über 30 Jahren. Marken wie Granini – mit der berühmten<br />

Grübchen-Flasche – haben ihn inzwischen mit Erfolg für sich entdeckt, und dieses Jahr ist<br />

das Selbermachen nun voll im Trend! Eistee, der, ausgehend von den USA, sogar am 10.<br />

Juni seinen eigenen internationalen Jahrestag verbuchen kann, erfreut sich hierzulande<br />

immer größerer Beliebtheit. Tatsächlich ist – passend zur warmen Jahreszeit – der<br />

„National Iced Tea Day“ deshalb auch langsam in Deutschland ein Thema und wird von<br />

den <strong>Marketing</strong>abteilungen der betreffenden <strong>Getränke</strong>firmen gerne „bespielt“.<br />

der heute noch im Re-Print erhältliche<br />

Kochbuch-Klassiker „Housekeeping<br />

in Old Virginia – Containing Contributions<br />

From Two Hundred and Fifty<br />

Of Virginias Noted Housewives“ im<br />

Jahr 1879 das erste Eistee-Rezept<br />

veröffentlicht. Diese klassische<br />

Rezepte-Sammlung wurde damals<br />

von Marion Cabell Tyree herausgegeben<br />

und nahm Einfluss auf die<br />

Tradition des „Housekeepings“ und<br />

offensichtlich auch auf die Entwicklung<br />

des Eistees. Allerdings gibt es als<br />

weitere Quelle in Boston auch „Mrs.<br />

Lincoln’s Boston Cook Book: What to<br />

Do and What Not to Do in Cooking“<br />

von D.A. Lincoln, in der ebenfalls ein<br />

Eistee-Rezept veröffentlicht worden<br />

war. Damit dürfte sich der Eistee in<br />

den USA in verschiedenen Gebieten<br />

im 19. Jahrhundert einer überregionalen<br />

Beliebtheit erfreut haben. Was<br />

sich dabei aber herauskristallisiert,<br />

ist, dass aufgrund der größeren<br />

Verfügbarkeit der Grüne und nicht er<br />

heute übliche Schwarze Tee die Basis<br />

für den Ice Tea bildete.<br />

Weltausstellung und Adelstitel<br />

von der Queen<br />

©AdobeStock<br />

Amerikanische Wurzeln<br />

In der Tat können immer mehr Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher dem<br />

eigentlich traditionellen Heißgetränk<br />

auch als erftrischendes Kaltgetränk<br />

etwas abgewinnen. – und das nicht<br />

nur im Sommer. Abgepackt im<br />

praktischen Verbundkarton, lässt er<br />

sich auch einfach für unterwegs mitnehmen.<br />

Und: der früher klassische<br />

Schwarztee mit Zitrone und Zucker<br />

wird mittlerweile von allerlei fantasievollen<br />

Eis-Tee-Ideen flankiert.<br />

Dass der „National Iced Tea Day“<br />

ursprünglich mit den USA verbunden<br />

war, ist nicht verwunderlich, denn in<br />

den Vereinigten Staaten von Amerika<br />

werden auch die Wurzeln dieses Getränks<br />

verortet. Nach den bisherigen<br />

Erkenntnissen lässt sich die Entwicklung<br />

des Eistees in die Südstaaten der<br />

USA zurückverfolgen. Demnach hat<br />

Der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter<br />

des Eistees wird dann 1904 dem<br />

Engländer Richard Blechynden zugeschrieben.<br />

Der Teeplantagenbesitzer<br />

Blechynden hat bei der Weltausstellung<br />

1904 in St. Louis, Missouri,<br />

dem Eistee durch seine engagierte<br />

Promotion zur weiteren Beliebtheit<br />

verholfen. Da die damalige Weltausstellung<br />

in St. Louis von erdrückender<br />

Hitze begleitet worden war,<br />

kam Blechynden auf die Idee, vom<br />

wenig gefragten heißen Tee auf die<br />

Kalt-Variante auszuweichen. Dieser<br />

40 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


Popularitätsschub ebnete den Weg<br />

für das wachsende Interesse an der<br />

Kaltvariation. Die klassische Version<br />

mit Schwarztee, Zitrone und Zucker<br />

hatte sich damit endgültig auf den<br />

erfolgreichen Eis-Tee-Weg begeben.<br />

Sir Thomas Lipton<br />

Ein weiterer Name, der beim Stichwort<br />

Eistee in aller Munde ist und<br />

auch in der Geschichte des Eistees<br />

eine tragende Rolle spielte, ist die<br />

des Händlers Thomas Lipton, der<br />

Begründer der bekannten Teemarke<br />

Lipton. Lipton wird auch die historische<br />

Rolle der „Demokratisierung des<br />

Tees“ zugesprochen, durch die der<br />

Tee wegkam von dem Image, nur ein<br />

Getränk des Adels zu sein und stattdessen<br />

durch seine Geschäftspolitik<br />

für alle erschwinglich werden sollte.<br />

Und so wurde im Jahr 1893 von Thomas<br />

Lipton die „Thomas J Lipton Co.“<br />

mit ihrem Hauptsitz in New Jersey<br />

gegründet. Aufgrund seiner Erfolge<br />

wurde er dann 1898 im Alter von 48<br />

Jahren von der Queen Victoria zur<br />

Sir Thomas Lipton geadelt - 27 Jahre<br />

nachdem er 1871 sein erstes Geschäft<br />

in Glasgow, im Vereinigten Königreich,<br />

eröffnet hatte. Sein Talent als<br />

Entertainer und Vermarkter hatte ihn<br />

also auf all die überaus erfolgreichen<br />

Bahnen geführt, bevor Lipton 1931<br />

mit 81 Jahren verstarb. Auch Lipton<br />

wurde folglich von Blechyndens Initiative<br />

auf der Weltausstellung 1904<br />

auf den noch weithin unbekannten<br />

Eistee aufmerksam und das ebnete<br />

den Weg für den bis heute allseits beliebten<br />

Lipton Ice Tea. Infolgedessen<br />

gab 1964 die Einführung der Lipton<br />

Ice Tea Mischung in Pulverform einen<br />

weiteren Popularitätsschub. Denn<br />

Message und Handling wurden damit<br />

klar und einfach. Und so kam diese<br />

neue Revolution des Ice Teas 1975<br />

auch in Europa auf den Markt. Heute<br />

kann Lipton auf seine stolze Entwicklung<br />

zurückblicken, in dem Wissen,<br />

weltweit die Nummer eins unter den<br />

Teemarken erreicht zu haben.<br />

Angekommen in der<br />

Gegenwart<br />

Unter dem Slogan „Folge uns auf<br />

die Sonnenseite“ ist Lipton Anno<br />

<strong>2026</strong> nicht nur in den verschiedenen<br />

Sozialen Medien für all seine Fans zu<br />

finden. Der noch unschlüssige Eistee-<br />

Enthusiast kann auf der peppig-bunten<br />

und ansprechenden Website auch<br />

gleich einen Test machen, zu welcher<br />

„Lipton-Eistee-Sorte“ er wohl am<br />

besten „passt“. Und tatsächlich werden<br />

im Multiple-Choice-Verfahren<br />

verschiedene Alltags-Szenarien vorgeschlagen,<br />

für dessen spezifische<br />

Reaktion der Befragte sich interaktiv<br />

entscheiden muss. Unter der Rubrik<br />

„Finde Dein Match“, kann jeder<br />

Interessierte virtuell am Ende seine<br />

Lieblingssorte herausfinden. So kann<br />

etwa das Ergebnis auf den „Lipton<br />

Ice Tea Erdbeere Geschmack“ fallen,<br />

der insofern auch an die Anfänge<br />

des Eistees erinnert, da er mit dem<br />

Extrakt aus Grüntee hergestellt wird.<br />

Tatsächlich setzen sich die Ingredienzien<br />

wie folgt zusammen: Wasser,<br />

Zucker, Fruktose, Säuerungsmittel<br />

(Äpfelsäure, Citronensäure), Grüner-<br />

Tee-Extrakt (0,12%), Erdbeersaft aus<br />

Erdbeersaftkonzentrat (0,1%), Aromen,<br />

Säureregulator Trinatriumcitrat,<br />

Antioxidationsmittel Ascorbinsäure<br />

sowie das Süßungsmittel Steviolglycoside<br />

aus Stevia. Das Getränk<br />

dieser Sorte enthält 2,2 g Zucker<br />

pro 100 ml. Wer dagegen eine der<br />

Zero-Varianten ohne Zucker von<br />

Lipton probieren möchte, kann dies<br />

etwa mit „Lipton Ice Tea Pfirsich Zero<br />

Geschmack“ oder „Ice Tea Mango<br />

Zero Geschmack“, bei „Zero Zucker,<br />

100 % Geschmack“. Dabei zeigt<br />

sich der Blick auf die Zutatenliste<br />

wie folgt: Wasser, Säuerungsmittel<br />

(Citronensäure, Äpfelsäure), Grüner<br />

Tee-Extrakt (0,12%), Mangosaft<br />

aus Mangosaftkonzentrat (0,1%),<br />

Säureregulator Trinatriumcitrat,<br />

Aromen, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure,<br />

Süßungsmittel (Sucralose,<br />

Acesulfam-K). Und auch hier<br />

wird klar: Grüner-Tee-Extrakt bildet<br />

ebenfalls die Grundlage des leckeren<br />

Teegetränks.<br />

Gewichtige Aufsteiger<br />

Im Vergleich zu diesen weit zurückreichenden<br />

Wurzeln im Bereich<br />

des Eis-Tees, handelt es sich bei<br />

der Elephant Bay GmbH aus Stuttgart,<br />

die 2015 gegründet wurde,<br />

um einen „Newcomer“ in diesem<br />

Business. Und doch zeigt sich dieser<br />

<strong>Getränke</strong>hersteller – gleich seinem<br />

Wappentier – mit seinem Sortiment<br />

als gewichtig auf dem Markt. Spezialisiert<br />

auf Erfrischungsgetränke – mit<br />

neun Eistees, sechs Limonaden und<br />

drei Colas im Sortiment – setzen<br />

die Macher bei den „Elephant Bay<br />

Eistees“ auf eine Geschmacksexplosion<br />

der Sinne. So vereint die Sorte<br />

„Elephant Bay Eistee Passionfruit“<br />

folgende vielversprechende Zutaten:<br />

Wasser, Zucker, Blütenhonig,<br />

Grüntee-Extrakt, Säuerungsmittel<br />

Zitronensäure, Antioxidationsmittel<br />

Ascorbinsäure, natürliches Aroma<br />

sowie Ginsengextrakt. Tatsächlich<br />

stehen sowohl heimische Geschmacksrichtungen<br />

wie „Cherry“<br />

oder „Blueberry“ ebenso auf dem<br />

Programm wie exotische Sorten à la<br />

„Mango Pineapple“ oder „Pomegranate“.<br />

Wobei „Mango Pineapple“<br />

aus den Zutaten von Wasser, Zucker,<br />

Tee-Extrakt, Säuerungsmittel<br />

Citronensäure, Aroma, Antioxidationsmittel<br />

Ascorbinsäure hergestellt<br />

wird und – da kein ausschließlicher<br />

Grüntee-Extrakt zugrunde liegt –<br />

von den Inhaltsstoffen her auch bei<br />

der Tee-Basis eine Variation bietet.<br />

Dass Elephant Bay geschmacklich zu<br />

überzeugen weiß und auch marketingtechnisch<br />

zukunftsorientiert aufgestellt<br />

ist, zeigt sich zudem daran,<br />

dass das Unternehmen mit seiner<br />

breiten Produkt-Range gleich zu<br />

Beginn dieses Jahres Partner der 38.<br />

European Film Awards war, die am<br />

17. Januar in Berlin stattfanden. Ein<br />

starkes Signal – auch für das Trendgetränk<br />

Eistee – gleich zu Beginn des<br />

Jahres.<br />

Klar ist: Eistee und Ice Tea, egal ob<br />

als fertiges Getränk, in Granulat-,<br />

Pulver- oder Drop-Form, wird aufgrund<br />

des Klimawandels und der<br />

zunehmenden Erderwärmung in<br />

Zukunft sicherlich noch viel mehr in<br />

aller Munde sein.<br />

<br />

Dr. B. Sch.<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 41


ROH- UND INHALTSSTOFFE | <strong>Getränke</strong>trends<br />

ACEROLA: DIE BESONDERE „KIRSCHE“<br />

Klein, aber im Vitamingehalt<br />

ganz groß<br />

Eine Geschmacks- und Vitaminbombe ist die kleine Acerolafrucht. In vielen Märkten wird sie<br />

als frische Frucht verzehrt, bei uns ist sie insbesondere als Grundlage für Säfte, Mocktails,<br />

Smoothies und andere <strong>Getränke</strong> beliebt – dank ihres frischen spritzigen Geschmacks und<br />

ihrer natürlichen Farbe. Zudem wird die Acerolakirsche als Superfood geschätzt. Sie hat einen<br />

hohen Vitamin C-Gehalt und somit immunstärkende, antioxidative Eigenschaften.<br />

Das Import Promotion Desk (IPD)<br />

hat viele Produzenten exotischer<br />

Fruchtpulpen im Programm. Neu im<br />

IPD-Programm ist das Unternehmen<br />

„Fazenda Bella“, das Acerolapulpen<br />

herstellt. Die Initiative zur Importförderung,<br />

ein Projekt des Bundesministeriums<br />

für wirtschaftliche<br />

Zusammenarbeit und Entwicklung<br />

(BMZ), vernetzt Produzenten aus<br />

Entwicklungs- und Schwellenländern<br />

mit europäischen Einkäufern.<br />

Nicht mit der heimischen<br />

Kirsche verwandt<br />

Acerolafrüchte ähneln Kirschen und<br />

werden oft als solche bezeichnet.<br />

Weitere Namen für die Acerolafrucht<br />

sind: Ahorn-, Barbados- oder<br />

Puerto-Rico-Kirsche. Sie ist aber<br />

nicht mit unseren heimischen Süßoder<br />

Sauerkirschen verwandt. Die<br />

Acerolafrüchte wachsen an einem<br />

Strauch (Malpighia glabra), der<br />

aus der Familie der Malpighiengewächse<br />

stammt. Die Pflanze<br />

gedeiht im feuchten, subtropischen<br />

Klima und kommt vor allem in<br />

Süd- und Mittelamerika vor. „In der<br />

brasilianischen Region Bahia, wo<br />

das IPD-Unternehmen „Fazenda<br />

Bella“ angesiedelt ist, findet der<br />

Acerolastrauch ideale Klima- und<br />

Bodenbedingungen“, sagt Dorra<br />

Zairi, IPD Expertin für Natürliche Zutaten.<br />

Bis zu viermal jährlich können<br />

die Früchte geerntet werden.<br />

Die zwei bis drei Zentimeter großen,<br />

rotglänzenden Steinfrüchte haben<br />

eine sehr dünne Schale und sind sehr<br />

empfindlich. Daher werden selten<br />

frische Acerolafrüchte aus Süd- und<br />

Mittelamerika angeboten. Für den Export<br />

werden die Acerolafrüchte meist<br />

getrocknet oder zu Saft, Pulver und<br />

Pulpen verarbeitet. „Fazenda Bella“<br />

stellt TK-Fruchtpulpen her.<br />

Saftige Frucht<br />

Die Schale der Acerolafrucht ist<br />

dünn und ihr Fruchtfleisch sehr<br />

saftig. So eignet sich Acerola sehr<br />

gut für die Zubereitung von Säften.<br />

Der Saft ist fruchtig und säuerlich,<br />

nicht süß. Man schmeckt den hohen<br />

Vitamin C-Gehalt.<br />

Aufgrund des intensiven Geschmacks<br />

wird er selten pur getrunken und oft<br />

als Zutat von Saftmischungen, Mix-<br />

<strong>Getränke</strong>n und Smoothies verwendet.<br />

Der Fruchtsaft verleiht dem Getränk<br />

eine spritzige und frische Note. Oft<br />

werden Orangen- und Acerolasaft<br />

gemischt. Kombinationen mit Apfelund<br />

Mangosaft sind ebenfalls beliebt.<br />

Und auch in Smoothies werden Saft<br />

bzw. Pulpen gern verwendet. Zudem<br />

wird der Saft für seine intensive Farbe<br />

geschätzt. Der rötliche Saft bringt<br />

Farbe ins Glas. „Nicht nur in <strong>Getränke</strong>n<br />

wird Acerola genutzt, die Früchte<br />

bzw. das Püree finden auch bereits<br />

Eingang in Rezepturen von Milchprodukten<br />

und Backwaren“, so Dorra<br />

Zairi vom IPD.<br />

Vitamine, sekundäre<br />

Pflanzenstoffe und<br />

Antioxidantien<br />

Acerola gehört zu den besten natürlichen<br />

Vitamin C-Quellen. In 100<br />

Gramm Acerolafrüchten stecken rund<br />

1.700 Milligramm Vitamin C. Dagegen<br />

kommt eine Zitrone nur etwa auf<br />

50 Milligramm Vitamin C. Weitere<br />

Vitamine und Mineralien sind enthalten.<br />

Neben Vitamin C sind es die<br />

Vitamine A, B1, B2, B6 und Vitamin E.<br />

An Mineralstoffen sind Kalzium, Kalium,<br />

Magnesium und Phosphor zu<br />

nennen. Hinzukommen sekundäre<br />

Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel<br />

Pektine, Carotinoide und Flavonoide,<br />

sowie Antioxidantien.<br />

Aufgrund des Vitamin C-Gehalts<br />

stärken Acerolafrüchte das Immunsystem<br />

und die hohe Konzentration<br />

an Antioxidantien schützt den Körper<br />

vor freien Radikalen, die zur Entstehung<br />

von chronischen Krankheiten,<br />

wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,<br />

beitragen können. Zudem haben die<br />

Antioxidantien eine entzündungshemmende<br />

Wirkung.<br />

„Aufgrund der gesundheitlichen<br />

Eigenschaften eignen sich Acerolafrüchte<br />

auch optimal als Zutat für<br />

Wellness-<strong>Getränke</strong> und für Sportlerernährung“,<br />

sagt Dorra Zairi.<br />

Verarbeitung von<br />

Acerolafrüchten<br />

Aufgrund ihrer Empfindlichkeit und<br />

ihrem Manko, dass sie schnell verderben,<br />

müssen die Früchte direkt nach<br />

der Ernte verarbeitet werden. Das<br />

IPD-Unternehmen „Fazenda Bella“<br />

entkernt die Früchte und stellt aus ihnen<br />

Fruchtpulpen in Bio-Qualität her.<br />

„Wir wenden auf unseren mehr als<br />

40 Hektar Fläche ökologische und<br />

regenerative Anbaumethoden an<br />

und tragen so zur Wiederherstellung<br />

der Böden im Caatinga-Biom in der<br />

Bahia-Region bei“, sagt Izabella Dantas,<br />

Geschäftsführerin von „Fazenda<br />

Bella“. „Unsere Acerolafrüchte zeichnen<br />

sich daher durch eine hohe Nährstoffqualität<br />

und eine starke Nachhaltigkeitsgeschichte<br />

aus.“<br />

Mehr Informationen<br />

www.importpromotiondesk.de<br />

42 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>


BEZUGSQUELLEN-VERZEICHNIS | Produkte, <strong>Technologie</strong>n und Dienstleistungen<br />

<strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />

Institute | Organisationen | Verbände<br />

Partyfässer<br />

Die Dr. Harnisch Publikations App<br />

mit E-Paper unserer Fachzeitschriften,<br />

kostenlos für mobile Endgeräte<br />

www.getraenke-tm.de<br />

Die deutschen Brauer<br />

Deutscher Brauer-Bund e.V.<br />

Neustädtische Kirchstraße 7a | 10117 Berlin<br />

www.brauer-bund.de<br />

Pumpen<br />

Ihr kompetenter Partner in allen<br />

Pumpenbereichen seit 1954<br />

Hygienekonzepte<br />

Deutsches Verpackungsinstitut e.V. (dvi)<br />

Kunzendorstr. 19 | 14165 Berlin<br />

www.verpackung.org<br />

PUMPEN-CENTER „SKM“ GmbH<br />

Hüttenstr. 8 | 65201 Wiesbaden<br />

info@pumpen-center.de | www.pumpen-center.de<br />

Deutsches Weininstitut GmbH (DWI)<br />

Platz des Weines 2 | 5294 Bodenheim<br />

www.deutscheweine.de<br />

Pumpen<br />

für die Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>industrie<br />

Dr. JESSBERGER GmbH<br />

Jägerweg 5 | 85521 Ottobrunn<br />

info@jesspumpen.de |<br />

Institute | Organisationen | Verbände<br />

Alter Hellweg 46 | 44379 Dortmund<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Schmierstoffe | Instandhaltung<br />

Bundesverband der<br />

Deutschen Spirituosen-Industrie<br />

und -Importeure e. V.<br />

Pfaffenweg 15 | 53227 Bonn<br />

www.spirituosen-verband.de<br />

Verband der deutschen<br />

Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF)<br />

Mainzer Str. 253 | 53179 Bonn<br />

Telefon +49 (0) 228-95 46 00<br />

info@fruchtsaft.de<br />

www.fruchtsaft.net<br />

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V.<br />

Godesberger Allee 142-148 | 53175 Bonn<br />

www.fei-bonn.de<br />

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.<br />

Lyoner Str. 18 | 60528 Frankfurt<br />

Telefon +49 (0) 69 66 03 0<br />

www.vdma.org<br />

Wasseraufbereitung<br />

Spezialschmierstoffe<br />

für die Lebensmittelindustrie<br />

NSF-H1 gelistet<br />

Bremer & Leguil GmbH<br />

Am Burgacker 30-42<br />

D-47051 Duisburg<br />

Tel. +49 (0) 203 99 23-0<br />

Fax +49 (0) 203 259 01<br />

E-Mail: info@bremer-leguil.de<br />

Internet: www.bremer-leguil.de<br />

Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.<br />

Kennedyallee 28 | 53175 Bonn<br />

www.vdm-bonn.de<br />

Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei<br />

in Berlin e.V.<br />

Seestraße 13 | 13353 Berlin<br />

www.vlb-berlin.org<br />

Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie <strong>Getränke</strong> e. V.<br />

Monbijouplatz 11 | 10178 Berlin<br />

www.wafg.de<br />

<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 43

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