Getränke! Technologie & Marketing 2/2026
Getränke! Technologie & Marketing - Fachzeitschrift für die Getränkeindustrie - Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte der industriellen Getränkeherstellung im deutschsprachigen Raum. Wir berichten mit praxis orientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material. Die Leser sind Führungskräfte der Firmen der Getränke industrie mit mehr als 20 Beschäftigten im deutschsprachigen Raum. Diese Unternehmen und ihre Entscheidungsträger sind Geschäftsführer, Betriebsleiter, Braumeister, Leiter der F + E, Produktion, Qualitäts kontrolle, Kaufmännische Leitung, Marketing, in Brauereien, Mineralbrunnen, Molkereien, Wein- und Sektkellereien sowie Entscheidungsträger im Getränkegroßhandel, der Logistik und Zulieferer.
Getränke! Technologie & Marketing - Fachzeitschrift für die Getränkeindustrie - Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte der industriellen Getränkeherstellung im deutschsprachigen Raum. Wir berichten mit praxis orientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material. Die Leser sind Führungskräfte der Firmen der Getränke industrie mit mehr als 20 Beschäftigten im deutschsprachigen Raum. Diese Unternehmen und ihre Entscheidungsträger sind Geschäftsführer, Betriebsleiter, Braumeister, Leiter der F + E, Produktion, Qualitäts kontrolle, Kaufmännische Leitung, Marketing, in Brauereien, Mineralbrunnen, Molkereien, Wein- und Sektkellereien sowie Entscheidungsträger im Getränkegroßhandel, der Logistik und Zulieferer.
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
31. Jahrgang | ISSN 1431-4428 | B42034<br />
www.getraenke-tm.de<br />
TECHNOLOGIE & MARKETING 2 | <strong>2026</strong><br />
■ BRANCHEN REPORT Echtzeit-KI revolutioniert <strong>Getränke</strong>logistik<br />
■ IM FOKUS Prozess- und Verpackungstechnik / interpack <strong>2026</strong><br />
■ ROH- UND INHALTSSTOFFE Acerola: Klein, aber im Vitamingehalt ganz groß<br />
Anzeige<br />
AUTOMATISIERUNG IM GLEICHKLANG<br />
Nachhaltige Sekundärverpackung für Dosen und Flaschen
Transformation<br />
mit Substanz<br />
Marta Bletek-Gonzalez<br />
Verehrte Leserinnen und Leser,<br />
Die <strong>Getränke</strong>industrie steht unter Druck – und<br />
zugleich vor großen Chancen. Steigende Anforderungen<br />
an Nachhaltigkeit, verändertes<br />
Konsumverhalten und der zunehmende Kostendruck<br />
zwingen Hersteller dazu, Prozesse<br />
neu zu denken und <strong>Technologie</strong>n konsequent<br />
weiterzuentwickeln.<br />
OAT BARISTA<br />
DIE HAFERZUTAT<br />
FÜR BARISTAS<br />
Ein zentrales Thema dieser Ausgabe ist die Transformation entlang der gesamten<br />
Wertschöpfungskette. Von nachhaltigen Sekundärverpackungen über Leichtbaukonzepte<br />
bis hin zu innovativen Mehrweglösungen zeigt sich: Effizienz und<br />
Ressourcenschonung sind längst keine Gegensätze mehr, sondern bedingen<br />
einander. Die interpack <strong>2026</strong> wird diese Entwicklungen als internationale Leitmesse<br />
erneut bündeln und Impulse für die Branche setzen.<br />
Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung weiter an Dynamik. Digitale Zwillinge und<br />
KI-gestützte Systeme eröffnen neue Möglichkeiten, Lieferketten in Echtzeit zu<br />
steuern und Produktionsprozesse vorausschauend zu optimieren. Auch in der Instandhaltung<br />
zeigt sich der Wandel: Mobile Anwendungen ersetzen zunehmend<br />
papierbasierte Abläufe und sorgen für mehr Transparenz und Prozesssicherheit.<br />
Technologische Innovationen – etwa in der Automatisierung, Robotik oder Prozesstechnik<br />
– tragen zusätzlich dazu bei, Effizienzpotenziale zu heben und gleichzeitig<br />
höchste Qualitäts- und Hygienestandards zu sichern.<br />
Doch neben aller Technik bleibt auch der Markt in Bewegung. Der Trend zu alkoholfreien<br />
<strong>Getränke</strong>n, funktionellen Inhaltsstoffen und neuen Geschmackswelten<br />
verändert das Portfolio vieler Hersteller. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass gerade<br />
die Kombination aus Tradition, Innovationsbereitschaft und gezielter Positionierung<br />
neue Perspektiven eröffnet.<br />
Diese Ausgabe gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen, zeigt konkrete Lösungsansätze<br />
aus der Praxis und wirft einen Blick auf die Trends, die die Branche<br />
in den kommenden Jahren prägen werden.<br />
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.<br />
Mit den besten Grüßen,<br />
Marta Bletek-Gonzalez und das gesamte Team<br />
der <strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 3
9<br />
27 40<br />
Inhalt<br />
Anzeige<br />
TITELTHEMA<br />
NACHHALTIGE SEKUNDÄRVERPACKUNG FÜR DOSEN UND FLASCHEN 6<br />
Automatisierung im Gleichklang: effizient und präzise<br />
www.sew-eurodrive.de<br />
IM FOKUS | Prozess- und Verpackungstechnik<br />
interpack <strong>2026</strong> 20<br />
<strong>Getränke</strong>verpackungen werden Leichtgewichte<br />
MESSEVORSCHAU 22<br />
BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />
DIGITALE ZWILLINGE OPTIMIEREN LIEFERKETTEN IN DER GETRÄNKEINDUSTRIE 9<br />
Echtzeit-KI revolutioniert <strong>Getränke</strong>logistik<br />
SO HELFEN SMARTPHONE UND APP BEI DER WARTUNG 12<br />
Alles klar an der Abfüllanlage<br />
BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />
GEA ERRICHTET NEUE GROSSMISCHANLAGE FÜR AROMENPRODUKTION BEI SYMRISE 14<br />
Aromenproduktion erweitert<br />
BRANCHEN REPORT | Robotik<br />
ABB-ROBOTER ERHÖHEN OUTPUT BEI CHINESISCHEM GETRÄNKEHERSTELLER 16<br />
Effizientere Milchtee-Produktion<br />
BRANCHEN REPORT | RFID-Kennzeichnung<br />
RFID OPTIMIERT REUSE-POOLLÖSUNGEN IN DER GETRÄNKELOGISTIK 18<br />
Der Mehrweg-Boost<br />
BRANCHEN REPORT | Steuerungstechnik<br />
SOFTWARE-BASIERTE STEUERUNG 35<br />
Soft PLC<br />
BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />
EFFIZIENTE TROCKNUNGSLÖSUNGEN FÜR FLASCHEN 36<br />
Weniger Druckluft, mehr Ersparnis<br />
BRANCHEN REPORT | Hygienic Design<br />
OBERFLÄCHENSCHUTZ NXD tupH ® VON NORD DRIVESYSTEMS 37<br />
Aluminium-Antriebe werden „tough“ gegen Reinigungschemikalien<br />
ein.blick<br />
Der Zukunft Raum geben<br />
ROH- UND INHALTSSTOFFE<br />
EISTEE ZWISCHEN TRADITION UND TREND 40<br />
Getränk mit „eiskalter“ Geschichte<br />
ACEROLA: DIE BESONDERE „KIRSCHE“ 42<br />
Klein, aber im Vitamingehalt ganz groß<br />
PRODUKTE, TECHNOLOGIEN UND DIENSTLEISTUNGEN 43<br />
Bild: SEW-Eurodrive<br />
IMPRESSUM<br />
ISSN 1431-4428<br />
<strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />
Verlag<br />
Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />
Eschenstraße 25 | D-90441 Nürnberg<br />
Tel.: +49 (0) 911 2018 - 0<br />
Fax: +49 (0) 911 2018 - 100<br />
www.getraenke-tm.de<br />
www.harnisch.com<br />
Geschäftsführung<br />
Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />
Benno Keller<br />
Redaktion<br />
Marta Bletek-Gonzalez<br />
Fachredaktion<br />
Ian Healey<br />
Roland Hensel<br />
Bert Pflüger<br />
Dr. Burkhard Schäfer<br />
Mediaberatung<br />
Thomas Mlynarik | D-A-CH<br />
Britta Steinberg | Ingredients<br />
Benjamin Costemend | Frankreich<br />
Steve Max | Nordamerika<br />
Technische Leitung<br />
Armin König<br />
Erscheinungsweise 5 x jährlich<br />
Bezugspreis<br />
Jahresabonnement | 5 Einzelausgaben<br />
Inland: € 62,- inkl. Porto, zzgl. MwSt.<br />
Ausland: € 67,- inkl. Porto<br />
Bankverbindung<br />
HypoVereinsbank AG Nürnberg<br />
IBAN: DE45 7602 0070 0000 6147 18<br />
Swift-Code: HYVEDEMM460<br />
Copyright © <strong>2026</strong><br />
Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />
Die Berichterstattung in der Fachzeitschrift unter liegt<br />
einer unabhängigen Redaktion. Unterzeichnete<br />
Bei trä ge entsprechen dabei nicht unbedingt der<br />
Meinung der Redaktionskonferenz.<br />
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei<br />
Personenbezeichnungen und personenbezogenen<br />
Hauptwörtern das generische Maskulinum verwendet.<br />
Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung<br />
grundsätzlich für alle Geschlechter. Die<br />
verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe<br />
und beinhaltet keine Wertung.<br />
4 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack<br />
PROCESSING & PACKAGING<br />
7 – 13 MAY <strong>2026</strong><br />
INTERPACK.DE<br />
PROCESSING & PACKAGING FOR BEVERAGES
TITELTHEMA | Automatisierung<br />
Von<br />
ANDREA BALSER<br />
Referentin Fachpresse,<br />
SEW-Eurodrive,<br />
Bruchsal<br />
Quelle:<br />
SEW-Eurodrive<br />
NACHHALTIGE SEKUNDÄRVERPACKUNG FÜR DOSEN UND FLASCHEN<br />
Automatisierung im Gleichklang:<br />
effizient und präzise<br />
Der EvoFilm Stretchpacker von Sidel nutzt die mechanischen Eigenschaften moderner<br />
Stretchfolien, um Packeinheiten mit definierter Spannung zu umreifen – ganz<br />
ohne thermischen Prozessschritt. Im Zentrum der Lösung steht der modulare<br />
Automatisierungsbaukasten Movi-C von SEW-Eurodrive.<br />
Video:<br />
SewEurodriveTV<br />
youtu.be/2SCrfuzmnjY<br />
Sekundärverpackungen stehen im<br />
Spannungsfeld zwischen Ressourceneffizienz,<br />
Produktschutz, Anlagenleistung<br />
und Markenauftritt.<br />
Klassische Schrumpfpacker sind bewährt,<br />
verlangen jedoch thermische<br />
Energie, zusätzliche Anlagenlänge<br />
für den Schrumpftunnel und aufwendige<br />
Abwärmeführung. Der in<br />
Parma ansässige Anlagenbauer Sidel<br />
hat deshalb eine energie-effiziente<br />
Verpackungsmaschine, den EvoFilm<br />
Stretchpacker entwickelt. Diese<br />
senkt den Energiebedarf signifikant,<br />
reduziert den Materialeinsatz und<br />
verkürzt die Linie, während Stabilität<br />
und optische Qualität der Verpackung<br />
erhalten bleiben.<br />
Beim Schrumpfverfahren wird die<br />
Folie erhitzt und zieht sich um das<br />
Produkt zusammen. Beim Stretchverfahren<br />
hingegen wird eine elastische<br />
Folie vorgereckt, spannungsgeführt<br />
appliziert und über die Gebindegeometrie<br />
so verteilt, dass eine<br />
dauerhafte, formschlüssige Haltekraft<br />
entsteht. Der Schrumpftunnel<br />
entfällt, was sich unmittelbar auf<br />
Energiebedarf, Anlagenlayout und<br />
Hallenklima auswirkt. Gleichzeitig<br />
erlaubt die gezielte Spannungseinbringung<br />
eine präzise Dosierung<br />
des Materials. In der Praxis reduziert<br />
sich der Folienverbrauch gegenüber<br />
konventionellen Schrumpflösungen<br />
um über 50 Prozent, der Energiebedarf<br />
sinkt um mehr als 90 Prozent.<br />
Da keine Hitze in das Produkt eingetragen<br />
wird, profitieren vor allem<br />
wärmesensible Inhalte. Die hohe<br />
Transparenz und Brillanz der Stretchfolie<br />
bleibt erhalten und unterstützt<br />
die Regalwirkung der Marke.<br />
Der EvoFilm Stretchpacker bietet etliche Vorteile: weniger Folie und Energie, mehr Platz und Einsparungen.<br />
Kompakt, modular,<br />
linienkompatibel<br />
Der EvoFilm Stretchpacker integriert<br />
alle für das Stretchverfahren relevanten<br />
Teilprozesse in einer kompakten<br />
Maschinenarchitektur: Zuführung und<br />
Gruppierung der Produkte, Folienabwicklung<br />
mit präziser Bahnführung,<br />
Applikation und Umreifung sowie<br />
die formstabile Übergabe an nachgelagerte<br />
Stationen wie Inspektion,<br />
Kennzeichnung oder Palettierung.<br />
Die modulare Anlage ist auf bis zu<br />
80 Verpackungseinheiten pro Minute<br />
ausgelegt und lässt sich flexibel in<br />
bestehende Linien integrieren. Durch<br />
den Verzicht auf den Schrumpftunnel<br />
wird wertvolle Produktionsfläche frei,<br />
die Linienführung vereinfacht sich und<br />
der Hardwarebedarf sinkt. Die Verpackung<br />
bleibt durch die Materialeigenschaften<br />
der Folie optisch brillant, was<br />
in konsumentennahen Märkten ein<br />
zusätzlicher Nutzen ist.<br />
Multipacks sicher bündeln<br />
Ihre Stärken spielt die Lösung bei<br />
Multipacks aus Dosen sowie PET und<br />
Glasflaschen aus. Unterschiedliche<br />
Formate, Oberflächen und Gewichte<br />
lassen sich prozessstabil führen,<br />
ohne dass thermische Einflüsse die<br />
Produktqualität beeinträchtigen.<br />
Auch in der Lebensmittelindustrie<br />
sowie bei Haushalts und Körperpflegeprodukten<br />
überzeugt der<br />
Stretchprozess, weil Stabilität, Transportrobustheit<br />
und Regalwirkung<br />
gleichermaßen gefordert sind. Besonders<br />
beim Gruppieren von Multipacks<br />
entlang komplexer Logistik<br />
und Supply-Chain-Anforderungen<br />
zahlt sich die präzise, wiederholgenaue<br />
Spannungseinbringung aus.<br />
6 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
SEW-EURODRIVE<br />
„Die langjährige Zusammenarbeit mit Sidel basiert auf gegenseitigem<br />
Vertrauen und wächst durch technologische Innovation, nachhaltige Produktion<br />
und höchste Qualität. Gemeinsam blicken wir in die Zukunft und entwickeln<br />
fortschrittliche Lösungen mit maximaler Zuverlässigkeit – abgestimmt<br />
auf die Anforderungen verschiedenster Marktsegmente im stetigen Wandel.<br />
Unsere Partnerschaft geht über <strong>Technologie</strong> hinaus: Sie ist Ausdruck einer<br />
gemeinsamen Vision von Exzellenz und eines gemeinsamen Wegs in eine<br />
nachhaltigere Zukunft – mit dem Anspruch, einen positiven, langfristigen<br />
Unterschied zu machen.“<br />
FABIO DALMONTE<br />
SEW-Eurodrive Italien<br />
Automatisierung als Enabler:<br />
Movi-C im Zentrum<br />
Die Automatisierung bildet das Rückgrat<br />
der Lösung. Sidel setzt auf den<br />
modularen Automatisierungsbaukasten<br />
Movi-C von SEW-Eurodrive – eine<br />
durchgängige Plattform von der Steuerung<br />
über zentrale und dezentrale<br />
Antriebe bis zu Applikationssoftware.<br />
Zehn Antriebe arbeiten hochsynchron<br />
zusammen und übernehmen die zentralen<br />
Teilprozesse: Gruppieren, geregelte<br />
Folienabwicklung, definierte<br />
Spannungseinbringung, Umreifung<br />
sowie das Handling und die präzise<br />
Übergabe an die nächste Station.<br />
Die Synchronität der Achsen ist die<br />
Voraussetzung dafür, dass Taktzeiten,<br />
Bahnprofile und Folienzugkräfte<br />
reproduzierbar eingehalten werden.<br />
Die Plattform deckt den kompletten<br />
Engineering-Prozess ab – von Vorstudien<br />
über Simulation und virtuelle<br />
Inbetriebnahme bis zur Serienimplementierung<br />
– und reduziert so Zeitund<br />
Projektrisiken.<br />
Antriebstechnik: Komponenten<br />
und Aufgaben<br />
Die Auswahl der Antriebstechnik folgt<br />
dem Grundsatz, Dynamik, Präzision<br />
und Effizienz zu vereinen. Spielfreie<br />
BS.F-Servogetriebe liefern bei Applikation<br />
und Umreifung wiederholgenaue<br />
Positionierqualität. Das dezentrale Antriebssystem<br />
Movigear performance<br />
reduziert Verkabelung und steigert<br />
die Energieeffizienz im Feld. Das kompakte<br />
Multi-Achs-System Movidrive<br />
modular stellt die Basis für schnelle,<br />
exakt geregelte Servobewegungen.<br />
Servomotoren der Baureihe CMP..<br />
kombinieren geringes Trägheitsmoment<br />
mit hoher Dynamik – ideal<br />
für kurze Takte. Alle Bewegungen<br />
werden vom Movi-C Controller UHX<br />
orchestriert, der Bahnprofile, Spannungsregelung,<br />
Produktwechsel, Zustandsüberwachung<br />
und Diagnosen<br />
zentral verfügbar macht. Intelligente<br />
Energierückspeisung und kompakte<br />
Schaltschranktechnik senken zusätzlich<br />
den Hardware und Energiebedarf.<br />
Prozessführung und<br />
Rezepturmanagement<br />
Das Herz des Stretchverfahrens ist<br />
die definierte Zugkrafterzeugung in<br />
der Folie. Die Folienabwicklung muss<br />
drehmoment- und bahngeführt erfolgen,<br />
die Applikationseinheit bringt die<br />
Zielspannung prozessstabil ein und die<br />
Packbildung stützt die Lastpfade so,<br />
dass keine lokalen Überdehnungen<br />
auftreten. Movi-C koppelt Takt- und<br />
Bahnprofile eng mit der Spannungsregelung.<br />
Material und produktabhängige<br />
Parameter – etwa Vordehnungsgrad,<br />
Bremsmomente, Reibwerte oder<br />
zulässige Flaschenauflast – werden in<br />
Rezepturen hinterlegt und lassen sich<br />
bei Formatwechseln ohne zusätzliche<br />
Programmierung laden. Das reduziert<br />
Rüstzeiten, minimiert Bedienfehler und<br />
erhöht die Linienverfügbarkeit. In der<br />
Diagnostik helfen Trendkurven und<br />
Grenzwertüberwachungen, Abweichungen<br />
frühzeitig zu erkennen.<br />
Effizienz und Nachhaltigkeit:<br />
Kennzahlen, die zählen<br />
Fabio Dalmonte ist Sales Consultant bei SEW-Eurodrive Italien.<br />
Die Vorteile des Stretchverfahrens<br />
zeigen sich entlang dreier Achsen.<br />
Erstens Material: Durch präzise Spannungseinbringung<br />
und den Verzicht<br />
auf Schrumpfreserven sinkt der Folienverbrauch<br />
gegenüber Schrumpflösungen<br />
um über 50 Prozent.<br />
Zweitens Energie: Der Wegfall des<br />
Schrumpftunnels reduziert die Energieaufnahme<br />
um mehr als 90 Prozent<br />
– mit unmittelbarem Effekt auf<br />
Betriebskosten und Infrastruktur.<br />
Servomotoren der Baureihe CMP.. kombinieren geringes Trägheitsmoment mit hoher<br />
Dynamik.<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 7
TITELTHEMA | Automatisierung<br />
Drittens Fläche: Kompakte Anlagenlayouts<br />
sparen Produktionsfläche und<br />
vereinfachen die Linie. Die Option, recycelte<br />
Folienmaterialien einzusetzen,<br />
unterstützt regulatorische Vorgaben<br />
und Corporate-Sustainability-Ziele.<br />
Gleichzeitig bleibt die Verpackungsästhetik<br />
– Transparenz und Brillanz – auf<br />
hohem Niveau, was die Anforderungen<br />
von Marke und Handel erfüllt.<br />
Integration, Retrofit und<br />
Linienverbund<br />
Die modulare Architektur und standardisierte<br />
Schnittstellen erleichtern<br />
die Einbindung in bestehende<br />
Produktionsumgebungen – von<br />
der reinen Verpackungsinsel bis zur<br />
engen Kopplung mit Fördertechnik,<br />
Inspektion, Kennzeichnung, Palettierung<br />
und Lagerlogistik. Für Retrofit<br />
Projekte ist die Lösung besonders<br />
attraktiv, da thermische Aggregate<br />
ersetzt und Flächen freigesetzt werden<br />
können. Die Movi-C Plattform<br />
unterstützt zudem den schrittweisen<br />
Ausbau: Achsen lassen sich ergänzen,<br />
Leistungsklassen anpassen,<br />
Energierückspeisung optimieren und<br />
Diagnosedaten in übergeordnete<br />
Systeme spiegeln. Das Ergebnis sind<br />
verkürzte Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten,<br />
reduzierte Komplexität<br />
und eine höhere OEE.<br />
Betrieb, Service und<br />
Digitalisierung<br />
Ein modernes System entfaltet seinen<br />
vollen Nutzen, wenn Betriebsdaten<br />
für Qualität, Wartungsplanung<br />
und Prozessoptimierung genutzt<br />
werden. Über die Steuerung Movi-C<br />
stehen Diagnosen, Zustände und<br />
Messwerte zentral zur Verfügung.<br />
Condition-Monitoring-Profile geben<br />
früh Hinweise auf Verschleiß oder<br />
Fehlstellungen, während Rezept- und<br />
Chargenverwaltung die Rückverfolgbarkeit<br />
unterstützt. SEW-Eurodrive<br />
begleitet Projekte end-to-end – von<br />
Applikationsberatung und Engineering<br />
über Parametrierung und<br />
virtuelle Inbetriebnahme bis zum<br />
After-Sales-Service. Das reduziert<br />
Projektrisiken, beschleunigt den<br />
Roll-out und stabilisiert den Betrieb.<br />
Qualität und Sicherheit im<br />
Prozess<br />
Da keine thermischen Zyklen eingesetzt<br />
werden, bleibt das Produkt<br />
thermisch entkoppelt; das schützt<br />
Das dezentrale Antriebssystem Movigear performance reduziert Verkabelung und steigert die Energieeffizienz im Feld.<br />
wärmesensible Inhalte. Mechanische<br />
Prozessführung und saubere<br />
Bahnkontrolle verbessern die Kantenstabilität<br />
und senken das Risiko<br />
von Beschädigungen an Etiketten<br />
oder Oberflächen. Die durchgängige<br />
Plattform erleichtert die Validierung,<br />
weil Steuerung, Antrieb und funktionale<br />
Module aufeinander abgestimmt<br />
sind und sicherheitsgerichtete<br />
Funktionen integriert bereitgestellt<br />
werden können.<br />
Stimmen aus der Praxis<br />
Aus Betreiber und Herstellerperspektive<br />
zählen neben der Technik die<br />
Time-to-Market-Vorteile. Für Sidel<br />
war entscheidend, einen Partner<br />
zu finden, der die EvoFilm Stretch-<br />
Maschine vollständig automatisieren<br />
kann. Dank Movi-C ließen sich Entwicklungszeiten<br />
verkürzen und Kundenanforderungen<br />
präzise erfüllen.<br />
Auch seitens SEW-Eurodrive wird<br />
die Partnerschaft durch Innovation,<br />
nachhaltige Produktion und hohe<br />
Qualität getragen; die Plattform<br />
bietet die Flexibilität und Präzision,<br />
die für die effiziente Umsetzung der<br />
<strong>Technologie</strong> erforderlich sind. Rückmeldungen<br />
aus dem Feld bestätigen<br />
die Zielgrößen bei Material- und<br />
Energieeinsparung sowie die hohe<br />
Prozessstabilität im Dauerbetrieb.<br />
Fazit: Zukunftsfähige<br />
Sekundärverpackung<br />
Mit EvoFilm Stretch und Movi-C wird<br />
eine Verpackungstechnologie verfügbar,<br />
die mechanische Präzision,<br />
intelligente Automatisierung und<br />
gelebte Nachhaltigkeit verbindet.<br />
Hochsynchrone Antriebstechnik, applikationsspezifische<br />
Softwarebausteine,<br />
rezepturgesteuerte Prozessführung<br />
und energieoptimierte<br />
Architektur sorgen dafür, dass die<br />
Anlage in der Praxis hält, was die<br />
Kennzahlen versprechen: weniger<br />
Material, deutlich weniger Energie,<br />
kurze Takte und dauerhaft stabile<br />
Qualität. Die Skalierbarkeit des Systems<br />
sichert Investitionen ab und<br />
eröffnet Spielräume für zukünftige<br />
Leistungssteigerungen und Formatvarianten.<br />
Mehr Informationen<br />
www.sew-eurodrive.de/movi-c<br />
Über Sidel<br />
Die in Parma (Italien) ansässige und<br />
global agierende Sidel S.p.A. gehört zur<br />
Tetra Laval Gruppe. Das Unternehmen<br />
ist ein führender Anbieter von Anlagen,<br />
Dienstleistungen und Komplettlösungen<br />
für die Verpackung von Flüssigkeiten,<br />
Lebensmitteln sowie Haushalts und Körperpflegeprodukten<br />
in PET, Dosen, Glas<br />
und weiteren Materialien. Weltweit sind<br />
rund 40.000 Maschinen in 190 Ländern<br />
in Betrieb.<br />
8 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />
DIGITALE ZWILLINGE OPTIMIEREN LIEFERKETTEN IN DER GETRÄNKEINDUSTRIE<br />
Echtzeit-KI revolutioniert<br />
<strong>Getränke</strong>logistik<br />
Die <strong>Getränke</strong>industrie steht vor einem Paradigmenwechsel: Statt rückblickender Dashboards<br />
setzen führende Unternehmen auf digitale Zwillinge – KI-gestützte, dynamische Abbilder<br />
der Lieferkette. Diese <strong>Technologie</strong> integriert Echtzeitdaten aus vernetzten Sensoren, ERP-<br />
Systemen und externen Quellen, um nicht nur zu überwachen, sondern zu simulieren, zu<br />
prognostizieren und Handlungsempfehlungen zu geben.<br />
Von<br />
NIRAJ KUMAR JHA<br />
Senior Director<br />
Logistics -Soutwest<br />
Niagara Bottling<br />
Quelle<br />
Niagara Bottling<br />
Über Jahrzehnte hinweg waren<br />
Dashboards das Herzstück der<br />
operativen Transparenz bei den Herstellungs-<br />
und Logistikprozessen der<br />
<strong>Getränke</strong>industrie. Das Management<br />
und die Standortleitung verließen<br />
sich auf farbige Diagramme und<br />
Leistungskennzahlen, um alles nachzuverfolgen,<br />
von der Produktionsleistung<br />
bis zur Transporteffizienz.<br />
Das Dashboard-Dilemma<br />
Doch Dashboards haben einen<br />
grundlegenden Nachteil: Sie zeigen<br />
nur, was bereits passiert ist – aber<br />
nicht, was jetzt geschieht, und schon<br />
gar nicht, was als Nächstes passieren<br />
wird. Wenn ein KPI rot aufleuchtet,<br />
ist der Lkw bereits verspätet abgefahren,<br />
das Silo schon leer oder das<br />
Lagerteam mitten im Krisenmanagement.<br />
Dashboards sind rückblickend;<br />
sie schaffen Bewusstsein, aber keine<br />
Vorausschau.<br />
In einer Branche mit engen Margen,<br />
hohen Kundenerwartungen und<br />
zunehmenden Störungen in den<br />
Lieferketten reicht der „Blick in den<br />
Rückspiegel“ nicht mehr aus. <strong>Getränke</strong>hersteller<br />
müssen vom bloßen<br />
Monitoring zur aktiven Echtzeit-<br />
Steuerung übergehen.<br />
Der digitale Zwilling betritt<br />
die Bühne<br />
Die Antwort auf diese Herausforderung<br />
liegt im schnellen Aufstieg<br />
der Digital-Twin-<strong>Technologie</strong>: eine<br />
dynamische, KI-gestützte Abbildung<br />
realer Lieferketten. Ein digitaler<br />
Zwilling integriert Live-Daten von<br />
vernetzten Sensoren (IoT-Sensoren),<br />
ERP-Systemen, Logistikplattformen<br />
und sogar von externen Quellen wie<br />
Wetter- oder Verkehrsdaten.<br />
Im Gegensatz zu einem Dashboard,<br />
das den Status Quo von gestern<br />
in statische Diagramme presst, ist<br />
ein digitaler Zwilling ein lebendiges<br />
Modell. Er berichtet nicht nur – er<br />
simuliert, prognostiziert und gibt<br />
Handlungsempfehlungen.<br />
Die Prognose von Bestandsverbräuchen kann nicht nur<br />
die autonome Materialversorgung innerhalb eines Betriebs<br />
steuern, sondern auch Bestandsverbräuche über<br />
mehrere Werke hinweg vorhersagen.<br />
• Simulation: testen, was passiert,<br />
wenn eine Fülllinie ausfällt oder<br />
eine Autobahn gesperrt wird<br />
• Prognose: von Bestandsverbräuchen<br />
über mehrere Werke anhand<br />
von Echtzeit-Nachfragesignalen<br />
• Handlungsempfehlungen: automatische<br />
Gegenmaßnahmen – etwa<br />
das Ausschreiben eines Transportauftrags<br />
für die Spedition, bevor<br />
sich eine Störung ausweitet<br />
In der Praxis bedeutet dies ein Umdenken:<br />
von „Was ist passiert?“ zu<br />
„Was sollten wir jetzt tun?“<br />
Mit aktiver Echtzeit-Steuerung haben <strong>Getränke</strong>hersteller ihre Linien immer im Blick.<br />
Krones hat diesen Schritt bereits<br />
mit seinen sogenannten Agentic<br />
Digital Twins vollzogen. Diese Form<br />
der digitalen Zwillinge kombiniert<br />
physikalisch präzise Simulationen mit<br />
KI-Agenten, die autonome Entscheidungen<br />
treffen können. „Mit den<br />
Agentic Digital Twins zeigen wir, dass<br />
Digitalisierung und KI nicht nur Zukunftsvisionen<br />
sind, sondern bereits<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 9
BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />
heute messbare Effizienzgewinne<br />
und nachhaltige Vorteile liefern“,<br />
sagt Markus Tischer, Mitglied des<br />
Vorstands der Krones AG.<br />
Diese digitalen Zwillinge unterstützen<br />
auch bei der Entwicklung und<br />
Optimierung des neuen Ingeniq<br />
Linienkonzepts, das Krones auf der<br />
drinktec 2025 vorstellte. Ingeniq vereint<br />
modulare Maschinenarchitektur,<br />
autonomes Material-Handling und<br />
KI-basierte Prozessoptimierung –<br />
alles gestützt durch Simulationen<br />
digitaler Zwillinge.<br />
Von KPIs zu einem<br />
automatisierten<br />
Entscheidungssystem<br />
Mit vorausschauendem VMI können Verbrauchsgüter automatisiert bei Lieferanten nachgeordert werden, wodurch<br />
sich die Linieneffizienz zusätzlich steigern lässt.<br />
Digitale Zwillinge geben der Produktionsleitung<br />
oder zuständigen<br />
Teams für Planung und Logistikkoordination<br />
jederzeit den Überblick<br />
über alle relevanten Daten – und<br />
schaffen Freiraum für das Wesentliche:<br />
Szenarioplanung, Zusammenarbeit<br />
mit dem Kunden und kontinuierliche<br />
Verbesserung.<br />
Der Sprung von Dashboards zu digitalen<br />
Zwillingen verändert auch die<br />
Rolle von KPIs. Denn traditionelle<br />
Kennzahlen sind isoliert: OTIF (On-<br />
Time, In-Full), Kosten pro Einheit,<br />
Linieneffizienz, Transportauslastung<br />
– jede erzählt nur einen Teil der<br />
Geschichte. Führungskräfte müssen<br />
sie zusammenführen, oft mit widersprüchlichen<br />
Prioritäten.<br />
Um dies zu lösen, wurde das Konzept<br />
der „Mother KPI“ entwickelt<br />
– ein übergreifendes Leistungssignal,<br />
das mehrere Dimensionen zu einem<br />
dynamischen Indikator zusammenführt.<br />
Die Mother KPI dient als Herzschlag<br />
des digitalen Zwillings und<br />
balanciert kontinuierlich die Themen<br />
Kosten, Service und Nachhaltigkeit.<br />
Und so sieht es in der Praxis aus:<br />
• Wenn eine Kostenoptimierung im<br />
Transportbereich die termingerechte<br />
Lieferung gefährdet, sorgt die<br />
Mother KPI dafür, dass Zuverlässigkeit<br />
des Service Vorrang erhält.<br />
• Wenn ein Werk den Produktionsausstoß<br />
über die Lagerkapazität hinaus<br />
steigert, verknüpft die Mother<br />
KPI dies mit der Logistik und verhindert<br />
Überproduktion, die später<br />
ungenutzt bleibt.<br />
Anstatt nur einzelne Bereiche zu optimieren,<br />
optimiert das System übergreifend<br />
das Ganze. Thomas Albrecht,<br />
Head of Simulation bei Krones,<br />
ergänzt: „Unsere Lösung integriert<br />
KI-basierte High-End-Strömungssimulation<br />
in den digitalen Zwilling der<br />
Abfülllinie und eröffnet völlig neue<br />
Möglichkeiten für Vorhersage, Optimierung<br />
und Visualisierung.“<br />
Lieferantengesteuertes<br />
Bestandsmanagement – und<br />
zwar vorausschauend<br />
Eines der leistungsstärksten Mittel<br />
dieses Wandels ist das vorausschauende<br />
Vendor-Managed Inventory<br />
(VMI, auf Deutsch: lieferantengesteuertes<br />
Bestandsmanagement).<br />
Traditionelles VMI ist reaktiv: Lieferanten<br />
füllen nach, sobald Bestände<br />
unter einen Schwellenwert fallen.<br />
Dank KI und digitalen Zwillingen<br />
wird VMI vorausschauend.<br />
Stellen Sie sich vor, ein Lieferant<br />
für PET-Granulat ist durch den<br />
digitalen Zwilling direkt mit den<br />
Systemen von Niagara verbunden.<br />
Das Modell prognostiziert Verbrauchsraten,<br />
Produktionspläne<br />
und Liefereinschränkungen – und<br />
signalisiert Nachschub, bevor ein<br />
Engpass entsteht. Noch besser: Es<br />
kann mehrere Werke gleichzeitig<br />
ausbalancieren und die Versorgung<br />
dynamisch dorthin umleiten, wo sie<br />
am dringendsten benötigt wird. Das<br />
Ergebnis? Weniger Sicherheitsbestände,<br />
weniger Notfälle und eine<br />
reibungslosere Zusammenarbeit<br />
entlang der gesamten Lieferkette.<br />
Auch die Ingeniq Linie von Krones<br />
profitiert von vorausschauenden<br />
Funktionen. Über den digitalen<br />
Zugang des Pakets Connect and<br />
Secure werden Produktionsdaten<br />
kontinuierlich überwacht und analysiert,<br />
was proaktiven Service und<br />
Entscheidungen basierend auf dem<br />
Bestand ermöglicht.<br />
Automatisierte Ausschreibung:<br />
KI an der Laderampe<br />
Das Ausschreiben von Transportaufträgen<br />
war bisher ein zeitaufwendiger,<br />
manueller Prozess – mit<br />
E-Mails, Telefonaten und Verhandlungen.<br />
Ein digitaler Zwilling kann<br />
für den Entscheidungsapparat<br />
jedoch einen Großteil dieser Arbeit<br />
automatisieren.<br />
• Wenn ein Speditionsunternehmen<br />
über die passende Ausrüstung, Kapazität<br />
und nachweisliche Zuverlässigkeit<br />
verfügt, vergibt das System<br />
den Auftrag sofort.<br />
• Ändern sich die Marktbedingungen<br />
(z. B. ein plötzlicher Anstieg<br />
der Treibstoffpreise), simuliert das<br />
System Alternativen, bevor es eine<br />
Entscheidung trifft.<br />
• Menschen bleiben für Ausnahmeoder<br />
strategische Entscheidungen<br />
eingebunden, während der digitale<br />
Zwilling die Routine übernimmt.<br />
Dies verkürzt nicht nur die Durchlaufzeiten,<br />
sondern sorgt auch für<br />
faire Bedingungen, da jede Spedition<br />
10 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
auf Basis datengetriebener Leistung<br />
bewertet wird – nicht allein aufgrund<br />
von Beziehungen.<br />
Resilienz trifft Nachhaltigkeit<br />
Der Wechsel von Dashboards zu digitalen<br />
Zwillingen bedeutet nicht nur<br />
mehr Effizienz. Es geht auch darum,<br />
Resilienz und Nachhaltigkeit in die<br />
Lieferkette der <strong>Getränke</strong>industrie zu<br />
integrieren.<br />
• Resilienz: Der digitale Zwilling kann<br />
Unvorhergesehenes simulieren –<br />
von Streiks bis hin zu Naturkatastrophen<br />
– und alternative Routen,<br />
Transportwege oder Lieferanten<br />
vorschlagen. Anstatt Wochen später<br />
zu reagieren, passt sich die Organisation<br />
sofort an.<br />
• Nachhaltigkeit: Optimierte Transporte<br />
reduzieren Leerfahrten, eine<br />
KI-gestützte Produktionsplanung<br />
senkt den Ausschuss und eine<br />
bessere Abstimmung von Angebot<br />
und Nachfrage reduziert die<br />
Energieintensität pro produzierter<br />
Einheit.<br />
• Für <strong>Getränke</strong>betriebe, die zunehmend<br />
den Fokus auf ihren CO ₂<br />
-<br />
Fußabdruck und ihre ESG-Performance<br />
legen müssen, sind diese<br />
Vorteile nicht nur operative Erfolge,<br />
sondern strategische Notwendigkeiten.<br />
Die Herangehensweise<br />
beim Thema digitaler Zwilling bei<br />
Krones trägt direkt dazu bei, dass<br />
Nachhaltigkeitsziele erreicht werden<br />
können. Durch die Verkürzung<br />
der Simulationszeiten von<br />
ehemals drei bis vier Stunden auf<br />
weniger als fünf Minuten werden<br />
Ressourcen effizienter genutzt,<br />
Abfall wird minimiert und der<br />
Energieverbrauch – insbesondere<br />
im Bereich der Verarbeitung von<br />
Flüssigkeiten – deutlich gesenkt.<br />
KI mit Fokus auf<br />
den Menschen<br />
Oft besteht die Sorge, dass KI den<br />
Menschen ersetze. In Wirklichkeit<br />
funktionieren digitale Zwillinge am<br />
besten, wenn sie Menschen befähigen,<br />
qualitativ hochwertigere<br />
Entscheidungen zu treffen.<br />
Die Produktionsleitung oder zuständige<br />
Teams für Planung und<br />
Logistikkoordination müssen nicht<br />
mehr Tabellen und Dashboards<br />
hinterherlaufen. Stattdessen können<br />
sie sich auf Szenarioplanung, die Zusammenarbeit<br />
mit dem Kunden und<br />
kontinuierliche Verbesserung konzentrieren.<br />
Das System übernimmt<br />
das Monitoring und die Routineentscheidungen<br />
– der Mensch steuert<br />
die Strategie.<br />
Dieser menschenzentrierte KI-Ansatz<br />
(auf Englisch: Human-Centric AI) ist<br />
besonders in den Branchen wichtig,<br />
die auf jahrzehntelanger praktischer<br />
Erfahrung basieren. Digitale Zwillinge<br />
löschen dieses Wissen nicht aus – sie<br />
verstärken es.<br />
Der Weg nach vorn<br />
Der Übergang von Dashboards zu digitalen<br />
Zwillingen erfolgt nicht über<br />
Nacht. Die meisten Organisationen<br />
durchlaufen drei Phasen:<br />
1. Dashboard-gesteuerte Abläufe:<br />
retrospektives Monitoring von KPIs<br />
2. Hybride Modelle: erste vorausschauende<br />
Warnsignale ergänzen<br />
Dashboards<br />
3. Vollständiges Ökosystem für<br />
den digitalen Zwilling: End-to-End-<br />
Orchestrierung mit automatisiertem<br />
Entscheidungssystem<br />
Für <strong>Getränke</strong>betriebe ist die Dringlichkeit<br />
klar: Kundenerwartungen<br />
steigen und der Kostendruck nimmt<br />
zu. Wer in der Dashboard-Ära<br />
verharrt, riskiert, den Anschluss zu<br />
verlieren.<br />
Diejenigen, die auf digitale Zwillinge<br />
setzen, gewinnen nicht nur Effizienz<br />
– sie eröffnen Potenziale für Resilienz,<br />
Nachhaltigkeit und strategische<br />
Agilität.<br />
Handeln ist gefragt<br />
Die <strong>Getränke</strong>industrie war schon<br />
immer durch ihre Anpassungsfähigkeit<br />
geprägt – vom Glas zu PET, von<br />
manueller Abfüllung zu vollautomatisierten<br />
Linien. Der nächste große<br />
Sprung führt von Dashboards zu<br />
digitalen Zwillingen.<br />
Für Entscheiderinnen und Entscheider<br />
der Branche stellt sich nun also<br />
nicht die Frage, ob dieser Wandel<br />
kommt, sondern wie schnell. Wer<br />
die Chance jetzt ergreift, gestaltet<br />
die Zukunft der Lieferketten in der<br />
<strong>Getränke</strong>industrie.<br />
Mehr Informationen<br />
www.krones.com<br />
BRANCHEN REPORT | <br />
FILTECH<br />
June 30 – July 02, <strong>2026</strong><br />
Cologne – Germany<br />
The Filtration Event<br />
www.Filtech.de<br />
Platform<br />
for your<br />
success<br />
600+ Exhibitors<br />
Delivers<br />
solutions for<br />
current<br />
and future<br />
challenges<br />
Your Contact: Suzanne Abetz<br />
E-mail: info@filtech.de<br />
Phone: +49 (0)2132 93 57 60<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 11
BRANCHEN REPORT | Digitalisierung<br />
<br />
SO HELFEN SMARTPHONE UND APP BEI DER WARTUNG<br />
Alles klar an der Abfüllanlage<br />
Wer <strong>Getränke</strong> produziert, weiß: Verantwortung beginnt beim Abfüllen und Verpacken.<br />
Hier entscheidet sich, ob Qualität, Hygiene und Effizienz zusammenfinden. Jeder<br />
ungeplante Stopp in den Abläufen bindet Personal, kostet Energie und Ressourcen.<br />
Dass im Qualitätsmanagement der <strong>Getränke</strong>produktion alles schnell und zuverlässig<br />
läuft, ist deshalb besonders wichtig. Trotzdem sind Reinigung und Wartung in<br />
vielen Betrieben immer noch klassisch papierlastig, mit manuellen Rundgängen,<br />
Excel-Listen und heterogenen Dokumentationen. Höchste Zeit also, den Schritt in<br />
Richtung Digitalisierung zu wagen, denn Smartphone und App können hier für Tempo,<br />
Transparenz und Revisionssicherheit sorgen.<br />
Von<br />
EVA UND OSWALD<br />
NEUMANN<br />
Quelle:<br />
Neumann & Neumann<br />
mobile Rundgänge, Ticketing und<br />
Auswertungen in einer gemeinsamen<br />
Arbeitsumgebung zusammenführen<br />
lassen – für Betreiber, internes<br />
Betriebspersonal und Dienstleister.<br />
So entsteht bei allen Beteiligten eine<br />
lückenlose, manipulationssichere<br />
Historie, die Audits vereinfacht und<br />
Korrekturmaßnahmen beschleunigt.<br />
Die Digitalisierung beginnt dort, wo<br />
Daten entstehen: an Rinser, Füller,<br />
Verschließer, Etikettierer und Transporteuren.<br />
Und das sieht so aus:<br />
Mobile Checklisten führen Teams<br />
Schritt für Schritt durch die Prüfungen.<br />
Assets sind über QR- oder<br />
NFC- Tags eindeutig identifiziert;<br />
ein Scan öffnet direkt die richtige<br />
Anlage, führt zur passenden Prüfroutine<br />
sowie zur Wartungshistorie.<br />
Abweichungen werden unmittelbar<br />
erfasst und in Tickets überführt. Jede<br />
Eingabe ist mit Zeitstempel, Standort<br />
und Nutzerkennung versehen –<br />
manipulationssicher und auditfest.<br />
Auftraggeber und Auftragnehmer<br />
sehen denselben Status in Echtzeit<br />
wie fällige Prüfungen, offene Tickets<br />
und Abarbeitungsgrade. Entscheider<br />
treffen auf dieser Grundlage datenbasierte<br />
Entscheidungen, Reaktionszeiten<br />
sinken, Stillstände werden<br />
vermeidbar.<br />
Was Hersteller empfehlen –<br />
digital umgesetzt<br />
Herstellerhinweise klingen oft banal,<br />
sind im Alltag aber fehleranfällig:<br />
regelmäßige Schmierung, Dichtungsund<br />
O-Ring-Wechsel, Düsen- und<br />
Füllventilpflege, Kalibrierung von<br />
Durchfluss- und Füllstandssensoren,<br />
Ketten- und Führungsschienenkontrollen,<br />
Filterwechsel in der Sterilluft,<br />
Validierung der CIP-Rezepte inklusive<br />
Temperatur- und Leitfähigkeitsüberwachung.<br />
In der App werden solche<br />
Empfehlungen als Standardroutinen,<br />
Intervalle und Grenzwerte festgelegt<br />
– samt Foto- oder Messwertdokumentation,<br />
damit Praxis und Herstellerleitfaden<br />
deckungsgleich sind.<br />
Hygiene, Sicherheit und Compliance<br />
sind in der <strong>Getränke</strong>produktion entscheidend.<br />
HACCP, Trinkwasserhygiene<br />
im Sirupraum oder sicherheitsrelevante<br />
Prüfungen wie DGUV V3<br />
gehören dazu. Digitale Lösungen<br />
bilden alle notwendigen Schritte<br />
konsequent ab. Benachrichtigungen<br />
bei Abweichungen laufen ohne<br />
Zeitverzug und lösen Informationsschritte<br />
oder Auftragstickets nach<br />
vordefinierten Regeln aus. So lässt<br />
sich ein Kreislauf vorausschauender<br />
Wartung organisieren: Zeitfenster<br />
werden gezielt genutzt, Ersatzteile<br />
rechtzeitig disponiert, externe Serviceteams<br />
verbindlich eingeplant. Lösungen<br />
wie das in der Branche häufig<br />
eingesetzte e QSS zeigen, wie sich<br />
Mobile Endgeräte als Hebel für<br />
Datenqualität und Motivation<br />
Der konsequente Einsatz mobiler<br />
Endgeräte ist der größte Hebel. Wird<br />
direkt dort dokumentiert, wo gearbeitet<br />
wird, sinkt die Fehlerquote, die<br />
Datenqualität steigt, Medienbrüche<br />
entfallen. Die so gewonnenen Daten<br />
schaffen eine gemeinsame Faktenbasis:<br />
Sämtliche wichtigen Abläufe<br />
werden sichtbar, Maßnahmen<br />
lassen sich priorisieren, Intervalle<br />
nachschärfen. Und nicht nur das.<br />
Auch „weiche Effekte“ sind spürbar:<br />
Teams erhalten unmittelbares<br />
Feedback, Lernbedarfe werden aus<br />
der Datenlage abgeleitet und durch<br />
Schulungen abgearbeitet.<br />
Damit die Organisation digitaler<br />
Wartungsabläufe gelingt, sollten<br />
Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>industrie<br />
Schritt für Schritt vorgehen.<br />
So gelingt die Digitalisierung:<br />
• Ein Pflichtenheft mit Standards für<br />
Rundgänge und Prüfpläne steht oft<br />
am Anfang.<br />
• Abläufe sollten von Beginn an definiert<br />
werden, damit Stammdaten,<br />
Aufträge und Buchungen nicht<br />
doppelt geführt werden.<br />
12 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
• An die Sicherheit denken: Moderne<br />
Anwendungen bringen rollenbasierten<br />
Zugriff, Datenschutz<br />
nach Stand der Technik und IT-<br />
Security gleich mit.<br />
Weniger Leerlauf, mehr<br />
Verfügbarkeit<br />
Der betriebswirtschaftliche Nutzen<br />
zeigt sich schnell. Automatisierte<br />
Workflows reduzieren Verwaltungsaufwand<br />
und Papierverbrauch; klare<br />
Zuständigkeiten beschleunigen die<br />
Abarbeitung. Ungeplanter Stillstand<br />
wird reduziert, weil Instandsetzungsfenster<br />
geplant, kommuniziert und<br />
bestätigt werden. Gerade bei hoher<br />
Taktzahl und häufigen Produktwechseln<br />
steigt die Verfügbarkeit<br />
messbar. Gleichzeitig entsteht ein<br />
kontinuierlicher Verbesserungsprozess:<br />
Kennzahlen werden über Linien<br />
und Werke hinweg vergleichbar,<br />
typische Störbilder und Ursachen<br />
treten zutage, Ressourcen lassen sich<br />
dort einsetzen, wo sie die größte<br />
Wirkung entfalten.<br />
Bildquelle: AdobeStock_308340842-DedMityay, bearbeitet von Neumann & Neumann<br />
Wenn Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>produktion<br />
und Dienstleister<br />
dieselbe Datenbasis nutzen, werden<br />
Rundgänge, Tickets, Abnahmen und<br />
Abrechnungen ein durchgängiger, auditfester<br />
Prozess. Entscheider gewinnen<br />
an Geschwindigkeit und Transparenz,<br />
Technikteams an Klarheit, externe<br />
Partner an Verlässlichkeit. So werden<br />
Abfüllanlagen nicht nur sauberer und<br />
sicherer – sondern auch nachhaltiger,<br />
weil sie mit weniger Ressourceneinsatz<br />
mehr stabile Leistung bringen.<br />
Mehr Informationen<br />
www.neumann-neumann.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 13
BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />
GEA ERRICHTET NEUE GROSSMISCHANLAGE FÜR AROMENPRODUKTION BEI SYMRISE<br />
Aromenproduktion erweitert<br />
GEA errichtet für die Symrise AG eine großtechnische Mischanlage zur Herstellung von<br />
Aromen am Hauptstandort Holzminden, Niedersachsen. Symrise zählt zu den weltweit<br />
führenden Anbietern von Duft- und Geschmacksstoffen. Mit der schlüsselfertigen<br />
Prozesstechnologie von GEA steigert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten,<br />
erhöht die Flexibilität und erfüllt höchste Anforderungen an Hygiene und Materialqualität.<br />
Die Anlage wird bereits seit Sommer 2025 installiert, die Inbetriebnahme ist für Frühjahr<br />
<strong>2026</strong> geplant.<br />
„Die Produktion von flüssigen Aromen<br />
ist eine Kernkompetenz von<br />
Symrise. Die neue Anlage erhöht<br />
unsere Kapazität um bis zu 50 Prozent<br />
und verkürzt unsere Lieferzeiten<br />
deutlich“, sagt Karsten Zota, Factory<br />
Manager Liquid Compounding, Symrise.<br />
„Dadurch gewinnen wir an Flexibilität<br />
und können die wachsende<br />
Nachfrage unserer Kunden noch<br />
besser bedienen.“<br />
Einbau der neuen GEA-Mischanlage zur Erweiterung<br />
der Aromenproduktion bei Symrise in Holzminden.<br />
Quelle: GEA<br />
Die produzierten Aromen – darunter<br />
Vanilleextrakte, Zitrusöle, Fleischaromen<br />
oder mentholhaltige Essenzen<br />
– werden sowohl intern weiterverarbeitet<br />
als auch als Zutaten an die<br />
Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>industrie<br />
geliefert. Sie kommen in einer Vielzahl<br />
von Endprodukten zum Einsatz,<br />
von Joghurt und Süßwaren bis hin<br />
zu herzhaften Fertiggerichten und<br />
<strong>Getränke</strong>n.<br />
Herausforderung: komplexe<br />
Rohstoffe mit besonderen<br />
Anforderungen<br />
Symrise verarbeitet in Holzminden<br />
eine große Vielfalt an Rohstoffen –<br />
von alkoholhaltigen Lösungen bis hin<br />
zu viskosen Sirupen. Das stellt hohe<br />
Ansprüche an Technik und Sicherheit.<br />
Ethanolhaltige Produkte erfordern<br />
explosionsgeschützte Auslegung<br />
(ATEX), Pulver bringen zusätzliche<br />
Staubrisiken mit sich. Substanzen<br />
wie Zitrusöle greifen Materialien an<br />
und verlangen spezielle Dichtungen.<br />
Auch die Spanne der Viskositäten –<br />
von wasserähnlich dünnflüssig bis<br />
sirupartig – sowie Temperaturen von<br />
–20 bis +80 °C erfordern eine präzise<br />
Prozessführung. Hinzu kommt: geruchsintensive<br />
Mentholmischungen,<br />
koschere Rezepturen oder süße Aromen<br />
dürfen sich nicht gegenseitig<br />
beeinflussen. Die neue Anlage erfüllt<br />
diese unterschiedlichen Anforderungen<br />
und vereint sie in einem integrierten<br />
Konzept.<br />
Erweiterte Kapazitäten für die<br />
Aromenproduktion<br />
Im Zentrum des neuen Gebäudeteils<br />
steht ein großzügiger Mischbereich,<br />
in dem Rohstoffe aus dem angrenzenden<br />
Tanklager oder aus Gebinden<br />
per Vakuumförderung in die Rührtanks<br />
gelangen. Pulver werden über<br />
einen speziellen Einfüllstutzen zugegeben.<br />
Die homogenen Mischungen<br />
können anschließend in Reifetanks<br />
überführt oder direkt an die Abfüllung<br />
geleitet werden. Die Anlage ist<br />
an eine Reinigungsanlage und ein<br />
Bedämpfungssystem angebunden.<br />
Energieeffizienz und<br />
Nachhaltigkeit in der<br />
Prozesstechnologie<br />
Die Anlage verfügt über eine<br />
Wärmerückgewinnung aus CIP-<br />
Rücklaufströmen, die einen Teil<br />
der Prozessenergie erneut nutzbar<br />
macht. Dadurch kann der Energieeinsatz<br />
pro Charge gesenkt werden.<br />
Ergänzende Maßnahmen wie eine<br />
ressourcenschonende CIP-Reinigung<br />
und optimierte Isolierung reduzieren<br />
Wasser- und Energieverbrauch. Die<br />
Wärmerückgewinnung dient nicht<br />
nur der Effizienz, sondern auch der<br />
Einhaltung von Umweltauflagen, da<br />
das Abwasser auf unter 30 °C heruntergekühlt<br />
wird.<br />
Maßgeschneidertes Design für<br />
komplexe Flüssiglebensmittel<br />
Die Vielfalt der verarbeiteten Aromen<br />
stellt auch höchste Anforderungen<br />
an Prozessführung, Materialwahl<br />
und Restentleerung, um Verluste<br />
teurer Produkte zu vermeiden. GEA<br />
entwickelte dafür Sonderlösungen<br />
und nutzte die Flexibilität der eingesetzten<br />
Komponenten – etwa<br />
Sitzventile mit Faltenbalg oder Probenahmeventile<br />
zur vollständigen<br />
Restentleerung. Diese Anpassungen<br />
entstanden in enger Abstimmung<br />
14 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
Flüssige Aromen von Symrise verleihen Milchprodukten<br />
wie Joghurt, Desserts oder <strong>Getränke</strong>n ihren charakteristischen<br />
Geschmack – hergestellt mit Prozesstechnologie<br />
von GEA. Quelle: Symrise<br />
mit dem Kunden und durch präzise<br />
3D-Planung, um die Technik auch<br />
unter beengten räumlichen Bedingungen<br />
zu integrieren.<br />
<strong>Technologie</strong>, die<br />
Marktpositionen stärkt<br />
„Dieses Projekt zeigt, wie entscheidend<br />
individuelle Lösungen für<br />
anspruchsvolle Anwendungen sind“,<br />
betont Dr Lukas Schnöing, Liquid-<br />
Food-Experte und Projektleiter bei<br />
GEA. „Unsere Erfahrung in der Verarbeitung<br />
komplexer Flüssigprodukte,<br />
kombiniert mit einem präzisen Projektmanagement<br />
und der Fähigkeit,<br />
Sonderlösungen zu entwickeln, hat<br />
diese Anlage möglich gemacht.“<br />
Dank der flexiblen Auslegung lassen<br />
sich sowohl bestehende als auch neue<br />
Rezepturen schnell und wirtschaftlich<br />
umsetzen – ein entscheidender Vorteil,<br />
um auf Markttrends wie natürliche<br />
Aromen und Clean Label reagieren zu<br />
können. Die Investition ist damit ein<br />
strategischer Schritt, um die führende<br />
Rolle für Symrise im globalen Aromenmarkt<br />
auszubauen.<br />
Mehr Informationen<br />
www.gea.com<br />
HAMBURG<br />
2. – 3. Juni <strong>2026</strong><br />
Hamburg Messe<br />
QR-Code scannen und<br />
kostenfreies Messe-Ticket<br />
mit Code 1406 sichern!<br />
© <strong>2026</strong> Easyfairs Group<br />
Weitere Informationen unter<br />
www.empack-messen.de<br />
Parallel zur:<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 15
BRANCHEN REPORT | Robotik<br />
Automatisierung wird bei Xiang Piao Piao großgeschrieben: In den Werken in Huzhou, Chengdu und Tianjin sind insgesamt einhundert ABB-Deltaroboter vom Typ<br />
FlexPicker IRB 360 im Einsatz.<br />
ABB-ROBOTER ERHÖHEN OUTPUT BEI CHINESISCHEM GETRÄNKEHERSTELLER<br />
Effizientere Milchtee-Produktion<br />
Quelle<br />
ABB Robotics<br />
Xiang Piao Piao steigerte die Effizienz und Stabilität seiner Instant-Milch- und<br />
Bubble-Tea-Produktion mit 100 ABB IRB 360 FlexPicker ® Robotern und der Digital-<br />
Twin-Software PickMaster ® Twin. Sie greifen und platzieren 500 Milchtee-Zutaten pro<br />
Minute schnell und präzise, steigern damit die Produktionseffizienz um 40 Prozent und<br />
ermöglichen schnelle und intelligente Produktwechsel.<br />
Der chinesische <strong>Getränke</strong>hersteller Xiang Piao Piao<br />
wurde 2005 gegründet und gilt als Pionier für Instant-<br />
Milchtee und Bubble Tea. Rund 1,4 Milliarden Menschen<br />
in China und der ganzen Welt konsumieren die<br />
Produkte des Unternehmens.<br />
Xiang Piao Piao, 2005 gegründet,<br />
zählt zu den Pionieren für Instant-<br />
Milchtee und Bubble Tea. Rund<br />
1,4 Milliarden Menschen in China<br />
und der ganzen Welt konsumieren<br />
die Produkte des Unternehmens.<br />
Um der wachsenden Nachfrage<br />
gerecht zu werden, investierte das<br />
Unternehmen in eine flexible Hochgeschwindigkeits-Produktionslinie,<br />
die einen höheren Durchsatz bewältigt<br />
und sich schnell und einfach<br />
an unterschiedliche Produkte und<br />
Zutaten anpassen lässt. Robotik<br />
und Automation spielen dabei eine<br />
tragende Rolle.<br />
„Die Roboter müssen Zutaten und<br />
Rohstoffe präzise erkennen und der<br />
jeweils richtigen Produktionslinie<br />
zuführen – und das schnell“, erklärt<br />
Zhu Fei, Werksleiter der Produktionsstätte<br />
von Xiang Piao Piao in<br />
Huzhou. Gleichzeitig sollten die<br />
Robotiksysteme wartungsfreundlich<br />
sein, um Betriebskosten zu senken,<br />
und zugleich lebensmitteltaugliche<br />
Sicherheitsstandards erfüllen, damit<br />
Hygiene und eine hohe Produktqualität<br />
gewährleistet sind. Die engen<br />
Platzverhältnisse schränken zusätzlich<br />
ein, da die Roboter auf kleinem<br />
Raum installiert werden mussten.<br />
Steigerung der<br />
Produktionseffizienz<br />
um 40 Prozent<br />
In den Werken von Xiang Piao Piao<br />
in Huzhou, Chengdu und Tianjin sind<br />
insgesamt 100 ABB-Deltaroboter<br />
vom Typ IRB 360 FlexPicker im Einsatz<br />
– und verarbeiten 500 Produkte pro<br />
Minuten. Sie übernehmen vor allem<br />
16 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
Die FlexPicker von ABB Robotics übernehmen das intelligente Greifen und Platzieren von Zuckertütchen und das Trennen und Sortieren von Produkt- und Bohnenpäckchen im<br />
Verpackungsprozess.<br />
zwei Aufgaben: Das intelligente Greifen<br />
und Platzieren von Zuckertütchen<br />
sowie das Trennen und Sortieren von<br />
Produkt- und Bohnenpäckchen im<br />
Verpackungsprozess. Darüber hinaus<br />
greifen und platzieren sie Kokosbecher<br />
– eine zentrale Komponente in<br />
einer der <strong>Getränke</strong>reihen.<br />
Seit der Installation der Roboter hat<br />
Xiang Piao Piao die Produktionseffizienz<br />
deutlich gesteigert. Die Greifgeschwindigkeit<br />
erhöhte sich um 15<br />
Prozent, und die Gesamteffizienz der<br />
Produktionslinie stieg um 40 Prozent,<br />
was den Gesamtoutput maximierte.<br />
Im Werk Huzhou übernehmen sechs<br />
automatische ABB-Roboter-Zuführlinien<br />
die Handhabung sämtlicher Zutaten.<br />
Dadurch spart Xiang Piao Piao<br />
jährlich mehr als zwei Millionen Yuan.<br />
Das entspricht knapp 250.000 Euro.<br />
Ein innovatives<br />
Automatisierungssystem<br />
Der Einsatz der Digital-Twin-Software<br />
PickMaster Twin von ABB Robotics<br />
zur Erstellung und zum Testen<br />
virtueller Produktionslinien und -konfigurationen<br />
reduziert Störungen<br />
deutlich. Gleichzeitig verkürzen sich<br />
die Zeiten für die Inbetriebnahme.<br />
Produktumstellungen lassen sich nun<br />
innerhalb weniger Minuten einfach<br />
durchführen.<br />
„Wir sind von der Leistungsfähigkeit<br />
des Systems und den Effizienzsteigerungen<br />
sehr überzeugt“, sagt<br />
Der Einsatz der Digital-Twin-Software PickMaster Twin von ABB Robotics zur Erstellung und zum Testen virtueller Produktionslinien<br />
und -konfigurationen reduziert Störungen deutlich. Gleichzeitig verkürzen sich die Zeiten für die Inbetriebnahme.<br />
Produktumstellungen lassen sich nun innerhalb weniger Minuten einfach durchführen. Vorteile, von denen<br />
auch Xiang Piao Piao enorm profitiert.<br />
Fei. „Ein besonderer Vorteil von<br />
PickMaster Twin sind die digitalen<br />
Produktions-Dashboards und die<br />
intuitiven Benutzeroberflächen, die<br />
eine einfache Visualisierung der Daten<br />
ermöglichen.“<br />
Das System bietet zudem weitere<br />
Vorteile: Durch die Automatisierung<br />
repetitiver und monotoner Aufgaben<br />
können sich die Mitarbeitenden<br />
auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren.<br />
Gleichzeitig reduziert<br />
der Robotereinsatz menschliche<br />
Fehler und senkt das Risiko einer<br />
Produktkontamination.<br />
Wirklich flexible Performance<br />
„Die Lösung mit IRB 360 FlexPicker<br />
und PickMaster Twin ist für uns<br />
unschätzbar wertvoll“, sagt Fei.<br />
„Dank des KI-basierten Bildverarbeitungssystems<br />
erkennen die Roboter<br />
Unterschiede in Form und Größe der<br />
Verpackungen sowie deren unterschiedliche<br />
dynamische Positionen<br />
einfach und präzise. Dadurch konnten<br />
wir die Produktionseffizienz deutlich<br />
steigern. Wir sind mit den Ergebnissen<br />
so zufrieden, dass wir bereits<br />
drei weitere Projekte planen, um<br />
zusätzliche roboterbasierte Automatisierungslösungen<br />
in unseren Werken<br />
zu implementieren.“<br />
Mehr Informationen<br />
www..abb.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 17
BRANCHEN REPORT | RFID-Kennzeichnung<br />
©industrieblick/stock.adobe.com<br />
RFID OPTIMIERT REUSE-POOLLÖSUNGEN IN DER GETRÄNKELOGISTIK<br />
Der Mehrweg-Boost<br />
Von<br />
FRANK LINTI,<br />
Director Business<br />
Innovations der inotec<br />
Barcode Security GmbH,<br />
Neumünster<br />
Quelle:<br />
©inotec Barcode Security<br />
GmbH<br />
In Deutschland sind über 70 Millionen Mehrweggetränkekisten und mehrere Milliarden<br />
Mehrwegflaschen im Umlauf. Das hört sich nach sehr vielen Einheiten an, ist aber im<br />
Verhältnis zu mehr als 12 Milliarden Einweggetränkeverpackungen pro Jahr nur ein Anteil<br />
von maximal 30 bis 35 Prozent der bewegten Verpackungen. In keinem Handelssegment<br />
wird bereits so viel Mehrweg eingesetzt wie in der <strong>Getränke</strong>logistik und trotzdem bietet<br />
sich noch ungeheuer viel Potential in der Optimierung der Logistikprozesse.<br />
Die Anforderung der EU-Verpackungsverordnung<br />
PPWR (Packaging<br />
and Packaging Waste Regulation),<br />
bis 2030 nur noch seriell gekennzeichnete<br />
Mehrweglogistikeinheiten<br />
oder mehr Mehrwegverpackungen<br />
einzusetzen, veranlasst derzeit viele<br />
Unternehmen aus der <strong>Getränke</strong>industrie,<br />
sich mit ihren eigenen und den<br />
bestehenden Mehrweg-Logistikpools<br />
auseinanderzusetzen. Dazu gehören<br />
die Bereiche der Mehrwegflaschen<br />
aus Glas und Kunststoff, der <strong>Getränke</strong>kisten<br />
in diversen Formaten,<br />
und der Fässer und Kegs aus Metall<br />
oder Kunststoff zum Beispiel für die<br />
Gastronomie. Parallel dazu entstehen<br />
neue Mehrwegpools, insbesondere<br />
in spezialisierten Anwendungsfeldern<br />
wie etwa bei Trays zur Lagefixierung<br />
für Sixpacks, Wein und weiteren verwandten<br />
Anwendungsfeldern. Auch<br />
dort fehlt in vielen Fällen eine serielle<br />
Kennzeichnung, die eine automatisierte<br />
Echtzeitbestandsverwaltung<br />
und -buchung möglich machen<br />
könnte. Sollten diese Einheiten in<br />
Zukunft seriell verwaltet werden müssen,<br />
ist es unumgänglich, bestehende<br />
Einheiten nachträglich zu codieren<br />
oder durch neue, codierte Einheiten<br />
zu ersetzen. Serielle Codierungen<br />
ermöglichen die Item-Level-Erfassung<br />
und sichere Datenabgleiche mit zentralen<br />
Systemen über einen „digitalen<br />
Zwilling“.<br />
Kreislauf-Effizienz entscheidet<br />
über Mehrweg-Erfolg<br />
Um den Kreislauf ständig aufrecht zu<br />
erhalten und immer genügend Verpackungseinheiten<br />
zurückzubekommen,<br />
werden in der <strong>Getränke</strong>logistik<br />
schon lange Pfandmodelle über alle<br />
Teilnehmer hinweg genutzt. Das<br />
Pfand deckt aber mittlerweile kaum<br />
noch den Verlust der Einheiten sowie<br />
die Lücken in der Versorgung<br />
ab. Deshalb ist das Automatisierungsniveau<br />
dieses Kreislaufs in<br />
Zukunft entscheidend dafür, ob das<br />
Mehrwegsystem effizient ist und ob<br />
vor allem nachhaltig dokumentiert<br />
werden kann, wie häufig die Mehrwegeinheiten<br />
im Durchlauf genutzt<br />
werden. Damit wird das Automatisierungsniveau<br />
des Mehrwegkreislaufs<br />
zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor:<br />
Es bestimmt nicht nur die<br />
operative Effizienz, sondern auch die<br />
Fähigkeit, Nutzungshäufigkeiten der<br />
Mehrwegeinheiten verlässlich und<br />
18 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
nachvollziehbar zu dokumentieren.<br />
Auf dieser Basis lassen sich ökologische<br />
Kennzahlen valide absichern<br />
und gegenüber Dritten belastbar<br />
vertreten.<br />
Bereits realisierte Poollösungen zeigen,<br />
dass sich ein ROI innerhalb der<br />
ersten Jahre überall dort einstellt, wo<br />
die Prozesse optimal automatisiert<br />
werden können. Durch den Wegfall<br />
manueller Suchzeiten reduzieren sich<br />
die Personalaufwände signifikant.<br />
Parallel dazu werden Materialaufwände<br />
minimiert, da Leergutbestände<br />
transparent gesteuert und<br />
optimal auf die teilnehmenden Akteure<br />
verteilt werden können.<br />
RFID optimiert die Prozesse<br />
Durch den Einsatz von RFID in der<br />
Kennzeichnung können Wareneingang,<br />
Warenausgang, Leergutverwaltung,<br />
Tourenmanagement und<br />
Reinigung hochgradig automatisiert<br />
und im Pulk erfasst, dokumentiert<br />
und in Echtzeit zentral abgeglichen<br />
werden. Die Echtzeit-Leergutverwaltung<br />
verringert die Nachbestellungen<br />
beim Bestand um circa 20<br />
Prozent – Verluste können dabei auf<br />
„Item Level“ jedem Poolteilnehmer<br />
zugewiesen werden.<br />
Am Anfang steht immer die<br />
Prozessanalyse<br />
Noch vor der Markteinführung<br />
einer neuen Behälter- oder Verpackungsgeneration<br />
müssen sämtliche<br />
geplanten Prozesse entlang der<br />
gesamten Supply Chain detailliert<br />
analysiert werden. Dies umfasst alle<br />
potenziellen Teilnehmer, sämtliche<br />
Buchungs und Erfassungspunkte<br />
sowie die relevanten Transport- und<br />
Umschlagprozesse. Der Einsatz<br />
von RFID ist dabei nicht isoliert zu<br />
betrachten, sondern stets im Spannungsfeld<br />
zwischen erzielbaren<br />
Prozessverbesserungen und den zusätzlichen<br />
Investitionen in Etikettierung<br />
und Erfassungsinfrastruktur zu<br />
bewerten. Gerade in Poolsystemen<br />
ist ein schneller und reibungsloser<br />
Durchlauf aller Einheiten essenziell.<br />
Dazu gehören unter anderem Ausgabe,<br />
Rücknahme, Pfandbuchung,<br />
Reinigung, Befüllung sowie die<br />
Leergut- und Bestandsverwaltung.<br />
Diese Abläufe müssen durchgängig<br />
funktionieren – unabhängig vom jeweiligen<br />
Kennzeichnungsniveau der<br />
beteiligten Supply-Chain-Akteure.<br />
„Smarte“ Mehrwegverpackungen<br />
bieten neben der gedruckten Codierung<br />
und der Klarschriftnummer auch<br />
RFID-Optionen im Label. Auf diese<br />
Weise kann der Poolbetreiber seinen<br />
Teilnehmern effizientere und gezielte<br />
Datenabfragen ermöglichen, ohne<br />
einzelne Akteure auszuschließen.<br />
Alle Pooleinheiten können sowohl<br />
per Auge, Kamera, Kassensysteme<br />
und Rückgabeautomaten ausgelesen<br />
werden. Eine zusätzliche Farbcodierung<br />
auf dem Label ermöglicht<br />
in einigen Fällen auch eine schnelle<br />
farbliche Sortierung per Hand.<br />
In standardisierten und abgesicherten<br />
Prozessen werden im Zuge der<br />
Reinigung von Reuse-Verpackungen<br />
sowohl die Aussortierung beschädigter<br />
oder verschlissener Einheiten als<br />
auch die Pfandbuchung zuverlässig<br />
durchgeführt und dokumentiert.<br />
Für den Poolbetreiber ergeben sich in<br />
Echtzeit verfügbare Auswertungen,<br />
Bestandsübersichten oder finanzielle<br />
Buchungen und die daraus definierte<br />
optimierte Poolsteuerung.<br />
Herausforderungen bei<br />
der Implementierung RFIDbasierter<br />
Poolsysteme<br />
Viele existierende Mehrwegpool-<br />
Kreisläufe in der <strong>Getränke</strong>industrie<br />
arbeiten nicht mit Code- oder<br />
RFID-<strong>Technologie</strong>n und bieten die<br />
genannten Automatisierungsvorteile<br />
für das Kreislauf-, Bestands- und<br />
Leergutmanagement, wenn überhaupt,<br />
nur in reduziertem Umfang.<br />
Sie durch RFID zu optimieren ist<br />
grundsätzlich möglich – bedeutet<br />
aber einen gewissen Aufwand, denn<br />
RFID-Label müssen oft sukzessive<br />
über einen längeren Zeitraum an den<br />
Mehrwegverpackungen angebracht<br />
werden. Bis das letzte bestehende<br />
Poolobjekt nachgerüstet ist, können<br />
Jahre vergehen. In dieser Übergangsphase<br />
ist eine automatisierte Lesung<br />
nahe 100 Prozent niemals möglich.<br />
Einen neuen Mehrweg-Pool mit<br />
neuer <strong>Technologie</strong> einzurichten ist<br />
demgegenüber wesentlich leichter,<br />
denn bei neuen Behältersystemen<br />
können alle Behälter bereits ab Werk<br />
mit RFID und Codes ausgestattet und<br />
ausgeliefert werden. Somit könnte<br />
Pool für Pool auf RFID umgerüstet<br />
werden. Durch das Kombi-Label ist<br />
eine konventionelle Nutzung ohne<br />
RFID-<strong>Technologie</strong> via Code kein Problem.<br />
Ob Optimierung oder Neuimplementierung<br />
– in beiden Fällen gilt<br />
es, alle Trackingpunkte exakt auf die<br />
jeweilige Lesesituation und Leseaufgabe<br />
zu planen und einzurichten.<br />
Inmould oder selbstklebend:<br />
RFID-Kennzeichnung auf Behältern<br />
und Reuse-Verpackungen<br />
Die benötigten codierten Datenträger<br />
können direkt beim Hersteller<br />
der Pooleinheiten vor der ersten Inbetriebnahme<br />
ins System bereits bei<br />
der Produktion entweder Inmould<br />
eingespritzt und damit mit dem Behälter<br />
auf immer verbunden werden,<br />
oder klassisch als Klebelabel mit<br />
Schutzlaminat aufgespendet werden.<br />
Die Kennzeichnung kann über<br />
herkömmliche Barcode/2D Code<br />
oder Barcode/2D Code und RFID<br />
Label erfolgen. Alle Inmould Label<br />
bieten den großen Vorteil, dass sie<br />
bereits während der Produktion in<br />
die Verpackung eingebracht werden.<br />
Die Kennzeichnung ist vollständig hygienisch<br />
und sowohl manipulationsals<br />
auch pfandsicher und damit Teil<br />
der eigentlichen Reuse-Verpackung.<br />
Bei der Kennzeichnung mit Inmould<br />
Labeln entfällt der nachgelagerte<br />
Prozess der Erstellung und Applikation<br />
von Produkt-Labels auf die<br />
Reuse-Verpackung, was zu einer<br />
Reduktion der Prozesskosten führt.<br />
Wo liegt der Benefit von RFID?<br />
Durch den Einsatz von RFID können im<br />
Rahmen der Pulkerfassung bis zu 600<br />
Objekte auf einer Palette gleichzeitig<br />
erfasst und verbucht werden. Das ist<br />
bei der Rückführung von Leergut und<br />
in der Warenausgabe ein enormer logistischer<br />
Vorteil, was die Geschwindigkeit<br />
und den Personalaufwand<br />
betrifft. RFID erfordert keinen visuellen<br />
Sichtkontakt zwischen Label und<br />
Lesegerät, sodass bei der Bestückung<br />
und Rückgabe von Mehrwegbehältern<br />
keine optisch bedingten<br />
Leseprobleme auftreten, wie<br />
sie etwa bei verschmutzten<br />
oder kontrastarmen Barcodes<br />
bekannt sind.<br />
Der RFID-Chip ist sicher,<br />
zuverlässig und eindeutig. Er<br />
kann jederzeit Pfandsicherheit<br />
gewährleisten, da er<br />
nicht kopierbar ist.<br />
Mehr Informationen<br />
www.inotec.de<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 19
IM FOKUS | Prozess- und Verpackungstechnik<br />
INTERPACK <strong>2026</strong><br />
<strong>Getränke</strong>verpackungen werden<br />
Leichtgewichte<br />
Die interpack bringt als weltweit führende Messe für Processing- und Packaging-Lösungen <strong>2026</strong> wieder die<br />
internationalen Akteure rund um die Abfüllung und Verpackung von <strong>Getränke</strong>n zusammen. Auch diese<br />
Branche ist aktuell getrieben von regulatorischen Vorgaben wie der europäischen Verpackungsverordnung,<br />
ambitionierten Nachhaltigkeitszielen der Hersteller sowie einem veränderten Konsumentenverhalten.<br />
Klassische <strong>Getränke</strong>verpackungen<br />
wie PET- oder Glasflaschen,<br />
Aludosen oder <strong>Getränke</strong>kartons<br />
verändern sich: Maximale<br />
Materialreduktion, intelligente<br />
Barrierefunktion, digitale Prozesskontrolle<br />
und verbesserte<br />
Recyclingfähigkeit gehören<br />
heute zu den Anforderungen<br />
an neue Generationen von<br />
<strong>Getränke</strong>verpackungssystemen.<br />
Ein großes Thema ist die Gewichtsreduktion.<br />
interpack-Aussteller<br />
KHS etwa verfolgt einen<br />
„Premium-Light-Weight“-Ansatz<br />
und zeigt mit Premium Lite<br />
eine Flasche für stilles Wasser<br />
aus 100 Prozent recyceltem PET<br />
mit einem Gewicht von lediglich<br />
6,2 Gramm bei 0,25 Litern. Die<br />
neue Flasche soll minimalen Materialeinsatz<br />
mit hochwertiger<br />
Ästhetik vereinen und ist speziell<br />
auf die Anforderungen moderner<br />
Highspeed-Produktionslinien<br />
zugeschnitten. Produziert<br />
wird das Leichtgewicht auf der<br />
weiterentwickelten Streckblasmaschine<br />
KHS InnoPET Blomax<br />
Serie V, die mit hoher Präzision<br />
für die Prozessstabilität bei hohen<br />
Stückzahlen sorgt.<br />
KHS Supreme kombiniert PET mit einer hauchdünnen<br />
Innenbeschichtung aus Glas. Bild: KHS<br />
Noch einen Schritt weiter in<br />
Richtung Produktschutz und<br />
Kreislaufwirtschaft geht KHS<br />
mit seiner neuen PET-Flasche Supreme.<br />
Hier kommt die Plasmax-<br />
<strong>Technologie</strong> des Unternehmens<br />
zum Einsatz, mit der eine weniger<br />
als 100 Nanometer dünne<br />
Siliziumoxid-Beschichtung auf<br />
der Innenwand der Flasche<br />
aufgebracht wird. Sie wirkt<br />
wie Glas, schützt sauerstoffempfindliche<br />
<strong>Getränke</strong> – etwa<br />
hochwertigen grünen Tee – vor<br />
Oxidation und verlängert die<br />
Haltbarkeit um ein Vielfaches.<br />
Gleichzeitig bleibt die Flasche<br />
vollständig recyclingfähig, da die<br />
Glasschicht im Recyclingprozess<br />
in der Lauge entfernt wird, ohne<br />
das PET zu kontaminieren. Die<br />
Kombination aus maximalem<br />
Produktschutz, rPET-Kompatibilität<br />
und industriellen Produktionsgeschwindigkeiten<br />
von bis<br />
zu 60.000 Flaschen pro Stunde<br />
verdeutlicht dabei, wie stark sich<br />
Barrieretechnologien inzwischen<br />
in Richtung Kreislaufwirtschaft<br />
weiterentwickelt haben.<br />
Leicht recycelbare Etiketten<br />
Parallel zur Materialreduktion<br />
gewinnt die Frage der Wiederverwertbarkeit<br />
einzelner<br />
Komponenten an Bedeutung.<br />
CCL Label legt als Aussteller auf<br />
der interpack <strong>2026</strong> den Schwerpunkt<br />
auf Innovationen im<br />
Bereich der Kreislaufwirtschaft<br />
und zeigt, wie Verpackungsdesign<br />
Recyclingsysteme aktiv<br />
unterstützen kann. Im Bereich<br />
der Etiketten- und Sleeve-<strong>Technologie</strong><br />
setzt das Unternehmen<br />
auf recyclingunterstützende<br />
Konzepte. Mit EcoFloat wurde<br />
beispielsweise eine Shrink-<br />
Sleeve-Lösung entwickelt, die<br />
auf Polyolefin niedriger Dichte<br />
basiert. Im Sink-Float-Verfahren<br />
des PET-Recyclings schwimmt<br />
das Sleeve-Material auf, während<br />
die PET-Flakes absinken.<br />
Diese physikalische Trennbarkeit<br />
ist entscheidend für hochwertiges<br />
Bottle-to-Bottle-Recycling.<br />
Neu ist zudem die EcoFloat<br />
White-Option für lichtempfindliche<br />
Produkte, die den Wechsel<br />
von undurchsichtigen HDPEoder<br />
PET-Verpackungen hin zu<br />
klaren PET-Flaschen ermöglicht.<br />
Die EcoFloat White-Option ermöglicht den Wechsel<br />
von undurchsichtigen HDPE- oder PET-Verpackungen<br />
zu klaren PET-Flaschen. Bild: CCL Label<br />
Auch im Mehrweg- und<br />
Refill-Bereich adressiert CCL mit<br />
WashOff-Etiketten die Anforderungen<br />
industrieller Waschprozesse.<br />
Die druckempfindlichen<br />
Etiketten lassen sich im Laugenbad<br />
rückstandsfrei ablösen<br />
und unterstützen so Glas- oder<br />
PET-Mehrwegsysteme. Ergänzend<br />
dazu verbessert die neue<br />
EcoShear-Klebstofftechnologie<br />
die Recyclingfähigkeit von<br />
Einweg-Glasflaschen, indem<br />
selbstklebende Folienetiketten<br />
nahezu vollständig entfernt<br />
werden können.<br />
Die WashOff-Etiketten lassen sich rückstandsfrei<br />
von Mehrwegflaschen lösen. Bild: CCL Label<br />
Klebstoff für High Speed-<br />
Etikettierung<br />
Schließlich gewinnt auch die<br />
Zusammensetzung vermeintlich<br />
kleiner Komponenten an<br />
Bedeutung. Mit einem neuen<br />
mineralölfreien Schmelzklebstoff<br />
bietet Henkel Adhesive<br />
<strong>Technologie</strong>s eine Lösung,<br />
die im Recyclingprozess bis zu<br />
98 Prozent entfernbar ist. Die<br />
Rückstände werden zusammen<br />
mit den Etikettenresten aus<br />
dem Materialstrom separiert.<br />
Die Schmelzklebstofflösung<br />
eignet sich sowohl für Papierals<br />
auch für Kunststoffetiketten,<br />
klebt zuverlässig bis<br />
zu 40.000 Flaschenetiketten<br />
pro Stunde und punktet mit<br />
einer niedrigen Verarbeitungstemperatur<br />
von 110 bis 140<br />
°C. Das schont die Anlagen,<br />
spart Energie und erhöht die<br />
Betriebssicherheit.<br />
20 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
Auch für Glasbehälter bietet Krones<br />
eine Alternative zur klassischen<br />
Etikettierung: INKpression<br />
steht für die direkte Übertragung<br />
von Tinte auf einen Behälter. Das<br />
Besondere dabei: Die Applikation<br />
erfolgt nicht als klassischer<br />
Druckvorgang. Das fertige Design<br />
wird von einem Trägermaterial<br />
abgezogen und als Ganzes<br />
auf den Behälter übertragen.<br />
Ökologisch besser als ihr Ruf:<br />
<strong>Getränke</strong>kartons.<br />
Bild: FKN<br />
Dosenboom hält an<br />
Alle relevanten Informationen werden direkt per<br />
Laser auf die Flasche gebracht. Bild: Krones<br />
Lasern statt Etikettieren<br />
Ohne Etiketten geht es allerdings<br />
auch: Krones hat dazu im<br />
letzten Jahr mit DecoBeam eine<br />
Lösung für die Direktbeschriftung<br />
von PET bzw. rPET-Flaschen<br />
entwickelt. Dabei werden alle<br />
relevanten Informationen wie<br />
Nettofüllmenge, Inhaltsstoffe,<br />
Mindesthaltbarkeitsdatum oder<br />
auch Design-Elemente direkt<br />
per Laser auf die Flaschen aufgebracht.<br />
Das spart Material<br />
und die Verpackung lässt sich<br />
einfacher recyceln. Für die<br />
Laserbeschriftung stehen zwei<br />
Verfahren zur Verfügung: Der<br />
CO 2<br />
-Laser sorgt für ein eher<br />
weiß anmutendes Farbergebnis,<br />
mit dem Faserlaser bekommt die<br />
Schrift einen schwarzen Farbeindruck.<br />
Neben Texten können<br />
auch Logos, Grafiken oder Designelemente<br />
abgebildet werden.<br />
Die <strong>Getränke</strong>dose erfreut sich<br />
schon seit Jahren zunehmender<br />
Beliebtheit. Aktuell boomt<br />
beispielsweise der Absatz von<br />
Softdrinks und Energydrinks in<br />
Dosen, insbesondere bei jüngeren<br />
Zielgruppen. In Europa<br />
weist die <strong>Getränke</strong>dose zudem<br />
eine gute Recyclingquote auf:<br />
sie lag 2023 bei über 76 Prozent,<br />
Tendenz steigend. Das<br />
geht aus Zahlen der beiden<br />
europäischen Verbände Metal<br />
Packaging Europe (MPE) und<br />
European Aluminium (EA) hervor.<br />
Pfandsysteme zeigen dabei<br />
signifikante Effekte: Länder mit<br />
Deposit-Return-Systemen erreichen<br />
Recyclingquoten von bis zu<br />
90 Prozent.<br />
Die Nachfrage nach <strong>Getränke</strong>n in der Dose steigt. Bild: Coca-Cola / Uli Deck<br />
Technomelt EM 335 RE ist mineralölfrei, im Recyclingprozess nahezu komplett entfernbar und Petcycle-zugelassen.<br />
Bild: Henkel<br />
Viele <strong>Getränke</strong>hersteller bauen<br />
derzeit ihr Dosenangebot aus.<br />
Coca-Cola Europacific Partners<br />
Deutschland (CCEP DE) etwa<br />
investiert in diesem Jahr in<br />
eine neue Dosen-Abfülllinie<br />
am Standort Halle, die voraussichtlich<br />
im Sommer <strong>2026</strong> in<br />
Betrieb gehen soll. Sie ergänzt<br />
dann die beiden bestehenden<br />
Abfülllinien für kohlensäurefreie<br />
<strong>Getränke</strong> in PET-Flaschen.<br />
Mit der Millionen-Investition<br />
reagiert Coca-Cola auf die<br />
gestiegene Nachfrage: Im<br />
vergangenen Jahr erreichten<br />
<strong>Getränke</strong> in Dosen allein im<br />
deutschen Markt ein Absatzplus<br />
von rund 12 Prozent im<br />
Vergleich zum Vorjahr.<br />
<strong>Getränke</strong>karton mit guter<br />
Ökobilanz<br />
Am <strong>Getränke</strong>karton scheiden<br />
sich häufig die Geister. Dabei<br />
vereint die Verpackung hochmoderne<br />
<strong>Technologie</strong>: sie ist<br />
leicht, lichtundurchlässig, recyclingfähig<br />
und rund drei Viertel<br />
des Materials bestehen aus<br />
Kartonfaser – ergänzt um Barrieren,<br />
die den Produktschutz<br />
gewährleisten und zur langen<br />
Haltbarkeit beitragen. Beim<br />
Thema Recycling sei die Branche<br />
weiter, als viele glauben, so der<br />
Fachverband Kartonverpackung<br />
für flüssige Nahrungsmittel<br />
e.V. (FKN). Über die Verbandsunternehmen<br />
Tetra Pak, SIG<br />
Combibloc und Elopak sowie<br />
die Recyclinganlage Palurec<br />
im Chemiepark Knapsack sei<br />
der <strong>Getränke</strong>karton längst Teil<br />
eines funktionierenden Kreislaufs.<br />
In Deutschland können so<br />
pro Jahr rund 36.000 Tonnen<br />
Kunststoff- und Aluminiumanteile<br />
aus <strong>Getränke</strong>kartons aufbereitet<br />
werden. Für die gesetzlich<br />
geforderten Quoten reicht<br />
das allerdings noch nicht, und<br />
so wurde die Recyclingquote<br />
nach aktuellen Zahlen der Zentralen<br />
Stelle Verpackungsregister<br />
(ZSVR) im Jahr 2024 zum dritten<br />
Mal in Folge verfehlt.<br />
Tethered Caps sind<br />
unbeliebt<br />
Wie eine Studie des Nürnberg<br />
Institut für Marktentscheidungen<br />
(NIM) zeigt, empfindet<br />
eine Mehrheit der Verbraucher<br />
sogenannte „Tethered Caps“<br />
als unpraktisch. Seit Mitte 2024<br />
müssen Einweg-<strong>Getränke</strong>verpackungen<br />
mit diesen Verschlüssen<br />
ausgestattet sein, die nach<br />
dem Öffnen an der Verpackung<br />
bleiben. Damit soll Plastikmüll<br />
reduziert und das Recycling<br />
erleichtert werden. Zwei Drittel<br />
der Befragten kritisieren aber<br />
die umständliche Handhabung –<br />
insbesondere beim Trinken und<br />
Ausgießen.<br />
Wie <strong>Getränke</strong> heute sicher, optisch<br />
ansprechend und zugleich<br />
nachhaltig verpackt werden,<br />
zeigen zahlreiche internationale<br />
Aussteller auf der interpack<br />
vom 7. bis 13. Mai <strong>2026</strong> in<br />
Düsseldorf.<br />
Mehr Informationen<br />
www.interpack.de<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 21
MESSEVORSCHAU<br />
Weichen stellen für die Zukunft der Verpackungsindustrie<br />
Die Machine Automation Division von ABB präsentiert auf der Inter-pack <strong>2026</strong> ein umfassendes Portfolio an Automatisierungslösungen<br />
ihrer B&R Produkte. In Halle 6, Stand E62, zeigt das Unternehmen Hardware- und Softwarelösungen für Steuerungssyteme,<br />
Antriebstechnik, HMI, Si-cherheitstechnik und Mechatronik sowie offene Konnektivität und die nahtlose Integration<br />
neuer <strong>Technologie</strong>n wie Bildverarbeitung und Simulation.<br />
Der schnelle Anstieg des Omnichannel-Handels,<br />
strengere<br />
Nachhaltigkeitsvorgaben und ein<br />
sich veränderndes Arbeitsumfeld<br />
führen dazu, dass Hersteller<br />
ihre Verpackungs- und Materialflussprozesse<br />
neu ausrichten<br />
müs-sen. Unternehmen stehen<br />
heute vor der Aufgabe, sowohl<br />
klassische Palettenaufträge als<br />
auch individualisierte Kleinserien<br />
für den E-Commerce effizient zu<br />
erfüllen – und zugleich neue gesetzliche<br />
Anforderungen wie die<br />
EU Verordnung für Verpackung<br />
und Verpackungsabfälle (PPWR)<br />
einzuhalten.<br />
Die Automatisierungslösungen<br />
der Machine Automation Division<br />
auf Basis von <strong>Technologie</strong> von<br />
B&R unterstüt-zen Verpackungshersteller<br />
dabei, schnell auf neue<br />
Trends zu reagieren, personalisierte<br />
Varianten effizient umzusetzen<br />
und ihre Produktivität<br />
durch adaptive, zukunftsfähige<br />
Automatisierung zu steigern.<br />
Auf der diesjährigen interpack<br />
sind verschiedenste Lösungen<br />
für die Verpackungsindustrie zu<br />
sehen, darunter:<br />
• Das „All Adaptive Demo“<br />
zeigt, wie sich moderne Automatisierungstechnik<br />
für zukünftige<br />
Verpa-ckungsprozesse<br />
einsetzen lässt. Im Mittelpunkt<br />
stehen die Transportsysteme<br />
ACOPOStrak und ACO-POS 6D,<br />
die dynamische, frei konfigurierbare<br />
Einzelproduktbewegungen<br />
ermöglichen. Die Robotermechanik<br />
eines Codian Delta<br />
übernimmt den Produkttransfer<br />
zwischen den Plattformen. Ein<br />
Vision-System mit zwei Kameras<br />
dient zur Positionsbestimmung,<br />
Qualitätsprüfung und<br />
Bildauswertung.<br />
Das Demo veranschaulicht, wie<br />
wichtig eine präzise Abstimmung<br />
von Sortierung, Transport,<br />
roboterge-stütztem Handling,<br />
visueller Inspektion und Prozessintegration<br />
in einer vielseitigen<br />
Verpackungspro-duktion ist.<br />
• ABB Machine Automation<br />
stellt die neuesten ACOPOS 6D<br />
Lösungen vor, die auf der magnetisch<br />
schwebenden B&R Planartechnologie<br />
basieren und eine<br />
vollständig adaptive, kontaktfreie<br />
Produktbe-wegung auf sehr<br />
kleinem Maschinenraum ermöglichen.<br />
Durch die Kombination<br />
von Fördertechnik mit dem ACO-<br />
POS 6D Planarsystem lassen sich<br />
die Kosten pro Artikelnummer<br />
senken, die Anzahl der verarbeiteten<br />
SKUs (Stock Keeping Unit)<br />
pro Minute steigern und neue<br />
Produkte deutlich schneller wirtschaftlich<br />
herstellen. Die <strong>Technologie</strong><br />
arbeitet mit mikrometergenauer<br />
Positionierung, kommt<br />
oh-ne mechanischen Verschleiß<br />
aus und ermöglicht eine schnelle<br />
Inbetriebnahme sowie Formatwechsel<br />
ohne Produktionsunterbrechung.<br />
Zudem eignet sie<br />
sich für Reinraumanwendungen,<br />
insbesondere in Verbindung mit<br />
der Codian SCARA Robotikmechanik.<br />
Besucher:innen können<br />
am Messestand erle-ben, wie<br />
parallel verschiedene Produkte<br />
auf einer einzigen Maschine<br />
produziert werden können und<br />
wie nahtlos die Interaktion mit<br />
Robotermechanik, Bildverarbeitungssystemen<br />
und weiteren<br />
Automati-sierungskomponenten<br />
erfolgt. Darüber hinaus wird<br />
gezeigt, wie sich das gesamte<br />
Transportsystem mit-hilfe einer<br />
integrierten Engineering Umgebung<br />
von B&R simulieren, optimieren<br />
und diagnostizieren lässt.<br />
• Das Transportsystem ACOPOStrak<br />
gehört seit vielen Jahren zu<br />
den zentralen <strong>Technologie</strong>n im<br />
B&R‐Produktportfolio und hat<br />
sich insbesondere in Umgebungen<br />
mit hoher Variantenvielfalt<br />
und häu-fig wechselnden SKUs<br />
Der Geschäftsbereich Machine Automation von ABB wird auf der interpack <strong>2026</strong> ein umfassendes Lösungsangebot<br />
auf Basis der <strong>Technologie</strong> von B&R für die Verpackungsindustrie präsentieren.<br />
bewährt. Die aktuelle Generation<br />
des Systems ist mit der<br />
neuen Com-pact‐Curve‐<strong>Technologie</strong><br />
ausgestattet, wodurch<br />
sich hochverdichtete Anlagenlayouts<br />
bei einer System-breite<br />
von lediglich 330 mm realisieren<br />
lassen. Ergänzend kommen<br />
Metal‐to‐Metal‐Shuttles und<br />
‐Führungselemente zum Einsatz,<br />
die höhere Traglasten ermöglichen<br />
und auch bei anspruchsvollen<br />
Po-sitionieraufgaben präzise<br />
Ergebnisse liefern. Trotz dieser<br />
höheren Belastbarkeit bleibt<br />
die volle Dyna-mik des Systems<br />
erhalten, was wiederum eine<br />
gesteigerte Förderleistung pro<br />
Quadratmeter Maschinen-fläche<br />
erlaubt. Damit bietet ACOPOStrak<br />
eine leistungsfähige und<br />
zugleich flexible Lösung für Produk-tionsumgebungen,<br />
die kurze<br />
Umrüstzeiten, hohe Geschwindigkeiten<br />
und eine zuverlässige<br />
Verarbei-tung unterschiedlichster<br />
Produktvarianten erfordern.<br />
• Die Open‐Robotics‐Workstation<br />
zeigt, wie offene Robotikmechanik<br />
eine leistungsstarke<br />
und zugleich weniger komplexe<br />
Integration ermöglicht.<br />
Die Codian‐Robotikmechanik<br />
kann mit verschiedenen Automatisierungsplattformen<br />
kombiniert<br />
werden. In Verbindung<br />
mit B&R‐Steuerungstechnik ist<br />
eine präzise Synchronisation<br />
mit Achssystemen, Trans-portsystemen<br />
und Bildverarbeitung<br />
möglich – mit Genauigkeiten im<br />
Sub‐Mikrosekundenbereich.<br />
Statt mehrerer Steuerungen<br />
und aufwendiger Schnittstellen<br />
arbeitet die gesamte Lösung<br />
unter einer einheitlichen Steuerungsarchitektur.<br />
Dies reduziert<br />
Integrationsaufwand und erhöht<br />
sowohl Flexibilität als auch<br />
Anlageneffizienz.<br />
Die Lösungen der Machine Automation<br />
Division für die Verpackungsindustrie<br />
sind auf kurze<br />
Umrüstzeiten, vielfältige Auftragsprofile<br />
und datengestützte<br />
Optimierung ausgelegt. Sie<br />
unterstützen Hersteller dabei,<br />
flexibel zu bleiben, Ausschuss<br />
zu reduzieren und wachsenden<br />
Anforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit,<br />
Varian-tenvielfalt<br />
und Nachhaltigkeit gerecht zu<br />
werden.<br />
www.abb.com<br />
22 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
Antriebslösungen für die Verpackungsindustrie<br />
NORD DRIVESYSTEMS präsentiert robuste, wirtschaftliche und leistungsstarke Antriebslösungen für die Verpackungsindustrie.<br />
Die Branchenexpertinnen und -experten aus Bargteheide freuen sich auf den Austausch mit zahlreichen Besuchern.<br />
NORD zeigt ein umfassendes<br />
Portfolio an flexiblen Systemlösungen,<br />
die speziell auf die Bedürfnisse<br />
der Verpackungsindustrie<br />
sowie die hohen Hygieneanforderungen<br />
im Bereich Food &<br />
Beverage zugeschnitten sind. Ob<br />
Primary-, Secondary- oder Endof-Line-Packaging:<br />
Mit seinem<br />
modularen Produktbaukasten<br />
wird das Unternehmen den unterschiedlichen<br />
Anforderungen<br />
der Branche gerecht.<br />
Hygienefreundliche Getriebe<br />
für Servomotoren<br />
NORD bietet zum Beispiel<br />
leistungsfähige Stirnrad-, Kegelrad-<br />
und Schneckengetriebe in<br />
verschiedenen Ausführungen<br />
für Primary- und Secondary-<br />
Packaging-Prozesse an. Die<br />
Servoadapter-Lösungen des Herstellers<br />
ermöglichen eine nahtlose<br />
Integration für NEMA- und<br />
IEC- Flanschmotoren. Die Adapter<br />
sorgen für zuverlässige Verbindungen,<br />
die den anspruchsvollen<br />
Bedingungen in der Verpackungsindustrie<br />
gerecht werden.<br />
Mit NXD tupH ® veredelt sind sie<br />
auch für lebensmittelnahe Applikationen<br />
geeignet.<br />
Zur Umsetzung einfacher Servoanwendungen<br />
hat der Hersteller<br />
zudem die dezentralen Frequenzumrichter<br />
der NORDAC ON/<br />
ON+ Familie mit integriertem<br />
Fahrprofil im Sortiment – was<br />
zum Beispiel Gleichlauf und Fliegende<br />
Säge beinhaltet. Das integrierte<br />
POSICON-Modul sorgt<br />
für eine sanfte und dynamische<br />
Positionierung. Weitere Vorteile<br />
sind der geringe Bauraum, die<br />
hohe Zuverlässigkeit sowie die<br />
einfache Integration durch die<br />
vollständige Steckbarkeit der<br />
Antriebslösung.<br />
Förderbandapplikationen in<br />
Wash-Down-Bereichen<br />
Für eine widerstandsfähige<br />
Antriebslösung in Wash-Down-<br />
Bereichen stellt NORD chemikalienresistente<br />
IE3-Glattmotoren<br />
sowie IE5+ Synchronmotoren<br />
(TENV) im hygienischen Design<br />
mit dem Kegelradgetriebe<br />
NORBLOC.1 und demnächst<br />
dem dezentralen Frequenzumrichter<br />
NORDAC ON PURE zur<br />
Verfügung. Robuste Edelstahl-<br />
Steckverbinder mit Schutzart<br />
IP69K erlauben darüber hinaus<br />
eine schnelle und sichere Wartung.<br />
Ein Hybridkabel kombiniert<br />
Leistung, Steuerspannung und<br />
Multi-Ethernet-Kommunikation.<br />
Zusammen mit der NXD tupH ® -<br />
Veredelung lässt sich ein hoher<br />
Hygienegrad erreichen.<br />
Hohe Effizienz in dynamischen<br />
Applikationen<br />
Die hocheffizienten IE5+ Synchronmotor<br />
kombiniert mit<br />
einem NORDBLOC.1 Kegelradgetriebe<br />
und einem dezentralen<br />
Frequenzumrichter oder<br />
Schaltschrank-Umrichter von<br />
NORD bieten einen konstant<br />
hohen Wirkungsgrad über den<br />
gesamten Drehzahlbereich, wodurch<br />
sich Varianten reduzieren<br />
lassen. Sie ermöglichen präzise<br />
Einsätze mit und ohne Geber<br />
durch ihre hochwertige Steuerungs-<br />
und Regelungstechnik<br />
sowie antriebsnahe Funktionen<br />
anhand der lokalen SPS. Mit ihrer<br />
Plug-and-Play-Funktionalität<br />
verringern die smarten Umrichter<br />
auch den Verkabelungsaufwand<br />
erheblich.<br />
Hygienische Lösungen für<br />
Food & Beverage<br />
Für den Einsatz in lebensmittelnahen<br />
Bereichen hat NORD<br />
einen Asynchronmotor mit hygienegerechtem<br />
Klemmkasten im<br />
Portfolio. Dank glatter Konturen<br />
und Übergänge ermöglicht das<br />
Komplettsystem eine einfache<br />
Reinigung und ist speziell auf die<br />
Anforderungen der Lebensmittel-<br />
und Verpackungsindustrie<br />
ausgelegt. Ausgestattet mit dem<br />
Oberflächenschutz NXD tupH ®<br />
stellen die Antriebssysteme im<br />
Aluminium-Glattgehäuse von<br />
NORD eine wirtschaftliche und<br />
wirkungsvolle Alternative zu Edelstahl,<br />
Lackierungen oder Hauben<br />
dar. NXD tupH ® -Oberflächen<br />
sind PFAS-frei und lebensmittelkonform<br />
gemäß FDA, der EU-<br />
Verordnung 1935/2004 sowie<br />
den Bestimmungen der Schweiz<br />
und der MERCOSUR-Staaten.<br />
www.nord.com<br />
Automatisierte Verpackungsmaschinen, Anlagen und<br />
Systeme für die <strong>Getränke</strong>- und Lebensmittelindustrie.<br />
Lückenlos.<br />
Grenzenlos.<br />
Makellos.<br />
Treffen Sie uns!<br />
7. - 13. Mai<br />
Düsseldorf<br />
Halle 11, Stand C60<br />
www.eol.group<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 23
MESSEVORSCHAU<br />
Effizienz, Elektrifizierung und drahtlose Vernetzung für die nächste Generation<br />
von Verpackungsmaschinen<br />
Energie sparen, Output steigern mit Vakuum-Anwendungen, elektrischen Antrieben, Wireless-<strong>Technologie</strong> und Kühl- und<br />
Temperiergeräten der neuesten Generation: Weniger Druckluft, Flexibilität in der Anwendung und digitale Transparenz für die<br />
Verpackungsindustrie von morgen.<br />
Die interpack in Düsseldorf gilt<br />
als Taktgeber für Innovationen<br />
in der Verpackungsindustrie. In<br />
diesem Umfeld zeigt SMC, wie<br />
sich Energieeffizienz, CO 2<br />
-Reduktion,<br />
schnelle Formatwechsel<br />
und digitale Transparenz<br />
praxistauglich verbinden lassen<br />
– vom End‐of‐Arm-Tool bis zum<br />
vernetzten Produktionsprozess.<br />
Energieeffizienz, 4-bar<br />
Factory und CO 2<br />
‐Reduktion:<br />
Ein ganzheitlicher Ansatz für<br />
nachhaltige Produktion<br />
Mit der 4-bar Factory etabliert<br />
SMC einen praxisnahen<br />
Ansatz, der nicht bei der<br />
Maschine, sondern bei der<br />
Werksinfrastruktur beginnt.<br />
Die stufenweise Absenkung<br />
des Betriebsdrucks – etwa von<br />
6-7 bar auf 4 bar – reduziert<br />
Kompressorlast und Leckageverluste<br />
und senkt damit Energiebedarf<br />
und CO 2<br />
‐Emissionen<br />
nachhaltig. Die Voraussetzung:<br />
Kompatible Komponenten wie<br />
die Ejektoren der Serie ZKJ, die<br />
bereits bei niedrigem Druck<br />
eine stabile Performance liefern<br />
und den Luftverbrauch enorm<br />
reduzieren.<br />
Gleichzeitig zeigt sich, dass Effizienzgewinne<br />
nicht nur über<br />
die Druckluftseite erzielt werden<br />
können. Wo präzise Bewegungen<br />
regelbarer oder energieeffizienter<br />
ausgeführt werden sollen, ist die<br />
Elektrifizierung eine Ergänzung<br />
zur Druckoptimierung. Beide Ansätze<br />
– optimierte Druckluft und<br />
elektrischer Antrieb – sind Wege<br />
zu mehr Nachhaltigkeit.<br />
Eine Alternative zu pneumatischen<br />
Antrieben sind die<br />
elektrischen Antriebe der Serie<br />
EQ: Sie werden ähnlich einfach<br />
wie pneumatische Antriebe<br />
angesteuert. Dabei müssen bestehende<br />
Steuerungsprogramme<br />
nicht angepasst werden. Das<br />
erleichtert die Umstellung und<br />
reduziert die Inbetriebnahmezeiten<br />
sowie die CO 2<br />
-Emissionen.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt liegt<br />
auf der Elektrifizierung von<br />
Bewegungsprozessen. Der elektrische<br />
Antrieb der Serie EQ mit<br />
integriertem Controller lässt sich<br />
wie ein pneumatischer Antrieb<br />
ansteuern, wodurch bestehende<br />
Steuerungsprogramme für<br />
pneumatische Antriebe ohne<br />
Anpassungen übernommen<br />
werden können. Die einfache<br />
und schnelle Inbetriebnahme<br />
erfolgt über die Easy‐Setup‐Software.<br />
Der Platzbedarf<br />
für den EQ ist gering und der<br />
energieeffiziente, bipolare Motor<br />
zahlt direkt auf die CO 2<br />
‐ und<br />
Energieziele ein. „Elektrische<br />
Präzision ohne Hürden: Der EQ<br />
reduziert den Verdrahtungs‐ und<br />
Konfigurationsaufwand auf ein<br />
Minimum und ermöglicht den<br />
schnellen Schritt in ein energieeffizienteres<br />
Motion‐Control“,<br />
erläutert Mohamed Boudouhi,<br />
Produktmanager für elektrische<br />
Antriebe und elektropneumatische<br />
Regler bei SMC.<br />
Temperierung mit Zukunftssicherheit:<br />
CO 2<br />
‐Kühl- und<br />
Temperiergeräte für regulatorische<br />
Konformität<br />
Auch im Bereich der Temperaturregelung<br />
liefert SMC eine<br />
zukunftssichere Option: Mit<br />
der HRSC‐Serie präsentiert<br />
SMC Kühl- Temperiergeräte der<br />
nächsten Generation mit dem<br />
natürlichen Kältemittel R744,<br />
auch bekannt als CO 2<br />
(GWP = 1).<br />
Sie erfüllen somit die strenge<br />
F-Gas-Verordnung und lassen<br />
sich als Drop‐in‐Lösung in bestehende<br />
Anlagen integrieren.<br />
In sämtlichen Anwendungen,<br />
in denen Temperaturen stabil<br />
gehalten werden müssen, seien<br />
es Laserbearbeitungsanlagen,<br />
Kühlwalzen oder Siegelstationen,<br />
beweist die Serie HRSC<br />
hohe Qualität sowie Temperaturstabilität<br />
bis zu ±0,1 °C.<br />
Für qualitäts- und hygienekritische<br />
Applikationen ergänzt der<br />
Stab-Ionizer der Serie IZSW10<br />
das Portfolio mit einer Lösung<br />
für die elektrostatische Entladung<br />
von Bauteilen: Der IZSW10<br />
arbeitet zuverlässig in nassen<br />
und staubigen Umgebungen<br />
mit der IP-Schutzklasse 66, baut<br />
statische Aufladung auch auf Distanzen<br />
bis 500mm sehr schnell<br />
ab und hält die statische Ladung<br />
automatisch stabil auf dem gewünschten<br />
Niveau.<br />
End‐of-Arm‐Tools: Flexibilität,<br />
Sicherheit und reduzierte<br />
Komplexität<br />
Im Zentrum des Messeauftritts<br />
stehen zudem kompakte Systeme,<br />
die sich ohne Mehraufwand<br />
in bestehende Prozesse<br />
und Anlagen integrieren lassen.<br />
Dazu gehört die All‐in‐One‐Vakuumeinheit<br />
ZKJ, die Vakuumerzeugung,<br />
Ventiltechnik, Sensorik<br />
und Feldbus in einem Modul<br />
vereint und so Verkabelung,<br />
Bauraum und Rüstzeiten spürbar<br />
reduziert. Das Produkt unterstützt<br />
gängige Industrial‐Ethernet‐Protokolle<br />
und bleibt auch<br />
bei Stromunterbrechungen<br />
prozesssicher. Anwender profitieren<br />
von hohen Taktzahlen,<br />
flexibler Skalierbarkeit bei<br />
häufigen Formatwechseln und<br />
messbaren Einsparungen beim<br />
Druckluftverbrauch – ein relevanter<br />
Hebel für Produktivität<br />
und Nachhaltigkeit. Die ZKJ‐Vakuummodule<br />
bieten IO‐Linkund<br />
PROFINET‐Funktionen und<br />
ermöglichen so Remote Monitoring,<br />
Condition Monitoring und<br />
optimierte Wartungsprozesse.<br />
Damit lassen sich Echtzeitdaten<br />
Die ZKJ‐Vakuumeinheit bündelt bis zu 16 Ejektoren<br />
in einem Feldbus‐Manifold und unterstützt<br />
PROFINET, IO‐Link, EtherCAT und Ether-<br />
Net/IP. Funktionen wie die Energiesparsteuerung<br />
mit bis zu 90 % weniger Luftverbrauch und die<br />
IP65‐Ausführung erleichtern den Einsatz in automatisierten<br />
Handling‐ und Verpackungsprozessen.<br />
Bild: ©SMC<br />
in MES‐ und Cloud‐Strukturen<br />
integrieren, was die Grundlage<br />
für Smart‐Factory‐Konzepte<br />
bildet.<br />
„Unsere Vakuumplattform ZKJ<br />
bringt Leistung, Diagnosefähigkeit<br />
und Konnektivität in einem<br />
kompakten Formfaktor zusammen.<br />
Damit werden Greif‐ und<br />
Pick‐&‐Place‐Prozesse schneller,<br />
robuster und energieärmer<br />
– ohne Kompromisse in der Integration“,<br />
sagt Jonas Klapthor,<br />
Produktmanager für Vakuum,<br />
Sensorik und EOAT bei SMC.<br />
Kabellose Signalübertragung:<br />
Mehr Robustheit in dynamischen<br />
Maschinenbereichen<br />
Für modulare Maschinenkonzepte<br />
präsentiert SMC das<br />
drahtlose Kommunikationsmodul<br />
EXW1. Das kompakte,<br />
IP67‐fähige System arbeitet mit<br />
hoher Unempfindlichkeit gegen<br />
Störungen mit Frequenzhopping<br />
(FHSS) im 2,4‐GHz‐Band<br />
und erreicht Reichweiten bis<br />
100 Meter. Es integriert sich<br />
über etablierte Protokolle wie<br />
PROFINET, EtherCAT oder<br />
Ethernet/IP, verkürzt Rüstzeiten<br />
und minimiert Stillstände, die<br />
klassisch durch Kabelverschleiß<br />
24 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
und Bruch entstehen. Stephan<br />
Fillinger, Produktmanager für<br />
Kommunikationseinheiten, Wegeventile<br />
und Druckluftaufbereitung<br />
bei SMC führt aus: „Wireless<br />
ist der Enabler für flexible,<br />
wartungsarme Layouts. Mit<br />
EXW1 bringen wir Sensorik, Aktorik<br />
und Ventilinseln sicher ins<br />
Netz – ohne neue Kabelstränge<br />
oder Eingriffe in die bestehende<br />
Konstruktion.“<br />
Komplexität reduzieren,<br />
Prozessstabilität erhöhen und<br />
technische Last aus Maschinen<br />
und Werken nehmen.<br />
SMC zeigt, wie sich Effizienz,<br />
Elektrifizierung und drahtlose<br />
Vernetzung in der Verpackungsindustrie<br />
schnell realisieren lassen:<br />
Von Vakuum‐Anwendungen,<br />
elektrischen Antrieben,<br />
Wireless‐<strong>Technologie</strong> bis hin<br />
zu Kühl- und Temperiergeräten<br />
der neuesten Generation.<br />
Die 4‐bar Factory steht dabei<br />
für einen proaktiven Ansatz<br />
zur intelligenten Druckluftoptimierung:<br />
Auf Basis von Systemanalysen<br />
wird der Arbeitsdruck<br />
gezielt dort reduziert, wo<br />
Prozesse es zulassen – ohne<br />
Umbauten oder Leistungsabfall,<br />
aber mit spürbar weniger Kompressorlast,<br />
Energiebedarf und<br />
CO 2<br />
‐Emissionen. In Kombination<br />
mit vernetzten Maschinen<br />
und standardisierten Datenschnittstellen<br />
schafft SMC so<br />
eine robuste, digital transparente<br />
Grundlage für stabile,<br />
effiziente und ressourcenschonende<br />
Verpackungsprozesse.<br />
www.smc.com<br />
Endverpackungsmaschinen<br />
Als weltweit führender Anbieter von Sekundärverpackungsanlagen präsentiert Lantech alle drei Produktgruppen – Kartonverarbeitung,<br />
Stretchwickler sowie Tray- und Deckel verarbeitung. Das Unternehmen zeigt modernste <strong>Technologie</strong>n für die<br />
Stretchwickel verpackung und die Kartonverarbeitung, die auf Effizienzsteigerung, intelligente Fabrikintegration und höhere<br />
Betriebszeiten ausgelegt sind, begleitet von Live-Maschinenvorführungen.<br />
SL Automatische<br />
Stretchwickelmaschine<br />
Auf der interpack setzt Lantech<br />
die europaweite Einführung<br />
der revolutionären SL automatischen<br />
Stretchwickelmaschine<br />
mit automatischem Rollenwechsel<br />
fort. Die SLA kann bis zu 110<br />
Ladungen pro Stunde effizienter<br />
und optimaler verpacken und<br />
benötigt dabei weniger Folie,<br />
um die Ladung auf der Palette<br />
zu sichern. Der automatische<br />
Rollenwechsel ermöglicht es der<br />
Stretchwickelmaschine, die Folienrollen<br />
automatisch zu wechseln,<br />
wodurch Produktivität und<br />
Leistung maximiert werden.<br />
Effizienz mit rechtwinkligen<br />
Kartons in großem Sortiment<br />
Der Kartonaufrichter C1000 ist<br />
bekannt für seine Effizienz und<br />
seine rechtwinkligen Kartons.<br />
Das Total Control System von<br />
Lantech sorgt für rechtwinklige<br />
Kartons, verhindert Staus und<br />
erleichtert das Befüllen, Stapeln<br />
und Palettieren. Der Kartonaufrichter<br />
erzeugt 90-Grad-Winkel<br />
unabhängig von der Art der<br />
Wellpappe, wechselnden Temperaturen<br />
oder Luftfeuchtigkeit<br />
sowie unterschiedlichen Abmessungen<br />
der Kartonzuschnitten.<br />
Die gesamte Bandbreite an<br />
Größen und Verschlussoptionen<br />
ist am Stand zu sehen.<br />
Parcel Pack-System mit<br />
Rücksendeoption<br />
Die kompakte Verpackungslösung<br />
Parcel Pack produziert<br />
Trays im Briefkastenformat. Der<br />
TE Parcel Tray Erector und der LA<br />
Parcel Lid Applicator können bis<br />
zu 1.000 perfekt quadratische<br />
Karton-Briefkastenpakete pro<br />
Stunde herstellen. Der LA Parcel<br />
bietet nun die Möglichkeit,<br />
den Deckel auf eine andere<br />
Art zu verkleben, sodass er<br />
an einer Seite befestigt bleibt<br />
und Rücksendungen in derselben<br />
Verpackung verschickt<br />
werden können. Weitere Trayund<br />
Deckeloptionen werden<br />
ausgestellt.<br />
Integrationsfähigkeit in Smart<br />
Factories<br />
Auf der interpack wird Lantech<br />
die Fähigkeit seiner Maschinen<br />
demonstrieren, sich nahtlos in<br />
C1000 Case Erecto. Bild: © Lantech<br />
Smart Factories zu integrieren –<br />
durch die Integration mit AMR,<br />
die automatische Magazinbeladung<br />
von Kartonaufrichtern<br />
und LINC ® , die Betriebsintelligenzplattform<br />
von Lantech. Zu<br />
den wichtigsten ausgestellten<br />
Maschinen, die live vorgeführt<br />
werden, gehören: die SL automatische<br />
Stretchwickeler mit<br />
automatischem Rollenwechsel,<br />
der Kartonaufrichter C1000,<br />
die halbautomatische Stretchwickeler<br />
QL400XT sowie die<br />
Kombination aus Parcel Pack<br />
Tray und Lid.<br />
www.lantech.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 25
MESSEVORSCHAU<br />
Traypacker mit automatischem Formatwechselsystem<br />
Auf der diesjährigen interpack stellt Gampack seine automatische Tray-Verpackungsmaschine für Mini-Trays vor. Der patentierte<br />
Traypacker mit automatischem Formatwechselsystem kann unterschiedliche Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>verpackungen wie Verbundkartons,<br />
Faltschachteln, Flaschen, Gläser und andere Verpackungen zu Multipacks unterschiedlicher Formate verarbeiten.<br />
Mithilfe des neuen Konzepts mit Mini-Trays aus Pappe kann das Verpackungsmaterial im Vergleich zum herkömmlichen Cluster<br />
um 75 Prozent reduziert werden. Im Vergleich zur Schrumpffolie kann auf Kunststoff sogar ganz verzichtet werden.<br />
Der flexible Traypacker hat ein<br />
kompaktes und modulares<br />
Design. Dank integrierter Software,<br />
künstlicher Intelligenz<br />
und vorausschauender Diagnose<br />
kann er Konfigurationen und<br />
Formate schnell wechseln. Neben<br />
intelligenten Komponenten<br />
zeichnet sich die leistungsstarke<br />
Verpackungsmaschine durch<br />
hocheffiziente Motoren aus,<br />
gesteuert von einem Automatisierungssystem<br />
von Siemens.<br />
Der Traypacker für Mini-Trays<br />
wurde mit einem starken Fokus<br />
auf Effizienz, Nachhaltigkeit,<br />
reduzierter Stellfläche und<br />
umweltorientierter Technik<br />
entwickelt. Das Design der<br />
personalisierbaren flachen Trays<br />
aus Pappe verhindert ein Herausfallen<br />
der Behälter, bewahrt<br />
die grafische Integrität der<br />
Verpackung und erleichtert den<br />
Endverbrauchern die einfache<br />
Entsorgung nach Gebrauch. Neben<br />
Trays bietet Gampack weitere<br />
plastikfreie Lösungen für<br />
Multipacks an. Dabei ist es dem<br />
Unternehmen wichtig, auch bei<br />
Verwendung umweltfreundlicher<br />
Materialien optimale<br />
Leistung in Bezug auf Widerstandsfähigkeit,<br />
Unversehrtheit<br />
und Schutz der Produkte entlang<br />
der gesamten Lieferkette<br />
zu erzielen. Beim Übergang<br />
zu verantwortungsbewussten<br />
Verpackungen behalte man für<br />
die Kunden immer Effizienz und<br />
Wettbewerbsfähigkeit im Blick,<br />
so das Unternehmen.<br />
Mit mehr als 1700 Anlagen<br />
weltweit ist Gampack mit Sitz<br />
in Piacenza im italienischen<br />
„Packaging Valley“ auf die<br />
Entwicklung und Herstellung<br />
von Sekundärverpackungen<br />
und -maschinen und End-of-<br />
Line-Automatisierungssystemen<br />
spezialisiert. Das Unternehmen<br />
wurde 2003 gegründet und<br />
2020 durch eine Robotik-Sparte<br />
ergänzt. Gampack liefert vollständig<br />
integrierte Lösungen für<br />
die Lebensmittel-, <strong>Getränke</strong>-,<br />
Pharma-, Kosmetik- und<br />
Tiernahrungsindustrie.<br />
Traypacker von Gampack: Klebstoffauftrag zum Verschließen der Mini-Trays aus Pappe, hier für ein<br />
Multipack mit drei <strong>Getränke</strong>verbundkartons.<br />
Die Mini-Tray-Multipacks aus Pappe reduzieren<br />
Verpackungsmaterial um 75 Prozent im Vergleich<br />
zu herkömmlichen Clustern.<br />
Über Gampack<br />
Gampack mit Sitz in Piacenza im<br />
italienischen “Packaging Valley”<br />
ist Hersteller von Verpackungsmaschinen<br />
und -systemen. Die<br />
Sparte Mechatronik entwickelt und<br />
produziert Maschinen im Bereich<br />
der Sekundärverpackung, insbesondere<br />
für die <strong>Getränke</strong>industrie. Die<br />
Sparte Robotik stellt Maschinen für<br />
Sekundärverpackungen her, insbesondere<br />
für die Lebensmittel- und<br />
Kosmetikindustrie. Die Sparte Palettierung<br />
fertigt Palettierzellen für<br />
die Tertiärverpackung. Mit den drei<br />
Sparten bietet Gampack Endkunden<br />
komplette End-of-Line-Lösungen<br />
für verschiedene Marktsektoren:<br />
Sekundär- und Tertiärverpackungen<br />
für Lebensmittel, <strong>Getränke</strong>, Tierfutter,<br />
Kosmetika, Pharmazeutika und<br />
weitere Branchen. Darüber hinaus<br />
liefert Gampack unterschiedliche<br />
Primärverpackungsarten wie starre<br />
oder flexible Verpackungen.<br />
Traypacker für Mini-Trays von Gampack mit automatischem Formatwechselsystem.<br />
gampackgroup.com<br />
26 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
Automatisierte Verpackungssysteme der EOL Gruppe live erleben<br />
Auf der interpack <strong>2026</strong> in Düsseldorf zeigt A+F Automation + Fördertechnik GmbH als Teil der EOL Gruppe vom 7. bis 13. Mai<br />
<strong>2026</strong> ihre neuesten End-of-Line-Konzepte. Am Stand C60 in Halle 11 präsentiert das Unternehmen integrierte Systemlösungen,<br />
die durch hohe Prozesssicherheit, Flexibilität und Erfahrung überzeugen.<br />
Die EOL Gruppe bündelt vier<br />
spezialisierte Unternehmen<br />
unter einem Dach und bietet<br />
damit umfassende Lösungen für<br />
Verpackung, Palettierung und<br />
Automatisierung. Auf der Messe<br />
demonstriert die Gruppe praxisorientierte<br />
Technik und innovative<br />
Maschinenkonzepte, die<br />
gezielt auf die Anforderungen<br />
der Lebensmittel-, <strong>Getränke</strong>und<br />
Tiernahrungsindustrie abgestimmt<br />
sind.<br />
EOL Gruppe präsentiert<br />
Lösungen für die Branche<br />
Nutzung: Nur im Zusammenhang mit Informationen zu Marke, Produkten und der EOL Gruppe zu verwenden.<br />
Bild: EOL Gruppe, A+F Automation + Fördertechnik GmbH<br />
Mit dem neuen Fächerketten-<br />
Modul stellt A+F eine Zuführlösung<br />
vor, die speziell für Beutel-<br />
und Schalenprodukte aus<br />
der Food-, Molkerei-, Snack-,<br />
Fleisch- und Tiernahrungsindustrie<br />
entwickelt wurde. Unterschiedlichste<br />
Verpackungsformate<br />
– von flexiblen Beuteln bis<br />
hin zu Tiefzieh- und Aluminiumschalen<br />
– können prozesssicher<br />
aufgenommen, aufgerichtet<br />
und für die Kartonierung bereitgestellt<br />
werden. Damit<br />
adressiert das System Anwendungen,<br />
bei denen klassische<br />
Zuführprinzipien schnell an ihre<br />
Grenzen stoßen. Ein zentraler<br />
Mehrwert im Produktionsalltag<br />
ist der schnelle Formatwechsel:<br />
Die formatflexiblen Fächer sind<br />
perspektivisch einfach austauschbar,<br />
während unabhängig<br />
arbeitende Züge zügig auf neue<br />
Produktgrößen eingestellt werden<br />
können – ideal für Linien<br />
mit hoher Variantenvielfalt.<br />
Gleichzeitig setzt die Fächerkette<br />
auch in puncto Leistung<br />
neue Maßstäbe. Mit Zielwerten<br />
von bis zu 600 Schalen und rund<br />
130 Beuteln pro Minute liegt das<br />
System bewusst über den heute<br />
üblichen Marktanforderungen<br />
und schafft Leistungsreserven<br />
für zukünftiges Wachstum.<br />
Die EOL Gruppe heißt alle<br />
Fachbesucherinnen und Fachbesucher<br />
herzlich willkommen<br />
am A+F Stand C60 in Halle 11,<br />
um konkrete Anwendungen,<br />
aktuelle Projekte und individuelle<br />
Anforderungen direkt am System<br />
zu besprechen.<br />
www.eol.group<br />
YOU GLUE. WE CARE.<br />
Unter dem Leitmotiv „You<br />
glue. We care.“ rückt Robatech<br />
nicht nur innovative<br />
<strong>Technologie</strong>n, sondern vor<br />
allem seine ausgeprägte<br />
Servicekompetenz in den<br />
Mittelpunkt. Ziel ist es, den<br />
Produktionsalltag der Kundschaft<br />
messbar zu erleichtern<br />
– mit zuverlässigen Systemen,<br />
schneller Reaktionsfähigkeit<br />
und weltweiter Nähe.<br />
Robatech präsentiert Klebstoff-<br />
Auftragssysteme, die unterschiedliche<br />
Leistungsanforderungen<br />
in der Verpackungsindustrie<br />
abdecken:<br />
Das kleinste Schmelzgerät der<br />
neuen Alpha-Serie mit dem<br />
bewährten Heizschlauch Enduro<br />
und den robusten Auftragsköpfen<br />
SX und AX eignet sich für Anwendungen<br />
mit geringem Klebstoffbedarf<br />
wie Wrap-Around-<br />
Verpackungen oder Trays.<br />
Das Schmelzgerät Alpha M Pro in<br />
Kombination mit dem vollisolierten<br />
Heizschlauch Performa und<br />
dem elektrischen Spritzkopf Volta<br />
bildet eine vielseitige Lösung für<br />
unterschiedlichste Verpackungsprozesse.<br />
Die integrierte Stitching-Funktion<br />
von Volta ermöglicht<br />
Klebstoffeinsparungen von<br />
bis zu 60 Prozent – ganz ohne<br />
zusätzliche Steuerung. Das sorgt<br />
für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit<br />
im Produktionsalltag.<br />
Für maximale Performance:<br />
Das Schmelzgerät Vision zusammen<br />
mit dem Heizschlauch<br />
Performa und dem elektrischen<br />
Auftragskopf SpeedStar<br />
erfüllt höchste Ansprüche an<br />
Zuverlässigkeit und Präzision<br />
vor allem für anspruchsvolle<br />
Primärverpackungen.<br />
Ein besonderes Highlight ist die<br />
neu konzipierte Glue Experience<br />
Line: Ein Demoband, auf dem<br />
sämtliche für die Verpackungsindustrie<br />
relevanten Auftragsköpfe<br />
live demonstriert werden. Besucherinnen<br />
und Besucher können<br />
hier unterschiedliche Applikationstechnologien<br />
im direkten<br />
Vergleich erleben. Gleichzeitig<br />
entstehen auf der Linie kleine<br />
Giveaways, so dass innovative<br />
Klebetechnologie unmittelbar<br />
greifbar wird.<br />
Erfahrene Experten stehen am<br />
Stand bereit, um individuelle<br />
Anforderungen zu besprechen,<br />
technische Details zu erläutern<br />
und konkrete Optimierungspotenziale<br />
aufzuzeigen.<br />
Mit „You glue. We care.“ unterstreicht<br />
Robatech seine Rolle<br />
als verlässlicher Partner der Verpackungsindustrie.<br />
Lokale Servicetechniker,<br />
schnelle Ersatzteilverfügbarkeit<br />
und fundierte<br />
Beratung sorgen dafür, dass<br />
Anlagen zuverlässig laufen und<br />
Produktionsausfälle minimiert<br />
werden. Denn wenn Sekunden<br />
zählen, zählt Service.<br />
www.robatech.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 27
MESSEVORSCHAU<br />
Von der Verpackung zur Linie<br />
• Hohe Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität durch perfekt aufeinander abgestimmte Linienkonzepte<br />
• KHS Innopack Kisters TSP Advanced um BottleClip-Applikation ergänzt<br />
• Zukunftsweisende Verpackungslösungen wie das Nature MultiPack überzeugen durch optimale Linienfähigkeit und<br />
Nachhaltigkeit<br />
• Digitale Systeme wie der KHS ConnectApp Guide steigern Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />
Die KHS Gruppe definiert<br />
Linien- und Verpackungskompetenz<br />
neu: Auf der interpack<br />
in Düsseldorf demonstriert der<br />
Dortmunder Anlagenbauer<br />
vom 7. bis zum 13. Mai die<br />
Vorzüge perfekt aufeinander<br />
abgestimmter Lösungen – von<br />
der nachhaltigen Verpackung<br />
bis zur effizienten Komplettlinie.<br />
Exemplarisch hierfür steht die<br />
KHS Innopack Kisters Advanced-<br />
Baureihe mit neuer Option zur<br />
Applikation des ressourcenschonenden<br />
BottleClips, die erstmals<br />
auf der Messe präsentiert wird.<br />
Der Kartontragegriff fügt sich<br />
perfekt in das umfassende Verpackungsportfolio<br />
von KHS mit<br />
im Markt etablierten Lösungen<br />
wie dem Nature MultiPack sowie<br />
den Premiumbehältern KHS<br />
SUPREME und KHS Premium<br />
LITE ein.<br />
Viele Kaufentscheidungen fallen<br />
am Regal. Die Verpackung gibt<br />
dabei oft den Ausschlag, ob ein<br />
Konsument ein Produkt kauft<br />
oder nicht. Für KHS beginnt der<br />
Erfolg eines Produkts allerdings<br />
viel früher, wie Kai Acker, Vorsitzender<br />
der<br />
Geschäftsführung bei KHS,<br />
betont: „Verbraucher wie <strong>Getränke</strong>hersteller<br />
wünschen sich<br />
Verpackungen, die ökologische<br />
sowie ökonomische Vorzüge mit<br />
optimalem Produktschutz und<br />
Tragekomfort vereinen.“ Die<br />
Verpackung stellt dabei ein zentrales<br />
Element des ganzheitlich<br />
gedachten Linienkonzepts von<br />
KHS dar. „Wir bieten unseren<br />
Kunden perfekt orchestrierte<br />
Komplettlösungen, die optimal<br />
auf ihre Bedürfnisse und die<br />
Anforderungen des Marktes<br />
abgestimmt sind. Unser Linienkonzept<br />
stellt maximal flexible,<br />
verlässliche und wirtschaftliche<br />
Prozesse sicher“, ergänzt Acker.<br />
Die KHS Innopack Kisters TSP Advanced erlaubt Anwendern maximale Flexibilität: Sie verpackt PETund<br />
Glasflaschen sowie Dosen in Tray, Folie, Tray und Folie sowie Pad und Folie.<br />
Bild: Frank Reinhold<br />
Flexibilität trifft auf<br />
Nachhaltigkeit<br />
Ein Musterbeispiel hierfür ist<br />
die KHS Innopack Kisters TSP<br />
Advanced, die der Dortmunder<br />
Anlagenbauer auf der interpack<br />
ausstellt. Die vielfach im Markt<br />
etablierte Maschine erlaubt Anwendern<br />
ein Höchstmaß an Flexibilität:<br />
Sie verpackt PET- und<br />
Glasflaschen sowie Dosen in<br />
Tray, Folie, Tray und Folie sowie<br />
Pad und Folie. Zur Düsseldorfer<br />
Messe haben die KHS-Experten<br />
die Anwendungsmöglichkeiten<br />
um eine besonders nachhaltige<br />
Alternative zu kunststoffbasierten<br />
Trageringen ergänzt.<br />
Die vollautomatische Verpackungsmaschine<br />
kann ab sofort<br />
PET-Behälter mit BottleClip zu<br />
ressourcenschonenden Packs<br />
zusammenfügen. Die Option<br />
mit Kartontragegriff ist für alle<br />
KHS Kisters Maschinen der<br />
Advanced-Baureihe verfügbar.<br />
Vielfältiges<br />
Verpackungsportfolio<br />
Neben der BottleClip-Lösung<br />
präsentiert KHS dem interpack-<br />
Fachpublikum weitere innovative<br />
Verpackungssysteme wie<br />
das international bewährte<br />
Nature MultiPack, das Dosen<br />
und PET-Flaschen mittels kleiner<br />
Klebepunkte zu festen<br />
Gebinden zusammenfügt. Die<br />
nachhaltige Verpackung spart<br />
wertvolle Ressourcen und<br />
bietet Verbrauchern höchste<br />
Packstabilität bei idealem Tragekomfort.<br />
Bei Bedarf lassen<br />
sich die einzelnen Behälter<br />
leicht voneinander trennen.<br />
Im PET-Segment hat KHS<br />
kürzlich zwei wegweisende<br />
Flaschen-Innovationen auf den<br />
Markt gebracht. Mit der KHS<br />
SUPREME hat der Dortmunder<br />
Lösungsentwickler den Schutz<br />
von sauerstoffempfindlichen<br />
<strong>Getränke</strong>n auf ein neues Niveau<br />
gehoben. Die Premiumflasche<br />
kombiniert die Vorteile von Glas<br />
sowie PET und setzt dabei auf<br />
die weltweit im Markt etablierte<br />
Plasmax-Barrieretechnologie<br />
von KHS – eine hauchdünne<br />
Schicht aus Siliziumoxid auf<br />
der Innenseite der PET-Flasche,<br />
die das Produkt zuverlässig vor<br />
Oxidation schützt. Die KHS<br />
Premium LITE des Dortmunder<br />
Unternehmens und Husky <strong>Technologie</strong>s<br />
vereint minimalen Materialeinsatz<br />
mit hochwertiger<br />
Ästhetik. Das Besondere: Die<br />
PET-Flasche mit 6,2 Gramm bei<br />
0,25 Liter ist für höchste Abfüllgeschwindigkeiten<br />
ausgelegt.<br />
Umfassendes Serviceangebot<br />
erhöht Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />
Seine herausragende<br />
Linien- und Verpackungskompetenz<br />
komplementiert KHS<br />
durch ein breit gefächertes<br />
Serviceportfolio, das Kunden<br />
langfristig höchste Anlagenverfügbarkeit<br />
sowie Prozessstabilität<br />
bei geringer TCO bietet. Der<br />
Schlüssel zum Erfolg: Die enge<br />
Betreuung durch KHS-Spezialisten<br />
und eine partnerschaftliche<br />
Zusammenarbeit auf Augenhöhe.<br />
„Wir stellen immer die individuellen<br />
Bedürfnisse unserer<br />
Kunden in den Fokus unserer<br />
Arbeit – sei es bei der Konzeption<br />
einer kompletten Linie<br />
oder bei der Überholung einer<br />
Bestandsmaschine. So sichern<br />
wir eine konstant hohe Qualität,<br />
zuverlässige Performance<br />
sowie maximale Effizienz und<br />
Flexibilität“, betont Acker.<br />
Die Weiterentwicklung des<br />
KHS ConnectApp Guides folgt<br />
dieser Strategie. Die optimierte<br />
App unterstützt Anwender<br />
künftig mit integrierten Stücklisten<br />
und bei dynamischen,<br />
betriebsstundenabhängigen<br />
Wartungsaufgaben. Das Kundenportal<br />
KHS Connect und<br />
der dazugehörige KHS ConnectApp<br />
Guide sind nur zwei<br />
Beispiele für das umfassende<br />
Digitalservice-Portfolio von<br />
KHS. Dieses beinhaltet unter<br />
anderem auch das bewährte<br />
Innoline Basic Line Monitoring,<br />
die 3D-Anlagenplanung sowie<br />
die Ferndiagnose- und Fernwartungssysteme<br />
ReDiS und<br />
Augmented Reality Service.<br />
www.khs.com<br />
28 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
Sensorlösungen für sichere, automatisierte Verpackungsprozesse<br />
Effizient und sicher verpacken,<br />
ohne Produktivitätseinbußen:<br />
Das gelingt nur<br />
mit leistungsfähiger Sensorik<br />
und intelligenter Automatisierung.<br />
Welche Lösungen<br />
die Processing & Packaging<br />
Branche dafür nutzen kann,<br />
zeigt Leuze auf der diesjährigen<br />
interpack in Düsseldorf.<br />
Vom 7. bis 13. Mai <strong>2026</strong><br />
veranschaulichen die Sensor<br />
People, wie Hersteller und<br />
Betreiber ihre Maschinen<br />
und Produktionslinien zukunftsfähig<br />
gestalten können<br />
(Halle 13, Stand D73).<br />
Innovative Lösungen für die<br />
Verpackungsbranche<br />
Im Mittelpunkt des Leuze-<br />
Messestands stehen innovative<br />
Lösungskonzepte, die mit unterschiedlicher<br />
Sensorik eine<br />
effiziente und sichere Automatisierung<br />
ermöglichen.<br />
So erfahren Besucher, wie sich<br />
Übergabestationen selbst dann<br />
lückenlos sichern lassen, wenn<br />
die Breite oder Position der Ware<br />
auf der Palette oder die Position<br />
der Palette auf dem Förderer<br />
variiert. Realisiert wird dies durch<br />
eine Safety Solution mit dynamischer<br />
Formatanpassung. Diese<br />
Lösung ist zudem mit einem<br />
3D-Volumen-Messsystem ausgestattet,<br />
das die automatisierte<br />
Vermessung von Paketen, Behältern<br />
und Warenströmen ermöglicht<br />
und somit einen erheblichen<br />
Mehrwert für Lagerlogistik und<br />
Versandzentren bietet.<br />
Die Experten von Leuze präsentieren<br />
in Düsseldorf außerdem<br />
eine Safety Solution zur Zugangssicherung<br />
in der Gabelstapler-Logistik:<br />
An Übergabestationen<br />
wird damit zuverlässig<br />
zwischen Personen und Stapler<br />
unterschieden. Betreiber profitieren<br />
von maximaler Sicherheit<br />
während des laufenden Anlagenbetriebs<br />
– selbst bei hoher<br />
Auslastung.<br />
Robust und hygienisch im<br />
Miniformat<br />
Leistungsfähige und robuste<br />
Sensorik rundet den Messeauftritt<br />
ab, darunter Edelstahlserien<br />
im Miniaturgehäuse: Die<br />
Sensoren im Wash-Down- oder<br />
Hygienedesign eignen sich optimal<br />
für Detektionsaufgaben in<br />
hygienesensiblen Produktionsund<br />
Verpackungsprozessen in<br />
den Bereichen Lebensmittel und<br />
Pharma. Zudem gelten bei der<br />
Verpackung steriler Arzneimittel<br />
und Medizinprodukte mit der<br />
aktualisierten Pharma-Richtlinie<br />
GMP (Annex 1) strengere Vorgaben<br />
auch an die Sensorik. Leuze<br />
zeigt, wie sich diese neuen<br />
Anforderungen der Richtlinie sicher,<br />
effizient und regelkonform<br />
erfüllen lassen.<br />
Safety Solution mit dynamischer Formatanpassung.<br />
Mit ihren Lösungen bieten die<br />
Sensor People praxisnahe Antworten<br />
auf aktuelle Herausforderungen<br />
– von flexibler, sicherer<br />
Zugangssicherung bis zu hygienischer<br />
Detektion. So bleiben<br />
automatisierte Prozesse effizient<br />
und zukunftsfähig. Besucher<br />
der interpack erhalten am Leuze<br />
Stand eine individuelle Beratung<br />
für ihre Anwendungen.<br />
www.leuze.com<br />
Flexibler Hochleistungs-Wrap-Around-Packer<br />
Als weltweit tätiger Spezialist<br />
für die Automatisierung<br />
von Verpackungsvorgängen<br />
im Food-, Non Food- und<br />
Beverage-Bereich präsentiert<br />
sich die Schäfer & Flottmann<br />
GmbH & Co. KG auf der diesjährigen<br />
interpack. Mit einem<br />
hohen Anteil an maßgeschneiderten<br />
Verpackungslösungen,<br />
exakt ausgelegt an die kundenspezifischen<br />
Vorgaben,<br />
konzentriert sich das Produktionsprogramm<br />
auf modulare<br />
End-of-Line-Maschinen inklusive<br />
Robotertechnik.<br />
Im Mittelpunkt des Messeauftritts<br />
wird ein Hochleistungs-<br />
Wrap-Around-Packer des Typs<br />
SFS 414 stehen. Das Exponat<br />
verfügt über einen vierspurigen<br />
Produkteinlauf und zwei leistungsstarke<br />
Eckumsetzer. Bis<br />
zu 60 Produktlagen bzw. 30<br />
Shelf-ready-Kartons pro Minute<br />
können vom flachen Zuschnitt in<br />
diversen Konfigurationen hergestellt<br />
werden.<br />
Darüber hinaus informiert die in<br />
Gevelsberg ansässige Firma über<br />
den Hochleistungs-Kartonaufrichter<br />
SFS 350, der bisher vorrangig<br />
in der <strong>Getränke</strong>industrie<br />
eingesetzt wird. Die komplett<br />
servo-angetriebene Maschine<br />
stellt bis zu 60 Kartons pro Minute<br />
von flachen Zuschnitten her<br />
und zeichnet sich insbesondere<br />
durch ihre hohe Formatflexibilität<br />
hinsichtlich Kartons in Viereckund<br />
Achteckausführung aus. Die<br />
schnelle und einfache Formatumstellung<br />
erfolgt über Spindeln,<br />
optional auch vollautomatisch<br />
über Stellmotoren.<br />
Mit einem modular aufgebauten<br />
Maschinen-Portfolio bedient<br />
das mittelständische Familienunternehmen<br />
ferner die weit<br />
gefächerten Anforderungen<br />
der Verpackungsindustrie mit<br />
servomotorisch angetriebenen<br />
Karton-/Trayaufrichtern sowie<br />
Verpackungsanlagen inklusive<br />
Robotertechnik für Einpacker<br />
und Palettiersysteme. Projektbezogene<br />
Vorgaben werden durch<br />
eine gezielte Zusammenstellung<br />
der modularen Funktionseinheiten<br />
kundenspezifisch konfiguriert.<br />
Schäfer & Flottmann setzt<br />
im gesamten Produktspektrum<br />
auf Leistungsstärke und Reproduzierbarkeit<br />
in hoher Qualität<br />
sowie Weiterentwicklungen in<br />
den Bereichen Digitalisierung,<br />
Ergonomie und Interaktion von<br />
Mensch und Maschine.<br />
www.sfs-net.de<br />
Hochleistungs-Kartonaufrichter SFS 350 von Schäfer & Flottmann. Bild: Schäfer & Flottmann<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 29
MESSEVORSCHAU<br />
Circular Economy meets Technology<br />
Unter dem Motto „Circular Economy meets Technology“ setzt Schütz zur interpack <strong>2026</strong> ein klares Zeichen: Technologische<br />
Leistungsfähigkeit und gelebte Kreislaufwirtschaft verschmelzen zu einem System, das auf maximale Effizienz ausgelegt ist.<br />
Das Unternehmen präsentiert Lösungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Vom Design über die Fertigung bis zur<br />
Rückholung und Wiederaufbereitung von Verpackungen zeigt der Messeauftritt von Schütz, wie neue Entwicklungen und<br />
Optimierungen das Portfolio gezielt erweitern und Produkte und Prozesse noch leistungsfähiger machen.<br />
rierten System: Rückholung,<br />
Aufbereitung und hochwertiges<br />
Recycling greifen weltweit ineinander“,<br />
erklärt Veit Enders,<br />
Mitglied der Geschäftsführung<br />
der Schütz-Gruppe. „Unsere<br />
Produktionstiefe macht unsere<br />
Materialströme zudem technisch,<br />
wirtschaftlich und ökologisch<br />
besonders effizient und<br />
zuverlässig.“<br />
Anforderungen flexibel miteinander<br />
zu kombinieren, ohne<br />
Kompromisse bei Sicherheit und<br />
Wirtschaftlichkeit eingehen zu<br />
müssen. Auch für den Einsatz<br />
von Recyclingmaterial bietet die<br />
<strong>Technologie</strong> wichtige Vorteile,<br />
da definierte Materialflüsse<br />
präzise in den Schichtaufbau der<br />
Verpackungen integriert werden<br />
können.<br />
Fertigungstiefe als technischer<br />
Grundpfeiler<br />
Globales Netzwerk, ein<br />
Standard<br />
Die Verpackungsindustrie steht<br />
vor neuen Herausforderungen.<br />
Steigende Anforderungen an<br />
Nachhaltigkeit, strengere regulatorische<br />
Vorgaben und der<br />
wachsende Bedarf an global<br />
einheitlichen Qualitäts- und<br />
Sicherheitsstandards verlangen<br />
Lösungen, die technologisch<br />
ausgereift und zugleich ressourceneffizient<br />
sind. Dabei rückt die<br />
Steigerung der kundenindividuellen<br />
Anwendereffizienz immer<br />
stärker in den Mittelpunkt. So<br />
lassen sich Prozesse verschlanken<br />
und die gesamte Wertschöpfung<br />
wird leistungsfähiger. Genau an<br />
dieser Schnittstelle positioniert<br />
sich Schütz seit Jahrzehnten und<br />
schärft zur interpack <strong>2026</strong> sein<br />
Profil erneut.<br />
Das neue Leitmotiv „Circular Economy<br />
meets Technology“ signalisiert,<br />
dass Kreislaufwirtschaft<br />
und technologische Leistungsfähigkeit<br />
sich optimal ergänzen<br />
und gemeinsam neue Potenziale<br />
eröffnen. Effizienz wird dabei<br />
zum verbindenden Prinzip: in der<br />
Entwicklung, in der Produktion,<br />
in globalen Netzwerken und<br />
in den Rückhol‐ und Recyclingprozessen.<br />
Der Anspruch des<br />
Verpackungsspezialisten geht<br />
dabei weit über die Optimierung<br />
einzelner Produktmerkmale hinaus.<br />
Er versteht Kreislauffähigkeit<br />
als Systemaufgabe, die nur<br />
dann funktioniert, wenn alle<br />
Prozessschritte von Anfang an<br />
miteinander verzahnt sind.<br />
Circular by Design: Von<br />
Anfang an auf Kreislaufwirtschaft<br />
und Effizienz ausgelegt<br />
Unter dem Prinzip „Circular by<br />
Design“ entstehen bei Schütz<br />
Verpackungslösungen, bei denen<br />
Kreislauffähigkeit von der Entwicklung<br />
an integraler Bestandteil<br />
ist. Gefertigt werden robuste,<br />
langlebige und materialsparende<br />
Systeme, die sich sicher einsetzen,<br />
zuverlässig wiederverwenden<br />
und am Ende ihres Lebenszyklus<br />
hochwertig recyceln lassen. Eine<br />
zentrale Rolle spielt dabei die<br />
stetige Optimierung aller Komponenten<br />
– vom Innenbehälter über<br />
den Gitterkäfig bis hin zu Paletten<br />
und Komponenten. Dahinter<br />
steht die klare Erkenntnis, dass<br />
Rekonditionierung und Werkstoffrecycling<br />
ohne technische<br />
Exzellenz nicht ökonomisch sind.<br />
„Unsere Kreislaufprozesse basieren<br />
auf einem klar struktu-<br />
Ausschlaggebender Faktor für<br />
das Effizienzversprechen von<br />
Schütz ist die Kombination aus<br />
Werkzeug- und Maschinenentwicklung,<br />
Extrusionsblastechnik<br />
sowie der Wiederaufbereitung<br />
gebrauchter Verpackungen im<br />
eigenen Haus. Mittels eines<br />
eigenständigen Produktionssystems,<br />
das weltweit einheitliche<br />
Standards gewährleistet,<br />
kontrolliert das Unternehmen<br />
sämtliche Schritte entlang der<br />
Prozesskette und prüft sie fortlaufend<br />
auf Optimierungspotenziale.<br />
Diese Unabhängigkeit, die<br />
bis hin zur Entwicklung und zum<br />
Bau eigener Rekonditionierungsund<br />
Recyclinganlagen reicht,<br />
erlaubt es Schütz, Produkte<br />
nicht nur kontinuierlich weiterzuentwickeln,<br />
sondern auch<br />
Prozesse gezielt so auszurichten,<br />
dass Qualität, Sicherheit und<br />
Ressourceneinsatz perfekt aufeinander<br />
abgestimmt sind – was<br />
Reibungsverluste im operativen<br />
Betrieb minimiert.<br />
Die Multilayer-<strong>Technologie</strong>, die<br />
Schütz seit Jahrzehnten unter<br />
stetiger Fortentwicklung einsetzt<br />
ist ein prägnantes Beispiel<br />
für diese tiefe Fertigungskompetenz.<br />
Sie ermöglicht es,<br />
funktionale Eigenschaften wie<br />
mechanische Stabilität, Permeationsbarrieren<br />
oder antistatische<br />
Die weltweit einheitliche<br />
Qualität der Verpackungen ist<br />
ein strukturelles Element der<br />
Schütz-Philosophie. Mit mehr<br />
als 70 Produktions- und Servicestandorten<br />
weltweit stellt das<br />
Unternehmen sicher, dass jede<br />
Verpackung unabhängig vom<br />
Herstellungsort dieselben Leistungs-<br />
und Sicherheitsmerkmale<br />
erfüllt. Besonders bei Gefahrgutzulassungen<br />
schafft dies einen<br />
entscheidenden Vorteil: Da<br />
viele Füllgüter in Kombination<br />
mit der jeweiligen Verpackung<br />
zertifiziert werden, verschlankt<br />
ein global identisches Produkt<br />
internationales Verpackungsmanagement<br />
erheblich. Für<br />
weltweit agierende Kunden<br />
bedeutet dies mehr Flexibilität,<br />
deutlich weniger Komplexität<br />
und eine verlässliche Versorgung<br />
über alle Märkte hinweg.<br />
Schütz baut sein globales Netzwerk<br />
kontinuierlich aus, um<br />
Verfügbarkeit und Kundennähe<br />
weiter zu stärken. Neue Standorte,<br />
zusätzliche Kapazitäten<br />
und strategische Partnerschaften<br />
erweitern die Lieferfähigkeit und<br />
sorgen für Flexibilität innerhalb<br />
der Material- und Serviceketten.<br />
Gleichzeitig ermöglicht die<br />
weltweite Präsenz, lokale Anforderungen<br />
frühzeitig zu erkennen<br />
und unmittelbar in technische<br />
30 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
Weiterentwicklungen und neue<br />
Services einfließen zu lassen.<br />
„Closing the loop“ als gelebte<br />
Praxis<br />
Seit vielen Jahren treibt Schütz<br />
den geschlossenen Materialkreislauf<br />
in der Verpackungsindustrie<br />
voran. Herzstück dieses<br />
Bestrebens ist der weltweit<br />
etablierte Schütz Ticket Service,<br />
über den gebrauchte Verpackungen<br />
zurückgeführt werden.<br />
Nach der Rückholung werden<br />
diese gereinigt, rekonditioniert<br />
oder gezielt recycelt, sodass<br />
hochwertige Komponenten wie<br />
IBC-Gitterkörbe, Paletten oder<br />
Regranulat wieder in den Kreislauf<br />
gelangen. Durch diesen<br />
strukturierten Prozess entstehen<br />
stabile Materialströme, die sowohl<br />
ökologische als auch wirtschaftliche<br />
Vorteile bieten und<br />
gleichzeitig die Verfügbarkeit<br />
hochwertiger Recyclingmaterialien<br />
langfristig sichern.<br />
Schütz arbeitet kontinuierlich<br />
an optimierten Abläufen in<br />
der Rekonditionierung, modernen<br />
Prüftechnologien und<br />
der Erweiterung des globalen<br />
Netzwerks, das Rückholung,<br />
Aufbereitung und Recycling miteinander<br />
verbindet. Gleichzeitig<br />
bereitet das Unternehmen neue<br />
Serviceangebote vor, die künftig<br />
zusätzliche Flexibilität und mehr<br />
Möglichkeiten für unterschiedliche<br />
Kundengruppen bieten werden.<br />
Klar ist: Die Kombination<br />
aus technologischem Knowhow<br />
und intelligent vernetzten<br />
Dienstleistungsprozessen wird<br />
in Zukunft eine noch wichtigere<br />
Rolle spielen.<br />
Ein integrierter Ansatz für die<br />
Verpackungen der Zukunft<br />
Mit dem Leitmotiv „Circular Economy<br />
meets Technology“ zeigt<br />
Schütz zur interpack <strong>2026</strong>, wie<br />
eng das Unternehmen Kreislauflösungen<br />
und technologische<br />
Kompetenz verwebt. Neue<br />
Entwicklungen im Produkt‐ und<br />
Servicebereich folgen dabei<br />
immer einem klaren Anspruch:<br />
den gesamten Lebenszyklus<br />
der Verpackungen, vom Produktdesign<br />
über die Fertigung<br />
bis hin zur Wiederaufbereitung,<br />
nachhaltiger und reibungsloser<br />
zu gestalten. In einer Branche,<br />
in der die Anforderungen an<br />
Sicherheit, ökologischen und<br />
ökonomischen Produkteinfluss<br />
und Flexibilität stetig steigen,<br />
positioniert sich Schütz als<br />
verlässlicher Partner, der technologische<br />
Weiterentwicklung<br />
und Kreislaufwirtschaft systematisch<br />
zusammenführt, um<br />
zukunftsfähige Verpackungen<br />
zu schaffen. Für Kunden eröffnet<br />
dies vor allem eines: einen<br />
messbaren Effizienzvorteil in<br />
allen Phasen der industriellen<br />
Verpackungsanwendung.<br />
www.schuetz.net<br />
Kartonverschließer der nächsten Generation<br />
Auf der interpack <strong>2026</strong> präsentiert Endoline Automation die neueste Weiterentwicklung eines seiner meistverkauften Endverpackungssysteme:<br />
den vollautomatischen Kartonverschließer 7048 für wechselnde Kartonformate.<br />
Die jüngste Generation wurde<br />
umfassend überarbeitet, um<br />
den steigenden Anforderungen<br />
moderner Produktionsumgebungen<br />
gerecht zu werden.<br />
Sie bietet eine verbesserte<br />
Energieeffizienz, verkürzte Fertigungszeiten<br />
und eine optimierte<br />
Benutzerfreundlichkeit bei<br />
gleichbleibend hoher Leistungsfähigkeit,<br />
für die das System<br />
international bekannt ist.<br />
Ursprünglich wurde das System<br />
vor fast zwei Jahrzehnten als<br />
Modell 704 eingeführt und<br />
später zum 7048 weiterentwickelt.<br />
Es hat sich als bewährte<br />
und weit verbreitete Lösung in<br />
unterschiedlichsten Produktionsbereichen<br />
etabliert.<br />
Im Mittelpunkt der aktuellen<br />
Weiterentwicklung stand die<br />
Anpassung an die realen Anforderungen<br />
moderner, automatisierter<br />
Fertigungen. Der Verkabelungsaufwand<br />
im Modell<br />
7048 wurde deutlich reduziert,<br />
wodurch sich die Zuverlässigkeit<br />
erhöht und Wartungsarbeiten<br />
vereinfacht werden. Die neuen<br />
Schiebetüren benötigen weniger<br />
als einen Meter Breite und<br />
eignen sich daher besonders für<br />
Produktionsumgebungen mit<br />
begrenztem Platzangebot.<br />
Auch die Aspekte der Arbeitssicherheit<br />
wurden weiter<br />
optimiert. Eine verbesserte Zugänglichkeit<br />
und eine intuitive<br />
HMI-Bedienoberfläche erleichtern<br />
den Betrieb, beschleunigen<br />
Servicearbeiten und reduzieren<br />
Stillstandzeiten.<br />
Der 7048 wurde für Produktionslinien<br />
mit maximalem Flexibilitätsbedarf<br />
entwickelt. Das System<br />
verschließt Kartons unterschiedlicher<br />
Größe in zufälliger Reihenfolge<br />
vollautomatisch, ohne dass<br />
manuell eingegriffen werden<br />
muss. Höhe und Breite jedes<br />
einlaufenden Kartons werden in<br />
Echtzeit erfasst, sodass sich das<br />
System automatisch anpasst.<br />
Dadurch entfällt das Vorsortieren<br />
und der Versandprozess wird insbesondere<br />
in Hochleistungs- und<br />
E-Commerce-Anwendungen<br />
deutlich effizienter gestaltet.<br />
Die Vier-Säulen-Konstruktion<br />
sorgt für Stabilität bei schnellen<br />
Höhenverstellungen und<br />
ermöglicht ein gleichmäßiges<br />
Verschließen bei Leistungen von<br />
bis zu 14 Kartons pro Minute –<br />
abhängig von der Kartongröße.<br />
Das Maschinengestell ist für den<br />
Dauerbetrieb ausgelegt.<br />
Neben dem Modell 7048 wird<br />
Endoline Automation auf der<br />
interpack auch die zunehmende<br />
internationale Verbreitung seiner<br />
End-of-Line-Lösungen präsentieren.<br />
Mit einem wachsenden Exportanteil<br />
unterstützt das Unternehmen<br />
weltweit Hersteller mit<br />
flexiblen und leistungsfähigen<br />
Systemen für unterschiedlichste<br />
Produktionsanforderungen.<br />
Ebenfalls auf dem Stand zu sehen<br />
ist der Endoline 227 vollautomatischer<br />
Kartonaufrichter, ein<br />
Hochleistungssystem mit einer<br />
Leistung von bis zu 22 Kartons<br />
pro Minute. Dank seiner kompakten<br />
Bauweise eignet sich der<br />
227 besonders für platzkritische<br />
Produktionsumgebungen und<br />
gewährleistet eine zuverlässige<br />
Kartonaufrichtung in automatisierten<br />
Verpackungslinien.<br />
www.endoline-automation.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 31
MESSEVORSCHAU<br />
Trinkhalm-Applikatoren und Pick & Place Units<br />
Als einer der international wenigen Hersteller von Applikatoren zur Aufbringung von zum Beispiel umweltfreundlichen Trinkhalmen<br />
aus Papier oder etwa Löffeln und Gabeln aus Holz sowie artverwandten Gegenständen auf Verpackungen verschiedenster<br />
Art präsentiert sich Geyssel Sondermaschinen GmbH auf der diesjährigen interpack.<br />
Die Anlagen des mittelständischen,<br />
in zweiter Generation<br />
inhabergeführten Familienunternehmens<br />
sind sowohl als<br />
Pick & Place-Einheiten des Typs 680/681 von<br />
Geyssel. Bild: Geyssel Sondermaschinen GmbH<br />
Längs- wie auch als Rundläufer<br />
konzipiert und ermöglichen<br />
nicht nur die seitliche Aufbringung<br />
– vertikal, diagonal oder<br />
horizontal -, sondern auch eine<br />
Applikation von oben auf verschiedenartigste<br />
Behältnisse wie<br />
eckige Verpackungen, Dosen,<br />
Becher oder Flaschen. Innerhalb<br />
der beiden Standard-Baureihen<br />
400 und 500 werden – produktabhängig<br />
- Höchstleistungen<br />
von bis zu 44.000 Stück pro<br />
Stunde erreicht.<br />
In Düsseldorf wird eine Innovation<br />
zu sehen sein, welche diese<br />
außerordentliche Kapazität noch<br />
steigert. Es handelt sich um einen<br />
neuer Applikator der Serie<br />
700, der 50.000 Trinkhalme<br />
pro Stunde aufbringen kann.<br />
Damit ist er eine der weltweit<br />
schnellsten Anlagen dieser Art,<br />
wenngleich optisch kein großer<br />
Unterschied zu den bewährten<br />
Applikatoren der 500er-Serie<br />
Serie besteht.<br />
Ein zweites Highlight auf dem<br />
Geyssel-Messestand wird eine<br />
neue Pick & Place-Einheit des<br />
Typs 680/681 sein. Die Anlage<br />
ist generell für ungegurtete<br />
Objekte konzipiert. Im speziellen<br />
Fall wird die Ablage von Holzlöffeln<br />
in Becher demonstriert,<br />
wobei eine Leistung von 120<br />
Stück pro Minute erreicht wird.<br />
Die Löffel werden über ein Förderband<br />
zugeführt und mit Hilfe<br />
eines Delta-Roboters platziert.<br />
Wie der Firmenname bereits<br />
ausdrückt, liegt eine besondere<br />
Stärke der Geyssel Sondermaschinen<br />
GmbH in der Erfüllung<br />
spezieller Kundenwünsche. So<br />
können zum Beispiel die im<br />
Baukastensystem gefertigten<br />
Applikatoren durch zahlreiche<br />
Zusatzaggregate den Anforderungen<br />
entsprechend individualisiert<br />
werden.<br />
Die Planung maßgeschneiderter<br />
Konfigurationen übernimmt –<br />
als Keimzelle des Unternehmens<br />
- das 1966 gegründete Entwicklungs-<br />
und Konstruktionsbüro<br />
J.W. Geyssel GmbH & Co. KG.<br />
www.geyssel.de<br />
Bündelpacker für nachhaltige Transportverpackungen<br />
Hugo Beck, ein weltweit führender Hersteller von horizontalen Folien- und Papierverpackungsmaschinen, präsentiert eine neue<br />
Maschinenlösung: den kompakten Bündelpacker paper S für nachhaltige Transport- und Sekundärverpackungen aus Papier.<br />
Da die Verpackungsindustrie<br />
zunehmend nach praktikablen<br />
Alternativen zu Plastik-<br />
Schrumpffolie und übermäßigem<br />
Kartoneinsatz sucht, ermöglicht<br />
der neue paper S eine enge<br />
Verpackung mit Kraftpapier<br />
– mit oder ohne Tray – und<br />
bietet damit eine sichere sowie<br />
ressourcenschonende Lösung<br />
für Transportverpackungen in<br />
unterschiedlichsten Branchen,<br />
darunter FMCG-Hersteller und<br />
Retail-Ready-Anwendungen.<br />
Mit der Einführung der neuen<br />
Bündelpackerlösung erweitert<br />
Hugo Beck sein wachsendes<br />
Portfolio an nachhaltigen Papierverpackungstechnologien<br />
– nun mit besonderem Fokus<br />
auf Anwendungen im Bereich<br />
Transportverpackung. Dies unterstreicht<br />
das kontinuierliche<br />
Engagement des Unternehmens,<br />
Maschinenkonzepte zu entwickeln,<br />
die einen reduzierten Materialeinsatz<br />
ermöglichen, ohne<br />
dabei Produkt- und Transportsicherheit<br />
oder Betriebseffizienz<br />
zu beeinträchtigen.<br />
Der paper S wurde als kompaktes,<br />
bediener- und wartungsfreundliches<br />
Bündelpackersystem entwickelt,<br />
das inline in bestehende<br />
Produktionslinien integriert oder<br />
als Stand-alone-Lösung betrieben<br />
werden kann. Dank ihres<br />
platzsparenden Designs eignet<br />
sich die Verpackungsmaschine<br />
besonders für Betriebe mit begrenzter<br />
Stellfläche.<br />
Die Maschine verpackt Produkte<br />
im Tray oder ohne Tray in Kraftpapier<br />
mit Überlappung und optimierter<br />
Heißleim-Verklebung,<br />
wodurch eine feste und stabile<br />
Verpackung entsteht. Das Ergebnis<br />
sind für Transport und<br />
Handling sichere Gebinde, die<br />
Herstellern den Umstieg von<br />
Schrumpffolie oder Kartonsystemen<br />
erleichtern, während die<br />
Produktstabilität entlang der<br />
gesamten Lieferkette gewährleistet<br />
wird.<br />
Neben Einsparungen bei den<br />
Materialkosten ermöglicht<br />
der paper S im Vergleich zu<br />
wärmebasierten Schrumpffolienverfahren<br />
auch eine Reduzierung<br />
des Energieverbrauchs.<br />
Ergänzende Optionen wie<br />
Digitaldruckeinheiten, Etikettiersysteme<br />
oder zusätzliche<br />
Automatisierungskomponenten<br />
können integriert werden, um<br />
die Maschine individuell an<br />
kundenspezifische Anforderungen<br />
anzupassen.<br />
Die Papierverpackungslösung<br />
wurde in enger Zusammenarbeit<br />
mit Mondi, einem weltweit<br />
führenden Anbieter nachhaltiger<br />
Verpackungen und Papier,<br />
entwickelt, um eine zuverlässige<br />
Verarbeitung sowie ein optimales<br />
Zusammenspiel zwischen<br />
Papiersubstrat und Maschinentechnologie<br />
zu gewährleisen.<br />
Der neue Bündelpacker wird<br />
daher am Stand von Hugo Beck<br />
mit dem nur 70 g/m² leichten<br />
Ad/Vantage StretchWrap Papier<br />
von Mondi laufen.<br />
Dieses unbeschichtete Kraftpapier<br />
ist nicht nur sehr leicht,<br />
32 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
interpack <strong>2026</strong><br />
sondern bietet auch eine hohe<br />
Durchstoß- und Reißfestigkeit<br />
sowie gute Dehneigenschaften,<br />
welche zu einem außergewöhnlichen<br />
TEA-Wert (Tensile Energy<br />
Absorption) führen. Außerdem<br />
ist es industriell kompostierbar<br />
und in herkömmlichen Papierkreisläufen<br />
recycelbar.<br />
Besucher der interpack sind<br />
eingeladen, am Stand von Hugo<br />
Beck Live-Demos des neuen<br />
Bündelpackers zu sehen und sich<br />
mit den Experten vor Ort über<br />
das umfassende Maschinenportfolio<br />
des Unternehmens für<br />
nachhaltige Folien- und Papierverpackungen<br />
auszutauschen.<br />
„Die Einführung des paper S in<br />
enger Zusammenarbeit mit Mondi<br />
als ganzheitliche Lösung ist der<br />
nächste logische Schritt in unserer<br />
nachhaltigen Verpackungsstrategie“,<br />
erklärt Jonas Beck, Geschäftsführer<br />
von Hugo Beck.<br />
„Sie baut auf unserer kontinuierlichen<br />
Weiterentwicklung<br />
von Papierverpackungstechnologien<br />
in den vergangenen Jahren<br />
auf. Nach der Einführung<br />
der paper X-Serie für verschiedene<br />
Branchen sowie spezieller<br />
E-Commerce-Verpackungslösungen<br />
haben wir unser nachhaltiges<br />
Angebot neben unseren<br />
etablierten folienbasierten<br />
Lösungen stetig erweitert.<br />
Unser Ziel ist es, unsere Kunden<br />
stets dabei zu unterstützen, den<br />
sich wandelnden Markt- und<br />
Regulierungsanforderungen<br />
im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit<br />
gerecht zu werden. Mit<br />
dem paper S Bündelpacker<br />
bieten wir eine praxisgerechte<br />
Lösung zur Reduzierung des<br />
Plastikverbrauchs und zur Mi-<br />
Über Hugo Beck:<br />
1955 mit Sitz in Dettingen an der Erms nahe Stuttgart gegründet, ist Hugo<br />
Beck ein weltweit führender Spezialist für horizontale Folienverpackungsmaschinen,<br />
Flowpack- und Papierverpackungsmaschinen sowie Lösungen<br />
zur Automatisierung und Druckweiterverarbeitung im Leistungsbereich von<br />
3.000 bis 18.000 Takten/Stunde. Hugo Beck Maschinen sind in verschiedenen<br />
Branchen erfolgreich im Einsatz.<br />
Im horizontalen Folienverpackungsbereich bietet das Unternehmen ein<br />
komplettes Maschinenportfolio für Flowpack-, Beutel- und Schrumpfverpackungen<br />
als Primär- und Sekundärverpackung. Dabei stehen größtmögliche<br />
Automatisierung, Flexibilität und Verfügbarkeit im Fokus. Hugo Beck Maschinen<br />
verarbeiten alle Folienarten unabhängig vom Hersteller.<br />
Die jüngsten Papierverpackungslösungen von Hugo Beck unterstreichen,<br />
dass das Unternehmen kontinuierlich an innovativen Maschinentechnologien<br />
arbeitet, um gemeinsam mit seinen Kunden in jeder Hinsicht nachhaltige<br />
Verpackungslösungen für den Markt von heute und morgen zu entwickeln.<br />
Neben Serienmaschinen bietet Hugo Beck vor allem kundenspezifische Lösungen.<br />
Modernste Projektierungs- und Fertigungsprozesse im eigenen Haus sind<br />
die Voraussetzung, um flexibel auf nahezu alle Kundenwünsche zu reagieren.<br />
nimierung des Kartoneinsatzes<br />
bei Transportverpackungen<br />
– ohne Kompromisse bei der<br />
Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit,<br />
die unsere Kunden von<br />
unserer <strong>Technologie</strong> erwarten.“<br />
www.hugobeck.com<br />
Safety-Upgrade für Verpackungsmaschinen<br />
Unter dem Motto „Verpacken ohne Risiko. Sicherheit ohne Kompromisse.“ zeigt der Automatisierungsexperte Pilz auf der<br />
interpack/components <strong>2026</strong> zukunftsfähige Sensorik- und Steuerungslösungen. Im Mittelpunkt stehen bei Pilz flexible und<br />
konforme Lösungen für eine konstante Performance auch unter variablen Produktionsbedingungen. Dazu können sich Messebesucher<br />
zu den Dienstleistungen von Pilz zur ab 2027 geltenden EU-Maschinenverordnung (MVO) sowie dem Cyber Resilience<br />
Act (CRA) und der für die Sicherheit von Verpackungsmaschinen relevanten Normenreihe EN 415 informieren.<br />
Auf der interpack hat Pilz Form-,<br />
Füll- und Siegelmaschinen (FFS)<br />
im Fokus: Das Unternehmen<br />
zeigt auf, in welcher Weise<br />
zertifizierte, skalierbare und<br />
kompatible Sicherheitslösungen<br />
eine zuverlässige Basis für diesen<br />
Maschinentyp darstellen. Hierbei<br />
erläutern die Pilz-Experten,<br />
wie solche Sicherheitslösungen<br />
aktuelle Standards in der Verpackungstechnik<br />
umsetzen können<br />
– gleich welche Maschinenkonfiguration<br />
und Prozessvariabilität.<br />
Nachhaltig sichere<br />
Verpackungsmaschinen<br />
In Düsseldorf nimmt Pilz zudem<br />
normengerechte Sicherheitsstrategien<br />
nach MVO und CRA<br />
für Verpackungsmaschinen in<br />
den Blick: Welche Schritte sind<br />
von der Entwicklung über das<br />
Design bis hin zur Inbetriebnahme<br />
zu berücksichtigen?<br />
Pilz als Normenexperte berät<br />
Messebesucher zu seinem<br />
maßgeschneiderten Support<br />
aus Dienstleistungen und Schulungen<br />
entlang des gesamten<br />
Lebenszyklus von Verpackungsmaschinen.<br />
Im Blickpunkt steht<br />
die Industrial Security: Welchen<br />
speziellen Support Pilz bei der<br />
Umsetzung der wichtigsten Aufgaben<br />
„Schutz der funktionalen<br />
Sicherheit (Safety) vor Cyberangriffen“,<br />
„Schutz vor unberechtigtem<br />
Zugriff“ sowie „Schutz<br />
vor Manipulation vor Ort“ anbietet,<br />
erfahren Messebesucher auf<br />
dem Stand. Weiteres Thema im<br />
Zusammenhang: Über den gesamten<br />
Maschinenlebenszyklus<br />
verlangt die MVO eine systematische<br />
Risikobeurteilung sowie<br />
die Berücksichtigung digitaler<br />
Risiken. Hierfür präsentiert Pilz<br />
seine MYZEL Lifecycle Platform.<br />
Standbesucher erleben live auf<br />
der Verpackungsmesse, wie<br />
MYZEL als zentrale Plattform<br />
den rechtskonformen, sicheren<br />
Betrieb insbesondere von FFSsowie<br />
weiteren Verpackungsmaschinentypen<br />
gewährleistet.<br />
Sicherheitssensoren schützen<br />
Verpackungsprozesse<br />
umfassend<br />
Sicherheitssensoren schützen<br />
Verpackungsmaschinen wie Bedienpersonal.<br />
Auf der interpack<br />
hat Pilz sein Sensorik-Portfolio<br />
PSEN mit auf dem Stand. Praxisnah<br />
berät der Automatisierer zur<br />
Umsetzung von Safety inklusive<br />
Security über Sensorik von Pilz.<br />
Ein zentrales Thema hierbei ist<br />
die Robustheit der Pilz-Sensoren<br />
für Verpackungsmaschinen.<br />
Dazu erfahren Besucher, wie sich<br />
intelligente Diagnosefunktionen<br />
über das Pilz IO-Link-Safety-<br />
System – inklusive erstem zertifizierten<br />
IO-Link Safety Master<br />
– sowie Sicherheitszuhaltungen<br />
vernetzt und diagnosefähig integrieren<br />
lassen.<br />
www.pilz.com<br />
Unter dem Motto „Verpacken ohne Risiko. Sicherheit<br />
ohne Kompromisse“ zeigt der Automatisierungsexperte<br />
Pilz auf der interpack zukunftsfähige<br />
Automatisierungslösungen mit<br />
Sensorik und Steuerungen. Dazu informiert Pilz<br />
über seine Dienstleistungen zur ab 2027 geltenden<br />
EU-Maschinenverordnung (MVO) sowie<br />
zum Cyber Resilience Act (CRA).<br />
Bild: © Pilz GmbH & Co. KG<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 33
MESSEVORSCHAU<br />
Kennzeichnungsinnovationen für die Verpackungsbranche<br />
Bluhm Systeme präsentiert<br />
leistungsfähige Kennzeichnungstechnik<br />
mit Etiketten,<br />
Tinte und Laser für die<br />
Verpackungsbranche.<br />
Bluhm Systeme wurde in<br />
einer aktuellen Studie des<br />
Wirtschaftsmagazins Capital<br />
in Zusammenarbeit mit dem<br />
Marktforschungsinstitut Statista<br />
als eines der innovativsten Unternehmen<br />
Deutschlands <strong>2026</strong><br />
ausgezeichnet. Auf der interpack<br />
unterstreicht das Unternehmen<br />
seine Rolle als Innovationspartner<br />
der Verpackungsindustrie.<br />
Das Messe-Motto „Innovation<br />
gemeinsam gestalten“ bringt die<br />
Unternehmensphilosophie auf<br />
den Punkt: Gemeinsam mit Kunden<br />
entwickelt Bluhm Systeme<br />
praxisnahe Lösungen für effiziente,<br />
nachhaltige und zukunftssichere<br />
Verpackungsprozesse.<br />
Was wäre, wenn Drucken im<br />
Produktionsalltag einfach keine<br />
Sorgen mehr bereiten würde?<br />
Mit dieser Leitidee kündigt<br />
Bluhm Systeme eine neue<br />
Generation von Continuous-<br />
Inkjetdruckern an. Die innovative<br />
Serie wird erstmals auf der<br />
interpack vorgestellt und bietet<br />
Funktionen, die Produktionsprozesse<br />
vereinfachen, Fehlkennzeichnungen<br />
vermeiden und<br />
Betriebskosten reduzieren.<br />
Im Bereich Etikettierung präsentiert<br />
Bluhm Systeme modulare<br />
Lösungen für Produktion und<br />
Logistik.<br />
* Die Geset-Etikettieranlagen<br />
sind als einbaufertige Komplettsysteme<br />
mit integrierter Fördertechnik<br />
und Produkthandling<br />
konzipiert. Sie etikettieren unterschiedlichste<br />
Verpackungen, wie<br />
Flaschen, Dosen, Tiefziehschalen,<br />
Schachteln oder Kanister.<br />
Je nach Anwendung lassen sie<br />
sich für Seiten-, Rundum- oder<br />
Übereck-Etikettierungen konfigurieren<br />
und mit Direktdrucksystemen<br />
für variable Daten<br />
erweitern.<br />
* Speziell für Logistikanwendungen<br />
ist der Etikettendruckspender<br />
Legi-Air 4050E mit dem<br />
neuen Servo-Linear-Applikator<br />
SL600 erhältlich, der den erfolgreichen<br />
Legi-Air 6000 ablöst.<br />
Das integrierte Distanzmesssystem<br />
eignet sich ideal für wechselnde<br />
Paketgrößen: Es erfasst<br />
berührungslos den Abstand<br />
zwischen Produkt und Applikator<br />
und passt den Ausfahrweg<br />
automatisch an unterschiedliche<br />
Paketformen und -höhen an.<br />
Dadurch wird das Etikett stets im<br />
optimalen Abstand appliziert.<br />
Das erhöht die Platziergenauigkeit<br />
und ermöglicht höhere<br />
Taktraten in Versand- und Distributionszentren.<br />
Ergänzend zeigt<br />
Bluhm Systeme druckluftfreie,<br />
vollelektrische Etikettiersysteme<br />
sowie Linerless-Etikettiertechnologie,<br />
die Abfall reduziert und<br />
zusätzliche Nachhaltigkeitspotenziale<br />
im Verpackungsprozess<br />
erschließt.<br />
Bluhm Systeme zeigt ein breites<br />
Spektrum an hochauflösenden<br />
Inkjetdruckern für die Direktkennzeichnung<br />
von Sekundärverpackungen<br />
aus Karton oder<br />
Folie. Ein Beispiel ist der Markoprint<br />
integra Singular 108, der<br />
2D-Codes, Texte und Grafiken<br />
mit bis zu 600 dpi direkt auf<br />
Kartons und Umverpackungen<br />
druckt. Durch die 3-fach-Kaskadierung<br />
mehrerer Druckköpfe<br />
lassen sich Druckhöhen von bis<br />
zu 324 mm realisieren.<br />
Bluhm Systeme präsentiert<br />
auf der interpack eine deutlich<br />
ausgebaute Lasersparte. Das<br />
Portfolio reicht von kompakten<br />
Arbeitsstationen für Einzelkennzeichnungen<br />
bis zu Inline-<br />
Systemen für die Integration in<br />
Highspeed-Produktionslinien.<br />
Die Laser erzeugen dauerhaft<br />
lesbare Codierungen auf nahezu<br />
allen Verpackungsmaterialien.<br />
Da sie ohne Verbrauchsmaterialien<br />
arbeiten, ermöglichen<br />
sie besonders wirtschaftliche<br />
und ressourcenschonende<br />
Kennzeichnungsprozesse..<br />
www.bluhmsysteme.com<br />
Automatisierungssoftware für Transformation<br />
COPA-DATA präsentiert seine<br />
Softwareplattform zenon:<br />
Das Unternehmen zeigt wie<br />
Prozessautomatisierung die<br />
Transformation unterstützt.<br />
Wie kann der digitale Wandel<br />
gelingen? „An unserem Messestand<br />
zeigen wir, wie unsere<br />
Softwaretechnologie hilft, Herausforderungen<br />
rund um Flexibilität,<br />
Leistung, Datenintegrität<br />
und Qualität in der Produktion<br />
zu meistern“, sagt Emilian Axinia,<br />
Director Digitalization und<br />
Machinery bei COPA-DATA. Das<br />
Softwareunternehmen richtet<br />
sich auf der interpack an ein breites<br />
Publikum: vom Maschinenbauer<br />
über den Systemintegrator<br />
bis zum IT-Manager im produzierenden<br />
Unternehmen. Axinia:<br />
„Wir präsentieren, wie einfach<br />
und flexibel der modulare Aufbau<br />
unserer Softwareplattform<br />
zenon mit der Prozessautomatisierung<br />
zusammenspielt.“ Bei<br />
zenon handelt es sich um eine<br />
No-Code- bzw. Low-Code-<br />
Plattform, die internationale<br />
Standards wie Modular Type<br />
Package (MTP), OMAC PackML<br />
oder Weihenstephan unterstützt.<br />
Dem Messethema entsprechend,<br />
steht „Smart Manufacturing“ im<br />
Zentrum des Auftritts – zenon<br />
unterstützt auf dem Weg zur<br />
Industrie 4.0: Über zahlreiche<br />
standardisierte Datenschnittstellen<br />
integriert die Automatisierungssoftware<br />
Maschinen und<br />
Anlagen in Digitalisierungslösungen<br />
– fabrikübergreifend oder<br />
darüber hinaus. So können Produktionsdaten<br />
zukunftsorientiert<br />
gesammelt, überwacht sowie<br />
analysiert werden. Das eröffnet<br />
besonders für Maschinenbauer<br />
und Original Equipment Manufacturer<br />
(OEM) Chancen: Digitale<br />
Zwillinge, orchestrierte Produktionslinien<br />
sowie vorausschauende<br />
Wartung und Echtzeit-Analysen<br />
der Gesamtanlageneffektivität<br />
werden Wirklichkeit. So entstehen<br />
datengetriebene Produktionsumgebungen,<br />
die Effizienzverluste<br />
sichtbar machen und<br />
Optimierung ermöglichen.<br />
Mit Live-Demos der aktuellen<br />
zenon-Version macht COPA-<br />
DATA greifbar, was in der Theorie<br />
mitunter abstrakt erscheint:<br />
So zeigt das Messeteam etwa<br />
das Human Machine Interface<br />
(HMI) seiner Softwareplattform<br />
– besonders interessant ist dies<br />
für OEMs. Die Schnittstelle für<br />
Visualisierung und Steuerung<br />
eignet sich sowohl für den Life-<br />
Sciences-Bereich als auch für<br />
Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>hersteller,<br />
angepasst an die jeweiligen<br />
Anforderungen. Darüber<br />
hinaus präsentiert COPA-DATA<br />
Lösungen für die modulare<br />
Produktion: Diese unterstützen<br />
etwa Plug & Produce und helfen,<br />
Prozesse schnell anzupassen.<br />
Auch Anforderungen rund um<br />
Compliance und Regulatorien sowie<br />
Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie<br />
sind am Messestand<br />
ein Thema. Zudem geht es um<br />
Integration und Modernisierung<br />
von Altsystemen.<br />
Nicht zuletzt wird COPA-DATAs<br />
Standpartner, Systemintegrator<br />
ControlTech Engineering AG<br />
(CTE), über Erfolgsgeschichten<br />
aus der Praxis berichten.<br />
www.copadata.com<br />
34 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
BRANCHEN REPORT | Steuerungstechnik<br />
SOFTWARE-BASIERTE STEUERUNG<br />
Soft PLC<br />
Mit der Soft-SPS von Grundfos können industrielle Erstausrüster (OEMs) und Anlagenbauer ihre<br />
Pumpen entsprechend den Prozessanforderungen programmieren.<br />
Grundfos hat seine eigene patentierte<br />
Soft-SPS-Kommunikationsschnittstellenkarten-Lösung<br />
auf den Markt gebracht, die<br />
auf der CIM 550 P Ethernet-<br />
Karte basiert. Diese proprietäre<br />
Lösung, die erste ihrer Art, erweitert<br />
Pumpen mit intelligenten<br />
MGE/MLE-Motoren um eine<br />
Softwareebene.<br />
Sobald die CIM 550 P Ethernet-<br />
Karte in den MGE/MLE-Motor<br />
eingesetzt ist, können Grundfos<br />
E-Pumpen für den spezifischen<br />
Prozess programmiert werden,<br />
für den die Pumpeninstallation<br />
vorgesehen ist. Selbst Produkte<br />
von Drittanbietern können über<br />
einen Master-Port auf der CIM<br />
550 P Ethernet-Karte gesteuert<br />
werden.<br />
Die Lösung eignet sich auch gut<br />
für größere SCADA-Systeme,<br />
wenn die Steuerungsstrategie<br />
auf eine lokale SPS-Steuerung<br />
ausgerichtet ist. Alle Grundfunktionen<br />
können weiterhin<br />
über die Grundfos GO-App<br />
auf einem Smartphone oder<br />
Tablet konfiguriert werden, aber<br />
auch über den SPS-Code in der<br />
Soft-SPS programmiert werden.<br />
Sogar die Ein- und Ausgänge<br />
können über das SPS-Programm<br />
in Betrieb genommen werden;<br />
im Wesentlichen gibt es keine<br />
Grenzen für die Programmierung:<br />
Steuerungsmodus, Sensor<br />
Ein- und -ausgänge, Statusmessungen,<br />
Alarme und Warnungen<br />
sowie Funktionen zur<br />
Grenzwertüberschreitung.<br />
„Unsere Lösung eignet sich<br />
perfekt für die Integration einer<br />
Grundfos E-Pumpe in eine<br />
industrielle Lösung, und die zusätzliche<br />
Soft-SPS-Kartenlösung<br />
ermöglicht eine programmierbare,<br />
präzise Steuerung aller<br />
angeschlossenen Geräte“, sagt<br />
Michael Elkjær Laustsen, Application<br />
Manager, Grundfos Industry.<br />
„Sie können Ihre eigenen Logikfunktionen<br />
erstellen und alle<br />
verfügbaren MGE/MLE-Ein- und<br />
Ausgänge nach Bedarf nutzen.<br />
Sie können auch andere angeschlossene<br />
Grundfos-Produkte<br />
steuern und deren E/A nutzen.“<br />
Verbessern Sie Ihr CO 2<br />
-<br />
Emissionsprofil<br />
Die Soft-SPS-Karte kann mit<br />
praktisch jeder Anwendung verwendet<br />
werden und ermöglicht<br />
noch größere Energieeinsparungen,<br />
geringere CO 2<br />
-Emissionen<br />
und eine verbesserte Pumpenzuverlässigkeit.<br />
Die Investition ist<br />
gering: Nach dem Kauf der Soft-<br />
SPS-Karte und der Softwarelizenzen<br />
auf der Grundfos-Website<br />
und der Installation kann der Benutzer<br />
mit der Programmierung<br />
beginnen.<br />
„Sie können den für die Programmierung<br />
erforderlichen<br />
Software-Editor unverbindlich<br />
von unserer Website herunterladen“,<br />
erklärt Michael Elkjær<br />
Laustsen. „Nach dem Herunterladen<br />
können Sie Ihre Programmierideen<br />
testen. Wenn Ihnen<br />
das Ergebnis gefällt, können Sie<br />
eine Lizenz für den vollständigen<br />
Software-Editor erwerben.“<br />
Ideal für industrielle<br />
Erstausrüster (OEMs) und<br />
Anlagenbauer<br />
Die Soft-SPS-Kartenlösung ist<br />
die perfekte Ergänzung für jedes<br />
OEM-Gerät, beispielsweise für<br />
intelligent gesteuerte Umkehrosmoseanlagen,<br />
Filter, Kühler,<br />
Wasch- und Reinigungssysteme<br />
und viele andere Anwendungen.<br />
Dadurch wird keine externe<br />
SPS-Lösung mehr benötigt. Über<br />
den integrierten ModBus RTU-<br />
Master-Port können mehrere<br />
E-Pumpen und andere angeschlossene<br />
Produkte mit einer<br />
E-Pumpe mit Soft-SPS verbunden<br />
werden.<br />
Dadurch können OEMs ihre Anwendungen<br />
entwickeln und parallel<br />
dazu ihre Hardwaresysteme<br />
wählen oder entwerfen. Die<br />
gleiche Soft-SPS-Anwendung<br />
kann auf verschiedene Hardware-<br />
und Betriebssystemkombinationen<br />
portiert werden und<br />
bietet so eine größere Vielseitigkeit.<br />
Außerdem erleichtert die<br />
Abstraktion von Software und<br />
Hardware dem OEM die Aktualisierung<br />
der Hardware und des<br />
Betriebssystems.<br />
Schließlich ergeben sich Kostenund<br />
Zeitvorteile. Da die Karte im<br />
MGE-Motor montiert ist, sind<br />
kein separater Schaltschrank,<br />
keine Stromversorgung für eine<br />
SPS, keine Klemmen und keine<br />
Verkabelung erforderlich, die alle<br />
ein potenziell hohes Ausfallrisiko<br />
bergen.<br />
Verwendung mit großen<br />
Standardpumpen,<br />
die mit externen<br />
Frequenzumrichtern<br />
betrieben werden<br />
Wenn aufgrund der Motorgröße<br />
oder aus anderen Gründen ein<br />
externer Frequenzumrichter CUE<br />
erforderlich ist, steht die Soft-<br />
SPS-Lösung weiterhin zur Verfügung.<br />
Die Ethernet-Karte CIM<br />
550 P kann in eine Kommunikationsschnittstelleneinheit<br />
CIU 901<br />
eingebaut werden. Diese bietet<br />
die gleiche Funktionalität wie<br />
eine E-Pumpe mit MGE/MLE-<br />
Motor, allerdings sind einige<br />
intelligente Funktionen nicht<br />
verfügbar, da der Antrieb nicht<br />
vollständig in den Pumpenmotor<br />
integriert ist.<br />
„Unsere proprietäre und patentierte<br />
Soft-SPS-Kommunikationsschnittstellenkarten-Lösung<br />
ist die erste derartige Lösung auf<br />
dem Markt, bei der alles, was<br />
Sie für den Einstieg benötigen,<br />
direkt auf unserer Website verfügbar<br />
ist“, sagt Michael Elkjær<br />
Laustsen, Application Manager,<br />
Grundfos Industry, , und fasst<br />
zusammen: „Probieren Sie es<br />
aus und entdecken Sie, wie Ihr<br />
Systemaufbau von einer Senkung<br />
der Gesamtinvestitionskosten<br />
profitiert. Und wenn Sie Hilfe benötigen,<br />
steht Ihnen unser globales<br />
Support-Netzwerk von CIM<br />
550P-Experten zur Verfügung.“<br />
Mehr Informationen<br />
www.grundfos.com<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 35
BRANCHEN REPORT | Prozessoptimierung<br />
EFFIZIENTE TROCKNUNGSLÖSUNGEN FÜR FLASCHEN<br />
Weniger Druckluft, mehr Ersparnis<br />
In der <strong>Getränke</strong>produktion ist eine zuverlässige Trocknung der Flaschen vor bestimmten<br />
Verarbeitungsschritten unerlässlich – etwa vor dem Etikettieren, der Kapselung oder der Bedruckung<br />
mit Inkjet-Systemen. Konventionelle Methoden wie offene Druckluftrohre oder Fächerdüsen arbeiten<br />
ineffizient und verursachen einen hohen Energieverbrauch.<br />
SMC setzt hier auf moderne<br />
Volumenstromverstärker und<br />
spezielle Düsen mit gebündeltem<br />
Abstrahlwinkel. Diese nutzen<br />
das physikalische Prinzip der<br />
Umgebungsluftinduktion: Durch<br />
die gezielte Führung der Druckluft<br />
wird zusätzliche Umgebungsluft<br />
angesaugt, wodurch<br />
sich die Luftleistung vervielfacht<br />
– bei gleichzeitig reduziertem<br />
Druckluftverbrauch.<br />
Die Praxis zeigt: Der Austausch<br />
veralteter Komponenten durch<br />
moderne Druckluftlösungen,<br />
wie die KNH Hochleistungsdüse,<br />
führt zu signifikanten Einsparungen.<br />
Darüber hinaus arbeitet die<br />
Lösung besonders effizient bei<br />
niedrigem Betriebsdruck. Solche<br />
Optimierungen sind nicht nur<br />
ökologisch sinnvoll, sondern<br />
auch aus betriebswirtschaftlicher<br />
Sicht äußerst attraktiv.<br />
Zudem trägt eine gezielte<br />
Trocknung zur höheren Prozesssicherheit<br />
bei: Etiketten haften<br />
zuverlässiger, Bedruckungen<br />
erscheinen klarer und das Risiko<br />
von Produktmängeln wird<br />
reduziert.<br />
Flexibles Kartonhandling<br />
durch intelligente<br />
Greifertechnologie<br />
Neben der Flaschenbearbeitung<br />
ist das Handling von <strong>Getränke</strong>kartons<br />
ein zentraler Bestandteil<br />
der Produktionslogistik. Besonders<br />
bei der Palettierung und<br />
Entpalettierung sind effiziente<br />
und platzsparende Lösungen<br />
gefragt. Klassische Palettierer<br />
sind zwar leistungsfähig, benötigen<br />
jedoch viel Raum und sind<br />
oft wenig flexibel.<br />
Roboterlösungen stellen eine<br />
dynamischere Alternative dar.<br />
Sie erlauben den Einsatz verschiedener<br />
End-of-Arm-Tools<br />
und können für vielfältige<br />
Aufgaben programmiert<br />
werden. Hierbei stoßen konventionelle<br />
Greifer schnell an<br />
ihre Grenzen: Sie beschädigen<br />
Kartons, hinterlassen Lücken im<br />
Lagenbild oder sind nicht kompatibel<br />
mit unterschiedlichen<br />
Verpackungsformaten.<br />
Die Flächengreifer der Serie ZGS<br />
von SMC lösen diese Probleme<br />
und setzen auf Vakuumtechnologie<br />
für eine besonders schonende<br />
Handhabung. Sie saugen<br />
Kartons von oben an, ohne<br />
Druckstellen zu hinterlassen,<br />
und ermöglichen ein präzises<br />
und sicheres Platzieren. Dank<br />
integrierter Vakuumerzeugung<br />
und IO-Link-Kompatibilität lassen<br />
sich die Greifer problemlos<br />
in bestehende Automatisierungssysteme<br />
einbinden und<br />
flexibel steuern.<br />
Ein weiterer Vorteil: Die Serie<br />
ZGS ist mit den gängigsten Systemen<br />
großer Roboterhersteller<br />
kompatibel SMC stellt für namhafte<br />
Unternehmen bereits Plug<br />
& Play Dateien zur Verfügung,<br />
die eine schnelle und unkomplizierte<br />
Anbindung ermöglichen.<br />
Dadurch eröffnen sich neue<br />
Möglichkeiten für kompakte,<br />
modulare und skalierbare Automatisierungslösungen<br />
– ideal<br />
für Betriebe mit begrenztem<br />
Platzangebot oder wechselnden<br />
Produktionsanforderungen.<br />
Feuchtigkeit in<br />
Druckluftnetzen –<br />
eine unsichtbare<br />
Herausforderung mit<br />
weitreichenden Folgen<br />
Druckluftsysteme sind ein essenzieller<br />
Teil in der modernen<br />
<strong>Getränke</strong>produktion. Sie treiben<br />
Ventile, Zylinder und andere<br />
pneumatische Komponenten an<br />
und sorgen für reibungslose Abläufe.<br />
Doch gerade in komplexen<br />
Produktionsumgebungen mit<br />
wechselnden Temperaturzonen,<br />
häufigen Erweiterungen und<br />
Umbauten der Anlagen kann es<br />
zu einem Problem kommen, das<br />
oft unterschätzt wird: Feuchtigkeit<br />
in Druckluftnetzen.<br />
Diese entsteht durch Kondensation,<br />
wenn warme, feuchte Luft<br />
abkühlt – beispielsweise in langen<br />
Rohrleitungen oder bei Temperaturwechseln<br />
zwischen den<br />
verschiedenen Produktionsbereichen.<br />
Die Folgen sind gravierend:<br />
Korrosion in Leitungen, Ablösen<br />
von Rostpartikeln, erhöhter Verschleiß<br />
an Komponenten und<br />
sogar Produktionsausfälle.<br />
Moderne Überwachungs- und<br />
Trocknungssysteme bieten<br />
hier effektive Lösungen. Der<br />
Luftfeuchtigkeitssensor PSH<br />
von SMC ermöglicht eine präzise<br />
Echtzeitüberwachung der<br />
Luftfeuchtigkeit und warnt<br />
frühzeitig vor kritischen Zuständen.<br />
Frühzeitige Warnungen bei<br />
kritischen Werten ermöglichen<br />
eine vorausschauende Wartung<br />
und reduzieren ungeplante<br />
Stillstände.<br />
Für die Trocknung stehen verschiedene<br />
<strong>Technologie</strong>n zur Verfügung<br />
– jeweils mit spezifischen<br />
Stärken und Einsatzbereichen.<br />
Membrantrockner überzeugen<br />
durch ihre kompakte Bauweise<br />
und Wartungsarmut, stoßen<br />
jedoch bei höheren Durchflussraten<br />
an ihre Grenzen.<br />
Adsorptionstrockner bieten eine<br />
hohe Trocknungsleistung, sind<br />
allerdings kostenintensiv in der<br />
Wartung. Kältetrockner wiederum<br />
gelten als besonders wirtschaftliche<br />
Lösung und eignen<br />
sich für viele Anwendungen.<br />
Der IDFA von SMC vereint starke<br />
Leistung mit Effizienz: Er ist mit<br />
der neuen F-Gas-Verordnung<br />
konform und deckt ein breites<br />
Spektrum ab – von kleinen Anlagen<br />
bis hin zu großindustriellen<br />
Anwendungen.<br />
Mehr Informationen<br />
www.smc.com<br />
36 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
BRANCHEN REPORT | Hygienic Design<br />
OBERFLÄCHENSCHUTZ NXD tupH ® VON NORD DRIVESYSTEMS<br />
Aluminium-Antriebe werden „tough“<br />
gegen Reinigungschemikalien<br />
Mit NXD tupH ® können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von Food &<br />
Beverage und Primary Packaging die Stärken von Antriebslösungen aus Aluminium nutzen.<br />
Die lebensmittelkonforme Oberflächenveredelung verleiht Aluminium Eigenschaften, die<br />
das Material in Sachen Hygiene und Korrosionsbeständigkeit mit Edelstahl vergleichbar macht.<br />
Mit NXD tupH ® hat NORD<br />
DRIVESYSTEMS einen wirkungsvollen<br />
Oberflächenschutz speziell für Aluminiumgehäuse<br />
entwickelt, der zudem<br />
lebensmittelkonform ist. Entsprechende<br />
Getriebe, Glattmotoren und<br />
dezentrale Frequenzumrichter werden<br />
dadurch besonders korrosionsbeständig<br />
und halten den umfangreichen,<br />
intensiven Reinigungsprozeduren in<br />
der Lebensmittelverarbeitung langfristig<br />
stand. NXD steht für „NORD<br />
eXtreme Duty“; tupH vereint das englische<br />
Wort „tough“, zu deutsch widerstandsfähig,<br />
mit dem „pH-Wert“.<br />
NORD-NXD-tupH.jpg: Der lebensmittelkonforme Oberflächenschutz<br />
NXD tupH® macht NORD-Antriebssysteme<br />
mit Aluminiumgehäuse resistenter gegen Reinigungschemikalien.<br />
Bild: NORD DRIVESYSTEMS<br />
Tests belegen<br />
Chemikalienbeständigkeit<br />
NXD tupH ® kombiniert eine spezielle<br />
Oberflächenveredelung mit einer<br />
Hochleistungsversiegelung. Ergebnis<br />
ist eine porenfreie Oberfläche, die<br />
hygienisch zu reinigen ist und nach<br />
zahlreichen Reinigungsdurchgängen<br />
weder abblättert noch korrodiert.<br />
Seine Chemikalienbeständigkeit hat<br />
NXD tupH ® im Langzeittest unter anderem<br />
mit Ecolab-Reinigungsmitteln<br />
unter Beweis gestellt. Zudem sind<br />
NORD-Antriebskomponenten mit<br />
NXD tupH ® -Oberfläche lebensmittelkonform<br />
gemäß den Anforderungen<br />
der FDA, der EU, der Schweiz sowie<br />
der MERCOSUR-Staaten. Dadurch<br />
eignen sie sich für lebensmittelnahe<br />
Applikationen in den Bereichen Food<br />
& Beverage und Primary Packaging.<br />
Wirtschaftliche Alternative zu<br />
Edelstahl-Antrieben<br />
Anwendern bietet NORD damit eine<br />
wirtschaftliche wie leistungsstarke<br />
Alternative zu Edelstahl-Antrieben.<br />
Antriebslösungen mit Aluminiumgehäusen<br />
sind leichter und ermöglichen<br />
eine kompaktere Konstruktion. Da<br />
Aluminium Wärme gut ableitet, lassen<br />
sich damit zudem eine höhere<br />
Leistungsdichte sowie niedrigere<br />
Oberflächentemperaturen erzielen.<br />
Mit NXD tupH ® werden Aluminiumgehäuse<br />
nun auch chemikalienresistent;<br />
das macht die Antriebslösungen<br />
langlebig und erhöht auch<br />
in Wash-down-Anwendungen die<br />
Anlagenverfügbarkeit.<br />
Der Oberflächenschutz von NORD<br />
benötigt keine Sonderkonstruktion<br />
und damit keine gesonderten Lagerund<br />
Installationskosten. Der Hersteller<br />
stattet Bestandskomponenten mit<br />
seiner Oberflächenveredelung aus.<br />
Damit kann er für die Auslegung<br />
der Antriebssysteme die Optionen<br />
seines Produktbaukastens nutzen<br />
und maßgeschneiderte NXD tupH ® -<br />
Antriebssysteme komplett aus einer<br />
Hand liefern.<br />
NXD tupH ® -veredelte<br />
Komplettlösungen aus einer<br />
Hand<br />
NXD tupH ® ist für alle NORD-<br />
Aluminiumprodukte mit glatten<br />
Oberflächen erhältlich, darunter das<br />
integrierte Getriebemotorsystem<br />
DuoDrive, die energieeffizienten<br />
IE5+ Glattmotoren sowie die<br />
NORDBLOC.1-Stirnradgetriebe und<br />
NORDBLOC.1-Kegelradgetriebe. Mit<br />
dem NORDAC ON PURE steht zudem<br />
ein dezentraler Frequenzumrichter<br />
mit NXD tupH ® -Oberfläche in Kürze<br />
zur Verfügung. Damit kann Lösungsanbieter<br />
NORD komplette Antriebssysteme<br />
mit lebensmittelkonformer<br />
Oberflächenveredelung aus einer<br />
Hand liefern.<br />
Mehr Informationen<br />
www.nord.com<br />
ÜBER 20 JAHRE<br />
HYGIENEKONZEPTE<br />
Desinfektion<br />
ohne Gefahrstoffe<br />
über CIP, bei der<br />
Flaschenreinigung,<br />
beim Abfüllen<br />
und im Pasteur<br />
INNOWATECH GmbH<br />
D-72186 Empfingen<br />
(07485) 97 87 47 0<br />
www.innowatech.de<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 37
Eine Kolumne von<br />
Dr. BURKHARD SCHÄFER<br />
Der Zukunft Raum geben<br />
Das veränderte Konsumverhalten wirft weiterhin unter den Bierbrauern ein<br />
Stirnrunzeln auf das besorgte Gesicht. Der Trend zu <strong>Getränke</strong>n mit weniger oder<br />
keinem Alkohol, zum weniger essen gehen etwa von Familien in der Gastronomie –<br />
und überhaupt muss generell vielerorts gespart werden. Die Liste der schleichenden<br />
Veränderungen scheint im Angesicht der weltweiten Krisen erst einmal länger zu<br />
werden, anstatt sich zu verkürzen. Was also tun, um den aktuellen Entwicklungen so<br />
zu begegnen, dass etwa auch die familiengeführten Brauereien mit Zuversicht in eine<br />
gewinnbringende Zukunft blicken können?<br />
Ein Blick von Nord bis Süd in die<br />
Landschaft der Brauereien zeigt: es<br />
gibt auch zukunftsorientierte Beispiele,<br />
die unter den Bierbrauern Anlass<br />
zur Hoffnung geben. Solch ein<br />
Beispiel findet sich unter anderem<br />
in der Universitätsstadt Freiburg im<br />
Breisgau, im Südschwarzwald. Hier<br />
wurde die Brauerei Ganter GmbH<br />
& Co. KG letztes Jahr mit dem Freiburger<br />
Innovationspreis 2025 ausgezeichnet,<br />
passend zu ihrem 160.<br />
Jubiläumsjahr. Prämierung und Jubiläum,<br />
zwei parallele Anlässe also, die<br />
ein zugkräftig-freudiges Licht auf die<br />
seit vier Generationen bestehende,<br />
familiengeführte Brauerei werfen.<br />
Bereits im Jahr 1865 ist die Brauerei<br />
im Herzen der Stadt Freiburg von<br />
Louis Ganter gegründet worden und<br />
sie steht seither für die Vielfalt regionaler<br />
Bierspezialitäten.<br />
Gewinnbringende<br />
Kooperationen<br />
Ein weiteres Stichwort, das sich<br />
hinter dem Erfolg der Freiburger<br />
verbirgt, ist das einer erfolgreichen<br />
Kooperation. Denn die verdiente<br />
Auszeichnung haben die Bierbrauer<br />
gemeinsam mit dem Freiburger<br />
Start-Up „machn GmbH“ erzielt, die<br />
das ihrige zum Konzept des prämierten<br />
„Freiburger Bierle“ beigetragen<br />
haben. Doch wie sieht das Erfolgsrezept<br />
des Gewinnerduos in der<br />
Realität aus? Zusammengefasst lässt<br />
sich dies auf die beiden Komponenten<br />
„Erschließung des wachsenden<br />
Marktes der alkoholfreien Biere“<br />
sowie „Einführung eines Bio-Bieres“<br />
bringen. Denn Ganter und „machn“<br />
profitieren von einer Art „Zwillingseffekt“<br />
bei der Neu-Einführung des<br />
„Freiburger Bierle“, ähnlich einem<br />
„doppelten Lottchen“ nach dem<br />
berühmten Kinderbuchklassiker von<br />
Erich Kästner, der x-mal adaptiert,<br />
verfilmt und verändert wieder neu<br />
entworfen wurde, aber immer noch<br />
erfolgreich sticht: Denn das „Freiburger<br />
Bierle“ gibt es „doppelt“: in<br />
drei Sorten ohne Alkohol und quasi<br />
„spiegelverkehrt“ in den parallelen<br />
drei Typen mit Alkohol. Im Regal<br />
finden sich deshalb nun: „Freiburger<br />
Bierle - Naturtrübes Radler“ und<br />
„Freiburger Bierle - Naturtrübes<br />
Radler Alkoholfrei“, „Freiburger<br />
Bierle - Naturtrübes Pils“ und sowie<br />
das „Naturtrübe Pils Alkoholfrei“.<br />
Weiterhin finden sich noch die „Zwillinge“<br />
„Freiburger Bierle - Naturtrübes<br />
Helles“ und „Freiburger Bierle<br />
- Naturtrübes Helles Alkoholfrei“.<br />
Dass die Vermarktung hierzu von der<br />
„machn GmbH“ ebenfalls professionell<br />
erfolgt, versteht sich von selbst.<br />
Denn schließlich war und ist es das<br />
Ziel dieser vielversprechenden Zusammenarbeit,<br />
im hart umkämpften<br />
Biermarkt mit einer Familienbrauerei<br />
auch heutzutage noch eine starke<br />
und erfolgreiche Nische zu besetzen.<br />
Und so setzt die visuelle Werbung zu<br />
progressiv-modernen Rockklängen<br />
und dem Textausschnitt „I don’t<br />
want to know, how the story goes“<br />
zum „Freiburger Bierle“ auf eine<br />
junge und junggebliebene, aktive,<br />
fröhliche und multikulturelle Klientel,<br />
die nicht nur das Leben genießt, sondern<br />
auch das „Freiburger Bierle.“<br />
Und dabei bleibt es der Fantasie<br />
– und eben auch eigenen Präferenz<br />
des Betrachters – überlassen, ob er<br />
sich beim Ansehen des Video-Clips<br />
mit der Variante mit oder der ohne<br />
Alkohol identifiziert.<br />
Die Parität von „normalem“<br />
und alkoholfreiem Bier<br />
Nun ist die Erfindung von alkoholfreiem<br />
Bier und deren werbliche<br />
Präsentation gewiss nichts Neues.<br />
Aber der Doppeleffekt, man kann<br />
es auch einen Spagat nennen, mit<br />
welcher Selbstverständlichkeit beide<br />
Sparten gleichauf bedient werden,<br />
erreicht in dieser Narration von Ganter<br />
und „machn“ eine augenscheinliche<br />
Perfektion, die Authentizität<br />
ausstrahlt und beide Varianten eben<br />
auf Augenhöhe präsentiert. Das<br />
wirkt bei aller ausstrahlenden Leichtigkeit<br />
stark, minutiös durchdacht,<br />
überzeugend, und es nimmt somit<br />
nicht Wunder, dass diese Kreation<br />
folglich mit dem begehrten Freiburger<br />
Innovationspreis ausgezeichnet<br />
worden ist. Hier wird der teilweise<br />
Wechsel im Konsumverhalten von<br />
alkoholhaltigem zu alkoholfreiem<br />
Bier als Herausforderung ohne Klage<br />
angenommen. Und somit wird hier<br />
auch die Zukunft mit allen verfügbaren<br />
Bierbrauer- und Designerhänden<br />
fröhlich und mutmachend angepackt.<br />
Ganz im Sinne des berühmten<br />
Spruchs des englischen Philosophen<br />
Sir Karl Popper: „Alles Leben ist<br />
Problemlösen“. Eine Message vom<br />
Neuentwurf, die somit ihre positive<br />
Botschaft überzeugend auch auf den<br />
Verbraucher ausstrahlt. Eine Win-<br />
Win-Situation, die zudem auch dadurch<br />
möglich wurde, dass Analyse<br />
© AdobeStock
und Beratung der Agentur „machn“<br />
zu 54,5 Prozent durch den Z.R.S.,<br />
den „Zufkunfts.Raum.Schwazwald“<br />
gefördert werden konnte. Und auch<br />
nach der Markteinführung des „Freiburger<br />
Bierle“ geht die Kooperation<br />
von Ganter und „machn“ erfolgreich<br />
weiter. Somit werden Transformation<br />
und Zukunftsorientierung bei der<br />
Familienbrauerei Ganter weiterhin<br />
gewährleistet.<br />
Zukunfts.Raum.Schwarzwald<br />
Was ist nun genau unter dem Label<br />
„Zukunfts.Raum.Schwarzwald“ zu<br />
verstehen? Z.R.S. hat sich das Ziel<br />
gesetzt, die Innovationsleistung von<br />
kleinen und mittleren Unternehmen<br />
(KMU) durch die Förderung eines<br />
strukturierten und bedarfsbezogenen<br />
Wissens- und <strong>Technologie</strong>transfers<br />
zu vergrößern. Folglich wird<br />
durch das Projekt Z.R.S. ein wichtiger<br />
Beitrag geleistet, um damit die<br />
Innovationsfähigkeit in der Region<br />
Südlicher Oberrhein / Hochrhein zu<br />
stärken. Mit dieser Kooperation traf<br />
Ganter also voll ins Schwarze und die<br />
innovative Tatkraft zeigt sich unter<br />
anderem auch im Jubiläumsvideo, bei<br />
dem der Ganter-Slogan „Ein flüssiges<br />
Stück Freiburg“ so trefflich umgesetzt<br />
wurde. Hierbei kam die Schützenhilfe<br />
„von ganz oben“, weil im<br />
„160-Jahre-Ganter-Jubiläums-Clip“<br />
unter anderem auch der zu dieser<br />
Zeit amtierende Oberbürgermeister<br />
Martin Horn auftritt und eine der drei<br />
herausragenden Eigenschaften des<br />
Freiburger Ganter Bieres hervorhebt:<br />
nämlich dass Ganter eben „regional“<br />
ist und es sich nicht um einen quasi<br />
anonym-wirkenden überregionalen<br />
Bier-Groß-Konzern handelt. Zum Heimat-<br />
und Identitätsstiftenden Merkmal<br />
der Regionalität kommen dann<br />
noch die Stichworte „Nachhaltigkeit“<br />
und „familiär“ hinzu. Und auch auf<br />
„tierische Unterstützung“ kann das<br />
Unternehmen schon länger zählen.<br />
Ein weiteres Erkennungsmerkmal der<br />
Ganter-Biere wurde bereits 1911 zum<br />
Wahrzeichen: der Greif.<br />
Für ein gutes (Betriebs-)Klima<br />
Auch das Stichwort „Nachhaltigkeit“<br />
ist bei Ganter kein schmuckes<br />
„Accessoire“, denn die engagierte<br />
Brauerei arbeitet bereits an verschiedenen<br />
Maßnahmen, um Umwelt<br />
und Klima verstärkt zu schützen.<br />
Und so nennt Ganter die folgenden<br />
Klimaziele: Alliance for Water Stewardship<br />
(AWS), Klimaneutralität<br />
wird bis zum Jahr 2030 angestrebt,<br />
seit 2023 der Wechsel auf Ökostrom,<br />
Einsparung von CO 2<br />
durch eine neue<br />
Photovoltaik-Anlage, Umstellung auf<br />
LED-Beleuchtung am Logistikstandort,<br />
Installation eines neuen Dampfkessels<br />
sowie die Inbetriebnahme<br />
einer Wärmepumpe. Ebenso werden<br />
die Mitarbeiter in die Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />
eingebunden – wie<br />
etwa mit einem Job-Rad oder der<br />
Initiative des Stadtradelns. Natürlich<br />
kümmert sich Ganter auch um eine<br />
möglichst große Verbreitung im Vertrieb<br />
ihrer Biere. Folglich können die<br />
gesamten Freiburger Ganter Biere<br />
und Produkte nicht nur vor Ort in der<br />
„Freiburger Bier Quelle“ stationär<br />
gekauft werden, sondern auch im<br />
Brauerei Ganter Online-Shop geordert<br />
werden – inklusive reizvoll-kreativer<br />
und stilvoller Artikel wie etwa<br />
die Vesperbox mit Holzdeckel, Göffel<br />
und praktischem Verschlussband<br />
– oder die doppelwandige Vakuum-<br />
Trinkflasche in Holzoptik, die zu<br />
100% dicht ist und einen einfachen<br />
Transport des Lieblingsgetränkes für<br />
unterwegs ermöglicht.<br />
Derlei Innovationskraft und Optimismus<br />
macht – auch in krisengebeutelten<br />
Zeiten – berechtigte Hoffnung<br />
auf die Zukunft. Auch hier gilt ein<br />
Satz von Karl Popper: „Die Zukunft<br />
hängt von uns selbst ab, und wir sind<br />
von keiner historischen Notwendigkeit<br />
abhängig.“<br />
<br />
Dr. B. Sch.<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 39
ROH- UND INHALTSSTOFFE | <strong>Getränke</strong>trends<br />
EISTEE ZWISCHEN TRADITION UND TREND<br />
Getränk mit „eiskalter“ Geschichte<br />
Als europäischer Pionier produziert ihn die Hermann Pfanner <strong>Getränke</strong> GmbH aus<br />
Lauterach/Vorarlberg seit über 30 Jahren. Marken wie Granini – mit der berühmten<br />
Grübchen-Flasche – haben ihn inzwischen mit Erfolg für sich entdeckt, und dieses Jahr ist<br />
das Selbermachen nun voll im Trend! Eistee, der, ausgehend von den USA, sogar am 10.<br />
Juni seinen eigenen internationalen Jahrestag verbuchen kann, erfreut sich hierzulande<br />
immer größerer Beliebtheit. Tatsächlich ist – passend zur warmen Jahreszeit – der<br />
„National Iced Tea Day“ deshalb auch langsam in Deutschland ein Thema und wird von<br />
den <strong>Marketing</strong>abteilungen der betreffenden <strong>Getränke</strong>firmen gerne „bespielt“.<br />
der heute noch im Re-Print erhältliche<br />
Kochbuch-Klassiker „Housekeeping<br />
in Old Virginia – Containing Contributions<br />
From Two Hundred and Fifty<br />
Of Virginias Noted Housewives“ im<br />
Jahr 1879 das erste Eistee-Rezept<br />
veröffentlicht. Diese klassische<br />
Rezepte-Sammlung wurde damals<br />
von Marion Cabell Tyree herausgegeben<br />
und nahm Einfluss auf die<br />
Tradition des „Housekeepings“ und<br />
offensichtlich auch auf die Entwicklung<br />
des Eistees. Allerdings gibt es als<br />
weitere Quelle in Boston auch „Mrs.<br />
Lincoln’s Boston Cook Book: What to<br />
Do and What Not to Do in Cooking“<br />
von D.A. Lincoln, in der ebenfalls ein<br />
Eistee-Rezept veröffentlicht worden<br />
war. Damit dürfte sich der Eistee in<br />
den USA in verschiedenen Gebieten<br />
im 19. Jahrhundert einer überregionalen<br />
Beliebtheit erfreut haben. Was<br />
sich dabei aber herauskristallisiert,<br />
ist, dass aufgrund der größeren<br />
Verfügbarkeit der Grüne und nicht er<br />
heute übliche Schwarze Tee die Basis<br />
für den Ice Tea bildete.<br />
Weltausstellung und Adelstitel<br />
von der Queen<br />
©AdobeStock<br />
Amerikanische Wurzeln<br />
In der Tat können immer mehr Verbraucherinnen<br />
und Verbraucher dem<br />
eigentlich traditionellen Heißgetränk<br />
auch als erftrischendes Kaltgetränk<br />
etwas abgewinnen. – und das nicht<br />
nur im Sommer. Abgepackt im<br />
praktischen Verbundkarton, lässt er<br />
sich auch einfach für unterwegs mitnehmen.<br />
Und: der früher klassische<br />
Schwarztee mit Zitrone und Zucker<br />
wird mittlerweile von allerlei fantasievollen<br />
Eis-Tee-Ideen flankiert.<br />
Dass der „National Iced Tea Day“<br />
ursprünglich mit den USA verbunden<br />
war, ist nicht verwunderlich, denn in<br />
den Vereinigten Staaten von Amerika<br />
werden auch die Wurzeln dieses Getränks<br />
verortet. Nach den bisherigen<br />
Erkenntnissen lässt sich die Entwicklung<br />
des Eistees in die Südstaaten der<br />
USA zurückverfolgen. Demnach hat<br />
Der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter<br />
des Eistees wird dann 1904 dem<br />
Engländer Richard Blechynden zugeschrieben.<br />
Der Teeplantagenbesitzer<br />
Blechynden hat bei der Weltausstellung<br />
1904 in St. Louis, Missouri,<br />
dem Eistee durch seine engagierte<br />
Promotion zur weiteren Beliebtheit<br />
verholfen. Da die damalige Weltausstellung<br />
in St. Louis von erdrückender<br />
Hitze begleitet worden war,<br />
kam Blechynden auf die Idee, vom<br />
wenig gefragten heißen Tee auf die<br />
Kalt-Variante auszuweichen. Dieser<br />
40 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
Popularitätsschub ebnete den Weg<br />
für das wachsende Interesse an der<br />
Kaltvariation. Die klassische Version<br />
mit Schwarztee, Zitrone und Zucker<br />
hatte sich damit endgültig auf den<br />
erfolgreichen Eis-Tee-Weg begeben.<br />
Sir Thomas Lipton<br />
Ein weiterer Name, der beim Stichwort<br />
Eistee in aller Munde ist und<br />
auch in der Geschichte des Eistees<br />
eine tragende Rolle spielte, ist die<br />
des Händlers Thomas Lipton, der<br />
Begründer der bekannten Teemarke<br />
Lipton. Lipton wird auch die historische<br />
Rolle der „Demokratisierung des<br />
Tees“ zugesprochen, durch die der<br />
Tee wegkam von dem Image, nur ein<br />
Getränk des Adels zu sein und stattdessen<br />
durch seine Geschäftspolitik<br />
für alle erschwinglich werden sollte.<br />
Und so wurde im Jahr 1893 von Thomas<br />
Lipton die „Thomas J Lipton Co.“<br />
mit ihrem Hauptsitz in New Jersey<br />
gegründet. Aufgrund seiner Erfolge<br />
wurde er dann 1898 im Alter von 48<br />
Jahren von der Queen Victoria zur<br />
Sir Thomas Lipton geadelt - 27 Jahre<br />
nachdem er 1871 sein erstes Geschäft<br />
in Glasgow, im Vereinigten Königreich,<br />
eröffnet hatte. Sein Talent als<br />
Entertainer und Vermarkter hatte ihn<br />
also auf all die überaus erfolgreichen<br />
Bahnen geführt, bevor Lipton 1931<br />
mit 81 Jahren verstarb. Auch Lipton<br />
wurde folglich von Blechyndens Initiative<br />
auf der Weltausstellung 1904<br />
auf den noch weithin unbekannten<br />
Eistee aufmerksam und das ebnete<br />
den Weg für den bis heute allseits beliebten<br />
Lipton Ice Tea. Infolgedessen<br />
gab 1964 die Einführung der Lipton<br />
Ice Tea Mischung in Pulverform einen<br />
weiteren Popularitätsschub. Denn<br />
Message und Handling wurden damit<br />
klar und einfach. Und so kam diese<br />
neue Revolution des Ice Teas 1975<br />
auch in Europa auf den Markt. Heute<br />
kann Lipton auf seine stolze Entwicklung<br />
zurückblicken, in dem Wissen,<br />
weltweit die Nummer eins unter den<br />
Teemarken erreicht zu haben.<br />
Angekommen in der<br />
Gegenwart<br />
Unter dem Slogan „Folge uns auf<br />
die Sonnenseite“ ist Lipton Anno<br />
<strong>2026</strong> nicht nur in den verschiedenen<br />
Sozialen Medien für all seine Fans zu<br />
finden. Der noch unschlüssige Eistee-<br />
Enthusiast kann auf der peppig-bunten<br />
und ansprechenden Website auch<br />
gleich einen Test machen, zu welcher<br />
„Lipton-Eistee-Sorte“ er wohl am<br />
besten „passt“. Und tatsächlich werden<br />
im Multiple-Choice-Verfahren<br />
verschiedene Alltags-Szenarien vorgeschlagen,<br />
für dessen spezifische<br />
Reaktion der Befragte sich interaktiv<br />
entscheiden muss. Unter der Rubrik<br />
„Finde Dein Match“, kann jeder<br />
Interessierte virtuell am Ende seine<br />
Lieblingssorte herausfinden. So kann<br />
etwa das Ergebnis auf den „Lipton<br />
Ice Tea Erdbeere Geschmack“ fallen,<br />
der insofern auch an die Anfänge<br />
des Eistees erinnert, da er mit dem<br />
Extrakt aus Grüntee hergestellt wird.<br />
Tatsächlich setzen sich die Ingredienzien<br />
wie folgt zusammen: Wasser,<br />
Zucker, Fruktose, Säuerungsmittel<br />
(Äpfelsäure, Citronensäure), Grüner-<br />
Tee-Extrakt (0,12%), Erdbeersaft aus<br />
Erdbeersaftkonzentrat (0,1%), Aromen,<br />
Säureregulator Trinatriumcitrat,<br />
Antioxidationsmittel Ascorbinsäure<br />
sowie das Süßungsmittel Steviolglycoside<br />
aus Stevia. Das Getränk<br />
dieser Sorte enthält 2,2 g Zucker<br />
pro 100 ml. Wer dagegen eine der<br />
Zero-Varianten ohne Zucker von<br />
Lipton probieren möchte, kann dies<br />
etwa mit „Lipton Ice Tea Pfirsich Zero<br />
Geschmack“ oder „Ice Tea Mango<br />
Zero Geschmack“, bei „Zero Zucker,<br />
100 % Geschmack“. Dabei zeigt<br />
sich der Blick auf die Zutatenliste<br />
wie folgt: Wasser, Säuerungsmittel<br />
(Citronensäure, Äpfelsäure), Grüner<br />
Tee-Extrakt (0,12%), Mangosaft<br />
aus Mangosaftkonzentrat (0,1%),<br />
Säureregulator Trinatriumcitrat,<br />
Aromen, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure,<br />
Süßungsmittel (Sucralose,<br />
Acesulfam-K). Und auch hier<br />
wird klar: Grüner-Tee-Extrakt bildet<br />
ebenfalls die Grundlage des leckeren<br />
Teegetränks.<br />
Gewichtige Aufsteiger<br />
Im Vergleich zu diesen weit zurückreichenden<br />
Wurzeln im Bereich<br />
des Eis-Tees, handelt es sich bei<br />
der Elephant Bay GmbH aus Stuttgart,<br />
die 2015 gegründet wurde,<br />
um einen „Newcomer“ in diesem<br />
Business. Und doch zeigt sich dieser<br />
<strong>Getränke</strong>hersteller – gleich seinem<br />
Wappentier – mit seinem Sortiment<br />
als gewichtig auf dem Markt. Spezialisiert<br />
auf Erfrischungsgetränke – mit<br />
neun Eistees, sechs Limonaden und<br />
drei Colas im Sortiment – setzen<br />
die Macher bei den „Elephant Bay<br />
Eistees“ auf eine Geschmacksexplosion<br />
der Sinne. So vereint die Sorte<br />
„Elephant Bay Eistee Passionfruit“<br />
folgende vielversprechende Zutaten:<br />
Wasser, Zucker, Blütenhonig,<br />
Grüntee-Extrakt, Säuerungsmittel<br />
Zitronensäure, Antioxidationsmittel<br />
Ascorbinsäure, natürliches Aroma<br />
sowie Ginsengextrakt. Tatsächlich<br />
stehen sowohl heimische Geschmacksrichtungen<br />
wie „Cherry“<br />
oder „Blueberry“ ebenso auf dem<br />
Programm wie exotische Sorten à la<br />
„Mango Pineapple“ oder „Pomegranate“.<br />
Wobei „Mango Pineapple“<br />
aus den Zutaten von Wasser, Zucker,<br />
Tee-Extrakt, Säuerungsmittel<br />
Citronensäure, Aroma, Antioxidationsmittel<br />
Ascorbinsäure hergestellt<br />
wird und – da kein ausschließlicher<br />
Grüntee-Extrakt zugrunde liegt –<br />
von den Inhaltsstoffen her auch bei<br />
der Tee-Basis eine Variation bietet.<br />
Dass Elephant Bay geschmacklich zu<br />
überzeugen weiß und auch marketingtechnisch<br />
zukunftsorientiert aufgestellt<br />
ist, zeigt sich zudem daran,<br />
dass das Unternehmen mit seiner<br />
breiten Produkt-Range gleich zu<br />
Beginn dieses Jahres Partner der 38.<br />
European Film Awards war, die am<br />
17. Januar in Berlin stattfanden. Ein<br />
starkes Signal – auch für das Trendgetränk<br />
Eistee – gleich zu Beginn des<br />
Jahres.<br />
Klar ist: Eistee und Ice Tea, egal ob<br />
als fertiges Getränk, in Granulat-,<br />
Pulver- oder Drop-Form, wird aufgrund<br />
des Klimawandels und der<br />
zunehmenden Erderwärmung in<br />
Zukunft sicherlich noch viel mehr in<br />
aller Munde sein.<br />
<br />
Dr. B. Sch.<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 41
ROH- UND INHALTSSTOFFE | <strong>Getränke</strong>trends<br />
ACEROLA: DIE BESONDERE „KIRSCHE“<br />
Klein, aber im Vitamingehalt<br />
ganz groß<br />
Eine Geschmacks- und Vitaminbombe ist die kleine Acerolafrucht. In vielen Märkten wird sie<br />
als frische Frucht verzehrt, bei uns ist sie insbesondere als Grundlage für Säfte, Mocktails,<br />
Smoothies und andere <strong>Getränke</strong> beliebt – dank ihres frischen spritzigen Geschmacks und<br />
ihrer natürlichen Farbe. Zudem wird die Acerolakirsche als Superfood geschätzt. Sie hat einen<br />
hohen Vitamin C-Gehalt und somit immunstärkende, antioxidative Eigenschaften.<br />
Das Import Promotion Desk (IPD)<br />
hat viele Produzenten exotischer<br />
Fruchtpulpen im Programm. Neu im<br />
IPD-Programm ist das Unternehmen<br />
„Fazenda Bella“, das Acerolapulpen<br />
herstellt. Die Initiative zur Importförderung,<br />
ein Projekt des Bundesministeriums<br />
für wirtschaftliche<br />
Zusammenarbeit und Entwicklung<br />
(BMZ), vernetzt Produzenten aus<br />
Entwicklungs- und Schwellenländern<br />
mit europäischen Einkäufern.<br />
Nicht mit der heimischen<br />
Kirsche verwandt<br />
Acerolafrüchte ähneln Kirschen und<br />
werden oft als solche bezeichnet.<br />
Weitere Namen für die Acerolafrucht<br />
sind: Ahorn-, Barbados- oder<br />
Puerto-Rico-Kirsche. Sie ist aber<br />
nicht mit unseren heimischen Süßoder<br />
Sauerkirschen verwandt. Die<br />
Acerolafrüchte wachsen an einem<br />
Strauch (Malpighia glabra), der<br />
aus der Familie der Malpighiengewächse<br />
stammt. Die Pflanze<br />
gedeiht im feuchten, subtropischen<br />
Klima und kommt vor allem in<br />
Süd- und Mittelamerika vor. „In der<br />
brasilianischen Region Bahia, wo<br />
das IPD-Unternehmen „Fazenda<br />
Bella“ angesiedelt ist, findet der<br />
Acerolastrauch ideale Klima- und<br />
Bodenbedingungen“, sagt Dorra<br />
Zairi, IPD Expertin für Natürliche Zutaten.<br />
Bis zu viermal jährlich können<br />
die Früchte geerntet werden.<br />
Die zwei bis drei Zentimeter großen,<br />
rotglänzenden Steinfrüchte haben<br />
eine sehr dünne Schale und sind sehr<br />
empfindlich. Daher werden selten<br />
frische Acerolafrüchte aus Süd- und<br />
Mittelamerika angeboten. Für den Export<br />
werden die Acerolafrüchte meist<br />
getrocknet oder zu Saft, Pulver und<br />
Pulpen verarbeitet. „Fazenda Bella“<br />
stellt TK-Fruchtpulpen her.<br />
Saftige Frucht<br />
Die Schale der Acerolafrucht ist<br />
dünn und ihr Fruchtfleisch sehr<br />
saftig. So eignet sich Acerola sehr<br />
gut für die Zubereitung von Säften.<br />
Der Saft ist fruchtig und säuerlich,<br />
nicht süß. Man schmeckt den hohen<br />
Vitamin C-Gehalt.<br />
Aufgrund des intensiven Geschmacks<br />
wird er selten pur getrunken und oft<br />
als Zutat von Saftmischungen, Mix-<br />
<strong>Getränke</strong>n und Smoothies verwendet.<br />
Der Fruchtsaft verleiht dem Getränk<br />
eine spritzige und frische Note. Oft<br />
werden Orangen- und Acerolasaft<br />
gemischt. Kombinationen mit Apfelund<br />
Mangosaft sind ebenfalls beliebt.<br />
Und auch in Smoothies werden Saft<br />
bzw. Pulpen gern verwendet. Zudem<br />
wird der Saft für seine intensive Farbe<br />
geschätzt. Der rötliche Saft bringt<br />
Farbe ins Glas. „Nicht nur in <strong>Getränke</strong>n<br />
wird Acerola genutzt, die Früchte<br />
bzw. das Püree finden auch bereits<br />
Eingang in Rezepturen von Milchprodukten<br />
und Backwaren“, so Dorra<br />
Zairi vom IPD.<br />
Vitamine, sekundäre<br />
Pflanzenstoffe und<br />
Antioxidantien<br />
Acerola gehört zu den besten natürlichen<br />
Vitamin C-Quellen. In 100<br />
Gramm Acerolafrüchten stecken rund<br />
1.700 Milligramm Vitamin C. Dagegen<br />
kommt eine Zitrone nur etwa auf<br />
50 Milligramm Vitamin C. Weitere<br />
Vitamine und Mineralien sind enthalten.<br />
Neben Vitamin C sind es die<br />
Vitamine A, B1, B2, B6 und Vitamin E.<br />
An Mineralstoffen sind Kalzium, Kalium,<br />
Magnesium und Phosphor zu<br />
nennen. Hinzukommen sekundäre<br />
Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel<br />
Pektine, Carotinoide und Flavonoide,<br />
sowie Antioxidantien.<br />
Aufgrund des Vitamin C-Gehalts<br />
stärken Acerolafrüchte das Immunsystem<br />
und die hohe Konzentration<br />
an Antioxidantien schützt den Körper<br />
vor freien Radikalen, die zur Entstehung<br />
von chronischen Krankheiten,<br />
wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,<br />
beitragen können. Zudem haben die<br />
Antioxidantien eine entzündungshemmende<br />
Wirkung.<br />
„Aufgrund der gesundheitlichen<br />
Eigenschaften eignen sich Acerolafrüchte<br />
auch optimal als Zutat für<br />
Wellness-<strong>Getränke</strong> und für Sportlerernährung“,<br />
sagt Dorra Zairi.<br />
Verarbeitung von<br />
Acerolafrüchten<br />
Aufgrund ihrer Empfindlichkeit und<br />
ihrem Manko, dass sie schnell verderben,<br />
müssen die Früchte direkt nach<br />
der Ernte verarbeitet werden. Das<br />
IPD-Unternehmen „Fazenda Bella“<br />
entkernt die Früchte und stellt aus ihnen<br />
Fruchtpulpen in Bio-Qualität her.<br />
„Wir wenden auf unseren mehr als<br />
40 Hektar Fläche ökologische und<br />
regenerative Anbaumethoden an<br />
und tragen so zur Wiederherstellung<br />
der Böden im Caatinga-Biom in der<br />
Bahia-Region bei“, sagt Izabella Dantas,<br />
Geschäftsführerin von „Fazenda<br />
Bella“. „Unsere Acerolafrüchte zeichnen<br />
sich daher durch eine hohe Nährstoffqualität<br />
und eine starke Nachhaltigkeitsgeschichte<br />
aus.“<br />
Mehr Informationen<br />
www.importpromotiondesk.de<br />
42 | <strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong>
BEZUGSQUELLEN-VERZEICHNIS | Produkte, <strong>Technologie</strong>n und Dienstleistungen<br />
<strong>Getränke</strong>! <strong>Technologie</strong> & <strong>Marketing</strong><br />
Institute | Organisationen | Verbände<br />
Partyfässer<br />
Die Dr. Harnisch Publikations App<br />
mit E-Paper unserer Fachzeitschriften,<br />
kostenlos für mobile Endgeräte<br />
www.getraenke-tm.de<br />
Die deutschen Brauer<br />
Deutscher Brauer-Bund e.V.<br />
Neustädtische Kirchstraße 7a | 10117 Berlin<br />
www.brauer-bund.de<br />
Pumpen<br />
Ihr kompetenter Partner in allen<br />
Pumpenbereichen seit 1954<br />
Hygienekonzepte<br />
Deutsches Verpackungsinstitut e.V. (dvi)<br />
Kunzendorstr. 19 | 14165 Berlin<br />
www.verpackung.org<br />
PUMPEN-CENTER „SKM“ GmbH<br />
Hüttenstr. 8 | 65201 Wiesbaden<br />
info@pumpen-center.de | www.pumpen-center.de<br />
Deutsches Weininstitut GmbH (DWI)<br />
Platz des Weines 2 | 5294 Bodenheim<br />
www.deutscheweine.de<br />
Pumpen<br />
für die Lebensmittel- und <strong>Getränke</strong>industrie<br />
Dr. JESSBERGER GmbH<br />
Jägerweg 5 | 85521 Ottobrunn<br />
info@jesspumpen.de |<br />
Institute | Organisationen | Verbände<br />
Alter Hellweg 46 | 44379 Dortmund<br />
www.akademie-fresenius.de<br />
Schmierstoffe | Instandhaltung<br />
Bundesverband der<br />
Deutschen Spirituosen-Industrie<br />
und -Importeure e. V.<br />
Pfaffenweg 15 | 53227 Bonn<br />
www.spirituosen-verband.de<br />
Verband der deutschen<br />
Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF)<br />
Mainzer Str. 253 | 53179 Bonn<br />
Telefon +49 (0) 228-95 46 00<br />
info@fruchtsaft.de<br />
www.fruchtsaft.net<br />
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V.<br />
Godesberger Allee 142-148 | 53175 Bonn<br />
www.fei-bonn.de<br />
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.<br />
Lyoner Str. 18 | 60528 Frankfurt<br />
Telefon +49 (0) 69 66 03 0<br />
www.vdma.org<br />
Wasseraufbereitung<br />
Spezialschmierstoffe<br />
für die Lebensmittelindustrie<br />
NSF-H1 gelistet<br />
Bremer & Leguil GmbH<br />
Am Burgacker 30-42<br />
D-47051 Duisburg<br />
Tel. +49 (0) 203 99 23-0<br />
Fax +49 (0) 203 259 01<br />
E-Mail: info@bremer-leguil.de<br />
Internet: www.bremer-leguil.de<br />
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.<br />
Kennedyallee 28 | 53175 Bonn<br />
www.vdm-bonn.de<br />
Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei<br />
in Berlin e.V.<br />
Seestraße 13 | 13353 Berlin<br />
www.vlb-berlin.org<br />
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie <strong>Getränke</strong> e. V.<br />
Monbijouplatz 11 | 10178 Berlin<br />
www.wafg.de<br />
<strong>Getränke</strong>! 2 | <strong>2026</strong> | 43