07.04.2026 Aufrufe

Vitalstoffe 1/2026

Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist. Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.

Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist. Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN
  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Ausgabe 1/<strong>2026</strong> 16. Jahrgang ISSN 2192-2632 8,90 €<br />

1<strong>2026</strong><br />

Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen<br />

Frauengesundheit<br />

Immunsystem Magnesium<br />

Schlaf<br />

Hefe<br />

Sport Omega 3


Das intelligentere<br />

Magnesium<br />

Entdecken Sie<br />

den patentierten<br />

Magnesium-Wirkstoff.<br />

Weitere Infos unter<br />

magtein.com/de/


Editorial<br />

Benno Keller<br />

Geschlechtsspezifische Alterungsprozesse<br />

Der Unterrepräsentation von Frauen bei der Beteiligung an<br />

klinischen Studien wird nun zunehmend entgegengewirkt.<br />

Stoffwechsel- und Alterungsprozesse bei Männern und Frauen<br />

verlaufen unterschiedlich. Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel<br />

ab etwa 30 Jahren um etwa 1% pro Jahr. Bei Frauen<br />

spielen hingegen die hormonellen Veränderungen in den<br />

Wechseljahren eine große Rolle. Generell beginnt das Altern<br />

auf Zellebene. Mitochondriale Dysfunktion etwa hat erhebliche<br />

Auswirkungen. In neueren Studien wurde festgestellt, dass<br />

Männer häufiger einen Herzinfarkt erleiden, Frauen aber öfter<br />

daran sterben. Haut, Knochen und Gelenke werden mit Kollagen<br />

unterversorgt, andere Defizite führen bei Frauen verstärkt<br />

zu Osteoporose.<br />

All dies spricht für eine individuelle, maßgeschneiderte Prävention,<br />

zumindest für eine positive Unterstützung der Prozesse<br />

der „biologischen Realität“. Blutuntersuchungen helfen, Mangelerscheinungen<br />

bei besonderen <strong>Vitalstoffe</strong>n aufzudecken. Vor<br />

allem werden ggf. Probleme auftauchen – Cholesterinwerte,<br />

Blutzuckerwerte, Kreatinin –, für deren Lösung ein veränderter<br />

Lebensstil hilfreich sein kann.<br />

Die verstärkte Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber sollte<br />

auch zu verbessertem Schlafverhalten, mehr Bewegung und<br />

generell gesünderer Ernährung führen.<br />

Es grüßt Sie herzlich<br />

Benno Keller<br />

Herausgeber<br />

Die „<strong>Vitalstoffe</strong>“ kann abonniert werden. Das Abonnement besteht immer aus 4 Ausgaben – z. B. Ausgabe 2 / <strong>2026</strong> – 1 / 2027.<br />

Der Jahresbezugspreis beträgt in Deutschland € 40,00 inkl. MwSt und Versandkosten, im Ausland € 48,00.<br />

Bitte bestellen Sie per E-Mail bei: bk@nutri-network.com<br />

SEPITONE<br />

FERMENTIERTER HEIDELBEEREN EXTRACT<br />

FÜR EIN GESUNDES STRAHLEN VON INNEN HERAUS<br />

... UND SICHTBAR JÜNGER AUSSEHENDE HAUT<br />

Erhöht die natürliche Leuchtkraft<br />

der Haut<br />

Verbessert die Hauthomogenität<br />

Minimiert Hautrötungen<br />

April 2025<br />

KLINISCHE WIRKSAMKEIT<br />

nach 28 Tagen<br />

Fördert eine straffere und<br />

elastischere Haut<br />

Reduziert die Tiefe von Falten<br />

und feinen Linien<br />

ALS WASSERLÖSLICHES PULVER ERHÄLTLICH<br />

MEET US AT<br />

BOOTH 3C236<br />

3<br />

Pictures ©: Getty Images - Seppic property


V italstoffe<br />

Titel: Mönchspfeffer<br />

(Vitex agnus-castus) wirkt auf das Hormonsystem<br />

und hilft u.a. bei der Linderung beim Prämenstruellen<br />

Syndrom<br />

© Svetlana Zhukova – shutterstock.com<br />

© sabine-krauss.de<br />

Titelgeschichte ab Seite 28<br />

Inhalt<br />

6 Aktuelle Studien<br />

6 Sauerkirschen<br />

8 Zink für Neugeborene<br />

10 Jod in der Stillzeit<br />

12 Anti-entzündliche Impulse<br />

durch Hefe-Beta-Glucan<br />

18 Kollagenpeptide für<br />

ältere Sportler<br />

22 Magnesium-L-Threonat<br />

28 Mönchspfeffer in der<br />

Gynäkologie<br />

34 Pycnogenol® für das<br />

Immunsystem<br />

40 Melatonin gegen<br />

Schlaflosigkeit<br />

44 Magnesium-Bisglycinat<br />

48 Rhodiola<br />

51 Omega-3-Supplementierung<br />

verbessert die Trainingsphysiologie<br />

31 Mikronährstoffe für<br />

die Zyklusgesundheit<br />

4


TM<br />

KOMMEN SIE<br />

VORBEI:<br />

STAND 3C56<br />

Vitafoods Europe <strong>2026</strong><br />

05. - 07. Mai<br />

Fira Barcelona Gran Via.<br />

Entdecken Sie unsere Innovationen<br />

GreenIuronic ® und VivaBiome!<br />

GreenIuronic ® - der Kollagen Booster<br />

Wirkt als leistungsstarker, eigenständiger Aktivator und unterstützt auf<br />

natürliche Weise die körpereigene Kollagenproduktion.<br />

In Kombination mit Kollagen wirkt es synergistisch, um die körpereigene<br />

Kollagensynthese zu beschleunigen und zu maximieren.<br />

VivaBiome - der Stoffwechsel Booster<br />

Der präbiotische Ballaststoffkomplex für Ihre tägliche<br />

Stoffwechselroutine.<br />

Mikrobiom-basierte Unterstützung des Stoffwechsels und<br />

langanhaltendes Sättigungsgefühl.<br />

www.vivatis.de • E-mail: ne@vivatis.de • +49 40 23 69 09-0


V italstoffe<br />

Aktuelle Studien<br />

Unsere Studienredaktion unter der Leitung von Dr. Stefan Siebrecht, Carola Weise und Laura Ingenlath<br />

wertet für jede Ausgabe der <strong>Vitalstoffe</strong> aktuelle Studien zur Präsentation aus.<br />

Sauerkirschen – eine Geheimwaffe gegen Entzündungen?<br />

Entzündungen, vor allem, wenn sie überwiegend unentdeckt<br />

ablaufen, können dem menschlichen Körper auf vielfältige<br />

Weise schaden. Insbesondere jene, die mit stark erhöhten Harnsäurespiegeln<br />

einhergehen, können maßgebliche Auswirkungen<br />

nicht nur auf den Urogenitaltrakt, sondern beispielsweise<br />

auch auf die kardiovaskuläre Gesundheit haben.<br />

In der Regel ist der Griff zu entzündungshemmenden Medikamenten<br />

unvermeidbar – die allerdings auch ein schwer zu kalkulierendes<br />

Potential für Nebenwirkungen besitzen.<br />

Nun hat sich ein Wissenschaftlerteam zur Aufgabe gemacht,<br />

nach pflanzlichen Alternativen zu suchen. Die Forscher, tätig<br />

für Increnovo, einem in Milwaukee/USA ansässigen Beratungsunternehmen<br />

für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung,<br />

haben die Auswirkungen einer Supplementierung<br />

mit Sauerkirschen-Extrakt auf die Entzündungsparameter im<br />

Zusammenhang mit erhöhten Harnsäurespiegeln untersucht,<br />

um den Entzündungen möglicherweise auf natürliche Weise<br />

entgegenzuwirken. Die Ergebnisse der Studie wurden im<br />

Journal of Dietary Supplements veröffentlicht.<br />

Erhöhte Harnsäurespiegel –<br />

eine stille Gefahr<br />

Ein erhöhter Harnsäurespiegel, gemeinhin als Hyperurikämie<br />

bezeichnet, kann vielfältige Auswirkungen auf den menschlichen<br />

Körper haben. Patienten, die Symptome für Hyperurikämie<br />

oder Gicht entwickeln, sind in der Regel gut überwacht<br />

und werden medikamentös unterstützt. Anders sieht es bei<br />

Menschen aus, bei denen der erhöhte Harnsäurespiegel asymptomatisch<br />

ist. Dieser kann u.a. Bluthochdruck, Adipositas,<br />

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und chronische<br />

Nierenerkrankungen hervorrufen. Um diese Personengruppe<br />

ging es in der Studie. Ziel war die Identifizierung sicherer, auf<br />

Lebensmitteln basierender Interventionen, die einen gesunden<br />

Harnsäurestoffwechsel ohne pharmakologische Nebenwirkungen<br />

unterstützen können. Und hier kommen die Sauerkirschen<br />

ins Spiel.<br />

Die Sauerkirsche –<br />

Superfood vor der Haustür<br />

Sauerkirschen (Prunus cerasus L.) gehören wie Äpfel und Birnen<br />

zu den Rosengewächsen. Sie sind nicht nur attraktiv und<br />

äußerst schmackhaft, sie bieten auch jede Menge gesunder Inhaltsstoffe.<br />

So sind sie reich an polyphenolischen Verbindungen,<br />

insbesondere an Flavonoiden wie Anthocyanen, die starke antioxidative<br />

und entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen.<br />

In mehreren Studien mit sportlich aktiven Personen hat sich<br />

gezeigt, dass Polyphenole aus Sauerkirschen Marker für Muskelabbau<br />

abschwächen, die funktionelle Erholung verbessern<br />

und Muskelkater nach dem Training reduzieren, wahrscheinlich<br />

durch Modulation oxidativer und entzündlicher Signalwege.<br />

Die Studie<br />

Dr. Ralf Jäger, leitender Wissenschaftler bei der vorliegenden<br />

Studie, kommentiert den Ansatz wie folgt: „Angesichts der zunehmenden<br />

Bedeutung von leichten Entzündungen und Hyperurikämie<br />

bei der Entstehung von kardiometabolischen Erkrankungen<br />

könnte diese Maßnahme für die Gesundheitsvorsorge<br />

von großer Relevanz sein, auch wenn weitere Forschungsarbeiten<br />

erforderlich sind.“<br />

Die vorliegende Untersuchung wurde als doppelblinde, Placebo-kontrollierte<br />

Crossover-Studie durchgeführt, an der 10<br />

gesunde Personen mit einem Durchschnittsalter von 34,9 Jahren<br />

teilnahmen. Die Probanden wurden nach dem Zufallsprinzip<br />

ausgewählt und erhielten entweder einen standardisierten<br />

Sauerkirschen-Extrakt (500 mg pro Tag) oder ein Placebo<br />

über einen Zeitraum von 28 Tagen. Anschließend folgte eine<br />

14-tägige Auswaschphase, bevor die Teilnehmer in die andere<br />

Gruppe wechselten. Untersucht werden sollte die Auswirkung<br />

der vierwöchigen Einnahme auf den Harnsäurespiegel und das<br />

C-reaktive Protein (CRP).<br />

Während die Supplementierung zu Beginn der Intervention<br />

nicht mit Veränderungen der CRP- oder Harnsäurespiegel<br />

6


Aktuelle Studien<br />

Kategorie<br />

einherging, reduzierte eine Zufuhr über einen längeren Zeitraum<br />

das CRP im Vergleich zu Placebo signifikant um 23%,<br />

während die Harnsäurekonzentrationen um 37,4% sanken.<br />

Dr. Jäger und seine Co-Autoren fassen ihre Erkenntnisse folgendermaßen<br />

zusammen: „Diese Ergebnisse legen nahe, dass<br />

die tägliche Einnahme eines standardisierten Sauerkirschen-<br />

Extrakts eine praktikable, nicht-pharmakologische Strategie<br />

zur Abschwächung subklinischer Entzündungen und zur Unterstützung<br />

eines gesunden Harnsäurestoffwechsels darstellen<br />

könnte. Die Resultate stützen frühere Erkenntnisse, die auf<br />

das entzündungshemmende und Harnsäurespiegel-senkende<br />

Potenzial von polyphenolreichen funktionellen Lebensmitteln<br />

hinweisen, insbesondere solchen, die hinsichtlich ihres Anthocyangehalts<br />

standardisiert sind. Die Verwendung eines doppelblinden,<br />

Placebo-kontrollierten Crossover-Designs erhöht<br />

die interne Validität dieser Ergebnisse, während standardisierter,<br />

gefriergetrockneter Vollfrucht-Extrakt eine reproduzierbare<br />

und lagerstabile Alternative zu den zuvor in der Literatur untersuchten<br />

Interventionen auf Saftbasis darstellt.“<br />

Als limitierend muss man die relativ kleine Probandenzahl betrachten,<br />

aber die Ergebnisse liefern vielversprechende Perspektiven,<br />

die weitere Forschung als lohnend erscheinen lassen.<br />

Quelle: Journal of Dietary Supplements<br />

“Effects of Tart Cherry Extract Supplementation on Plasma<br />

Urate and C-Reactive Protein Levels in Healthy Adults: a<br />

Randomized Controlled Trial.” November 2025<br />

Autoren: R. Jäger, et al.<br />

doi: 10.1080/19390211.2025.2589787<br />

© Fotokostic – shutterstock.com<br />

April 2025<br />

7


V italstoffe<br />

Zink – essentieller Nährstoff für Neugeborene<br />

Dass werdende Mütter „für Zwei essen“<br />

sollen, diese Uralt-Ansicht ist inzwischen<br />

überholt. Dass eine optimale<br />

Nährstoffversorgung in der Schwangerschaft<br />

jedoch nicht nur der Schwangeren,<br />

sondern auch ihrem Baby zugutekommt,<br />

ist unbestritten. Der Bedarf<br />

an lebenswichtigen Mikronährstoffen<br />

ist tatsächlich während dieser Zeit<br />

ungleich höher, denn die Schwangerschaft<br />

stellt den weiblichen Körper vor<br />

enorme Herausforderungen. Je besser<br />

die Ernährung gestaltet ist, desto besser<br />

ist er dafür gerüstet – und damit<br />

wird auch dem Neugeborenen ein guter<br />

Start ins Leben ermöglicht.<br />

Zink gehört zu den unverzichtbaren<br />

Nährstoffen in der menschlichen Ernährung<br />

– es ist u.a. wichtig für die<br />

Zellgesundheit, das Immunsystem und<br />

ermöglicht die optimale Aufnahme von<br />

Vitaminen – vor allem im Vitamin-Aund<br />

Karotinoid-Stoffwechsel.<br />

Auch für die gesunde Gehirnentwicklung<br />

des Ungeborenen spielt es eine<br />

entscheidende Rolle. Eine werdende<br />

Mama sollte also die bestmögliche<br />

Zinkversorgung anstreben – damit unterstützt<br />

sie die Entwicklung des Gehirns<br />

ihres Babys.<br />

Ansatz für die Studie<br />

Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern<br />

mehrerer amerikanischer<br />

Kliniken und Universitäten beschritt<br />

nun einen neuen Weg. Dass Zink die<br />

kognitive Gesundheit fördert, wurde<br />

bereits anhand zahlreicher Studien<br />

nachgewiesen. Die vorliegende Untersuchung<br />

ist allerdings die erste, die<br />

sich mit der Gehirnentwicklung Neugeborener<br />

im Zusammenhang mit der<br />

Zinkaufnahme durch die Mutter während<br />

der Schwangerschaft beschäftigte.<br />

Die Resultate der Analyse wurden<br />

in der Zeitschrift Nutrients veröffentlicht.<br />

„Zink ist ein essenzieller Nährstoff für<br />

die Entwicklung des kindlichen Gehirns“,<br />

schrieben die Forscher. „Eine<br />

frühzeitige Zufuhr kann eine entscheidende<br />

Rolle bei neurobiologischen<br />

Prozessen spielen, wie beispielsweise<br />

der dendritischen Verzweigung, der Synaptogenese<br />

und dem Axonwachstum,<br />

die die strukturelle Grundlage für die<br />

zukünftige neurologische Entwicklung<br />

bilden.“<br />

Die Bedeutung von Zink<br />

in der Ernährung<br />

Zink hat viele nachgewiesene Vorteile<br />

für die menschliche Gesundheit. Es verringert<br />

Entzündungsprozesse, es trägt<br />

zur Stärkung des Immunsystems bei und<br />

verbessert die kognitiven Funktionen.<br />

Allerdings sind globalen Schätzungen<br />

zufolge bis zu 17% der Weltbevölkerung<br />

nur unzureichend mit diesem wichtigen<br />

Mikronährstoff versorgt.<br />

Dabei sind schwangere Frauen besonders<br />

gefährdet. Tatsächlich kann sich deren<br />

Bedarf an Zink während der Schwangerschaft<br />

und Stillzeit nahezu verdoppeln –<br />

ein Umstand, der bis zu zwei Monate<br />

nach der Entbindung anhalten kann.<br />

Details der Studie<br />

Die Forscher rekrutierten 41 Mütter im<br />

jugendlichen Alter, die im Vergleich zu<br />

anderen Altersgruppen die höchste empfohlene<br />

Tagesdosis für Zink haben. Die<br />

Probandinnen stammten aus dem Columbia<br />

University Medical Center und<br />

dem Weill Cornell Medical College.<br />

Während ihrer Schwangerschaft wurden<br />

die Teilnehmerinnen dreimal untersucht<br />

(einmal pro Trimester). Informationen<br />

zu den Ernährungsgewohnheiten und<br />

zur Nahrungsaufnahme wurden im dritten<br />

Trimester anhand von 24-Stunden-<br />

Ernährungsprotokollen erhoben.<br />

Nach der Entbindung wurden die Säuglinge<br />

im Alter von drei Wochen einer MRT-<br />

Untersuchung unterzogen. Im Nachgang<br />

wurde zur Beurteilung der kognitiven,<br />

sprachlichen und motorischen Fähigkeiten<br />

im Alter von 4, 14 und 24 Monaten<br />

die Bayley-Skala verwendet. Ziel war es,<br />

Erkenntnisse zur kindlichen Entwicklung<br />

im Laufe dieser Zeit zu gewinnen.<br />

Zink und die Entwicklung<br />

des Gehirns von<br />

Neugeborenen<br />

Die Ergebnisse der MRT-Untersuchungen<br />

zeigten, dass die Zinkzufuhr<br />

während der Schwangerschaft die Entwicklung<br />

des Gehirns von Säuglingen<br />

in mehrfacher Hinsicht zu beeinflussen<br />

scheint.<br />

Erstens war eine höhere Zinkzufuhr der<br />

Mutter mit dichteren Nervenfasern im<br />

Gehirn des Neugeborenen verbunden,<br />

was mit einer schnelleren und effizienteren<br />

Kommunikation zwischen den<br />

Gehirnregionen und einer effektiveren<br />

Signal-Koordination in Verbindung<br />

steht. Sie korrelierte auch mit einer komplexeren<br />

Verzweigung der Gehirnzellen<br />

und einer gesteigerten Synapsenbildung.<br />

Im Endeffekt verbessert diese Entwicklung<br />

die Fähigkeit des Gehirns, effizient<br />

zu kommunizieren und Informationen<br />

effektiv zu verarbeiten.<br />

Bestätigung erfuhren diese Ergebnisse<br />

anhand der Tests zur kognitiven Entwicklung<br />

im Alter von 14 und 24 Monaten,<br />

denn die Werte waren bei den<br />

Säuglingen, deren Mütter während der<br />

Schwangerschaft mehr Zink aufgenommen<br />

hatten, signifikant höher.<br />

„Insgesamt deuten die Daten darauf hin,<br />

dass eine frühe Zinkexposition vielfältige<br />

Auswirkungen auf die Reifung des<br />

Gehirns von Neugeborenen in verschiedenen<br />

Regionen und Gewebetypen hat,<br />

mit potenziellen nachhaltigen Vorteilen<br />

8


Aktuelle Studien<br />

für die kognitiven Funktionen bis zu 24<br />

Monaten“, schrieb das Forscherteam.<br />

Allerdings wären weitergehende Untersuchungen<br />

notwendig, denn die Studie<br />

bestätigte zwar einen positiven Zusammenhang<br />

zwischen der Zinkaufnahme<br />

der Mutter und der kognitiven Entwicklung<br />

von Säuglingen, jedoch weisen die<br />

Wissenschaftler darauf hin, dass die genauen<br />

Signalwege, über die Zink seine<br />

Wirkung auf die kognitiven Funktionen<br />

ausübt, noch nicht vollständig erforscht<br />

sind.<br />

© Lopolo – shutterstock.com<br />

„Das prospektive Beobachtungsdesign<br />

lässt keine kausalen Rückschlüsse zu“,<br />

fügten sie hinzu. „Es sind randomisierte<br />

kontrollierte Studien erforderlich, in<br />

denen die Ernährung der Mutter und die<br />

Zinkzufuhr manipuliert werden, um die<br />

kausalen Auswirkungen von Zink auf die<br />

Gehirnentwicklung von Neugeborenen<br />

zu untersuchen.“<br />

Als limitierend lässt sich feststellen, dass<br />

keine biologischen Proben zur Beurteilung<br />

des Zinkstatus der Mütter entnommen<br />

wurden. Begrüßenswert wären weitere<br />

Untersuchungen mit zuverlässigeren<br />

Messmethoden – und mit unterschiedlichen<br />

Kohorten –, um die Ergebnisse zu<br />

bestätigen.<br />

Schneller<br />

Höher<br />

Weiter<br />

Quelle: Nutrients<br />

“Associations of Maternal Prenatal<br />

Zinc Consumption with Infant Brain<br />

Tissue Organization and Neurodevelopmental<br />

Outcomes.”, January 2025<br />

Advanced<br />

Performance Nutrition<br />

– Erstes Protein, das nachweislich<br />

die Ausdauerleistung steigert<br />

– > 14 % höhere Geschwindigkeit<br />

– Verbessert den Energiestoffwechsel<br />

Autoren: P. Berger, et al.<br />

doi: 10.3390/nu17020303<br />

April 2025<br />

GELITA AG<br />

Uferstraße 7 · 69412 Eberbach · Germany · www.gelita.com<br />

9


V italstoffe<br />

Neue DGE-Referenzwerte:<br />

Jodversorgung des Säuglings über die gesamte Stillzeit sicherstellen<br />

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung<br />

(DGE) hat ihre Referenzwerte für<br />

die Nährstoffzufuhr aktualisiert und die<br />

empfohlene Jodzufuhr für Säuglinge bis<br />

zum Alter von vier Monaten auf 80 µg<br />

pro Tag verdoppelt (1). Diese signifikante<br />

Neubewertung unterstreicht die physiologische<br />

Bedeutung einer optimalen<br />

maternalen Jodversorgung während der<br />

Laktation für die neurologische Entwicklung<br />

des Kindes (2). Für die Beratungspraxis<br />

von Schwangeren und Stillenden<br />

ergeben sich daraus klare Konsequenzen:<br />

Eine gezielte Supplementierung der<br />

Stillenden ist essenziell, um die Jodversorgung<br />

des Säuglings über die Muttermilch<br />

sicherzustellen (1, 3). Die bewährte<br />

Mikronährstoffreihe Folio ® 2 basic<br />

punktet hier durch die bedarfsgerechte<br />

Zusammensetzung wichtiger Nährstoffe<br />

für die Stillende und kann deren Jodversorgung<br />

optimal unterstützen.<br />

Die Grundlage für die Neubewertung<br />

bildet eine erweiterte wissenschaftliche<br />

Datenlage: Während die bisherige<br />

DGE-Empfehlung primär auf dem Jodgehalt<br />

der Muttermilch basierte, flossen<br />

nun zusätzlich aktuelle Bilanzstudien<br />

in die Bewertung ein. Dies verleiht der<br />

neuen Empfehlung eine höhere wissenschaftliche<br />

Evidenz (3). Um den daraus<br />

resultierenden erhöhten Gesamtbedarf<br />

von 230 µg Jod pro Tag für Stillende<br />

sicherzustellen, formuliert die DGE<br />

die klare Empfehlung, dass zusätzlich<br />

zu einer ausgewogenen Ernährung mit<br />

jodiertem Speisesalz ein Supplement<br />

mit 100 µg Jod pro Tag eingenommen<br />

werden sollte (2). Der Arbeitskreis<br />

Jodmangel (AKJ) präzisiert diese<br />

Empfehlung und rät Schwangeren und<br />

Stillenden zu einer Supplementierung<br />

in einer Spanne von 100 µg bis 150 µg<br />

Jod pro Tag (1).<br />

Die entscheidende Rolle<br />

von Jod für die kindliche<br />

Entwicklung<br />

Die Dringlichkeit dieser angepassten<br />

Empfehlungen wird deutlich, wenn man<br />

die fundamentale Rolle von Jod für die<br />

frühkindliche Entwicklung betrachtet.<br />

Jod ist ein essenzielles Spurenelement,<br />

das eine zentrale Bedeutung für die Synthese<br />

von Schilddrüsenhormonen hat und<br />

damit maßgeblich zur gesunden körperlichen<br />

und kognitiven Entwicklung in den<br />

ersten Lebensmonaten beiträgt. Zudem<br />

unterstützt Jod das normale Wachstum<br />

des Kindes und trägt zu einem normalen<br />

Energiestoffwechsel bei. Neugeborene<br />

verfügen jedoch nur über sehr geringe<br />

physiologische Jodreserven, während<br />

der Bedarf im Säuglingsalter aufgrund<br />

des gesteigerten Schilddrüsenhormonumsatzes<br />

vergleichsweise hoch ist (4).<br />

Bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche<br />

beginnt der Fötus mit der eigenen<br />

Hormonproduktion, wofür er vollständig<br />

auf die Jodversorgung durch die Mutter<br />

angewiesen ist (5). Diese Abhängigkeit<br />

setzt sich nach der Geburt fort. Gestillte<br />

Säuglinge decken ihren Jodbedarf für<br />

Wachstum und Gehirnentwicklung vollständig<br />

über die Muttermilch (2, 6).<br />

Jodversorgung in<br />

Deutschland bleibt<br />

kritisch<br />

Dieser kritische physiologische Bedarf<br />

steht jedoch im Kontrast zur nach wie<br />

vor unzureichenden Versorgungslage in<br />

der Bevölkerung. Deutschland ist weiterhin<br />

ein Jodmangelgebiet. „Rund 32<br />

Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent<br />

der Kinder und Jugendlichen weisen ein<br />

erhöhtes Risiko für einen Jodmangel<br />

auf“, so Prof. Dr. Roland Gärtner, Endokrinologe<br />

und erster Vorsitzender des<br />

Arbeitskreises Jodmangel e.V. (7). Eine<br />

bedarfsdeckende Zufuhr allein über die<br />

Ernährung ist somit für viele Menschen,<br />

insbesondere für Risikogruppen wie Stillende,<br />

schwer zu gewährleisten (2, 8).<br />

© glenda – shutterstock.com<br />

Praktische Umsetzung in<br />

der Beratung<br />

Für die Fachkreise stellt sich damit die<br />

Frage, wie diese Empfehlungen zuverlässig<br />

in der Praxis umgesetzt werden können.<br />

Zur Supplementierung der Stillenden<br />

mit dem Mineralstoff Jod stellt Folio ® 2<br />

basic eine passende Lösung dar.<br />

Zusätzlich zu 150 µg Jod ergänzt es<br />

die Ernährung mit weiteren relevanten<br />

Mikronährstoffen für die Phase ab der 13.<br />

Schwangerschaftswoche bis zum Ende<br />

der Stillzeit: Folsäure (400 µg), Vitamin<br />

10


Aktuelle Studien<br />

B 12 (9 µg) und Vitamin D 3 (20 µg).<br />

Frauen, die sich vegan, vegetarisch oder<br />

fischarm ernähren und daher zusätzlich<br />

die essenzielle Omega-3-Fettsäure DHA<br />

benötigen, können auf Folio ® 2 basic<br />

DHA zurückgreifen, das 200 mg DHA<br />

aus Algenöl pro Kapsel enthält.<br />

Grundsätzlich gilt für die Beratungspraxis:<br />

Bei Patientinnen mit bekannten<br />

Schilddrüsenerkrankungen oder unter<br />

Therapie mit Schilddrüsenhormonen sollte<br />

vor der Einnahme eines jodhaltigen<br />

Nahrungsergänzungsmittels eine ärztliche<br />

Rücksprache zur Abklärung der individuell<br />

indizierten Dosierung erfolgen (2, 3).<br />

Weitere Informationen unter<br />

www.steripharm.de<br />

(3) Deutsche Gesellschaft für Ernährung<br />

e. V.: Neue Referenzwerte für Jod<br />

und Vitamin E erschienen. https://www.<br />

dge.de/presse/meldungen/2025/neuereferenzwerte-fuer-jod-und-vitamin-e/<br />

(2025).<br />

(4) Andersson M, Braegger CP (2022):<br />

The role of iodine for thyroid function<br />

in lactating women and infants.<br />

Endocr Rev 43:469–506. https://doi.<br />

org/10.1210/endrev/bnab029<br />

(5) Tal, R. & Taylor, H. S.: Endocrinology<br />

of Pregnancy (2000).<br />

(6) Ellsworth, L., McCaffery, H., Harman,<br />

E., Abbott, J. & Gregg, B.: Breast<br />

Milk Iodine Concentration Is Associated<br />

with Infant Growth, Independent of Maternal<br />

Weight. Nutrients 12, (2020).<br />

(7) Arbeitskreis Jodmangel e.V. (AKJ):<br />

Trotz Großer Bekanntheit ist die Jodversorgung<br />

mangelhaft (2025).<br />

(8) Bundesinstitut für Risikobewertung<br />

(BfR): Ratschläge für die Ärztliche<br />

Praxis: Jod, Folat/Folsäure Und<br />

Schwangerschaft. https://www.bfr.bund.<br />

de/cm/350/jod-folat-folsaeure-undschwangerschaft.pdf<br />

(2021).<br />

Neue DGE-Referenzwerte für<br />

Jod (Auswahl) (2)<br />

Säuglinge (0 bis < 12 Monate):<br />

80 µg/Tag (inkl. Empfehlung für<br />

Säuglinge, mit ausschließlich selbst<br />

zubereiteten Breien für 50 μg Jod/Tag<br />

als Supplement)<br />

Stillende:<br />

230 µg/Tag (inkl. Empfehlung für<br />

100 µg/Tag Supplement)<br />

Schwangere:<br />

220 µg/Tag (inkl. Empfehlung für 100 –<br />

150 µg/Tag Supplement)<br />

Erwachsene (19 bis < 65 Jahre):<br />

150 µg/Tag<br />

Quellen:<br />

(1) Arbeitskreis Jodmangel e.V.: Neue<br />

Referenzwerte für die Jodzufuhr – Jod<br />

wichtiger denn je! https://jodmangel.<br />

de/2025/neue-referenzwerte-fuer-diejodzufuhr/<br />

(2025).<br />

(2) Deutsche Gesellschaft für Ernährung<br />

e. V.: Jod. https://www.dge.de/<br />

wissenschaft/referenzwerte/jod/.<br />

Funktionelle Zutaten für ein gesundes Gewichtsmanagement<br />

GLP-1-Wirkmechanismen unterstützen – Schritt für Schritt<br />

Für erfolgreiche Produktentwicklungen im Bereich Gewichtsmanagement gibt es keine Standardformel.<br />

Ob Verbraucher auf natürliche Ansätze setzen oder GLP 1 Medikamente nutzen – die funktionellen<br />

Zutaten von BENEO auf Basis von Proteinen, Ballaststoffen und intelligenten Kohlenhydraten unterstützen<br />

Verbraucher gezielt auf ihrem Weg zur Wunschfigur.<br />

BENEO’s funktionelle Inhaltsstoffe lassen sich vielseitig einsetzen – von Backwaren und Getränken<br />

über Milchprodukte und Snacks bis hin zu Mahlzeitenersatz und vielen weiteren Anwendungen.<br />

So können Produktentwickler schmackhafte und alltagstaugliche Lebensmittel und Getränke kreieren,<br />

die langfristig überzeugen.<br />

Mit unseren Zutaten wird Gewichtsmanagement zu einem nachhaltigen Erfolg – für Verbraucher<br />

und für Ihr Produktportfolio.<br />

Möchten Sie mehr über BENEO erfahren?<br />

Hier scannen!<br />

April 2025<br />

www.beneo.com<br />

11


V italstoffe<br />

Marion Schulenberg<br />

Anti-entzündliche Impulse für<br />

Immun- und Entzündungsregulation<br />

Mit Yestimun® Beta-Glucan die richtige Balance finden<br />

© Cecilie_Arcurs – iStock<br />

Entzündungen sind ein grundlegender Schutzmechanismus des Körpers und helfen<br />

dabei, Verletzungen zu reparieren, Krankheitserreger abzuwehren und Heilungsprozesse<br />

zu steuern. Akute Entzündungen, etwa nach Infekten oder intensiver körperlicher<br />

Belastung, sind normalerweise zeitlich begrenzt und werden aktiviert, erfüllen<br />

ihre Funktion und klingen wieder ab. Problematisch wird es, wenn dieser Ablauf aus<br />

dem Gleichgewicht gerät. Dann kann sich eine chronisch niedriggradige Entzündung<br />

entwickeln. Dies entspricht einem Zustand, in dem das Immunsystem dauerhaft überaktiv<br />

oder fehlreguliert ist. Gleichzeitig ist auch eine übermäßig gedämpfte Entzündungsreaktion<br />

ungünstig, weil sie Abwehr und Regeneration beeinträchtigen kann.<br />

Gesundheit bedeutet deshalb eine angemessene Entzündungsreaktion zur richtigen<br />

Zeit, in der richtigen Intensität und mit sauberem Abschluss.<br />

In der öffentlichen Diskussion wird oft<br />

das Phänomen der „stillen Entzündung“<br />

beschrieben, also ein unterschwelliges<br />

Entzündungsgeschehen ohne klare<br />

Warnsignale, das langfristig die physiologische<br />

Grundspannung erhöhen kann.<br />

Begünstigt wird es durch Alltagsfaktoren<br />

wie stark verarbeitete Ernährung,<br />

Bewegungsmangel, chronischen Stress,<br />

Schlafmangel, Übergewicht und altersbedingte<br />

Veränderungen der Immunregulation<br />

(1) (Abb. 1). Entzündung ist dabei<br />

Teil der Immunabwehr und wird über Botenstoffe<br />

wie Zytokine (z.B. Interleukine)<br />

und Chemokine gesteuert, wobei dauerhaft<br />

erhöhte Signale ein niedriggradiges<br />

Entzündungsmilieu stabilisieren können.<br />

Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse<br />

an präventiven Ansätzen und gut<br />

charakterisierten Naturstoffen, die Entzündungsmarker<br />

modulieren und so eine<br />

stabile Balance im Alltag unterstützen.<br />

Diese wachsende Relevanz spiegelt sich<br />

auch in den europäischen Marktdaten wider;<br />

für Nahrungsergänzungsmittel wurden<br />

diese 2023 auf rund 40,7 Mrd. USD<br />

beziffert und etwa 52% der europäischen<br />

Verbraucher geben an, Supplemente zur<br />

Erhaltung der allgemeinen Gesundheit zu<br />

nutzen (2).<br />

12


Hefe-Beta-Glucan<br />

Abb. 1: Mögliche Auslöser von chronisch-stillen Entzündungen<br />

Quelle: Leiber GmbH / Nano Banana/Gemini<br />

Regulatorisch ist Yestimun ® in der EU<br />

als Novel Food (neuartiges Lebensmittel,<br />

Hefe-Beta-Glucane) autorisiert; in<br />

den USA hat es eine GRAS-Zulassung<br />

(allgemein als sicher anerkannt). Insgesamt<br />

ergibt sich damit ein gut charakterisiertes<br />

Rohstoffprofil mit klinischer<br />

Datenlage, das in ein präventiv<br />

orientiertes Konzept der Immun- und<br />

Entzündungsbalance passt. Gleichzeitig<br />

zeigt Yestimun ® , warum Standardisierung<br />

wichtig ist, denn unter dem Begriff<br />

Beta-Glucan finden sich weitere<br />

unterschiedliche Strukturen, die nicht<br />

dieselben Effekte erwarten lassen. Daher<br />

wird im nächsten Schritt kurz eingeordnet,<br />

welche Typen existieren und warum<br />

Hefe-Beta-Glucane im Kontext von Immun-<br />

und Entzündungsbalance besonders<br />

relevant sind.<br />

Yestimun®:<br />

Ein standardisiertes<br />

Beta-Glucan aus<br />

Bierhefe im Überblick<br />

Beta-Glucane werden häufig im Zusammenhang<br />

mit Entzündungsbalance und<br />

Immunregulation genannt. Entscheidend<br />

ist jedoch, welches Beta-Glucan in<br />

welcher Qualität gemeint ist. Herkunft,<br />

Struktur und Reinheitsgrad bestimmen,<br />

ob Studienergebnisse auf ein konkretes<br />

Produkt übertragbar sind. Yestimun ® ist<br />

ein natürliches Beta-Glucan aus Bierhefe<br />

(Saccharomyces cerevisiae), das in<br />

einem definierten Prozess gewonnen und<br />

hoch aufgereinigt wird (3). Mit einem<br />

Beta-Glucan-Anteil von 80 – 90% ist<br />

eine konsistente Charakterisierung und<br />

reproduzierbare Anwendung möglich.<br />

Abb. 2: Yestimun®<br />

In der Literatur wird Yestimun ® als<br />

immunmodulierender Inhaltsstoff diskutiert,<br />

der eine ausgewogene Reaktionsfähigkeit<br />

unterstützen kann. Zudem<br />

werden anti-inflammatorische und antioxidative<br />

Eigenschaften beschrieben<br />

(4). Als definierter Zellwandbestandteil<br />

(β-1,3/1,6-Glucan) kommt Yestimun ®<br />

ohne lebende Kulturen aus und liegt als<br />

sprühgetrocknetes, geschmacks- und geruchsneutrales<br />

Pulver vor, das sich gut<br />

formulieren lässt (Abb. 2). In diesem<br />

Sinne kann es dem „postbiotischen“<br />

Prinzip zugeordnet werden, also der<br />

Wirkung mikrobieller Bestandteile bzw.<br />

Komponenten (5). Für die Produktentwicklung<br />

ist das attraktiv, da Prozessstabilität<br />

und Standardisierung in der Regel<br />

leichter erreichbar sind als bei lebenden<br />

Kulturen.<br />

Quelle: Leiber GmbH<br />

Beta-Glucane – ein<br />

Begriff, unterschiedliche<br />

Strukturen<br />

Beta-Glucane werden oft als einheitlicher<br />

Inhaltsstoff wahrgenommen, tatsächlich<br />

handelt es sich aber um eine heterogene<br />

Stoffgruppe. Chemisch sind es Polysaccharide<br />

aus Glukose, doch ihre Wirkung<br />

hängt maßgeblich von der Struktur ab:<br />

Art der Bindungen, Verzweigungsgrad,<br />

Löslichkeit, Partikelgröße und Molekulargewicht.<br />

Diese Merkmale bestimmen, ob<br />

Beta-Glucane vor allem physikalisch im<br />

Darm wirken (z. B. über Viskosität) oder<br />

ob sie stärker mit Rezeptoren des Immunsystems<br />

interagieren (Tabelle 1) (6 – 8).<br />

Beta-Glucane aus Getreide (Hafer, Gerste)<br />

besitzen typischerweise β-(1→3)<br />

(1→4)-Bindungen und sind vor allem aus<br />

dem Ballaststoff-Kontext bekannt. Ihre Effekte<br />

werden häufig über gelbildende Eigenschaften<br />

erklärt und beziehen sich eher<br />

auf stoffwechselbezogene Parameter (7).<br />

Beta-Glucane aus Hefe weisen dagegen<br />

eine β-(1→3)-Grundstruktur mit langen<br />

β-(1→6)-Verzweigungen auf. Diese Architektur<br />

gilt als besonders relevant für<br />

immunologische und entzündungsmodulierende<br />

Prozesse, da solche Strukturen<br />

vom angeborenen Immunsystem erkannt<br />

werden können (8).<br />

April 2025<br />

13


V italstoffe<br />

Quelle Typische Struktur Wirkung<br />

Getreide (Hafer, Gerste) überwiegend linear β-(1→3)(1→4) eher physikalisch im Darm (Löslichkeit/<br />

Viskosität) → v. a. metabolische Parameter<br />

Hefe<br />

meist β-(1→3)-Rückgrat mit langen<br />

β-(1→6)-Verzweigungen<br />

eher Interaktion mit angeborenem Immunsystem<br />

(Rezeptor-Erkennung; Struktur/<br />

Partikelform relevant)<br />

Tabelle 1: Beta-Glucane nach Quelle – Struktur und dominanter Wirkmechanismus<br />

Wie Hefe-Beta-Glucane<br />

Entzündungsprozesse<br />

beeinflussen können<br />

Oral aufgenommene Hefe-Beta-Glucane<br />

wie Yestimun ® wirken nicht wie klassische<br />

Entzündungsmedikamente, sondern<br />

werden im Darm als typisches mikrobielles<br />

Muster wahrgenommen. Bestandteile<br />

können von Darm und Abwehrzellen<br />

erkannt werden, wodurch Signale entstehen,<br />

die Abwehrzellen und die Freisetzung<br />

von Botenstoffen beeinflussen. Für<br />

Entzündungsprozesse ist wichtig, in welche<br />

Richtung sich diese Botenstoffe verschieben,<br />

denn IL-6, TNF-α oder CRP<br />

stehen eher für eine Entzündungsreaktion,<br />

während IL-10 eher für Regulation<br />

steht. Hefe-Beta-Glucane können je<br />

nach Ausgangslage diese Balance unterstützen<br />

und eine angemessene Abwehr<br />

fördern, die danach geordnet wieder abklingt<br />

(9, 10). Ein weiteres Erklärungsmodell<br />

ist die „trainierte“ angeborene<br />

Abwehr, bei der Zellen auf spätere Reize<br />

koordinierter reagieren, wobei Struktur<br />

und Herstellungsqualität entscheidend<br />

sind (9). Dieser Mechanismus könnte<br />

eine plausible Erklärung für mildere Verläufe<br />

oder weniger Erkältungsepisoden<br />

in klinischen Studien liefern, abhängig<br />

von Präparat, Dosis und Zielgruppe.<br />

Anti-inflammatorische<br />

Effekte von Yestimun®<br />

Die Diskussion zu anti-inflammatorischen<br />

Effekten von Hefe-Beta-Glucanen<br />

stützt sich auf zwei Säulen, denn<br />

Zell- und Tiermodelle zeigen mögliche<br />

Ansatzpunkte an biologischen Schaltstellen,<br />

während Humanstudien prüfen,<br />

ob sich dies in Entzündungsmarkern<br />

oder belastungsinduzierten Reaktionen<br />

widerspiegelt. Präklinische Daten liefern<br />

dabei Plausibilität, ersetzen aber keine<br />

klinische Evidenz, und Humanstudien<br />

sind je nach Studienpopulation, Dosierung<br />

und Präparat nur begrenzt vergleichbar,<br />

sodass die Aussagekraft vor<br />

allem aus der Konsistenz mehrerer Befunde<br />

entsteht.<br />

Was Tier- und Laborstudien<br />

zeigen:<br />

Eine Studie an Hunden mit chronisch<br />

entzündlicher Darmerkrankung zeigte,<br />

dass Yestimun ® die entzündliche Aktivität<br />

klinisch und auf Marker-Ebene beeinflussen<br />

kann, denn nach rund sechs<br />

Wochen sanken Krankheitsaktivität<br />

und histologische Entzündungszeichen,<br />

während IL-6 abnahm und IL-10 anstieg.<br />

Methodisch handelte es sich um<br />

eine diätetische Intervention über 42<br />

Tage mit zusätzlicher Erfassung immunologischer<br />

Funktionsparameter wie<br />

Phagozytenaktivität, was dafür spricht,<br />

dass die Effekte nicht nur symptomatisch<br />

waren (11).<br />

Dieses Muster wird durch Tierdaten mit<br />

anderen Hefe-Beta-Glucanen gestützt,<br />

z.B. in adipösen Mäusen reduzierten<br />

sie pro-inflammatorische Mediatoren<br />

im Fettgewebe wie TNF-α, IL-6 und<br />

IL-1β und gingen mit einer geringeren<br />

Immunzell-Infiltration einher (12),<br />

während in einem Rattenmodell mit<br />

medikamentös geschwächter Immunfunktion<br />

zuvor abgesunkene immunrelevante<br />

Signale teilweise wieder angehoben<br />

wurden (13).<br />

Was Humanstudien zu<br />

Entzündungsmarkern zeigen:<br />

Auch im Menschen ist ein regulierender<br />

Effekt nachvollziehbar, insbesondere in<br />

alltagsnahen Konstellationen wie subklinischer<br />

Entzündung bei Übergewicht. In<br />

einer kontrollierten, doppelblinden Studie<br />

führte die Einnahme von Yestimun ®<br />

über vier Wochen zu einem signifikanten<br />

Anstieg von IL-10 im Blut und in der<br />

Genexpression des Fettgewebes, während<br />

pro-inflammatorische Marker und<br />

die Insulinsensitivität unverändert blieben.<br />

Da IL-10 als zentraler immunologischer<br />

Bremser entzündlicher Kaskaden<br />

gilt, passt dieses Muster zu einer Stärkung<br />

anti-inflammatorischer Regulation<br />

ohne generelle Immunsuppression. Die<br />

randomisierte, Placebo-kontrollierte Methodik<br />

der Studie stützt die Aussagekraft<br />

der Befunde (14).<br />

Ebenso anschaulich wird die Entzündungsmodulation<br />

in einem weiteren,<br />

gut nachvollziehbaren Modell: Akute<br />

Belastungsentzündung nach sportlicher<br />

Ausdauerleistung unter Hitze-/<br />

Feuchtestress. Nach knapp zwei Wochen<br />

der Einnahme von Yestimun ®<br />

zeigten sich im Erholungsverlauf<br />

im Vergleich zu Placebo niedrigere<br />

14


Hefe-Beta-Glucan<br />

Spiegel mehrerer pro-inflammatorischer<br />

Chemokine/Zytokine (u. a. IL-8,<br />

MCP-1, MIP-1β; teils auch Tendenzen<br />

für TNF-α) (15). Methodisch war die<br />

Untersuchung als randomisierte, doppelblinde<br />

Cross-over-Studie angelegt:<br />

Gesunde, sportlich aktive Frauen und<br />

Männer supplementierten über 13 Tage<br />

entweder Yestimun ® oder ein Placebo<br />

und absolvierten anschließend nüchtern<br />

einen standardisierten Laufbandtest<br />

unter kontrollierten, belastenden<br />

Klimabedingungen (ca. 37 °C, hohe<br />

Luftfeuchtigkeit). Die Entzündungsund<br />

Belastungsmarker wurden vor dem<br />

Test sowie unmittelbar danach und in<br />

der Erholungsphase (u. a. nach 2 und<br />

72 Stunden) erfasst, sodass nicht nur<br />

die akute Reaktion, sondern auch der<br />

Verlauf der Rückregulation abgebildet<br />

werden konnten.<br />

Generell wurden in Humanstudien mit<br />

Hefe-Beta-Glucanen vor allem pro-inflammatorische<br />

Zytokine und Chemokine<br />

sowie regulierende Labormarker<br />

erfasst, und insgesamt zeigte sich meist<br />

eine Verschiebung in Richtung weniger<br />

pro-inflammatorischer Signale und teils<br />

mehr anti-inflammatorischer Regulation.<br />

In allergischen oder onkologischen Kontexten<br />

wurden ebenfalls Veränderungen<br />

bei Entzündungsmarkern berichtet, die<br />

auf eine weniger allergiebetonte und<br />

stärker regulierte Immunantwort hindeuten,<br />

z.B. niedrigere Werte der eher allergietypischen<br />

Zytokine IL-4 und IL-5 bei<br />

gleichzeitig höheren IL-12 Werten beobachtet<br />

(16).<br />

Zusammenfassend ergibt sich ein klarer,<br />

gut belegbarer Befund, wobei die<br />

Yestimun ® -Daten je nach Modell eine<br />

Stärkung der anti-inflammatorischen<br />

Regulation zeigen, insbesondere über<br />

IL-10, und in entzündlichen Settings<br />

eine Tendenz zur Absenkung pro-inflammatorischer<br />

Marker (Abb. 3). Diese Richtung<br />

wird durch Human- und Tierstudien<br />

mit anderen Hefe-Beta-Glucanen konsistent<br />

unterstützt. Damit bedeutet „immunmodulatorisch“<br />

in diesem Kontext, dass<br />

Yestimun ® pro- und anti-inflammatorische<br />

Marker so beeinflussen kann, dass<br />

sich die Immunantwort eher ausbalanciert<br />

als einseitig unterdrückt wird.<br />

Abb. 3: Modulation inflammatorischer Laborparameter durch Hefe-Beta-Glucane<br />

IL: Interleukin; MCP: Monozyten Chemoattraktant Protein;<br />

MIP: Makrophagen entzündliches Protein; TNF: Tumor-Nekrose-Faktor<br />

Quelle: Leiber GmbH / Nano Banana/Gemini<br />

Yestimun® in klinischen Humanstudien:<br />

Welche Daten liegen vor?<br />

Yestimun ® wurde in Humanstudien<br />

nicht nur über Labor- und Entzündungsmarker,<br />

sondern vor allem in alltagsnahen<br />

Settings untersucht, insbesondere<br />

bei Atemwegsinfekten/Erkältungen mit<br />

Endpunkten wie Symptomtage, Symptomschwere<br />

sowie Schlaf- und Leistungsbeeinträchtigung.<br />

Diese Messparameter<br />

liefern einen praxisrelevanten<br />

Kontext, der Biomarker-basierte Hinweise<br />

auf eine entzündungsmodulierende<br />

Wirkung ergänzt.<br />

Zwei größere Studien schlossen Erwachsene<br />

mit wiederholten Erkältungen<br />

im Vorjahr (z. B. ≥3 Episoden) ein und<br />

setzten Yestimun ® 900 mg/Tag über 16<br />

Wochen ein. Die Ergebnisse waren differenziert:<br />

In einer Studie nahmen Anzahl<br />

und Schwere symptomatischer Erkältungen<br />

sowie schlafbezogene Beeinträchtigungen<br />

ab; zudem wurde die Wirksamkeit<br />

insgesamt besser als unter Placebo<br />

bewertet (17). Die zweite Studie zeigte<br />

geringere körperliche Symptome in der<br />

ersten Woche einer Episode sowie Hinweise<br />

auf bessere Stimmung (Stressfragebogen)<br />

und niedrigere Blutdruckwerte<br />

(18).<br />

In einer weiteren Studie mit gesunden<br />

Erwachsenen (900 mg/Tag über 26<br />

Wochen) traten insgesamt weniger Erkältungsereignisse<br />

auf, insbesondere in<br />

der stärksten Erkältungsphase. Zudem<br />

gingen typische Symptome wie Halsschmerzen/Schluckbeschwerden,<br />

Heiserkeit/Husten<br />

und laufende Nase zurück<br />

(19). Insgesamt passen diese Ergebnisse<br />

zu den Daten für Hefe-Beta-Glucane:<br />

Eine systematische Übersichtsarbeit aus<br />

dem Jahr 2021 fasste 24 randomisierte<br />

Studien zusammen. Der stärkste Evidenzblock<br />

betrifft Erkältungen/Atemwegsinfekte<br />

mit weniger bzw. milderen<br />

symptomatischen Episoden und teils<br />

weniger Alltags- oder Trainingsbeeinträchtigung.<br />

© evrim ertik – iStock<br />

April 2025<br />

15


V italstoffe<br />

Yestimun® in der Praxis<br />

Yestimun ® wurde in Humanstudien<br />

vor allem in alltagsnahen Situationen<br />

untersucht; dabei wurden, je nach Studiendesign,<br />

Unterschiede in erkältungsassoziierten<br />

Beschwerden sowie in Parametern<br />

der Alltagsbeeinträchtigung<br />

(z. B. Schlaf) im Vergleich zu Placebo<br />

erfasst. Diese Befunde lassen sich vor<br />

dem Hintergrund der in Humanstudien<br />

beschriebenen Veränderungen ausgewählter<br />

Entzündungsmarker einordnen,<br />

beispielsweise eines Anstiegs von IL-10<br />

in einem Übergewichts-Setting sowie<br />

niedrigeren Konzentrationen einzelner<br />

pro-inflammatorischer Signale nach<br />

Belastung. Die untersuchten Parameter<br />

sind besonders relevant für Personengruppen,<br />

in denen Belastung, Alter<br />

oder Übergewicht mit Veränderungen<br />

immunologischer Regulationsprozesse<br />

einhergehen können. Studien zu anderen<br />

Hefe-Beta-Glucanen berichten<br />

ebenfalls über Veränderungen pro- und<br />

anti-inflammatorischer Marker.<br />

Für Yestimun ® liegen eine standardisierte<br />

Rohstoffqualität sowie klinische<br />

Human-Evidenz vor, insbesondere im<br />

Kontext der Reduzierung von Erkältung<br />

und Atemwegsinfekten. Ergänzend<br />

stützen Humanstudien zu Yestimun ®<br />

Hinweise auf eine Modulation belastungs-<br />

oder Adipositas-assoziierter Entzündungsmarker,<br />

etwa nach intensiver<br />

körperlicher Anstrengung oder bei Übergewicht.<br />

Insgesamt kann Yestimun ® als<br />

natürlicher Inhaltsstoff eine positive und<br />

unterstützende Rolle in der Immun- und<br />

Entzündungsregulation im Alltag einnehmen.<br />

Literatur bei der Autorin erhältlich.<br />

Autorin:<br />

Marion Schulenberg<br />

Product Manager<br />

Nutraceuticals &<br />

Biotechnology<br />

Leiber GmbH<br />

Fazit: Immun- und<br />

Entzündungsbalance im<br />

Alltag<br />

Entzündung ist ein zentraler Mechanismus<br />

der Gesundheit, wobei eine fehlende<br />

Regulation in Intensität und Dauer<br />

zum Problem werden kann. Vor diesem<br />

Hintergrund rücken Ansätze in den Fokus,<br />

die mit einer ausgewogenen Immun-<br />

und Entzündungsregulation assoziiert<br />

werden. Hefe-β-(1,3/1,6)-Glucane<br />

werden hierfür aufgrund ihrer Struktur in<br />

der Fachliteratur als potenziell relevante<br />

Faktoren in immunologischen Signalwegen<br />

diskutiert.<br />

16


Kategorie<br />

Natürlich einschlafen.<br />

Natürlich durchschlafen.<br />

Mit melotime<br />

Verbraucher wünschen sich einen Schlaf, der<br />

natürlich und zuverlässig ist – ohne morgendliche<br />

Benommenheit.<br />

Melotime ist ein Melatonin mit verzögerter<br />

Freisetzung, das den natürlichen Schlafzyklus des<br />

Körpers unterstützt und bis zu 8 Stunden wirkt – mit<br />

nur einer kleinen, nicht müde machenden Dosis.<br />

Bis zu 8 Stunden gleichmäßige Freisetzung.<br />

Unterstützt den natürlichen Schlafrhythmus.<br />

Kein Müdigkeitsgefühl am Morgen.<br />

Möchten Sie mehr über<br />

melotime erfahren?<br />

Kontaktieren Sie uns:<br />

ne@vivatis.de<br />

April 2025<br />

www.vivatis.de • ne@vivatis.de • +49 40 23 69 09-0<br />

17


V italstoffe<br />

Oliver Wolf<br />

Leistungsfähig mit 40 plus<br />

Bioaktive Kollagenpeptide unterstützen die strukturelle Resilienz des Bewegungsapparates<br />

bei älteren Sportlern<br />

© Jacob Lund – AdobeStock<br />

Novak Djokovic zeigt, was möglich ist:<br />

Selbst mit fast 40 Jahren gehört er noch<br />

zur absoluten Weltspitze im Tennis.<br />

Doch auch er wird dieses Niveau nicht<br />

ewig aufrechterhalten können. Denn die<br />

physiologischen Alterungsprozesse, die<br />

Leistungsfähigkeit und Regeneration<br />

beeinflussen, lassen sich nicht dauerhaft<br />

aushebeln. Selbst wenn die Bereitschaft<br />

zur Bewegung hoch bleibt – die strukturellen<br />

Voraussetzungen des Körpers<br />

verändern sich. Genau hier rückt die<br />

gezielte Unterstützung des Bewegungsapparats<br />

in den Fokus moderner Sporternährung.<br />

Gefragt sind Produkte, die<br />

strukturelle Gewebe unterstützen, Regeneration<br />

fördern und Verletzungen<br />

vorbeugen. Bioaktive Kollagenpeptide<br />

können hier einen wichtigen Beitrag<br />

leisten.<br />

Wenn die biologische<br />

Realität einsetzt<br />

Mit zunehmendem Alter verändert sich<br />

der Bewegungsapparat strukturell und<br />

funktionell. Ab etwa dem 30. Lebensjahr<br />

nimmt die körpereigene Kollagensynthese<br />

schrittweise ab. Gleichzeitig<br />

verlangsamt sich die Aktivität der spezialisierten<br />

Zellen des Stütz- und Bindegewebes,<br />

beispielsweise der Fibroblasten,<br />

Chondrozyten und Osteoblasten. Auch<br />

die Qualität und Quantität von Kollagenfasern<br />

verändern sich: Es kommt zu<br />

einer erhöhten Quervernetzung (Crosslinking),<br />

die Gewebe steifer und weniger<br />

elastisch macht.<br />

Kollagen ist das zentrale Strukturprotein<br />

des Körpers. Es bildet das Gerüst von<br />

Sehnen, Bändern, Knorpel, Knochen und<br />

zu einem erheblichen Teil auch der Muskelmatrix.<br />

Ohne funktionelles Kollagennetzwerk<br />

könnten mechanische Kräfte<br />

weder übertragen noch abgefedert werden.<br />

Für Sportler bedeutet das: Jede Beschleunigung,<br />

jeder Richtungswechsel<br />

und jede Landung ist abhängig von der<br />

Integrität kollagenhaltiger Strukturen.<br />

Mit sinkender Kollagenproduktion verringern<br />

sich Elastizität und Belastbarkeit<br />

von Sehnen und Bändern. Die Knorpelregeneration<br />

verlangsamt sich, während<br />

degenerative Prozesse zunehmen. Auch<br />

die Knochendichte beginnt – insbesondere<br />

nach dem 40. Lebensjahr – graduell<br />

abzunehmen. Parallel reduziert sich die<br />

Muskelmasse, wobei auch hier die extrazelluläre<br />

Matrix und damit kollagene<br />

18


Kollagen-Peptide<br />

Strukturen eine entscheidende Rolle<br />

spielen. Die Folge: Regenerationszeiten<br />

verlängern sich, das Verletzungsrisiko<br />

steigt, die Maximalkraft und Explosivität<br />

nehmen ab. Für ambitionierte Sportler<br />

jenseits der 40 verschiebt sich damit der<br />

Fokus – weg von reiner Leistungssteigerung,<br />

hin zu Belastbarkeit, struktureller<br />

Integrität und nachhaltiger Erholung.<br />

Kollagen als<br />

limitierender Faktor der<br />

Leistungsfähigkeit<br />

Während klassische Sporternährung lange<br />

auf Protein, Kohlenhydrate und Mikronährstoffe<br />

fokussiert war, rückt zunehmend<br />

die strukturelle Komponente in den<br />

Mittelpunkt. Kollagen ist kein „klassisches“<br />

Muskelprotein, sondern das funktionelle<br />

Rückgrat des Bewegungsapparats.<br />

Sehnen übertragen Muskelkraft auf<br />

den Knochen. Ihre Belastbarkeit hängt<br />

maßgeblich von der Qualität und Organisation<br />

der Kollagenfasern ab. Knorpel<br />

sorgt für reibungsarme Gelenkbewegung<br />

und besteht zu einem Großteil aus Kollagen.<br />

Knochen wiederum enthalten neben<br />

Mineralien eine organische Matrix, die<br />

ebenfalls vor allem aus Kollagen aufgebaut<br />

ist und für Elastizität und Bruchfestigkeit<br />

sorgt. Wenn diese Strukturen an<br />

Integrität verlieren, sinkt nicht nur die<br />

Performance – das Verletzungsrisiko<br />

steigt. Genau hier setzen die spezifischen<br />

bioaktiven Kollagenpeptide (BCP ® ) von<br />

GELITA an, deren Wirkweisen durch<br />

hochwertige Studien belegt sind.<br />

Bioaktive Peptide mit<br />

spezifischer Wirkweise<br />

Im Gegensatz zu generischen Kollagenhydrolysaten<br />

sind bioaktive Kollagenpeptide<br />

durch ein definiertes Peptidmuster<br />

charakterisiert. Diese spezifischen<br />

Sequenzen wirken als Signalpeptide, die<br />

nach oraler Aufnahme in den Blutkreislauf<br />

gelangen und dort gezielt Zellen<br />

des Bindegewebes stimulieren können.<br />

Das breite BCP ® -Portfolio von GELITA<br />

ermöglicht es Herstellern, innovative<br />

Produkte mit wissenschaftlich belegter<br />

Wirkweise und klarer Positionierung zu<br />

entwickeln.<br />

TENDOFORTE ® wurde entwickelt,<br />

um Fibroblastenaktivität und Kollagensynthese<br />

in Sehnen und Bändern zu<br />

unterstützen. Studien zeigen, dass die<br />

Kombination aus Supplementierung<br />

und gezieltem Training strukturelle<br />

Anpassungen begünstigen kann. Für<br />

Sportler ab 40 bedeutet dies potenziell<br />

verbesserte Belastbarkeit und reduzierte<br />

Verletzungsanfälligkeit.<br />

FORTIGEL ® adressiert Chondrozyten<br />

im Knorpelgewebe und stimuliert die<br />

Bildung von Kollagen und Proteoglykanen.<br />

Klinische Daten weisen auf eine<br />

Verbesserung der Gelenkfunktion und<br />

eine Reduktion belastungsinduzierter<br />

Beschwerden hin – ein zentraler Faktor<br />

für langfristige Trainingsfähigkeit.<br />

FORTIBONE ® unterstützt die Aktivität<br />

von Osteoblasten und kann zur Stabilisierung<br />

der Knochenmatrix und damit<br />

zur Aufrechterhaltung der Knochendichte<br />

beitragen. Gerade für sportlich aktive<br />

Personen jenseits der 40, bei denen Mikrotraumata<br />

häufiger auftreten, ist eine<br />

stabile Knochenstruktur essenziell.<br />

PeptENDURE ® adressiert mitochondriale<br />

Anpassungsprozesse und unterstützt<br />

die regenerative Kapazität nach Belastung.<br />

In Kombination mit Training konnten<br />

positive Effekte auf die Ausdauerleistung<br />

und die Regeneration beobachtet<br />

werden. Für ältere Athleten bedeutet dies<br />

eine verbesserte Erholung und nachhaltigere<br />

Leistungsentwicklung.<br />

Speziell mit zunehmendem Alter<br />

ist Krafttraining essenziell, um dem<br />

© M Einero/peopleimages.com – AdobeStock<br />

April 2025<br />

19


V italstoffe<br />

natürlichen Muskelabbau (Sarkopenie)<br />

entgegenzuwirken. Die Einnahme von<br />

BODYBALANCE ® kann die positiven<br />

Effekte von regelmäßigem Krafttraining<br />

verstärken und dazu beitragen, die Muskelmasse<br />

zu erhöhen und die Fettmasse<br />

zu verringern. Sportler profitieren von<br />

einer optimierten Körperzusammensetzung<br />

und einer leistungsfähigeren Muskulatur.<br />

Technologische<br />

Eigenschaften<br />

Die BCP ® von GELITA sind geschmacksneutral,<br />

besitzen eine hohe<br />

Hitze- und Säurestabilität und weisen<br />

eine sehr gute Löslichkeit auf. Ihre niedrige<br />

Viskosität und schnelle Bioverfügbarkeit<br />

ermöglichen eine problemlose<br />

Anwendung in verschiedensten Produkten<br />

– etwa in Shots, Ready-to-Drink-<br />

Produkten oder Pulverlösungen, sowie<br />

in Riegeln oder Gels. Für Hersteller<br />

eröffnet dies vielseitige Möglichkeiten,<br />

zielgruppenspezifische Produkte für die<br />

Generation Ü40 zu entwickeln.<br />

Zusammenfassung<br />

Kollagen ist das strukturelle Fundament<br />

des Bewegungsapparats. Mit zunehmendem<br />

Alter sinkt die körpereigene Kollagenproduktion,<br />

während degenerative<br />

Prozesse zunehmen. Für Sportler ab 40<br />

bedeutet dies eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit<br />

und längere Regenerationszeiten.<br />

Gleichzeitig bleiben viele Menschen<br />

mit zunehmendem Alter sportlich<br />

aktiv. Der Bedarf an evidenzbasierter<br />

Sporternährung, die strukturelle Gewebe<br />

gezielt unterstützt, ist entsprechend groß.<br />

Spezifische bioaktive Kollagenpeptide<br />

wie TENDOFORTE ® , FORTIGEL ® ,<br />

FORTIBONE ® , PeptENDURE ® und<br />

BODYBALANCE ® bieten einen wissenschaftlich<br />

fundierten Ansatz, um die<br />

Integrität von Sehnen, Gelenken, Knochen<br />

und Muskelmatrix zu fördern. Für<br />

Hersteller von Sporternährung eröffnen<br />

sich damit neue Möglichkeiten, Performance<br />

nicht nur kurzfristig zu steigern,<br />

sondern langfristig zu erhalten – und damit<br />

die sportliche Aktivität auch jenseits<br />

der 40 nachhaltig zu unterstützen.<br />

Autor:<br />

Oliver Wolf<br />

Head of B2B Marketing (global),<br />

GELITA AG<br />

Global Marketing &<br />

Communication<br />

© PeopleImages – shutterstock.com<br />

20


Kategorie<br />

Besser mit Yestimun ®<br />

Beta-Glucan: trainieren Sie<br />

Ihr Immunsystem<br />

Yestimun ® ist ein natürliches 1,3/1,6-Beta-Glucan,<br />

das aus der Zellwand der Bierhefe (Saccharomyces<br />

cerevisiae) gewonnen wird.<br />

Natürlicher und nachhaltiger Inhaltsstoff hochreines<br />

Beta-Glucan aus Bierhefe<br />

Sorgfältiges und spezielles Herstellungsverfahren<br />

für höchste Wirksamkeit<br />

Hergestellt in Deutschland<br />

Möchten Sie mehr über<br />

Yestimun ® erfahren?<br />

Kontaktieren Sie uns:<br />

ne@vivatis.de<br />

Leiber Bierhefe-Upcycling auf Weltmarktniveau<br />

seit 1954<br />

Klinisch nachgewiesene Wirksamkeit durch<br />

eigene Studien<br />

April 2025<br />

www.vivatis.de • ne@vivatis.de • +49 40 23 69 09-0<br />

21


V italstoffe<br />

Rafea Naffa<br />

Besseres Magnesium, bessere Gehirnleistung<br />

© Billion Photos – shutterstock.com<br />

Magnesium ist das drittbeliebteste Nahrungsergänzungsmittel in der EU. 33% der<br />

Verbraucher haben in den letzten zwölf Monaten ein Magnesiumpräparat eingenommen<br />

(1, 2). Es wird vor allem deshalb so geschätzt, weil es bei optimaler Dosierung<br />

das kognitive Wohlbefinden fördert, was für die Käufer von Nahrungsergänzungsmitteln<br />

heute ein wichtiges Kriterium ist. Produkte, die eine positive Wirkung auf<br />

Bereiche wie Gehirnfunktion, Gedächtnis, Energie, Stimmung, kognitives Altern und<br />

Schlaf versprechen, sind sehr gefragt.<br />

Magnesium kann zwar in allen diesen<br />

Bereichen eine hohe Wirksamkeit<br />

aufweisen, aber es gibt einen Haken.<br />

In Wirklichkeit bieten die meisten<br />

handelsüblichen Präparate in Europa<br />

kaum nennenswerte kognitive Vorteile.<br />

Das liegt daran, dass sie die Blut-<br />

Hirn-Schranke nicht in ausreichendem<br />

Maß überwinden, um den von Verbrauchern<br />

gewünschten Nutzen zu erzielen.<br />

Studien zufolge betrifft dieses Problem<br />

die meisten gängigen Magnesiumsalze,<br />

die den Magnesiumspiegel im Gehirn<br />

nicht effektiv und signifikant erhöhen<br />

können. Keine der in diesen Studien<br />

untersuchten Rezepturen zeigte eine<br />

wirksame Aufnahme in die neuronalen<br />

Zellen des Gehirns oder eine Verbesserung<br />

der kognitiven Fähigkeiten und<br />

des Gedächtnisses (3, 4).<br />

Magnesium<br />

ohne einen Haken<br />

Eine Form von Magnesium bietet eine<br />

Lösung für dieses Problem. Im Jahr 2010<br />

kombinierten Wissenschaftler Magnesium<br />

mit Threonat, um eine neue Verbindungsform<br />

zu entwickeln: Magnesium-L-<br />

Threonat (3). Seine einzigartige Struktur<br />

erleichtert den Eintritt von Magnesium<br />

ins Gehirn, was zu einer deutlich höheren<br />

Bioverfügbarkeit im Gehirn führt. In<br />

mehreren Studien wurde gezeigt, dass<br />

Magnesium-L-Threonat effektiv in die<br />

Neuronen eindringt (4 – 11).<br />

Da beide Bestandteile natürlich im<br />

Körper vorkommen, ist das inzwischen<br />

22


Mineralstoffe<br />

patentierte und unter dem Namen<br />

Magtein ® vertriebene Magnesium-L-<br />

Threonat biokompatibel und auf die normalen<br />

Stoffwechselwege abgestimmt.<br />

Es bleibt der wirksamste bioverfügbare<br />

Magnesium-Gesundheitswirkstoff<br />

für das Gehirn, der nachweislich die<br />

Blut-Hirn-Schranke passiert und in die<br />

Neuronen gelangt. Die Einzigartigkeit<br />

von Magtein ® ist durch ein breites und<br />

robustes Patentportfolio gestützt. Seine<br />

Wirksamkeit wird durch ein umfangreiches<br />

klinisches Forschungsprogramm<br />

untermauert, in dessen Rahmen bereits<br />

fünf doppelblinde, Placebo-kontrollierte<br />

klinische Studien veröffentlicht<br />

wurden, und weitere Untersuchungen<br />

laufen.<br />

Freisetzung einer hohen<br />

Bioverfügbarkeit von<br />

Magnesium<br />

Entscheidend für die hohe Bioverfügbarkeit<br />

von Magtein ® ist die Kombination<br />

von Magnesium und Threonat,<br />

einem Vitamin-C-Metaboliten, der von<br />

Natur aus im Körper vorkommt. Der<br />

Threonatspiegel ist im Gehirn fünfmal<br />

höher als im Blutkreislauf, was auf<br />

seine entscheidende Bedeutung für die<br />

Gesundheit und Funktion des Gehirns<br />

hinweist (4).<br />

Threonat gelangt über Glukosetransporter<br />

ins Gehirn. In Kombination mit<br />

Magnesium als Magtein ® kann das Magnesium<br />

daher die Blut-Hirn-Schranke<br />

überwinden und in die Neuronen eintreten<br />

(4, 5). Das Ergebnis ist ein Anstieg<br />

des Threonatspiegels im Liquor<br />

cerebrospinalis (CSF) um 54% (4) und<br />

eine Erhöhung des Magnesiumspiegels<br />

um 15% (3). Dies sind optimale Werte,<br />

die bekanntermaßen eine gesunde<br />

Struktur und Funktion des Gehirns unterstützen<br />

und die Magtein ® auf einzigartige<br />

Weise erreicht. Damit geht es<br />

über das hinaus, was üblicherweise mit<br />

herkömmlichen Magnesiumformen beobachtet<br />

wird.<br />

Die Gehirn-Uhr<br />

zurückdrehen<br />

Das Gehirn besteht aus Billionen von<br />

Synapsen bzw. Verbindungen, die die<br />

Kommunikation zwischen Neuronen<br />

ermöglichen. Mit zunehmendem Alter<br />

nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns<br />

aufgrund von Neuronenverlust<br />

und einer Verringerung der Synapsendichte<br />

und Plastizität ab (12). In einer<br />

klinischen Studie aus dem Jahr 2016<br />

wurde jedoch gezeigt, dass Magtein ®<br />

alternde Gehirne in einen verjüngten<br />

Zustand zurückversetzen kann (13).<br />

Die Studie bewertete die Wirkung von<br />

Magtein ® auf gesunde Erwachsene im<br />

Alter von 50 bis 70 Jahren, die über<br />

selbst berichtete Gedächtnis- und Konzentrationsbeschwerden<br />

klagten. Die<br />

Teilnehmer, die Magtein ® einnahmen,<br />

wiesen gegenüber der Placebo-Gruppe<br />

signifikant höhere Magnesiumwerte<br />

im gesunden Bereich auf, was auf eine<br />

wirksame systemische Magnesiumzufuhr<br />

hindeutet. Außerdem zeigten sie<br />

eine gesteigerte allgemeine kognitive<br />

Leistungsfähigkeit, die sich in einer<br />

kombinierten Punktzahl aus Tests zu<br />

Exekutivfunktion, Arbeitsgedächtniskapazität,<br />

episodischem Gedächtnis und<br />

Konzentration widerspiegelte.<br />

Die Einnahme von Magtein ® führte<br />

außerdem zu einer Verringerung der<br />

Schwankungen der kognitiven Fähigkeiten<br />

um 57,6%, einem Frühindikator<br />

für kognitive Beeinträchtigungen.<br />

Darüber hinaus wurde bei einem Test<br />

zur kognitiven Reaktionszeit eine Verbesserung<br />

von 20% gegenüber dem<br />

Ausgangswert festgestellt. Diese, so die<br />

Wissenschaftler, entsprächen einer Verjüngung<br />

des Gehirns um neun Jahre.<br />

Abb. 1: Mit zunehmendem<br />

Alter nimmt die<br />

kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit<br />

(TMT-B)<br />

linear ab. Nach zwölfwöchiger<br />

Einnahme<br />

von Magtein® zeigten<br />

die Probanden eine<br />

messbare Verschiebung<br />

hin zu einem normalen<br />

Gehirnalterprofil,<br />

das im Vergleich zum<br />

Ausgangswert um neun<br />

Jahre jünger war (13).<br />

April 2025<br />

23


V italstoffe<br />

Verbesserungen<br />

von Gedächtnis und<br />

kognitiven Fähigkeiten<br />

Erinnerungen werden im Hippocampus<br />

gebildet, organisiert und gespeichert<br />

(14). Präklinische Forschungen haben<br />

ergeben, dass Magtein ® die synaptische<br />

Dichte in den Neuronen dieser<br />

Hirnregion erhöht und dadurch das<br />

Lern- und Gedächtnisvermögen verbessert<br />

(3, 4).<br />

Eine klinische Studie aus dem Jahr<br />

2022 untersuchte die Wirkung einer<br />

Nahrungsergänzung mit einer Rezeptur,<br />

die Magtein ® und Phosphatidylserin<br />

enthält, einem wichtigen Bestandteil<br />

von Zellmembranen, der in besonders<br />

großen Mengen im Gehirn vorkommt<br />

(15). Gesunde Erwachsene nahmen die<br />

Magtein-Rezeptur oder ein Placebo ein<br />

und absolvierten zu Beginn der Studie<br />

und erneut nach 30 Tagen einen standardisierten<br />

kognitiven Bewertungstest.<br />

Mit der Magtein-Rezeptur wurden in<br />

allen getesteten kognitiven Bereichen<br />

signifikante Verbesserungen erzielt. Interessanterweise<br />

waren diese umso größer,<br />

je älter die Teilnehmer waren.<br />

In der neuesten klinischen Studie verbesserte<br />

die Einnahme von Magtein ® die<br />

kognitive Leistungsfähigkeit erheblich<br />

und zeigte messbare Vorteile in mehreren<br />

Bereichen, darunter das Arbeitsgedächtnis<br />

und das episodische Gedächtnis (16).<br />

Diese Verbesserungen wurden in einer<br />

randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten<br />

Studie beobachtet, was die<br />

Rolle von Magtein ® bei der Förderung<br />

von Gedächtnis und einem gesunden kognitiven<br />

Altern weiter unterstreicht.<br />

Besserer Schlaf und<br />

gehobene Stimmung<br />

40% der Erwachsenen ab 60 Jahren leiden<br />

unter schlechter Schlafqualität (17).<br />

Magnesium spielt eine grundlegende<br />

Rolle bei der Schlafregulation, da es<br />

Prozesse beeinflusst, die das synaptische<br />

Gleichgewicht unterstützen und einen<br />

erholsamen Tiefschlaf fördern (18).<br />

Darüber hinaus reguliert es den Schlaf-<br />

Wach-Rhythmus und unterstützt die<br />

zelluläre Zeitsteuerung – beides ist für<br />

die Aufrechterhaltung einer gesunden<br />

Gehirnaktivität und eines guten Schlafs<br />

unerlässlich (19).<br />

Eine Studie aus dem Jahr 2024 ergab,<br />

dass die Einnahme von Magtein ® die<br />

Schlafqualität deutlich steigerte, insbesondere<br />

die Tiefschlaf- und REM-<br />

Schlafphasen, wobei die Probanden weniger<br />

Zeit im Leichtschlaf und mehr Zeit<br />

im erholsamen Tiefschlaf verbrachten<br />

(20). In einer klinischen Studie aus dem<br />

Jahr <strong>2026</strong> verbesserte die Einnahme von<br />

Magtein ® die Werte für schlafbezogene<br />

Beeinträchtigungen gegenüber Placebo<br />

signifikant (p


Mineralstoffe<br />

Teilnehmer von einer signifikanten Verbesserung<br />

ihrer subjektiven Stimmungsparameter,<br />

wobei Unterschiede zwischen<br />

den Tagen 7 und 14 festgestellt wurden.<br />

Unterstützung für Lernen<br />

und Gedächtnis<br />

Der zerebrale neurotrophe Faktor (BDNF)<br />

ist ein Protein, das Wachstum, Überleben<br />

und synaptische Plastizität von Neuronen<br />

fördert – die Grundlage für Lernen und<br />

Gedächtnis. In einer 2010 durchgeführten<br />

Tierstudie erhöhte oral verabreichtes<br />

Magtein ® den Magnesiumspiegel im Liquor<br />

cerebrospinalis, was zu einem höheren<br />

BDNF-Spiegel im Hippocampus<br />

(p


V italstoffe<br />

Eine sichere, intelligente<br />

Lösung für die<br />

Gesundheit des Gehirns<br />

Im November 2024 erhielt Magtein ®<br />

in Europa den Status eines neuartigen<br />

Lebensmittels und ist in der Region<br />

exklusiv über ThreoTech LLC erhältlich.<br />

Magtein ® kann daher in Produkten<br />

mit von der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen<br />

Angaben zu Magnesium<br />

verwendet werden. In den USA<br />

verfügt Magtein ® seit 2012 über die<br />

FDA-GRAS-Zulassung und ist auch in<br />

Kanada, Japan, der Türkei, Indien und<br />

Thailand für die Verwendung in Konsumgütern<br />

freigegeben.<br />

Magtein ® ist stabil, geschmacks-, geruchs-<br />

und farblos sowie wasserlöslich<br />

und eignet sich für eine Vielzahl von<br />

Anwendungen – nicht nur für Kapseln<br />

oder Tabletten, sondern auch für<br />

Gele, Pulver und flüssige Konzentrate.<br />

Aufgrund seiner schnellen und hohen<br />

Absorptionsrate verursacht Magtein ®<br />

keine Verdauungsprobleme, wie sie bei<br />

einigen anderen, weniger gut resorbierbaren<br />

Magnesiumverbindungen häufig<br />

auftreten. Es ist außerdem als koscher<br />

und halal zertifiziert und frei von Allergenen,<br />

was seine Attraktivität für die<br />

vielfältigen Verbrauchergruppen in Europa<br />

zusätzlich erhöht.<br />

Die Nachfrage nach wirksamen Lösungen<br />

zur Unterstützung der kognitiven<br />

Alterung des Gehirns, von Energie,<br />

Gedächtnis, Stimmung, Schlaf, Stressresistenz<br />

und Wachsamkeit war noch<br />

nie so hoch wie heute. Die fundierten<br />

wissenschaftlichen Erkenntnisse, die<br />

Magtein ® stützen, belegen seine Fähigkeit<br />

zur Erfüllung dieser Anforderungen<br />

und helfen Herstellern bei der Entwicklung<br />

von Magnesiumprodukten, die ihre<br />

Versprechen tatsächlich halten.<br />

Literatur:<br />

(1) Ipsos, Verbraucherumfrage zu Nahrungsergänzungsmitteln<br />

in der EU, 2022<br />

(Umfrage auf der Grundlage von 13.249<br />

Interviews in 14 EU-Mitgliedstaaten)<br />

(2) ITC, Verbraucherumfrage zu Nahrungsergänzungsmitteln,<br />

2024<br />

(3) Slutsky I., Abumaria N., Wu L, et al.<br />

Enhancement of learning and memory<br />

by elevating brain magnesium. Neuron.<br />

28. Jan. 2010; 65(2):165-77. https://doi.<br />

org/ 10.1016/j.neuron.2009.12.026<br />

(4) Sun Q., Weinger JG, Mao F., Liu G.<br />

Regulation of structural and functional<br />

synapse density by L-threonate through<br />

modulation of intraneural magnesium<br />

concentration. Neuropharmacology.<br />

Sept. 2016; 108:426–439. doi:<br />

10.1016/j.neuropharm.2016.05.006.<br />

Epub 10. Mai 2016.<br />

(5) Zhou H., Liu G. Regulation of density<br />

of functional presynaptic terminals by<br />

local energy supply. Mol Brain. 2015;<br />

8:42. doi: 10.1186/s13041-015-0132-z<br />

(6) Akkaya EC, Ilgin R., Adil H., Çelik,<br />

A. Magnesium L-threonate reduces<br />

hippocampal amyloid-β Load without<br />

cognitive improvement in a PTU-induced<br />

hypothyroidism model in young rats.<br />

Mol Neurobiol. 7. Nov. 2025; 63(1):8.<br />

doi: 10.1007/s12035-025-05322-5<br />

(7) Faraji J., Metz GAS. Harnessing<br />

BDNF signaling to promote resilience<br />

in aging. Aging Dis. 3. Sept. 2024;<br />

16(4):1813–1841. doi: 10.14336/<br />

AD.2024.0961<br />

(8) Kim YS, Won YJ, Lim BG, et al.<br />

Neuroprotective effects of magnesium L-<br />

threonate in a hypoxic zebrafish model.<br />

BMC Neurosci. 26. Juni 2020; 21(1):29.<br />

doi: 10.1186/s12868-020-00580-6<br />

(9) Fu C., Huang L., Lian C., et al. Effects<br />

of long-term magnesium L-threonate<br />

supplementation on neuroinflammation,<br />

demyelination and blood-brain<br />

barrier integrity in mice with neuromyelitis<br />

optica spectrum disorder. Brain<br />

Res. 1. Jan. 2025; 1846:149234. doi:<br />

10.1016/j.brainres.2024.149234<br />

(10) Park G., Kim N., Kim SY, et al.<br />

TUSC3 regulates ERMA-mediated<br />

Mg2+ uptake for synaptic function<br />

and neurodevelopment. Nat Commun.<br />

2025; 16:9752. https://doi.org/10.1038/<br />

s41467-025-65668-1<br />

(11) Zhou H., Bi GQ, Liu G. Intracellular<br />

magnesium optimizes transmission<br />

efficiency and plasticity of hippocampal<br />

synapses by reconfiguring their connectivity.<br />

Nat Commun. 2024; 15:3406.<br />

doi:10.1038/s41467-024-47571-3<br />

(12) Navakkode S., Kennedy BK.<br />

Neural ageing and synaptic plasticity:<br />

prioritizing brain health in healthy<br />

longevity. Front Aging Neurosci. 5. Aug.<br />

2024; 16:1428244. doi: 10.3389/fnagi.2024.1428244<br />

(13) Liu G., Weinger JG, Lu Z., et al.<br />

Efficacy and safety of MMFS-01, a<br />

synapse density enhancer, for treating<br />

cognitive impairment in older adults:<br />

a randomized, double-blind, placebocontrolled<br />

trial. J Alzheimers Dis. 2016;<br />

49:971–990. doi: 10.3233/JAD-150538<br />

(14) Fortin NJ, Agster KL, Eichenbaum<br />

HB. Critical role of the hippocampus<br />

in memory for sequences of events. Nat<br />

Neurosci. Mai 2002; 5(5):458–62. doi:<br />

10.1038/nn834<br />

(15) Zhang C., Hu Q., Li S., et al. A<br />

Magtein ® , magnesium l-threonate,<br />

-based formula improves brain cognitive<br />

functions in healthy Chinese adults.<br />

Nutrients. 2022; 14(24):5235. https://<br />

doi.org/10.3390/nu14245235<br />

(16) Lopresti AL, Smith SJ. The effects<br />

of magnesium Lthreonate (Magtein®)<br />

on cognitive performance and sleep<br />

quality in adults: a randomised, doubleblind,<br />

placebocontrolled trial. Front<br />

Nutr. 2025; 12:1729164. doi:10.3389/<br />

fnut.2025.1729164<br />

(17) Canever JB, Zurman G, Vogel F, et<br />

al. Worldwide prevalence of sleep problems<br />

in community-dwelling old adults:<br />

26


Mineralstoffe<br />

a systematic review and meta-analysis.<br />

Sleep Med. 2024; 119:118-134. https://<br />

doi.org/10.1016/j.sleep.2024.03.040<br />

(18) Maier JAM, Locatelli L., Fedele G.,<br />

et al. Magnesium and the brain: a focus<br />

on neuroinflammation and neurodegeneration.<br />

Int J Mol Sci. 2023; 24:223.<br />

https://doi.org/10.3390/ijms24010223<br />

(19) Feeney K., Hansen L., Putker M.,<br />

et al. Daily magnesium fluxes regulate<br />

cellular timekeeping and energy balance.<br />

Nature. 2016; 532:375–379. https://<br />

doi.org/10.1038/nature17407<br />

(20) Hausenblas HA, Lynch T., Hooper<br />

S., et al. Magnesium-L-threonate<br />

improves sleep quality and daytime<br />

functioning in adults with self-reported<br />

sleep problems: a randomized controlled<br />

trial. Sleep Med X. 17. Aug.<br />

2024; 8:100121. doi: 10.1016/j.<br />

sleepx.2024.100121. Erratum in: Sleep<br />

Med X. 3. Juni 2025; 9:100141. doi:<br />

10.1016/j.sleepx.2025.100141<br />

(21) Molinari C., Morsanuto V., Ruga<br />

S., et al. The role of BDNF on agingmodulation<br />

markers. Brain Sci. 2020;<br />

10(5):285. https://doi.org/10.3390/<br />

brainsci10050285<br />

(22) Liu Q., Meng LB, Qi TQ, et al. Exploring<br />

cerebrospinal fluid metabolites,<br />

cognitive function, and brain atrophy:<br />

insights from Mendelian randomization.<br />

Open Med (Wars). 4. Aug 2025;<br />

20(1):20251237. doi: 10.1515/med-<br />

2025-1237<br />

Autor:<br />

Dr. Rafea Naffa,<br />

F&E-Direktor bei ThreoTech, LLC<br />

EINZIGARTIGE NÄHRSTOFFKOMPLEXE<br />

www.PANMOL.com<br />

Die pflanzliche Alternative zu synthetischen Rohstoffen<br />

Vitaminkomplex aus<br />

Quinoakeimlingen, Acerolakirschen,<br />

Blakeslea trispora<br />

und Sonnenblumen.<br />

VEGETARISCH LAKTOSEFREI GLUTENFREI GMO FREI HALAL KOSCHER PATENTIERT<br />

April 2025<br />

ERHÄLTLICH BEI:<br />

info@pfannenschmidt.de | www.pfannenschmidt.de<br />

27


V italstoffe<br />

Katharina Keller<br />

Der Pfeffer der Gynäkologie<br />

© tamu1500 – shutterstock.com<br />

Vitex agnus-castus, der Mönchspfeffer,<br />

gehört zur Familie der Lippenblütler<br />

(Lamiaceae) und wächst als laubabwerfender<br />

Strauch oder kleiner Baum. Sein<br />

natürliches Verbreitungsgebiet reicht<br />

vom Mittelmeerraum bis nach Zentralasien<br />

und in den Nordwesten Indiens (1).<br />

Die Pflanze wird meist mehrere Meter<br />

hoch; unter günstigen Bedingungen<br />

kann sie etwa 5 bis 6 Meter erreichen<br />

(2). Die typische Farbe der Blüten ist<br />

violett-blau, kann aber auch rosa oder<br />

weiß erscheinen. Die Blütezeit des<br />

Mönchspfeffers liegt überwiegend im<br />

Sommer, meist von Juli bis August,<br />

teils auch bis in den Herbst hinein. Die<br />

Fruchtreife, die für die naturheilkundliche<br />

Verwendung bedeutsam ist, setzt<br />

im Herbst, meist September bis Oktober<br />

ein (2). Die Früchte sehen zwar aus<br />

wie kleine Pfefferkörner, sind aber nicht<br />

mit dem Pfeffer des Piper nigrum, dem<br />

schwarzen Pfeffer, vergleichbar. Die<br />

zwei Pflanzen unterscheiden sich in der<br />

Familienzugehörigkeit, in Wuchsform,<br />

Herkunft, Verwendung und Schärfe (3).<br />

Der Gattungsname Vitex agnus-castus<br />

ist sprachgeschichtlich vielschichtig.<br />

Vitex wird gewöhnlich vom lateinischen<br />

Verb vieo - „flechten, binden“ abgeleitet,<br />

was auf die biegsamen Zweige verweist,<br />

die traditionell zum Flechten verwendet<br />

wurden. Der Artname agnus-castus<br />

hängt mit der antiken Vorstellung von<br />

Keuschheit und der der Pflanze zugeschriebenen<br />

Wirkung zusammen – daher<br />

verwundert der in der Umgangssprache<br />

verwendete Begriff „Keuschbaum“<br />

nicht. Auch die englischen Namen chaste<br />

tree und chasteberry spiegeln dies wider<br />

(4). Die deutsche Bezeichnung Mönchspfeffer<br />

verweist darauf, dass die pfefferartig<br />

schmeckenden Früchte im Mittelalter<br />

ebenfalls mit der Idee verbunden<br />

wurden, die sexuelle Begierde zu dämpfen<br />

und damit als Anaphrodisiakum die<br />

Keuschheit zu fördern (4).<br />

Einsatz in der<br />

Frauenheilkunde<br />

Im Unterschied zu vielen anderen „Frauenkräutern“<br />

ist die Evidenzlage bei<br />

Mönchspfeffer vergleichsweise gut. Er<br />

wirkt vor allem über den Einfluss auf das<br />

Hormonsystem. Bestimmte Inhaltsstoffe<br />

zeigen eine dopaminerge Wirkung auf<br />

die Hypothalamus-Hypophysen-Achse,<br />

vor allem an der Adenohypophyse – der<br />

Hirnanhangsdrüse (5). Dadurch wird die<br />

Ausschüttung von Prolaktin gehemmt.<br />

Prolaktin ist ein Hormon, das bei erhöhten<br />

Werten zu Brustspannen, Zyklusstörungen<br />

und Beschwerden vor der<br />

Menstruation beitragen kann. Wenn der<br />

Prolaktinspiegel sinkt, können sich diese<br />

Beschwerden bessern (5).<br />

Mönchspfeffer wirkt also nicht wie ein<br />

direkt zugeführtes Hormon, sondern eher<br />

regulierend auf neuroendokrine Abläufe<br />

(5). Man findet noch weitere, weniger<br />

28


Frauengesundheit<br />

erforschte Hypothesen für die Wirkung.<br />

Es gibt Hinweise, dass Mönchspfeffer<br />

sekundär Veränderungen anderer Reproduktionshormone<br />

beeinflussen kann, weil<br />

eine Senkung von Prolaktin die ovarielle<br />

Funktion und damit die Lutealphase stabilisieren<br />

könnte. Andere Daten weisen<br />

auf eine mögliche Bindung an µ- und<br />

κ-Opioidrezeptoren hin (6). Diese Befunde<br />

werden als möglicher Beitrag zu<br />

Effekten auf Stimmung, Schmerz oder<br />

prämenstruelle Symptome diskutiert.<br />

Prämenstruelles Syndrom<br />

(PMS)<br />

Der am besten untersuchte Einsatzbereich<br />

von Mönchspfeffer ist das Prämenstruelle<br />

Syndrom. PMS beschreibt<br />

körperliche und psychische Beschwerden,<br />

die in den Tagen bis etwa 1 – 2 Wochen<br />

vor der Menstruation auftreten und<br />

mit Beginn dieser oder kurz danach wieder<br />

abklingen. Typisch sind hier Brustspannen,<br />

Blähungen, Kopfschmerzen,<br />

Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen,<br />

Müdigkeit und Heißhunger (7).<br />

Die EMA (European Medicines Agency)<br />

nennt PMS in ihrer Monographie ausdrücklich<br />

als „well-established use“, also<br />

als Anwendungsgebiet mit ausreichend<br />

belegter medizinischer Verwendung<br />

(5). Randomisierte kontrollierte Studien<br />

sowie systematische Reviews und<br />

Meta-Analysen deuten darauf hin, dass<br />

Mönchspfeffer PMS-Symptome im Vergleich<br />

zu Placebo reduzieren kann (8 –<br />

10). Gleichzeitig weisen die Übersichtsarbeiten<br />

darauf hin, dass viele Studien<br />

methodische Schwächen aufweisen, wie<br />

etwa kleine Fallzahlen, heterogene Präparate,<br />

oder ein erhöhtes Verzerrungsrisiko<br />

(8 – 10). Wissenschaftlich vertretbar<br />

ist daher die Aussage, dass es Hinweise<br />

auf Wirksamkeit gibt, die Evidenz aber<br />

nicht in jeder Hinsicht gleich stark ist.<br />

Eine häufig zitierte randomisierte Studie<br />

aus dem Jahr 2001 kam zu dem Ergebnis,<br />

dass ein Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten<br />

PMS-Symptome wirksam<br />

und gut verträglich lindern könne (11).<br />

In der aktuellen EMA-Monographie zu<br />

Vitex agnus-castus ist für erwachsene<br />

Frauen bei PMS als „well-established<br />

use“ eine orale Einnahme von 20 mg Trockenextrakt<br />

einmal täglich beschrieben.<br />

Für einen optimalen Effekt empfiehlt<br />

die EMA eine Anwendung über drei<br />

Monate (5). Dass die Einnahme meist<br />

über mehrere Zyklen empfohlen wird,<br />

ist pharmakologisch und klinisch plausibel.<br />

Zum einen zielt die Anwendung<br />

nicht auf eine sofortige symptomatische<br />

Wirkung hin, sondern auf eine regulierende<br />

Beeinflussung zyklusabhängiger<br />

neuroendokriner Prozesse, insbesondere<br />

im Zusammenhang mit Prolaktin. Zum<br />

anderen wurden die zentralen klinischen<br />

Studien über mehrere Menstruationszyklen<br />

durchgeführt; die klassische randomisierte,<br />

Placebo-kontrollierte BMJ-<br />

Studie untersuchte den Effekt über drei<br />

Menstruationszyklen, und auch die EMA<br />

empfiehlt für einen optimalen Effekt<br />

eine Anwendung über drei Monate. Eine<br />

Beurteilung der Wirksamkeit ist daher<br />

sinnvollerweise erst nach wiederholter<br />

Anwendung über mehrere Zyklen möglich<br />

(5, 11).<br />

Mit einer in Studien erforschten Einnahmemenge<br />

liegt ein praktischer Unterschied<br />

zu vielen traditionell verwendeten<br />

Heilpflanzen: Nicht jedes Mönchspfeffer-Präparat<br />

ist automatisch mit den in<br />

Studien geprüften Arzneimitteln gleichzusetzen.<br />

Unterschiede in Extraktionsverfahren,<br />

Pflanzenteil, Wirkstoffprofil<br />

und Dosierung können die Übertragbarkeit<br />

klinischer Daten deutlich einschränken.<br />

Für die naturheilkundliche Praxis<br />

bedeutet das, dass bevorzugt auf zugelassene<br />

bzw. standardisierte Arzneimittel<br />

zurückgegriffen werden sollte, wenn<br />

eine evidenzorientierte Anwendung angestrebt<br />

wird (5, 9).<br />

In der Sicherheitsliteratur wird<br />

Mönchs pfeffer insgesamt als eher gut<br />

verträglich beschrieben; berichtet wurde<br />

vor allem über Übelkeit, Kopfschmerzen,<br />

gastrointestinale Beschwerden,<br />

Akne, Pruritus, Exantheme und Menstruationsstörungen<br />

(5, 12).<br />

Aber die Selbstmedikation mit Mönchspfeffer<br />

hat klare Grenzen. Nach EMA-<br />

Monographie sollte bei Verschlechterung<br />

der Beschwerden sowie dann, wenn die<br />

Symptome länger als drei Monate fortbestehen,<br />

ärztlicher oder fachkundiger Rat<br />

eingeholt werden (5).<br />

Prämenstruelle<br />

dysphorische Störung<br />

(PMDS)<br />

PMDS gilt als schwere Form der PMS.<br />

Kennzeichnend ist, dass die Symptome<br />

so stark ausgeprägt sind, dass das Alltagsleben,<br />

Arbeit, Schule, Beziehungen,<br />

oder das soziale Leben deutlich darunter<br />

leiden (13). Auch für PMDS gibt es Untersuchungen,<br />

die auf einen Nutzen von<br />

Mönchspfeffer hindeuten. Allerdings ist<br />

die Datenlage kleiner und heterogener<br />

als bei PMS. Systematische Reviews<br />

beschreiben eine mögliche Wirkung,<br />

empfehlen aber weitere Studien, bevor<br />

belastbare allgemeine Therapieempfehlungen<br />

ausgesprochen werden (9, 10).<br />

Zyklusstörungen und<br />

Hyperprolaktinämie<br />

Mönchspfeffer wird in der Praxis häufig<br />

auch bei Zyklusunregelmäßigkeiten,<br />

Spannungsgefühl der Brust und bei Beschwerden<br />

diskutiert, die mit erhöhten<br />

Prolaktinspiegeln in Zusammenhang gebracht<br />

werden. Einige klinische Arbeiten<br />

und Reviews sehen Hinweise auf einen<br />

Nutzen bei latenter Hyperprolaktinämie<br />

und damit verbundenen reproduktionsbezogenen<br />

Beschwerden (9, 14). Dennoch<br />

ist die Evidenz hierfür weniger<br />

robust als für PMS, und die EMA fokussiert<br />

ihre Monographie entsprechend auf<br />

das Prämenstruelle Syndrom (5).<br />

Mönchspfeffer und<br />

Kinderwunsch<br />

Im populären Gesundheitsbereich wird<br />

Mönchspfeffer oft mit Kinderwunsch in<br />

Verbindung gebracht. Wissenschaftlich<br />

sollte man hier vorsichtig formulieren:<br />

Es gibt theoretische und teilweise klinische<br />

Hinweise, dass eine prolaktinmodulierende<br />

Wirkung in Einzelfällen für<br />

den Zyklus relevant sein könnte, aber<br />

April 2025<br />

29


V italstoffe<br />

eine allgemeine Empfehlung zur Fertilitätssteigerung<br />

ist daraus nicht abzuleiten<br />

(9, 14). Zudem betont die EMA, dass die<br />

Anwendung in der Schwangerschaft wegen<br />

unzureichender Daten nicht empfohlen<br />

wird (5).<br />

Quellen:<br />

(1) Kew Science. Plants of the World<br />

Online: Vitex agnus-castus L. Natürliche<br />

Verbreitung, Taxonomie, Wuchsform.<br />

(2) Clemson Cooperative Extension.<br />

Chastetree. Angaben zu Blütenfarben<br />

und Blütezeit.<br />

(3) Kew Science. Plants of the World<br />

Online: Piper nigrum L. Royal Botanic<br />

Gardens, Kew. Botanische Einordnung,<br />

Wuchsform und natürliches Verbreitungsgebiet<br />

des echten Pfeffers.<br />

(4) Merriam-Webster. Chaste tree /<br />

historische Etymologie; ergänzend<br />

traditionelle Namensdeutung in der<br />

Fachliteratur. Für die publizistische<br />

Formulierung als kulturhistorische<br />

Einordnung geeignet.<br />

(5) European Medicines Agency (EMA).<br />

European Union herbal monograph on<br />

Vitex agnus-castus L., fructus (Revision<br />

1). Indikation, Dosierung, Dauer der<br />

Anwendung, Warnhinweise, Schwangerschaft.<br />

(6) Wuttke W, et al. Chaste tree (Vitex<br />

agnus-castus) – pharmacology and clinical<br />

indications. Phytomedicine. 2003;<br />

sowie Webster DE et al. zu opioidergen<br />

Mechanismen.<br />

(7) NHS. Premenstrual syndrome<br />

(PMS). Klinische Beschreibung der<br />

typischen PMS-Symptomatik.<br />

(8) Csupor D, et al. Vitex agnus-castus<br />

in premenstrual syndrome: A meta-analysis<br />

of double-blind randomised<br />

controlled trials. Complement Ther<br />

Med. 2019.<br />

(9) van Die MD, et al. Vitex agnus-castus<br />

extracts for female reproductive disorders:<br />

a systematic review of clinical<br />

trials. Planta Med. 2013.<br />

(10) Cerqueira RO, et al. Vitex agnus<br />

castus for premenstrual syndrome and<br />

premenstrual dysphoric disorder: a<br />

systematic review. Arch Womens Ment<br />

Health. 2017.<br />

(11) Schellenberg R. Treatment for the<br />

premenstrual syndrome with agnus<br />

castus fruit extract: prospective, randomised,<br />

placebo controlled study. BMJ.<br />

2001.<br />

(12) Daniele C, Thompson Coon J,<br />

Pittler MH, Ernst E. Vitex agnus castus:<br />

a systematic review of adverse events.<br />

Drug Saf. 2005;28(4):319–332. Über-<br />

sicht zu unerwünschten Wirkungen und<br />

Sicherheitsaspekten.<br />

(13) ACOG. What I wish everyone knew<br />

about PMDD.<br />

(14) Puglia LT, et al. Vitex agnus castus<br />

effects on hyperprolactinaemia. Review<br />

zu prolaktinbezogenen Effekten.<br />

Autorin:<br />

MUDr. Katharina Keller<br />

Frauenklinik der Universität<br />

Erlangen<br />

© Svetlana Zhukova – shutterstock.com<br />

30


Frauengesundheit<br />

Wie Mikronährstoffe zu Zyklusgesundheit und<br />

ganzheitlichem Wohlbefinden beitragen<br />

© Monkey Business Images – shutterstock.com<br />

Mit SternWoman Cycle Support präsentiert SternVitamin eine wissenschaftlich entwickelte Premix-Lösung,<br />

die Ernährungsfachwissen und anwendungsorientierte Kompetenz in der Produktentwicklung vereint.<br />

Das Thema Frauengesundheit rückt zunehmend<br />

in den Fokus der Gesundheitsund<br />

Lebensmittelbranche: Geschlechtsspezifische<br />

Produkte sind – insbesondere<br />

auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel<br />

– immer häufiger zu finden. Im Juni<br />

2024 wurde ein weltweites Wachstum von<br />

18% gegenüber dem Vorjahr für Produkte<br />

registriert, die sich speziell an Frauen<br />

richten (1). Unter dem Thema „Precision<br />

Wellness“ werden sie von dem Marktforschungsinstitut<br />

Innova als eines der Top<br />

10 Lebensmittel- und Getränketrends des<br />

Jahres beworben. „Die heutige Generation<br />

von Frauen hat ein offenes Mindset –<br />

sie sucht aktiv nach Möglichkeiten zur<br />

Unterstützung der Gesundheit und des<br />

Wohlbefindens“, erklärt Anna Schäfer,<br />

Product Managerin bei SternVitamin,<br />

einem globalen Anbieter von Mikronährstoff-Premixen.<br />

„Deshalb entwickeln wir<br />

neue, kreative Produktideen, die neben<br />

Mikronährstoffen auch Pflanzenextrakte<br />

enthalten und unsere Kundinnen und<br />

Kunden bei der Entwicklung von Neuprodukten<br />

inspirieren sollen.“<br />

Zyklusgesundheit<br />

als Schlüssel zu<br />

ganzheitlichem<br />

Wohlbefinden<br />

Der Menstruationszyklus spielt nicht nur<br />

eine zentrale Rolle für die Reproduktion<br />

– er beeinflusst durch zyklusbedingte<br />

hormonelle Schwankungen auch zahlreiche<br />

weitere Aspekte der Gesundheit<br />

und des Wohlbefindens. Dazu zählen<br />

die Stimmung, das Energieniveau, die<br />

Haut, das Immunsystem und die Knochenstruktur.<br />

Gerade bei jungen Frauen<br />

wächst das Bewusstsein für diese Zusammenhänge:<br />

Jede fünfte Frau zählt laut<br />

Innova Trends Survey 2025 einen ausgeglichenen<br />

Hormonhaushalt zu den wichtigsten<br />

Voraussetzungen für ihr allgemeines<br />

Wohlbefinden (2). Zyklusgesundheit<br />

wird damit zunehmend als ganzheitliches<br />

Konzept verstanden, das mehr als<br />

nur die Fortpflanzungsfähigkeit umfasst.<br />

Vielmehr steht das Zusammenspiel und<br />

Gleichgewicht von Hormonen und Stoffwechselfunktionen<br />

im Fokus weiblicher<br />

Gesundheit. Damit hormonelle Regelkreise<br />

und Stoffwechselprozesse reibungslos<br />

ablaufen können, ist eine ausreichende<br />

Versorgung mit essenziellen<br />

Mikronährstoffen erforderlich. Aufgrund<br />

verschiedener Faktoren haben Frauen<br />

jedoch ein erhöhtes Risiko für Nährstoffmangel.<br />

Weltweit sind laut einer Analyse<br />

der Global Micronutrient Deficiencies<br />

Research Group zwei Drittel der Frauen<br />

im gebärfähigen Alter von einem Mangel<br />

bezüglich mindestens eines zentralen<br />

Mikronährstoffs betroffen (3). Studien<br />

zeigen, dass insbesondere Defizite bei<br />

Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin D, Magnesium<br />

und Jod auftreten – Mikronährstoffe,<br />

die essenziell für die Funktion des<br />

weiblichen Organismus sind.<br />

April 2025<br />

31


V italstoffe<br />

© Andrey Popov – shutterstock.com<br />

Die Rolle von<br />

Mikronährstoffen im<br />

Menstruationszyklus<br />

Diese Mikronährstoffe übernehmen<br />

wichtige Funktionen im Menstruationszyklus<br />

und im Fortpflanzungssystem.<br />

Während der Menstruation kommt<br />

es zu Blutverlust, weshalb ein guter<br />

Versorgungszustand mit Eisen wichtig<br />

ist. Die Eisenaufnahme im Körper wird<br />

durch Vitamin C gefördert. Folsäure<br />

trägt zur Zellteilung bei und unterstützt<br />

das Wachstum des mütterlichen Gewebes.<br />

Beides ist grundlegend für die Vorbereitung<br />

auf eine potenzielle Schwangerschaft.<br />

Jod ist essenziell für die<br />

Produktion von Schilddrüsenhormonen,<br />

die wiederum hormonelle Regelkreise<br />

steuern, die den Zyklus beeinflussen.<br />

Zink unterstützt eine normale Fruchtbarkeit<br />

und Reproduktion – und damit<br />

fundamentale Prozesse im weiblichen<br />

Fortpflanzungssystem.<br />

Mikronährstoffe haben auch Auswirkungen<br />

auf die Hormonregulation und<br />

Energiebereitstellung: Vitamin B 6 übernimmt<br />

eine Schlüsselrolle bei der Hormonregulation.<br />

Es ist an der Synthese<br />

von Neurotransmittern wie Serotonin<br />

beteiligt und wirkt indirekt im Östrogenstoffwechsel.<br />

Weitere B-Vitamine sind<br />

für den Energiestoffwechsel notwendig,<br />

da sie als Coenzyme in enzymatischen<br />

Prozessen wirken. Ein Mangel kann<br />

sich schnell in Form von Erschöpfung,<br />

Konzentrationsproblemen oder Stimmungsschwankungen<br />

bemerkbar machen.<br />

Auch auf die Reduktion von oxidativem<br />

Stress und Entzündungen haben Mikronährstoffe<br />

Einfluss. Antioxidantien<br />

wie Vitamin C und Vitamin E tragen<br />

zur Reduktion von oxidativem Stress<br />

bei, der mit Menstruationsbeschwerden<br />

wie Krämpfen, Kopfschmerzen oder<br />

Blähungen in Verbindung stehen kann.<br />

„Während Studien ein wachsendes wissenschaftliches<br />

Interesse an Mikronährstoffen<br />

und Zyklusgesundheit zeigen,<br />

verdeutlichen Marktanalysen, dass auch<br />

bei Frauen das Bewusstsein für den eigenen<br />

Körper und der Wunsch nach individuellen,<br />

zyklusorientierten Lösungen<br />

stetig zunehmen“ betont Anna Schäfer.<br />

Premix-Lösung zur<br />

Unterstützung während<br />

des Zyklus und darüber<br />

hinaus<br />

Laut Innova Health and Nutrition Survey<br />

2025 greifen bereits 36% der Frauen gezielt<br />

zu Nahrungsergänzungsmitteln, die<br />

auf den natürlichen Hormonzyklus abgestimmt<br />

sind oder Symptome hormoneller<br />

Schwankungen mildern sollen. Produkte,<br />

die auf die reproduktive Gesundheit<br />

von Frauen ausgerichtet sind, verzeichnen<br />

mit einer jährlichen Wachstumsrate<br />

von 19% (2020 – 2025) ein deutlich<br />

Der Menstruationszyklus spielt nicht nur eine zentrale Rolle bei der Fortpflanzung, sondern<br />

beeinflusst auch zahlreiche andere Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens.<br />

überdurchschnittliches Marktwachstum<br />

(4). Zum Vergleich: der Gesamtmarkt<br />

für Nahrungsergänzungsmittel wächst<br />

im selben Zeitraum nur um 5%. Diese<br />

gesteigerte Nachfrage unterstreicht das<br />

steigende Bewusstsein für weibliche Zyklusgesundheit<br />

und andere Lebensphasen<br />

hormoneller Veränderungen, wie der<br />

Menopause oder Schwangerschaft.<br />

SternVitamin greift den Trend der Frauengesundheit<br />

in der Gesundheits- und<br />

Lebensmittelbranche auf und entwickelt<br />

innovative Premix-Lösungen, die auf die<br />

spezifischen Bedürfnisse von Frauen in<br />

unterschiedlichen Lebensphasen abgestimmt<br />

sind: von der Schwangerschaft<br />

und Stillzeit, über die Menopause, bis<br />

hin zum Menstruationszyklus.<br />

Mit der Premix-Lösung SternWoman<br />

Cycle Support hat SternVitamin eine<br />

maßgeschneiderte Lösung auf den Markt<br />

gebracht, die speziell für Frauen in den<br />

reproduktiven Jahren entwickelt wurde<br />

und während des Menstruationszyklus<br />

das Wohlbefinden unterstützt. Die Mischung<br />

beinhaltet die Vitamine C, D, E,<br />

B 1 und B 6 . Außerdem sind Mineralstoffe<br />

wie Eisen, Zink, Calcium und Magnesium,<br />

sowie Kamillenextrakt enthalten.<br />

„Unsere Stärke liegt in der Entwicklung<br />

von Premix-Lösungen für unterschiedlichste<br />

Zielgruppen“, sagt Anna<br />

Schäfer. „Wir unterstützen damit unsere<br />

Kunden von der Ideenfindung bis<br />

zur Markteinführung.“ Die Premixe<br />

von SternVitamin sind nicht nur auf<br />

klassische Nahrungsergänzungsmittel<br />

beschränkt: Sie können in unterschiedlichste<br />

Lebensmittel integriert werden,<br />

etwa in funktionelle Getränke, Snacks<br />

und Riegel, Milchprodukte oder pflanzenbasierte<br />

Produkte.<br />

Zyklusgesundheit ist mehr als ein hormoneller<br />

Rhythmus – sie ist ein Gradmesser<br />

für das körperliche und emotionale<br />

Wohlbefinden von Millionen Frauen<br />

weltweit. Mikronährstoffe spielen dabei<br />

eine wichtige Rolle: Sie unterstützen<br />

hormonelle Prozesse, das Immunsystem<br />

und den Energiestoffwechsel und leisten<br />

so einen Beitrag zu ganzheitlichem<br />

Wohlbefinden.<br />

32


Frauengesundheit<br />

Mit SternWoman Cycle Support stellt<br />

SternVitamin eine wissenschaftlich konzipierte<br />

Premix-Lösung vor, die ernährungswissenschaftliche<br />

Expertise und<br />

anwendungsbezogene Kompetenz in der<br />

Produktentwicklung miteinander vereint.<br />

Über SternVitamin:<br />

inhabergeführten Stern-Wywiol-Gruppe<br />

hat SternVitamin jederzeit Zugriff auf<br />

das gesamte Know-how und die moderne<br />

Anwendungstechnik der Schwesterunternehmen.<br />

Mit neun internationalen<br />

Produktionsstandorten ist die<br />

Stern- Wywiol-Gruppe global präsent<br />

und kann Kundenanforderungen weltweit<br />

bedienen.<br />

(4) Database Innova Market Insights,<br />

Global Jul 2020—Jun 2025<br />

SternVitamin mit Hauptsitz in Ahrensburg<br />

bei Hamburg, Deutschland, bietet<br />

Full-Service im Bereich Mikro nährstoff-<br />

Premixe. Je nach Kundenanforderungen<br />

entwickelt das Unternehmen individuelle<br />

Vitamin- und Mineralstoffpremixe,<br />

die weitere funktionelle Inhaltsstoffe<br />

wie Aminosäuren und Pflanzenextrakte<br />

enthalten können. Diese Mikronährstoffpremixe<br />

eignen sich zur Anreicherung<br />

von Lebensmitteln, Getränken<br />

und Nahrungsergänzungsmitteln. Als<br />

Tochterunternehmen der unabhängigen,<br />

Referenzen:<br />

(1) Innova Top 10 Food & Beverage<br />

Trends 2025<br />

(2) Innova Trends Survey 2025<br />

(3) Gretchen A Stevens et al., Micronutrient<br />

deficiencies among preschool-aged<br />

children and women of reproductive<br />

age worldwide: a pooled analysis of<br />

individual-level data from populationrepresentative<br />

surveys, The Lancet Global<br />

Health, Volume 10, Issue 11, 2022<br />

Anna Schäfer,<br />

Product Managerin<br />

bei SternVitamin<br />

Stand<br />

UWA44<br />

Effektiv.<br />

Kraftvoll.<br />

Sanft.<br />

LomaChelateX ® Bisglycinate –<br />

Echte Chelate made in Germany<br />

◆ Magnesium – Entspannte Muskeln, klarer Fokus<br />

◆ Eisen – Volle Energie, sanft zum Magen<br />

◆ Zink – Starker Zellschutz, unterstützt<br />

das Immunsystem<br />

April 2025<br />

33


V italstoffe<br />

Franziska Weichmann<br />

Pycnogenol® für ein gesundes Immunsystem:<br />

Entzündungsreaktion, antioxidative Wirkung und<br />

Linderung von Symptomen<br />

© andersphoto – shutterstock.com<br />

Das Gleichgewicht des Immunsystems verstehen<br />

Das Immunsystem ist ein komplexes, fein abgestimmtes Netzwerk aus Zellen, Organen<br />

und Proteinen, das für die Bekämpfung von Fremdkörpern wie Viren, Bakterien<br />

und anderen Krankheitserregern unerlässlich ist. Ein starkes Immunsystem ist ausbalanciert<br />

und funktionsfähig – bereit, bei Bedarf eine kraftvolle, gezielte Immunantwort<br />

auszulösen und sich anschließend schnell wieder herunterzuregulieren, um<br />

Schäden am eigenen System zu verhindern (1).<br />

Wir können zu einem gesunden Immunsystem<br />

beitragen, indem wir seine<br />

Funktion unterstützen. Dies ist besonders<br />

wichtig in Situationen, in denen<br />

das Immunsystem belastet oder geschwächt<br />

ist. Chronischer psychischer<br />

Stress zum Beispiel kann Entzündungen<br />

verstärken, wodurch die Fähigkeit des<br />

Immunsystems, effektiv auf gesundheitsgefährdende<br />

äußere Einflüsse zu<br />

reagieren, beeinträchtigt werden kann<br />

(2). Auch chronische Erkrankungen wie<br />

Diabetes oder Fettleibigkeit können die<br />

Immunfunktion destabilisieren (3). Außerdem<br />

lässt die Immunantwort mit zunehmendem<br />

Alter auf natürliche Weise<br />

nach – ein Prozess, der als Immunseneszenz<br />

bezeichnet wird (4).<br />

Der Frühling wirkt sich auch auf das Immunsystem<br />

aus, da vermehrt Allergene<br />

wie Pollen in der Luft vorkommen, die<br />

Histamin-bedingte allergische Reaktionen<br />

auslösen können. Saisonale Veränderungen<br />

beeinflussen auch die Aktivität<br />

der Immunzellen und Entzündungen<br />

(5). Daher ist eine Unterstützung durch<br />

gesunde Lebensgewohnheiten wie<br />

Stressabbau, ausreichende Flüssigkeitszufuhr,<br />

ausgewogene Ernährung, ausreichend<br />

Schlaf, regelmäßige Bewegung<br />

und Hygiene erforderlich, um Allergene<br />

und potenzielle Viren zu bekämpfen (6).<br />

Wie Pycnogenol ® eine<br />

gesunde Immunfunktion<br />

fördert<br />

Pycnogenol ® unterstützt im Rahmen<br />

einer gesunden Ernährung gezielt die<br />

Aufrechterhaltung einer ausgeglichenen<br />

Immunaktivität und hilft dem Körper,<br />

Entzündungen (7 – 11) und oxidativen<br />

Stress (12 – 19) zu regulieren – zwei<br />

wichtige Faktoren für die Immunabwehr.<br />

Symptome von Infektionskrankheiten<br />

wie Erkältungen (20 – 24), Allergien<br />

34


Pflanzenextrakte<br />

(10, 25 – 31) und Asthma (32 – 34) sowie<br />

von Autoimmunerkrankungen (35 –<br />

39) wurden in klinischen Studien durch<br />

Pycnogenol ® gelindert.<br />

Kontrollierte<br />

Entzündungen<br />

Entzündungsprozesse sind Schlüsselmechanismen<br />

der Immunantwort auf<br />

Infektionserreger und die Reparatur betroffenen<br />

Gewebes (40). In bestimmten<br />

Fällen kann etwas bei dieser eigentlich<br />

schützenden Entzündungsreaktion fehlschlagen,<br />

was zu Erkrankungen führen<br />

kann (40). Dieses Problem tritt auf, wenn<br />

die Reaktion entweder überschießt oder<br />

nicht durch körpereigene entzündungshemmende<br />

Mechanismen auf natürliche<br />

Weise abgebaut wird. „Inflammaging“<br />

beispielsweise, also die „Entzündungsalterung“,<br />

ist eine chronische, unterschwellige<br />

Entzündung, die mit zunehmendem<br />

Alter auftreten und zu altersbedingten<br />

Erkrankungen beitragen kann (41). Darüber<br />

hinaus kann das Immunsystem<br />

fälschlicherweise körpereigene Zellen<br />

angreifen oder unangemessen auf harmlose<br />

Substanzen reagieren. Dies kann zu<br />

langanhaltenden, chronischen Entzündungen,<br />

Autoimmunerkrankungen und<br />

allergischen Reaktionen führen, wobei<br />

Zellen und Gewebe des Körpers geschädigt<br />

werden.<br />

Die immunstärkende Funktion von<br />

Pycnogenol ® lässt sich zum Teil auf<br />

seine starken entzündungshemmenden<br />

Eigenschaften zurückführen (7 – 11).<br />

Es konnte gezeigt werden, dass die Einnahme<br />

von Pycnogenol ® die Aktivierung<br />

des pro-inflammatorischen „Hauptschalters“<br />

NF-κB signifikant um 15,5% und<br />

die Freisetzung von Matrix-Metalloproteinase<br />

9 (MMP-9) um 25% begrenzt<br />

(7). Dies sind zwei wichtige Regulatoren<br />

im Entzündungsprozess.<br />

Pycnogenol ® verhinderte die Hochregulierung<br />

der inflammatorischen Enzyme<br />

5-LOX und COX-2 in einer anderen Studie<br />

bereits nach fünftägiger Einnahme<br />

signifikant (8). In einer weiteren Studie<br />

wurde festgestellt, dass die Zufuhr einer<br />

Einzeldosis von 300 mg Pycnogenol ®<br />

die Aktivität der Entzündungsmoleküle<br />

COX-1 und COX-2 während einer Entzündung<br />

auf natürliche Weise hemmt<br />

und somit einen signifikanten Beitrag zur<br />

Linderung von Beschwerden leistet (9).<br />

Diese Effekte wurden in einer Studie mit<br />

Immunzellen (Makrophagen) bestätigt,<br />

die an allergischen Reaktionen beteiligt<br />

sind (10). Pycnogenol ® senkte die erhöhte<br />

Produktion der Entzündungsmarker<br />

IL-1β und IL-6 sowie von MMP-9 dosisabhängig.<br />

In einer ähnlichen Studie<br />

unterdrückte Pycnogenol ® die Hochregulierung<br />

von Entzündungsmarkern<br />

Starkes Antioxidans<br />

Freie Radikale, also hochreaktive und<br />

instabile Sauerstoffmoleküle, entstehen<br />

im Stoffwechsel oder durch Umwelteinflüsse<br />

und entziehen anderen Molekülen<br />

die Elektronen (Oxidation), um sich<br />

zu stabilisieren, was zu Zellschäden<br />

und Krankheiten führt. Antioxidantien<br />

sind Schutzmoleküle, die den Körper<br />

vor freien Radikalen und oxidativem<br />

Stress bewahren, indem sie diese<br />

hochreaktiven Sauerstoffverbindungen<br />

neutralisieren. Pycnogenol ® wurde in<br />

verschiedenen klinischen Studien untersucht<br />

und zeigte starke antioxidative<br />

Eigenschaften (12 – 19). Bei oraler<br />

Einnahme konnte gezeigt werden, dass<br />

Pycnogenol ® sowohl die antioxidative<br />

Kapazität des Plasmas erhöht (12, 13),<br />

die auch als Sauerstoffradikal-Absorptionskapazität<br />

(ORAC) ausgedrückt wird<br />

und blockierte die Aktivierung eines<br />

allergiebedingten Signalwegs in Zellen<br />

der inneren Lungenschicht (Atemwegsepithelzellen),<br />

die mit einem Allergen<br />

behandelt wurden (11).<br />

Dieser regulierende Effekt von<br />

Pycnogenol ® trägt dazu bei, die Mobilisierung<br />

zu hoher Konzentrationen pro-inflammatorischer<br />

Moleküle zu verhindern<br />

und damit Entzündungen zu kontrollieren.<br />

Neben der Entzündungshemmung bietet<br />

Pycnogenol ® auch einen starken antioxidativen<br />

Schutz, eine weitere wichtige<br />

Säule der Immunabwehr.<br />

(14), als auch den oxidativen Stress<br />

im Plasma verringert, der als freie Radikale<br />

im Plasma gemessen wird (15).<br />

Pycnogenol ® schützt nachweislich<br />

verschiedene essenzielle Moleküle des<br />

Körpers, wie Proteine, DNA und Lipide,<br />

vor oxidativen Schäden (16 – 19).<br />

Die Proteinoxidation (gemessen als<br />

fortgeschrittene Oxidationsprodukte<br />

von Proteinen) wird durch Pycnogenol ®<br />

reduziert (16). Die schützende Wirkung<br />

von Pycnogenol ® auf die DNA-Oxidation<br />

wurde in einer randomisierten,<br />

doppelblinden, Placebo-kontrollierten<br />

Studie an Kindern mit ADHS durch<br />

Messung des Gehalts an oxidierten<br />

Purinen nachgewiesen (17). Die Lipid-<br />

Peroxidation durch freie Radikale bei<br />

älteren Menschen und Menschen mit<br />

koronarer Herzkrankheit wurde nach<br />

der Einnahme von Pycnogenol ® reduziert<br />

(18, 19).<br />

April 2025<br />

35


V italstoffe<br />

Zusammengenommen verdeutlichen<br />

diese Erkenntnisse, wie die doppelte<br />

Wirkung von Pycnogenol ® – die Modulation<br />

entzündlicher Signalwege<br />

und die Reduzierung von oxidativem<br />

Stress – dazu beiträgt, eine ausgeglichene<br />

Immunfunktion bei einer Vielzahl<br />

von alltäglichen Herausforderungen aufrechtzuerhalten.<br />

Klinische Evidenz bei<br />

immunologischen<br />

Erkrankungen<br />

1. Verbesserung der Symptome<br />

einer Erkältung<br />

Infektionskrankheiten, die durch Krankheitserreger<br />

wie Viren, Bakterien<br />

oder Pilze verursacht werden, greifen<br />

den Körper von außen an und stellen<br />

eine Herausforderung für das Immunsystem<br />

dar. Eine der bekanntesten<br />

Infektionskrankheiten im Winter ist die<br />

Erkältung. In zwei Studien wurde gezeigt,<br />

dass Pycnogenol ® die Anzeichen<br />

und Symptome einer Erkältung lindert<br />

und die Genesungszeit verkürzt, unabhängig<br />

davon, ob es zusammen mit den<br />

bekannten Immunitätsförderern Zink<br />

und Vitamin C eingenommen wird oder<br />

nicht (20, 21).<br />

Die Studien zeigten, dass Symptome<br />

wie Schnupfen, verstopfte Nase, Halsschmerzen,<br />

Niesen, Fieber, Husten,<br />

Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein<br />

mit Pycnogenol ® um 58%<br />

gegenüber dem Ausgangswert und um<br />

38% gegenüber der Kontrollgruppe vermindert<br />

wurden. Der Bedarf an Behandlungen<br />

wie Nasentropfen, Schmerzmitteln<br />

oder fiebersenkenden Mitteln wurde<br />

durch das Nahrungsergänzungsmittel reduziert.<br />

Die Einnahme von Pycnogenol ®<br />

begrenzte außerdem die Krankheitstage<br />

auf maximal vier und verringerte die Anzahl<br />

der verlorenen Arbeitstage (20, 21).<br />

2. Linderung der Symptome<br />

anderer Beschwerden<br />

Pycnogenol ® hat sich auch bei anderen<br />

Infektionskrankheiten als wirksam<br />

erwiesen, indem es das Immunsystem<br />

bei der Bekämpfung von Entzündungen<br />

und oxidativem Stress unterstützt.<br />

Kürzlich wurde nachgewiesen, dass<br />

die Einnahme von Pycnogenol ® positive<br />

Auswirkungen auf die Symptome<br />

sowie die Häufigkeit wiederkehrender<br />

Harnwegsinfektionen hat (22, 23).<br />

Die Anzahl der Harnwegsinfektionen<br />

innerhalb von zwei Monaten war nach<br />

Pycnogenol ® -Einnahme signifikant geringer<br />

als bei den Kontrollpatienten und<br />

interessanterweise sogar geringer als bei<br />

Patienten, die den traditionell verwendeten<br />

Cranberry-Extrakt konsumiert hatten.<br />

Eine weitere Studie, die die positive Wirkung<br />

von Pycnogenol ® auf Infektionssymptome<br />

belegte, wurde mit Menschen<br />

durchgeführt, die an Lyme-Borreliose<br />

erkrankt waren und unter anhaltenden<br />

Symptomen litten (24). Entzündungen<br />

und hoher oxidativer Stress bei diesen<br />

Probanden wurden mit Pycnogenol ® gelindert,<br />

wodurch die benötigte Menge an<br />

Kortikosteroiden und die Intensität der<br />

wahrgenommenen Symptome reduziert<br />

werden konnten.<br />

3. Linderung von Allergie- und<br />

Asthmasymptomen<br />

Allergische Rhinitis ist eine Entzündung<br />

in der Nase, die durch eine Überreaktion<br />

des Immunsystems auf Allergene in<br />

der Luft ausgelöst wird (42). Viele Menschen,<br />

die an allergischer Rhinitis leiden,<br />

haben auch Asthma, allergische Bindehautentzündung<br />

oder atopische Dermatitis<br />

(42). Mehrere klinische Studien<br />

deuten auf eine Linderung von Allergiesymptomen<br />

(10, 25 – 31) und allergischem<br />

Asthma (32 – 34) nach Einnahme<br />

von Pycnogenol ® hin.<br />

In einer randomisierten, doppelblinden,<br />

Placebo-kontrollierten Studie fanden<br />

Forscher heraus, dass die Zufuhr<br />

von Pycnogenol ® die Symptome einer<br />

36


Pflanzenextrakte<br />

allergischen Rhinitis bei Probanden mit<br />

einer Birkenpollenallergie verbesserte<br />

(25).<br />

Die Augen- und Nasensymptome<br />

nahmen in der Pycnogenol ® -Gruppe<br />

ab. Die Anzahl der Patienten, die<br />

Zusätzlich zu diesen direkten antiallergischen<br />

Wirkungen untersuchte eine<br />

In-vitro-Studie die Auswirkungen von<br />

Pycnogenol ® auf Immunzellen, die an<br />

allergischen Reaktionen beteiligt sind.<br />

Es wurde festgestellt, dass Pycnogenol ®<br />

die Freisetzung von Histamin aus den<br />

Immunzellen (Mastzellen) dosisabhängig<br />

reduziert (27). Eine ähnliche Studie<br />

bestätigte die dosisabhängige Wirkung<br />

von Pycnogenol ® auf die Verringerung<br />

der Histaminfreisetzung aus Mastzellen<br />

(28). Darüber hinaus beobachteten die<br />

Forscher, dass Pycnogenol ® die Aktivierung<br />

mehrerer pro-inflammatorischer<br />

Marker in den Immunzellen verringerte.<br />

Diese Ergebnisse helfen, die Wirkung<br />

von Pycnogenol ® auf allergische Immunreaktionen<br />

zu erklären.<br />

In klinischen Studien reduzierte<br />

Pycnogenol ® die Symptome von Patienten,<br />

die an Asthma litten (32 – 34).<br />

Asthma ist eine häufige, chronisch-entzündliche<br />

Lungenerkrankung, die sich<br />

in Symptomen wie Husten, Atemnot,<br />

Engegefühl in der Brust und pfeifendem<br />

Atmen äußert (43).<br />

während des Studienzeitraums Notfall-<br />

Antihistaminika benötigten, war in der<br />

Pycnogenol ® -Gruppe um 26% geringer<br />

als in der Placebo-Gruppe. Darüber hinaus<br />

wurde der Titer der birken-spezifischen<br />

Antikörper mit Pycnogenol ® im<br />

Vergleich zu Placebo um 36% gesenkt.<br />

In einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten<br />

Crossover-Studie wurden<br />

die Auswirkungen einer vierwöchigen<br />

Supplementierung mit Pycnogenol ®<br />

bei Patienten mit chronischem Asthma<br />

untersucht (32). Nach der Einnahme<br />

von Pycnogenol ® konnten die Patienten<br />

70% ihres Lungenvolumens ausatmen,<br />

verglichen mit 59% zu Beginn der Studie<br />

und 63% unter Placebo. Darüber<br />

hinaus führte die vierwöchige Supplementierung<br />

mit Pycnogenol ® zu einer<br />

Verringerung der Symptomschwere um<br />

20,8%, während sie bei den Placebo-<br />

Patienten nur um 2,1% zurückging.<br />

Außerdem reduzierte Pycnogenol ®<br />

pro-inflammatorische Mediatoren<br />

(Leukotriene) im Blut der Patienten im<br />

Vergleich zu den Ausgangswerten und<br />

Placebo signifikant. Leukotriene spielen<br />

eine entscheidende Rolle bei der<br />

angeborenen Immunität. Sie werden<br />

vom Immunsystem freigesetzt, wenn<br />

ein Allergen wahrgenommen wird, und<br />

verursachen eine Verengung der Atemwege<br />

sowie eine übermäßige Schleimproduktion,<br />

wie sie bei Erkrankungen<br />

wie Asthma beobachtet werden.<br />

In einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten<br />

Studie wurden die Auswirkungen<br />

von Pycnogenol ® auf 60 Kinder im<br />

Alter von 6 bis 18 Jahren mit leichtem<br />

bis mittelschwerem Asthma untersucht<br />

(34). Die Studie zeigte, dass sich die<br />

Atemkapazität bereits nach einmonatiger<br />

Einnahme von Pycnogenol ® deutlich<br />

verbesserte. Die Schwere der Asthmasymptome<br />

sowie der Leukotrien-Spiegel<br />

im Urin nahmen nach der Zufuhr von<br />

Pycnogenol ® im Vergleich zu Placebo<br />

deutlich ab. Interessanterweise war die<br />

Notwendigkeit der Verwendung von<br />

Albuterol-Notfall-Inhalatoren während<br />

der Studie in der Pycnogenol ® -Gruppe<br />

deutlich geringer, da schwere Asthmaanfälle<br />

viel seltener auftraten. Nach einem<br />

Monat benötigten 8 von 30 Kindern, die<br />

Pycnogenol ® einnahmen, keine Notfall-<br />

Inhalatoren mehr, und 18 Kinder konnten<br />

nach dreimonatiger Einnahme von<br />

Pycnogenol ® vollständig auf den Inhalator<br />

verzichten.<br />

April 2025<br />

37


V italstoffe<br />

Durch die Verringerung der NF-κB-<br />

Aktivierung senkt Pycnogenol ® die<br />

Empfindlichkeitsschwelle für die Auslösung<br />

einer Immunreaktion, was zur<br />

Linderung von Asthmaanfällen beiträgt<br />

(7). MMP-9 ist ein Enzym, das Bindegewebe,<br />

einschließlich Lungengewebe,<br />

abbaut, was die Lungenfunktion von<br />

Asthmapatienten stark beeinträchtigt.<br />

Seine Reduzierung durch Pycnogenol ®<br />

trägt zu dessen positiven Wirkungen für<br />

Asthmapatienten bei.<br />

4. Reduzierte<br />

Autoimmunsymptome<br />

Wenn das Immunsystem fälschlicherweise<br />

gesunde Zellen des eigenen Körpers<br />

angreift, können chronische Entzündungen<br />

und Autoimmunerkrankungen<br />

entstehen. Pycnogenol ® hat sich als<br />

wirksam bei Symptomen von Autoimmunerkrankungen<br />

wie Sjögren-Syndrom<br />

(35, 36), Lupus (37, 38) und Behçet-<br />

Syndrom (39) erwiesen. Die betroffenen<br />

Probanden, die Pycnogenol ® einnahmen,<br />

zeigten eine Verbesserung der jeweiligen<br />

Symptomwerte und einen geringeren<br />

Bedarf an entzündungshemmenden<br />

Schmerzmitteln. Die Entzündungs- und<br />

Oxidationsmarker in ihrem Blut waren<br />

am Ende der Studienzeiträume reduziert.<br />

Pycnogenol ® französischer Meereskiefernrindenextrakt<br />

ist eines der weltweit<br />

am besten untersuchten natürlichen<br />

Nahrungsergänzungsmittel mit evidenzbasierten<br />

Daten zur Unterstützung des<br />

Immunsystems. Pycnogenol ® hat sich<br />

als wirksam bei der Linderung von Symptomen<br />

infektiöser Erkrankungen wie<br />

Erkältungen oder Harnwegsinfektionen<br />

erwiesen. Auch andere Störungen des<br />

Immunsystems wie Allergien, Asthma<br />

und bestimmte Autoimmunsymptome<br />

konnten durch die starke entzündungshemmende<br />

und antioxidative Wirkung<br />

von Pycnogenol ® gelindert werden.<br />

Weitere Informationen zu Pycnogenol ®<br />

finden Sie unter www.pycnogenol.com.<br />

Referenzen<br />

1. McComb S, et al. Methods Mol Biol.<br />

2019;2024:1-24.<br />

2. Segerstrom SC, et al. Psychol Bull.<br />

2004;130(4):601-30.<br />

3. Hotamisligil GS. Nature.<br />

2017;542(7640):177-85.<br />

4. Wang Y, et al. Frontiers in<br />

Immunology. 2022;13.<br />

5. Dopico XC, et al. Nature<br />

Communications. 2015;6(1):7000.<br />

6. Harvard Health Publishing. How<br />

to boost your immune system 2025<br />

[Available from: https://www.health.<br />

harvard.edu/staying-healthy/howto-boost-your-immune-system].<br />

7. Grimm T, et al. J Inflamm (Lond).<br />

2006;3:1.<br />

8. Canali R, et al. Int<br />

Immunopharmacol.<br />

2009;9(10):1145-9.<br />

9. Schäfer A, et al. Biomed<br />

Pharmacother. 2005;60(1):5-9.<br />

10. Shin IS, et al. Food Chem Toxicol.<br />

2013;62:681-6.<br />

11. Liu Z, et al. DNA and Cell Biology<br />

2016;35:1-10.<br />

12. Yang HM, et al. Acta Obstet<br />

Gynecol Scand. 2007;86(8):978-85.<br />

13. D̆ uračková Z, et al. Nutrition<br />

Research. 2003;23(9):1189-98.<br />

14. Devaraj S, et al. Lipids.<br />

2002;37(10):931-4.<br />

15. Belcaro G, et al. Minerva medica.<br />

2013;104(4):439-46.<br />

16. Kolacek M, et al. Free Radic Res.<br />

2013;47(8):624-34.<br />

17. Chovanova Z, et al. Free Radic Res.<br />

2006;40(9):1003-10.<br />

18. Ryan J, et al. J Psychopharmacol.<br />

2008;22(5):553-62.<br />

19. Enseleit F, et al. Eur Heart J.<br />

2012;33(13):1589-97.<br />

20. Belcaro G, et al. Otorinolaringol.<br />

2013;63:151-61.<br />

21. Belcaro G, et al. Panminvera Med<br />

2014;56:301-8<br />

22. Cotellese R, et al. Panminerva Med.<br />

2021;63(3):343-8.<br />

23. Ledda A, et al. Evid Based<br />

Complement Alternat Med.<br />

2021;2021:9976299.<br />

24. Cesarone MR, et al. Minerva Med.<br />

2025.<br />

25. Wilson D, et al. Phytother Res.<br />

2010;24(8):1115-9.<br />

26. Belcaro G, et al. Minerva<br />

Biotecnologica 2016;28:114-9.<br />

27. Sharma SC, et al. Phytother Res.<br />

2003;17(1):66-9.<br />

28. Choi YH, et al. Phytother Res.<br />

2009;23(12):1691-5.<br />

29. Ross SM. Holist Nurs Pract.<br />

2016;30(5):301-4.<br />

30. Günel C, et al. Balkan Med J.<br />

2016;33(6):620-6.<br />

31. Unsal AIA, et al. Graefes Arch Clin<br />

Exp Ophthalmol. 2018;265(7):1299-<br />

304.<br />

32. Hosseini S, et al. J Med Food.<br />

2001;4(4):201-9.<br />

33. Belcaro G, et al. Panminerva Med.<br />

2011;53(3):57-64.<br />

34. Lau BH, et al. J Asthma.<br />

2004;41(8):825-32.<br />

35. Luzzi R, et al. Minerva<br />

Cardioangiol. 2018;66(5):543-6.<br />

38


Pflanzenextrakte<br />

36. Belcaro G, et al. Minerva Med.<br />

2025.<br />

37. Cesarone M, et al. Minerva<br />

Cardioangiologica. 2020;68(2):146-<br />

52.<br />

38. Stefanescu M, et al. Phytother Res.<br />

2001;15(8):698-704.<br />

© BalkansCat – shutterstock.com<br />

39. Hu S, et al. Minerva Cardioangiol.<br />

2018;66(4):386-90.<br />

40. Fioranelli M, et al. Int J Mol Sci.<br />

2021;22(10):5277.<br />

41. Ferrucci L, et al. Nat Rev Cardiol.<br />

2018;15(9):505-22.<br />

42. Wheatley LM, et al. New<br />

England Journal of Medicine.<br />

2015;372(5):456-63.<br />

43. Papi A, et al. Lancet.<br />

2018;391(10122):783-800.<br />

Autorin:<br />

Dr. Franziska Weichmann,<br />

Manager im Bereich<br />

Wissenschaftskommunikation<br />

und Produktentwicklung<br />

bei Horphag Research.<br />

April 2025<br />

39


V italstoffe<br />

Rajat Shah<br />

Schlaflosigkeit besiegen: Die Vorteile von Melatonin mit<br />

verzögerter Freisetzung<br />

© Andrii Lysenko – AdobeStock<br />

„Gut schlafen, besser leben.“ Das war das Motto des Welt-Schlaftags <strong>2026</strong> am 13.<br />

März. Dieser Tag bildet den Abschluss des Monats des Schlafbewusstseins (März) und<br />

ist somit der ideale Zeitpunkt, um über die Vorteile von Melatonin zu sprechen: Laut<br />

einer aktuellen Mintel-Studie bezeichnen sich etwa 65% der Deutschen als „schlechte<br />

Schläfer“, die Schwierigkeiten haben, einzuschlafen, durchzuschlafen oder beides.<br />

Argumente für Melatonin:<br />

Weit verbreiteter schlechter Schlaf<br />

Die ständige soziale Vernetzung und die<br />

zunehmende Digitalisierung/Online-Präsenz<br />

haben die Grenzen zwischen Privat-<br />

und Berufsleben zunehmend aufgehoben.<br />

Diese Verwischung der Grenzen<br />

hat zu einem ständigen Stresskreislauf<br />

geführt, dessen Folge ein Burnout sein<br />

kann. Eine von Voronoi und BuchhaltungsButler<br />

durchgeführte Umfrage ergab,<br />

dass fast die Hälfte der Deutschen<br />

sich durch ihren Job ausgebrannt fühlt,<br />

wobei viele angaben, Schwierigkeiten zu<br />

haben, sich von der Arbeit zu lösen.<br />

Stress ist laut einer Schlafumfrage von<br />

Resmed aus dem Jahr 2025 für etwa 61%<br />

der Deutschen ein Hauptfaktor, der einen<br />

guten Schlaf verhindert.<br />

Es gibt deutliche geschlechtsspezifische<br />

Unterschiede, da 13% mehr Frauen als<br />

Männer (38% gegenüber 25%) über<br />

Schlaflosigkeit und Stresssymptome<br />

klagen. Darüber hinaus geben 44% der<br />

Frauen in den Wechseljahren an, drei<br />

oder mehr Nächte pro Woche Schlafstörungen<br />

zu haben, verglichen mit 33% der<br />

Frauen, die nicht in den Wechseljahren<br />

sind. Bei Frauen sind die häufigsten<br />

Auslöser für Schlafstörungen Stress<br />

(57%), Angstzustände (47%) und finanzielle<br />

Sorgen (31%).<br />

Regelmäßiger schlechter Schlaf kann<br />

die allgemeine Gesundheit und das<br />

Wohlbefinden beeinträchtigen. Selbst<br />

eine einzige Nacht mit unzureichendem<br />

Schlaf kann zu schlechter Laune,<br />

Reizbarkeit, geistiger Trägheit/Konzentrationsschwäche,<br />

verminderter Konzentrationsfähigkeit<br />

und Tagesmüdigkeit<br />

führen. Die Folgeerscheinungen sind oft<br />

Produktivitätsverluste bei der Arbeit und<br />

40


Melatonin<br />

zu Hause. Im Gegensatz dazu führt ein<br />

regelmäßiger, erholsamer Schlaf von 6<br />

bis 8 Stunden zu einer positiveren Lebenseinstellung<br />

und Stimmung, erhöhter<br />

geistiger Leistungsfähigkeit, mehr Energie<br />

und einer verbesserten körperlichen<br />

Belastbarkeit.<br />

In ihrer neuen Studie erklären Thanawala<br />

et al.: „Gesunder Schlaf, der sich<br />

durch mehrere Dimensionen wie Schlafdauer,<br />

Effizienz, Zeitpunkt, Wachsamkeit<br />

und Qualität auszeichnet, ist ein<br />

wichtiger Parameter für die Erhaltung<br />

der Gesundheit während des gesamten<br />

menschlichen Lebens, da er das körperliche,<br />

kognitive und emotionale Wohlbefinden<br />

tiefgreifend beeinflusst (1).“<br />

Marktüberblick<br />

Laut einer Umfrage von Resmed wenden<br />

sich Menschen in Europa, Indien<br />

und Asien, die mit Schlafproblemen zu<br />

kämpfen haben, zunehmend Technologien<br />

und anderen Lösungen zu, um ihren<br />

Schlaf zu verbessern.<br />

Beispielsweise nehmen Verbraucher<br />

einfache Anpassungen ihrer Umgebung,<br />

Produkte und digitale Lösungen<br />

in Anspruch, um ihre Schlafqualität<br />

zu steigern. Zu den beliebtesten physischen<br />

Hilfsmitteln zur Verbesserung des<br />

Schlafs zählen Augenmasken (26%),<br />

Verdunkelungsvorhänge (25%), Seidenkissenbezüge<br />

(19%) und Ohrstöpsel<br />

(15%). Darüber hinaus spielen digitale<br />

Tools eine wichtige Rolle: 42% der Befragten<br />

nutzen eine Smartphone-App,<br />

um ihren Schlaf zu tracken oder zu verbessern,<br />

während 29% auf Wearables<br />

setzen.<br />

Nahrungsergänzungsmittel gelten ebenfalls<br />

als wünschenswert, um das Einschlafen<br />

und die Schlafdauer zu verbessern.<br />

Im Jahr 2024 gaben die Europäer<br />

etwa 2.355,36 Millionen US-Dollar für<br />

Schlafmittel aus, wobei 466,36 Millionen<br />

US-Dollar dieses Gesamtbetrags<br />

auf deutsche Verbraucher entfielen. Laut<br />

Grandview Research wird der Markt für<br />

Schlafmittel in Deutschland bis 2033<br />

voraussichtlich einen Umsatz von 789,0<br />

Millionen US-Dollar erreichen.<br />

Die Autoren des Berichts von Grand<br />

View Research stellen fest: „In Bezug<br />

auf das Segment war Melatonin im Jahr<br />

2024 das umsatzstärkste Produkt. Melatonin<br />

ist das lukrativste Produktsegment<br />

und verzeichnete im Prognosezeitraum<br />

das schnellste Wachstum.“<br />

Warum Melatonin?<br />

Im Gegensatz zu Kräutern wie Baldrian,<br />

die typischerweise zur Förderung der<br />

Entspannung und des Schlafs eingesetzt<br />

werden, wird Melatonin vom Körper auf<br />

natürliche Weise erkannt, da es sich um<br />

ein körpereigenes Hormon handelt. Melatonin<br />

synchronisiert den normalen<br />

Schlaf-Wach-Rhythmus, indem es den<br />

circadianen Rhythmus reguliert. Im Hypothalamus<br />

befindet sich der zircadiane<br />

Schrittmacher des Körpers, der suprachiasmatische<br />

Kern. Er signalisiert der Zirbeldrüse,<br />

Melatonin freizusetzen – ein<br />

Hormon, das den Tagesrhythmus reguliert.<br />

Die Melatoninausschüttung durch<br />

die Zirbeldrüse folgt einem zirkadianen<br />

Tagesrhythmus: Abends, wenn es dunkel<br />

wird, wird mehr Melatonin ausgeschüttet,<br />

nachts erreicht die Ausschüttung<br />

ihren Höhepunkt und gegen Morgen<br />

nimmt sie wieder ab.<br />

Man könnte sagen, dass Unterbrechungen<br />

der Melatoninausschüttung weithin<br />

als einer der Hauptfaktoren für die bedeutendste<br />

Ursache von Schlafmangel<br />

angesehen werden. Längerer Kontakt<br />

mit blauem Licht von digitalen Bildschirmen,<br />

altersbedingter Rückgang der<br />

körpereigenen Produktion und chronischer<br />

Stress können den Tagesrhythmus<br />

stören und zu einer unzureichenden Melatoninausschüttung<br />

führen.<br />

Stress unterdrückt die Melatoninproduktion<br />

durch übermäßige Cortisolausschüttung<br />

der Nebennieren, vermittelt<br />

durch Aktivierung als Reaktion auf<br />

Signale der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse.<br />

Cortisol und<br />

Melatonin wirken in einem streng regulierten<br />

Gleichgewicht. Neben anderen<br />

bioaktiven Wirkungen fördert Cortisol<br />

die Wachsamkeit beim Aufwachen. Als<br />

Gegengewicht zu Melatonin wird mehr<br />

Cortisol freigesetzt, das in der Regel<br />

am frühen Morgen seinen Höhepunkt<br />

erreicht, während der Melatoninspiegel<br />

nachts am höchsten und abends niedriger<br />

ist, um das Einschlafen und Durchschlafen<br />

zu erleichtern. Chronischer<br />

Stress kann jedoch zu erhöhten Cortisolspiegeln<br />

am Abend führen, was das<br />

Einschlafen verzögert und zu einer verlängerten<br />

Schlaflatenz beiträgt, einer der<br />

häufigsten Beschwerden bei Menschen<br />

mit Schlafstörungen.<br />

Exogenes Melatonin (Nahrungsergänzungsmittel)<br />

kann zur Verbesserung<br />

des Schlafes beitragen, insbesondere<br />

bei ansonsten gesunden Personen, die<br />

unter Schlafstörungen leiden. Es hat<br />

sich als wirksam bei der Verkürzung<br />

der Einschlafzeit bei primärer Insomnie<br />

sowie bei der Behandlung der verzögerten<br />

Schlaf-Wach-Phasen-Störung<br />

(DSWPD) erwiesen (2). Jüngere Erwachsene<br />

(Durch schnitts alter 29) mit DSWPD<br />

erzielten bereits mit einer Dosis von nur<br />

0,5 mg eine wünschenswerte Verbesserung<br />

ihres Schlafes (3).<br />

Melatonin-<br />

Supplementierung:<br />

Die Evidenz<br />

In den USA sind Melatoninprodukte<br />

seit den 1990er-Jahren auf dem Markt<br />

erhältlich. In den letzten drei Jahrzehnten<br />

hat sich Melatonin zum führenden<br />

Nahrungsergänzungsmittel entwickelt,<br />

das von Verbrauchern zur Unterstützung<br />

des Schlafes verwendet wird. Seine<br />

weit verbreitete Anwendung wurde von<br />

umfangreichen weltweiten Forschungen<br />

begleitet, die zu vielen veröffentlichten<br />

Studien geführt haben, darunter<br />

zahlreiche systematische Übersichtsarbeiten<br />

und Meta-Analysen, in denen<br />

seine Wirksamkeit und Sicherheit bewertet<br />

wurden. Mehrere Meta-Analysen<br />

unterstreichen, dass die Melatonin-Supplementierung<br />

bei der Behandlung von<br />

Schlafstörungen wirksam ist. Beispiel:<br />

Eine systematische Überprüfung und<br />

Meta-Analyse von 26 doppelblinden,<br />

April 2025<br />

41


V italstoffe<br />

randomisierten kontrollierten Studien,<br />

die zwischen 1987 und 2020 veröffentlicht<br />

wurden, kam zu dem Schluss,<br />

dass die Einnahme von Melatonin-<br />

Präparaten die Einschlafzeit allmählich<br />

verkürzt und die Gesamtschlafzeit verlängert.<br />

Die Wirkung war sowohl bei<br />

Teilnehmern mit Schlafstörungen als<br />

auch bei gesunden Personen bei einer<br />

Dosierung von 4 mg pro Tag am stärksten<br />

(4).<br />

Eine Meta-Analyse von 23 randomisierten<br />

kontrollierten Studien mit Personen,<br />

die unter Schlafstörungen und anderen<br />

Erkrankungen litten, ergab, dass die<br />

Einnahme von Melatonin-Präparaten<br />

laut Bewertungen anhand des Pittsburgh<br />

Sleep Quality Index einen statistisch<br />

signifikanten positiven Effekt auf die<br />

Schlafqualität hatte (5).<br />

Eine weitere Analyse wertete Daten<br />

aus 15 Studien mit Menschen aus, die<br />

über Schlaflosigkeit oder andere Schlafstörungen<br />

berichteten. Die Forscher<br />

untersuchten die Auswirkungen von<br />

Melatonin auf die Einschlafzeit, die Gesamtschlafdauer<br />

und die Schlafeffizienz.<br />

Sie fanden heraus, dass Melatonin die<br />

Einschlafzeit um 3,9 Minuten verkürzte,<br />

die Schlafeffizienz um 3,1% steigerte<br />

und die Gesamtschlafdauer um 13,7 Minuten<br />

verlängerte (6).<br />

Insgesamt bestätigen diese Analysen die<br />

Bedeutung einer Melatonin-Supplementierung<br />

bei der Behandlung von Schlafstörungen.<br />

Die Herausforderung<br />

Auf der Grundlage umfangreicher<br />

Studiendaten empfehlen viele große<br />

Gesundheitsbehörden Erwachsenen,<br />

pro Nacht 6 bis 8 Stunden ununterbrochenen<br />

Schlaf zu bekommen, um die<br />

physiologische Homöostase aufrechtzuerhalten<br />

und das allgemeine Wohlbefinden<br />

zu unterstützen.<br />

Allerdings profitieren diejenigen, die<br />

sich für die Einnahme von Melatonin<br />

entscheiden, möglicherweise nicht in<br />

vollem Umfang davon, wenn es sich um<br />

ein Produkt mit sofortiger Freisetzung<br />

(IR = Immediate Release) handelt. IR-<br />

Melatonin ist wirksam bei der Verkürzung<br />

der Einschlafzeit, da es einen raschen<br />

Anstieg des Melatonin-Spiegels<br />

im Blutkreislauf bewirkt. Allerdings<br />

weist sein pharmakokinetisches Profil<br />

Einschränkungen auf. Melatonin hat<br />

eine relativ geringe orale Bioverfügbarkeit<br />

und eine kurze Halbwertszeit<br />

von typischerweise 30 bis 50 Minuten,<br />

was zu einem raschen Abfall der Plasmakonzentrationen<br />

nach der Einnahme<br />

führt. Daher können IR-Melatonin-<br />

Produkte in der Regel nicht dazu beitragen,<br />

mehr als vier bis fünf Stunden<br />

Schlaf zu fördern. Infolgedessen hilft<br />

IR-Melatonin oft beim Einschlafen,<br />

kann aber den Schlaf nach vier bis fünf<br />

Stunden möglicherweise nicht mehr<br />

ausreichend aufrechterhalten. Bei einigen<br />

Anwendern kann dies zu frühem<br />

Erwachen oder fragmentiertem Schlaf<br />

führen. Um die kurze Wirkungsdauer<br />

auszugleichen, sind oft höhere oder<br />

wiederholte Dosen erforderlich. Dieser<br />

Ansatz ahmt jedoch möglicherweise<br />

nicht das natürliche nächtliche Melatonin-Sekretionsmuster<br />

des Körpers<br />

nach und hält den physiologischen<br />

Spiegel während der gesamten Schlafphase<br />

nicht zuverlässig aufrecht.<br />

Folglich kann IR-Melatonin zwar verzögertes<br />

Einschlafen wirksam bekämpfen,<br />

doch das umfassendere Problem der<br />

Schlafinsuffizienz, insbesondere der Aufrechterhaltung<br />

des Schlafes, bleibt unter<br />

Umständen unzureichend behandelt.<br />

Die Lösung<br />

Melatonin-Präparate sollten dem<br />

Einzelnen helfen, mindestens sechs<br />

Stunden ununterbrochenen Schlaf zu<br />

erreichen. Melotime ® ist ein Melatonin-<br />

Präparat mit verzögerter Freisetzung, das<br />

so formuliert ist, dass es den natürlichen<br />

Schlafzyklus des Körpers nachahmt und<br />

einen guten, erholsamen Schlaf fördert.<br />

So funktioniert es: Nach der Einnahme<br />

setzt Melotime ® innerhalb der ersten<br />

Stunde bis zu 50% des Melatonins frei,<br />

um das Einschlafen zu unterstützen. Der<br />

verbleibende Anteil wird in den nächsten<br />

sechs Stunden nach und nach in kleineren<br />

Impulsen abgegeben, gefolgt von<br />

einer allmählichen Verringerung in der<br />

letzten Stunde, um ein natürliches, entspanntes<br />

und erfrischendes Erwachen<br />

zu ermöglichen.<br />

In einer randomisierten pharmakokinetischen<br />

Studie erhielten 16 gesunde<br />

Erwachsene nach dem Zufallsprinzip<br />

entweder eine Einzeldosis von 5 mg<br />

Melatonin mit verzögerter Freisetzung<br />

(SR = Sustained Release) in Form von<br />

Melotime ® oder als sofort freisetzendes<br />

(IR) Melatonin in einem Crossover-Design<br />

mit einer siebentägigen Auswaschphase.<br />

Die Forscher verglichen die maximale<br />

Plasmakonzentration (Cmax),<br />

die Zeit bis zum Erreichen der Cmax<br />

(Tmax), die Fläche unter der Kurve<br />

(AUC) und die Eliminationshalbwertszeit.<br />

SR-Melatonin ( Melotime ® ) zeigte eine<br />

um fast die Hälfte niedrigere Cmax<br />

(11.446,87 pg/ml) im Vergleich zu<br />

IR-Melatonin (22.786,30 pg/ml). Diese<br />

um fast 50% geringere Cmax von<br />

Melotime ® spiegelt die Eigenschaften<br />

der verzögerten Freisetzung von<br />

Melotime ® wider, was auf eine allmählichere<br />

Freisetzung von Melatonin im<br />

Laufe der Zeit im Vergleich zu dem bei<br />

der sofort freisetzenden Formulierung<br />

beobachteten schnellen Anstieg hindeutet.<br />

Die mittlere Tmax von Melotime ®<br />

und IR-Melatonin betrug 1,26 Stunden<br />

bzw. 0,87 Stunden. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit<br />

von SR-Melatonin<br />

betrug 5,1 Stunden – fünfmal länger als<br />

die von IR-Melatonin mit 1,01 Stunden.<br />

Diese Ergebnisse zeigen, dass<br />

Melotime ® im Körper viel länger aktiv<br />

bleibt als IR-Melatonin und daher<br />

für die Aufrechterhaltung des Schlafes<br />

überlegen ist (7).<br />

In einer neuen randomisierten, doppelblinden,<br />

Placebo-kontrollierten klinischen<br />

Studie wurde die Wirksamkeit<br />

einer geringeren Dosis von SR-Melatonin<br />

( Melotime ® ) untersucht. In der Studie<br />

nahmen Erwachsene im Alter von<br />

30 bis 60 Jahren mit unzureichendem<br />

Schlaf 28 Tage lang 2 mg Melotime ®<br />

oder ein Placebo ein.<br />

42


Melatonin<br />

Die Forscher bewerteten Veränderungen<br />

der aus der Polysomnographie (PSG)<br />

abgeleiteten Schlafparameter, des Pittsburgh<br />

Sleep Quality Index (PSQI), des<br />

WHO-5 Wellbeing Index, der Schlaf-<br />

Tagebuch-Parameter und des Sicherheitsprofils.<br />

Im Vergleich zu Placebo führte die<br />

Einnahme von SR-Melatonin als<br />

Melotime ® -Präparat am Tag 28 zu einer<br />

signifikanten Steigerung der aus<br />

der PSG abgeleiteten Schlafeffizienz<br />

und der Gesamtschlafdauer sowie zu<br />

einer signifikanten Verringerung der<br />

Einschlafzeit und der Wachphasen nach<br />

dem Einschlafen.<br />

Deutliche Verbesserungen stellten sich<br />

bereits nach nur einer Woche ein. In der<br />

Melotime ® -Gruppe wurde ab dem 7.<br />

Tag eine signifikante Verringerung der<br />

PSQI-Gesamtwerte beobachtet. Verbesserungen<br />

des subjektiven psychischen<br />

Wohlbefindens waren ab Tag 14 signifikant,<br />

und signifikante Verbesserungen<br />

der subjektiven Schlafparameter wurden<br />

am Tag 28 beobachtet.<br />

Die 28-tägige Einnahme von SR-Melatonin<br />

in Form von Melotime ® 2 mg<br />

am Abend erwies sich in dieser Studie<br />

als wirksam und sicher zur Optimierung<br />

der objektiven und subjektiven<br />

Schlafqualität sowie des allgemeinen<br />

Wohlbefindens der Studienteilnehmer.<br />

Die Autoren kamen zu dem Schluss,<br />

dass die Ergebnisse „eine verbesserte<br />

Schlafqualität, Schlafdauer, Erholung<br />

und Tagesform sowie eine Verringerung<br />

von Schlafunterbrechungen,<br />

Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und<br />

Stress“ widerspiegeln. Insgesamt führten<br />

diese Vorteile zu einem Anstieg<br />

der Lebensqualität der Teilnehmer in<br />

der Testgruppe. Zusammengenommen<br />

deuten die Ergebnisse darauf hin, dass<br />

eine 28-tägige Supplementierung mit<br />

Melatonin-SR einen gut verträglichen<br />

und wirksamen nutrazeutischen Ansatz<br />

zur Verbesserung der Schlafqualität und<br />

des allgemeinen Wohlbefindens bei Erwachsenen<br />

mit schlechter Schlafqualität<br />

darstellen könnte (1).<br />

Zusammenfassung<br />

Von allen biologischen Funktionen ist<br />

Schlaf diejenige, der wir die höchste<br />

Priorität einräumen. Leider ist für Millionen<br />

von Europäern ein gleichbleibend<br />

guter Schlaf Nacht für Nacht schwer zu<br />

erreichen. Chronischer Stress verhindert<br />

weiterhin einen erholsamen Schlaf, und<br />

solange der Stress hoch und ungelöst<br />

bleibt, kann Melatonin mit verzögerter<br />

Freisetzung wie Melotime ® dazu beitragen,<br />

die Schlafqualität und -dauer zu<br />

verbessern.<br />

Quellen:<br />

(1) Thanawala S, et al. Efficacy and<br />

Safety of Sustained-Release Melatonin<br />

Capsules (2 mg) in Healthy Adults with<br />

Poor Sleep Quality: A Randomized,<br />

Double-Blind, Placebo-Controlled<br />

Trial” 11- Feb <strong>2026</strong>; doi: 10.20944/preprints<strong>2026</strong>02.0844.v1<br />

(2) Auld, F. et al. Evidence for the<br />

Efficacy of Melatonin in the Treatment<br />

of Primary Adult Sleep Disorders Sleep<br />

Medicine Reviews 2017, 34, 10–22<br />

(3) Sletten TL, Magee M, Murray JM,<br />

et al. Efficacy of melatonin with behavioural<br />

sleep-wake scheduling for<br />

delayed sleep-wake phase disorder: a<br />

double-blind, randomised clinical trial.<br />

PLoS Med. 2018;15(6):e1002587<br />

(4) Cruz-Sanabria F et al Optimizing<br />

the Time and Dose of Melatonin as a<br />

Sleep-Promoting Drug: A Systematic<br />

Review of Randomized Controlled Trials<br />

and Dose-Response Meta-Analysis J<br />

Pineal Res. 2024 vol. 76, 5<br />

(5) Fatemah G, et al. Effect of melatonin<br />

supplementation on sleep quality:<br />

a systematic review and meta-analysis<br />

of randomized controlled trials. J Neurol.<br />

2022 Jan;269(1):205-216<br />

(6) Brzezinski, A, et al. Effects of exogenous<br />

melatonin on sleep: a meta-analysis.<br />

2005 Sleep Med Rev Feb;9(1):41-50<br />

(7) Thanawala S, et al. Comparative<br />

Pharmacokinetics of Sustained-Release<br />

versus Immediate-Release Melatonin<br />

Capsules in Fasting Healthy Adults: A<br />

Randomized, Open-Label, Cross-Over<br />

Study Pharmaceutics 2024 16,1248<br />

Autor:<br />

Rajat Shah<br />

Cofounder & Executive Director<br />

Nutriventia<br />

Mumbai, Indien<br />

Dieser Text wurde aus dem Englischen<br />

übersetzt von Julia-Marie Zuckschwerdt.<br />

© New Africa – AdobeStock<br />

April 2025<br />

43


V italstoffe<br />

Neue Maßstäbe für moderne Nahrungsergänzung<br />

LomaChelateX ® Bisglycinat als moderne Mineralstoffform<br />

© Pekic – iStock<br />

Im Wettlauf um die nächste Generation<br />

von Nahrungsergänzungsmitteln haben<br />

sich die Mineralbisglycinate, wie das<br />

Magnesiumbisglycinat, als Vorreiter moderner<br />

Mineralstoffformen etabliert. Was<br />

einst als Nischenprodukt galt, gilt heute<br />

als Maßstab für zeitgemäße Supplemente<br />

– untermauert durch nachgewiesene<br />

Wirksamkeit, weltweit geschätzt von<br />

Verbrauchern und richtungsweisend für<br />

die Zukunft der Mineralstoffversorgung.<br />

Bisglycinate<br />

Bisglycinate verdanken ihre Wirksamkeit<br />

einem einfachen, aber wirkungsvollen<br />

Prinzip: der Chelatbildung. Dabei<br />

wird ein Mineralion an ein organisches<br />

Molekül, den sogenannten Liganden, gebunden,<br />

welches das freie Metallion mit<br />

mehreren Koordinationsbindungen effektiv<br />

umgibt und „einfängt“. Die daraus<br />

resultierende stabile Struktur bildet die<br />

Grundlage für die ausgezeichnete Verträglichkeit<br />

und hohe Bioverfügbarkeit<br />

von Mineralbisglycinaten.<br />

Glycin – Das Schutzschild<br />

Mineralische Bisglycinate gehören zur<br />

Gruppe der Aminosäurechelate. Bei<br />

Bisglycinaten ist das Mineralion von<br />

zwei Molekülen Glycin, der einfachsten<br />

Aminosäure, umgeben. Glycin wirkt dabei<br />

wie ein Schutzschild und bildet eine<br />

ringförmige Struktur, die das Mineralion<br />

vor unerwünschten Wechselwirkungen<br />

schützt. Diese Struktur ermöglicht eine<br />

sanfte Passage durch den Magen und<br />

das Mineralion wird erst später im Darm<br />

zur Absorption freigesetzt. Das Ergebnis<br />

ist eine optimierte Bioverfügbarkeit bei<br />

gleichzeitig reduzierten gastrointestinalen<br />

Nebenwirkungen.<br />

Magnesium –<br />

Der Alleskönner<br />

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff<br />

und an Hunderten von biochemischen<br />

Reaktionen im menschlichen<br />

Körper beteiligt. Es spielt eine wichtige<br />

Rolle in zahlreichen physiologischen<br />

Funktionen, darunter dem Energiestoffwechsel,<br />

der Muskelkontraktion sowie<br />

den Funktionen des Nerven- und Immunsystems<br />

und der Knochengesundheit.<br />

Durch seine Bedeutung für den<br />

Elektrolythaushalt beeinflusst Magnesium<br />

zudem die Flüssigkeitsregulation<br />

und Leistungsfähigkeit – ein Aspekt, der<br />

insbesondere im Sport und bei aktiven<br />

Lebensstilen zunehmend in den Fokus<br />

rückt. Viele Menschen nehmen jedoch<br />

über die Ernährung nicht genügend Magnesium<br />

zu sich. Gründe dafür sind veränderte<br />

Essgewohnheiten, Stress, bestimmte<br />

Medikamente oder ein erhöhter Bedarf<br />

44


Mineralstoffe<br />

in bestimmten Lebensphasen. Hochwertige<br />

Supplementformen wie Magnesiumbisglycinat<br />

bieten eine wirksame<br />

Möglichkeit, den Magnesiumbedarf des<br />

Körpers zuverlässig zu unterstützen.<br />

Entspannung und trägt zu einem gesunden,<br />

erholsamen Schlaf bei – Vorteile,<br />

die bei gesundheitsbewussten Verbrauchern<br />

großen Anklang finden.<br />

LomaChelateX®<br />

Magnesiumbisglycinate –<br />

sanft und wirksam<br />

In Magnesiumbisglycinat ist das Magnesiumion<br />

vor unerwünschten Reaktionen<br />

mit anderen Komponenten, etwa mit<br />

Antinährstoffen wie Phytat, geschützt.<br />

Gleichzeitig begünstigt die einzigartige<br />

Bisglycinatstruktur eine effiziente<br />

Aufnahme des Minerals. Ein weiterer<br />

Vorteil von Magnesiumbisglycinat ist<br />

seine ausgezeichnete gastrointestinale<br />

Verträglichkeit. Während einige Magnesiumsalze<br />

mit abführenden Effekten<br />

oder Verdauungsbeschwerden in Verbindung<br />

gebracht werden, gilt Bisglycinat<br />

im Allgemeinen auch bei höherer<br />

Dosierung als gut verträglich. Darüber<br />

hinaus wird Magnesiumbisglycinat für<br />

seine positiven Effekte auf das Nervensystem<br />

und die Schlafqualität geschätzt.<br />

Gemeinsam mit Glycin unterstützt es die<br />

LomaChelateX® –<br />

Nachweis der<br />

Chelatbildung<br />

Die Vorteile der Mineralbisglycinate<br />

gelten nur für vollständig reagiertes Material.<br />

Nur in ihrer authentischen Form<br />

verfügen sie über die gut dokumentierten<br />

Vorteile einer hohen Bioverfügbarkeit<br />

und guten Verträglichkeit. Im Gegensatz<br />

dazu bieten einfache Mischungen, wie<br />

beispielsweise Mischungen aus Magnesiumoxid<br />

mit Glycin oder ähnlichen<br />

Kombinationen, diese Vorteile nicht.<br />

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass<br />

Verbraucher in die Irre geführt oder enttäuscht<br />

werden. Die Deklaration eines<br />

Magnesiumbisglycinat-Gehalts bei solchen<br />

Produkten ist daher unzutreffend<br />

und nicht konform.<br />

Alle LomaChelateX ® Mineralbisglycinate<br />

sind nachweislich echte Chelate.<br />

Zur ihrer Charakterisierung werden<br />

modernste Analysemethoden wie Kernspinresonanz<br />

(NMR) und Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie<br />

(FT-IR)<br />

eingesetzt. Mit diesen Techniken lässt<br />

sich eindeutig zwischen gebundenem<br />

und freiem Glycin unterscheiden. Das<br />

NMR-Spektrum, gezeigt in Abb. 1 für<br />

LomaChelateX ® Magnesiumbisglycinat,<br />

bestätigt das Fehlen von freiem Glycin<br />

und verifiziert die vollständige Chelatbildung.<br />

© Eugeniusz Dudzinski – iStock<br />

Abb. 1: NMR von LomaChelateX ® Magnesiumbisglycinat<br />

April 2025<br />

45


V italstoffe<br />

Neue Type –<br />

Feines Granulat<br />

LomaChelateX ® Magnesiumbisglycinat<br />

ist in feinkörniger Form erhältlich und<br />

überzeugt durch gleichbleibend hohe<br />

Qualität, gute Fließeigenschaften und<br />

eine einfache Handhabung. Es eignet<br />

sich ideal für Kapselformulierungen und<br />

weitere Darreichungsformen wie Instant-Getränkepulver,<br />

Gel Pouches und<br />

Nährstoffmischungen.<br />

Um die Leistungsfähigkeit von Loma-<br />

ChelateX ® Magnesiumbisglycinat in<br />

Gel Pouches zu veranschaulichen, wurde<br />

eine Prototyp-Formulierung entwickelt,<br />

die in Abb. 2 dargestellt ist.<br />

Inhaltsstoffe für Magnesium Gel Pouches %<br />

LomaChelateX® Magnesiumbisglycinat 7,14<br />

Wasser 58,43<br />

Glukose 15,00<br />

Fruktose 15,00<br />

Zitronensäure 3,80<br />

Xanthan 0,50<br />

Aroma 0,03<br />

Kaliumsorbat 0,10<br />

Abb. 2: Gel Pouch mit LomaChelateX® Magnesiumbisglycinat<br />

Eisen – Das Power-<br />

Element<br />

Eisenmangel zählt weltweit zu den<br />

häufigsten Nährstoffmängeln. Aufgrund<br />

seiner essenziellen Rolle in<br />

zahlreichen physiologischen Funktionen<br />

– insbesondere als Bestandteil<br />

des Hämoglobins, das den Sauerstofftransport<br />

im Körper übernimmt – ist<br />

eine ausreichende Eisenaufnahme<br />

von größter Bedeutung. Nahrungsergänzungsmittel<br />

stellen eine wirksame<br />

Möglichkeit dar, einen Eisenmangel<br />

auszugleichen. Herkömmliche Eisensalze<br />

sind jedoch häufig mit gastrointestinalen<br />

Nebenwirkungen verbunden<br />

und werden oft weniger effizient aufgenommen.<br />

LomaChelateX ®<br />

Eisenbisglycinat –<br />

wirksam und gut<br />

verträglich<br />

Ein wesentliches Merkmal von Loma-<br />

ChelateX ® Eisenbisglycinat ist, dass es<br />

sowohl gut absorbiert wird als auch gut<br />

verträglich ist. Dadurch eignet es sich<br />

besonders für empfindliche Personengruppen<br />

wie Schwangere, Kinder und<br />

ältere Erwachsene sowie für Sportler<br />

mit erhöhtem Eisenbedarf. Als vollständig<br />

reagiertes Chelat gewährleistet<br />

es die Wirksamkeit und schützt gleichzeitig<br />

das Eisenion vor resorptionshemmenden<br />

Verbindungen wie Phytaten.<br />

Regulatorisch einen<br />

Schritt voraus<br />

Dr. Paul Lohmann ® ist der weltweit<br />

erste Hersteller, der eine vollständige<br />

Dokumentation für Eisenbisglycinat als<br />

pharmazeutischen Wirkstoff (API) bereitstellt.<br />

Dadurch ist LomaChelateX ®<br />

Eisenbisglycinat nicht nur für<br />

Nahrungsergänzungsmittel geeignet,<br />

sondern auch für pharmazeutische Anwendungen,<br />

die strikte regulatorische<br />

Anforderungen erfüllen müssen.<br />

LomaChelateX ® Eisenbisglycinat kann<br />

in einer Reihe von Anwendungen eingesetzt<br />

werden, unter anderem in Getränkepulvern.<br />

Zur Veranschaulichung dieses<br />

Potenzials zeigt Abb. 3 eine Prototyp-<br />

Rezeptur eines Hydratationspulvers zum<br />

Auflösen für Sportler, das jeweils 15%<br />

NRV an Magnesium, Eisen und Calcium<br />

sowie 6% NRV an Kalium liefert.<br />

Inhaltsstoffe für Elektrolyt-Pulver mit Eisen %<br />

LomaChelateX® Eisenbisglycinat 0,3<br />

Magnesiumsalz 15,7<br />

Kaliumsalz 7,0<br />

Calciumsalz 16,3<br />

Natriumsalz 44,1<br />

Säuerungsmittel 11,5<br />

Aroma 4,8<br />

Süßstoff 0,3<br />

Abb. 3: Hydrationspulver mit LomaChelateX® Eisenbisglycinat<br />

46


Mineralstoffe<br />

Umfassendes Portfolio<br />

an vollständig reagierten<br />

LomaChelateX ®<br />

Bisglycinaten<br />

Neben Magnesium und Eisen umfasst<br />

das LomaChelateX ® Portfolio von Dr.<br />

Paul Lohmann ® auch Zink-, Mangan-,<br />

Calcium- und Kupferbisglycinat. Diese<br />

Mineralstoffe sind für die Immunfunktion,<br />

die Knochengesundheit, die Enzymaktivität<br />

und den Zellstoffwechsel von<br />

zentraler Bedeutung. Das breite Sortiment<br />

an LomaChelateX ® Mineralbisglycinaten<br />

erleichtert die Entwicklung von<br />

Formulierungen, bei denen Mineralien<br />

in einer einheitlichen und konsistenten<br />

Form eingesetzt werden können.<br />

Alle LomaChelateX ® Bisglycinate sind<br />

vollständig durchreagiert und gewährleisten<br />

damit Authentizität und Wirksamkeit.<br />

Sie lassen sich in verschiedenen<br />

Darreichungsformen einsetzen, darunter<br />

in Kapseln, Tabletten, Pulver, Instantgetränken<br />

und funktionellen Ernährungskonzepten.<br />

Dies bietet Entwicklern die<br />

nötige Flexibilität, um gezielte Lösungen<br />

von der Unterstützung des lmmunsystems<br />

bis hin zur Sporternährung umzusetzen.<br />

Erfahrung und<br />

Partnerschaft<br />

Mit mehr als 135 Jahren Erfahrung<br />

in der Entwicklung und Herstellung<br />

von Mineralsalzen und modernen<br />

Fertigungstechnologien liefert<br />

Dr. Paul Lohmann ® gleichbleibende<br />

Produktqualität und bleibt dabei flexibel<br />

gegenüber den Bedürfnissen seiner<br />

Kunden. Die Produktionsstätten arbeiten<br />

nach höchsten Qualitätsstandards<br />

mit klar definierten Prozessen.<br />

Von der Idee bis zur Markteinführung<br />

unterstützt unser F&E-Team Kunden<br />

mit praxisnaher Expertise und maßgeschneiderten<br />

Lösungen. So lassen sich<br />

Entwicklungszeiten verkürzen, Produkte<br />

klar differenzieren und verbraucherorientierte<br />

Innovationen erfolgreich in<br />

den Markt bringen. Dr. Paul Lohmann ®<br />

steht für Zuverlässigkeit, technische<br />

Kompetenz und Kundenorientierung –<br />

Werte, auf die unsere Partner weltweit<br />

vertrauen.<br />

Dr. Paul Lohmann GmbH & Co. KGaA<br />

Hauptstraße 2<br />

31860 Emmerthal/Germany<br />

sales@lohmann-minerals.com<br />

www.lohmann-minerals.com<br />

© DraganaGordic – AdobeStock<br />

April 2025<br />

47


V italstoffe<br />

Beatriz Ercilla Negrin<br />

Warum die Qualität von Rhodiola rosea entscheidend ist<br />

Rhodiola rosea ist ein leistungsstarkes Adaptogen, das dem Körper helfen kann, mit Stress umzugehen –<br />

in Zeiten zunehmender Verfälschung zählen Qualität und Authentizität besonders.<br />

© rock ptarmigan – shutterstock.com<br />

Stress stellt für Menschen weltweit eine große Herausforderung dar. Er wird allgemein<br />

als Zustand körperlicher oder psychischer Anspannung definiert, der die Freisetzung<br />

von Adrenalin auslöst. Dies versetzt den Körper in Bereitschaft für „Kampf<br />

oder Flucht“ und hilft ihm, Maßnahmen zur Bewältigung des Stressors zu ergreifen.<br />

Zu viel Stress kann jedoch zu körperlicher, geistiger und emotionaler Erschöpfung<br />

führen – dem sogenannten Burnout.<br />

Mit der wachsenden Verbreitung von<br />

Burnout gewinnen Adaptogene weltweit<br />

an Beliebtheit. Diese pflanzlichen Inhaltsstoffe<br />

rücken in den Fokus, weil sie<br />

dem Körper auf natürliche Weise helfen,<br />

sich an Stress anzupassen, das Gleichgewicht<br />

wiederherzustellen und das Wohlbefinden<br />

zu fördern.<br />

Rhodiola rosea gehört zu den stärksten<br />

Adaptogenen und blickt auf eine jahrhundertelange,<br />

traditionelle Anwendung<br />

zurück. Heute wird ihr Nutzen<br />

durch klinische Forschung gestützt:<br />

Studien zeigen, dass Rhodiola rosea<br />

Stress reduziert, die mentale Energie<br />

steigert, die sportliche Leistungsfähigkeit<br />

unterstützt, die Regeneration fördert<br />

und den Immunschutz nach dem<br />

Training stärkt (1 – 5).<br />

In der heutigen Zeit müssen Hersteller<br />

jedoch besonders sorgfältig sein, um das<br />

Vertrauen der Verbraucher zu bewahren.<br />

Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte,<br />

dass die gestiegene Nachfrage nach<br />

Rhodiola rosea das Risiko von Verfälschungen<br />

erhöht und zu einer Vielzahl<br />

minderwertiger Produkte auf dem Markt<br />

geführt hat (6).<br />

Rhodiolife ® von Nektium ist der weltweit<br />

erste standardisierte Rhodiola-rosea-<br />

Extrakt, der kommerziell verfügbar ist.<br />

Im Folgenden erläutern wir die strengen<br />

Verfahren, mit denen wir die Qualität,<br />

Wirksamkeit und Sicherheit jeder Charge<br />

sicherstellen.<br />

48


Pflanzenextrakte<br />

Die richtigen<br />

Inhaltsstoffe<br />

Die adaptogene Aktivität von Rhodiola<br />

rosea beruht auf vier Hauptwirkstoffen:<br />

• Drei Phenylpropanoide, die<br />

ausschließlich in Rhodiola rosea<br />

vorkommen – Rosavin, Rosin und<br />

Rosarin, zusammen als „Rosavine“<br />

bekannt<br />

• Salidrosid, das in allen Arten der<br />

Gattung Rhodiola vorkommt<br />

Diese vier Verbindungen existieren in<br />

den Wurzeln in relativ hohen Konzentrationen<br />

und werden häufig zur Standardisierung<br />

kommerzieller Rhodiola-rosea-<br />

Produkte verwendet.<br />

Das natürliche Verhältnis in den Rhizomen<br />

liegt bei etwa 3:1 Gesamtrosavine<br />

zu Salidrosid. Die Erhaltung dieses natürlichen<br />

Verhältnisses ist entscheidend,<br />

um die volle Wirksamkeit des Extrakts<br />

sicherzustellen.<br />

Leider ist die Verfälschung entlang der<br />

botanischen Lieferkette ein zunehmendes<br />

Problem. Regelmäßig wird berichtet,<br />

dass minderwertige Produkte als hochwertige<br />

Extrakte ausgegeben oder Pflanzenmaterialien<br />

verfälscht bzw. durch<br />

ähnliche Arten ersetzt werden.<br />

Bei Rhodiola-rosea-Extrakten ist dies<br />

besonders wichtig. Nur Rhodiola rosea<br />

enthält die Kombination aus Gesamtrosavinen<br />

und Salidrosid, die den adaptogenen<br />

Effekt ausmacht. Ersatzprodukte<br />

mit anderen Rhodiola-Arten weisen diese<br />

Eigenschaften nicht auf.<br />

hohen Qualitätsstandards erfüllt. Unser<br />

Ansatz umfasst ein ID-Assessment-<br />

Programm, um das bestmögliche Pflanzenmaterial<br />

zu identifizieren und die Authentizität<br />

nachzuweisen.<br />

Sobald die Authentizität und die Potenz<br />

jeder Rohmaterial-Charge bestätigt<br />

sind, werden die getrockneten Wurzeln<br />

vermahlen. Ein schonender Extraktionsprozess<br />

löst anschließend die aktiven<br />

Inhaltsstoffe und bewahrt gleichzeitig<br />

das natürliche phytochemische Profil der<br />

Wurzel.<br />

Ein unternehmenseigener Produktionsprozess<br />

stellt sicher, dass das vollständige<br />

Spektrum der natürlichen phytoaktiven<br />

Verbindungen erhalten bleibt. Die<br />

Extrakte werden auf unterschiedliche<br />

Gehalte an Rosavinen und Salidrosid<br />

standardisiert.<br />

Für jede Charge erhalten Kunden ein<br />

Endproduktzertifikat, das ein Analysezertifikat,<br />

ein Spezifikationsblatt, ein<br />

Herstellungsablaufdiagramm sowie<br />

standardisierte Informationen zum<br />

Nahrungsergänzungsmittel umfasst.<br />

Nachhaltige Beschaffung<br />

Wie bei allen Inhaltsstoffen natürlichen<br />

Ursprungs ist eine nachhaltige Rohstoffquelle<br />

entscheidend.<br />

Nektium pflegt eine langjährige Zusammenarbeit<br />

mit lokalen Partnern, die die<br />

Ernte durchführen. Der stark wachsende<br />

Markt für Rhodiola rosea erhöht jedoch<br />

den Druck auf die Vorräte und führt zu<br />

Bedenken hinsichtlich einer möglichen<br />

Überernte.<br />

2023 wurde Rhodiola spp. in Anhang II<br />

des CITES-Abkommens aufgenommen<br />

– einer Liste gefährdeter Arten, die<br />

internationalen Handelskontrollen unterliegen.<br />

Der gesamte Rhodiolife ® -Bestand von<br />

Nektium ist vollständig CITES-konform.<br />

Neben der Einhaltung der gesetzlichen<br />

Anforderungen für den Handel<br />

ist Nektium überzeugt, dass CITES ein<br />

Schlüsselinstrument für die Erhaltung<br />

der biologischen Vielfalt ist.<br />

Vielseitigkeit in der<br />

Formulierung<br />

Rhodiola rosea wird traditionell in Nahrungsergänzungsmitteln<br />

eingesetzt. Mit<br />

der wachsenden Nachfrage nach praktischen<br />

Darreichungsformen hat Nektium<br />

eine spezielle lösliche Qualität entwickelt,<br />

die sich für Gummies, Kaubonbons,<br />

Getränke und mehr eignet.<br />

Die Herstellung von Getränken<br />

mit Rhodiola rosea stellte bisher<br />

© Nektium<br />

Qualität gewährleisten<br />

Nektium hat ein strenges, mehrstufiges<br />

Qualitätskontrollprogramm eingerichtet,<br />

um die Authentizität von Rhodiolife ® zu<br />

gewährleisten.<br />

Von unserem Hauptsitz in Spanien aus<br />

überwachen und kontrollieren wir jedes<br />

Glied in unserer Lieferkette, um sicherzustellen,<br />

dass der finale Extrakt die<br />

April 2025<br />

49


V italstoffe<br />

Herausforderungen in Bezug auf Geschmack,<br />

Farbe, pH-Wert und Stabilität<br />

der Bioaktivstoffe dar.<br />

Der wasserlösliche Rhodiolife ® -Extrakt<br />

überwindet diese Herausforderungen,<br />

ohne spürbare Auswirkungen auf Geschmack<br />

oder Erscheinungsbild. Er hält<br />

außerdem die Zielwerte der aktiven Inhaltsstoffe<br />

während der gesamten Haltbarkeit<br />

ein, beeinflusst weder Brix noch<br />

pH, verursacht keine mikrobiologischen<br />

Veränderungen und bleibt unbeeinträchtigt<br />

von der Pasteurisierung.<br />

Vertrauen der<br />

Verbraucher gewinnen<br />

Gewinn und Erhalt des Verbrauchervertrauens<br />

sind entscheidend für den Erfolg<br />

in der globalen Gesundheits- und Wellnessbranche.<br />

Rhodiolife ® von Nektium ist ein zu<br />

100% identitätsgesichertes Adaptogen<br />

für Anwendungen, die höchste Qualität<br />

und Leistungsfähigkeit erfordern.<br />

Nektium war Pionier bei der kommerziellen<br />

Nutzung von Rhodiola rosea und<br />

verfügt über umfassendes Wissen sowie<br />

Erfahrung in der Optimierung und Nutzung<br />

seiner Vorteile.<br />

Als wissenschaftlich fundierter botanischer<br />

Inhaltsstoff mit garantierten<br />

Bioaktivstoffen bietet Rhodiolife ® eine<br />

stressreduzierende Lösung mit nachgewiesenen<br />

Vorteilen für Körper und Geist.<br />

(3) van Diermen, D. et al. Monoamine<br />

oxidase inhibition by Rhodiola<br />

rosea L. roots. J Ethnopharmacol.<br />

2009;122(2):397-401. https://doi.<br />

org/10.1016/j.jep.2009.01.007<br />

(4) De Bock, K. et al. Acute Rhodiola<br />

rosea intake can improve endurance<br />

exercise performance. Int J Sport Nutr<br />

Exerc Metab. 2004;14(3):298-307.<br />

https://doi.org/10.1123/ijsnem.14.3.298<br />

(5) Ahmed, M. et al. Rhodiola rosea<br />

(Rhodiolife®) exerts antiviral activity<br />

in athletes following a competitive<br />

marathon race. Front Nutr. 2015;2:24.<br />

https://doi.org/10.3389/fnut.2015.00024<br />

(6) Kołtun-Jasion M, et al. Comprehensive<br />

profiling of Rhodiola rosea<br />

roots and corresponding products:<br />

phytochemical insights and modulation<br />

of neuroinflammation in BV2 microglial<br />

cell model. Front Pharmacol.<br />

2025 Jul 2;16:1608767. doi: 10.3389/<br />

fphar.2025.1608767. PMID: 40672359;<br />

PMCID: PMC12264437<br />

Autorin:<br />

Beatriz Ercilla Negrin,<br />

Director of Quality Assurance and<br />

Regulatory, Nektium<br />

Beatriz‘ Aufgabe ist die einer<br />

Preventive Controls Qualified<br />

Individual Person (PCQI). Sie<br />

ist eine FSMA/FSVP-validierte<br />

Fachkraft mit umfassender Expertise<br />

in Qualitätssicherung, Lebensmittelsicherheit,<br />

regulatorischen<br />

Angelegenheiten und zertifizierten<br />

Qualitätsmanagementsystemen.<br />

Sie kam 2009 zu Nektium und ist<br />

dafür verantwortlich, sicherzustellen,<br />

dass Qualitätsrichtlinien,<br />

Verfahren und internationale<br />

Standards konsequent eingehalten<br />

werden, sowie für die Festlegung<br />

der strategischen Qualitätsausrichtung<br />

des Unternehmens.<br />

© Nektium<br />

Literatur:<br />

(1) Anghelescu, I. et al. Stress management<br />

and the role of Rhodiola rosea:<br />

a review. Int J Psychiatry Clin Pract.<br />

2018;22(4):242-252. https://doi.org/10.<br />

1080/13651501.2017.1417442<br />

(2) Bystritsky, A. et al. A pilot study of<br />

Rhodiola rosea for generalized anxiety<br />

disorder (GAD). J Altern Complement<br />

Med. 2008;14(2):175-180. https://doi.<br />

org/10.1089/acm.2007.7117<br />

50


Omega 3<br />

Frank Thielecke, George Boulton, Andrew Blannin<br />

Sechs Wochen EPA- oder DHA-reiche Omega-3-Supplementierung<br />

verbessert die submaximale Trainingsphysiologie<br />

bei ausdauertrainierten männlichen Amateuren<br />

© Visionsi – shutterstock.com<br />

Einleitung<br />

Die Optimierung der sportlichen Leistung<br />

ist für Athleten von zentraler Bedeutung.<br />

Studien zufolge nutzen bis zu<br />

100% der Sportlerinnen und Sportler<br />

Nahrungsergänzungsmittel, um ihre<br />

Leistungsfähigkeit zu verbessern (1).<br />

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Eicosapentaensäure<br />

(EPA) und Docosahexaensäure<br />

(DHA), werden seit langem<br />

mit positiven Effekten auf die kardiovaskuläre<br />

Gesundheit und die Trainingsphysiologie<br />

in Verbindung gebracht. Dazu<br />

gehören eine Senkung der Herzfrequenz,<br />

eine verbesserte Sauerstoffaufnahme<br />

und eine reduzierte wahrgenommene<br />

Anstrengung bei submaximaler Belastung<br />

(2, 3).<br />

Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse<br />

bleiben die Befunde bisheriger<br />

Studien uneinheitlich. Mögliche Gründe<br />

hierfür sind Unterschiede in Dosierung,<br />

Supplementationsdauer, EPA:DHA-<br />

Verhältnis, Trainingsstatus der Teilnehmenden<br />

sowie die Wahl der Placebo-<br />

Substanz (4). Da die Aufnahme und der<br />

Stoffwechsel von Omega-3-Fettsäuren<br />

individuell stark variieren können, ist<br />

der Omega-3-Index – also der Anteil<br />

von EPA und DHA in den Erythrozytenmembranen<br />

– ein aussagekräftigerer<br />

Marker für den Omega-3-Status als die<br />

reine Menge der aufgenommenen Fettsäuren.<br />

Eine Studie von von Schacky et<br />

al. (2014) zeigte, dass nur einer von 106<br />

deutschen Elite-Wintersportlerinnen und<br />

-sportler einen Omega-3-Index von ≥ 8%<br />

aufwies – ein Hinweis auf einen weit<br />

verbreiteten Mangel und potenziellen<br />

Bedarf an erhöhter Omega-3-Zufuhr in<br />

dieser Gruppe (5). Die meisten Studien<br />

geben jedoch keinen Omega-3-Index an.<br />

Wo dies geschieht, zeigen sich oft nur<br />

moderate Verbesserungen: So erhöhten<br />

Hingley et al. (2017) den Omega-3-Index<br />

von Sportlerinnen und Sportler von<br />

4,7% auf 6,3% (6). Demgegenüber führte<br />

eine 12-wöchige Supplementation mit<br />

2.234 mg EPA und 916 mg DHA täglich<br />

bei ausdauertrainierten Läuferinnen und<br />

Läufern zu einem Anstieg des Omega-<br />

3-Index von 5,8% auf 11,6% – verbunden<br />

April 2025<br />

51


V italstoffe<br />

mit einer verbesserten VO 2 max und Laufökonomie,<br />

allerdings ohne messbare Veränderung<br />

der 1.500-Meter-Laufleistung<br />

(7). Ein weiterer Faktor für die inkonsistenten<br />

Studienergebnisse könnte das<br />

unterschiedliche Verhältnis von DHA zu<br />

EPA in den verwendeten Supplementen<br />

sein (8). Zudem ist die Wahl des Placebos<br />

entscheidend: Da Omega-3- und Omega-<br />

6-Fettsäuren um dieselben Stoffwechselenzyme<br />

konkurrieren, sollte ein Placebo<br />

frei von beiden Fettsäuren sein (z. B. Kokosnussöl),<br />

um Verzerrungen bei der Absorption<br />

oder Einlagerung in Zellmembranen<br />

zu vermeiden (9).<br />

Vor diesem Hintergrund untersuchte die<br />

vorliegende Studie die Auswirkungen<br />

einer Supplementation mit EPA-reichem<br />

Fischöl oder DHA-reichem Algenöl im<br />

Vergleich zu einem echten Placebo (Kokosnussöl)<br />

auf den Omega-3-Index, submaximale<br />

Trainingsreaktionen (Herzfrequenz,<br />

subjektive Belastungsempfindung)<br />

sowie die Leistung in einem Zeitfahrtest.<br />

Das EPA-reiche Öl enthielt täglich 1,8 g<br />

EPA und 1,2 g DHA, das DHA-reiche Öl<br />

2 g DHA und 1 g EPA (10).<br />

Methoden<br />

Studienteilnehmer<br />

Insgesamt wurden 69 Probanden für<br />

die Studie rekrutiert. Nach einem umfassenden<br />

Gesundheitscheck sowie der<br />

Dokumentation von Trainings- und Ernährungsgewohnheiten<br />

nahmen schließlich<br />

55 ausdauertrainierte männliche<br />

Amateurathleten im Alter von 18 bis 50<br />

Jahren an der Studie teil. Die Teilnehmer<br />

stammten aus den Disziplinen Radfahren,<br />

Schwimmen, Laufen, Rudern und<br />

Mannschaftssportarten, waren gesund<br />

und Nichtraucher. Die Probanden wurden<br />

zufällig in drei Gruppen eingeteilt:<br />

1. EPA-reiche Gruppe<br />

(1,8 g EPA und 1,2 g DHA pro Tag)<br />

2. DHA-reiche Gruppe<br />

(2 g DHA und 1 g EPA pro Tag)<br />

3. Placebo-Gruppe<br />

(Kokosöl)<br />

Die demografischen und anthropometrischen<br />

Merkmale der Teilnehmer sind in<br />

Tabelle 1 zusammengefasst.<br />

Gruppe Alter (Jahre) Größe (m) Gewicht (kg) BMI (kg/m²) VO₂max<br />

(ml/kg/min)<br />

EPA-reiche Gruppe (n=18) 22,9 ± 2,0 1,81 ± 0,01 76,0 ± 1,9 23,2 ± 1,9 49,8 ± 11,8<br />

Placebo-Gruppe (n=17) 21,5 ± 1,0 1,79 ± 0,01 76,0 ± 1,6 23,8 ± 2,0 47,2 ± 6,9<br />

DHA-reiche Gruppe (n=20) 27,4 ± 2,7 1,80 ± 0,01 76,2 ± 1,4 23,6 ± 1,7 49,3 ± 9,0<br />

Tabelle 1: Merkmale der Studienteilnehmer zu Studienbegin<br />

Supplementation<br />

Die Supplementation erfolgte über einen<br />

Zeitraum von sechs Wochen. Die<br />

Teilnehmer der EPA-reichen Gruppe<br />

konsumierten täglich 1,8 g EPA und<br />

1,2 g DHA, während die Teilnehmer<br />

der DHA-reichen Gruppe täglich 2 g<br />

DHA und 1 g EPA zu sich nahmen. Die<br />

Placebo-Gruppe erhielt täglich 3 g Kokosnussöl,<br />

das lediglich 60 mg mehrfach<br />

ungesättigte Fettsäuren enthielt.<br />

Die DHA-reichen Kapseln (Omega Life<br />

Vegan Algenöl, Omega-3-Fettsäuren<br />

in Triacylglyceridform) und die EPAreichen<br />

Kapseln (Omega Life Classic,<br />

Omega-3-Fettsäuren in re-veresterter<br />

Triacylglyceridform) wurden von der<br />

Doetsch Grether AG bereitgestellt. Das<br />

Kokosnussöl-Placebo stammte vom<br />

Kräuterhaus Sankt Bernhard.<br />

Die Teilnehmer wurden angewiesen,<br />

die Hälfte der Kapseln zum Frühstück<br />

und die andere Hälfte zum Abendessen<br />

einzunehmen. Die Einhaltung der Dosierung<br />

wurde durch die Rückgabe der<br />

Kapseln sowie eine Fettsäureanalyse der<br />

Erythrozyten überwacht.<br />

Die gewählte Dosierungsstrategie basierte<br />

auf Erkenntnissen, dass längere<br />

Supplementationsdauern und höhere<br />

Dosen mit deutlicher ausgeprägten<br />

Leistungsvorteilen assoziiert sind (8).<br />

Weitere Details zum Studiendesign sind<br />

an anderer Stelle beschrieben (10).<br />

Studienablauf<br />

Die Studie wurde als doppelblinde,<br />

blockrandomisierte Parallelkontrollstudie<br />

durchgeführt. Die Einweisung, die<br />

Baseline-Tests und die Post-Interventions-Tests<br />

erfolgten unter identischen<br />

Bedingungen. Nach einer ausführlichen<br />

Einweisung in das Laborprotokoll und<br />

einer ersten Untersuchung kehrten die<br />

Teilnehmer innerhalb eines Monats zurück,<br />

um die Baseline-Messungen durchzuführen.<br />

52


Omega 3<br />

Erhobene Parameter<br />

(vor und nach der<br />

Supplementationsphase):<br />

• Omega-3-Index (Fettsäureanalyse<br />

der Erythrozyten)<br />

• Submaximaler Belastungstest (Herzfrequenz<br />

und subjektive Anstrengungswahrnehmung)<br />

• 24-km-Zeitfahren (Leistungstest)<br />

Omega-3-Index<br />

(Fettsäureanalyse der roten<br />

Blutkörperchen)<br />

Von jedem Teilnehmer wurden 6 – 7 ml<br />

venöses Blut aus der Ellenbeugenvene<br />

in ein EDTA-beschichtetes Röhrchen<br />

entnommen. Das Blut wurde anschließend<br />

10 Minuten bei 4° C und 1.560 × g<br />

zentrifugiert. Nach der Zentrifugation<br />

wurden 1,5 ml Erythrozyten in ein Eppendorf-Röhrchen<br />

überführt, gekennzeichnet<br />

und bis zur Analyse bei -80° C<br />

tiefgefroren gelagert. Die Fettsäurezusammensetzung<br />

der Erythrozyten<br />

wurde mittels Gaschromatographie mit<br />

Flammenionisationsdetektion bei OmegaQuant<br />

Analytics analysiert (11). Die<br />

Ergebnisse wurden als prozentualer Anteil<br />

der insgesamt identifizierten Fettsäuren<br />

angegeben.<br />

Durchführung des<br />

submaximalen Belastungstest<br />

und des 24-km-Zeitfahrens<br />

Der submaximale Belastungstest wurde<br />

auf einem elektronisch gebremsten Ergometer<br />

durchgeführt. Die Teilnehmer<br />

absolvierten drei Belastungsstufen:<br />

• 5 Minuten bei 100 Watt<br />

• 5 Minuten bei 150 Watt<br />

• 5 Minuten bei 200 Watt<br />

Die physiologischen Messungen (Herzfrequenz,<br />

subjektive Anstrengungswahrnehmung)<br />

wurden in den letzten 30 Sekunden<br />

jeder Belastungsstufe erfasst.<br />

Nach einer 5-minütigen Pause folgte das<br />

24-km-Zeitfahren, das die Teilnehmer<br />

mit maximaler Anstrengung absolvieren<br />

sollten. Während des Tests wurden kontinuierlich<br />

die Herzfrequenz, die Sauerstoffaufnahme<br />

sowie weitere physiologische<br />

Parameter dokumentiert.<br />

Statistische Analyse<br />

Alle Daten werden im „Vorher-<br />

Nachher“-Format als Mittelwert ± Standardabweichung<br />

(SD) dargestellt.<br />

Für die submaximalen Trainingsdaten<br />

wurde ein lineares gemischtes Modell<br />

mit folgenden Parametern verwendet:<br />

• Feste Variablen: Supplementation<br />

(EPA-reiche Gruppe, DHA-reiche<br />

Gruppe, Placebo), Besuch (Baseline,<br />

Post-Supplementierung) und Belastungsstufe<br />

(100 W, 150 W, 200 W)<br />

• Cluster-Variable: Teilnehmer (zur<br />

Berücksichtigung individueller<br />

Unterschiede)<br />

Die Zeitfahrdaten (TT) wurden ebenfalls<br />

mit einem linearen gemischten Modell<br />

analysiert, jedoch mit nur zwei festen<br />

Variablen:<br />

• Feste Variablen: Supplementation<br />

(EPA-reiche Gruppe, DHA-reiche<br />

Gruppe, Placebo), Besuch (Baseline,<br />

Post-Supplementierung) und Besuch<br />

• Cluster-Variable: Teilnehmer<br />

Nach der Prüfung der Haupt- und Wechselwirkungseffekte<br />

erfolgte eine Posthoc-Analyse<br />

mit Bonferroni-Korrektur,<br />

um die Signifikanz der Unterschiede zu<br />

bewerten.<br />

Vor der Modellanalyse wurden alle Variablen<br />

auf Normalverteilung geprüft<br />

(Schiefe, Kurtosis, Shapiro-Wilk-Test).<br />

Zur Bewertung der Zusammenhänge<br />

zwischen Variablen wurde der Spearman-Korrelationskoeffizient<br />

herangezogen.<br />

Das Signifikanzniveau wurde auf<br />

p ≤ 0,05 festgelegt. Sämtliche statistischen<br />

Analysen wurden mit der Software<br />

Jamovi durchgeführt (12).<br />

© Manu Padilla – shutterstock.com<br />

April 2025<br />

53


V italstoffe<br />

Ergebnisse<br />

Omega-3-Index<br />

Nach sechs Wochen Supplementation<br />

zeigte sich in den EPA- und DHA-reichen<br />

Gruppen ein signifikanter Anstieg<br />

des Omega-3-Index, während dieser in<br />

der Kontrollgruppe (Placebo) unverändert<br />

blieb. Der Anstieg war in beiden<br />

Supplementgruppen vergleichbar: Der<br />

Omega-3-Index stieg von Werten unter<br />

6% auf über 8% an (siehe Abb. 1).<br />

Abb. 1: Omega-3-Index vor und nach der Supplementation. Modifiziert von (10)<br />

Mittelwerte ± SD. * p ≤ 0,01, bezeichnet Unterschiede zur Kontrollgruppe<br />

Veränderungen der<br />

Herzfrequenz unter<br />

submaximaler Belastung<br />

Über alle drei Leistungsstufen hinweg<br />

zeigte sich in der EPA-Gruppe eine<br />

signifikante Abnahme der Herzfrequenz<br />

um ∆ = -4 Schläge pro Minute<br />

(p = 0,005) und in der DHA-Gruppe um<br />

∆ = -9 Schläge pro Minute (p ≤ 0,001).<br />

In der Placebo-Gruppe wurden keine signifikanten<br />

Veränderungen beobachtet<br />

(siehe Abb. 2).<br />

Abb. 2: Einfluss von EPA und DHA auf die submaximale Herzfrequenz. Modifiziert von (10)<br />

Mittelwerte ± SD. ** p ≤ 0.01, *** p ≤ 0.001 bezeichnen Unterschiede zur Baseline.<br />

Wahrgenommene<br />

Anstrengung unter<br />

submaximlaer Belastung<br />

Die wahrgenommene Anstrengung<br />

nahm in der EPA-Gruppe signifikant um<br />

∆ = -0,7 (p ≤ 0,001) und in der DHA-<br />

Gruppe um ∆ = -0,9 (p ≤ 0,001) ab. In<br />

der Placebo-Gruppe blieb die subjektive<br />

Belastungswahrnehmung unverändert.<br />

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass<br />

die Supplementation mit Omega-3-Fettsäuren<br />

die subjektive Anstrengungswahrnehmung<br />

während des Trainings<br />

signifikant reduziert (siehe Abb. 3).<br />

Abb. 3: Einfluss von EPA und DHA auf die wahrgenommene Anstrengung. Modifiziert von (10)<br />

Mittelwerte ± SD. *** p ≤ 0.001 bezeichnet Unterschiede zur Baseline.<br />

54


Omega 3<br />

Korrelationen<br />

Abb. 4: dokumentiert eine signifikante inverse Korrelation zwischen der Veränderung des Omega-3-Index und den Veränderungen der<br />

submaximalen Herzfrequenz (R = -0,43, p = 0,007) während Abb. 5 die wahrgenommene Anstrengung (R = -0,40, p = 0,013) zeigt.<br />

Abb. 4: Korrelation zwischen Omega-3-Index und Herzfrequenz bei submaximaler Belastung. Modifiziert von (10) * p ≤ 0.05<br />

Abb. 5: Korrelation zwischen Omega-3-Index und wahrgenommener Anstrengung bei submaximaler Belastung. Modifiziert von (10) * p ≤ 0.05.<br />

April 2025<br />

55


V italstoffe<br />

Weitere Ergebnisse<br />

Respiratorischer Quotient<br />

Der respiratorische Quotient stieg in der<br />

EPA-Gruppe signifikant an, während er<br />

in der DHA- und Placebo-Gruppe unverändert<br />

blieb. Dieser Befund deutet auf<br />

eine veränderte Substratnutzung während<br />

der Belastung hin, insbesondere<br />

auf eine erhöhte Kohlenhydratoxidation<br />

als mögliche Folge der EPA-Supplementation.<br />

Zeitfahren-Leistung<br />

Die Zeit für das 24-km-Zeitfahren verbesserte<br />

sich in allen Gruppen (EPA,<br />

DHA, Placebo). Allerdings gab es keine<br />

signifikanten Unterschiede zwischen den<br />

Gruppen. Dies legt nahe, dass die Supplementation<br />

mit Omega-3-Fettsäuren<br />

zwar positive Effekte auf die submaximale<br />

Trainingsphysiologie (z. B. Herzfrequenz,<br />

subjektive Anstrengung) zeigt,<br />

diese jedoch nicht direkt zu einem messbaren<br />

Unterschied in diesem speziellen<br />

Test führen.<br />

Diskussion<br />

Eine sechswöchige Supplementierung<br />

mit EPA- oder DHA-reichen Omega-<br />

3-Fettsäuren führte zu einem signifikanten<br />

Anstieg des Omega-3-Index von<br />

Werten unter 6% auf über 8%. Diese<br />

Supplementierung bewirkte zudem mehrere<br />

positive Veränderungen der submaximalen<br />

Trainingsphysiologie bei drei<br />

Belastungsintensitäten (100, 150 und<br />

200 Watt).<br />

Der Anstieg des Omega-3-Index um 3%<br />

(EPA-reiches Öl) bis fast 5% (DHAreiches<br />

Öl) ist physiologisch hochrelevant:<br />

Im Falle von DHA entspricht dies<br />

nahezu einer Verdoppelung des Ausgangswerts.<br />

Dies ist besonders bedeutsam,<br />

da frühere Studien zeigen, dass ein<br />

Omega-3-Index von über 8% für Sportler<br />

empfohlen wird und mit der größten<br />

kardioprotektiven Wirkung assoziiert<br />

ist (5). Die hier beobachtete Steigerung<br />

des Omega-3-Index liegt in einer vergleichbaren<br />

Größenordnung wie die in<br />

einer Meta-Analyse von Dempsey et<br />

al. (2023) beschriebenen Effekte einer<br />

Supplementierung mit 2 – 3 g Omega-<br />

3-Fettsäuren pro Tag (13). Zudem ist<br />

bekannt, dass die Einlagerung von DHA<br />

im Herzmuskel ähnlich oder sogar höher<br />

ausfällt als in den Erythrozyten (14,<br />

15). Der in dieser Studie gemessene Anstieg<br />

des Omega-3-Index in den roten<br />

Blutkörperchen belegt daher nicht nur<br />

die Einhaltung des Supplementierungsprotokolls,<br />

sondern lässt auch darauf<br />

schließen, dass eine ähnliche oder sogar<br />

stärkere Einlagerung in Herz- und Skelettmuskel<br />

stattgefunden hat (4).<br />

Die in dieser Studie beobachtete Abnahme<br />

der submaximalen Trainingsherzfrequenz<br />

nach Einnahme von DHA-reichen<br />

Nahrungsergänzungsmitteln steht im<br />

Einklang mit den Ergebnissen anderer<br />

Studien (16, 17). Im Gegensatz dazu fanden<br />

einige Autoren bei der Verwendung<br />

von EPA-reichen Nahrungsergänzungsmitteln<br />

(18) oder Supplementen mit nahezu<br />

gleichen Dosen von EPA und DHA<br />

(2.224 mg EPA + 2.208 mg DHA pro<br />

Tag) keine Auswirkungen auf die Trainingsherzfrequenz<br />

(19). Interessanterweise<br />

zeigte die aktuelle Studie eine verringerte<br />

Trainingsherzfrequenz sowohl<br />

in der DHA-reichen als auch in der EPAreichen<br />

Gruppe. Die Korrelationsanalyse<br />

deutet jedoch darauf hin, dass nur die<br />

Veränderung des DHA-Anteils in den<br />

Erythrozyten negativ mit der Veränderung<br />

der Herzfrequenz korrelierte (Daten<br />

nicht gezeigt). Eine mögliche Erklärung<br />

ist, dass die beobachtete Herzfrequenzsenkung<br />

in der EPA-reichen Gruppe auf<br />

die 1,2 g DHA pro Tag zurückzuführen<br />

ist, die in dieser Supplementation ebenfalls<br />

enthalten waren.<br />

Mehrere Mechanismen könnten diese<br />

Effekte erklären: es gibt Hinweise darauf,<br />

dass die DHA-Einlagerung im Herzmuskel<br />

die sympathische Aktivität senken<br />

und die linksventrikuläre Funktion<br />

verbessern könnte (20). Darüber hinaus<br />

zeigen Tierstudien, dass Omega-3-Supplemente<br />

den Schrittmacherstrom in Sinusknoten-Zellen<br />

verlangsamen können<br />

(21). Schließlich belegt eine Studie von<br />

Kang (2012), dass Omega-3-Fettsäuren<br />

nicht zwingend in die Plasmamembran<br />

eingebaut werden müssen, um die Herzfrequenz<br />

zu senken (22). Interessanterweise<br />

fanden dieselben Autoren, dass<br />

nur EPA – nicht jedoch DHA – die Stärke<br />

des Aktionspotentials erhöhen kann, das<br />

zur Stimulation einer Herzmuskelzelle<br />

erforderlich ist. Trotz dieser Befunde<br />

deuten die meisten Berichte darauf hin,<br />

dass DHA der Hauptmediator für die<br />

Veränderung der Herzfrequenz ist. Zudem<br />

zeigen weitere Untersuchungen,<br />

dass sowohl EPA als auch DHA eine<br />

kurzzeitige hemmende Wirkung auf die<br />

für die Herzkontraktion verantwortlichen<br />

Natriumkanäle ausüben (22).<br />

Das psychobiologische Modell legt<br />

nahe, dass die Ausdauerleistung maßgeblich<br />

durch die Wahrnehmung der<br />

Anstrengung reguliert wird (23). Da<br />

in der aktuellen Studie die subjektive<br />

Wahrnehmung der Anstrengung in<br />

beiden Supplementgruppen (EPA und<br />

DHA) bei submaximalen Intensitäten signifikant<br />

abnahm, wäre es plausibel, anzunehmen,<br />

dass sich dies auch in einer<br />

verbesserten Ausdauerleistung während<br />

des Zeitfahrens widerspiegeln könnte.<br />

Allerdings wurde die wahrgenommene<br />

Anstrengung während des Zeitfahrens<br />

nicht erfasst, sodass nicht abschließend<br />

beurteilt werden kann, ob die Teilnehmer<br />

das Zeitfahren tatsächlich als weniger<br />

anstrengend empfanden. Zudem<br />

deutet die niedrigere Herzfrequenz bei<br />

submaximalen Intensitäten auf eine<br />

verbesserte kardiovaskuläre Effizienz<br />

hin. Falls jedoch das Herz-Kreislauf-<br />

System nicht der limitierende Faktor für<br />

die Leistung im 24-km-Zeitfahren war,<br />

56


Omega 3<br />

erklärt dies möglicherweise die Diskrepanz<br />

zwischen verbesserter Herzfunktion<br />

und fehlender Leistungssteigerung.<br />

Das Zeitfahren wird stark von der Beinmuskulatur<br />

dominiert – wenn die Beinkraft<br />

oder der muskuläre Stoffwechsel<br />

den limitierenden Faktor darstellen,<br />

könnte eine Verbesserung der Herzleistung<br />

keinen messbaren Einfluss auf die<br />

Zeitfahrleistung haben. Für eine vertiefte<br />

Diskussion der möglichen Mechanismen,<br />

durch die Omega-3-Fettsäuren<br />

die Leistung beeinflussen, sei auf das<br />

aktuelle Position Statement der International<br />

Society of Sports Nutrition verwiesen<br />

(24).<br />

Die vorliegende Studie weist mehrere<br />

Einschränkungen auf, die bei der Interpretation<br />

der Ergebnisse berücksichtigt<br />

werden müssen:<br />

1. Die Studie beschränkte sich auf<br />

männliche Teilnehmer, was die Verallgemeinerbarkeit<br />

der Ergebnisse<br />

einschränkt – insbesondere vor dem<br />

Hintergrund geschlechtsspezifischer<br />

Unterschiede im Fettsäurestoffwechsel.<br />

2. Der Doppelblindansatz dieser Studie<br />

sollte auch in zukünftigen Untersuchungen<br />

beibehalten werden, um<br />

Verzerrungen zu reduzieren. Das verwendete<br />

Placebo (Kokosöl) war frei<br />

von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren,<br />

was das Risiko einer Verfälschung<br />

der Omega-3:6-Absorption<br />

oder -Einlagerung in Zellmembranen<br />

verringerte.<br />

3. Die Studie zeigt, dass eine sechswöchige<br />

Supplenentation ausreicht, um<br />

den Omega-3-Index auf über 8% anzuheben<br />

– ein Wert, der als optimal<br />

für kardiovaskuläre und leistungsphysiologische<br />

Effekte gilt (5). Dies<br />

ist die erste Studie, die EPA- und<br />

DHA-reiche Omega-3-Fettsäuren<br />

direkt vergleicht und dabei Verbesserungen<br />

in der submaximalen Belastungsphysiologie<br />

(Herzfrequenz,<br />

Wahrnehmung der Anstrengung),<br />

jedoch keine signifikanten Unterschiede<br />

im 24-km-Zeitfahren im<br />

Vergleich zu Placebo nachweist.<br />

Trotz der nachgewiesenen Abnahme der<br />

submaximalen Herzfrequenz und wahrgenommenen<br />

Anstrengung in beiden<br />

Supplementgruppen bleibt unklar, warum<br />

sich dies nicht in einer signifikanten<br />

Leistungssteigerung im Zeitfahren widerspiegelte.<br />

Fazit<br />

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen,<br />

dass eine sechswöchige Supplementation<br />

mit EPA- oder DHA-reichem Öl<br />

den Omega-3-Index signifikant erhöht<br />

und positive Effekte auf die submaximale<br />

Trainingsphysiologie (z. B. Senkung<br />

der Herzfrequenz und subjektiven<br />

Anstrengungswahrnehmung) bewirkt.<br />

Allerdings führten diese physiologischen<br />

Verbesserungen nicht zu einer signifikanten<br />

Steigerung der Leistung im<br />

24-km-Zeitfahren.<br />

Diese Befunde unterstreichen die Notwendigkeit<br />

weiterer Forschung, um die<br />

genauen Mechanismen zu entschlüsseln,<br />

durch die EPA und DHA die sportliche<br />

Leistung beeinflussen. Zudem sollten zukünftige<br />

Studien untersuchen, ob längere<br />

Supplementationsdauern, höhere Dosierungen<br />

oder spezifischere Leistungsparameter<br />

(z. B. längere Zeitfahrdistanzen<br />

oder andere Belastungsformen) zu messbaren<br />

Leistungsvorteilen führen könnten.<br />

Quellenangaben für die Grafiken:<br />

Blannin A, Boulton G, Thielecke F. Six<br />

weeks of either EPA-rich or DHArich<br />

Omega-3 supplementation alters<br />

submaximal exercise physiology in<br />

endurance trained male amateurs. Front<br />

Nutr. 2025;12:1588421<br />

Literatur bei den Verfassern erhältlich.<br />

Autoren:<br />

Dr. Frank Thielecke<br />

Department of Health Promotion,<br />

Swiss Distance University of Applied<br />

Sciences, Brig, Switzerland<br />

T2 Bene Ltd., Allschwil, Switzerland<br />

George Boulton<br />

School of Sport and Exercise and<br />

Rehabilitation Sciences, University of<br />

Birmingham, Birmingham,<br />

United Kingdom<br />

Andrew Blannin<br />

School of Sport and Exercise and<br />

Rehabilitation Sciences, University of<br />

Birmingham, Birmingham,<br />

United Kingdom<br />

© PeopleImages – shutterstock.com<br />

April 2025<br />

57


Werden Sie jetzt Mitglied im Netzwerk für<br />

Gesundheitsförderung und Diätetik!<br />

• Gesundheit und Diätetik in der Wissenschaft und Gesundheitspolitik fördern<br />

• Aktiv einmischen und mitmachen<br />

• Immer aktuell und umfassend informiert<br />

Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. macht<br />

sich seit 15 Jahren für eine effektivere Prävention stark. Die Fachgesellschaft<br />

fordert und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Berufsgruppen in<br />

der Gesundheitsförderung.<br />

Neumitglieder erhalten als Begrüßungsgeschenk zwei wertvolle Fachbücher:<br />

• Berufs- und Beratungspraxis für Diätassistenten und<br />

Ernährungswissenschaftler, Mainz Verlag<br />

• BASICS Ernährungsmedizin, Urban & Fischer Verlag/Elsevier Verlag<br />

Engagieren Sie sich für die Gesundheitsförderung sowie Diätetik und werden Sie jetzt<br />

Mitglied im Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V.<br />

Der Jahresbeitrag liegt bei 50,- Euro und schließt die kostenlose Belieferung mit fünf<br />

Fachzeitschriften (<strong>Vitalstoffe</strong>, Die Naturheilkunde, Bodymedia, Diabetes Forum und<br />

Umwelt, Medizin und Gesellschaft) ein. Wir freuen uns auf Ihre Mitgliedschaft.<br />

Deutsches Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V.<br />

c/o: Hon. Prof. PhDr. Sven-David Müller, M.Sc.<br />

Heckenstraße 36, 38226 Salzgitter-Lebenstedt<br />

www.dkgd.de / Online-Beitritt unter http://www.dkgd.de/onlinebeitritt.html<br />

Impressum<br />

<strong>Vitalstoffe</strong><br />

Das Magazin für Mikronährstoffe BK<br />

und deren Wirkungen<br />

ISSN 2192-2632<br />

Verlag<br />

BK nutri network<br />

Altenfurter Str. 61<br />

90475 Nürnberg, Germany<br />

+49 (0)162 2 84 08 63<br />

bk@nutri-network.com<br />

www.nutri-network.com<br />

Verlagsleitung und Herausgeber<br />

Benno Keller<br />

Redaktion, Redaktionsbeirat<br />

Dr. Stefan Siebrecht<br />

Hon. Prof. PhDr. Sven-David Müller, M.Sc.<br />

Mediaberatung<br />

Benno Keller<br />

+49 (0)162 2 84 08 63<br />

Erscheinungsweise<br />

4 x jährlich, April, Juni, September, November<br />

Bezugspreis<br />

Einzelheft 12,- Euro<br />

Jahresabonnement<br />

Inland 40.- Euro (inkl. Porto und MWSt)<br />

Ausland 48.- Euro (inkl. Porto)<br />

Bankverbindung<br />

Commerzbank Nürnberg<br />

BLZ 760 400 61<br />

Konto-Nr. 053 315 0900<br />

IBAN DE92760400610533150900<br />

BIC COBADEFF760<br />

Die in diesem Magazin enthaltenen Beiträge einschließlich<br />

der Abbildungen unterliegen dem Urheberrecht.<br />

Eine Verwendung ohne Zustimmung<br />

des Verlages ist nicht zulässig. Dies gilt für jede<br />

erdenkliche Form der Vervielfältigung.<br />

Sonder- und Nachdrucke können gerne auf Anfrage<br />

bestellt werden. Artikel, die namentlich<br />

gekennzeichnet oder durch ein Kürzel einem<br />

Autor zuzuordnen sind, geben nicht unbedingt<br />

die Meinung der Redaktion wieder.<br />

Unverlangt eingesandte Manuskripte können<br />

nicht zurückgeschickt werden. Wird ein<br />

Manuskript von der Redaktion angenommen,<br />

gehen Verlagsrecht sowie sämtliche Rechte zur<br />

Veröffentlichung und Verbreitung auf den Verlag<br />

über. Die Redaktion übernimmt bezüglich in<br />

diesen Beiträgen dargelegter Sachverhalte keine<br />

Haftung.<br />

Layout<br />

Sabine Krauss<br />

Copy Editing<br />

Carola Weise<br />

Druck<br />

AKONTEXT s.r.o.<br />

Zàrydnicnà 2048/7<br />

CZ 14100, Praha<br />

Tschechische Republik<br />

Die Mitglieder das Deutschen Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Diätetik e.V.<br />

erhalten die Zeitschrift kostenlos im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft.<br />

Diese Zeitschrift können Sie jederzeit<br />

abonnieren. Der Jahresbezugspreis für<br />

4 Ausgaben, z. B. April bis November,<br />

beträgt in Deutschland € 40,- inkl.<br />

Porto und MWSt, im Ausland € 48,-<br />

Bitte mailen Sie an:<br />

bk@nutri-network.com


5-7 May <strong>2026</strong>, Fira Barcelona<br />

More to<br />

The world’s nutraceutical<br />

event is bigger than ever<br />

Vitafoods Europe returns for its biggest event to date. With an expanded show floor,<br />

there are more opportunities than ever to discover what’s next in nutraceuticals.<br />

30,000+ expected attendees<br />

Connect with thousands of global nutraceutical<br />

buyers, suppliers and experts<br />

Discover new products, innovations and insights<br />

More networking opportunities across<br />

the entire nutraceutical supply chain<br />

Book your<br />

tickets now


..<br />

Entzundungsreaktion<br />

Saisonale<br />

Allergien<br />

Heuschnupfen<br />

Einzigartig! Für die Atemwege<br />

www.pycnogenol.de<br />

*Für eine vollständige Liste der klinischen Studien und weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website: www.pycnogenol.de Pycnogenol® Französischer<br />

Meereskiefernrindenextrakt ist ein eingetragenes Warenzeichen von Horphag Research. ©<strong>2026</strong> Horphag Research.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!